Delfzijl

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July 2018 - August 2020
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  • Day4

    Abschied von Rita

    July 28, 2018 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    Der Abschied von Rita war gefühlvoll und wortreich. 😀

    Die Gäste, die gestern kommen wollten, hatten wegen der Aussicht auf Regen und Sturm abgesagt, also waren wir allein beim Frühstück.

    Rita deckte uns mit Schokotörtchen ein, für die „Kids“ daheim. Das war ein Missverständnis, wir hatten ihr von unseren „Cats“ erzählt. 🐈😂

    Sie erzählte uns dann auch ihre halbe Lebensgeschichte, alles in diesem harten afrikanischen Englisch (Mother klingt wie Madda) in Rita-Geschwindigkeit und wild gestikulierend, so das der Silberschmuck klappert und die riesigen Ohrringe wippen.

    Jedenfalls kommt Rita ursprünglich aus Nigeria, heiratete einen Holländer und bekam 2 Kinder. Als das Cafe in der Oude Schans schloss, hatte sie die Idee, dort ihr „Castle“, ihr B&B, zu eröffnen. Davon hat sie sich weder von den Bedenken der Bank, noch von Schwierigkeiten beim Umbau abhalten lassen. Sie half sogar beim Renovieren mit. Zum Beweis zeigte sie ihre Muskeln. 💪

    Wo das Bad ist, war z.B. früher ein Taubenschlag, und wenn ich das richtig verstanden habe, füttert sie jeden Morgen die Vögel, weil sie ja die Tauben „vertrieben“ hat.

    Ich hätte gern ein Foto 📷 von ihr gemacht, hab mich aber nicht getraut zu fragen. 😕

    Rita half dann auch, die Koffer zum Auto zu bringen „It's my duty!“ Mit Umarmungen und Winken wurden wir schließlich verabschiedet. Bye, bye Rita.

    Wenn ihr also mal in der Gegend von Delfzijl seit, schaut bei ihr rein und bestellt einen schönen Gruß von der „Lady with the beautiful white hair, that looks like a shiny morning“.

    Lacht nicht, liebe Follower, das bin ich! 😍
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  • Day3

    Von Schlössern, Entengrütze und Stränden

    July 27, 2018 in the Netherlands ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute empfing uns Rita mit Rastazöpfen, afrikanischer Musik und quirlig wie jeden Morgen.

    Die Belgier verabschiedeten sich, wir winkten.

    Dann ließen wir uns treiben. Als erstes wehte uns das laue Lüftchen nach Sochteren. Dort gibt es ein Wasserschloss, das Landgut Fraeylemaborg. Im Moment ist es mehr ein Entengrützenschloss, weil man vor lauter Grünzeug das Wasser nicht sieht. Aber das macht nichts, es ist hübsch anzusehen, und vor allem die englische Parkanlage ist schön. Da kann man durch ein Wäldchen spazieren, in welches man nette „Kleinigkeiten“ versteckt hat.

    Nein, keine Geo-Caches, die hab ich bei der Hitze völlig vergessen.

    In diesem Wald steht da plötzlich ein Bus 🚃 samt Haltestelle oder eine riesige Haselnuss. Das nennt sich wohl Follys (Torheiten).

    Auf der Fahrt dorthin waren wir am Schildmeer vorbeigekommen. Dort wollten wir in Steendam bei „Peter und Leni“ ein Eis 🍨 essen und entdeckten so nebenbei, dass es dort einen netten kleinen Strand gibt. Wir holten also Decke und Schirm 🏖 aus dem Auto und kuschelten uns in das winzige Schattenplätzchen. Nach einer Dreiviertelstunde, kurz vorm Schmelzen, gaben wir auf. Die Holländer sind da schmerzfrei, die brezeln stundenlang in der prallen Sonne.

    Für uns ging es zurück nach Termunterzijl. Dort hatten wir gestern ein schattiges Plätzchen direkt am Wasser entdeckt. Es war tatsächlich noch frei, also holten wir die Campingstühle und pflanzten uns wie Oma und Opa auf die Wiese, um der holländischen Jugend bei ihren Sprüngen ins Wasser zuzusehen.

    Morgen soll es regnen und stürmen, man kann's kaum glauben. Nicht nur deswegen haben wir beschlossen, morgen schon heim zu fahren.

    Rita ist untröstlich, aber wir bleiben eisern. 😎
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  • Day2

    Ohne Schweiß kein Preis

    July 26, 2018 in the Netherlands ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir hätten dann heute wohl alle Preise 🏅 eingesackt.

    Nach dem Frühstück ging es nach Appingedam. Das ist nicht weit von hier und hat eine hübsche Altstadt. Besonders sehenswert sind die „Hängenden Küchen“. Aus ehemaligen Packhäusern wurden Wohnungen gemacht. Da es aber keinen Platz für Küchen gab und auch keine Anschlüsse, wurden die Küchen kurzerhand angebaut. Romantisch aussehen tut's allemal.

    Als es langsam immer wärmer wurde, haben wir uns mit vielen kalten Getränken auf der Terrasse eines Restaurants direkt am Kanal im Schatten erfrischt.

    Später ging es nach Termunten, Seehunde durch eine Kiekwand beobachten. Das war interessant, aber in der Hitze nicht lange auszuhalten. Gott sei Dank hatten wir genug zu trinken. Nicht wie in „Eiskalt in Langscheid ... ähh ... Alexandrien“, woll Judith? 😂😉🍹

    Zurück also bis Termunterzijl auf einen Imbiss, „Strand“ und Leute gucken. Termunterzijl ist ein netter kleiner Ort mit hübschen Lokalen und einem kleinen Yachthafen 🛥⛵. Von der ganzen Industrie 🏗 rund um Delfzijl ist hier nichts mehr zu spüren.

    Der heutige Tag war also schön. 😍
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  • Day2

    Erste Nacht

    July 26, 2018 in the Netherlands ⋅ ☀️ 23 °C

    Es war warm. Pünktlich um 6 Uhr in der Früh fütterte irgendein Holländer die Möwen direkt vor unserem Fenster. Das war ein Heidenspektakel. Danach war schlafen kaum noch möglich.

    Außerdem hat Jürgen ja heute Geburtstag und musste seine Geschenke auspacken.

    Beim Frühstück dann lernten wir unsere Mitbewohner kennen. Das ist ein nettes belgisches Pärchen.

    Von ihnen bekamen wir ein paar Tipps, was man hier überhaupt machen kann. Das ist nicht viel. Die beiden reisen morgen wieder ab, sie hatten vier Tage, genau wie wir.

    Das Frühstück war etwas gewöhnungsbedürftig. Die Art von Brot oder Brötchen kennt man, aber auch der Aufschnitt war etwas mager, man konnte kein Obst wählen oder Quark, Müsli und so weiter.

    Rita dagegen sah hübsch aus mit ihrem Tuch um den Kopf. Unsere belgischen Nachbarn erzählten uns dann, dass alles was wir beim ersten Frühstück nicht essen würden, beim nächsten Mal nicht wieder auf den Tisch käme, das sei bei Ritas Kultur so. Man mache keinen Abfall.

    Den Orangensaft mussten wir wegen der Vitamine auch trinken, sonst würde sie böse!

    Und nun ab in die Sonne.
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  • Day1

    Delfzijl

    July 25, 2018 in the Netherlands ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute sind wir für ein paar Tage nach Delfzijl gefahren. Das liegt an der Emsmündung schräg gegenüber von Emden.

    Wir wussten zwar, dass es hier keinen Strand gibt, was wir aber nicht wussten ... man kommt hier gar nicht ans Wasser 🚧, weil dort alles umgegraben wird. Es soll ein Highlight für Touristen und den Naturschutz entstehen, was angeblich im Herbst fertiggestellt sein soll. Mit Promenade, Salzwiesen und Strand ... wie gesagt, im Herbst. Der frühe Touri hat das Nachsehen.

    So schmeißen wir den Plan „Wir brauchen hier kein Auto“ um und fahren morgen in die Natur ohne Bagger. 🌳🍀🌽🌾

    Unser B&B ist sehr nett, genau wie Rita, die Besitzerin. Sie plapperte uns sofort auf Englisch zu. Da muss man höllisch aufpassen.

    Rita scheint sehr gläubig 💒💰 zu sein. Die Einrichtung ist sehenswert.

    Wir wohnen “unterm Dach, juchhe“. Die Klimaanlage gibt sich Mühe ... 🌞 ... mal schaun, wie die Nacht wird.
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