• Swen Ebinger
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Ein Jahr Auszeit

Südamerika - Corona - ??? Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    27 Disember 2019
  • Madrid, Ankunft

    27 Disember 2019, Sepanyol ⋅ ☁️ 8 °C

    Tag 1: Erstes Etappenziel Madrid. Nach Flügen von Berlin nach Lissabon und von Lissabon nach Madrid sind wir mit Bus und Bahn (und ein bisschen Auto) in unserer AirBNB Unterkunft angekommen. Jetzt heißt es erstmal Füße hochlegen und erholen.Baca lagi

  • Highlights aus Madrid

    28 Disember 2019, Sepanyol ⋅ ☀️ 8 °C

    In den zwei Tagen Madrid haben wir uns ein bisschen in der Innenstadt umgeschaut. Wir haven unter anderem den Königspalast und die Kathedrale besucht. Unten ein paar Eindrücke aus der Stadt.

  • Highlights Madrid Teil 2

    29 Disember 2019, Sepanyol ⋅ ☀️ 7 °C

    Auch am zweiten Tag in Madrid haben wir uns in der Stadt umgesehen. Nachdem wir unser Gepäck in einer Packstation untergestellt haben, sind wir wieder nit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß durch die Stadt gestreift. Dabei haben wir nochmal schöne Eindrücke mitnehmen können und erlebt, wie schnell sich in Madrid das Leben auf der Straße ändert. Von jetzt auf gleich wird zum Beispiel aus einer wenig belebten Straße ein Flohmarkt mit kleinen Verkaufsständen auf Decken und Musik von einer Band mit Flamenco-Tänzerin.
    Gegen Abend haben wir uns dann auf dem Weg zum Mercado de San Miguel noch ein Eis gegönnt, bevor wir unsere Sachen wieder eingesammelt haben und zum Flughafen gefahren sind.
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  • Auf nach Südamerika

    30 Disember 2019, Argentina ⋅ ☀️ 37 °C

    Am späten Sonntagabend ging es zum Flughafen in Madrid. Mit dem letzten Flug des Tages vor der Nachtruhe wollten wir um 1:55 Uhr endgültig in das Abenteuer Südamerika starten.
    Der Flug verlief für uns beide sehr unterschiedlich: Für Julia, mit einer Flugangst nicht gerade für lange Flüge gesegnet, war es wie ein Trip in die Hölle, für mich verlief der Flug eher mit etwas geruckel als mit Turbulenzen.
    Nach etwa 11,5 Stunden Flug sind wir in Iguazú zum Tanken zwischengelandet.
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  • Ankunft in Asunción

    30 Disember 2019, Paraguay ⋅ ⛅ 37 °C

    Wir sind angekommen! Nach einer weiteren halben Stunde Flug von Iguazú nach Asunción und zwei weiteren Stunden mit Einreise, Gepäck holen und Taxi Fahrt zur Unterkunft sind wir endlich angekommen.
    Aber ein Abenteuer wäre ja keines, wenn nicht auch bei der Taxifahrt und in der Unterkunft nicht irgendwas anders laufen würde als geplant: Der Taxifahrer hat sich uns am Flughafen quasi aufgedrängt, aber nach dem langen Flug haben wir uns nur ein Limit gesetzt für die Kosten einer Taxifahrt, unter denen der Fahrer von sich aus schon geblieben ist. Dass er allerdings etwa so viel Ortskenntnisse hat, wie unsereiner, war dann doch überraschend. Nach einiger Zeit sind wir dennoch am Hostel angekommen und siehe da, die Gastgeberin kann nur spanisch und wusste nicht mal dass wir kommen. Dennoch haben wir das ganze hinbekommen und haben nun erst einmal unser Zimmer bezogen.
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  • Das neue Jahr beginnt

    1 Januari 2020, Paraguay ⋅ ☁️ 26 °C

    Zu Silvester haben wir uns gar nichts richtiges vorgenommen, da die ganze Stadt den Tag über sehr ruhig war. Wir haben schon vermutet, dass hier gar nicht gefeiert wird. Unser Host in dem Hostel erzählte uns aber, dass hier richtig viel geknallt wird. Also sind wir um Mitternacht auf die Dachterasse gegangen und haben mal die Hälse langgemacht...
    Leider war von „viel“ nichts zu merken, sodass wir trotz der recht angenehmen 26 Grad doch schnell wieder auf unser Zimmer zurück sind.
    Euch allen wünschen wir an dieser Stelle ein frohes und glückliches neues Jahr!
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  • Botanischer Garten und Zoo

    2 Januari 2020, Paraguay ⋅ ☀️ 30 °C

    An einem doch sehr angenehmen Tag mit nicht ganz so hohen Temperaturen, einigen Wolken und hin und wieder auch einem lauen Wind sind wir mit dem Bus zum Botanischen Garten und zum Zoo gefahren. Die Busfahrt (umgerechnet etwa 35 Cent) ist definitiv schon ein Abenteuer für sich (siehe Video unten von der Rückfahrt), der botanische Garten und der Zoo sind aber auch ein Erlebnis.
    Unter einem botanischen Garten stellte ich mir bisher immer einen gut gepflegten Park vor mit Pflanzen, die thematisch aufgeteilt gepflanzt und teilweise auch beschriftet sind. Dieser Park war groß, teilweise verwildert und Beschriftungen habe ich nur an zwei Bäumen gefunden. Dennoch ist er ein Erlebnis, da es echt entspannend ist abseits von der Großstadt, die nach den Feiertagen erstmals wieder erwacht ist, Ruhe zu finden.
    Der Zoo war ein echtes Highlight. Mit Tieren in Freigehegen, die man sonst nur aus Terrarien (Anaconda) oder Tropenhäusern kennt und exotischen Tieren, die man bei uns in spezielle Gebäude mit entsprechendem Klima stecken muss (Jaguar, Puma).
    Am Ende war es ein schöner Tag mit einem langen Spaziergang in einem doch schönen Fleck von Asunciòn.
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  • Adios Asunción, bienvenido Encarnación

    5 Januari 2020, Paraguay ⋅ ⛅ 31 °C

    Unseren ersten Aufenthalt in Südamerika haben wir hinter uns gelassen. Nach 6 Tagen Aufenthalt in der Hauptstadt von Paraguay sind wir heute nach Süden gereist. Unser Ziel: Encarnación.
    Es bleiben Erinnerungen an eine lebhafte Stadt, die mittags in der Wärme zu ruhen scheint und abends, wenn es sich etwas abkühlt aufwacht. Eine Stadt, in der gefühlt jeder mit einer Kanne Wasser und einem Becher mit Mate herumläuft. Ein Stadt, die mich fasziniert hat mit ihrer Art und in der ich nach all den Aufregungen, der Arbeit und der kurzen aber intensiven Vorbereitung zu Hause gut in Südamerika ankommen ließ.
    Auch unser Hostel war toll für den Einstieg: Ein netter Gastgeber, der mit Rat und Tat zur Seite stand, ein Zimmer, dass genau so viel Platz bot wie wir brauchten, eine Katze namens Farolito, die tiefenetspanneund andere Reisende, die allesamt angenehme Gesprächspartner waren, wenn man sich unterhalten wollte.
    Vielleicht sehen wir Asunción eines Tages wieder. Jetzt erkunden wir erst einmal für zwei Tage Encarnación.
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  • Encarnación

    7 Januari 2020, Paraguay ⋅ ⛅ 32 °C

    Zwei Tage, die viel zu schnell vergangen sind, haben wir in Encarnación verbracht.
    Nach unserer Ankunft hatten wir zunächst Probleme beim Auffinden unserer Air BnB Unterkuft. Google Maps leitete uns zu einer Adresse, die offensichtlich nicht zur Unterkunft gehörte. Die Familie, die an dieser Adresse wohnte, wurde durch ihren Hund auf uns aufmerksam. Mit gebrochenem Spanisch versuchten wir zu erklären, wo wir hin möchten und nach etwa 10 Minuten, in denen die Hausherrin sogar noch mit unserem Gastgeber telefonierte, brachte uns die Tochter der Familie (sie sprach etwas englisch) zwei Blocks weiter bis zu unserer Unterkunft. Eine sehr nette Familie! Das haben wir wenig später noch einmal geststellen dürfen, als sie uns anboten mit ihnen zu einer Veranstaltung am Strand zu kommen. Leider waren wir noch nicht fertig mit Duschen und Frischmachen, sodass wir dieses Angebot leider verstreichen lassen mussten.
    Zu der Veranstaltung des örtlichen Theatervereins sind wir dennoch gegangen und haben einen tollen Abend am Strand verlebt.
    Am zweiten Tag sind wir kreuz und quer durch die Stadt gestreift und haben uns einen Eindruck von der Stadt verschafft. Encarnación wirkt insgesamt aufgeräumter als Asunción, ist aber bei weitem nicht so belebt. Die Stadt wirkt ruhig und das Leben hier scheint auch dementsprechend zu sein.
    Heute geht es weiter nach Ciudad del Este im Osten von Paraguay. Wir freuen uns auf eine nächste Stadt mit vielen neuen Eindrücken.
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  • Kleiner Wasserfall - Großer Sonnenbrand

    9 Januari 2020, Paraguay ⋅ ⛅ 30 °C

    Gestern, an unserem ersten vollen Tag in Ciudad del Este, sind wir viel Spazieren gewesen. Insgesamt waren wir etwa 17km unterwegs. Wir haben in der Innenstadt unseren Augen kaum getraut, dass eine Stadt, die erst 1957 gegründet wurde, so alt und heruntergekommen aussehen und gleichzeitig so überfüllt und geschäftig sein kann. Wir haben unter anderem sogar einen Laden gefunden, der Tchibo-Artikel verkauft... Abends haben wir dann durch Zufall die Markthalle entdeckt und beschlossen ab jetzt jeden Abend hier Essen zu gehen. Das ist echt ein ganz besonderes Erlebnis!
    Heute sagte der Wetterbericht viel Regen, teilweise auch Gewitter mit einer Wahrscheinlichkeit von 50-100% voraus. Also sind wir heute früh erst einmal ohne unseren üblichen Sonnenschutz losgezogen. Nachdem wir in unserem ersten Ziel des Tages im Tourismusbüro ein paar Auskünfte bekommen haben (Der junge Mitarbeiter sprach ein sehr gebrochenes Englisch, aber immer noch besser als wir spanisch sprechen), sind wir bei strahlendem Sonnenschein weitergezogen zu unserem eigentlichen Tagesziel: Den Wasserfällen von Monday. Auf unserem Fußweg, knappe 9km, wurden wir begleitet von Wolken und größtenteils auch von der Sonne. Auf etwa der Hälfte der Strecke hat sich Julia vernünftigerweise an den meisten unverdeckten Stellen ihres Körpers eingecremt. Mir war nicht danach. Sollte ja regnen...
    Unterwegs haben wir unter anderem Bananen an Palmen gesehen und uns in einem Supermarkt ein leckeres Mittagessen mit Salat, Schnitzelbrötchen, sowie Nudeln mit Rindfleisch in Soße geholt.
    Im Parque Aventura Monday angekommen haben wir uns auf den Weg zum ersten Aussichtspunkt gemacht. Dort habe ich dann auch gemerkt, dass das mit Regen wohl nicht so viel wird und habe mir den Nacken, Arme und Beine eingecremt. Leider wohl etwas zu spät. Mein Nacken sieht im Moment eher aus als würde er leuchten. Arme und Beine haben die Sonne heute besser überstanden und die nächsten Tage hoffe ich, dass der Regen wirklich kommt und werde mich dennoch wieder morgens mit Sonnencreme einschmieren. Sicher ist sicher und Bilder von meinem Sonnenbrand erspare ich euch hier lieber ;-)
    Insgesamt haben sich die Strapazen und die am Ende 19km Spaziergang heute aber gelohnt: ein beeindruckender Wasserfall, der dennoch im Vergleich zu den bald kommenden wohl eher winzig daherkommt. Dennoch ist er 120m breit und das Wasser fällt 40m in die Tiefe. Aber seht selbst:
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  • Drei-Länder-Eck

    10 Januari 2020, Brazil ⋅ ☀️ 32 °C

    Am Freitag sind wir vom Hotel aus losgegangen und hatten gar keinen richtigen Plan, was wir machen wollten. Zunächst hatten wir uns überlegt zum Aussichtspunkt Tres Fronteras südlich unseres Hotels zu fahren. Zumindest so weit mit de Bus zu fahren, wie es möglich ist, da wir die Tage zuvor recht viel zu Fuß unterwegs waren. Auf dem Weg dort hin stellte sich mal wieder heraus, dass mit mangelnder Ortskenntnis und fehlender Busfahrpläne (hier gibts sowas gar nicht - ebenso wie an einer Haltestelle auf einen Bus zu warten) es nahezu unmöglich ist den richtigen Bus zu finden und an der richtigen Stelle auch wieder zu verlassen. Nach zwei Bussen, die uns etwas näher ans Ziel brachten, hatten wir noch rund 2,5km zu laufen. Unterwegs fing es an zu regnen, weswegen wir uns an einem kleinen Laden unterstellten. Die kurze Pause haben wir uns dann mit einem Eis versüßt. Es sollte einer der schönsten Momente des Tages sein.
    Als wir am Aussichtspunkt Tres Fronteras (Paraguay) angekommen sind, bot sich uns eine tolle Aussicht auf die Mündung des Rio Iguaçu, der Brasilien und Argentinien trennt in den Rio Paraná. Letzterer trennt erst Brasilien und Paraguay und ab dem Punkt, an dem wir uns befanden eben Argentinien und Paraguay. An dieser Stelle treffen alle drei Staaten aufeinander.
    Kurz entschlossen haben wir uns dann auf den Weg zum Fluss gemacht und wollten noch die anderen beiden Punkte besuchen. Da eine Fähre zum benachbarten argentinischen Ort Puerto Iguazú fährt, haben wir diese genommen. Netterweise wartete die Fähre, bis wir an Bord waren und legte dann ab. Auch in Argentinien hat man einen tollen Ausblick auf die Szene, aber eben aus einem anderen Land und mit einem anderem Blickwinkel.
    Anschließend wollten wir auch noch die brasilianische Seite besuchen. Also auf zum Busbahnhof, schnell nich Geld vorher geholt und dann mit dem Bus nach Brasilien. An der Grenze dann kurz raus aus dem Bus, Pass vorzeigen, aus Argentinien ausreisen, wieder rein in den Bus. Über die Grenzbrücke, aus dem Bus raus, Pass vorzeigen und nach Brasilien einreisen, und .... der Bus ist weg! Wie kommen wir jetzt weiter?? Mach einigem Überlegen, keine Ahnung, wann der nächste Bus kommt (siehe oben), ging es zu Fuß weiter. 5km zum Aussichtspunkt. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass hier eine Art Freizeitpark errichtet wurde. Wir haben uns dann entschieden keinen Eintritt zu zahlen für etwas, dass wir an dem Tag schon zweimal gesehen haben. Aus Mangel an brasilianischer Währung machten wir uns zu Fuß im letzten Tageslicht auf den Weg Richtung Grenze zu Paraguay. Immerhin auch nochmal 10km... diese wurden irgendwie immer länger und länger. Mit Einbruch der Dunkelheit setzten Gewitter und Wetterleuchten ein (es erwischte uns zum Glück nur ein kleiner Schauer). Dennoch kam teilweise wohl heftige Schauer vom Himmel, was wir anhand des Wassers auf der Straße auch später noch gut erkennen konnten. Mit schmerzenden Füßen und nach mehr als 3 Stunden Fußmarsch sind wir dann spät abends erschöpft im Hotel wieder angekommen. Gesamter Fußweg für den Tag: 28km....
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  • Ganz große Wasserfälle

    12 Januari 2020, Brazil ⋅ ☁️ 35 °C

    Nach der „Übung“ vor einigen Tagen, als wir die Monday Falls besuchten, haben wir heute die großen Wasserfälle am Rio Iguazú besucht. Diese liegen an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien und wir sind auf der brasilianischen Seite gewesen. Das Naturschauspiel, das sich dort zeigt ist atemberaubend. Da vergisst man bei dem Anblick sofort die Strapazen der Anreise und des Eintritts. Genauso waren wir recht entspannt bei den Aussichtspunkten trotz der Menge an Touristen, die sich den Weg entlang schoben. Insgesamt ist es eine tolle Erfahrung gewesen und ich finde, dass die Wasserfälle zurecht eines der Sieben Weltwunder der Natur sind.Baca lagi

  • Ganz große Wasserfälle - Teil 2

    16 Januari 2020, Argentina ⋅ 🌧 29 °C

    Für den zweiten Teil der Wasserfälle, von der argentinischen Seite, sind wir auch nach Argentinien umgesiedelt. Wir haben uns eine Airbnb Unterkunft in Puerto Iguazú gesucht und sind dort für drei Tage untergekommen. Von der Unterkunft in der Nähe der Tres Fronteras konnten wir am Donnerstag dann direkt bis zum Parque Nacional fahren. Wir haben im Vorfeld von der Gastgeberin einige Infos über den Park bekommen und welche Routen sich lohnen und welche zu einer bestimmten Uhrzeit weniger besucht sind. Sehr schön war übrigens, dass sie echt gut deutsch sprach.
    Vor Ort mussten wir nicht wie auf der brasilianischen Seite ewig warten: wir kauften unser Ticket und spazierten in den Park. Gleich am Anfang wurden wir von einer Horde Coatís begrüßt. Die sehen sehr niedlich aus, sind es aber nur so lange sie nichts fressen wollen. Es sind schließlich immer noch wilde Tiere.
    Im Park haben wir uns für den unteren Rundgang, einen der beiden längeren Fußwege durch den Dschungel entschieden. Dieser führt weiter unten, näher zum Fluß, vorbei an einigen kleineren Wasserfällen (insgesamt gehören über 275 Wasserfälle zu dem gesamten Gebiet). Kurz vor Ende des Rundgangs sind wir von einem heftigen Regenschauer überrascht worden. Julia konnte sich zum Teil mit dem Schirm schützen, ich hatte passenderweise am Tag zuvor unsere Regencapes ausgepackt und war in kürzester Zeit völlig durchnässt. Als wir endlich einen Platz zum Unterstellen gefunden hatten, überlegten wir, wie wir weiter in dem Park vorwärts kommen. In dem Moment sah es erst einmal nicht nach besserem Wetter aus. Wir sind, bis der Regen wieder nachließ, zunächst an dem Ort geblieben, der uns vor dem Regen schützte. In einer Regenpause sind wir zur Parkbahn gegangen, deren Haltestelle wir gerade so vor dem nächsten starken Regenschauer erreichten. Mit der Bahn ging es Richtung Garganta del Diablo. Dem größten der Wasserfälle. Diesen hatten wir bereits von der brasilianischen Seite sehen können. Dieses Mal würde wir aber oberhalb davon stehen. An der Endhaltestelle angekommen haben wir noch kurz gewartet, ob der Regen nachlässt, haben uns aber entschieden, einfach mal loszulaufen. Und tatsächlich ließ der Regen mit der Zeit nach, bis er ganz aufhörte und wir konnten den Wasserfall mit all seinen Wassermassen bewundern.
    Am Ende konnten wir sogar, weil es auch nicht mehr anfing zu regnen, den oberen Rundgang gehen, bis wir mit den letzten Besuchern aus dem Park geleitet wurden.
    Insgesamt war es ein sehr nasser Besuch der Wasserfälle, aber höchst beeindruckend, was die Natur zu bieten hat: Coatí, große Spinnen, Schmetterlinge, riesige Welse, Tucane, Affen, Raupen, Stabschrecken, Eidechsen ....
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  • Resistencia

    21 Januari 2020, Argentina ⋅ 🌧 24 °C

    Nachdem wir am Wochenende noch einmal kurz nach Asunción zurückgekehrt sind, um Julias Portemonnaie einzusammeln, das wir in unserer ersten Unterkunft vergessen hatten, haben wir uns am Sonntag (vorerst) endgültig aus Paraguay verabschiedet.
    Unser nächster Halt: Resistencia, die Hauptstadt der Provinz Chaco. Der Plan war, zwei volle Tage hier zu verbringen und die nebeneinanderliegenden Städte Resistencia und Corrientes anzuschauen.
    Unsere Airbnb-Unterkunft und auch das Wetter machten uns hier aber einen Strich durch die Rechnung. Am Sonntagabend stellten wir fest, dass noch während des Duschens das Wasser plötzlich wegblieb. So konnten wir gerade noch so Zähneputzen und einmal die Toilette benutzen... Der Gastgeber schrieb uns auf Nachfrage, er werde sich gleich am nächsten Morgen darum kümmern. Montagmorgen war immerhin wieder Wasser da, sonst wären wir wohl vorzeitig wieder abgereist. Weitere Gründe dafür hatten wir auch schnell gefunden: überall Ameisen (auch im Bett), die wir dann aber mit unserem Insektenschutz vertrieben haben, Installationen wie Steckdosen und Lichtschalter, die fast aus der Wand fielen, und ein heruntergekommenes Gesamterscheinungsbild.

    Am Montag wurde es so heiß, dass auch der Wetterbericht von gefühlten 43 Grad im Schatten sprach. Wir sind trotzdem losgestiefelt und haben uns einige Ecken in Resistencia angeschaut. Aber so richtig gefallen hat mir die Stadt nicht: ein Viertel, in dem laut Wikipedia Ureinwohner ihre Handarbeit zum Verkauf anbieten, haben wir lieber nicht betreten. Es sah eher nach Slum oder Müllhalde mit Hütten aus. Anschließend liefen wir zum nahegelegenen Markt. Dieser hatte ein paar Minuten vor unserer Ankunft wegen Mittagspause (11-17 Uhr) zugemacht. Der Park, zu dem wir anschließend gewandert sind, sah sehr heruntergekommen aus, weswegen wir uns auch hier nicht lange aufhielten. Einzig eine Hausfassade, die mit Fliesenbruchstücken als Mosaik verziert war, hat mir sehr gut gefallen.
    Wegen der hohen Temperaturen haben wir uns dan entschlossen zurück zur Unterkunft zu gehen und uns erst einmal abzukühlen. In unserem Zimmer waren es durch die Klimaanlage angenehme 27 Grad.
    Abends sind wir dann nochmal unterwegs gewesen, um unsere Wäsche zur Wäscherei zu bringen und einzukaufen. Bevor wir die Wäsche wieder von der Wäscherei holen konnten, wollten wir unser Abendessen kochen und haben festgestellt, dass das Gas alle ist. Netterweise hat sich der Gastgeber dieses Mal sofort darum gekümmert, dass die Gasflasche erneuert wurde und wir konnten unser Abendessen kochen. Es gab Reis mit Thunfisch, Mais, Zwiebeln und Tomatensoße.

    Dienstag jetzt wollten wir eigentlich nach Corrientes fahren. Gewitter und Dauerregen haben uns aber überzeugt zunächst in der Unterkunft zu bleiben und auszuschlafen, liegengebliebene Notizen zu schreiben, einfach mal einen ganz ruhigen Tag zu machen.
    Morgen fahren wir weiter nach Posadas.
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  • Posadas - Eine schöne Stadt

    25 Januari 2020, Argentina ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach Resistencia mit Regen, einer nicht so tollen Unterkunft (der schlechtesten, die wir bisher hatten) und wenig Sehenswürdigkeiten sind wir weiter gefahren nach Posadas. Die Stadt haben wir zu Beginn unserer Reise von Encarnación aus schon über den Fluss gesehen.
    Nun endlich haben wir es auf die andere Seite des Flusses geschafft. Unsere erste Unterkunft in der Stadt war, verglichen mit den bisherigen am nächsten an europäischen Verhältnissen: es war komplett sauber, sehr gepflegt und es funktionierte fast alles.
    Aber auch die Stadt selbst ist toll: sie wirkt modern und aufgeräumt, in der Touristeninformation haben wir wirklich Informationen erhalten, die uns helfen und die Busse scheinen tatsächlich mal nach so etwas wie einem Fahrplan zu fahren. An den ersten Tagen sind wir viel in der Stadt herumgelaufen, haben mehrere Ecken entdeckt, wie zum Beispiel die lange Uferstraße, den Strand oder einen Markt, an dem alles angeboten wird außer Lebensmitteln (ausgenommen Tee und Kräuter). Da wir aber in der Touristeninformation erfahren haben, dass es auch hier noch einen sehr interessanten Wasserfall gibt, und dieser mit einem Tagesausflug zu erreichen sein soll, haben wir uns entschieden unseren Aufenthalt noch etwas zu verlängern. Dafür mussten wir aber die Unterkunft wechseln, da die bisherige schon für die weiteren Tage gebucht war. Also sind wir kurzerhand ein paar Straßen weitergezogen in eine andere schöne Unterkunft.
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  • Posadas - Moconá

    27 Januari 2020, Argentina ⋅ ☀️ 34 °C

    In der Touristeninformation in Posadas haben wir von den Wasserfällen von Moconá erfahren. Diese sind durch die Bewegung von tektonischen Platten entstanden und sollen auf jeden Fall eine Reise wert sein. Also haben wir uns erkundigt, wie man dort hinkommen kann. Uns wurde gesagt, dass es einen Bus gibt, der 3:10 Uhr (morgens!) am Busbahnhof abfährt und dann bis El Soberbio fährt, wo wir einmal umsteigen müssen, um in das Naturschutzgebiet, den Parque Provincial Moconá zu kommen. Also haben wir uns den Wecker gestellt, sind mitten in der Nacht aufgestanden, 40 Minuten zum Busbahnhof gelaufen, weil nachts keine Busse im ÖPNV fahren und haben auf den Bus gewartet. Der kam aber nicht... auf Nachfrage beim Pförtner wurde uns gesagt, dass dieser Bus nicht am Sonntag fährt. Nach noch etwas Warten, ob das wirklich so ist (an der einzigen Anzeige des Terminals wurde der Bus schließlich aufgeführt), sind wir doch wieder zurück zur Unterkunft gelaufen. Das fühlt sich schon blöd an, mitten in der Nacht durch die Stadt zu laufen, dem heimkommenden Partyvolk zu begegnen, wo man doch eigentlich woanders unterwegs sein wollte.
    In der nächsten Nacht, von Sonntag auf Montag, haben wir erneut den Versuch unternommen, den Bus zu nehmen, um zu den Wasserfällen zu kommen. So richtig motiviert noch einmal so früh aufzustehen, ohne die Gewissheit, dass der Bus wirklich fährt, waren wir nicht. Aber sehen wollten wir die Wasserfälle wenn möglich schon. Wir haben uns wieder den Wecker gestellt, sind mitten in der Nacht los zum Busbahnhof gelaufen und haben gewartet...
    Tatsächlich fuhr um kurz nach 3 Uhr der Bus in den Busbahnhof und wir konnten diesen nehmen. Nach einem Umstieg in El Soberbio, wo der Busbegleiter nochmal nachfragen musste, ob wegen unserer Verspätung überhaupt noch das Shuttle zu den Wasserfällen fährt, haben wir das Shuttle am Busbahnhof im Ort noch bekommen. Es ist schließlich das einzige, das am Tag zu den Wasserfällen fährt!
    Im Park angekommen haben wir uns nach der 6,5-stündigen Busfahrt zunächst ein Ticket für eine Bootstour an den Wasserfällen entlang gekauft und uns dann erst einmal unser Frühstück gegönnt. Anschließend haben wir uns auf den 2km langen Fußweg vom Parkzentrum hinunter zum Fluss gemacht.
    Die Bootstour auf dem Fluss in einem Schlauchboot war atemberaubend. Entlang der etwa 1,2km langen Wasserfälle in einem Boot zu fahren, das Wasser quasi aus dem Nichts auf sich zukommen zu sehen war einzigartig und ein tolles Erlebnis. Leider dauerte dieses nur knapp 20 Minuten bis wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten.
    Auf unserem Anstieg zurück zum Parkzentrum wurden wir netterweise von einem Ehepaar mit dem Auto mitgenommen, so dass wir uns den Großteil des Fußweges erspart haben. Das war bei 35 Grad und kaum Schatten auf dem Weg für uns nicht so schlimm.
    Den weiteren Tag haben wir damit verbracht die beiden Wanderwege zu wandern und uns die Natur in dem Park anzuschauen.
    Um 17 Uhr fuhr der einzige Bus zurück nach El Soberbio. Dort angekommen hieß es erst, dass in einer Stunde der nächste Bus fahren sollte, am Kiosk des Busbahnhofes wurde uns gesagt, dass der letzte Bus nach Posadas vor 15 Minuten abgefahren ist.............
    Nach einigem Nachfragen in unserem gebrochenen Spanisch haben wir herausgefunden, dass es eine Verbindung mit Umstieg in San Vicente gibt. Diese haben wir dann noch genommen, haben den Bus in San Vicente aber wegen eines Tankstopps des Busses auch nur gerade so erreicht.
    Nachts um 0:30 Uhr waren wir dann wieder in unserer Unterkunft und sehr glücklich über den zwar anstrengenden, aber auch abenteuerlichen und schönen Tag.
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  • Auf nach Concordia!

    29 Januari 2020, Argentina ⋅ ⛅ 26 °C

    In der Nacht vom 28.01. auf den 29.01. sind wir mit einem Bus von Posadas nach Concordia gefahren. Die Stadt an der Grenze zu Uruguay sollte uns als Zwischenstopp dienen auf der Reise nach Montevideo, der Hauptstadt Uruguays.
    Wir haben uns bereits am Mittag das Ticket gekauft und hatten uns gefreut, 20% Rabatt auf die Preise zu bekommen.
    Abends beim Einchecken in den Bus gab es eine weniger schöne Überraschung: unsere Sitzreihe gab es in dem Bis nicht, da alle Sitze eine höhere Preiskategorie hatten und es dadurch nur bis Platz 42 ging, wir hatten aber Nummer 49 und 50 gebucht! Bei dem Kontrolleur haben wir erklärt, dass da etwas nicht stimmt und uns wurde gesagt, das passt schon, wir sollen uns einfach auf einen leeren Platz setzen. Gesagt, getan...
    Ich stellte mir vorsichtshalber einen Wecker, damit wir rechtzeitig vor der Ankunft am Busbahnhof in Concordia aufwachen und unsere Sachen zusammenpacken können. Als mein Wecker mich weckte, schaute ich auf mein Handy und.... wir sind ja schon an Concordia vorbei. Ich war plötzlich hellwach, ging zum Busfahrer, erzählte ihm, dass wir nach Concordia müssen, under schaute mich so geschockt an, wie ich mich fühlte.
    Kurzerhand drehte er aber um, um uns in der Nähe der Stadt an einer Polizeistation rauszulassen. Einer der Polizisten war dann so nett uns ein Taxi zu bestellen, mit dem wir dann zu unserer Unterkunft gefahren sind.
    Die Besitzerin war so freundlich uns auch schon vor der vereinbarten Check-In-Zeit hereinzulassen und so konnten wir zumindest erst einmal unsere Sachen unterstellen und schon in der Unterkunft durchschnaufen.
    Den Tag über haben wir damit verbracht uns die Stadt anzuschauen. Wir waren am Busbahnhof (hier haben wir bereits die Tickets für die Fahrt nach Montevideo gekauft), am Hauptbahnhof (an dem immerhin zweimal die Woche noch ein Zug fährt), und in der Innenstadt. Am Ende unseres Spazierganges mit einigen unfreiwilligen Umwegen (ich war irgendwie an dem Tag ein paar mal nicht fähig Google Maps richtig zu verwenden) sind wir dann zum Strand gekommen. An der Strandpromenade haben wir uns etwas zu Essen gegönnt.
    Als wir uns wieder auf den Weg machten, hatte sich das Wetter deutlich geändert: es waren sehr viele Wolken unterwegs, am Himmel auf der anderen Seite des Flusses in Uruguay zuckten Blitz und donnerte es und es kam uns ein recht starker Wind entgegen, so dass aufgewirbelter Sand sich anfühlte wie ein Peeling. Also machten wir uns auf den Rückweg zur Unterkunft.
    Die Stadt wirkt bisher sehr schön auf uns. Es ist ruhig, wirkt organisiert und wir haben zum ersten Mal in Südamerika das Gefühl, dass es auch im Straßenverkehr Regeln gibt, die befolgt werden.
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  • Concordia zum Entspannen

    30 Januari 2020, Argentina ⋅ ☁️ 23 °C

    Am „kältesten“ Tag der Woche (es wurde nur 26 Grad warm) haben wir uns entschieden mal auszuspannen und eines der Termalbäder in Concordia zu besuchen. Wir sind vormittags mit einem Bus von unserer Unterkunft bis zu dem Bad gefahren.
    Gleich beim ersten Becken in dem Freibad ging uns das Herz auf! Bei etwa 30 Grad Wassertemperatur ließ es sich sehr gut in dem Wasser aushalten. Insgesamt hatte das Bad 11 Becken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen bis zu 44 Grad. In dem heißen Becken war Julia am Ende noch einmal drin, mir war zu den Zeitpunkt schon nicht mehr nach Baden, da wir uns trotz bedecktem Himmel den ganzen Tag über ein wenig verbrannt haben... Beim nächsten Schwimmbad- oder Strandbesuch werden wir uns besser vorbereiten. Entspannt haben wir uns an diesem für uns ersten richtig faulen Tag unserer Reise trotzdem, zumal es ein Becken mit Düsen gab, unter deren konzentrierten Strahlen man sich massieren lassen konnte (Wassertemperatur 36-38 Grad).
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  • Montevideo - eine Reise wert

    4 Februari 2020, Uruguay ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach unserem ersten etwas längeren Aufenthalt in Argentinien sind wir weitergefahren nach Uruguay. Und hier zuerst in die Hauptstadt. Montevideo ist die erste Millionenstadt auf unserer Reise durch Südamerika. Und der erste Eindruck auf der Fahrt im Bus durch die Innenstadt war: groß! Die Gebäude entlang der Straße 18 de Julio sind immens groß im Vergleich zu dem, was wir aus Argentinien zwischenzeitlich gewohnt waren. Zum Teil 6-7 geschossig, aus Beton und Glas, fast schon europäisch modern. Dazwischen immer mal wieder ältere Gebäude mit verzierten, geschmiedeten Balkonbrüstungen. Die Stadt hatte es uns in sehr kurzer Zeit angetan.
    Unsere Unterkunft war ein Zimmer in einem Mehrgenerationen-Haushalt, der bis auf den Kater Ron durchweg aus weiblichen Wesen bestand: 4 erwachsene Frauen, ein Mädchen und die Hündin Lola. Allesamt sehr freundlich und aufgeschlossen und die Erwachsenen sprachen auch alle fließend englisch. Das ist uns auf unserer Reise auch noch nicht sooft untergekommen. So konnten wir uns viel mit ihnen unterhalten.
    In der Stadt haben wir uns in den Tagen, in denen wir dort waren viel angeschaut: Sonnenaufgang und diverse Sonnenuntergänge (traumhaft schön), die Altstadt mit ihrem belebten Mercado Puerto, den Plaza Matriz und die daneben befindliche Kathedrale, den Plaza Independencia mit dem beeindruckenden Palacio Salvo, den Leuchtturm, einen riesigen Flohmarkt (vor allem für Antiquitäten und Bücher), die tollen Strände mitten in der Stadt und noch ganz vieles mehr.
    Die Stadt ist lebhaft, aber so richtig gemerkt, dass hier über eine Million Menschen leben, haben wir nicht. Es verläuft sich viel, selbst in der Hauptverkehrszeit sind die Busse und Straßen in der Innenstadt nicht überfüllt und selbst in den Parks findet man immer noch eine freie Bank. Ich finde die Stadt ist eine Reise wert und hat auf jeden Fall viel zu bieten. Vielleicht kommen wir ja auch nochmal hier her zurück.
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  • Punta del Diablo - Atlantik und Strände

    8 Februari 2020, Uruguay ⋅ 🌧 23 °C

    Unser erster richtiger Stopp am Atlantik war in Punta del Diablo. Zu dem Ort wurde uns vorher gesagt, dass dort etwa 500-800 Menschen leben. In den Urlaubsmonaten sollen sich dort aber zum Teil mehrere Tausend Touristen gleichzeitig aufhalten. Wir hatten uns also auf Strände wie in Europa eingestellt mit Menschen, die wie Sardinen nebeneinander liegen und sich braten lassen.
    Was wir vor Ort erlebt haben? Das genaue Gegenteil! Wir sind die ersten zwei Tage mehrere Kilometer am Strand entlang gelaufen und sind vereinzelt mal jemanden begegnet oder haben jemanden beim Sonnen gesehen. Auch in der Stadt war es sehr ruhig und entspannt. Lediglich gegen Ende der Woche wurde es wieder etwas voller, aber auch da konnte von Überfüllung oder ähnlichem nicht die Rede sein. Wir haben das hier wohl gut abgepasst und sind nach dem riesigen Touristenaufkommen in dem Ort gewesen.
    Am letzten vollen Tag in Punta del Diablo haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind zum etwa 20km entfernten La Coronilla gefahren. Dort gibt es eine Schildkrötenstation, die sich mit dem Schutz der einheimischen Schildkröten, der Aufklärung der Bevölkerung und sogar der Bekämpfung von Plastik im Atlantik beschäftigt. Das war für mich das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte, in Südamerika ist das doch ein Thema. Die kleine Station wirkt insgesamt sehr behelfsmäßig, die Mitarbeiter (oder Freiwillige) sind aber sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig. Wir erhalten sogar eine Führung auf englisch und dürfen dabei zuschauen, wie eine Schildkröte geduscht wird. Die Station ist ohne Eintritt zu besuchen, einzig eine Spendenbox steht bereit. In diese werfen wir zum Ende unseres Besuchs auch einige Pesos, da wir finden, dass das ein echt tolles Projekt ist.
    Auf der Rückfahrt unserer Fahrradtour besuchen wir noch das Fortaleza de Santa Teresa. Das alte Fort ist eine tolle Sehenswürdigkeit und bietet einen kleinen Einblick in die Geschichte des Landes.
    Punta del Diablo war ein schöner Aufenthalt, bei dem wir viel Ruhe hatten und erstmals auf unserer Reise nicht in einer Stadt unterwegs waren, sonder viel Natur genießen konnten
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  • Aguas Dulces und Cabo Polonia

    12 Februari 2020, Uruguay ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir wollten nicht einfach so nach ein paar Tagen schon wieder vom Atlantik verschwinden und sind ein paar Kilometer Richtung Süden nach Aguas Dulces gefahren. Hier haben wir uns schon vorher das nahegelegene Naturschutzgebiet Cabo Polonia als eines unserer Tagesziele überlegt. Motiviert durch unsere Fahrradtour nach La Coronillia und dem Schildkrötenzentrum Karumbé am Sonntag haben wir uns erkundigt, wo wir wieder Fahrräder ausleihen können. Leider ist das auch hier nicht so einfach, da es im Gegensatz zu Punta del Diablo gar keinen Verleih gibt. Uns wurde aber gesagt, dass es im nächsten Ort, Barra de Valizas, in einem Hostel Fahrräder gibt, die wir uns ausleihen können.
    Wir haben uns am Mittwoch auf den etwa 7km Fußweg am Strand gemacht, um die Fahrräder auszuleihen. Am Hostel angekommen, waren diese leider schon vergriffen. Aber der Inhaber hat uns empfohlen doch lieber zu Fuß nach Cabo Polonia zu laufen, „da sieht man viel mehr: Die Düne, den Aussichtspunkt Buena Vista (Schöne Aussicht), die Strände“.
    Also haben wir uns doch auf den Fußweg gemacht. Wir sind zunächst mit einem kleinen Boot über den Fluss übergesetzt, durch den wir bei Lust und Laune bei einer Tiefe bis zum Bauch auch hätten durch waten können. Dann wanderten wir über gefühlt endlose Strände, an denen kaum Personen waren, und Felsen zwischen den einzelnen Stränden zunächst einmal um die Dünen herum, bis wir uns entschieden haben, diese doch noch hochzuklettern. Wir haben die ganze Zeit überlegt, ob der Ausblick wirklich so schön ist, wie es der Name des Punktes und die Erzählungen mehrerer Leute und auch der Inhaber des Hostels uns erzählt haben. Und, ja.... ok.... der Ausblick ist wirklich schön! Ein nahezu kompletter Rundumblick über die Region und ein für uns erster Blick auf Cabo Polonio waren der Lohn für etwa 10 Minuten Düne hochklettern. Von der Düne ging es knapp 1,5km Richtung Strand und an diesem noch 5km bis nach Cabo Polonio.
    In der Ansammlung von Hütten, die nur zu Fuß oder mit einem Shuttle vom Eingang des Naturparks, in dem die „Stadt“ liegt erreicht werden kann, gibt es kaum Elektrizität. Hier versorgen sich die meisten Haushalte über Solarzellen selbst oder sind halt nach Einbruch der Nacht dunkel. Das hat zur Folge, dass es hier einen der besten Blicke auf den Nachthimmel gebn soll, wenn nicht gerade der Leuchtturm in die Richtung des Betrachters strahlt. Ansonsten wirkte der Ort irgendwie nichts für mich, aber dafür gab es zu viele Gründe um sie hier zu nennen.
    A propos Leuchtturm: auf diesen sind wir hochgestiegen, um erneut eine tolle Aussicht genießen zu können, und um die Seelöwen-Kolonie, die sich unterhalb davon auf den Felsen sonnte zu beobachten. Sehr beeindruckende Tiere!
    Den Rückweg haben wir uns mit einem Shuttle und dem Bus nach Aguas Dulces chauffieren lassen, was unseren Füßen und unseren müden Körpern sehr gefallen hat. Zurück im Ort haben wir den Abend bei leckerem Essen (Fish&Chips, Pizza und Eis) ausklingen lassen.
    Die weiteren Tage in Aguas Dulces haben wir mit Wanderungen am Strand und viiiel Entspannen verbracht. So langsam fühlt sich unser Trip wie Urlaub am Meer an.
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  • La Paloma - Ruhe

    20 Februari 2020, Uruguay ⋅ ⛅ 23 °C

    Unser vorerst letzter Stopp am Atlantik war in La Paloma. Wir haben uns den Ort ausgesucht, weil wir aus verschiedenen Gründen nicht nach Punta del Este fahren, uns aber auch nicht so schnell vom Meer wieder verabschieden wollten.
    Unsere Unterkunft lag dieses Mal weit entfernt von dem Stadtzentrum und den Einkaufsmöglichkeiten, für unsere bisherigen Verhältnisse schon mitten im Nichts. Wir waren am Tag unserer Ankunft also schon mal sehr froh darüber, dass uns unsere Gastgeber vom Busbahnhof abholten und uns die 5km Fußmarsch mit Gepäck ersparten. Als wir dann noch kurz vor einem Supermarkt hielten und sie uns anboten, dass wir noch was einkaufen können, dachten wir noch „ach, hier in Uruguay gibts doch überall einen Kiosk für Notfälle“. Weit gefehlt: es war der letzte Supermarkt und auch der war etwa 4km von der Unterkunft weg... Wir hatten trotzdem noch genügend Verpflegung für das Abendessen und das Frühstück, also musste niemand hungern.
    Die Unterkunft an sich war auch ein Highlight: Eine Lehmhütte auf Pfählen und Brettern mit Flaschen, die als Glaselemente in die Wände eingearbeitet wurden, überall Grün, wohin man schaut, süße Katzen und ein Hund und ein Brettersteg als Zugang des Grundstücks. An das Schlafen unter dem Moskitonetz müssen wir uns zwar für die Zukunft noch gewöhnen (ich höre die Biester zum Beispiel auch, wenn sie draußen herumfliegen), aber Spaß gemacht hat uns der Aufenthalt hier.
    In den Tagen hier in La Paloma haben wir schließlich gefühlt nochmal einen Gang herunterschalten können und die Reise fühlt sich für mich gerade sehr entspannt an. Wir haben Tagesausflüge zu Fuß in die Innenstadt unternommen, haben Strandspaziergänge gemacht, Sonnenuntergänge genossen, einen Tag in dem Hauptstädtchen der Region Rocha verbracht und eine kleine Radtour entlang der Küste gemacht. Langweilig wurde uns hier jedenfalls in den 5 Tagen hier nicht, vor allem, als am letzten Abend zwei Straßenhunde mich einfach nicht in Ruhe vorbeigehen lassen wollten und bellend und knurrend hinter mir herkamen. Gemeinsam konnten wir sie dann letztendlich vertreiben.
    Heute haben uns unsere Gastgeber wieder zum Busbahnhof gefahren, von dem unsere Reise für das Wochenende wieder nach Montevideo führt, bevor wir über den Westen wieder in den Norden Uruguays reisen.
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  • Montevideo - Teil 2: Karneval

    23 Februari 2020, Uruguay ⋅ ☀️ 22 °C

    Bei unserem zweiten Aufenthalt in Montevideo wollten wir unser Versäumnis vom ersten Besuch in der Stadt wieder gutmachen. Wir hatten zwar einige Hinweise auf den Karneval erhalten - zum Beispiel, dass er gerade stattfindet und dass es verschiedene Gruppen gibt, die an verschiedenen Abenden auftreten und an einem Wettbewerb teilnehmen - und auch gesehen - Tribünen an Straßen - oder gehört - Trommeln -, nur Auftritte oder Shows oder irgendwas anderes haben wir nie mitbekommen. Nach einigen Recherchen haben wir herausgefunden, dass es mehrere Bühnen in Montevideo gibt, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Von einigen Bühnen kann im Internet sogar herausgefunden werden, welche Gruppen an welchen Abenden auftreten. Damit waren wir schon deutlich weiter als beim ersten Besuch!! Da wussten wir... nix. Und auch in der Touristen-Information gab es genau 0 Angaben zum Karneval außer: „findet in der ganzen Stadt statt“... okay....
    Am ersten Tag haben wir uns das Karneval-Museum als Tagesziel ausgesucht. Und siehe da: die haben auch eine Bühne (die nicht im Internet zu finden war und einen Block von der Touristen-Information weg ist). In dem kleinen Museum konnten wir einen ersten Eindruck vom Spektakel des 40-tägigen Karneval-Wertbewerbs bekommen und waren schnell davon begeistert ohne überhaupt einen Auftritt einer Gruppe live gesehen zu haben.
    An unserem ersten Abend in der Stadt wollten wir eine Bühne finden, die wir uns herausgesucht haben. Blöderweise gibt es aber zweimal in Montevideo den „Plaza 1o de Mayo“ (zumindest wenn man Google Maps fragt).... wir waren natürlich am falschen. Also suchten wir noch ein wenig und fanden etwas, das auch wie Karneval aussah: eine kleine Bühne an einem öffentlichen Platz, auf dem eine Gruppe ihre Show zeigte. Das hatte richtig Spaß gemacht zuzuschauen und wir waren endgültig angefixt mehr zu sehen. Am Ende des Auftrittes fing es leicht an zu regnen und wir machten uns auf den Rückweg.
    An den nächsten drei Abenden besuchten wir einmal den richtigen Plaza und zweimal die Bühne am Karneval-Museum und haben insgesamt 14 Gruppen gesehen. Diese zum Teil sehr beeindruckenden Darbietungen (verstanden haben wir ja kaum etwas) waren farbenfroh, lustig und mitreißend. Am zweiten Abend haben wir sogar noch einmal die Gruppe von der mobilen Bühne gesehen, und damit die Gewissheit, dass das tatsächlich zum Karneval gehörte und kein Zufall war.
    Schade, dass von dem Ablauf so wenig Informationen zu finden sind, wo das ganze Spektakel doch so toll und interessant ist. Der Karneval in Montevideo ist definitiv empfehlenswert und eine Reise in die Stadt lohnt sich aus meiner Sicht in der Zeit immer. :)
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