Anreise
May 23 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C
Gestern Abend ist Sebastian schon von Berlin zu uns aufs Dorf gereist, um nicht den ganzen Weg bis nach Slowenien an einem Tag durchfahren zu müssen. Nach einer Pizza, n paar Bier und einer kurzen Nacht sind wir nun, mit den Mobbeds aufm Hänger, auf dem Weg gen Süden!Read more
Ankunft
May 23 in Slovenia ⋅ ☀️ 26 °C
Endlich! Wir sind über Umwege angekommen und sind sehr angetan von der Unterkunft. Schon ländlich, inmitten großer Weinberge. Das Chalet ist sauber und gut eingerichtet. Wir haben gerade voller entzücken, bei einem lokalen und sehr leckerem Craft-bierchen festgestellt, dass das Technical Bit, in dem wir uns vor 4 Jahren kennengelernt haben, in 2km Luftline von uns liegt. Let's duckin' go!Read more
Erster Tag - Das Experiment
May 24 in Slovenia ⋅ ☀️ 18 °C
Voller Vorfreude sind wir auferstanden und waren heiß auf und mit Slowenien. Nachdem ich meinen Tank für eine Unsummen von 76 Cent noch voller getankt habe als er eh schon war, haben wir mal kurz zum Technical bit geschaut und beschlossen, dass wir das heute erstmal nicht machen :D er ist tatsächlich Sau schwer. Krass dass wir das damals mit dem riesigen Maschinen gemacht, und vor allem auch geschafft haben :0
Also geht's sinngemäß rückwärts die Strecke vor dem TB entlang. Direkt geht's los mit steilen, steinigen Waldwegen durchs Geäst und wieder hinunter. Einen kurzen, sehr einseitigen Smalltalk mit einem einheimischen Enduristen eingelegt und weiter über Stock und Stein. Soweit alles easy. Nach nicht allzu langer Zeit kamen wir an ein Schild welches verdeutlichte, dass man weder mit 2 oder auch 4 rädrigen Gefährten hier passieren dürfe. Naja ok, dann eben hier links. Nächste Gabelung, gleiches Schild. Also dann hier rechts..... Hey es wird steil! Und lose.... Und da sind riesen Steine.... Und es wird immer steiler! Und geiler!!! Die kleinen Maschinen meistern das lose Geröll mit Bravour und bereiten uns richtig viel Spaß. Oben angekommen weitere dieser Schilder rings um uns herum. Nachdem wir aber festgestellt haben, dass wir keine Arschloch Enduristen sein wollen und die Sperrungen auf jeden Fall respektieren wollen sind wir den einzigen erlaubten Weg direkt auf eine "Hauptstraße" runter und sind erst später wieder zum TET zurück.
Der Magen verlangt nach Befüllung. Über einen kleinen aber wunderschönem Umweg sind wir durch Zufall in einem UNESCO Heritage Städtchen gelandet und haben uns traditionelle Slowenische Mahlzeiten einverleibt. Wir lernten im Restaurant, dass hier früher Quecksilber im großen Stil abgebaut worden ist und haben ein wenig gerätselt, wie sowas wohl von statten gegangen ist. Jedenfalls war das Restaurant auf dem Eingang in den Stollen errichtet worden.
Inzwischen sind wir nach guten 220 km, mit Löwenanteil unasphaltieren Untergrund, wieder in der Unterkunft angekommen und erfreuen uns an einem einfach nur wunderschönen und gelungenen Tag. Endlose Schotterwege durch einsame romantische Wälder und Täler, anspruchsvolle Anstiege auf zahllose Berge, nette und ungezwungene soziale Kontakte, eine tolle Zusammenarbeit und Harmonie zwischen den frisch vermählten und vor allem, was mich einfach nur unsagbar glücklich macht:
Ich habe keine Schmerzen im Fuß!
Weder während der Fahrt, welche teilweiße sehr anspruchsvoll und holprig war, als auch nicht jetzt im Nachhinein. Einfach nur geil!!!! Ich bin guter Dinge, dass sich das auch die nächsten Tage, welche wohl nochmal anspruchsvoller werden, nicht ändern wird.
Wir freuen uns! Schauen wir mal was wird :)Read more
Bekannte Wege, neu interpretiert
May 25 in Slovenia ⋅ ☀️ 26 °C
Heute Morgen haben wir einen Weg um den Beginn des Technical Bits gesucht, um so früh wie möglich dahinter wieder einzusteigen. Nach mehreren Sackgassen und Wendemanövern ist es uns dieses Unterfangen auch geglückt. Und wie! Wir sind durch Urwald-anmutende Wälder mit tiefen, wilden Flussläufen gefahren, welche nicht mal die Karten von Openmaps kannte. Am Ende des Waldes landeten wir auch schier endlosen Weinbergen, welche auch gerade bearbeitet wurden.
Zurück auf dem TET passierten wir bekannten Passagen.
Unter anderem den Ort an dem wir uns vor fast genau 4 Jahren kennen lernten. Ich werde diesen Blick der Verzweiflung in seinen Augen, die schimmernden Schweißperlen auf der Stirn unter seinem Helm und diese Anmut der Versuche seine Triumph alleine aus dem Dreck zu wuchten nie vergessen. Es war Liebe auf den ersten Sturz welche sich bis heute, in unsere Flitterwochen, behalten hat.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel leichter und kontrollierbarer das ganze mit dein kleinen Maschinen ist. Kein Vergleich zu den alten Eisenschweinen. Wir waren hier viel schneller und spaßiger unterwegs, ohne die Mobbeds auch nur einmal abzulegen. So kann man die ganzen Wege mehr genießen und vor allem auch mehr Weg machen!
Mein kleines zartes Füßchen macht nach wie vor keinerlei Probleme! Selbst nach den heute wirklich ruppig, schnellen und technischen Stücken, bei den schon einige Schläge anzudämpfen waren. Schmerzmittel, Adrenalin und Dopamin sind echt geil :D
Eine kleine Mittagspause machten wir auf einer Erhöhung vor Triest mit Blick aufs Meer und fuhren aber schnell wieder weiter neben und über Autobahnen entlang, noch ein paar technisch anspruchsvolle Stückchen und über ca 30cm tiefe Spurrillen wieder zur Straße und ab zur Unterkunft bei der uns ein 8 Gänge Menü mit Weinbegleitung erwartet....
Holy Moly waren wir beinander!
Die Weine und das begleitende Essen war durchweg alles sehr sehr lecker und durchdacht. Die Weine hatten kaum Tannine, waren überaus fruchtig und sehr balanciert. Selbst einer der Rotweine, Barbera, hat uns sehr gut gefallen.
Weil wir uns mit dem Kellner gut verstanden und unterhalten hatten, bekamen wir ein bitter notwendiges neuntes Glas aufs Haus, um zu verstehen wie toll sich so eine vergorene Barbera Traube im Alter entwickelt. Ein 12 Jahre alten Barbera auf den er sehr stolz war.
Der Abend endete auf unsere Terrasse mit einem Bierchen zur Neutralisation und weiteren Gesprächen, welche schon den ganzen Abend nicht abbrechen wollten.
Wir torkelten zufrieden in die Kojen, fielen mir schwerem Schädel in die Betten und waren uns einig morgen erstmal länger liegen zu bleiben.....Read more

TravelerSehr geil! Schön dass die Haxe hält und auch sehr virbildlich, dass du dich auch im Urlaub in Sachen Wein weiterbildest 😄👍🏼
Unerwartetes Osmand Glück
May 26 in Slovenia ⋅ ☀️ 26 °C
Heute sind wir, aus bekannten Gründen, etwas später auf die Piste und haben erstmal einen kleinen Umweg nach Italien zum Decathlon genommen, um meinem Hintern, in Form einer Radlerunterhose, einen Gefallen zu tun. Der Bobbes hat es gedankt.
Ein kurzer Trip über die Autobahn zurück zum TET hat es bewiesen.
Der TET ist ab hier ziemlich hoch und bietet viele schöne Ausblicke und Straßen oder Wege die Links bzw rechts neben dem Weg einfach aufhören und senkrecht abfallen. Hier ist Konzentration gefragt.
Man wird durch felsige Wälder und eindeutigem Bärengebiet geführt. Wir haben versucht möglichst leise und in moderater Geschwindigkeit unterwegs zu sein um evtl einen Bären zu erhaschen, hatten heute aber leider kein Glück.
Und das obwohl wir durch eine erhoffte Abkürzung direkt an einer Bären-Honig-Falle mit danach ausgerichteten Hochstand gefahren sind.
Dieser Weg war jedoch zwar technisch sehr anspruchsvoll und überaus spaßig, führte aber zu nichts. Außer eben Spaß.
Erst ein paar Meter weiter kamen wir über andere Passagen wieder zurück auf den Weg und blubberten mal flott, mal gemütlich, über gut eingefahrene Pisten durch verwunschene Wälder, kleine Felder und viel erholsame und wunderschöne Einsamkeit.
Für den Weg zurück nahmen wir für ein paar Meter den neuen TET Track und stellten fest, dass der aufgrund des 99% Straßenanteils sehr langweilig ist.
Wir befragten Google Maps nach dem Heimweg. Ca 30 min. Hm... Das ist zu früh. Mal schauen was Osmand so im Offroad Modus sagt:
2h 15min. Perfekt :D
Wow waren das tolle Wege!!! Geschwungene Single Track Roads durch Dörfer die wohl so gut wie nie Touristen sehen landen in steilen Anstiegen mit losem Geröll welche sich zu Matsch durchzogenen Waldwegen mutieren und in mal steil, mal flach hinab gehenden Pisten durch Alpine Wälder mit tollen Ausblicken über unbemenschte Ländereien enden.
Nach einem kurzen Schnack und einer Restaurant Empfehlung von Locals landeten wir in einer Pizzeria welche sehr leckere, Überraschung, Pizza servierte.
Danach beschlossen wir, entgegen der ersten Meinung, doch wieder Osmand einzuschalten und statt 10 Minuten eben doch 45 Minuten zu brauchen.
Wir führen also im Sonnenuntergang bis zum Einbruch der Dunkelheit durch leichte Furten und Weinberge hoch und runter bis direkt unter unser Camp.
So langsam wird's ganz schön frech wie gut das hier alles läuft....Read more
Alpine Lebensretter und doch vom Eis Erschlagene
May 27 in Slovenia ⋅ ⛅ 25 °C
Heute begaben wir uns auf den Weg zum Berg Gorenji Prehodi, da wir am Vortag einen Track hier entdeckt haben.
Der Weg dorthin lief wieder über Osmand und wir würden mal wieder nicht enttäuscht. Wir sind durchs Auenland auf einspurigen Achterbahn Straßen gefahren, über kleine steile Wanderwege und Schotterstraßen von dem eine in einem privaten Hof endete. Vor uns stand ein deutscher Schäferhund welcher sofort anschlug, uns anbellte und langsam auf uns zu kam. Kurz bevor er da war, ging aber seine Rute hoch und er schnüffelte freundlich an meiner Hand. Also er jedoch seine Nase in Richtung meiner Boots reckte, schrock er zurück und nahm reiß aus. Ich kann's ihm nicht verdenken. Sein Frauchen kam kurz darauf auf uns zu und verhielt sich ähnlich wie ihr Wachposten, nur ohne das schnüffeln zum Glück. Sie war sehr freundlich und, trotz großer Sprachbarriere, hilfsbereit, sagte uns wo wir am besten entlang fahren sollen, wünschte uns eine schöne, sichere Weiterfahrt und verabschiedete uns.
Wir führen also weiter durch Wälder und Wiesenwege durch die schon lang niemand mehr gefahren zu sein scheint. Einzig ein vom Bären und Hirten verfolgter, stark verletzter, rumfluchender Sebastian war hier in der Einöde zu hören.
An der Soca angekommen ist erst mal Schluss mit Dreck. Viel zu touristisch erschlossen und bebaut. Sehr schön natürlich, aber nicht das was wir suchten. Auch unsere, wirklich erlaubten, Überfahrt einer Hängebrücke endete in Kopfschüttelnden und schimpfenden Radfahrern. Das es nicht verboten ist, sieht man an dem 1,5t Max Schild vor der Brücke, den fehlenden Verbotsschildern und dem nett grüßendem Arbeiter des Campingplatzes nebenan.
Wir beschlossen nicht noch mehr Hass auf uns zu ziehen und erstmal per Straße zum Mittagessen zu fahren.
Nach der Stärkung ging's los. Sowohl unsere Weiterfahrt, als auch das Gegrummel aus der dunkel verhangenen Wolkendecke. Nachdem wir ja Verantwortungsbewusste Motorradfahrer sind, wissen wir, dass man bei so einem Wetter auf jeden Fall in die Berge fahren muss um sicher zu gehen, dass das es auch wirklich von oben kommt.
Also auf in den Einstieg. Kurz vor einer Abzweigung nochmal kurz innehalten und reflektieren. Losfahren.
Hinweis 1:
Wir machten aus, dass wir erstmal nur so weit fahren wie der Teer reicht. Nach der ersten Kurve Schotter.
Hinweis 2:
Uns kamen lauter Autos, darunter Defender, den Berg runter entgegen.
Hinweis 3:
Erstes Schild: Passstraße eigentlich erst ab 1.6. geöffnet
Hinweis 4:
Zweites Schild: Komplett gesperrt
Hinweis 5:
Uns kamen am zweiten Schild zwei junge, sich komplett am Ende befindliche Teenager entgegen und meinten ab hier wirds richtig hart und sie sind schon seit 6 Stunden unterwegs. Es sind laut ihrer Aussage auch Ranger unterwegs.
Hinweis 6:
Wir beschließen ein paar Meter rein zu fahren und mal schauen wie's wird.
Die Erkenntnis:
Nachdem Sebastian ungefähr 5 Meter weit gefahren ist und sein Hinterrad im Geröll bis zur Achse eingebuddelt hat, alles mit Donner und grellen Wetterleuchten aus pechschwarzen Wolken im Hintergrund, haben wir es endlich verstanden.
Danke für deine Geduld Thor!
Auf dem Weg zurück haben wir die beiden Jungs wieder getroffen. Sie baten uns sie ein Stück mit runter zu nehmen und erzählten uns, dass sie weder Wasser noch Essen dabei haben und ihr Handy Akku auch schon länger leer ist. Die armen Eltern. Wir fahren sie ohne Ausrüstung oder vorhandenen Fußrasten bis zum Teeranfang und wünschten ihnen viel Spaß beim zusammengeschissen werden.
Anschließend fuhren wir zu einem nahegelegenem Wasserfall um dort baden zu gehen und uns abzukühlen.
Siebter und letzter Hinweis:
Baden verboten.
So saßen wir jetzt da. Wasser fast leer, die Hosen zu geschwitzt bis oben hin und keine Abkühlung in Sicht. Meh.
Dachten wir...
Es begann wieder zu donnern und wir liefen in schwüler Hitze und in Plastiksäcken eingepackt den Berg hoch zurück zu den Motorrädern. Direkt nach dem aufsatteln entlud Thor seinen ganzen Zorn über uns. Es blies, es blitzte und es Hagelte. Innerhalb von Sekunden ist alles Nass. Aus Dirty Seb wurde Soaking Wet Seb da er zwar seine Regenjacke, aber natürlich nicht seine Regenhose anzog. Zu allem Überfluss standen vor uns mehreren quer auf der Straße, wild hin und her fahrenden Autos. Wenden in 8.000 Zügen. Unter Eisbeschuss sahen wir, dass ein vom Wind frisch gefällter Baum lag.
Da müssen wir drunter durch.
Sebastian fällt dazu tatsächlich nur folgender Satz ein: "Da muss aber der kleine Ast da vorher weg"
Gesagt getan laufe ich zum Baum und biege den Ast weg.... Er fuhr auf den Baum zu und passte wegen der Spiegel nicht drunter durch. Also hob ich den Baum an und zu unser beider Verblüffen so hoch, dass er einfach durch fahren konnte. Meine Maschine ging ohne Probleme durch, jedoch hab ich einen ordentlichen Schlag auf den Hinterkopf bekommen, weil ich halt einfach viel zu groß bin.
Und das alles während um uns rum und auf uns drauf 2 cm große Hagelkörner und Unmengen an Wasser auf die Welt fielen und uns aus einem Jeep, der aus unerklärlichen Gründen quer auf der Straße stand, gemütlich dabei zu sahen. Diese Szene muss sehr interessant gewesen sein aus derer trockenen, warmen und schmerzfreien Sicht.
Dann traten wir den Heimweg an.
Wir fuhren noch einmal in den Hagel hinein, tranken dann einen Kaffee und tingelten anschließend dem Unwetter hinterher bis nach Hause.
Beim Abendessen lachten wir beim Revue passieren lassen Tränen.
Was für ein Abenteuer!
P. S.: Anmerkung von Sebastian:
"Und wir sind eine DOWNhillstrecke HOCH gefahren"Read more
Stressiger Anfang, entspanntes Ende
May 28 in Slovenia ⋅ ☀️ 23 °C
Heute wollten wir wieder auf Bärenjagd gehen. Nachdem alles in der Sonne aus stinken und trocknen konnte, sind wir also mit unserem guten alten Freund Osmand in Richtung Berge getingelt und sind erstmal richtig heftig eingestiegen. Ich hab meine Husky kurzerhand freiwillig hingeschmissen da vor mir am Wegesrand plötzlich kein Wegesrand mehr da war. Fallen ist die schnellste Art zu bremsen.
Danach ging es mehr oder weniger planlos durch die slowenischen Wälder. Wir haben heute mal "gescoutet" und sind Wege gefahren die angeblich nirgends hinführen, oder gar nicht erst existieren sollten. Das war spaßig und sehr abenteuerlich. Durch Wiesen, Rückewege und "Straßen" , die von Jungbäumen wieder als Wald definiert worden sind. Eine Loch im Wald haben wir auch gefunden.
Beim Mittagessen kam ein Local zu uns um über die Mobbeds, insbesondere die schöne KTM zu reden.
Auf unsere Frage, ob diese runden, weißen Schilder mit dem roten Rand hier beachtet werden, sagte er: "Who cares, you're faster anyway"
Wir sind dann rechtzeitig wieder nach Hause gefahren, da es wieder eine Unwetterwarnung gab und wir das heute nicht nochmal gebraucht hätten :D
Es war wieder ein anstrengender und erlebnisreicher Tag, jedoch ist es schwer alle Wege zu beschreiben, ohne dass ihr jeden Tag das gleiche lesen müsst.
Zitat des Tages (als ich feststellte, dass mein Fuß heute bissl beleidigt ist)
"Ich merke die Anstrengung der lezten Tage sowohl körperlich, als auch Füßisch"Read more
Destillation oder ‚wer fährt denn hier so langsam?
May 29 in Slovenia ⋅ ☀️ 24 °C
Den letzte Tag unserer Reise haben wir minuziös geplant. Aufstehen wenn man wach wird. Frühstücken bis man satt ist. Und zügig die Mopeds besteigen. Wir hatten großes vor!
Wir mussten Strecke nach Osten machen. Unsere heutige Route sollte uns durch die schier endlose Einsamkeit dieses verhältnismäßig kleinen Landes führen. Dafür ging es zunächst auf die Autobahn. Fahrer eins wunderte sich, warum er ständig den Tempomat mit der Minustaste korrigieren musste, nur um nach kurzer Zeit wieder auf + drücken zu müssen.. Fahrer zwei – vorne weg - wunderte sich, warum Fahrer eins immer abfiel. So fiel, zum Leiden beider Parteien, die Reisegeschwindigkeit auf 90km/h.
Als wir endlich zum Zwischenziel in Form eines Tankstops gekrochen waren, ging es ab dort so los wie wir es lieben: loser Untergrund, liebliche Einsamkeit und mal sanft, mal hart geschwungene Hügel. Und plötzlich findet OSMand einen Anstieg, der steiler kaum sein kann, der in einen nicht erkennbaren Feldweg landet und in einen Aussichtspunkt endet. Hier war Umkehren die einzige Option, außer man fühlt sich in der Lage, über ein gespanntes Seil, welches zur Ermöglichung des Abstiegs zu Fuß gespannt war, zu fahren. Da waren wir raus.
Nur ein Mal lies uns die Präzision der Open Street Maps im Regen stehen. Wir sollten von einer gestrichelten Linie auf der Karte auf eine orangene Linie einbiegen. Anstatt breiter wurde der Weg immer schmaler, die ersten jungen Bäume standen auf dem Weg. Mit jedem Meter wurden die Bäume größer und standen dichter. Bis es nicht mehr weiter ging und wir zwischen Wohlduftenden Fichten zu stehen gekommen sind und uns fragten, warum neben uns ein beinahe 3 Meter hoher Stacheldrahtzaun mit einem sich dahinter befindlichen Minihaus stand. Bevor uns der dahinter lebende Psychopath ergreifen konnte, drehten wir unfassbar elegant um und waren zurück auf offener Strecke.
Weiter ging es durch den größten Urwald Europas – nein, einen Bären haben wir leider nicht gesehen, dafür aber einen Adler, über die Straße hüpfended Dam- und Rotwild
Mittags kamen wir an unserem Ziel an: die Destille Berryshka. Alle Zutaten die verarbeitet werden, stammen direkt aus Slowenien. Liebevoll eingerichtet. Es gab Kaffee und Kuchen und Mocktails für uns. Wisky, Gin, Obstbrand, Pralinen, Honig, … für den Einkaufswagen. Wir haben aus transportgründen beim Alkohol und Honig zugeschlagen. Es gab sogar einen Single Malt der inzwischen probiert worden ist und für hervorragend und samtig weich bewertet wurde.
Bei Kaffe und Kuchen planten wir die Rückfahrt. Mo „Autobahn geht schneller. Aber warum fährst du nur 90km/h?“ Es dauerte eine Weile bis wir geklärt hatten, wer hier eigentlich langsam fuhr. Wir einigten uns auf 120 für die Rückfahrt. Das geht schnell und schont dennoch die bereits stark gelittenen Noppen der Reifen.
Die letzte Stunde der Rückfahrt sollte uns OSMand leiten. Das ging zunächst ganz gut, bis wir in einen abermals derben Anstieg hingen. Fast ganz oben angekommen stellten wir fest: Verfahren. Wenden – oh ist das glatt hier. Don Dirty Seb machte seinem Namen alle Ehre. Erst blockierte und rutschte das Hinterrad. Dann – völlig unvermittelt – wollte das Vordere auch rutschen. Unklar ist, wer den Boden zuerst küsste: Sebastian oder die KTM. Mo, ganz in seinem Element, wollte den richtigen Hang hoch. Lehm und Dreck stiegen am Hinterrad empor. Dann verlor auch er das Gleichgewicht, trat ins Leere und – die gleiche Frage mit der selben Antwort…
Wir haben uns geschlagen und brachen ab, nahmen die Straße und kamen gut gelaunt ‚zu Hause‘ an.
Einkaufen, Wein bei unserem Winzer kaufen, Motorräder auf den Hänger, Auto packen. Dann essen, trinken, und wie jeden Tag unaufhaltbar miteinander über Gott, sie Welt und viel Blödsinn quatschen…
Schön war’s!!!Read more



































































































































TravelerViel Spaß euch und schee uffpasse.😉🤘
Sylvia KiesewetterViel Spaß! Und passt auf euch auf! 🤗
TravelerHabt einfach nur ganz viel Spaß 🌞🥰