Die Nerven liegen blank
3月4日, スリランカ ⋅ ☀️ 28 °C
Heute Morgen erfahren wir das, was wir schon vermutet haben: Unser Ersatzflug über Doha für den 6. März 2026 ist storniert. Sonne, Strand, Urlaub – trotzdem sind wir enttäuscht. Gott sei Dank haben wir noch die "Hongkong-Alternative".
Wir gehen zum Frühstück. Bei unseren Freunden liegen gerade die Nerven blank. Wiwi ist seit Stunden wieder mit dem Management der Heimreise beschäftigt. Sie telefoniert gerade mit jemandem von Qatar Airways. Wir wurden nicht vergessen, heißt es; die Airline bemüht sich. Dennoch steht momentan nur fest: Der Flughafen Doha ist dicht. Ihre Familie versucht gleichzeitig in Deutschland fieberhaft, Flüge zu buchen. Alles endet im Fiasko.
Elisabeth und Max, unsere Gastgeber, sind sehr nett. Bereits am Montag haben sie uns angeboten, die Buchung des Aufenthalts flexibel zu gestalten.
Wenigstens hatten ein paar Maschinen aus Dubai Passagiere evakuiert.
Mittags gehen wir zum Strand. Fischer ziehen ihren Fang gerade an Land. Was für eine Gruppen- und Zusammenarbeit! Die Fischer bei ihrer Arbeit zu beobachten, verschafft uns ein wenig Distanz zu unserem eigentlichen Problem.
Schließlich einigen wir uns darauf, die Zeit hier zu genießen.もっと詳しく
Stress mit dem Visum
3月5日, スリランカ ⋅ 🌙 27 °C
Unsere Freunde haben einen Heimflug – zwar erst in einer Woche, aber wenigstens ein Licht am Ende des Tunnels. Natürlich freuen wir uns mit ihnen.
Ich muss mich heute um unser Visum kümmern. Bis zum 8. März 2026 ist unser Touristenvisum gültig. Am 9. März 2026 sollen wir ausreisen (so Gott will). Wir möchten keine Schwierigkeiten oder Strafen riskieren, daher mache ich mich sofort nach dem Frühstück an die Arbeit, um unser Visum zu verlängern. Das sollte ja online recht schnell gehen. Bis Mittag habe ich es gerade geschafft, mich beim Department of Immigration and Emigration Sri Lanka Online für die Visumsverlängerung anzumelden. Das ist erst der Anfang! Das Programm scheint überlastet zu sein. Immer wieder fange ich von vorne an, am Ende kommt eine Störung und alles ist verloren. Ich bekomme unsere Dokumente nicht eingescannt. Um 14:00 Uhr bin ich am Ende. Alle Dokumente sind drin, dafür lässt sich der Antrag nicht abschicken. Wiwi bietet mir ihre Hilfe schon am frühen Vormittag an. Gemeinsam die Niederlagen zu meistern ist einfacher als alleine. Wir beschließen, Bier zu bestellen. Vielleicht können wir alle unseren Frust und unsere Sorgen darin ertränken. Unsere Freunde haben ein paar Tage mehr Zeit bis zur Verlängerung ihres Visums. Dennoch kann es nicht schaden, sich mit dem Thema "wie bediene ich die App" auseinanderzusetzen.
Eine von Wiwis Ex-Mitreisenden meldet sich mit der Nachricht, die das Auswärtige Amt bezüglich der Verlängerung von Touristenvisa herausgegeben hat. Dennoch ist nicht ganz klar deklariert, ob das Visum automatisch verlängert wird oder ob es nur kostenfrei, aber beantragt werden muss.
Inzwischen bekommen wir Support. Unser Kellner Nishantha erzählt, sein Freund arbeite bei der Behörde. Er ruft ihn an, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Allerdings bekommen wir von dem Freund nur weitere Telefonnummern. Diese Spur führt nirgendwohin.
Mein Antrag ist immer noch nicht abgeschickt! Ich versuche es natürlich immer noch.
Alfred hat die Idee, morgen die Behörde persönlich aufzusuchen. Das würde circa sechs Stunden Fahrzeit bedeuten. Max – unser Gastgeber – kommt vorbei. Der Schwede erklärt uns, dass er bei seinem letzten Besuch beim Department of Immigration and Emigration Sri Lanka zwei Tage gebraucht hatte, um sein Residenzvisum zu verlängern. Wohlgemerkt ohne Krieg. In seinen Augen ist das verlorene Zeit. Helmut und Cili, die sich zu uns gesellt haben, sind still. Helmut ist selbstständig. Er wäre jetzt gerne zu Hause bei seinen Kunden.
Die Behörde hier ist überlastet, genauso wie deren Applikation und Online Service. Wahrscheinlich lassen sich die Sachen deshalb schlecht hochladen und abschicken. Alles sehr nervenaufreibend und frustrierend. Gegen 16:00 Uhr gebe ich mich geschlagen. Wir werden auch nirgendwohin fahren. Max meinte, dass nicht viel passieren wird, wenn wir das Visum nicht haben. Im allerschlimmsten Fall bezahlen wir 100 $ Strafe. Die Reise dorthin würde die Hälfte kosten. Das Risiko gehen wir ein.
Morgen ziehen unsere Freunde aus. Sie gehen weiter Richtung Norden. Für uns lohnt der Aufwand nicht mehr. Wir möchten nicht mehr weiter vom Flughafen entfernt sein.
Ab circa 16:30 Uhr ist es nicht mehr so heiß. Wiwi und ich beschließen, mit Fahrrädern die Gegend zu erkunden. Diesen Teil der Insel bewohnen Christen. In einer Kirche, an der wir gerade vorbeifahren, findet gerade Gottesdienst statt. Der Weg geht durch Palmenplantagen und Dörfchen. Wir fühlen uns wie die Queen persönlich. Von überall winken uns Kinder zu, Erwachsene lächeln uns an, begrüßen uns. Weiße Touristen sind hier eine Seltenheit. Elisabeth und Max gehören hier zu den einzigen Weißen.
Im November hatte der Zyklon unweit vom Hotel eine Brücke abgerissen. Die Menschen improvisieren. Den Zufluss zur Lagune überquert man mit einem Floß. Mit nur einem Paddel bringt der Paddelmann die Fahrgäste zum anderen Ufer. Die Neugier treibt uns auf die andere Seite. Wir kommen an Garnelenfarmen vorbei. Unsichtbare Netze schützen den Gewässerinhalt vor der Gier der Vögel. In gebrochenem Englisch erzählt einer der Eigentümer über seine Farm und lädt uns morgen zu einer Fütterung der Garnelen ein.
Die Sonne geht unter. Wir müssen zurück. Wieder kommen wir an der Kirche vorbei. Jetzt können wir rein. Bilder vom Innenraum sind jedoch nicht gewünscht. Der Pfau ist dagegen recht offen gegenüber meiner Kamera. Ich könnte so stundenlang die graziösen Tiere zuschauen. Am Strand, direkt vor der untergehenden Sonne, spielen Kinder Fußball. Das machen sie jeden Tag so.
Am Hotel kommen wir abends alle zusammen. Elisabeth von der Schneiderin, Cäcilia und Helmut vom Spaziergang, Wiwi und ich von der Fahrradtour. Ein heimisches Gefühl so weit von zu Hause...もっと詳しく
Wiwi ist weg 😞
3月6日, スリランカ ⋅ 🌙 28 °C
Mit Wiwi reisen natürlich auch Cili und Helmut ab. Nach dem Frühstück sitzen wir noch eine Weile zusammen. Dann ist es Zeit Abschied zu nehmen. Sie werden mir fehlen. Gegenseitig haben wir uns während der Frustphasen ein wenig Halt gegeben. Nun geht es für Sie weiter.
Wir genießen die letzten Tage.
Am Nachmittag machen wir wieder eine Fahrradtour. Heute ist Freitag. Wir kommen an betenden Menschen vorbei, die gerade die Kirche verlassen und machen Kreutzweg. Was für eine ungewöhnliche Kirche! Ausser dem Altar besteht sie nur aus einer Überdachung und sandigen Boden. Diese Bescheidenheit berührt.
Wir fahren fast den gleichen Weg wie gestern. Überall winken uns Kinder zu für die wir ein Heileid sind. Am Strand ordnen die Fischer noch die letzten Netze um heute Nacht auslaufen zu können. Viele der Bote sind bereits vorbereitet.
Am Abend sitzen wir noch lange nach dem Essen und unterhalten wir uns mit unseren Gastgebern.
Das schwedische Ehepaar wohnt nicht immer hier. Vor Jahren hat das Hotel sie gefunden, wie die beiden das nennen. Zeitweise wechseln sie sich ab, Zeitweise sind sie in Schweden. Wir haben das größe Glück sie beide hier anzutreffen und kennen zu lernen.
Vor 2 Tagen wurde vor der Küste Sri Lanka ein Iranische Schiff versenkt. Ein weiteres bekam Asyl. Damit hätte sich die Regierung der Insel klar positioniert- meint Max.
Sogleich ist der Krieg auch etwas näher gekommen.
Ich frage, ob er Angst hätte. Obwohl kein klares " nein " kommt, steht ihm die Sorge im Gesicht geschrieben.もっと詳しく
Der Nachrichtenblödsinn
3月7日, スリランカ ⋅ ☁️ 31 °C
Es ist noch dunkel, als ich vom Lärm der Krähen und einem weiteren Geräusch aufwache. Ich könnte schwören, dass Helikopter oder Flugzeuge über die Küste fliegen. Draußen ist nichts zu sehen. Alle Fischerboote sind ausgelaufen, weit am Horizont erkennt man ihre Lichter. Es wird langsam hell. Der Himmel ist bewölkt. Weder Flugzeuge noch Helikopter sind zu sehen. Vielleicht habe ich mir nur etwas eingebildet.
Um auf dem Laufenden zu bleiben, suche ich im Internet nach Nachrichten, obwohl man dort oft frustrierenden Unfug erfährt. Im Tagesspiegel rät der Deutsche Reiseverband den Urlaubern, den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen. Dass die örtlichen Behörden vor Ort überfordert sind und nicht viel bewirken können, scheint dem Deutschen Verband aus der Entfernung nicht klar zu sein. Alfred meint, der Verband müsse die Reisenden doch beruhigen. Vielleicht ist dem auch so. Für mich sind das leere Worte.
Am nächsten Tag muss ich nun verdauen, dass eine leere Lufthansa-Maschine aus Abu Dhabi ohne Passagiere nach Deutschland zurückgekehrt ist. Natürlich, weil sie dort wegen "längerer Wartung" war, kann man auch nicht organisieren, Menschen, die sich in Gefahr befinden, nach Hause zu befördern. Rein rechtlich wurde natürlich alles korrekt abgewickelt. Oft schon habe ich mir weniger "rechtlich korrekt" und mehr "mit gesundem Menschenverstand" gewünscht. Das Leben ist kein Wunschkonzert :/
Die Nachrichten aus der Politik bieten Heimgefühle. Anstatt konstruktiver Pläne und Handlungen übertreffen sich die Politiker und Parteien mit gegenseitigen Vorwürfen. Wie aufbauend das alles ist!
Unseren Freunden wurde ihr Heimflug vom 13. auf den 11. März vorverlegt, allerdings mit 40 Stunden Wartezeit in Abu Dhabi. Hoffentlich geht alles gut.
Die Vorbereitung der Rückreise steht im Vordergrund. Max macht uns schon mal eine vorläufige Rechnung. Mit Elisabeth fahren wir am späten Vormittag in die Stadt. Sie ist ein Sonnenschein. Wir quatschen über die Kinder, Gott und die Welt. Das Leben hier hat seine Schattenseiten. So schön es hier auch ist, laufen die Dinge manchmal frustrierend für unsere Gastgeber. Der Kontakt mit Elisabeth und Max ermöglicht uns, mehr über Sri Lankas Bevölkerung zu erfahren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen haben wir selbst nicht wahrgenommen. Elisabeth meint, wahrscheinlich waren wir doch noch zu kurz da. In der Stadt angekommen trennen sich unsere Wege. Ein letztes Mal laufen wir in der Mittagssonne durch die heiße Luft. Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten und holen das Bargeld ab.
Am Nachmittag können wir einchecken. Dafür funktioniert die App der Cathay Pacific wegen irgendeinem Defekt nicht mehr. Zum Schreien! Was kommt, ist die Info, dass wir die Tickets am Flughafen abholen können. Na hoffentlich!
Der Nachmittag ist richtig schön. Das Telefonieren mit Deutschland klappt heute. Ich darf auch die frohe Botschaft des Eincheckens verkünden. Die Nachrichten von lieben Menschen, die uns erreichen, geben ein gutes Gefühl. Schön, dass es euch alle gibt ❤️ Und dann sitzen wir wieder mit Elisabeth und unterhalten uns über Nichtigkeiten und Stoffe, die hier preiswert zu bekommen sind. Banalitäten lassen die Aufregung des Eincheckens wieder etwas kleiner erscheinen. Die Sonne geht unter. Zum Abschluss des Tages erfahren wir, dass der reguläre Flug von Qatar Airways für morgen wieder storniert ist. Mit Sicherheit teilen dieses ständige Auf und Ab viele Menschen, die weit weg von zu Hause darauf warten, zurückkommen zu können.
PS.
Ein paar Kilometer weiter vom Hotel wird gerade eine weitere zerstörte Brücke gebaut. Heute habe ich hier etwas Platz, deshalb die Bilder ;)もっと詳しく
Tschüss Sri Lanka
3月8日, スリランカ ⋅ 🌙 25 °C
Heute ist es so weit: Wir verlassen Sri Lanka. Ein wenig Traurigkeit überkommt uns, weil es hier so wunderschön ist. Gleichzeitig sind wir froh, nach Hause zu dürfen, und sehr aufgeregt, da ich es kaum glauben kann.
Wir haben einen letzten Spaziergang am Strand gemacht und dabei zwei Fischern bei der Arbeit zugesehen. Später am Nachmittag, als es wieder zu heiß wurde, packten wir unsere Sachen, und ich bin noch schwimmen gegangen. Gedanklich waren wir da schon auf dem Weg nach Hongkong.
Zum Flughafen ging es bereits um 18:30 Uhr. Alfred hatte Reisefieber. Elisabeth hatte uns schon am Vortag einen Fahrer bestellt, da die "Pick Me"-App hier draußen wohl nicht funktioniert. Unterwegs waren die Straßen verstopft, doch dank unseres Zeitpuffers gerieten wir nicht in Stress. Trotzdem hatte ich Kopfschmerzen und Hunger.
Diesmal war der Flughafen in Colombo deutlich ruhiger. Doch ohne Tickets kam man nicht hinein. Eine Familie aus Finnland mit zwei schulpflichtigen Kindern schilderte ihre Erlebnisse. Ein Pärchen aus Deutschland flog nach Mumbai, dann nach Afrika, um über England nach Hause zu kommen. Der Preis für das doppelte Visum (Indien und Jakarta) betrug über 500 € für zwei Personen. "Was hatten wir für ein Glück", dachte ich im Stillen, "für China brauchen Deutsche kein Visum."
Alle Reisenden hatten ihre Ersatzflüge selbst gebucht. Die Airlines waren nicht erreichbar, fast genauso wie bei uns. Wer selbst die Verantwortung übernahm, kam weiter. Pauschalreisende, die das nicht gewohnt sind, hatten da enorme Schwierigkeiten. Qatar Airways hielt den Flughafen in Doha immer noch geschlossen. Einzelne Flüge gingen Richtung Dubai und Abu Dhabi, einige waren storniert. Das sahen wir, während wir auf unser Gate warteten.
Wider Erwarten kamen wir an allen Schaltern schnell durch. Was für eine Erleichterung! Wir schafften es gerade noch, etwas zu essen. Dann war auch schon das Gate offen. Schnell noch die Nachrichten checken, und dann mussten wir die Handys ausschalten...
Ich möchte mich bei euch allen für so viel Support, gute Wünsche und die Liebe bedanken, die ihr uns geschenkt habt. Schön, dass ihr da seid! ❤️🧡💛もっと詳しく
Hong Kong
3月9日, 香港 ⋅ ⛅ 21 °C
Diesen Stopp hatten wir nicht geplant. Auf dem Rückweg wollten wir uns eigentlich Katar ansehen. Dort waren sogar schon die Tour und das Hotel gebucht. Tja, man kann nicht wissen, was der Morgen uns bringt.
Hongkong ist nur vier bis fünf Flugstunden von Colombo entfernt, dazu kommt die Zeitverschiebung. Bei der Landung war es hier bereits 8:30 Uhr in Hongkong. Die Nacht war für uns sehr kurz. Am liebsten würde ich mich jetzt irgendwo verkriechen und schlafen. Aber in Hongkong gelandet zu sein und die Stadt nicht zu sehen, wäre glatt eine Sünde.
Der Flughafen in Hongkong ist tatsächlich sehr groß. Den Futurismus habe ich bis jetzt nicht entdecken können. Dafür ist der Flughafen übersichtlich und mit Englisch kommt man gut zurecht. Für Transfergäste werden kostenlose Stadttouren angeboten. Dreimal am Tag werden die Touristen mit einem Bus abgeholt. Für die erste Tour sind wir zu spät, denn um die Stadt besuchen zu können, muss man den Transitbereich verlassen. Dann noch die Agentur finden – das kostet alles Zeit. Wir entscheiden uns für die 12:00-16:00 Uhr Tour. Theoretisch hätten wir sogar noch die Abendtour mitmachen können, aber wir möchten uns nicht stressen und nicht riskieren, den Anschlussflug zu verpassen.
Nach einem für uns Europäer etwas ungewöhnlichen Frühstück geht es los. Mit einem rosa-geblümten Bus macht die bunt gemischte Gruppe Hongkong unsicher ;)
Vier Stunden sind wir unterwegs. Als Erstes besuchen wir den Wong-Tai-Sin-Tempel. Dieser bekannteste und meistbesuchte taoistische Schrein Hongkongs ist berühmt für die Erfüllung von Wünschen („Was du erbittest, das bekommst du“) und seine präzise Wahrsagerei. Ich bin zu müde, um über meine Wünsche nachzudenken, und versuche, Bilder zu machen. Die Zeit ist knapp. Als Nächstes steht ein Einkaufszentrum auf dem Programm. Niemand ist am Shoppen interessiert. Woran ich allerdings interessiert bin, sind meine Mitreisenden. Nun quatschen alle zusammen. Die meisten sind Frauen. Eine circa 50-jährige Kanadierin kommt aus Sri Lanka, wo sie das Haus ihres Vaters verkaufen musste. Sie berichtet über die Situation an der Grenze zwischen den USA und Kanada, seit Trump an der Macht ist. Zwei sind aus Frankreich, zwei aus San Francisco, jemand aus Indien, wir aus Deutschland. Quer durch – die ganze Welt ist vertreten. Nach dem Mittagessen fahren wir zum Herzen von Hongkong, allerdings nicht zum touristischen. Nein, wir fahren dorthin, wo die Einheimischen unterwegs sind. Am Anfang bin ich enttäuscht. Ich hatte mir erhofft, in der kurzen Zeit doch die Highlights der Stadt zu sehen. Im Nachhinein denke ich, dass man sich die Sehenswürdigkeiten im Internet anschauen kann. Wir haben die Straßen Hongkongs live erleben können: Gassen und offene Geschäfte, wo alles verkauft wird, was man sich vorstellen kann und noch viel mehr. Viele der Fassaden werden renoviert. Interessant sind die Gerüste aus Bambusstöcken – sie sind eben günstig.
Im Gedächtnis bleibt mir Hongkong als eine Sammlung von miteinander verbundenen Inseln. Die Wolkenkratzer überbieten sich in ihrer Höhe. Unwillkürlich muss ich an die Menschen denken, die in den ersten zehn Etagen wohnen. In deren Wohnungen scheint wohl nie die Sonne. Unser Guide erzählt, 40 Prozent der Bevölkerung wohnt in den Hochhäusern. Die Wohnungen müssen winzig sein. Hongkong ist teurer, sagt unser Guide. Spontan würde ich das bestätigen. Leider bin ich hier zu kurz, um mir eine fundierte Meinung zu erlauben.
In einem Einkaufszentrum treffen wir auf polnische Touristen, die hier seit vier Tagen gestrandet sind. Die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, wäre einfach, bestätigen sie mir. Die Stadt sei wunderschön. Wer weiß, vielleicht komme ich wieder ;)
Vorerst geht es zurück zum Flughafen. Der ganze Trip ist recht strapaziös, da wir so kaputt sind. Andere der Gäste berichten das Gleiche. Als Transittouristen kommen wir sofort durch die Pass- und Sicherheitskontrollen. So können wir noch ein Nickerchen abhalten und duschen, bevor es heute Nacht weiter nach Hause geht.もっと詳しく
Zurück in Deutschland
3月10日, ドイツ ⋅ ☁️ 14 °C
Wir sind gerade glücklich in Frankfurt gelandet. Vielen lieben Dank an alle, die uns wieder so liebevoll begleitet haben.
Der größte Dank geht jedoch an Marco, der uns die Rückflüge schneller organisiert hat, als wir überhaupt denken konnten.
❤️🧡💛💚💙💜もっと詳しく
Fazit Sri Lanka
3月10日, ドイツ ⋅ 🌙 11 °C
Nicht geplant, aber aufschlussreich – so war die letzte Woche auf Sri Lanka. Dank Max haben wir zum Beispiel erfahren, dass die Löhne bei 20.000 Rupien (ca. 60 €) im Monat anfangen. Ein Busfahrer verdient etwa 50.000 Rupien (ca. 150 €) im Monat. Nach oben gibt es natürlich keine Grenze, doch nur wenige haben 100.000 Rupien (ca. 300 €) monatlich zur Verfügung. Ein Facharbeiter, etwa ein Maurer, verdient ca. 5.000–6.000 Rupien, sein Gehilfe 1.000 Rupien weniger am Tag. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Menschen weit weg von zu Hause arbeiten. Saisonbedingt schließen viele Touristenbetriebe und verlagern ihre Geschäfte auf die andere Seite der Insel. Die Mitarbeiter ziehen dann mit. Sie besuchen ihre Familien alle paar Wochen für ein paar Tage.
Die kulturellen Unterschiede zeigen sich deutlich, nicht nur daran, dass die Singhalesen beim Essen kein Besteck benutzen. Gegessen wird (wie in Indien) mit der rechten Hand. Die aus Metall oder Keramik gemachten Teller werden oft mit dünnen Plastikbeuteln überzogen. Trinken kommt zum Schluss, nachdem man gegessen hat. Der Nachtisch wird manchmal vor dem Hauptgericht serviert, je nachdem, wie es gerade passt. Uns war das egal. Für viele Touristen ist das jedoch ein Grund, sich bei der Bewertung der Lokale zu beschweren. Max erzählt, dass es schwierig sei, den lokalen Kellnern "unsere" Standards zu vermitteln.
Bei einem Besuch in der Stadt küsste mich Alfred flüchtig. Ein Kind beobachtete das, und ich kann das Entsetzen in den Augen des Mädchens nicht vergessen. Offensichtlich schickt es sich für sie nicht, selbst unter verheirateten Erwachsenen, sich in der Öffentlichkeit zu küssen.
Die ärztliche Versorgung ist unentgeltlich. Medikamente müssen selbst bezahlt werden. Sie werden, wie so oft in anderen Ländern, nicht packungsweise, sondern stückweise verkauft. Die Ernährung ist eher pflanzlich. Selten gibt es Fleisch, und wenn, dann recht wenig. Schwere körperliche Arbeit führt dazu, dass die Menschen schlank sind. Insgesamt war der Zahnstatus der Singhalesen interessant. Meistens haben sie fantastisch weiße, gesunde Zähne. Bei manchen lässt sich jedoch Parodontose beobachten, die offenbar nicht behandelt wird. Brillen werden nicht oft getragen. Entweder haben die Singhalesen gesunde Augen, oder Brillen sind sehr teuer.
Während der letzten fünf Wochen durften wir Sri Lanka hautnah erleben. Schmecken, riechen, bewundern. Wir haben gestaunt und gebangt. Wir haben unfassbar viele nette, liebevolle und unkomplizierte Menschen kennengelernt.
Das Reisen mit öffentlichen Bussen und Tuk-Tuks hat riesigen Spaß gemacht. Ich durfte mit der Handytaschenlampe für Licht sorgen, während abends unser Tuk-Tuk nicht weiterfahren wollte, der Fahrer die nötigen Reparaturen am Straßenrand verrichtet hatte und Alfred in der Zwischenzeit Bier kaufen gegangen war.
Wir haben unbeaufsichtigt und nicht verschlossene, ausgeliehene Fahrräder am Rande eines Parkplatzes abgestellt. Nach ein paar Stunden, als wir zurückkamen, waren sie immer noch da.
Täglich hatten wir überall Menschen beobachtet, die schon fast manisch mit Kehren beschäftigt waren und doch überall Unmengen an Plastik hinter ihren Anwesen sahen.
Am Rande des Dschungels wohnend hatten wir die wilden Elefanten gemieden und mit Hühnereingeweiden Krokodile gefüttert. All das hatten uns Menschen ermöglicht, die das Leben einfach nehmen, die nicht überall Probleme sehen, sondern pragmatisch lösungsorientiert handeln.
Spontan wurden wir auf einen Kindergeburtstag eingeladen. Wir haben mit vielen Fremden über Gott und das Leben gesprochen.
Das Mischen unter die Einheimischen hat uns viele unvergessliche Einblicke beschert. Wir werden das Land als ein wenig umweltunfreundlich in Erinnerung behalten. Dafür sind die Singhalesen mit Abstand die ehrlichsten Menschen, die wir während unserer Reisen getroffen haben. Die Erinnerungen an ihre herzliche Art werden mein Herz erwärmen, wenn ich an sie denke. Ich hoffe, dass es mir gelingen wird, wenigstens einen Hauch von deren gechillten Lebensweise beizubehalten.もっと詳しく


















































































































































旅行者Hallo! Es ist ein Krimi. Aber wenigstens habt ihr warm und sonnig, zu essen und zu trinken. Mach das beste draus. Denke an dich.
旅行者Danke ❤️, drück dich xx