Hadrianopolis in Albanien
18. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 18 °C
Unweit der Strasse von Gjirokastra nach Saranda, verborgen in der weiten Dropull-Ebene, liegen die Ruinen von Hadrianopolis, einer antiken Stadt, die Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert n. Chr. gründete. Sie ersetzte vermutlich das ältere Antigoneia, das durch ein Erdbeben zerstört worden war, und diente als regionales Zentrum römischer Verwaltung und Kultur in der Provinz Epirus nova.
Das Herzstück der Ausgrabung ist das halb restaurierte Amphitheater, in dem einst mehrere Tausend Zuschauer dramatische Darbietungen, Reden oder rituelle Spiele verfolgten. Ringsum zeugen Mauerreste, Fundamente und verstreute Säulen von einer untergegangenen urbanen Struktur, die einst Thermen, Foren und Tempel beherbergte.
Die Lage der Stadt – zwischen Bergen und Flussläufen, eingebettet in fruchtbares Land – wirkt wie eine bewusste Komposition römischer Stadtplanung mit der albanischen Natur. Heute herrscht hier Stille. Nur der Wind und gelegentlich das Rascheln von Eidechsen begleiten den Spaziergang durch die Ruinen, über die der Zahn der Zeit ebenso hinweggegangen ist wie das Interesse früherer Jahrhunderte.
Hadrianopolis ist ein stilles Monument römischer Macht, zugleich aber auch ein poetischer Ort des Übergangs – zwischen Antike und Gegenwart, Stein und Erinnerung.
Hinweis für Reisende:
Die Stätte liegt etwas abseits und ist über einen Feldweg erreichbar. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Tafeln vor Ort geben erste Hinweise zur Geschichte, ein Besuch mit historischem Hintergrundwissen jedoch vertieft das Erlebnis erheblich.
Hashtags:
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Liqeni i Doftisë
18. maj 2025, Albanien ⋅ ⛅ 19 °C
Der Liqeni i Doftisë ist ein malerischer See in der Nähe des Dorfes Libohovë im Süden Albaniens, unweit der historischen Stadt Gjirokastër. In den letzten Jahren hat sich der See zu einem beliebten Ziel für Natur- und Abenteuerliebhaber entwickelt. 
Natürliche Schönheit und Aktivitäten
Der See ist von einer unberührten Landschaft umgeben, die sich ideal für Aktivitäten wie Schwimmen, Angeln, Wandern und Picknicken eignet. In der Nähe bietet der Campingplatz „Camping Doftia“ in Bulo eine ruhige Rückzugsmöglichkeit mit biologischer Verpflegung und Zugang zu nahegelegenen Wasserfällen, darunter die des Flusses Suha. 
Abenteuerliche Erlebnisse
Für Abenteuerlustige werden Offroad-Touren mit Buggys angeboten, die vom Dorf Asim Zeneli zum See führen. Diese etwa 2,5-stündigen Touren kombinieren Fahrspaß mit kulturellen Einblicken, darunter Besuche von Bunkeranlagen aus der kommunistischen Ära und Picknicks am Seeufer mit lokalen Spezialitäten. 
Touristische Bedeutung
Liqeni i Doftisë hat sich zu einem Anziehungspunkt für Touristen entwickelt, insbesondere für jene, die abseits der üblichen Pfade reisen möchten. Die Kombination aus natürlicher Schönheit, kulturellem Erbe und Abenteueraktivitäten macht den See zu einem lohnenswerten Reiseziel in Südalbanien.Læs mere
Wanderweg um den Syri Kaltër in
18. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 19 °C
Syri i Kaltër – Das magische Blau Albaniens
Ein Ort wie aus einem Märchen: Der Syri i Kaltër („Blaues Auge“) liegt in Südalbanien nahe Saranda und gehört zu den spektakulärsten Naturwundern des Landes. Aus einer über 50 Meter tiefen Karstquelle schiesst eiskaltes, kristallklares Wasser empor – in einem faszinierenden Farbspiel aus Türkis, Azur und Smaragdgrün.
Das Geheimnis der intensiven Farbe?
Lichtbrechung im glasklaren Quellwasser, kombiniert mit einem hellen Kalksteinboden und grosser Tiefe. Die Quelle hat eine konstante Temperatur von rund 12,8 °C und ist von dichter, mediterraner Vegetation umgeben. Seit 2022 steht das Gebiet unter Naturschutz.
Am Rand des Wassers wächst der exotische Zylinderputzer (Callistemon citrinus) – eine ursprünglich australische Pflanze mit leuchtend roten Blüten, die das Farberlebnis visuell vollendet.
Ein Ort wie der deutsche Blautopf – nur wilder, wärmer und ursprünglicher.
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Syri i Kaltër
18. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 19 °C
Der Syri i Kaltër (auf Deutsch: „Das blaue Auge“) ist eine der beeindruckendsten Natursehenswürdigkeiten Albaniens. Er liegt in der Nähe der Stadt Saranda im Süden des Landes und ist eine karstische Quelle, aus der kristallklares Wasser mit grossem Druck aus der Tiefe an die Oberfläche strömt. Die Quelle ist von üppiger Vegetation umgeben und bildet ein natürliches Becken, das in faszinierenden Blau- und Türkistönen leuchtet – daher der Name „Blaues Auge“.
Warum ist das Wasser so exotisch blau?
Die leuchtend blaue Farbe entsteht durch ein Zusammenspiel aus mehreren natürlichen Phänomenen:
1. Tiefe und Klarheit: Das Quellloch ist über 50 Meter tief – genaue Messungen sind schwierig, weil Taucher wegen des hohen Wasserdrucks nicht sehr tief vordringen konnten. Durch die Tiefe erscheint das Wasser im Zentrum besonders dunkelblau.
2. Reines Quellwasser: Das Wasser stammt aus unterirdischen Kalksteinschichten und ist ausserordentlich rein. Weil kaum Schwebstoffe vorhanden sind, können Lichtstrahlen tief eindringen.
3. Lichtbrechung und Streuung: Sonnenlicht dringt ins Wasser ein, wird dort gebrochen und in verschiedenen Wellenlängen gestreut. Besonders blaue Lichtanteile werden dabei zurückgeworfen und vom Auge stärker wahrgenommen.
4. Heller Kalksteinboden: Der helle Boden reflektiert zusätzlich das Licht und verstärkt die Leuchtkraft der Farben.
So entsteht das typische, exotisch wirkende Farbenspiel aus Türkis, Azurblau und Smaragdgrün – fast wie in einer tropischen Lagune.
Botanische Schönheit vor Ort
Am Rande des Syri i Kaltër wächst zwischen anderen mediterranen Pflanzen auch der Zylinderputzer (Callistemon citrinus), eine ursprünglich australische Zierpflanze aus der Familie der Myrtengewächse. Mit ihren leuchtend roten, bürstenförmigen Blüten bildet sie einen lebhaften Kontrast zum türkisblauen Wasser. Ihre Anwesenheit unterstreicht die Vielfalt und Schönheit dieses besonderen Ortes, wo Naturkräfte, Farben und Formen auf eindrucksvolle Weise zusammentreffen.Læs mere
Kisha e Manastirit të Shën Kollit
18. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 19 °C
Die Klosterkirche des Heiligen Nikolaus (albanisch: Kisha e Manastirit të Shën Kollit) in Mesopotam, nahe Saranda im Süden Albaniens, zählt zu den bedeutendsten byzantinischen Sakralbauten des Landes. 
Historischer Hintergrund
Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins Jahr 1224 zurück. Es wurde als stauropegisches Kloster gegründet, was bedeutet, dass es direkt dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel unterstand und somit von der lokalen bischöflichen Jurisdiktion unabhängig war. Diese Sonderstellung wurde im 14. Jahrhundert durch ein Dekret des Patriarchen Johannes Glykys bestätigt, nachdem der Bischof von Chimara erfolglos versucht hatte, seine Autorität über das Kloster auszuweiten. 
Der Standort des Klosters weist auf eine noch ältere Besiedlung hin. Archäologische Funde belegen, dass die Klosterkirche auf den Fundamenten eines antiken Tempels errichtet wurde. Dabei wurden Bauelemente aus der hellenistischen Epoche (3.–4. Jahrhundert v. Chr.) wiederverwendet, darunter ein Stein mit der Inschrift „Menelau“, der möglicherweise auf den spartanischen König Menelaos verweist.  
Architektur und Besonderheiten
Die Klosterkirche zeichnet sich durch ihre einzigartige Architektur aus. Ursprünglich verfügte sie über zwei gleich grosse Apsiden, was auf die Nutzung durch zwei christliche Riten – den orthodoxen und den katholischen – hindeutet. Zudem war die Kirche von einer kreisförmigen Mauer mit sieben Türmen umgeben, von denen heute nur noch einer erhalten ist.  
Besonders bemerkenswert sind die Reliefs an den Aussenwänden der Kirche, die unter anderem Löwen und drachenähnliche Wesen darstellen. Diese Darstellungen könnten symbolische Bezüge zur antiken Mythologie haben, etwa zur Geschichte von Laokoon, der von Schlangen getötet wurde.
Restaurierung und aktueller Zustand
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach beschädigt, insbesondere durch Erdbeben in den Jahren 1793 und 1845. Dabei wurden Teile der Struktur zerstört und später erneuert, wobei unter anderem eine der beiden ursprünglichen Apsiden durch eine grössere ersetzt wurde. 
Während der osmanischen Herrschaft wurde das Kloster in eine Moschee umgewandelt, wobei die ursprünglichen Fresken übermalt wurden. In der kommunistischen Ära Albaniens erlitt das Gebäude weitere Schäden. Seit 2021 laufen Restaurierungsarbeiten, die von der Europäischen Stiftung für byzantinische und postbyzantinische Denkmäler in Zusammenarbeit mit dem albanischen Kulturministerium durchgeführt werden. Im Jahr 2024 wurde die erste Phase abgeschlossen, bei der spätere Putz- und Kalkschichten entfernt wurden.  
Zugang und Besuch
Die Klosterkirche ist heute eingezäunt und in der Regel verschlossen. Besichtigungen sind jedoch nach vorheriger Absprache mit dem örtlichen orthodoxen Priester möglich. Einmal jährlich, im Mai, findet ein Fest zu Ehren des Heiligen Nikolaus statt, bei dem die Kirche für Besucher geöffnet wird.  
Lage und Umgebung
Mesopotam liegt etwa 27 Kilometer nordöstlich von Saranda im Bezirk Vlorë. Die Region ist reich an historischen Stätten, darunter die antike Stadt Phoinike und die Ruinen von Butrint, einem UNESCO-Weltkulturerbe.  
Weitere Informationen
Für vertiefende Studien empfiehlt sich die Monografie „Shën Kolli Mesopotam, Sarandë“ von Aleksandër Meksi, die eine umfassende Analyse der Architektur und Geschichte des Klosters bietet. Læs mere
Erste Eindrücke aus Saranda
18. maj 2025, Albanien ⋅ 🌙 16 °C
Saranda, gelegen an der südlichen Küste Albaniens am Ionischen Meer, ist das Herzstück der sogenannten albanischen Riviera. Mit rund 20’000 Einwohnern und einer bedeutenden griechischen Minderheit ist die Stadt ein kultureller Schmelztiegel mit jahrtausendealtem Erbe.
Bereits in der Antike war Saranda unter dem Namen Onchesmos ein wichtiger griechischer Handelshafen. In der römischen Zeit wurde die Stadt weiter ausgebaut, wie Ruinen, Thermen und Straßenreste belegen. Später errichteten byzantinische Christen die Basilika der Vierzig Märtyrer (Agioi Saranta), nach der die Stadt benannt ist.
Während der kommunistischen Herrschaft unter Enver Hoxha wurde Saranda zur geschlossenen Militärzone erklärt. Der Tourismus war verboten, die Stadt stark militarisiert. Gleichzeitig wurden alte Kirchen zerstört oder entweiht – Ausdruck der atheistischen Staatsdoktrin jener Zeit. Dennoch blieb Saranda ein strategisch wichtiger Ort nahe der griechischen Grenze.
Sehenswürdigkeiten und Tipps:
• Butrint: UNESCO-Weltkulturerbe, mit griechisch-römischer Akropolis, Theater und venezianischer Festung.
• Ksamil-Inseln: Idyllische Badebuchten mit weissem Sand und kristallklarem Wasser.
• Lëkurësi-Burg: Erbaut im 16. Jahrhundert mit grandiosem Blick über Stadt, Meer und Korfu.
• Synagoge von Saranda: Reste einer spätantiken jüdischen Gemeinde, später als frühchristliche Basilika genutzt.Læs mere
Aussichtspunkt bei Ksamil
19. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 22 °C
Butrint
19. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 22 °C
Butrint und die Kultstätte des Aesculapius
I. Die antike Stadt Butrint – ein sakrales Zentrum in Epirus
Butrint (altgriechisch: Βουθρωτόν, lateinisch: Buthrotum) war eine bedeutende antike Stadt an der Küste des heutigen Südalbaniens. Gelegen an einer Lagune gegenüber der Insel Korfu, war sie seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. ein kultureller, wirtschaftlicher und religiöser Mittelpunkt des Epirus. In römischer Zeit wurde Butrint zum municipium, später zum Bischofssitz und blieb bis ins Spätmittelalter hinein bewohnt.
Der archäologische Park von Butrint umfasst heute eine Vielzahl gut erhaltener Monumente, darunter:
• ein griechisch-römisches Theater,
• römische Thermenanlagen,
• eine byzantinische Basilika,
• ein Baptisterium mit aufwendigem Mosaikboden,
• sowie die Überreste eines Tempels, der dem Gott Aesculapius geweiht war.
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II. Der Aesculapius-Tempel von Butrint
Unweit des Theaters befindet sich die Kultstätte des Aesculapius, des antiken Gottes der Heilkunst. Sie stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und war eines der wichtigsten Heiligtümer der Stadt. Der Tempel stand oberhalb der Agora und war durch eine Treppe mit ihr verbunden.
Merkmale der Stätte:
• Struktur: Ein kleiner Peripteros mit naos (Tempelinnerem) und pronaos (Vorhalle), errichtet aus lokalem Kalkstein.
• Funktion: Diente nicht nur dem Kult, sondern war auch ein Ort der Inkubation – Pilger übernachteten im Tempel in der Hoffnung, Aesculapius würde ihnen im Traum erscheinen und Heilung spenden.
• Votivfunde: Archäologen fanden zahlreiche Votivgaben, darunter Terrakottaabbildungen von Körperteilen, Münzen und Statuetten – deutliche Hinweise auf eine rege Heiltätigkeit.
• Heilige Quelle: Vermutlich befand sich in unmittelbarer Nähe eine Quellfassung, wie sie für Asklepios-Heiligtümer typisch war. Wasser galt als reinigend und heilend.
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III. Aesculapius – der Gott der Heilkunst
Aesculapius ist die römische Form des griechischen Asklepios (Ἀσκληπιός). Er war der Sohn des Apollon und der Koronis und galt als göttlicher Arzt, der sowohl körperliche als auch seelische Leiden zu heilen vermochte.
Herkunft und Mythos:
• Der Legende nach wurde Asklepios vom Zentauren Chiron in der Heilkunst unterwiesen.
• Mit der Zeit wurde er so mächtig, dass er sogar Tote zum Leben erwecken konnte – was Zeus verärgerte, der ihn mit einem Blitz tötete.
• In Rom wurde Aesculapius ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. offiziell verehrt, insbesondere im Zusammenhang mit Seuchen und Epidemien.
Attribute:
• Stab mit Schlange (Asklepiostab): Die Schlange symbolisiert Regeneration, Heilkraft und Mysterien.
• Oft dargestellt als bärtiger Mann in einem langen Gewand mit ernster, wissender Miene.
Kultpraxis:
• Inkubation (Traumheilung): Die Gläubigen verbrachten eine Nacht im Tempel (z. B. in Epidauros oder Butrint), um im Traum Heilung zu erfahren.
• Opfergaben und Rituale: Tieropfer, Reinigungen mit Wasser, Gebete, später auch medizinische Behandlungen im Umfeld der Heiligtümer.
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IV. Bedeutung der Kultstätte in Butrint
Die Präsenz eines Asklepios-Tempels in Butrint unterstreicht die religiöse und therapeutische Bedeutung der Stadt im antiken Epirus. Er war ein Ort der Hoffnung und spirituellen Erneuerung für Menschen aus dem weiteren Umfeld – auch aus dem heutigen Griechenland, Süditalien und Illyrien.
Die Verbindung von Theater, Tempel und Agora zeigt ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit, in dem körperliches Wohlbefinden, emotionale Katharsis (z. B. durch Theateraufführungen) und geistige Läuterung zusammenwirkten. In diesem Sinne war Butrint nicht nur ein Ort archäologischer Schönheit, sondern auch ein heiliger Ort des Lebens und der Wiederherstellung.Læs mere
Butrint, 2. Teil
19. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 21 °C
Butrint – Sakrale Spuren zwischen Stein und Quelle
Die Grosse Basilika und das Nymphäum – zwei Monumente als Spiegel einer Stadt zwischen Heilung, Glaube und römischer Ingenieurskunst
Im Süden Albaniens, wo das Ionische Meer sanft auf die Lagune von Butrint trifft, liegt eine Stätte, die seit über zweitausend Jahren Menschen in ihren Bann zieht. Butrint – antikes Bouthroton – war einst ein pulsierendes Zentrum griechischer, römischer und byzantinischer Kultur. Zwei Bauwerke stechen dabei in besonderer Weise hervor: die Grosse Basilika, Sinnbild der christlichen Umformung der Stadt, und das Nymphäum, eine römische Quellarchitektur von kultischer Tiefe und technischer Raffinesse.
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Die Grosse Basilika – Ausdruck christlicher Macht und liturgischer Pracht
Errichtet in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. unter dem Einfluss des byzantinischen Kaiserhofs, zählt die Grosse Basilika zu den grössten frühchristlichen Kirchenbauten des Balkans. Sie diente als Bischofskirche, als Ort der Synoden, Prozessionen und sakralen Weihehandlungen. Ihre drei Schiffe, getrennt durch Arkaden mit bis zu fünf Meter hohen Säulen, mündeten in eine polygonale Apsis, in der einst der Altar stand.
Der Boden war geschmückt mit feinem Opus-sectile und Mosaiken, deren Reste noch heute von der einstigen Pracht künden. Licht fiel durch Fensteröffnungen auf weisslichen Kalkstein, der mit Wandmalereien und Marmorverkleidung kombiniert war. Der Bau überlagerte teilweise römische Strukturen – ein Hinweis auf die sakrale Kontinuität des Ortes.
Auch nach dem Niedergang der Spätantike blieb die Basilika in Funktion: Umbauten im 9. Jahrhundert und eine Nutzung bis ins 16. Jahrhundert belegen ihre fortdauernde Bedeutung. Heute erhebt sich ihre Ruine still und majestätisch unter Pinien – ein steinernes Echo jener Zeit, als Butrint ein Zentrum des Christentums in Epirus war.
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Das Nymphäum – Wasserheiligtum zwischen Technik und Theologie
Nur wenige Schritte entfernt vom liturgischen Zentrum liegt das Nymphäum von Butrint, ein römisches Bauwerk aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., das weit mehr als ein Brunnen war. Nymphäen waren in der römischen Welt kultische Stätten zu Ehren der Nymphen, weiblicher Quellgeister, die für Fruchtbarkeit, Gesundheit und Reinheit standen. In Butrint verband sich der Kult mit dem praktischen Bedürfnis nach frischem Wasser – gespeist durch einen sorgfältig geführten Aquädukt.
Architektonisch bestand das Nymphäum aus einer halbrunden, mit Marmorplatten verkleideten Nische, flankiert von Pilastern und überhöht durch eine dekorierte Aedicula, in der möglicherweise eine Statue des Apollo, des Asklepios oder einer Nymphe stand. Diese Kombination aus Wasserbecken, architektonischer Umrahmung und kultischer Bedeutung macht das Nymphäum zu einem Ort, an dem sich Technik und Religion auf eindrucksvolle Weise begegneten.
Die Nähe zum Asklepios-Heiligtum auf der Akropolis verweist zudem auf ein medizinisch-religiöses Netzwerk innerhalb der Stadt. Das Wasser wurde nicht nur getrunken, sondern auch zur rituellen Reinigung verwendet – ein Vorgang, der Körper und Seele gleichermassen betraf.
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Ein Ensemble der Übergänge
Die Grosse Basilika und das Nymphäum stehen sinnbildlich für zwei Zeitebenen, zwei Weltbilder – und doch gehören sie zu einem gemeinsamen Stadtkörper. Die eine erzählt von Kirche, Ritual und Glaubensgewissheit, die andere von Quellkraft, Göttlichkeit und römischem Lebensgefühl. In Butrint flossen diese Elemente zusammen – in Stein, in Wasser, in Liturgie.
Der Besucher, der heute die stillen Mauern durchschreitet, begegnet nicht nur Ruinen, sondern der lebendigen Topografie einer spirituellen Stadt, in der Wasser und Weihrauch, Marmorglanz und Gebet eine Einheit bildeten. Butrint erinnert uns daran, dass auch unter verfallenen Bögen und verwitterten Reliefs eine Stimme spricht – die Stimme einer Kultur, die in ihrer Zeit weit über das Sichtbare hinauswies.
Das Löwentor von Butrint (albanisch: Porta e Luanit) ist eines der markantesten und symbolträchtigsten Bauwerke der antiken Stadt Butrint. Es vereint militärische Architektur, mythische Symbolik und die Schichten einer Jahrhunderte alten Stadtgeschichte.
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1. Lage und Funktion
• Das Löwentor liegt im westlichen Abschnitt der antiken Stadtmauer von Butrint, unweit des römischen Theaters und des Asklepios-Heiligtums.
• Es war ein Nebentor, das den Zugang zur Stadt über einen kleinen Hafen oder eine Anlegestelle ermöglichte – vermutlich für kleinere Boote, die die Lagune befuhren.
• Trotz seiner Nebentorfunktion war es stark befestigt, mit einem massiven Gewölbe und dickem Mauerwerk aus grossen, regelmäßig gefügten Quadersteinen.
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2. Die Löwenrelief-Platte
• Das Tor trägt seinen Namen von einer eingemauerten Steinplatte mit einem reliefierten Löwen, der einen Stier zerreisst.
• Das Relief stammt vermutlich aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und wurde später – im 4. Jahrhundert v. Chr. – sekundär verbaut, also spolienartig in das Tor eingefügt.
• Der Löwe war ein beliebtes Symbol in der griechischen und römischen Welt – er steht für Stärke, Schutz und königliche Macht.
• Die Darstellung eines Löwen, der ein anderes Tier zerreisst, verweist möglicherweise auf die Idee der Stadt als überlegene Macht oder auf die Abwehr von Feinden – eine bildhafte Warnung an jeden, der feindlich durch dieses Tor eintreten wollte.
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3. Baugeschichte und Einordnung
• Das Tor wurde ursprünglich im 4. Jahrhundert v. Chr. im Zuge der hellenistischen Stadtmauer errichtet, einer Phase intensiver urbanistischer Entwicklung in Butrint.
• Die Mauer bestand aus isodomem Mauerwerk, also regelmässig gefügten Steinquadern, wie es für die griechische Befestigungsarchitektur jener Zeit typisch war.
• Später – unter römischer und byzantinischer Herrschaft – wurde das Tor mehrfach repariert und verstärkt, blieb aber in seiner Struktur erhalten.
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4. Symbolik und heutige Bedeutung
• Das Löwentor ist nicht nur ein archäologisches Relikt, sondern ein identitätsstiftendes Monument für Butrint. Es steht heute sinnbildlich für die Stadt selbst und ist ein beliebtes Fotomotiv.
• In der archäologischen und kunsthistorischen Deutung gilt das Tor als Beispiel für die Integration älterer mythischer Bildwelten in funktionale Stadtarchitektur.
• Die gewählte Darstellung – ein triumphierender Löwe – kann auch als Anspielung auf den mythischen Schutz der Stadt durch göttliche Mächte verstanden werden, vergleichbar mit der Funktion von Gorgoneion oder Chimären in anderen antiken Toranlagen.Læs mere
Am Ionischen Meer
19. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 19 °C
Ein Strand bei Ksamil am Ionischen Meer
St Georg, nördlich von Saranda
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 23 °C
Manastiri i Shën Mërisë in Kakome
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 21 °C
Der Manastiri i Shën Mërisë in Kakome ist ein bedeutendes Beispiel für die sakrale Architektur des 17. Jahrhunderts in Südalbanien. Etwa 10 bis 14 Kilometer nördlich von Saranda gelegen, erhebt sich das Kloster auf einem Hügel oberhalb der malerischen Bucht von Kakome, nahe dem Dorf Lukovë. 
Architektur und Struktur
Die Klosterkirche wurde im 17. Jahrhundert errichtet und zeichnet sich durch einen kreuzförmigen Grundriss mit drei Apsiden und einer zentralen Kuppel aus. Der Naos ist durch einen hölzernen Ikonostas vom Altarraum getrennt. Trotz der schmalen Proportionen wirkt der Innenraum geräumig. Vier innere Säulen bilden eine quadratische Basis, auf der die achteckige Kuppel ruht. Die Seitenapsiden sind mit zylindrischen Gewölben bedeckt, die sich zum zentralen Schiff öffnen. Die Kirche verfügt über vier Fenster in den Seitenapsiden und drei kleine Fenster im Altarbereich. Das Dach ist mit Ziegeln gedeckt und weist über den nördlichen und südlichen Apsiden eine höhere Neigung auf, was an die Bauweise von Basiliken mit Kuppeln erinnert. 
Historische Bedeutung
Im Jahr 1672 wurde die Kirche von dem Maler Mihal Jerma mit Wandmalereien versehen. Eine Inschrift in albanischer Sprache, verfasst in griechischer Schrift, gilt als eines der frühesten bekannten Beispiele dieser Art. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche von der deutschen Luftwaffe zerstört. Ein wertvolles Evangelium, geschrieben auf 500 Seiten Kalbsleder, wurde entwendet und befindet sich heute im Louvre in Paris. Die Glocke des Klosters wurde 1695 vom König von Neapel gestiftet und trug die Inschrift “Gewidmet den Kapitänen von Lukovë”, da das Kloster zu jener Zeit zur Gemeinde Lukovë gehörte. 
Aktueller Zustand und Besuch
Heute sind die Kirche und zwei weitere Gebäude des Klosterkomplexes erhalten geblieben, während andere Strukturen verfallen sind. Der Manastiri i Shën Mërisë ist ein bedeutendes kulturelles Monument Albaniens und zieht sowohl Pilger als auch Touristen an, die sich für die reiche Geschichte und Architektur des Landes interessieren. 
Für Besucher bietet sich die Gelegenheit, die beeindruckende Architektur und die historische Atmosphäre des Klosters zu erleben. Die Lage oberhalb der Bucht von Kakome bietet zudem einen atemberaubenden Blick auf das Ionische Meer.Læs mere
Österr. Soldatenfriedhof St. Vasil
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 21 °C
Der österreichische Soldatenfriedhof in Shën Vasil (albanisch: Varrezat e ushtarëve austriakë në Shën Vasil) befindet sich im gleichnamigen Dorf in der Nähe von Saranda im Süden Albaniens. Er erinnert an österreichisch-ungarische Soldaten, die während des Ersten Weltkriegs in dieser Region ums Leben kamen. 
Historischer Hintergrund
Während des Ersten Weltkriegs wurden zahlreiche österreichisch-ungarische Soldaten von italienischen Truppen gefangen genommen und in Südalbanien zur Zwangsarbeit eingesetzt, insbesondere beim Bau der Küstenstrasse zwischen Vlorë und Saranda. Viele von ihnen starben an Krankheiten wie der Spanischen Grippe oder an den Strapazen der Arbeit und wurden in Massengräbern beigesetzt.
In Shën Vasil wurden über 50 dieser Soldaten begraben. Die lokale Bevölkerung erinnert sich bis heute an diese Ereignisse, und es existiert ein Ort namens „Varri i Austriakut“ (Grab des Österreichers) in der Nähe des Dorfes Piqeras, der an diese Zeit erinnert. 
Das Denkmal
Im Jahr 2000 errichtete der lokale Steinmetz Minello Rroshi auf eigene Initiative ein Denkmal, um die Erinnerung an die gefallenen Soldaten zu bewahren. Das Denkmal trägt die Inschrift: „In diesem Ort ruhen die Überreste mehrerer Dutzend österreichischer Soldaten, gefallen während des Ersten Weltkriegs.“ 
Für sein Engagement wurde Rroshi vom österreichischen Parlament mit der höchsten Auszeichnung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes geehrt und in die gleichnamige Organisation aufgenommen. 
Bedeutung heute
Der Friedhof und das Denkmal sind heute ein Ort des Gedenkens und werden insbesondere von österreichischen Touristen besucht, die die Geschichte ihrer Vorfahren nachvollziehen möchten. Die Anlage steht symbolisch für die Versöhnung und das Gedenken an die Opfer des Krieges.Læs mere
Am Strand
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 19 °C
Lukovë
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 19 °C
Aussichtspunkt nach Lukovë
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 19 °C
Kisha e Shën e Premtes, Lukovë
20. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 19 °C
Kisha e Shën e Premtes (Kirche der Heiligen Freitag) in Lukovë, einem Dorf in der Nähe von Himarë, Albanien, zu sehen.
Beschreibung der Kirche:
• Baustil:
Die Kirche ist ein typisches Beispiel für die ländliche Sakralarchitektur Südalbaniens. Sie besteht aus Natursteinmauerwerk, einem kleinen Apsidenanbau im Osten und einem zylindrischen, pink verputzten Tambour mit schmalem Fenster, der auf eine Kuppel hinweist.
• Lage:
Eingebettet in einen lichten Olivenhain mit Blick auf das Meer. Die Abgeschiedenheit und Einfachheit der Kirche verleihen ihr einen besonderen spirituellen Reiz.
• Geschichte:
Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist der Heiligen Freitag (albanisch: Shën e Premte) geweiht – einer Heiligenfigur, die in der byzantinischen Tradition mit Heilung und Fürbitte verbunden ist (in Griechenland bekannt als Agia Paraskevi).
Während der kommunistischen Diktatur Albaniens wurde die Kirche, wie viele andere religiöse Bauten, entweiht und verfiel zunehmend. Die Glocke, ein Geschenk des Königs von Neapel aus dem Jahr 1695, wurde zerstört.
• Restaurierung:
In den letzten Jahren wurde die Kirche behutsam restauriert und ist heute ein kleines, aber bedeutendes Kulturdenkmal. Ihre Schlichtheit und Lage machen sie zu einem ruhigen Ziel für spirituell und historisch interessierte Besucherinnen und Besucher.Læs mere
Einkehr in einer Konditorei in Saranda
21. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 23 °C
Albanische Mehlspeisen bzw Desserts können mit österreichischen und böhmischen an Schmackhaftigkeit und Raffinesse mithalten.
Manastiri i Shën Gjergjit, 1
21. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 23 °C
Das Kloster St. Georg (albanisch: Manastiri i Shën Gjergjit) ist ein bedeutendes orthodoxes Kloster in Südalbanien, gelegen auf dem Dema-Hügel zwischen Saranda und Ksamil. Es bietet einen beeindruckenden Ausblick auf das Ionische Meer im Westen und den Butrint-See im Osten.  
Historischer Hintergrund und Architektur
Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert umfassend restauriert. Es besteht aus zwei Kirchen und mehreren Nebengebäuden, umgeben von einer schützenden Mauer, die dem Komplex das Aussehen einer Festung verleiht. Die Hauptkirche ist dem heiligen Georg gewidmet und zeichnet sich durch eine ikonische Ikonostase aus Ziegelstein aus. 
Lage und Erreichbarkeit
Das Kloster befindet sich etwa 9 Kilometer südlich von Saranda, auf halbem Weg nach Ksamil. Es ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher können den Bus nach Butrint nehmen und den Fahrer bitten, an der Abzweigung zum Kloster zu halten. Von dort führt ein etwa 500 Meter langer Weg bergauf zum Kloster.  
Besuch und Bedeutung
Das Kloster St. Georg ist ein geschütztes Kulturdenkmal Albaniens und ein bedeutendes Zeugnis der orthodoxen Klostertradition des Landes. Es ist ein beliebtes Ziel für Besucher, die sich für Geschichte, Architektur und spirituelle Orte interessieren. Der Ort bietet nicht nur kulturelle Einblicke, sondern auch eine ruhige Atmosphäre und beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Landschaft. 
Für Reisende, die die Region erkunden möchten, bietet das Kloster St. Georg eine lohnenswerte Station zwischen Saranda und Ksamil.
LEIDER WAR DIE ANLAGE IM MAI 2025 NICHT OHNE WEITERS ZUGÄNGLICH.
Beharrlichkeit hat sich aber gelohnt.Læs mere
Manastiri i Shën Gjergjit, 2
21. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 22 °C
Auf dem Dema-Hügel erhebt sich das Kloster St. Georg (albanisch Manastiri i Shën Gjergjit) als befestigter Sakral- und Wohnkomplex, knapp neun Kilometer südlich von Saranda und wenige Fahrminuten nördlich von Ksamil. Von den Mauern her bietet sich ein gleichermassen majestätischer Blick über das Ionische Meer westwärts und über den Butrint-See ostwärts. Das Kloster gilt seit 1970 als geschütztes Kulturdenkmal Albaniens.
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Historische Entwicklung
• 17. Jahrhundert – Erste schriftliche Erwähnungen; zeitgenössische Quellen berichten von Stiftungen des Klosters an Schulen und Gemeinwesen.
• 14. Jahrhundert (Rekonstruktionsphase der Hauptkirche) – Archäologische Befunde belegen eine frühere, byzantinische Bausubstanz, die während dieser Periode erneuert wurde.
• Kommunistische Ära – Nutzung als Grenz- und Flakstellung; zahlreiche Fresken wurden beschädigt oder übertüncht.
• 2006 – 2010 – Vollständige Restaurierung durch die autokephale orthodoxe Kirche Albaniens, Rückführung an die Glaubensgemeinde.
Obwohl viele Wandmalereien durch Feuchtigkeit und Ikonoklasmus stark gelitten haben, lassen sich Fragmente einer Deësis-Darstellung sowie Apostelfresken im Naos erkennen. Die hölzerne Ikonostase präsentiert vergoldete Tafeln aus dem 19. Jahrhundert, deren Malerei den Einfluss der ionischen Schule verrät.
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Religiöse Bedeutung
Der heilige Georg gilt in Albanien als Patron der Hirten, Soldaten und der Frühjahrsfruchtbarkeit. Sein Festtag am 23. April wird auf dem Hügele innert einer Panigyri-Prozession mit Pilgerinnen und Pilgern aus der gesamten Region begangen.
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Lage, Zugang und Infrastruktur
• Anreise: Linienbus Saranda–Butrint, Ausstieg bei der Abzweigung «Manastiri». Von dort führt ein rund 500 Meter langer, steiniger Weg bergauf; Motorräder oder Autos lassen sich am Strassenrande parkieren.
• Zustand der Zufahrtsstrasse: Schlaglöcher erfordern gemächliches Tempo; wer mit Roller oder Velo unterwegs ist, sollte das Gefährt unten parkieren, um die restliche Strecke zu Fuss zurückzulegen.Læs mere
Phoinike (Φοινίκη), Finiq
21. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 22 °C
Archäologischer Park von
Lage:
Nahe der heutigen Gemeinde Finiq, etwa 8 km östlich von Saranda in Südalbanien.
Antiker Name (griechisch):
Φοινίκη (Phoiníkē) – Hauptstadt des chaonischen Stammes in Nordepirus.
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Historische Bedeutung:
• Gründung: 5. Jahrhundert v. Chr.
• Hauptstadt der Χάονες (Chaones), eines der drei Hauptvölker
von Epirus.
• Wichtige Ereignisse:
• Besetzung durch illyrische Truppen unter Königin Τεύτα (Teuta), 231 v. Chr.
• Εἰρήνη τῆς Φοινίκης (Frieden von Phoinike), 205 v. Chr., beendete den Ersten Makedonischen Krieg zwischen Rom und Makedonien.
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Archäologische Stätten und Funde:
• Θέατρον (Theatron) – gut erhaltenes hellenistisches Theater.
• Reste von Tempeln und öffentlichen Gebäuden.
• Βασιλική (Basilikē) und Βαπτιστήριο (Baptistērion) – byzantinische Kirchenbauten.
• Hellenistische Stadtmauer mit zyklopischem Mauerwerk.Læs mere
Phoinike (Φοινίκη), Finiq, 2
21. maj 2025, Albanien ⋅ ☁️ 21 °C
Phoinike (griechisch: Φοινίκη, lateinisch: Phoenice) war eine bedeutende antike Stadt im historischen Epirus, gelegen in der Region Chaonia, im heutigen Südalbanien nahe der modernen Gemeinde Finiq. Sie diente als politisches und kulturelles Zentrum des chaonischen Stammes und spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte der Region.
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🏛️ Historische Bedeutung
Phoinike wurde in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. gegründet und entwickelte sich rasch zu einer der wohlhabendsten Städte des antiken Epirus. Ihre strategische Lage auf einem Hügel mit Blick auf die fruchtbare Ebene machte sie zu einem wichtigen politischen und wirtschaftlichen Zentrum. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt unter der Herrschaft von Pyrrhos von Epirus weiter befestigt und ausgebaut.
Im Jahr 231 v. Chr. wurde Phoinike von illyrischen Truppen unter Königin Teuta eingenommen, was zu einem militärischen Eingreifen der Epiroten führte. Einige Jahre später, 205 v. Chr., wurde in Phoinike der gleichnamige Friedensvertrag zwischen Rom und dem Königreich Makedonien unterzeichnet, der den Ersten Makedonischen Krieg beendete. 
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🏺 Archäologische Funde und Ausgrabungen
Die ersten systematischen Ausgrabungen in Phoinike wurden in den 1920er-Jahren von der italienischen Archäologischen Mission unter der Leitung von Luigi Maria Ugolini durchgeführt. Diese Arbeiten legten bedeutende Strukturen frei, darunter: 
• Ein gut erhaltenes hellenistisches Theater mit einer beeindruckenden Bühnenfront.
• Reste von Tempeln, Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden aus hellenistischer und römischer Zeit.
• Byzantinische Basiliken und ein Baptisterium aus dem 5.–6. Jahrhundert n. Chr.
• Massive Stadtmauern mit bis zu 3,6 m dicken Blöcken, die verschiedene Bauphasen dokumentieren.
Seit 2016 werden die Ausgrabungen von einem italienisch-albanischen Team unter der Leitung von Professor Giuseppe Lepore von der Universität Bologna fortgesetzt. Diese Arbeiten haben weitere Teile der antiken Agora, Wohnviertel und Nekropolen freigelegt. Læs mere
Kalaja e Borshit
22. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 20 °C
KALAJA E BORSHIT
MONUMENT KULTURE
MBROHET NGA SHTETI
Das bedeutet auf Deutsch:
„Burg von Borsh“
„Kulturdenkmal“
„Geschützt durch den Staat“
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Hintergrund zur Burg von Borsh (Kalaja e Borshit)
Die Kalaja e Borshit ist eine historische Festung oberhalb des albanischen Dorfes Borsh, das sich an der südlichen Riviera Albaniens befindet, unweit der Stadt Himara.
Historische Einordnung:
• Die Ursprünge der Burg reichen bis in die Antike zurück, möglicherweise ins 5. Jahrhundert v. Chr., mit späteren Ausbauten in der byzantinischen, mittelalterlichen und osmanischen Zeit.
• Sie wurde in strategisch günstiger Lage auf einem Hügel erbaut, der eine weite Sicht auf die Küste ermöglicht. Damit diente sie sowohl der militärischen Überwachung als auch dem Schutz der Handelswege.
Architektur:
• Die Anlage umfasst Mauern mit Türmen, Überreste von Zisternen, Wohngebäuden und möglicherweise einer kleinen Kirche oder Kapelle.
• Die osmanische Phase hat Spuren hinterlassen, unter anderem durch eine kleine Moschee innerhalb des Burggeländes.
Bedeutung:
• Die Burg ist ein geschütztes Kulturdenkmal Albaniens.
• Sie ist frei zugänglich und ein beliebtes Ziel für Wanderer und kulturhistorisch Interessierte.
• Von der Burg aus hat man einen beeindruckenden Panoramablick auf das Ionische Meer und das darunterliegende Borsh-Tal.Læs mere
Porto Palermo
22. maj 2025, Albanien ⋅ ☀️ 21 °C
An der kurvenreichen Küstenstrasse SH8, eingebettet zwischen den Dörfern Himarë und Qeparo, öffnet sich eine Bucht, die zu den eindrucksvollsten Orten der albanischen Riviera zählt: Porto Palermo. Umgeben von steilen Hängen, duftender Macchia und türkisblauem Meer, ist dieser Ort zugleich landschaftlich reizvoll und geschichtlich bedeutsam.
Ein Ort, an dem das Meer atmet
Porto Palermo ist mehr als ein landschaftliches Idyll – es ist ein stiller Ort, an dem die Zeit langsamer zu vergehen scheint. Die kleine Halbinsel, die sich in die Bucht erstreckt, ist über einen schmalen Damm erreichbar. Sie wirkt wie eine natürliche Bühne, auf der sich über Jahrhunderte verschiedenste Geschichten abgespielt haben.
Die Festung des Ali Pascha
Im Zentrum der Halbinsel erhebt sich eine massige, dreieckige Festung mit runden Bastionen – ein Werk des berühmten osmanischen Statthalters Ali Pascha von Tepelena, der Anfang des 19. Jahrhunderts von hier aus sein Machtgebiet am Ionischen Meer absicherte. Der Bau könnte auf eine ältere venezianische Anlage zurückgehen, doch Ali Paschas Einfluss ist hier deutlich spürbar.
Einst bot er die Festung sogar der britischen Marine an – ein Zeichen ihrer strategischen Lage. Heute lässt sich das Innere besichtigen: dicke Mauern, ein Innenhof, alte Lagerräume – alles atmet Geschichte.
Ein geheimes Kapitel des Kalten Krieges
Am nördlichen Ende der Bucht verbirgt sich ein fast surrealer Kontrast zur antiken Stille: ein gewaltiger U-Boot-Bunker, tief in den Fels geschlagen. In den 1960er-Jahren unter Enver Hoxha mit chinesischer Hilfe begonnen, sollte er der albanischen Marine im Falle eines Angriffs Schutz bieten. Über 650 Meter lang, bietet der Tunnel Platz für mehrere sowjetische U-Boote. Heute ist er ungenutzt – doch sein düsterer Eingang erzählt von einer Ära der Isolation und Angst.Læs mere










































































































































































































































































































































