• RUEDI - hakuna matata.
  • Margrith von May
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Rund IBERIEN

A 39-day adventure by RUEDI - hakuna matata. & Margrith Read more
  • Trip start
    October 4, 2024

    SAVOYEN - auf dem Weg nach Iberien

    October 4, 2024 in France ⋅ ⛅ 9 °C

    Am Mittwoch, 9.10.2024 um 1200 haben wir mit unserer SeaBridge-Gruppe in Barcelona abgemacht. Unser Ziel: Umrundung der Iberischen Halbinsel im Uhrzeigersinn.

    Heute war ein weiter Weg: Autobahn bis Monthey, dann ab in die Westalpen und über die Grenze nach Frankreich. Über Chatel und Abondance erreichen wir unser Zwischenziel Samoens mitten in SAVOYEN: Schweizerflagge in rechteckig mit grossem Kreuz?
    Nicht ganz! Aber spontan kommt uns die an Stammtischen immer wieder leicht scherzhaft diskutierte "Grossschweiz" (CH +Bayern +Vorarlberg +Savoyen +Elsass ...+Sardinien!) in den Sinn: Die Neue Zürcher Zeitung widmete der Großschweiz jüngst eine ganze Seite und rechnete vor: Inklusive aller angeblich beitrittswilligen (!?) Nachbarregionen entstünde ein europäischer Zentrumsstaat mit 40 Millionen Einwohnern. Wir wären größer als die meisten europäischen Staaten und hätten unsere private Mittelmeerinsel. Unser Minderwertigkeitskomplex gegenüber Deutschland, Frankreich und Italien wäre geheilt!

    Also: Savoyen ist wirklich schön mit den vielen Pässen und Ski-Orten und den vielen Kuhweiden. Das würde aus unserer Sicht mit CH++ in Ordnung gehen.

    Wir finden in Samoens einen passenden Campingplatz und sind fast alleine. Den tiefen Temperaturen entsprechend geniessen wir das Fondue in der nahegelegenen Beiz ...und den Absacker im warmen (Truma) Auto.
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  • Route des Hautes Alpes

    October 5, 2024 in France ⋅ 🌙 5 °C

    Nur Kurven! - Die französischen Strassenbauer können offenbar keine gerade Strassenstücke bauen. Col de la Colombiere - Col des Aravis - Col de la Forclaz - Col de la Madaleine: Wir befinden uns auf der "Route des Hautes Alpes", wo schon Napoleon mit diversen Armeen hin und her gelaufen (rsp er natürlich hoch zu Ross geritten) ist.

    ...und mitten in den Westalpen, die sich vom Wallis bis nach Monaco hinziehen. Sie sind für uns eine wichtige Ergänzung zu unserer "Ostalpen-Reise" im Frühjahr und geologisch gesehen eine Schlüssel-Region Europas.

    "Route des Chalets" könnte man die heute gefahrene Strecke auch nennen.
    Eine unglaubliche Vielfalt von verschiedenen Chalets, zum grossen Teil mit Schindeln bedeckt. In den Dörfern trutzige Kapellen oder Kirchen mit spitzen Türmen. Gelebt wird neben der Landwirtschaft vom Tourismus - nicht wirklich schön die riesigen Sportanlagen, die sich über die Hänge legen. - "Chamonix" im kleinen Stil.

    Nun stehen wir ganz alleine auf einem kleinen Parkplatz auf dem Col de la Madeleine auf 2000 müM mit freier Sicht auf das Mt. Blanc - Massiv, das sich durch die letzten Sonnenstrahlen rot leuchtend von uns verabschiedet. Patrouillierende Gendarmen sind auf Anfrage gerne einverstanden mit unserem Standplatz und wünschen uns eine gute Nacht.
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  • Le Grau du Roi

    October 6, 2024 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Das historische Fischerdorf le Grau du Roi - "Kanalmündung des Königs“ - an der Mündung des Vidourle, hat sich Laufe der Jahre immer mehr zum Urlaubsort gemausert und besitzt mit seinem Port Camarque den grössten Freizeithafen Europas. Hier finden wir nach einer langen Fahrt im Regen, die uns aber unserm Ziel Barcelona ein grosses Stück weitergebracht hat, unsern Standplatz für die nächste Nacht.

    Wir hatten bei einem wunderbaren Sonnenaufgang gefrühstückt, früher als sonst, denn die durch das Zusatzschloss blockierte Fahrertüre hat uns keine Ruhe gelassen, vor allem nachdem uns klar wurde, dass Ruedi nicht nur über die Schiebetüre ein- und aussteigen müsste 🤨, sondern auch, dass der Tankdeckel abgedeckt ist ☹️😒🥺 und somit und somit das Diesel-Tanken nicht mehr möglich wäre.

    Schlussendlich hat es Ruedi geschafft, das Schloss wieder zu deblockieren. Ueberglücklich verlassen wir, inzwischen bei Nebel und Regen, den Pass mit seinem wunderbaren Ausblick auf den Mont Blanc und 4 weiteren Viertausender. Diese Nacht wird uns in Erinnerung bleiben! Das Erlebnis erinnert uns daran, dass wir es fertigbrachten in Colome/Argentinien alle Schlüssel im geschlossenen Auto einzuschliessen. Glücklicherweise konnte man beim Ländy die Türe von aussen abschrauben! So was geht beim Sprinty nicht mehr.

    Wegen dem schlechten Wetter und auch weil wir 3 Tagen in Barcelona sein müssen, sind wir über die Autobahn gefahren. Erfreut stellen wir fest, dass der Telepass, den sich Ruedi mühsam besorgt hatte, funktioniert.

    In Grau du Rois machen wir uns sofort auf, die Stadt zu erkundigen. Eindrücklich die vielen Boote der Berufsfischer an Quai. Es ist kalt und unfreundlich. In einem kleinen Bistro essen wir feine Parrillada und Creme Catalane. Wir sind am Meer angekommen.
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  • Okzitanien

    October 7, 2024 in France ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir können Le-Grau-du Rois-nicht verlassen, ohne den grössten Sportboot-Hafen von Europa (!) anzuschauen. Eindrücklich sind die unendlich vielen frei zugängigen Piers mit Schiffen ...und unendlich viele Yachten <40 Fuss.

    Durch Okzitanien fahren wir weiter Spanien entgegen. Obwohl das Wetter neblig und regnerisch ist, suchen wir den Weg möglichst direkt am Meer. In den seichten Etangs überall Flamingos. Ist es das Wetter, weshalb die graziellen Vögel so grau aussehen ? Hier befinden sich nämlich die Brutstätten der rosaroten Flamingos von denen wir auch einige sehen. Wir fahren über die schmale Strasse zwischen den Etangs, leider bei sehr schlechter Sicht.

    In Ville-Neuf-les-Manguelone, südlich von Montpellier, im Restaurant La Chapelle gibt es Couteaux en persillade, wunderbar, mit einem Glas Rosee. Diese Art von Muscheln haben wir nicht gekannt. Auch mit der Hauptspeise werden wir im gestylten Lokal verwöhnt.

    Wir schlendern durch die ausgestorbenen Gassen zurück zum Auto, besichtigen die sehr schlichte Chapelle und machen und dann auf in Richtung Pyrenees bis Amelie-les-bains. Nachdem wir das Auto auf einem gemütlichen Platz abgestellt haben, laufen wir durch den Ort. Im Gegensatz zu den von Touristen verlassenen Orten am Meer, ist hier richtig was los.

    Einmal mehr erkennen wir dass Touristenorte in der Zwischensaison einfach trostlos sind: Es war so in den Bergen auf der Haute Route und es ist so hier am Meer.
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  • BARCELONA 1

    October 10, 2024 in Spain ⋅ 🌙 19 °C

    Vom Badekurort Amelie-les Bains fahren wir über die Pyrenäen, dem Fluss Tech entlang, der sich z.T. sehr tief in die Landschaft gefressen hat und total eingebettet in den mit Laubbäumen überwachsenen Hügeln liegt.

    Ein Muss ist der Halt in Prats-de-Mollo-la Preste, bekannt als einer der schönsten Orte in Frankreich. Der Ort liegt auf einer Höhe einer Höhe von 740m nahe der spanischen Grenze.
    Die „Port d‘Espagne“, erinnert an die vielen Flüchtlinge, die sowohl im spanischen Bürgerkrieg als auch 1939 über die Grenze kamen, die Reste der Reste der mächtigen Stadtmauer sowie das alles überblickende Fort Lagarde sind eindrückliche Zeugen einer bewegten Vergangenheit.

    Wir treffen uns mit den Teilnehmern der durch Abenteuer-Touren organisierten "Iberien-Rundtour" auf einem eher grossen Campingplatz südwestlich der Stadt. - etwas neu für uns...

    Barcelona, die Hauptstadt Kataloniens zählt u den weltweit bedeutesten kulturellen Metropolen. Die Stadt direkt am Meer bietet eine enorme Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, legendärer Architektur, berühmten Museen und touristischen Highlights. Sie ist eine mediterrane und kosmopolitische Stadt mit überwältigenden Beispielen des Modernisme-Stils sowie der Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts. Emblematische Bauten der katalanischen Architekten Antoni Gaudi und Lluis Domenech i Montaner machen die kulturelle Bedeutung Barcelonas aus.

    Mit der Sagrada Familia wartet mehr als 90 Jahre nach dem Tode von Antoni Gaudi sein Modernisme-Geniestreich noch immer auf seine Fertigstellung.
    Schon von weitem ist der Bau extrem eindrücklich mit seiner Höhe, den vielen Türmen und den unzähligen Verzierungen.
    Man kann sich schon an den beiden Fassaden, der Geburtsfassade und der Passionsfassade, kaum sattsehen. Unzählige Details erzählen Geschichten: „Bei Gaudi ist alles erklärbar“ meint unser Führer, so zB die Zahlentafel links vom Eingang. Die Zahlen ergeben nach allen Seiten 33 - 33 Jahre hat Jesus gelebt.
    Nicht minder überwältigend ist der Eindruck beim Betreten der Kirche: Gaudi liess sich von Licht, Farbe und Höhe leiten. Aussen Sandstein findet man innen Marmor, Granit, Basalt und Porphür. 52 Säulen stützen das Gewölbe, es sind ausser Maria, Josef und Jesus keine Heiligen abgebildet. Ein wunderschönes Farbspiel, dass dadurch entsteht, dass die Abendsonne durch die bunten Fenster scheint, erzielt unvergessliche Eindrücke.

    Zum heutigen Abschluss darf Jano noch im Sand umherspringen und im salzigen Wasser baden. Er ist ganz begeistert!
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  • BARCELONA 2

    October 10, 2024 in Spain ⋅ 🌙 18 °C

    Heute geht es nochmals in die Stadt. Jano darf mit! Die Taxis machen da keine Probleme; erst sitzt er im Kombi hinten im Kofferraum und danach in einer Limousine vorn am Fussboden bei Margrith. - hakuna matata!

    Erstes Ziel ist das Gelände des Louis Vouitton Cup. Sehr weitläufig aber lohnenswert. Die Ladys sind am Werk, warten jedoch hinsichtlich Leichtwind von 11.00 bis 14.00 Uhr auf den Start. Wir geniessen natürlich trotzdem die gute Stimmung in der Fanzone.

    Auf dem Weg zur Rambla finden wir das Restaurant mit der besten Paella auf Anhieb. Diesbezüglich sind wir auch schon ein wenig Weltklasse! (rsp Beizenratten...)

    Der Spaziergang entlang der Rambla bis zur Plaza Cataluña gehört halt einfach dazu und ist immer wieder (..und trotz latenter Taschendieb-Gefahr) schön.

    Morgen geht es weiter, doch nach Barcelona werden wir wieder kommen. Es gibt noch viel zu sehen.
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  • Montserrat

    October 11, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Zauberberg von Barcelona befindet sich nur ca 40 km NW von der Stadt und ist schnell über eine der diversen Autobahnen, die sich um die 17 Mio-Agglomeration schlängeln, angefahren.

    Schon um ca 0800 sind wir bei der Zahnradbahn und sehen das ganz spezielle Granitmassiv im Morgenrot beleuchtet. Jano darf auch mit in die Bahn, obwohl er sich konsequent gegen den vorgeschriebenen Maulkorb wehrt.

    Unser Führer hat als Student einige Monate im Kloster gewohnt und kann deshalb interessant vom Mönchsleben erzählen: Tagwache täglich 0500 Uhr und ausschliesslich "ora ed labora". Die Abtei gehört zu den drei wichtigsten Zentren der spanischen Kultur. Es gibt dem eigentlichen Kloster eine Basilika und ein weitherziges berühmtes Museum (Dali, Monet, Picasso ...).

    Natürlich wird die Sehenswürdigkeit von Touristen ziemlich überschwemmt. Gefühlt die Hälfte sind Asiaten, die einfach nicht anders als relativ rücksichtslos können.

    Wir geniessen einen kleinen Spaziergang auf die südliche Bergflanke zum Kreuz und fahren auch schon bald wieder runter zu unserem Sprinty.

    Wir sind total positiv überrascht, wie gut und preiswert wir im unscheinbaren Restaurant im Dorf nur wenig querab aller Touristen "Tournedos" serviert bekommen.

    Bald machen wir uns auf den Weg zum Ebro-Delta. Wir wählen den Weg entlang dem Meer. Schön, aber nicht überwältigend; insbesondere auch wegen unserer zeitlich bedingten Wahl, über die sehr gut ausgebaute Autobahn zu fahren.

    Nach kurzer Koordinaten-bedingten Verwirrung (wie rechnet man schon genau ggg.ggg in gg.mm.ss um?) finden wir den reservierten (...viel zu schönen) Campingplatz in L Ampolla im Ebro-Delta. - Ist aber bequem; wir werden uns daran gewöhnen.
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  • Delta de l'Ebre

    October 12, 2024 in Spain ⋅ 🌙 20 °C

    Das Delta Ebro-Delta ist ein ca. 20 km langes Flussdelta nahe der Südgrenze Kataloniens. Es ist von unzähligen Wasserstrassen durchzogen, die ins Balearenmeer mmünden. Rund 80km2 sind als Naturpark ausgewiesen. Mehr als 800 verschiedene Pflanzenarten sind hier zu Hause.

    Besonders eindrucksvoll sind die Reisfelder, die je nach Jahreszeit die Farbe ändern und so der Landschaft immer wieder ein neues Gesicht geben. Jetzt sind sie braun, weil abgeerntet. Das Delta ist Spaniens wichtigstes Gebiet für den Reisanbau (130‘000 t). Um den Reis zu bewässern wurde ab 1960 das Wasser vom Ebro in Stauseen aufgefangen, dh dadurch kann das Delta, das durch die Ablagerungen des Ebro entstanden ist, nicht mehr wachsen im Gegenteil, das Meer drängt das Delta wieder zurück (80m im Jahr).

    1985 wurde deshalb der Naturpark gegründet, der den Reisanbau drosseln soll, um der Natur die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen.
    Der Park ist auch das grösste Wasservogelschutzgebiet in Nordspanien. Hier leben 360 Vogelarten. - Ein Highlight sind die Flamingos, die zu tausenden hier leben.

    Wir haben das Delta zuerst mit einer Flussfahrt bis zum Meer erkundigt (leider bei strömendem Regen) und sind danach mit dem Auto zu der Laguna de Tancada gefahren. Die riesigen Flamingokolonien waren leider etwas weit weg von der Strasse. Unser Spaziergang bis ganz ans Meer in der Abendsonne hat uns das Delta noch näher gebracht. Auf dem Rückweg nach l‘Ampolla hatten wir das Glück, die Bearbeitung eines Reisfeldes mit dem speziellen Traktor zu beobachten. Hier wird nicht mehr von Hand gearbeitet.

    Das grösste Problem im Moment ist die caragol de manzana, eine Schnecke, gross wie ein Apfel, die die jungen Reispflanzen frisst.

    Dieses Delta ist ein schönes Erlebnis.
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  • VALENCIA

    October 14, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

    Valencia ist mit fast 800‘000 Einwohnern die drittgrösste Stadt Spaniens. Südwestlich von Barcelona liegt sie an der Mündung des Turia. Nach verheerenden Ueberschwemmungen letztmals 1957 wurde der Fluss aus der Stadt heraus verlegt. Das ehemalige Flussbett ist heute ein Park.

    Valencia begeistert mit herausragenden zeitgenössischen Bauwerken, darunter die spektakulären futuristischen Gebäude der Cuidad de las Artes y las Ciencias, einem ausgedehnten Sand-Strand und einer lebhaften Altstadt, deren verwinkelte Gassen uns zum Jugendstilbahnhof Estacion del Norte und zur Markthalle Mercado de Colon führen. Ein Besuch der Kathedrale mit ihrem berühmten Glockenturm El Miguelete gibt einen fantastischen Eindruck der vielen schönen Gebäude.

    Vor einem der Kathedralportale findet noch immer eine der ältesten europäischen Rechtseinrichtingen statt, gegründet im 10. Jh: das Wassergericht. Jeden Donnerstag regelt das Wassergericht die Bewässerungsprobleme der Landwirte.

    Das Wappentier Valencias ist die Fledermaus. Als Jakob 1. die Muslime vertreiben wollte und in der Nacht in den Hügeln gewartet hat, wurde er durch eine Fledermaus geweckt und damit davon bewahrt, von den Muslimen überrascht zu werden.

    Weil Jano nicht mit in das für die Gruppe reservierte Lokal darf, gehen wir alleine weiter. In einer Seitengasse finden wir ein kleines Lokal, wo wir wunderbar essen: gegrillte Calamares, Paella und Torta Crema.

    Mit vielen neuen Eindrücken geht es per Taxi (Jano darf auch nicht in den Bus, Taxis aber sind kein Problem...) zurück zu unserem Standplatz im Süden der Stadt.
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  • Carretera del Mar

    October 14, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir durchqueren wir nochmals das Delta und fahren über die Carretera del Mar nach Süden. Nach Benicarlo auf den Klippen machen wir einen Halt und trinken an schöner Aussichtslage Kaffee - das Meer ist ganz ruhig und schlägt unter uns in die Klippen.

    Unser nächster Halt ist in Peniscola. Es liegt an einer begünstigten Stelle des Mittelmeers. Mit seiner einzigartigen hystorischen Altstadt auf einem Felsen und dem 5 Kilometer langen Sandstrand ist die Stadt einer der wichtigsten Urlaubsorte Spaniens.

    Bei Alcala de Xivert fahren wir über einen Pass ins Landesinnere bis Les Coves de Vinroma, eine schöne Fahrt durch die grüne Landschaft (sehr viele Oliven, aber auch Artichocken und Wein) und erreichen, nach einer recht komplizierten Umfahrung unser Ziel Valencia.
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  • Cap de la Nau / Elx

    October 15, 2024 in Spain ⋅ 🌙 21 °C

    Nochmals auf kleinen Strassen dem Meer entlang: unzählige Orangenplantagen - Wohn-Silos für die breite Bevölkerung - Hotels für Massentourismus.

    Und dann plötzlich durch gepflegte Villenviertel zum Cap de la Nau, wo wir im Restaurant Mirador sehr fein Almuerzo essen:
    - Calamares Mirador
    - Salmón a la plancha
    - Merluza
    - dos Copas de Rosado

    Spaziergang zum Leuchtturm, dem östlichsten Punkt der Region Valencia, von wo man bei gutem Wetter Ibiza sieht. Heute ist diesig, aber nicht minder schön.

    Nun schnell auf die Autobahn und ab nach Elx (Elche). Das ist die UNESCO-gewürdigte Palmenstadt Spaniens. 200'000 Palmen sollen hier stehen - so viel wie nirgends in Europa! (...ich denke schnell an Zentralamerika, wo gefühlt 1 Mio Palmen stehen und zu Palmöl verwertet werden!). Der Spaziergang durch die diversen Palmengärten und die Innenstadt lohnt sich.

    Wir entscheiden uns, doch nicht grad auf dem Parkplatz in Elx zu schlafen und fahren noch ca 20 km zum Camping "los Palmeros".
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  • Sierra Nevada

    October 16, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute geht es früh los! Autobahn-Sprint nach GUADIX, eine schöne Stadt am Nordrand der Sierra Nevada. Hier leben 2000 Menschen in Höhlen mit sehr angenehmem Klima. In die tonhaltigen Klippen werden ganze Wohnungen gegraben und ganz modern ausgebaut. Von aussen sieht man nur weisse Kamine und Eingangsportale.

    Nun wissen wir: Sierra Nevada bedeutet nicht nur "Wüste" wie in Mexico oder USA. Hier ist es "die verschneite Bergkette". Wir queren über den 2043 m hohen Pass "Puerto de la Ragua". Die gut 1000m Höhendifferenz bedeuten viele ganz schöne Kehren und respektable Weitsicht.

    Wir versuchen die Gebirgskette auch noch im westlichen Bereich zu queren. Dort ist der höchste Pass Europas 3394 müM! Bei 2500 müM, in Capileira, ist aber leider Schluss. - "Carretera cortada al trafico". - Also: 20 km zurück und unten rum nach Granada. Es hat sich aber doch gelohnt und wir treffen wieder auf unsere Kollegen, die uns einen Stellplatz freigehalten haben im einfachen Camp 😊.
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  • Granada

    October 17, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C

    Na klar, die Hauptattraktion Granadas ist natürlich die Festungs- und Palastanlage ALHAMBRA. - Da darf aber Jano nicht mit hinein. Wir sind drum unserer Gruppe einen Tag hinterher gefolgt und konnten die Zeit gut in der Sierra Nevada nutzen.

    Wir werden von einer sehr kompetenten Führerin durch die beeindruckend schöne Stadt geführt, die auch Hauptstadt Kastilliens (...das damalige Spanien) war. Erst einmal bewundern wir die ALHAMBRA von aussen und sind schon so beeindruckt! - Granada war sehr wichtig für die Entwicklung ganz Europas: Hier wurden die Muslime zurückgeschlagen und die verbleibenden sog. "Moluscos" christianisiert. Ziemlich die ganze Stadt wurde abgerissen und nach den Bedürfnissen der Christen wieder errichtet. Ab ca 1980 sind wieder vermehrt Muslime eingewandert und auch Christen konvertiert und es wurde sogar wieder eine Moschee gebaut, die sich aber optisch wie in der Benutzung an genaue Regeln halten muss...

    Von hier aus wurde Ende 15. Jh. Kolumbus finanziert und über den Atlantik nach Ostindien, das sich später als "America" entpuppte, geschickt. - Hier wurde Weltgeschichte geschrieben!

    Wir wandern durch kleine Gassen mit ihren Carmen (kleine Häuser mit Gärten) und sind beeindruckt von der ganz spezielle Kathedrale die innert mehr als hundert Jahren und mit damals bahnbrechender Bautechnik errichtet wurde: "Renaissance trifft Moschee" und hohe Säulen erlauben das lichtdurchflutete Innere.

    Abschluss bildet ein traditionelles Nachtessen mit Flamenco-Vorführung.

    Granada hat uns bisher von all den besichtigten spanischen Städten am Besten gefallen!
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  • Antequera - El Torcal

    October 18, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Unser heutiges Ziel ist Antequera, rsp. der Naturpark El Torcal. Vorerst fahren wir aber durch unendliche Olivenanbaugebiete - Oliven
    soweit das Auge reicht. Spanien ist der grösste Olivenproduzent der Welt. Geerntet wird zwischen Oktober und April.

    Der Torcal bietet auf einer Fläche von ca. 1200 Hektar eine der beeindruckendsten Karstlandschaften Europas. Seinen Namen verdankt das Gebiet den Dolinen (Torcas), die charakteristischen runde Steinformationen bilden. Diese kuriosen Karstphänomene haben El Torcal zu einem der spaktakulärsten Landschaftsgebiete Andalusiens gemacht.

    Wir sind während 1 Stunde durch diese märchenhafte Landschaft gewandert, haben Steinböcke beobachtet und uns nicht sattsehen können an den verschiedenen Steinformationen. Die über Millionen Jahre abgelagerten Sedimente bildeten Kalkschichten, die durch die Kollision der afrikanischen und europäischen Platte im Tertiär angehoben wurden und so die Gebirgskette des Torcals formten.

    Auf dem Heimweg zum Standplatz auf den Hügeln über Antequera gibts einen Apero Riche mit grandioser Aussicht.
    Mit vielen schönen Eindrücken sitzen wir vor unserer „Villa“ beim Apero.
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  • Ronda - und nochmals Oliven!

    October 19, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir fahren nochmals durch die unendlichen "Olivenmeere" von Andalusien, die sich von Jaén bis Huelva hinstrecken. Hier werden jährlich ca 550'000 Tonnen Oliven geerntet, was ca 80 % der spanischen oder 20 % der europäischen Ernte entspricht. Es stehen hier ca zwei Millionen Olivenbäume, womit sich ein Ertrag von ca 200-300 kg rsp 5-10 l Öl pro Baum ergibt.

    Olivenöl mit der Qualitätsbezeichnung „aceite de oliva virgen extra“ werden hier zu ca 5-6 Euro pro Liter verkauft. Dies ergibt einen Umsatz von 80-100 Mio Euro ...und sehr viel Arbeit!!

    Beim Vorbeifahren konnten wir auch der Ernte zuschauen, obwohl die ziemlich früh dran waren: vollmechanisch wird in 4-5 Min ein Baum abgepflückt.

    Wir besuchen Ronda. Die Stadt mit 36000 Einwohnern ist neben Sevilla, Granada und Cordoba eine der ältesten und schönsten Städte Spaniens.
    Es liegt spektakulär oberhalb der 120m hohen Felsenschlucht El Tajo des Rio Guadalevin.

    Wir schauen uns die Stierkampfarena Plaza de Torres an. Diese wurde im 18. Jh gebaut obwohl ein Stierkampfverbot immer wieder debattiert wurde. Doch das Wirtschaftswachstum und die Professionalisierung der Torreros war wichtiger. Eingeweiht wurde sie am 19.5.1785, dem 300. Jahrestags der Rückeroberung Rondas durch König Fernandes. Auch wenn man kein Fan von Stierkämpfen ist, ist die Architektur der Anlage interessant.

    Wir sind beeindruckt von der Puente Nueve und den Blick in die Schlucht und auf die weissen Häuser. Diese Gegend beherbergt auch die besten Restaurants. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, auf der Terrasse des Restaurants Don Miguel fein zu essen und dem bunten Treiben zuzuschauen.

    Danach entschliessen wir uns, weiter nach Sevilla zu fahren, denn der Rummel der Touristen wurde uns zu viel. Zum Glück waren wir am Morgen früh da.
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  • Sevilla

    October 20, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 24 °C

    Und heute noch die viertgrösste und je nach Reiseführer auch schönste Stadt Spaniens und Hauptstadt von Andalusien und Ausgangspunkt für viele Seefahrer im 13. und 14. Jh. - Damals war der Guadalquivier noch nicht so versandet und die auch noch viel kleineren Schiffe konnten direkt vom Atlantik herauffahren. Sevilla wurde dann auch einziger Anlaufhafen für alle Güter aus dem neu entdeckten America und den unglaublichen daraus resultierenden Reichtum kann man noch heute erahnen.

    Margrith und Jano bleiben heute "zu Hause". Darum ziehe ich alleine mit dem
    öffentlichen Bus los zur Placa de Espagna. Sofort bin ich beeindruckt von der halbrunden Anlage neueren Datums, die anlässlich der nationalen Expo errichtet wurde. Jede der 27 Provinzen hat sich eine Nische geschaffen und prächtig mit Mosaiken ausgestattet.

    Wir durchqueren grosse Grünanlagen bis zur Altstadt. In der ganzen Stadt wurden 50'000 Orangenbäume angepflanzt, die zum angenehmen Klima beitragen.

    Zu den weiteren Höhepunkten gehört die von weitem sichtbare Giralda-Kathedrale und natürlich der königliche Palast "Alcazar". Hier wurde der Vertrag mit Kolumbus ausgehandelt und hier sind die Waren der neuen Welt eingetroffen bevor dann ein spezielles Handelshaus erstellt wurde. Hier residiert noch heute der König, wenn er die Stadt besucht. Unübersehbar, ja fast vorwiegend ist der muslimische Einfluss in der Architektur, obwohl die Anlage durch die Christen erstellt wurde.

    Durch den überraschend grossen Garten schlendern wir wieder zur Bushaltestelle und fahren zurück. Wir haben noch gut Zeit, die weitere Reise etwas vorzubereiten: es gibt noch sehr viel zu sehen!
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  • Portugal

    October 21, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute geht es nach Portugal.

    Unterwegs machen wir einen Abstecher in den Ort El Rocio und in den Naturpark Coto Donona.

    Wie eine weisse Fatamorgana inmitten einer vergessenen Wildweststadt wirkt die strahlende Wallfahrtskirche der Virgen del Rocio in Kontrast zu den staubigen Erdstrassen und wenigen schlichten Häusern des Ortes. Sie ist eindeutig die Hauptattraktion und zur Pfingstwallfahrt im Mai ist sie das Ziel von Hunderttausenden Pilgern, die mit bunt geschmückten Pferdekutschen, Planwagen, zu Fuss oder hoch zu Ross nach Rocio strömen. Stolze Caballeros in traditioneller Tracht reiten mit Ihren Begleiterinnen, die farbenfrohe Flamencokleider und Blumen im Haar tragen, durch den Ort. Statt Tanzschuhen sind hier den rustikalen Wegen angepasst Lederstiefel gefragt. Das Gewölbe über dem Eingang sieht aus wie eine Muschel, das Symbol der Pilger.

    Im restlichen Jahr wirkt der Ort verschlafen. El Rocio ist aber nicht nur Heimat der grössten Wallfahrt Spaniens, sondern ein guter Ausgangspunkt füe einen Besuch des Nationalparks Donana, der nur einige Kimometer südlich liegt.

    Die Küste und das Marschland von Donana waren im 13.-19. Jh. ein königliches Jagdrevier, weshalb die Naturlandschaft weitgehend erhalten blieb.

    Ueberall führen grosse Holzstege von der Strasse über die Dünen zum Meer und damit zu kilometerlangen Sandstränden. Weil die Saison vorbei ist, gehört die wunderschöne Landschaft ganz uns.

    In Mazagon finden wir ein sehr gutes Restaurant und lassen uns verwöhnen.
    Danach wollten wir in Rabida das „Muellede las Carabelas“ besuchen, leider geschlossen. Wir können die Nachbauten der Schiffe, Santa Maria von Columbus, La Pinta und La Nina von seinen Kumpeln nur von weitem sehen. Trotzdem gibt es uns einen Eindruck, wie Columbus 1492 von hier aus in See gestochen ist.
    Die Dünenlandschaften mit Pinien, Kiefern, Wachholderbäumen und immergrünen Büschen hat uns sehr gut gefallen.

    Doch wir sind auf dem Weg nach Portugal. Unser Ziel ist Tavira, wo wir von unsern Kollegen erwartet werden.
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  • Tavira-Olhao-Ameixial

    October 23, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 20 °C

    TAVIRA ist die weisse Hafenstadt abseits des Meeres, malerisch drei Kilometer landeinwärts von der Mündung des Rio Gilao am Fluss gelegen.
    Die Spuren des bis Mitte des 20. Jh. betriebenen Thunfischfangs und der damit verbundenen Konservenindustrie sind heute noch am Stadtrand zu sehen.

    Wir besuchen die sehr schöne Altstadt, die sich vor allem rund um die erhöhte Burg befindet. Zwischen den weissen Fassaden immer wieder die weiss-blauen Azulejos (Kachelfassaden).
    Nach einem typischen Essen in einem kleinen Lokal freuen wir und auf unsern Absacker in unserer Villa.

    Von Tavira führt uns unsere Reise entlang der Algarve weiter nach OLHAO. Auf dem Weg zur Anlegestelle des Bootes, mit dem wir zu den vorgelagerten Inseln fahren, besuchen wir die Markthalle der Fischer und daneben diese der Gemüse- und Früchtehändler. Die Auslagen der frischgefangenen Fische sind immer wieder eine totale Augenweide.

    Der Naturpark Ria Formosa, die vorgelagerten Inseln, erstrecken sich über 18‘000 Hektar. Seit 1987 ausgewiesen, beheimatet er ein äusserst empfindliches Ökosystem. Das Feuchtgebiet bietet einen essentiellen Lebensraum für Flora und Fauna. Es ist eines der wichtigsten portugiesischen Gebiete für Wasservögel und ein unverzichtbarer Rastplatz für Zugvögel auf ihrem Weg nach Afrika.

    Wir machen eine Halt auf der Ilha de Culatra, die ganzjährig von Fischern bewohnt ist. Weil gerade Ebbe ist, liegen die vielen kleinen Fischerboote relativ ungeordnet herum. Die Fischer beschäftigen sich mit dem Klarieren der Netze.

    Wieder an Land fahren wir nach Norden, weil wir noch etwas vom Hinterland sehen möchten. Wir werden unsere Kollegen morgen Abend in Lagos wieder treffen.
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  • Lagos (P)

    October 25, 2024 in Portugal ⋅ 🌬 18 °C

    Gestern sind wir auf ca 700 müM in AMEIXIAL auf einem sehr angenehmen Stellplatz mit schöner Rundsicht erwacht: Nur Hügel, voll mit Wald- und Büschen bewachsen ...und Morgenrot. Das kleine Dorf scheint sehr gastfreundlich: Der Platz neben der Sportanlage mit Toiletten, Wasser und Strom darf kostenlos benutzt werden.

    Viele Kurven und teilweise schlecht asphaltierte Strassen führen uns ins touristisch nicht sehr attraktive Monchique. Ja, hier hat es halt auch viel weniger bis gar keinen Tourismus als an der Algarve-Küste. Die Einwohner leben hier mehr von der Landwirtschaft und von der Kork-Produktion. Das Alentejo ist das Korkland Portugals. Hier wird mehr als die Haelfte der weltweiten Korkproduktion produziert. Die Korkeiche wird ca 150 Jahre lang alle neun Jahre geschält. Sie gilt als Nationalbaum Portugals.

    Wir sind alleine etwas ins Landesinnere gefahren, da uns die heute geplante Delfin-Bootstour (...auch noch bei ca 25 kn Wind und entsprechender Welle) nicht speziell hundefreundlich scheint. Rechtzeitig zum Grillabend treffen wir aber ein und der fröhliche Anlass hat sich denn auch gelohnt.

    Heute sind wir mit dem Taxi nach Lagos gefahren. Von hier aus wurden früher ganze Flotten mit 200-300 Schiffen nach Afrika losgeschickt. Es sind so portugiesische Stützpunkte und Kolonien in Ceuta und entlang der Westküste Afrikas entstanden. Auch das Lagos in Nigeria (...mit heute 17 Mio Einwohnern !?) hat hier somit gewissermassen seinen Ursprung.

    Das Lagos (P) ist viel kleiner, die Altstadt sehr gut erhalten, wenn auch vom Tourismus geprägt: schöne Gassen, eine Flaniermeile von der Marina bis zum Fort und eine in grossen Teilen noch intakte Stadtmauer.

    Den Abstecher zum Kap verschieben wir aus Zeitgründen auf morgen und hoffen, dass es dann auch noch schönes Wetter mit so viel Wind hat.
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  • Lissabon

    October 26, 2024 in Portugal ⋅ ☁️ 15 °C

    Gestern gab's wieder einen Fahrtag: 320 km nach Lissabon. Für uns eher noch mehr, da wir unser mb-Navi auf "Autobahnen vermeiden" stellen. Zuerst wird aber noch entsorgt. Die Portugiesen legen grossen Wert auf Recycling; überall stehen entsprechende Container und wir machen da natürlich möglichst mit, als Gäste.

    Erstes Ziel ist das nordwestlichste Kap Europas, das Kap Sagres. Zuerst aber, ein wenig irrtümlich besichtigen wir das nahegelegenen Fort: natürlich an bester Aussichtslage ebenfalls suf einem Kap. Wunderschön zum "umwandern". Auch Jano geniesst es und erschnuppert die vielen Sträucher und Blumen.
    Also: kurze Fahrt zum richtigen NW-Kap: rechtzeitig beginnt es zu regnen wie meistens, wenn wir an irgendeinem Kap sind. Sehr viel gibt es hier nicht zu besichtigen, es ist aber trotzdem immer ein besonderes Gefühl...

    Nun also los in Richtung Nord auf der am Atlantik am nächsten gelegenen Strasse. Zum Teil schlecht asphaltiert und immer von hohen Büschen gesäumt, so dass wir eigentlich von der Umgebung nicht allzuviel sehen. Wir bekommen auch den Eindruck eines nicht allzu hohen Standards: Schlecht unterhaltene Häuser säumen den Weg. Die Ansprüche der Bewohner scheinen allgemein nicht hoch zu sein.

    Für die letzten ca 50 km wechseln wir dann doch auf die Autobahn um rechtzeitig zur Tourbesprechung auf dem Camping Lisboa einzutreffen. Nach dem Spaziergang mit Jano und dem obligaten Apero gönnen wir uns das Nachtessen im Restsurant.

    Heute Lissabon, die pulsierende Hauptstadt Portugals. Mit seinen 545‘000 Einwohnern ist sie nicht nur die grösste Stadt Portugals sondern gilt auch als eine der schönsten Metropolen Europas. Wir können dies nur unterschreiben. Schon bei der Ankunft mit unserm Uber-Taxi imponieren uns die breiten Strassen mit besten Geschäften und sehr schönen alten Gebäuden.

    Wir beginnen unsere Tour durch die Stadt auf dem schon seit römischer Zeit besiedelten Burghügel, auf dem zwischen dem 14. und 16. Jh. der portugiesische Königspalast stand, bevor sich die Herrscher zum Tejo hin orientierten und an die heutige Praca di Comercio zogen. Da wir uns nicht in die ewige Schlange vor dem Ticketoffice stellen wollten, hat Ruedi erstmal geklärt, ob uns mit Jano überhaupt Eintritt gewährt wird und siehe da, mit dem Ausweis als Servicedog hat es geklappt. Wir geniessen die grandiose Aussicht auf die Stadt und schlendern treppauf treppab durch die riesige Burganlage.

    Danach geht es auf steilen Strässchen und z.T. engen Gassen runter zum erwähnten Praca di Comercio. Ein mächtiger Triumpfbogen bildet den Durchgang von der Rua de Augusta auf die Praca, die sich unendlich elegant zum Tejo hin öffnet. In den barocken Palästen mit schattigen Arkaden residieren heute Ministerien und Ämter.
    Wir schlendern durch den Stadtteil Alfama und essen im Miraduoro de Santa Luzia. Von der Terrasse dieses kleinen Restaurants noch einmal einen grandiosen Ausblick auf die Stadt und den Tejo, mitten drin Se Pazriarcal, das 1344 erbaute Gotteshaus, gilt als älteste Kirche Lissabons mit Ihrer wuchtigen Fassade und den zwei zinnengekrönten Türmen.

    Im 14./15. Jh. erlebte Lissabon eine Glanzzeit. Damals als sich die Seefahrernation Portugal aufmachte, die Welt zu entdecken. Lissabon wurde europäischer Hauptumschlagplatz für Gewürze, Gold, Silber und exotische Handelswaren. Die Stadt erhielt neue Prachtbauten wie das Hieronymuskloster in Belem. 1755 machte ein verheerendes Erdbeben dieser Ära des Wohlstands ein Ende. Der Wiederaufbau im architektonischen Geiste des Barocks veränderte Lissabon nachhaltig, doch der Wohlstand kehrte nicht zurück. Stolzer Ausdruck des Aufbruchs war das „Facelifting“
    das Lissabon 1998 für die Expo auf sich nahm. Vieles wurde restauriert, vieles auch neu und kühn gebaut .
    Lissabon hat uns total gut gefallen - es gäbe noch viel zu sehen - wir müssen weiter.
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  • Nazare 🌊🏄🎣

    October 28, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Auf dem Weg von Lissabon nach Porto haben wir NAZARE besucht, bekannt für seine (welthöchsten) 20-30m (!!) hohen Monsterwellen.
    Die ungewöhnliche Höhe der Welle hat mehrere Ursachen: vor der Küste befindet sich der Nazare Cayon, eine über 230 Kilometer lange Meeresschlucht, mit einer Tiefe bis zu 5000m. Das Ende dieses Unterwassercanyons liegt unmittelbar vor der Küste Nazare‘s, wodurch sich auf engem Raum grosse Unterschiede in der Wassertiefe ergeben. Eine entsprechende Dünung vorausgesetzt, können die Wellen dann mit bis zu 20m brechen.

    Am Strand beobachten wir Einheimische, wie sie Fische zum trocknen auslegen und verkaufen.

    Wir nehmen die Standseilbahn und fahren in den obern Teil der Stadt, die auf einer riesigen Klippe liegt. Am Ende dieser Klippe entstehen die Wellen - heute leider bescheiden - trotzdem sind ein paar Boote da, die die Surfer zu den besten Wellen ziehen. - Ein kleiner Eindruck dessen, was sich hier abspielen kann!

    Zurück am Strand finden wir in den Gassen ein kleines Lokal, wo wir Aroz de Marisco essen. Schmeckt wunderbar.

    Gestärkt fahren wir weiter nach Porto.

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    https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/p…
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  • Porto

    October 29, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 19 °C

    Porto, die Stadt an der Atlantikküste am Nordufer des Douro, zählt 238‘000 Einwohner und ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Nordportugals sowie das Herz der Metropolregion Porto (ca1.3Mio Einw.).
    Porto bildet zusammen mit Vila Nova de Gaia, am gegenüberliegenden Ufer des Douro, die zweitgrösste Agglomeration des Landes.

    Bereits zur Zeit der römischen Besatzung eine wichtige Handelsstadt, erlangte Porto im Zeitalter der europäischen Expansion eine bedeutende Stellung unter den Handelsmetropolen Europas.

    Porto verleiht dem weltbekannten Portwein seinen Namen. Dieser wird in Dourotal angebaut, nach Porto transportiert, in angrenzenden Vila Nova de Gaia weiter verarbeitet und gelagert und von dort aus in die ganze Welt verschickt.

    Porto wirkt nicht so aufpoliert wir andere Städte. In der Altadt
    stehen repräsentative, frisch renovierte Häuser im Barockstil neben Zeugnissen des Zerfalls historischer Bausubstanz. Grosse Paläste fehlen, denn den Bewohnern von Porto kam es stets darauf an, Geld zu verdienen, während man in der prunkvollen Konkurrenzstadt Lissabon einfach nur ausgab. Porto war und ist eine Stadt der Kaufleute. Grösster Beweis dafür ist der Palacio de Bolsa.
    Äusserst eindrücklich die riesige Glaskuppel über dem Innenhof. Dort versammelten sich die Kaufleute und wickelten ihre Geschäfte ab. Ein Raum ist prunkvoller als der andere, den Höhepunkt bildet der „ Arabische Saal“.

    Bewundernswert sind auch die Brücken über den Douro, allen voran die spektakuläre Eisenkonstruktion von Gustave Eiffel. - Ev jedoch ist die 1963 fertiggestellte Autobahnbrücke "Ponte da Arrábida" Spannweite am Bewundernswertesten: mit 270 m Spannweite und 50 m Pfeilhöhe bildet sie mindestens dazumal das weltweit grösste Spannbeton-Gewölbe! Speziell ingeniös ist sich die Erstellung des Baugerüstes, die im folgenden Link beschrieben ist.

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    https://de.wikipedia.org/wiki/Ponte_da_Arrábida
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  • auf dem Pilgerweg...

    October 31, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 15 °C

    ...nach SANTIAGO de Compostela.

    Zunächst aber ein Zwischenhalt in VIANA do Costela. Eigentlich haben wir ja schon genug Städte besichtigt, aber dies soll die älteste Stadt von Portugal sein, ist überschaubar und liegt privilegiert an der Mündung des Ribero Lima. Wir sind früh gestartet und geniessen deshalb unser Frühstück auf dem PP mit geöffneter Schiebetüre und mit schöner Aussicht auf den Lima-Fluss ...und einem Nespresso-Kaffee.
    Die byzantinische Kirche auf der Spitze des Monte de Santa Lucia thront hoch über der Stadt. Entschluss: hinauffahren und anschauen! Es lohnt sich: perfekte Kirche mit schönen Rosettenfenstern; perfekte Aussicht auf die Stadt ...und ein wenig "herumlungern".

    Nun aber doch auf die Autobahn und über die Grenze nach Spanien, da wir noch bei Tageslicht Santiago erreichen wollen. Die heutige Etappe war wieder über 300 km. - Wir müssen uns etwas einfallen lassen!

    Heute gehen wir die Pilger-Stadt, die wir ja von unseren ersten Ländy-Touren schon etwas kennen, ruhig an:
    SANTIAGO de Compostella ist die Hauptstadt Galiciens, eine Pilgerstätte, Universitätsstadt und wichtigstes Wirtschaftszentrum der Region.
    Hier leben knapp 95‘000 Einwohner und doch gibt es kaum jemanden auf dieser Welt, der den Namen des drittwichtigsten Wallfahrtsort des Christentums nicht kennt. Santiago vereint Kirche und Kunst, Kultur, Kitsch und Kommerz wie keine andere Stadt.
    Die sterblichen Ueberreste von Apostel Jakobus blieben über acht Jahrzehnte unenddeckt. Bischof Theodomiro erkannte das Grab an und begann die Nachricht des Wunders zu verbreiten. König Alfonso II von Austurien war der erste Pilger.
    Bis heute scheint die Anziehungskraft des Jakobsweg ungebrochen. Die Zahlen der Pilger explodieren.
    Man sagt, wer an der Kathedrale von Santiago ankommt, ist körperlich am Ende und spirituell auf dem Höhepunkt.
    Wir sind beeindruckt von den riesigen sakralen Bauten, die dem Pilgeransturm Kulisse bieten. Warum die Muschel das Symbol der Pilger ist, kann nicht erklärt werden. Sie ziert aber viele Hauswände und Stassen.
    Die dem Apostel Jakobus geweihte Kathedrale ist ein Juwel aus Romantik und Barock. Durch die monumentalen Gebäude und Kirchen wirkt die Altstadt wie ein Openair Museum. Die Studenten und Pilger aus aller Welt geben der Stadt jedoch ein lebendiges und junges Flair.

    Sepulccrum Sancti Iakobi Gloriosum (Das Grab von Jakobus). Der Grund, warum so viele Menschen aus aller Welt höher pilgern

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    Wir erfahren aus den Nachrichten, dass im Süden von Spanien extreme Wetterbedingungen herrschten. Bei Valencia sind über 100 Menschen gestorben. Dort waren wir vor kurzer Zeit.
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  • Cabo FISTERRA und "Meer"

    November 1, 2024 in Spain ⋅ 🌙 16 °C

    Wir verlassen Santiago de Compostela mit Ziel Cabo FISTERRA und entschliessen uns, dem Meer entlang zu fahren. Im Fischerstädtchen MUROS machen wir den ersten Halt, direkt am Hafen. Auf der Mole liegen die grünen Körbe, mit denen Pulpos gefangen werden. Vor der Küste in der Bucht gibt es ausgedehnte Muschelfarmen. Gut ausgerüstete Fischerboote warten auf ihren nächsten Einsatz. Der frische Fisch wird direkt über die Strasse verkauft.

    Schon wieder Halt: Wir haben Zeit und es lockt der Faro LARINO unwiderstehlich. Klein, aber nautisch wichtig und sehr pittoresk. Die Anlage wird heute als Hotel genutzt. Nur zwei Sterne **, aber hier kann man sich wirklich erholen! - wir nehmen schon einmal einen Prospekt mit...

    Wir geniessen die Fahrt von einer kleinen Bucht zu andern und erreichen Cabo FISTERRA bei schönstem Wetter - normalerweise hüllen sich die Kapps in Nebel, wenn wir kommen. Eine Statue am Strassenrand würdigt die am ambitionierten Pilger, für die die Reise erst am Cabo Fisterra beendigt ist.

    In MUXIA, ein weiteres kleines Fischerdorf etwas nördlicher. Hier essen wir zu Mittag: u. a. gibt es Pulpo, der uns vorzüglich schmeckt.

    Auf der ganzen Strecke sehen wir immer wieder graue Steinkästen auf Stelzen, auf dem Dach neben dem Kreuz oft eine Pyramidenform: Horreos heissen diese Maisspeicher, die im
    nordwestspanischen Galicien sehr oft vorkommen.

    Wir umfahren La Coruna und fahren bis VALDOVINO. Auf einem schönen Stellplatz mit Meeressicht geniessen wir den Sonnenuntergang.

    Galizien gefällt uns: traumhafte Strände / grössere Tide / irischer Einfluss / Erinnerungen an Skandinavien / ...
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  • am Ufer der Biskaya...

    November 2, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Wieder früh aufstehen, kurzer "Kotflügel-Zmorgen" und weg. Ein kurzes Hindernis bildet nur noch der zwar schöne, aber infolge vollelektronischem Betrieb nicht einfach zu handhabende Stellplatz. Wiederum ein Vorteil unseres kleinen Autos: Wir fahren neben der geschlossenen Barriere durch und starten in Richtung Gijon, wo wir dann unsere Kollegen wieder treffen werden. Alles möglichst nahe dem Ufer der Biscaya, der grossen Bucht des Atlantischen Ozeans, die sich von Galicien bis zur Bretagne entlang der Nordküste Spaniens und der Westküste Frankreichs erstreckt. Unser grosses Wetterglück wird nur durch einige Nebelschwaden, die vom Meer hereindrücken, unterbrochen. Es wird bald Ebbe sein und entsprechend spannend präsentieren sich die Ufer.

    Wir haben den Tidenkalender studiert: Um 11.00 (ca) müssen wir bei RIBADERO sein, um die (weltbekannten?!) "AS CATEDRAIS" optimal anzutreffen. Und wir schaffen das ganz genau. Zwar nur 3 m Tidenhub, aber doch eindrücklich, wie wir die trockengefallenen Felspartien umwandern können im Wissen, dass in 6 Stunden alles wieder vom Wasser umspült sein wird.

    Wir lassen uns Zeit, geniessen die Landschaft auf einem Jano-Spaziergang und bereiten in unserer fahrenden Küche Spaghetti, um Margrith's Heisshunger zu stillen.

    Die Sonne im Rücken bringt uns unser Sprinty nach wie vor zuverlässig und komfortabel nach CANDAS, etwas westlich von Gijon. Es beeindrucken die vielen Kunstbauten und insbesondere hohe Brücken über tiefe, fjordähnliche Täler. Wir dürfen uns einreihen in die "Wagenburg" unserer Reisekameraden an schönster Aussichtslage.

    Ein guter Spaziergang zum sehr maritimen Hafen schliesst einen weiteren erlebnisreichen Tag ab.

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    PS: Wie macht man ein Töff-Päärli nachhaltig glücklich? - Man demontiert den halben (...mir noch etwas unbekannten) Sprinty und findet dann doch noch die Batterie ...um den Töff zu überbrücken.
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