Kappadokien Teil 2
Jun 3–7 in Turkey
☀️ 26 °C
Nachdem ich die unterirdische Welt von Derinkuyu hinter mir gelassen habe, führe ich meine Reise durch Kappadokien fort. Mein Weg führt mich weiter nach Soğanlı, wo sich mein neuer Rhythmus aus kürzeren Radetappen und kurzen Wanderungen fortsetzt.
Ein absolutes Highlight ist hier die Erkundung der Avla-Schlucht. Ich lasse mein Gepäck an einer kleinen Hütte oben auf dem Plateau stehen und fahre ohne Ballast hinab ins Tal. Von hier laufe ich tief in den Canyon hinein. Der Weg wird immer anspruchsvoller, die Felswände rücken bis auf wenige Meter zusammen und das Gestein zeigt ein faszinierendes Spiel aus warmen Farben und fließenden Formen. Für mich ist das einer der faszinierendsten Orte, die ich je gesehen habe.
Nach ein paar Tagen in diesen einsamen Tälern und ruhigen Orten erreiche ich schließlich über Mustafapaşa und die gigantische Burg von Uçhisar die Region um Göreme und damit das touristische Epizentrum Kappadokiens.
Der Kontrast könnte nicht größer sein. Der Trubel und die Menschenmassen sind mir schnell zu viel und ich merke, dass ich keine Lust habe, für Orte Eintritt zu bezahlen, die ich zuvor in den untouristischen Tälern schon größtenteils umsonst und in aller Ruhe genießen durfte.
Die Landschaft ist wunderschön, aber nach den einsamen Tagen im Westen wiederholt sich das Prinzip der Felsarchitektur irgendwann.
Ich halte meinen Aufenthalt in Göreme daher bewusst kurz und konzentriere mich voll auf das eine, ganz große visuelle Highlight, wegen dem alle herkommen: die Heißluftballons. Auf einem Hügel direkt oberhalb von Göreme finde ich den perfekten Zeltplatz mitten im Geschehen mit freiem Blick auf das gesamte Tal.
Morgens um 4:30 Uhr klingelt der Wecker. Ich krieche aus dem Zelt in die kühle Morgenluft und sehe im dunklen Tal zuerst nur das Aufleuchten der Gasbrenner, mit denen die riesigen Ballonhüllen aufgeblasen werden. Sie leuchten in der Dunkelheit wie gigantische Glühwürmchen.
Nur wenige Minuten später, als das erste Licht der Dämmerung einsetzt und sich der Himmel in einem schönen Verlauf färbt, steigen die ersten Ballons lautlos in die Höhe. Etwa 150 Ballons schweben gleichzeitig im sanften Morgenlicht direkt an mir vorbei und der gesamte Himmel ist übersät mit bunten Punkten. Dieses majestätische, beeindruckende Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen. Ich komme aus dem Staunen und Fotografieren überhaupt nicht mehr heraus.
Nach diesen intensiven Erlebnissen kehre ich schließlich für zwei Nächte in Avanos ein. Obwohl die Kleinstadt nur knapp zehn Kilometer von der touristischen Kernzone entfernt liegt, versprüht sie einen völlig anderen, viel entspannteren und authentischeren Charme.
Es ist der perfekte Ort für mich, um die Reizüberflutung der letzten Tage in Ruhe zu verarbeiten. Ich genieße ausgiebige Spaziergänge am Fluss, sitze in gemütlichen Cafés und lasse die Seele baumeln, bevor das Abenteuer auf zwei Rädern weitergeht.Read more
































Traveler
Das ist wunderschön ☺️
Traveler
Wow