• Phnom Penh

    February 21 in Cambodia ⋅ ☀️ 31 °C

    Mit dem Bus rollten wir weiter in die Hauptstadt Kambodschas ➡️ Phnom Penh.
    Da wir knapp bei Kasse waren, stiefelten wir als erstes zu einer Bank, wo wir die Kosten für Kambodscha überschlagen und gleich ziemlich viel Bargeld abhoben. Jede Transaktion kostet hier 5 US-Dollar.

    💡 Eine Besonderheit Kambodschas ist das Währungssystem: Sowohl der US-Dollar als auch der kambodschanische Riel sind im Umlauf, wobei 1 USD 4'000 Riel entspricht. Grössere Beträge werden meist in US-Dollar bezahlt, der kambodschanische Riel dient eher als Wechselgeld und für Kleinbeträge. Man kann die Währungen aber auch mischen, was uns besonders am Anfang verwirrt hat, wenn wir zum Beispiel 3 US-Dollar plus 3'000 Riel Rückgeld erhalten haben. 😅

    Weiter ging es zu unserem Hotel in einer belebten Strasse mit vielen älteren Herren und knapp bekleideten jungen Damen.
    Unser Zimmer war sehr klein und ziemlich abgewohnt, aber eine Offenbarung war das Bett. Die bequemste, neueste, sauberste und weisseste Wolke seit Monaten, was uns sehr glücklich machte. ☁️😊

    Zu Fuss erkundeten wir die Stadt ausgiebig, besichtigten Tempel, Parks, Denkmäler und Märkte, wobei wir leider nur wenige Fotos gemacht haben.

    Ein trauriger Ausflug war der Besuch des Tuol Sleng Genocide Museum, ein erschreckendes Relikt aus den Zeiten der Rote Khmer.

    💡 Die Rote Khmer waren eine kommunistische Bewegung unter Pol Pot, die Kambodscha von 1975 bis 1979 regierte. Ihr Ziel war eine radikale Agrargesellschaft ohne Städte, Geld, Religion oder Bildung. Das Regime gilt als eines der brutalsten des 20. Jahrhunderts: Etwa 1,5 bis 2 Millionen Menschen (fast ein Viertel der Bevölkerung) starben durch Hunger, Zwangsarbeit, Krankheiten oder Hinrichtungen.

    Das Gebäude des Museums war früher eine Schule. Als die Rote Khmer an die Macht kamen, wurde sie in ein Gefängnis und Folterzentrum umgebaut. Heute sieht man dort noch die engen Gefängniszellen, Folterräume, hunderte zum Teil schockierende Fotos verhungerter oder getöteter Gefangener sowie persönliche Gegenstände der Opfer.

    Den deutschen Audioguide hörten wir uns teilweise lieber im Park als in den Räumen an.

    Betroffen verliessen wir den Ort und fragen uns immer wieder, wenn wir ältere Menschen auf der Strasse sehen, was sie wohl alles in ihrem Leben erlebt haben.
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