Mattis Reisen

Matti ist ein 1994er Eriba Touring Troll LMT, über dessen Vorleben nicht viel mehr bekannt ist, als dass er zwei Vorbesitzer hatte. Seit Sommer 2015 hat er seine Home Base in der Uckermark.
  • Day26

    Halifax Airport

    August 27, 2018 in Canada ⋅ 🌙 22 °C

    Die letzte Nacht war etwas unruhig. Eine nahe Eisenbahntrasse erinnerte uns ein bisschen an eine frühere Reise, wo uns eine ähnlich laute Bahntrasse (spiral tunnel) des Nachts den Schlaf raubte. Ganz so nervenzehrend war es diesmal aber zum Glück nicht.

    Heute morgen hieß es dann unvermeidlich, alle Klamotten wieder auseinanderzudividieren. Wir hatten genug Zeit und es regnete nicht. So konnten wir ganz in Ruhe alles für die Abreise verstauen. Gegen Mittag fuhren wir zum Flughafen und hier trennten sich unsere Wege wieder.

    Komm gut heim, Compañera!

    Hier endet der Bericht. Wir sind in 3 1/2 Wochen knapp 3000 km gefahren und fliegen mit jeder Menge toller Eindrücke im Gepäck wieder nach hause.
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  • Day25

    Laurie Provincial Park

    August 26, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 20 °C

    Der neue Tag ist gleichzeitig der letzte dieser Reise, jedenfalls der letzte vollständige. Wir beschlossen, doch noch ein letztesmal weiterzuziehen. Hier war es zwar ganz nett, aber seit dem Vor- bzw. Umfall gestern Abend fühlten wir uns nicht mehr ganz so wohl an diesem verhexten Platz und es lockte die Aussicht auf etwas angemesseneres für die letzte Nacht. Wir vermuteten stark, dass der Laurie Provincial Park in der Nähe des Flughafens heute am Sonntag sicher einige freigewordene Plätze haben würde, und gaben dessen Koordinaten in unser Navigationsgerät ein.

    Zunächst aber fuhren wir, wenn wir schon in der Nähe sind, zu Nova Scotias meistfotografiertem Leuchtturm, dem Peggy's Point Lighthouse. Wir waren früh genug, also vor den ganzen Busladungen, hier und fanden ein wirklich malerisches Örtchen vor. Danach ging es schnurstracks zu unserem heutigen Ziel und wie erwartet waren jede Menge Plätze leer. Wir suchten uns den schönsten aus, mit viel Stellfläche und schöner Aussicht, und verbrachten den Nachmittag überwiegend mit Nichtstun und die Aussicht genießen. Wiedermal alles richtig gemacht :-)

    Am Abend wurden alle Holz- und Alkoholvorräte vernichtet und es gab die weltbewegende Erkennnis, dass Maiskolben nicht auf Teleskopspießen halten.
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  • Day24

    Von West nach Ost

    August 25, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute verließen wir unsere bescheidene Hütte, um uns wieder auf die andere Seite der Halbinsel zu schlagen. Dabei kamen wir am Kejimkujik Nationalpark vorbei, den wir uns bei der Gelegenheit anschauten. Nach einer kleinen Wanderung am Mersey River und dem Besuch des großen Sees gelangten wir zu der Erkenntnis, dass wir alles richtig gemacht hatten, indem wir unsere Paddeltour gestern an anderer Stelle durchgeführt hatten. Der See ist zwar riesig und man könnte hier gut ein paar Tage paddeln, aber so richtig Outbackfeeling mag ob der lärmenden und im Wasser planschenden Tagesgäste nicht aufkommen. Wie umschrieb es die Compañera so treffend: wie am Schmöckwitzer Badestrand. Recht hat sie!

    Also weiter ging's. In Liverpool den Liquorstore angesteuert und gleich dahinter nach hause gefahren nach West Berlin. Eine Häuseransammlung am Meer, mehr nicht. Naja, immerhin ein kleiner Hafen. Nach dem obligatorischen Foto haben wir rübergemacht nach East Berlin, noch weniger Häuser und Sackgasse. Dafür war die Straße besser. Aufbau Ost? 😉

    Nach dem Besuch zuhause wollten wir eigentlich direkt zu unserem angepeilten Campingplatz. Aber ein Schild auf dem Highway ließ uns spontan umdisponieren. Wir fuhren rein nach Lunenburg, einem tatsächlich ganz hübschen Städtchen. Hier schlenderten wir ein bisschen durch die Gassen und bewunderten die schönen alten Holzhäuser. Eigentlich hätten wir hier bleiben wollen, aber wir wollten auch nicht zu spät an unserem Campingplatz ankommen.

    Den erreichten wir gegen 18 Uhr und mussten entsetzt feststellen, dass er komplett belegt war. Damit hatten wir ja nun nicht gerechnet. Eigentlich wähnten wir uns schon in der Offseason. Es half nix, wir mussten weiterziehen und landeten schließlich in Glen Margaret. Für einen privaten Platz sogar ganz nett.
    Schnell wurde das Camp aufgebaut und gekocht. Zum Essen kamen wir aber erstmal nicht. Wegen der instabilen Picknickbank und einer unachtsamen Hinsetzbewegung landete das Frischgekochte im Sand. Was für eine Sch... Wir waren ziemlich bedient, aber irgendwie gab es an diesem verhexten Abend doch noch was zu essen.

    Und morgen ist ein neuer Tag 😎
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  • Day23

    Paddeln auf dem Boot Lake

    August 24, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 19 °C

    Der Sonnenaufgang heute morgen um 7 Uhr war der Hammer! Diese Nebelschwaden über dem See! Entsprechend beschwingt starteten wir den Tag. Für heute haben wir uns ein Kanu geliehen, um die Seen hier zu erkunden. Ein feines Paddelrevier liegt da direkt vor unserer Haustür. Es erstreckt sich in östlicher Richtung parallel zum Highway 8 bis fast zum Kejimkujik Nationalpark. So weit hat es uns aber heute nicht getrieben. Zu ungewiss war uns die Befahrbarkeit der engen Verbindungen. Stattdessen drehten wir eine knapp 10 km lange Runde und genossen bei angenehmen Wetterbedingungen den Tag. Später waren wir noch einmal schwimmen und Abends wurde gekocht: Vegetable Stew with Garlic Scallops 😋Read more

  • Day22

    Balancing Rock

    August 23, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 17 °C

    Der Sonnenaufgang über unserem See machte direkt gute Laune, ebenso das Frühstück in der Lodge, das mit zu unserem Meal Plan gehörte, den wir für den ersten Tag gebucht hatten. Vollgestopft vom üppigen Mahl mussten wir erstmal verdauen bevor es gegen Mittag zu einem Ausflug nach Long Island ging. Eine Fähre verbindet die Insel mit dem Festland, 7 Dollar kostet die 5-minütige Überfahrt, bei der es sich nicht lohnt auszusteigen.

    Kurz hinter der Fähre beginnt der Trail zum Balancing Rock. 1,7 km durch einfaches Gelände, am Ende gut 200 Stufen abwärts zum Wasser. Der Felsen ist etwas kleiner als erwartet, balanciert aber tatsächlich auf einem Felsvorsprung.

    Auf dem Weg nach Digby kamen wir an Maude Lewis' Tiny House vorbei, also an einem Nachbau. Das Original ist im Museum ausgestellt. Maude Lewis fing irgendwann an, ihr kleines Haus zu bemalen, dafür wurde sie berühmt und heute sieht man viele kleine bemalte Häuser in Nova Scotia.

    Von Digby, einer Hafenstadt, waren wir etwas enttäuscht, kein Flair irgendwie. Aber berühmt für seine Jakobsmuscheln. Also bestellte ich mir ein Scallops Dinner und konnte den Punkt auf der ToDo-Liste abhaken. Es waren viele, aber ich habe sie schon besser zubereitet gegessen (winkewinke Hei Ke).

    Zuhause in unserer Cabin angekommen, wurde es bald recht frisch, sodass das wärmende Kaminfeuer gerade recht kam. Aber von wegen "dry firewood": das Holz zischte genauso vor Nässe wie das gekaufte, nur dass es durch den Kamin besser abbrennen konnte.
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  • Day21

    South Milford

    August 22, 2018 in Canada ⋅ 🌧 21 °C

    Ganz schön trübe und nebelig war es heute morgen. Es wurde Zeit, dass wir hier abhauen. Unser Weg führte uns heute nach Annapolis Royal. Hier deckten wir uns auf dem Farmers Market mit frischem Gemüse ein und schlenderten ein wenig durch das nette Städtchen. Wir mussten uns noch etwas die Zeit vertreiben, bis wir unsere Cabin in South Milford beziehen konnten. Pünktlich um 15 Uhr standen wir auf der Matte. Unser Häuschen liegt sehr idyllisch in einem Seengebiet kurz vor dem Kejimkujik Nationalpark. Die Aussicht von unserer Terrasse auf den See ist toll, erinnert an das Rogengebiet im südlichen Mittelschweden. Die Ausstattung der Hütte könnte wohl etwas moderner sein, aber nach knapp drei Wochen Zelten lässt sich das verschmerzen. Nach der Ankunft sprangen wir gleich erstmal in den See. Das Wasser hat zwar eine sehr rötliche Färbung, aber es war trotzdem härrlisch. Zum Abendessen gingen wir in die Lodge - Mensapamps in Mensaatmosphäre. Das war enttäuschen und werden wir nicht wieder machen. Aber ansonsten ist das hier schon alles genau richtig so 😊Read more

  • Day20

    Cape Split

    August 21, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Den Verlängerungstag nutzten wir, um zu der Stelle zu fahren, wo die Bay am engsten wird, das Cape Split. 6,5 Kilometer sind's vom Trailhead bis zur Spitze, hoch und runter immer durch den Wald. Am Ende wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Hier sieht man, mit welcher Kraft das Wasser durch die Enge gedrückt wird, mal in die eine Richtung, mal in die andere. Um den Moment des Richtungswechsels abzupassen, waren wir leider zwei Stunden zu früh. Wir wollten nicht so lange warten, also liefen wir nach einer Snackpause die 6,5 km wieder zurück und waren am Ende beide ziemlich erschöpft.

    Aber wir hatten halt noch wichtige Termine. Der eine war das Bottle Depot 🙄 Heute wurden wir endlich unser gesammeltes Leergut los. Halleluja! Der andere war ein Besuch auf einem Weingut. Die waren zwar eigentlich schon fast dabei zu schließen, wir durften aber doch noch für eine kleine Weinprobe bleiben. Die eine von uns hat den Wein auch sichtlich genossen, die andere musste fahren... und verdiente sich dafür einen fetten Burger in Downtown Wolfville 😋

    Abends gab es wieder Lagerfeuer, das dank einer geänderten Abbrenntechnik - Kombination aus feuchten gekauften Scheiten und gesammelten Zweigen - inzwischen ganz gut funktioniert. Die Temperaturen sind inzwischen auch so, dass man sich abends gerne am Feuer wärmt.
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  • Day19

    Blomidon 2

    August 20, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 20 °C

    Der 17. Tag Zeltcamping und so langsam ist der Bedarf gestillt. Ich ertappe mich dabei, neidisch auf die Klappcaravane der Nachbarn zu schielen, und vermisse Matti *seufz* Da trifft es sich gut, dass die Compañera ähnlich empfindet. Ein paar mehr Annehmlichkeiten wären schon schön, z.B. eine Dusche mit Fliesen an Wänden und Boden, ein gemütliches Bett, eine Küche... Wir haben beschlossen, noch eine Nacht länger hierzubleiben und danach für drei Tage in eine Cabin zu gehen, die genau die gewünschten Annehmlichkeiten für uns bereithält, auch wenn der Preis dafür... ach reden wir nicht vom Geld.

    Heute Vormittag gab es eine schöne Wanderung die Steilküste entlang mit immer wieder schönen Ausblicken. Ca. 2,5 Stunden waren wir unterwegs und konnten immer wieder auf die andere Bayseite hinüberschauen, da wo Parrsboro und Five Islands liegen. Über Mittag hielten wir Siesta und machten die Cabin für Übermorgen klar. Abends stand kochen, essen und Lagerfeuer auf dem Programm, ganz entspannt.
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  • Day18

    Blomidon

    August 19, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute mussten wir rund 250 km fahren, um ca. 20 km Luftlinie zu überwinden. Die Bay of Fundy erstreckt sich tief in die Halbinsel hinein und es gibt keine andere Möglichkeit, auf die andere Seite zu kommen, als außen herum zu fahren. Der Grund wird einem auch sehr schnell klar: die Bay läuft wegen des großen Tidenhubs praktisch komplett leer und wieder voll, und das etwa zweimal am Tag. Dass man hier keine Fähre fahren lassen kann, leuchtet ein.

    Unser erster Stopp heute war das Fundy Tidal Interpretive Center bei South Maitland. Hier kann man, wenn man zur richtigen Zeit kommt, die Tidal Bore beobachten, also die erste Welle, die bei einsetzender Flut den Fluss hochläuft. Heute waren wir aber viel zu früh, die Tidal Bore sollte erst am späten Nachmittag kommen.

    Der nächste Stopp war der Burntcoat Head Park. Hier wird bei Ebbe eine Insel freigelegt und man kann die trocken gelaufene Bay zu Fuß entdecken. Hier war es uns aber zu voll und den Spaziergang auf dem Meeresboden hatten wir ja gestern schon abgehakt.

    In Grand Pré, unserem letzten Zwischstopp für heute, gibt es einen schönen verwunschenen Garten, den Tangled Garden, zu bestaunen. Für 5 Dollar durften wir einmal durchhuschen. Für mehr hatten wir leider keine Zeit mehr.

    Unser heutiges Ziel war der Blomidon Provincial Park. Hier haben wir uns wieder für zwei Tage eingerichtet und genossen nach diesem langen Tag einen lauen Abend am Lagerfeuer.
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  • Day17

    A rainy day

    August 18, 2018 in Canada ⋅ 🌧 17 °C

    Der Regen setzte gegen 10 Uhr ein. Ab 11 sollte die Tide so niedrig sein, dass man um den einen Felsen herum zur kleinen Bucht kommt, die man eben nur bei Niedrigwasser erreicht. Also sind wir mit Schirm und Regenjacke bewaffnet trotzdem los. Das Wasser hatte sich fast vollständig aus der Bucht zurückgezogen. Hier soll es mit 14 Metern den höchsten Tidenhub der Welt geben. Wir konnten sogar eine kleine Wattwanderung über den roten Sand machen. Einmal rum um den Felsen, Fotos von der zweifarbigen Felsformation gemacht und zurück.
    Am Nachmittag fuhren wir die ca. 30 km zurück nach Parrsboro, wo wir auf dem Herweg schon vorbei gekommen waren, um Wäsche zu waschen und den weiteren Regen abzuwarten. Das klappte auch ganz gut. Wir fanden ein Bistro, wo wir was leckeres essen konnten, und vertrieben uns so die Zeit bis zum frühen Abend.
    Zurück im Camp stellten wir erleichtert fest, dass das Tarp noch stand und es keine Schäden durch den zwischenzeitlich starken Regen gegeben hatte. Auch der Wassereinbruch in meinem Zelt - nun suppt es nicht mehr nur von unten durch, sondern tropft auch von oben rein - hielt sich in Grenzen. Gegen halb acht hörte auch der Regen endgültig auf und bevor sie untergehen konnte, zeigte sich die Sonne doch noch ganz zaghaft. Regentag überstanden!
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