Maike, eine Kommilitonin aus Trier, und ich werden uns tapfer bei sehr schlecht gemeldetem Wetter durch die Wälder Frankreichs schlagen. Wir sind gespannt, dürfte auf jeden Fall unterhaltsam werden. Stay tuned!
  • Day9

    Die letzten Tage

    October 4 in France ⋅ ⛅ 7 °C

    Hey, ich melde mich noch ein letztes mal, um von den letztenTagen, Nächten und heute Morgen/Mittag zu erzählen. :)
    Vorgestern (Sonntag) war der Tag nach unserer Luxusnacht, die dazu bestimmt war gut zu schlafen, sich zu erholen und unsere Sachen zu trocknen. Das lief für mich ganz gut, Maike hatte allerdings etwas am Magen musste sich übergeben und bekam Kopfschmerzen. Als die Nacht überstanden war, war Maike alles andere als erholt und an gutem Schlaf war auch nicht viel zu holen...
    Also fragten wir uns den nächsten Tagen über wie es jetzt mit uns weiter geht, um 11:30 Uhr mussten wir auschecken und mussten auch zurück Richtung Villandry von wo Montag morgen unser Bus Richtung Tours fahren würde. Villandry lag allerdings ca. 20km (die wir zwischen uns und den kleinen Ort gebracht hatten) entfernt und mit Bus und Bahn sah es schlecht aus in der Gegend in der wir waren.
    Also mussten wir 6-7 km laufen, um wenigstens nach Langeais zu gelangen, wo wir gestern hergekommen waren. Dort wollten wir eigentlich in eine Apotheke, aber (Überraschung) es war ja Sonntag und es hatte ziemlich alles zu... Wir suchten uns eine Art kleines Café, um was einigermaßen leichtes und gesundes zu Essen für Maike und mich zu finden. Als wir aßen schauten wir nach unseren Möglichkeiten und nach einigem hin und her beschlossen wir mit dem Zug nach Tours zu fahren (die Stadt aus der wir ursprünglich herkamen) und Villandry zu "überspringen".
    In Tours suchten wir uns ein Hostel das möglichst günstig und nah am Bahnhof war. Als wir gegen Nachmittag/Abend im Hostel ankamen war Maike platt uns wir gingen ziemlich bald ins Bett. Am Tag darauf (Montag) hatten wir beide eine Nacht gut geschlafen und Maike ging es schon wieder deutlich besser. Nach einem kleinen Einkauf beschlossen wir noch einen Spaziergang durch Tours zu machen, da wir ja jetzt sowieso hier waren. Wir besuchten einen kleinen Park und den Botanischen Garten Tours, der wirklich schön angelegt ist. Dort waren wir unterwegs bis Nachmittags, machten uns dann auf den Rückweg zum Hostel, aßen noch was, packten die meisten Sachen schon einmal ein und hörten zusammen ein Hörbuch (Tribute von Panem).
    Der Wecker wurde auf 06:45 Uhr gestellt und um 7:50 Uhr waren wir am Bahnhof Tours. Um 08:13 Uhr ging unser erster Zug Richtung Paris Montparnasse, von dort aus geht es dann mit der Metro nach Paris Est, dann Richtung Saarbrücken und final Trier, wo wir gegen 16/17 Uhr ankommen sollten.
    In unserem ersten Zug wurden wir mehrfach von unseren Plätzen verscheucht, obwohl der Zug relativ leer war, wegen Sitzplatzreservierungen. Gerade als wir aufgeben wollten und jeder sich in sein Abteil zu getrennten Sitzplätzen aufmachen wollte sprach uns ein Mann neben uns an, der offensichtlich deutsch sprach. Er bot uns an einen von unseren Plätzen zu nehmen, sodass wir zusammen auf seinen zwei Sitzen Platz nehmen konnten. Wir bedankten uns und hatten nun doch noch zwei "freie" Plätze nebeneinander bekommen.🙏🏻
    In Paris angekommen frühstückten wir noch einen "Abschieds-Crêpe" und der Rest der Zugreise verlief entspannt und ereignislos.
    Jetzt zurück in Trier, werde ich noch ein, zwei Sachen erledigen und gegen Abend nach Pirmasens zurück fahren.😊
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  • Day6

    Luxusleben

    October 1 in France ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Morgen war mal wieder eher hart für Maike und mich. Diesmal war die Nacht zwar deutlich wärmer, allerdings mussten wir am Morgen beide feststellen, dass wir wohl mit dem Kopf eher nach unten geschlafen hatten und das uns ziemlich aus der Bahn geworfen hatte.😵‍💫
    Irgendwie hatten wir Kopfschmerzen und eine verstopfte Nase, ansonsten waren wir auch noch sehr mitgenommen von der gestrigen Wanderung und dem unruhigen Schlaf vorheriger Nächte.
    Als wir uns gegen 10:30 Uhr berappelt und unsere Rucksäcke gesattelt hatten und gerade los marschieren wollten begann der Nieselregen. Nieselregen mag sich niedlich und harmlos anhören allerdings führt er in Kombination mit starken Windböen zu ziemlich schnell, ziemlich doll durchnässten Wandernden...
    Als wir auch noch feststellten, dass unser eigentliches Ziel, eine Brücke die Flussabwärts (Richtung Villandry) führt, nur für Züge und nicht Fußgänger geeignet ist warfen wir unsere Pläne über den Haufen und beschlossen wir könnten beide eine Nacht der Erholung vertragen.
    Wir machten uns also gegen Mittag, nach einem kurzen Einkauf, auf den Weg zu der Unterkunft "Logis Auberge de la Bonde" die noch ein Stück Flussaufwärts in Coteaux-sur-Loire gelegen ist (auf Richtung Luxusleben 🤭).
    Obwohl wir heute nur ca. 11,5 km gelaufen sind und um 15 Uhr im Hotel waren, war der Tag sehr anstrengenden für uns. Angeschlagen wie wir waren im Dauernieselregen mit vielen Windböen bei 20°C (was sich erstmal nett anhört, aber zu dem Dilemma führt: Regenjacke=man schwitzt sich kaputt, keine Regenjacke=man wird von außen noch durchnässter) mit nassem Tragesystem der Rucksäcke sich langsam von allen Seiten durchweichen zu lassen war schon nicht ohne.
    Im Hotel angekommen konnten wir endlich allen aufkommenden Bedürfnissen angemessen nachgehen. Mit Wasserkocher Bettflasche und Tee kochen, duschen, kräftig essen, in einem sauberen, trocken, warmen, EBENEN ✨Bett✨ liegen, Akkus unserer Geräte aufladen und alles an nassem Gepäck wild verteilt im Raum aufhängen.🙏🏻🙏🏻
    Heute passiert ansonsten nicht mehr viel, dafür sind wir beide zu platt.
    Morgen können wir dann mit hoffentlich weniger Niesel wieder Richtung Villandry aufbrechen und noch zwei gute Nächte verbringen.
    In diesem Sinne:
    Gute Nacht!😊
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  • Day5

    Wandertag

    September 30 in France ⋅ ☁️ 14 °C

    Wie der Titel schon verrät war heute unsere Hauptaktivität das Wandern. 18 km und fast 30 000 Schritte sagt mir meine App. Aber von vorne: die Nacht war hart für uns, wenig Schlaf und sehr kalt (5°C). Ich war von 03:00-06:00 Uhr wach und habe dann nochmal unruhig 1½ Stunden bis 07:30 Uhr geschlafen, dann tauchten zwei französische Angler an unserem Platz auf und weckten uns endgültig. Durchgefroren und nass vom Tau und Regen der Nacht machten wir uns daran uns und unsere Sachen zu trocken und mit einem kleinen Sportprogramm irgendwie warm zu bekommen. Bis wir alles gepackt hatten war es schon ca. 11 Uhr und die Sonne gewann langsam an Kraft. Die Wanderung begann und wir liefen ein gutes Stück Flussaufwärts Richtung des nächsten Ortes Langeais, wobei die Sonne uns gut einheizte. Dort gingen wir nach einiger Suche noch neuen Proviant einkaufen und machten uns dann Verhältnismäßig spät (17 Uhr) auf die Suche nach einem Schlafplatz. Wir wollten gerne wieder an den Fluss (Loire) und aus dem Ort raus, deshalb sind wir noch gut eine Stunde gelaufen bis wir wieder etwas abgelegener und ungestörter waren. Dann schlugen wir relativ zügig unser Lager auf und ich machte mich an die Kälteprävention. Bettflasche, viele Schichten und zusätzlich für den Fall der Fälle noch mehr Kleidung. Wünscht mir Glück, dass das heute Nacht wärmer wird.😄
    Ansonsten haben wir heute sehr viele Tiere gesehen, die mich gefreut haben und die ich jetzt aufzählen werde:
    Eidechsen, Reiher und andere Wasservögel, Kühe, Schafe, Pferde, Heuschrecken, einen kleinen Laubfrosch, eine sehr süße Katze die durch ein Fenster hindurch mit uns gespielt hat, einen flauschigen, weißen Hund und eine Herde Esel.☺️
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    Traveler

    Esel😍

    10/1/22Reply
     
  • Day4

    Von Tours nach Villandry

    September 29 in France ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute ging es vom Campingplatz Tours mit Bus und Tram und viel hin und her, Planungskünsten und googeln nach Villandry. Da wir zum ersten Bus gerannt sind konnte ich mich seelisch leider kaum von unserem schönen Hüttchen verabschieden...
    Aber das was noch vor uns lag lässt sich auch sehen. In Villandry angekommen verschafften wir uns kurz Orientierung und gingen dann in das hier zugehörige Schloss, dieses ist, wie ihr auf den Bildern seht, definitiv einen Besuch Wert! Das Wetter war ebenfalls auf unserer Seite, kaum Regen und das erste Mal wirklich Sonnenschein seit Beginn unserer Reise.🌞
    Nachmittags machten wir uns dann auf die Suche nach einem schönen Spot für unser Zelt und den haben wir definitiv gefunden.
    An dem Fluss Cher gelegen, in herbstlichen Farben und goldenem Sonnenlicht konnten wir beim Abendessen alle möglichen Wasservögel beim planschen und schnattern beobachten. Zu essen gab es eine spannende Kreation aus Kartoffelbrei und Kichererbsen-Curry, was garnicht mal so verkehrt schmeckte. Jetzt begeben wir uns ins Bett und sind gespannt was die erste Nacht in unserem Zelt uns bringt.🌚
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  • Day3

    🌊🌊🌊

    September 28 in France ⋅ 🌧 12 °C

    Heute haben wir erstmal mal richtig ausgeschlafen (bis 11Uhr). :))
    Dann gab's ein kleines und schnelles Frühstück und wir haben uns fertig gemacht. Maike war noch in der Apotheke ein sehr nötiges Allergiemittel kaufen und irgendwie war es plötzlich auch schon Mittag.
    Da gestern die Essenstheke des Ikeas schon geschlossen hatte und ich unbedingt noch die Veggie-Bouletten mit Kartoffelbrei und Erbsen essen wollte gingen wir dann zum Mittagessen dort hin (definitiv auch eine Empfehlung von mir!).
    Danach packten wir unsere Schwimmsachen und gingen in ein (wirklich) kleines Schwimmbad, das um die Ecke unseres Campingplatzes lag. Das Schwimmbad hatte nur zwei Becken, eins zum Bahnen schwimmen und ein Kinderbecken, allerdings gab es auch noch eine Sauna und die war für mich definitiv ein Highlight. Wir hatten sie komplett für uns und so gab es einen Wechsel zwischen Bahnen schwimmen und saunieren. Am frühen Abend waren wir dann beide erschöpft, geduscht und in frischen Klamotten🤍.
    Wir kehrten zurück zu unserer letzten Nacht in der kleinen Holzhütte, machten Abendessen und Tee und schauten noch einen Film der Kindheitserinnerungen weckte (Shrek - Der tollkühne Held).
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  • Day2

    Tag der großen Ketten

    September 27 in France ⋅ 🌧 14 °C

    Guten Morgen!
    Heute stand eigentlich der Plan im Raum einen Kletterpark zu besuchen, besagter Park hat allerdings etwas seltsame Öffnungszeiten. Wir haben eventuell morgen von 14-18 Uhr die Chance den Park zu besuchen (wenn das Wetter das zulässt).
    Ansonsten wurde am Morgen ersteinmal in einer kleinen Bäckerei Namens "Paul" gefrühstückt, die sich als sehr große Kette herausstellte. Auf dem Weg dorthin machte ich vorher noch eine kleine Wanderung auf dem Flussboden der Loire, die vermutlich einfach ausgetrocknet ist, keine Ahnung ob das normal ist...ich zweifle daran #1,5°.
    Nach dem Frühstück machten wir noch einige Einkäufe in einem Kaufhaus. Der "Supermarkt" dort hat uns ein wenig überfordert weil diese Supermarktkette wohl einfach ALLES verkauft, von Gitarren, Laptops, Kinder- und Tierspielzeugen zu Duschzeug, Kosmetik, allerlei Lebensmittel, Sonnenbrillen, Kleidung und Schuhen usw...
    Als wir endlich alles bestaunt und gefunden hatten machten wir uns auf den Rückweg zu unserem "Hochhaus" und snackten uns durch unsere Einkäufe.😛
    Nach einer kleinen Mittagspause (irgendwie war es plötzlich 15 Uhr) machten wir uns auf zu einem Ikea das 10 Minuten von unserem Campingplatz entfernt liegt. Dort haben wir den restlichen Nachmittag verbracht, gedanklich zukünftige Wohnungen eingerichtet und seltsame Einrichtungsstile belächelt. Am Ende aßen wir noch einen klassischen Ikea (veggie) Hotdog (0,75 ct, Preis-Leistung Top!) und gingen zurück zum Campingplatz. Gerade als wir ankamen begann es wieder zu regnen und wir waren sehr froh zurück zu sein. Den Abend verbrachten wir mit quatschen, Tee trinken, Karten spielen und ein bisschen Yoga. Der Tag war im Vergleich zu gestern eher entspannt und das konnten wir beide gut gebrauchen.😊
    In diesem Sinne
    Bonne Nuit 🌙
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  • Day1

    Abfahrt!

    September 26 in Germany ⋅ ⛅ 6 °C

    Um 04:45 Uhr schmeißt mein Wecker mich gnadenlos aus dem Bett... Duschen und die letzten 7 Sachen packen (naja eher 12kg Gepäck...) und auf geht's um 06:00 Uhr zum Bus. Von Trier aus fährt um 06:33 Uhr unser Zug nach Saarbrücken und von Saarbrücken geht's auch schon mit dem ICE nach Paris. Der Beginn der Reise verläuft super entspannt, um 10 Uhr sind wir pünktlich in Paris.😊
    Dort angekommen schlendern wir ersteinmal bis 13 Uhr durch die Straßen Paris an verschiedenen Museen, imposanten Gebäuden und typischen Touri-Sammelpunkten vorbei, dann lassen wir uns aufgrund von leichtem Regen in einem Café zum Mittagessen nieder.
    Leider hat es sich erst so richtig eingeregnet und statt noch zum Eifelturm zu gehen sind wir lieber direkt zur Bahn weiter. Herauszufinden wie der Ticketautomat der Metro und des SNCF (Langstreckenzüge oder so ...) funktionieren sollte uns einiges an Nerven, Zeit und Geld kosten. Am Metro Infopoint war niemand anzutreffen, irgendwann kam ein älterer Herr auf uns zu und half uns weiter, auch mit der Bedienung der Schranken, um das Gleis erreichen zu können. Allerdings blockierten bei dem Mann beim vorführen wie das mit den Schranken funktioniert die Schranken und er war ersteinmal gefangen (typischer Vorführeffekt). Nach vielem hin und her und verzweifeltem rütteln und klettern konnten wir ihn zum Glück befreien. Diese Vorführung weckte nicht gerade vertrauen, aber als wir es probierten kamen wir zum Glück problemlos durch.🙏🏻
    Mit der Metro ging es an den Bahnhof Montparnasse der mich dann wirklich fertig machte...am Ticketautomat mussten wir ersteinmal feststellen, dass wir 55€ zahlen sollten, um an unser eigentliches Ziel Tours zu gelangen. Beim ersten Mal brach der Buchungsvorgang einfach ab und als ich es nochmal versuchte kostete das Ticket plötzlich 60€... Soweit so teuer, als ich den ewigen Eintippprozess hinter mir hatte und bezahlt hatte wollte ich mein Ticket ausdrucken. Der Automat gab mir allerdings kurzerhand eine Fehlermeldung und meinte "das Ticket käme per Mail"... Das Ticket ist bis jetzt noch nicht da, aber wat soll's... An diesem Bahnhof gab es zum Glück einen besetzten und zur Hilfeleistung fähigen Servicepoint, wo mir nach langem hin und her mein Ticket noch gedruckt werden konnte. Amen.
    Die Zugfahrt nach Tours verlief dann entspannt und wir machten uns auf zu unserem Nachtquartier, einem Campingplatz mit kleinen "Hochsitzen" in denen wir zwei Nächte schlafen wollen (15€ pro Nacht, Schnapper!). Wir sind insgesamt eine Stunde dort hingelaufen, aber es blieb zum Glück überwiegend trocken.
    Zum Abschluss des Tages wurde sich eingerichtet, gekocht und entspannt, wir beide sind doch ziemlich platt nach diesem ereignisreichen Tag.😊
    Gute Nacht!
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