Die Dörfchen Å und Reine
14 de junho, Noruega ⋅ 🌬 11 °C
Nach dem Aufwachen am Strand im Lofoten Beach Camp fühlt sich die Weiterreise an wie das Finale eines epischen Films.
Auf einer Strecke von knapp 30 Kilometern verwandelt sich die arktische Natur im Minutentakt und präsentiert eine Palette an Panoramen, die man so schnell nicht wieder vergisst.
Immer schmaler wird das Land. Die Weite des Strandes weicht engen Fjorden, die Straße muss sich regelrecht an die Felsen klammern.
Schließlich endet die E10 in einem kleinen Dörfchen, das nur aus einem einzigen Buchstaben besteht. Weiter nach Süden geht es nicht mehr.
Å ist kein normales Dorf, sondern eine Art riesiges, lebendiges Freilichtmuseum (Norsk Fiskeværsmuseum). Die roten Holzhäuser stehen auf Stelzen direkt im Meer. Es duftet nach dem Holzfeuer der historischen Bäckerei von 1844 und nach frischen Zimtschnecken - eindeutig die leckersten, die wir bisher gegessen haben.
Kurz vor dem Ort Reine fahren wir über eine weitere spektakuläre Brücke, die die kleinen Inseln miteinander verbinden. Das Wasser unter uns ist so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann.
In Reine angekommen, fackeln Viktor und Dennis nicht lange. Sie entscheiden sich für den Aufstieg auf den Reinebringen: 448 Meter fast senkrecht auf einer der längsten und spektakulärsten Sherpa-Treppen der Welt.
Exakt 1.560 Steinstufen wurden von nepalesischen Sherpas zentimetergenau in den steilen Hang gebaut.
Jede einzelne von ihnen fordert nun die Oberschenkel von Viktor und Dennis heraus. Der Puls rast, die Waden brennen, und die kühle arktische Luft wird tief in die Lungen gesaugt.
Immer wieder halten die beiden inne, um kurz zu verschnaufen und sich umzudrehen. Mit jedem überwundenen Höhenmeter schrumpft das Dorf Reine unter ihnen zusammen, während der Horizont immer weiter wird.
Auf dem Kamm des Berges schlägt die Anstrengung im Bruchteil einer Sekunde in pure Sprachlosigkeit um.
Der Blick, der sich vor ihnen öffnet, ist kein normales Panorama – es ist DAS Postkartenmotiv des Nordens: Ganz unten liegt Reine, wie ein filigranes Spielzeugdorf aus roten und gelben Punkten auf den winzigen Inseln im azurblauen Wasser verstreut ist. Die geschwungenen Brücken wirken aus dieser Höhe wie dünne Fäden, die die Zivilisation zusammenhalten.
Der Blick schweift weit über die tiefblauen Fjorde und über das offene, endlose Meer.
Hier, auf dem Dach der Lofoten, den Schweiß im Gesicht und das Adrenalin im Blut, liegt ihnen gefühlt die ganze Welt zu Füßen.
Nach der Woche sind wir uns alle einig:
Die Lofoten – dieses Archipel im Norden Norwegens hat uns mit seinen dramatischen Berggipfeln, karibisch anmutendem Buchten und unberührten Stränden, malerischen Fischerdörfchen und dem wilden, tosenden Ozean regelrecht verzaubert. Die Tage, die wir hier verbracht haben, werden unvergesslich bleiben, und
ein Stück unseres Herzens lassen wir im arktischen Norden zurück.Leia mais

























ViajanteIn Reine waren wir auch! Wunderschön!🤩
ViajanteAber die Aussicht vom Berg ist absoluter Wahnsinn!🥰
Geniale Fotos 🫶 [Claudia]
Viajante🫶