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  • Day58

    Ninh Binh - Phong Nha

    March 4, 2019 in Vietnam ⋅ 🌧 24 °C

    Diese Nacht schlief ich richtig schlecht. Ich bin auch ziemlich ländlich und so hörte man ab vier Uhr den Hahn krähen. Als ich schlaftrunken aus dem Schlafsaal ging, um noch das Frühstück zu erhalten, staunte ich nicht schlecht. Es schüttete in Strömen. Das erste Mal so richtig, seit ich am Reisen bin.
    Normalerweise hätte ich mich richtig gefreut, aber da ich heute noch zu den Mua Caves wollte, war ich nicht so begeistert. Zudem habe ich heute um 20:30 den Nachtbus nach Phong Na, weshalb ich um 12:00 auschecken muss. Ein gemütlicher Betttag steht heute also nicht zur Debatte. Ich packte meine Sachen und checkte aus. Die vom Hostel waren richtig nett, Sie erlaubten mir das Gepäck hier zu lassen und sagten mir sogar ich könnte, wenn ich zurückkomme noch die Dusche benutzen.

    Trotz des Regens ging ich auf Entdeckungstour in Ninh Binh. Ich lief knappe 2 Kilometer zu einem Café, das ebenfalls berühmt für seinen etwas anderen Eggkaffee ist. Im Café angekommen, begrüsste mich eine ruhige nette Atmosphäre. Ausserdem gab der Regen, kaum hatte ich das Café betreten, nochmals Vollgas(Lucky me!) .
    Ich bestellte den Eggkaffee und der Besitzer entschuldigte sich im Vorhinein, bei mir, weil es sieben Minuten dauern würde, den Eggkaffee herzustellen. Ob ich ihn trotzdem wollen würde, fragte er. Ich versicherte ihm, dass ich alle Zeit der Welt hätte und dass er sich sicher nicht zu entschuldigen bräuchte. Das ist doch natürlich. Ich fragte ihn aber, ob ich bei der Zubereitung des Kaffee zuschauen dürfte, was ihn offensichtlich sehr freute.
    Er zeigte mir jeden einzelnen Schritt der Herstellung und liess mich sogar meinen eigenen Eierkaffee machen. Richtig nett!
    Er erzählte mir ausserdem, dass sie früher, vor der Zeit des Mixers etc., 30 Minuten für die Herstellung eines einzigen Eierkaffee brauchten.

    Ich verweilte etwas im Café und ging dann zurück. Das Wetter schien sich etwas zu bessern und ich beschloss die Mua Cave noch zu machen. Als ich das Fahrrad ausgeliehen hatte, fing es natürlich wieder an zu regnen. Egal, ich machte mich trotzdem auf den Weg. 7 Kilometer lang sollte der Weg sein. Ich fand die Cave nicht auf Anhieb und so dauerte die regnerische Fahrt etwas länger. Auf dem Weg traf ich dann auf Blade und Aide n aus Australien, die auch etwas verloren waren, und so fuhren wir das letzte Stück zusammen.
    500 Stufen waren zu bestreiten, um die Aussicht geniessen zu können.
    Auf dem Weg nach oben sahen wir eine Braut. Ihr Kleid war unten in Schlamm getränkt, doch das schien sie nicht zu stören. Oder es schien es ihr wert zu sein, um oben ein gutes Foto zu bekommen. Auf jede Fall fanden wir drei das ziemlich komisch und das Bild prägte sich in unsere Köpfe ein, vor allem als wir dann noch eine zweite Braut den schlammigen Weg nach oben kommen sahen.
    Nachdem wir die Aussicht genossen haben, ging es wieder zurück. Ich verabschiedete mich von Blade und Aiden.
    Im Shooter kam ich dankbar auf das Angebot der Dusche zurück. Ich war nämlich wirklich voll mit Schlamm, alles war nass und geschwitzt hatte ich auch. Mein Velo ist sogar zweimal im Schlamm stecken geblieben.

    Ich ass zu Abend und nahm dann um 20:30 den Nachtbus.
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