• Sonja Ertl
  • Andi E.
  • Sonja Ertl
  • Andi E.

Türkei ...

Lange schon ist mein Wunsch, die Türkei mal intensiv zu bereisen.
Anfänglich wollten sich noch so manche an die Reise dranhängen aus unserem Bremach Bekanntenkreis. Jetzt sind wir aber wahrscheinlich nur zwei Womos, der Sepp und wir. Moi schaung!
Read more
  • Der "andere" Nemrut Dag

    May 18–19, 2024 in Turkey ⋅ ☀️ 11 °C

    Für die Weiterfahrt entschieden wir uns für die Bergstrecke und nicht für die Schnellstraße. Absolut richtige Entscheidung! Wir kamen an Höhlenwohnungen vorbei, kleinen Bauernhöfen und fuhren durch wunderschöne Landschaften. Wieder auf der großen Straße gings relativ zügig durch grandiose Gegend nach Bitlis. Offensichtlich kommen hier selten Fremde vorbei, denn wir wurden interessiert beäugt und noch öfters angesprochen als sonst. Nach einer Einkaufsrunde durch den Ort mit den vielen Brücken, einer Festungsruine, und einem Abendessen ging die Fahrt weiter. Mittlerweile haben wir uns an die vielen Kontrollen gewöhnt, aber der Anblick von Mititärfahrzeugen und bewaffneten Soldaten ist schon eigenartig.

    Schließlich erreichten wir Tatvan am Vansee mit seinem sodahaltigen Wasser. Die Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz mitten in der Stadt und am nächsten Tag ging es 1000 Höhenmeter steil hinauf bis auf ca. 2700 m. Hier oben am Kraterrand des erloschenen Vulkans Nemrut Dag lag teils noch viel Schnee. Dieser Krater gehört mit einem Durchmesser von sieben Kilometern zu einer der größten Calderas der Welt. Auf einer Höhe von 2200 m befinden sich mehrere Kraterseen, und genau da wollten wir hin. Alle Erwartungen wurden übertroffen. Hier war es unglaublich schön!

    Das fanden auch viele andere, die meist in Bussen hochgefahren wurden. Später am Nachmittag waren alle weg und wir waren völlig alleine am schönsten Platz am großen Kratersee. Rund 500 m mussten wir rückwärts am steilen Hang entlang fahren, aber die Mühe war's wert!
    Man glaubt es kaum, aber tatsächlich bekamen wir noch Besuch von den Jenaern, die wir in Diyarbakir kennenlernten.
    Read more

  • Ararat

    May 21–24, 2024 in Turkey ⋅ ☁️ 14 °C

    Um am nächsten Morgen mit dem Boot auf die Insel Ahtamar mit einer Kirche überzusetzen, übernachteten wir gleich ums Eck auf einer kleinen Landzunge. Wenn das Wetter nicht so schlecht gewesen wäre, hätten wir eine tolle Aussicht auf verschneite 3500'er und auf den schönen Vansee gehabt. Für die Fahrt zur Surp Khach (Heiliggeistkirche) hörte der Regen auf und die Sonne zeigte sich wieder. Sehenswert ist die armenische, zwischen 915 und 921 erbaute Kirche auch wegen der Reliefs mit alttestamentarischen Szenen. Etwas unverschämt war, dass vorher nicht darauf hingewiesen wurde, dass allein für das Betreten der Insel, auch ohne Besichtung der Kirche, 12 € verlangt wurde. Die Fährfahrt kostete sowieso extra. (Wie immer, zahlten die Einheimischen Besucher lediglich 60 TL, das sind derzeitig ca. 1,70 €.)

    Auf dem Weiterweg schauten wir bei der Teufelsbrücke vorbei, Şeytan Köprüsü, die nichts besonderes ist, aber unter der Brücke kann man zusehen, wie das Wasser durch die Felsen tost.

    Ein paar Kilometer weiter sahen wir dann einen richtigen, imposanten Wasserfall, Muradiye Selalesi. Nicht weit davon entfernt, übernachteten wir auf einer Wiese. Als morgens der Bauer mit seinem Traktor kam, vermuteten wir schon eine Standpauke wegen der zusammengetretenen Wiese, doch freudestrahlend begrüßte er uns mit Handschlag und wollte ein Foto machen.

    Sehr nah an der Grenze zum Iran schlängelte sich die Straße bis auf 2640 m hoch. Leider hingen die Wolken sehr tief. In der Ebene des Ararat-Hochlandes, ca. 2000 m hoch, erreichten wir Dogubayazit, 35 km vom Iran entfernt. Auf dem Wochenmarkt kauften wir frisches Gemüse und verschiedenen Käse ein.

    Emir Ishak Pasa baute sich auf einer Felsenterrasse aus rotbraunem Sandstein einen Palast mit ursprünglich angeblich 366 Zimmern. Untergebracht werden mussten schließlich jede Menge Harems-Schlafräume, Bereiche für Gäste, Geschäftsleute, Diener, Ställe, Moschee, Medrese (Koranschule), Speisesaal, Bäder ...

    Endlich geht's zum Ararat, (Agri Dag)!
    Leider komplett in Wolken gehüllt. Eigentlich können wir nur erahnen wo er ist. Aber wenn wir schon mal da sind ...
    Auf einer absolut im Nichts gelegenen Wiese wollten wir die Nacht verbringen. Wie durch ein Wunder klarte es immer mehr auf und für kurze Zeit zeigte der 5137 m Hohe Vulkanberg seine Eishaube. Die Türken nennen ihn "Schmerzensberg", die Kurden "Feuriger Berg" und die Armenier "Mutter der Erde".

    Gleich am nächsten Morgen kam eine Militärpatrouille vorbei mit Gewehr und eindringlichen Warnungen vor Terroristen. Allzu ernst nahmen wir dies nicht, da die Türken das Wort Terrorist gern für Kurden verwenden.
    Read more

  • Seytan Kalesi - Eine tolle Burg

    May 22, 2024 in Turkey ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute trennten sich unsere Wege wieder. Wir wollen weiter nach Georgien, Sepp und Erich zieht es nach Hause. Kurz vor der Grenze nach Georgien übernachteten wir auf einem Pass in 2129 m Höhe mit toller Aussicht. Dort, gegenüber auf der anderen Seite der Schlucht entdeckten wir eine Burg, zu der wir unbedingt hin mussten. Eine kurze Wanderung mit etwas Kraxelei und wir standen vor der "Seytan Kalesi". Eine frühmittelalterliche Burg, die auch Teufelsburg genannt wird, da sich angeblich ein Teufel in der Gegend rumschlich. Dieser Aberglaube hält sich bis heute.Read more

  • Georgien

    May 23–25, 2024 in Georgia ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Grenzübergang war völlig unproblematisch. Nach rund 50 Minuten waren wir in Georgien. Beide Grenzbeamte schauten in unsere Wohnkabine, der georgische Grenzer interessierte sich jedoch sehr für unsere Reiseapotheke.

    Der allererste Eindruck war, boah, hier ist die Armut noch viel größer als in der Türkei.
    Wir brauchten natürlich erst mal Geld in der Landeswährung Lari und eine Simkarte. In der ersten Stadt, die am Weg lag versuchten wir unser Glück. Äusserst skeptisch, da der Zustand der Straße, der Häuser, einfach alles sehr sehr schäbig und ärmlich wirkte. Hier gibt es doch keine Bank oder Wechselstube, geschweige denn einen Handyladen. Tja, so kann man sich täuschen. Plötzlich standen wir in einer relativ modernen Einkaufsstraße. Naja, sehr russisch angehaucht, aber wir bekamen alles was wir brauchten. Hier fiel uns auf, dass die Leute verschlossener waren und alles in drei Schriften beschildert war. Mchedruli (georgisch), kyrillisch (russisch), lateinisch.

    An unserem Stellplatz für die Nacht lernten wir vier Russen kennen, die, wie sie sagten, vor der Einberufung zum Krieg geflohen sind und jetzt in Georgien leben. Und zwei Deutsche mit einem Landy, Claudia und Roland.

    Am Morgen besichtigten wir Wardsia, eine Höhlenstadt. Sie wurde im 12. Jahrhundert in einer Wand des Bergs Eruscheti erbaut vom georgischen König Georgi III und diente als Grenzfestung gegen Türken und Perser. Seine Tochter, Königin Tamar, die bis heute verehrt wird, vervollständigte das Bauwerk und richtete sie als Kloster ein. Für die Einwohner waren ursprünglich 3.000 Wohnungen auf bis zu sieben Stockwerken errichtet worden, die Platz für 50.000 Menschen boten. Jede Wohnung bestand aus drei Räumen. Es gab eine Schatzkammer, eine Kirche, eine Bibliothek, Bäckereien, Ställe und Badebassins. Nach einem Erdbeben im Jahre 1283 sind heute noch 750 Räume auf einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern erhalten. Ebenso eine Klosterkirche mit farbigen Fresken.
    Eine absolut sehenswerte Höhlenstadt!!!

    Führte die Fahrt gestern durch eine wunderschöne Berglandschaft, heute jedoch durch relativ triste, eintönige Hochebene. Auch ein Stop in einem größeren Dorf zum Einkaufen hob die Stimmung nicht. Alles grau in grau, vom Dreck auf der kaputten Straße, über die Häuser, bis zu den dunklen Mienen der Leute. O.k., das Wetter war etwas regnerisch, die Wolken hingen sehr tief, das bessert die Laune nicht gerade.

    Die Fahrt geht weiter, Richtung Tiflis, aber mit Umweg evtl. über Ausgrabungsstätten.
    Read more

  • Regen, Regen und nochmals Regen

    May 25–26, 2024 in Georgia ⋅ 🌫 13 °C

    Los gings heut vormittag nach ein paar Kilometer mit einer Serpentinenstrecke bergab. Schotter, Regen und sehr tief hängende Baumäste und Wolken erschwerten die Fahrt. Dazu die akute Steinschlaggefahr. Wir suchten eine bestimmte Kirche, fanden sie aber nicht. Die Straßen wurden immer schlechter. Schotter, Matsch und schließlich ein Wiesenweg, der teils unter Wasser stand. Das war wirklich eine Herausforderung, nachdem wir ja nicht wussten, was noch alles auf uns wartet. Hinzu kommt, dass alle Bäche und Flüsse Hochwasser haben.

    Die Hauptstraße war irgendwann erreicht und die Kirche doch noch gefunden. Bei strömendem Regen besichtigten wir das Dmanissi-Plateau. Die Ausgrabungsstätte dort war schon lange ein Fundort von Tierfossilien, Körperskelettteilen und steinernen Artefakten, die in etwa 1,75 Millionen! Jahre alt sind. 2001 wurde dann ein Schädel eines 1,8 Millionen Jahre alten Frühmenschen entdeckt. Dieser ist der älteste gesicherte Fund der Gattung Homo außerhalb Afrikas.

    Auf diesem Plateau sind auch noch Ruinen einer mittelalterlichen Stadt zu sehen und die 2009 renovierte Sion-Kirche. Zwei Routen der alten Seidenstraße führten früher mitten durch Georgien, eine davon durch Dmanissi. Der Ort lag strategisch günstig auf einem Plateau zwischen zwei Schluchten und wurde im 5. Jh. gegründet.
    Read more

  • Tiflis - Tbilisi

    May 26–28, 2024 in Georgia ⋅ ☁️ 16 °C

    Gemütliche Fahrt auf der "gelben" Straße nach Tiflis, oder georgisch Tbilisi. Das heisst, keine Überraschungen auf kleinen weissen Straßen, die manchmal fast unbefahrbar sind. Die Flüsse und Bäche sind zu reissenden braunen Ungetümern angewachsen. Aber offensichtlich ging der Pegelstand schon wieder zurück über Nacht, was man an den Uferbereichen mit zum Teil großer Mengen angeschwemmtem Holz erkennen kann.

    Wir hatten so gar keine Lust auf Stadt, aber jetzt sind wir extra hergefahren...
    Auf dem Parkplatz direkt beim Rathaus angekommen, gings gleich zur Touriinfo. Auf dem Weg kamen wir an der Feiermeile vorbei. Heute ist nämlich Nationalfeiertag. Es wird die Unabhängigkeit von den Russen gefeiert. Überall in der Stadt hängen neben den georgischen auch die Europa Fahnen. Es ist ordentlich was los. Die Altstadt durchwandern wir und sind erstaunt, ja eigentlich entsetzt, wie man solch schöne, alte Häuser so verfallen lassen kann. So baufällig sind manche Bauten, dass sie mit schweren Stahlstreben gestützt werden müssen. Und viele Gebäude sind so beschädigt, dass ein Drinwohnen in unseren Augen unmöglich erscheint. Aber definitiv leben dort Menschen.

    Später erleben wir die Präsidentin des Landes, Salome Surabischwili bei ihrer Ansprache vor dem Präsidentenpalast zum Nationalfeiertag. Wir verstehen natürlich kein Wort, aber es ist trotzdem ergreifend, weil die Leute immer wieder klatschend und jubelnd zustimmen. Und wir mittendrin, die georgische und die europäische Fahne schwenkend. Die Präsidentin ist für einen Eintritt Georgiens in die EU, wie angeblich 80 % der Bevölkerung. Die Regierung scheint sich allerdings eher an Russland anzunähern, was immer wieder zu Demonstrationen führt.

    Zu guter letzt ratschen wir auf dem Parkplatz noch mit anderen Reisenden. Einem Schweizer Paar mit Kind aus Bern (Wildside.family) und einem Paar aus Toulouse mit Defender, die nach Japan wollen auf unbestimmte Zeit.

    Es gibt so viel zu sehen, dass natürlich noch einiges auf dem Programm steht. Und das bei Traumwetter! Angefangen haben wir mit einer Art Flohmarkt auf der "Dry Bridge". Dort verkaufen viele Russen alten Trödel, aber auch neues Chinazeugs und Selbstgemachtes. Bei der Friedensbrücke über den Mtkwari stiegen wir in die Seilbahn, die uns hinauf zur "Alufrau" brachte. Kartlis Deda ist eine Statue, im Inneren aus Holz und außen mit Aluminium bedeckt. Sie symbolisiert die Stadt Tiflis. Im Volksmund wird sie Mutter Georgiens genannt. Sie wurde 1958 zum 1500-jährigen Stadtjubiläum errichtet.

    Der Abstieg führte durch ein sehr hippes Viertel mit schön renovierten Gebäuden. Noble kleine Hotels, dazwischen alte Kirchen, aber auch liebevoll hergerichtete Häuser mit sehr viel Charme. Und immer wieder Graffitikunst. Unten angelangt standen wir plötzlich im sehr touristischen Viertel mit unzähligen Cafés und Restaurants.

    Im Park direkt bei unserem Wohnmobil genossen wir die Ruhe und die letzten Sonnenstrahlen.
    Read more

  • Hineinschnuppern in den Kaukasus

    May 28–29, 2024 in Georgia ⋅ ⛅ 11 °C

    Es gäbe noch so manches zu sehen in dieser tollen Stadt, aber wir haben beschlossen, die Heerstraße zu fahren. Und ein bisschen Zeitnot haben wir mittlerweile, sind es doch rund 4000 km bis nach Hause.

    Die sogenannte Heerstraße ist der historische Name einer Fernstraße im großen Kaukasus. Diese Route benutzten
    Jahrtausendelang Soldaten und Händler. Die russische Armee baute diese im Russischen Türkenkrieg (1768 bis 1774) für den Transport ihrer Truppen zu einer Straße aus. Sie verbindet Wladikawkas in Russland mit Tiflis in Georgien auf 213 km Länge. Die Passhöhe und somit den Hauptkamm des Kaukasus erreicht man bei 2382 m. Auf rund 2200 m Höhe entstand ein Skigebiet mit zig Hotels und es sind zig Neue in Bau. An einer Stelle durchfährt man eine Galerie, die in einem absolut gruseligen Zustand ist. Mehr Schlaglöcher als Asphalt und die vielen LKWs fahren mittig (warum?), so dass man Mühe hat, dran vorbei zu kommen. (Auf der Rückfahrt haben wir es gesehen: Schlaglöcher mit Wasser bedeckt, bestimmt 30 cm tief!)

    An einer alten Umfahrungsstraße eines Tunnels fanden wir unsere Übernachtungsstelle am Fluss Terek. Von hier sind es nur 2,5 km zur russischen Grenze. Rund 20 m entfernt beobachteten wir eine Herde Gemsen, wie sie an Felsen leckten, offenbar sind diese salzhaltig?

    Hier ist unser entferntester Punkt von zu Hause und somit unser "Umkehrpunkt"! Ab jetzt geht's heimwärts. 😃🤔🫣
    Read more

  • Chillen

    May 29–31, 2024 in Georgia ⋅ ☀️ 23 °C

    Endlich mal chillen!
    An dem Fluss Dzirula auf grüner Wiese, umgeben von Bäumen, sehr entspannt.
    Das hatten wir lange nicht mehr. Draußen kochen, Lagerfeuer bei angenehmen Temperaturen, naja, es fing an leicht zu regnen. Tagsüber hatten wir allerdings super Wetter. Wir schauten den Anglern zu. Verschiedene Methoden haben die Männer angewandt. Beim durchwaten hat einer ein Netz ausgeworfen, kurz drauf wieder eingeholt, immer wieder. Oder mit einer Angel, an der ein Netz vorne dran befestigt war. Als es dunkel wurde, kamen sie mit einer sehr hellen Stableuchte, die sie knapp über, bzw. unter Wasser hielten und mit einer Art Riesengabel spießten sie irgendwas auf. Wir vermuteten Krebse oder ähnliches. Kühe und eine frei laufende Pferdfamilie mit Fohlen grasten um uns.Read more

  • Batumi, die Stadt der Casinos

    May 31–Jun 1, 2024 in Georgia ⋅ ☁️ 20 °C

    Entlang der geplanten Autobahn und auf den bereits fertiggestellten Abschnitten gings nach Batumi. Es wurde nicht nur eine Autobahn gebaut, sondern auch gleich die Landstraße neu gemacht. Ein mega Projekt, das die sehr schöne, ausgesprochen grüne Landschaft ziemlich verschandelte. Über viele Kilometer weit wurden Berghänge abgefangen, zubetoniert und jede Menge Brücken gebaut. Alles offensichtlich in Chinesischer Hand.

    Schon von weitem konnte man die Skyline erkennen und als wir mitten drin waren, ein Gefühl wie in New York. Umringt von futuristischen Hochhäusern. Mitten in diesem Zentrum, sehr nahe am Ufer des Schwarzen Meeres fanden wir auf einem kleinen Parkplatz unsere Bleibe für die Nacht. Und sofort ging's los, diese verrückte Stadt zu erkunden. Sehr gut gegessen haben wir auch noch. Andi probierte das Kachapuri, das ist ein Fladenbrot mit Käse und Eigelb. Und ich probierte auch ein typisch georgisches Gericht aus, Chanakhi, ein Lammeintopf mit viel Gemüse. Bei den zwei "Liebenden" Ali und Nino betrachteten wir noch ne Weile das Treiben hier am Riesenrad. Diese Skultur bewegt sich ineinander und sind Hauptcharaktere der Liebesgeschichte zwischen einer georgischen Christin und einem aserbaidschanischen Moslem (von einem aserbaidschanischen Autor).

    Als ich dann später im Bett lag schaute ich dem faszinierenden Lichtspiel des "Turm des georgischen Alphabets" durch unser großes Dachfenster zu. Oben in der sogenannten Discokugel befindet sich ein Fernsehstudio, Cafés und Restaurants.
    Read more

  • Ciao Türkei

    Jun 6–7, 2024 in Turkey ⋅ ☁️ 31 °C

    5000 km in 8 Wochen vom Westen in den Osten der Türkei auf der Südroute. Viel erlebt, viel gesehen, viel gestaunt, viel türkische Mentalität gelernt und viel türkische Leckereien genossen.
    Ganz anders von Ost nach West auf der Nordroute. 1300 km in 5 Tagen. Aber auch da haben wir viel Türkei gesehen, ein etwas anderes Türkei und viel Gastfreundschaft erfahren. Immer wieder wurden wir angesprochen, eingeladen. Da waren Hassan und Emine, die mit ihrem Auto angehalten haben und uns in ihr Haus zum Kaffee einluden und dann auch noch zum Frühstück am nächsten Morgen. Oder zwei befreundete Paare, die gemeinsam Picknick am Strand am Schwarzen Meer machten. Sie luden uns spontan auf einen Cay ein und tischten lauter Leckereien auf. Angler an einem See bei Istanbul, die zu viel gegrillt hatten, schenkten uns jede Menge Hühnerschenkel...
    Ich bin dann immer sehr beschämt. In Deutschland wird man nicht von wildfremden Menschen einfach so eingeladen.

    Noch einmal türkischen Lifestyle erleben, Cay trinken, Baklava kaufen, im Basar einkaufen, Moscheen anschauen und türkisch essen. Edirne ist unser letzter Aufenthalt in der Türkei.
    Read more

  • Das krasse Gegenteil

    Jun 7–8, 2024 in Bulgaria ⋅ ☀️ 27 °C

    In Bulgarien sind wir angekommen und haben uns ein nettes Plätzchen an einem idyllischen See ergattert. Neben einigen Einheimischen, Anglern, aber auch einer Familie, die hier ihr neues Zelt ausprobieren möchten. Niemanden kümmerts, dass wir hier sind. Was für ein Unterschied! In der Türkei würden wir schon bei den ,"Seenachbarn" sitzen und Chay trinken. Hier werden wir überhaupt nicht beachtet. Irgendwie ... angenehm, aber nach fast zwei Monaten auch sehr ... ungewohnt.Read more

  • Rumänien - Donau

    Jun 8–9, 2024 in Romania ⋅ ☀️ 32 °C

    Am Wasser ist's halt immer am schönsten. Ein großer schattenspendender Baum und Stille. Wären da nicht nebenan ein paar Einheimische, die hier womöglich noch Größeres vorhaben? 🫣
    Denn ziemlich laute Musik beschallt uns den ganzen Nachmittag. Und das Notstromaggregat, das sie mitgebracht haben besorgte uns sehr. Wenigstens war die Art der Musik erträglich. 😄 . Und, abends war Ruhe!Read more

  • Fast daheim

    Jun 10–11, 2024 in Austria ⋅ ☁️ 17 °C

    Jetzt geht's ziemlich rasant vorwärts, wir wollen heim! Ausserdem wirds uns zu heiss. 🥵. Und, wir wollen beim jährlichen Bremachtreffen im Altmühltal dabei sein. Gründe genug, aufs Gaspedal zu steigen.

    In Ungarn werden wir erst mal kurz ausgebremst. Da wir plötzlich auf einer Schnellstraße, Autobahn? landen, packt uns die Angst. Dies ist definitiv eine Mautstraße und wir haben KEINE Vignette! Also, wieder runter und online schnell registrieren. Das mit dem "schnell" ist so ne Sache, aber Andi hat's dann doch hinbekommen. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir bei der Hinreise illegal auf Ungarns Straßen unterwegs waren, da die mautfreien nur für Wohnmobile UNTER 3,5 t gelten. Ups.

    Leicht genervt beschließen wir, bis Österreich durchzufahren.
    Read more

  • Wieder dahoam

    Jun 12–13, 2024 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Die letzten 250 km!
    Noch etliche Male überquerten wir die Donau, um dann an der Altmühl bei Mörnsheim unser Ziel zu erreichen. Auf dem Zeltplatz "Hammermühle" warten wir auf unsere Freunde, um ein sicherlich tolles Wochenende zu verbringen und über unsere Reise und die Reisen der anderen zu ratschen.Read more

    Trip end
    June 14, 2024