Geirangerfjord
20 de junho, Noruega ⋅ 🌧 12 °C
Der Name des Fjords stammt aus dem Altnordischen (der Sprache der Wikinger) und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen:
Geirr bedeutet „Speer“ oder „Pfeilspitze“.angr ist das altnordische Wort für „Fjord“ oder „Bucht“.
Zusammengefügt bedeutet Geiranger also „Der speerförmige Fjord“ – unserer Meinung nach eine perfekte Beschreibung für die Art und Weise, wie sich die schmale Wasserstraße tief und spitz in die steile Bergwelt hineinschneidet.
Die Kulisse, die sich uns hier bietet, ist wahrhaft ein Blick für die Ewigkeit: Unter uns liegt der Geirangerfjord. Das Wasser schimmert trotz des grauen Himmels in einem dunklen smaragdgrün. Die steilen Felswände, die den Fjord einrahmen, stürzen fast 1.400 Meter senkrecht in die Tiefe.
Seit 2005 gehört der 15 Kilometer lange Geirangerfjord zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Die historischen Bergbauernhöfe Skageflå und Knivsflå- ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes - liegen hoch über dem Geirangerfjord.
Heute stehen Touristen mit dem Kaffeebecher in der Hand auf den High-Tech-Decks von Luxusschiffen, machen Selfies und bewundern die „romantische“ Kulisse. Doch schaut man durch die Linse der Geschichte nach oben auf diese winzigen Holzhäuser an den Klippen, wandelt sich die Romantik augenblicklich in einen tiefen Respekt vor dem unfassbar harten Leben dieser Menschen.
Die Bewohner waren Selbstversorger und passten sich der vertikalen Landschaft in absoluter Perfektion an.
Kleinkinder wurden beim Spielen im Freien oft an langen Seilen oder Lederriemen festgebunden, die am Haus verankert waren, um zu verhindern, dass sie die Hunderte Meter tiefen Klippen hinabstürzten.
Die Wiesen waren so steil, dass die Bauern das Heu mit Steigeisen an den Schuhen mähen mussten.
Alles, was nicht auf dem Hof wuchs – wie Salz, Zucker oder Werkzeuge – wurde in schweren Kiepen auf dem Rücken die steilen Pfade hinaufgeschleppt.
Das Leben war geprägt von extremem Fleiß, unvorstellbarer körperlicher Knochenarbeit, ständiger Angst vor dem Abgrund und einer Isolation, die man sich heute kaum noch vorstellen kann.
Der letzte der Höfe wurde erst im Jahr 1961 endgültig verlassen
Dank diverser Initiativen bleiben diese Orte aber als stumme Denkmäler für die Ewigkeit erhalten.
Die Kulisse, die uns auf der Fährfaht über den Fjord umgibt, ist monumental, es
der Inbegriff des wilden Norwegens:
Der anhaltende Regen der letzten Tage hat für uns ein echtes Naturschauspiel inszeniert. Die berühmtesten Wasserfälle „Die sieben Schwestern“ (De syv søstre) und der gegenüberliegende „Freier“ (Friaren) führen extremes Hochwasser. Die weiße Gischt schießt in gewaltigen Kaskaden in die Tiefe und erzeugt ein dumpfes, mächtiges Grollen, das durch das ganze Tal hallt. Wolkenfetzen hängen wie mystischer Rauch in den bewaldeten Steilhängen – eine Kulisse wie aus einem Fantasy-Film.Leia mais





















War wieder einmal toll geschrieben 👍🫶👏 [Bernd]