• Vang Vieng

    January 16 in Laos ⋅ ☀️ 26 °C

    Zum allerersten Mal in Laos fuhren wir Zug. 🥳
    Genauer gesagt mit der chinesisch laotischen Eisenbahn, die seit Ende 2021 auch für den Personenverkehr offen ist und Vientiane mit der chinesischen Grenze bei Boten verbindet. 🚄
    Für Reisende, besonders aus China, ist sie eine grosse Erleichterung. Politisch und wirtschaftlich zeigt sie aber auch, wie stark der Einfluss Chinas in Laos inzwischen ist.

    Eigentlich wollten wir ursprünglich mit dem Bus fahren, doch dann fanden wir heraus, dass dieser erstens rund vier Stunden länger dauert und zweitens auch noch teurer ist. 😅
    Die Zugtickets sind heiss begehrt und werden nur drei Tage vor Abfahrt früh morgens online oder am Schalter verkauft. Wir waren früh genug und ergatterten uns Tickets zweiter Klasse über die offizielle App. 📱

    Das Gepäck und der Körper werden wie am Flughafen gescannt, die Pässe kontrolliert und Flüssigkeiten sowie Scheren und Messer eingezogen. 🚫
    Die Zugfahrt selbst war ganz komfortabel, die Aussicht hielt sich wegen der vielen Tunnel jedoch in Grenzen. So erreichten wir Vang Vieng bereits nach einer Stunde.

    Vang Vieng wurde in den 2000er Jahren als exzessiver Backpacker Hotspot mit Tubing, Bars und Drogen bekannt, was zu vielen Unfällen, Todesfällen und einem schlechten Ruf führte. 💊🥃
    Ab 2012 griff der Staat ein und regulierte das Geschehen stark. Bars wurden geschlossen und das Tubing deutlich eingeschränkt. Heute versucht sich der Ort neu zu erfinden.
    Eine asphaltierte Hauptstrasse zieht sich durch den Ort, die Nebenstrassen sind meist unbefestigt. Entsprechend liegt ständig feiner Staub in der Luft. Viele Leute sind damit beschäftigt, ihre Läden zu putzen oder Wasser auf die Strasse zu spritzen, damit es wenigstens kurz weniger staubt. 🐪

    Vang Vieng wird inzwischen hauptsächlich von chinesischen Touristen dominiert. An jeder Ecke werden Ballonfahrten, Paramotorfliegen und Tagesausflüge angeboten. 🎈
    Grosse, lieblose Bunker werden gebaut, und unzählige weisse Minibusse warten auf ihre Gäste.

    Also das soll die Backpacker Partystadt sein? 😅 Nur ein paar kleine Hinweise lassen das noch erahnen: eine Reggaebar mit diskreter Zusatzkarte und ein paar vereinzelte Backpacker, die etwas lustlos in Reifen den Fluss hinuntertreiben. 😅
    Beides nicht so unser Fall, weshalb wir unsere Priorität auf Bewegung setzten. 🏃‍♀️🏃‍♂️

    Wir mieteten zwei brandneue Mountainbikes und drehten eine grosse Runde. So gross, dass sie uns noch Tage später in Erinnerung bleiben wird, sobald wir uns irgendwo hinsetzen. 😉
    Radelnd besuchten wir unter anderem eine grosse Höhle und verschiedene blaue Lagunen. Da die weissen Minivans auch dorthin fuhren, waren wir nicht alleine. Die Sehenswürdigkeit lag dabei nicht nur in Gestein und Wasser, sondern auch darin, die Reisegruppen zu beobachten. 😉
    Philipp hatte einen riesigen Gaudi auf dem Fahrrad, Chantal ist dann doch lieber zu Fuss unterwegs.
    Das Wandern kam auch hier nicht zu kurz, was den grossen Vorteil hat, dass man dabei selten auf viele Leute trifft. 😅

    Kulinarisch entdeckten wir sehr früh unser Lieblingsrestaurant, sodass sich die Besitzer immer wieder freuten, wenn wir auftauchten. So kamen wir schon vor dem Essen in den Genuss verschiedener Früchte. 🍎🥭
    Darunter die Yambohne, bei der wir erst einmal googeln mussten, was das genau ist. Sie schmeckt übrigens nach einer Kreuzung aus Kohlrabi und Apfel. 😉
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