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- Day 1
- Sunday, August 4, 2024 at 8:38 PM
- ☁️ 16 °C
- Altitude: 112 m
SwedenMisterhult56°27’36” N 13°38’7” E
Lüneburg - Südschweden

Nun, da sind wir wieder. Auf einer neuen Tour, mit neuem Transportmittel und in neue Länder! Allerdings wieder mit den altbekannten täglichen Reisemitschnitten in dieser Form 🤗
In diesen fast drei Wochen geht's ca. 6.000 Kilometer durch Skandinavien. Dafür wurde uns von Sarah dieser wunderbare Camper namens "Hans" anvertraut, der uns heute schonmal sicher die ersten 650km bis zu unserem jetzigen Standort gefahren hat 👏🏼🚐
Gestern ging es mit dem Packen des Campers los, die Vorbereitungen starteten, insbesondere bei Paula allerdings gefühlt schon vor Monaten 😅 So wurde schon fleißig Ausrüstung zusammengekauft, die wir schon brauchten, brauchen werden oder vermuten zu brauchen 🤫
Nachdem ich gestern meinen Tagesdienst beendet hatte und dann gegen 23:00 Uhr alles verstaut war ging es noch für ein paar Stündchen in die Koje, bevor es heute zwischen 08:00 Uhr und 09:00 Uhr losgehen sollte 🛣️ Den Zeitplan haben wir sogar eingehalten und so starteten wir gegen 08:45 Uhr auf die erste, lange Etappe in Richtung Schweden. Der Plan für die ersten Tage sieht relativ lange Abschnitte an der Ostküste Schwedens vor, um dann entspannt und langsam durch Norwegen zurückzutuckern, nachdem wir auf den Lofoten waren 🤗
Also ab ins Auto heute morgen, Snacks auf dem Sitz platziert und ab ging die wilde Reise. Wir wollten zwischen 15:00 und 17:00 Uhr die Fähre zwischen Dänemark und Schweden erwischen. Und was soll ich sagen: Das hat 1A geklappt. Nach einem kurzen, ungesunden Zwischenstopp bei BurgerKing und einigen wenigen, schnell bewältigten Staus kamen wir pünktlich an der Fähre an 😊 Das Boot brachte uns dann sicher aufs schwedische Festland. Hier wollten wir ursprünglich in die Nähe des Ortes "Ängelholm" fahren und dort nächtigen. Da ich aber nach 600km Fahrt noch fit war, sind wir noch ein Stück weiter, um den längsten Abschnitt morgen schonmal etwas zu Kürzen 🥴
Jetzt stehen wir auf dem Parkplatz einer Elchsafari und machen früh die Augen zu. Es gab eben noch schnell etwas Erbsensuppe und Reste der Verpflegung der Fahrt 🍲 Hier gibt's sogar einen kleinen Streichelzoo auf dem Gelände, da haben wir zum Abschluss des Tages noch ein paar stinkige, aber niedliche Ziegen angefasst 🐐😅
Und ein kleines Malheur gab's dann doch noch bei mir: Habe mein Handy neu gestartet und ja leider eine neue Sim-Karte. Die PIN weiß ich natürlich nicht und so musste ich kurz meine lieben Cousins zu meiner Wohnung jagen um mir die PIN zu besorgen 🫣 Falls ihr das lest: Nochmal vielen, vielen Dank!!!
Ohne Handy und Navi wäre es schön doof geworden 😅
Das war's dann für heute, Morgen stehen uns nochmal um die 700km bis Hudiksvall bevor. Wird also ein langer Tag 🫡 Guts Nächtle 🤗
PS: Wetter war übrigens sehr durchwachsen. Von Sonne bis heftigsten Regen hatten wir auf der Fahrt echt alles. Aber jetzt gerade ist es trocken und kalt ist es auch nicht 🤗Read more
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- Day 2
- Monday, August 5, 2024 at 8:41 PM
- ☀️ 18 °C
- Altitude: 18 m
SwedenJättendal61°58’44” N 17°17’0” E
763 Kilometer weiter 🚐

Geschafft!
Nach 10 Stunden (inkl. Pause) haben wir den nächsten Stellplatz erreicht 😊 763 Kilometer weiter nördlich an einem See stehen wir nun :)
Die Fahrt hierher war nicht besonders ereignisreich. Es geht Kilometerlang durch den Wald und an schönen, zum Teil riesigen Seen vorbei, über Brücken und viel Autobahn 😅 Aber die Landschaft sieht so aus, wie man sich Schweden vorgestellt hat. Vor allem, wann man entlang dieser wilden Seen fährt!
Mittagspause war heute in Örebro bei der KebabFabrik 😅 Da gab's sowas wie einen Dönerteller und wir konnten gestärkt in die zweite Halbzeit der Tour aufbrechen :)
Letztendlich sind wir jetzt etwas weiter gefahren als geplant, um die Tour Morgen ein bisschen zu verkürzen oder früher auf den Lofoten zu sein und uns so einen Tag zu sparen, den wir woanders verbringen können 😊 Wir stehen jetzt also kurz hinter Hudiksvall in dem kleinen Örtchen "Jettendal" an dem See "Jettendalsajön" 👏🏼
Hier sind wir noch kurz in den See gesprungen bevor es Brot zum Abendbrot gab. Das Wasser hat mit 21°C eine ziemlich angenehme Temperatur und die kleine Runde Schwimmen tat sehr gut, nach der Fahrerei 🏊🏼♀️ Direkt an unserem Stellplatz steht noch eine Horde Kühe, die uns heute Nacht Gesellschaft leistet 🐄
Morgen geht's dann in den hohen Norden von Schweden, ungefähr in den Bereich um die Stadt "Luleå" 🥳 Dann haben wir unser Ziel fast erreicht.
Insgesamt sind wir jetzt über 1400km gefahren. Wir haben rausgefunden, dass der Camper mit seinen über drei Tonnen nur 8,35 Liter pro 100km verbraucht hat, was echt gut ist! Wahrscheinlich wird sich der Verbrauch in Norwegen aber noch ändern, wenn es bergauf und bergab geht ⛰️
Jetzt wird noch entspannt und gelesen!
Gute Nacht 🌛Read more
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- Day 3
- Tuesday, August 6, 2024 at 9:41 PM
- ☀️ 17 °C
- Altitude: 250 m
SwedenJokkmokk66°37’53” N 19°49’2” E
Wälder, Bäume, Seen

Das ist gefühlt alles, woraus dieses Land besteht. Wälder, Bäume und Seen 🌲 Und viiiiel und lange Straßen. Auf den 713 Kilometern, die wir heute abgerissen haben sind wir vielleicht durch fünf Dörfchen und zwei Städte gekommen und dann war's das hier 😅
Aber trotzdem ist es echt schön, hier durch die Wälder zu fahren und an diversen Seen vorbeizukommen! Noch ein Tag steht uns bevor, dann sind wir auf den Lofoten angekommen und können die Reise ab da langsamer angehen 😊
Aber die Stellplätze am Abend sind dann wieder so schön, dass sich die ganze Fahrerei gelohnt hat! Die Bilder sprechen mehr als 1000 Worte 🌅
Aber ich schweife ab und versuche nochmal kurz den Tag Revue passieren zu lassen :) Wir starteten die Tour heute dort, wo wir gestern aufgehört haben. Nämlich neben Kühen! 🐄 Die Bullen auf zwei unterschiedlichen Weiden haben heute Morgen ein richtiges Konzert veranstaltet, als sie sich gegenseitig in der Lautstärke ihres "Muhens" überbieten wollten 😅 Nachdem ich mir das einige Minuten angehört hatte ging es los in Richtung Norden!
Die Fahrerei habe ich weiter oben schon ausführlich beschrieben und mehr als Wald, See, Bäume, Straße kann man tatsächlich nicht so richtig beschreiben 🫣 Es gab noch einen schnellen Zwischenstopp zum Einkaufen von Gemüse und einen zum Tanken bevor es auf die weite Reise ging. Schon verrückt, wie riesig dieses Land ist! Aber wenn man auf die Karte guckt, dann kann man sehen, dass wir das Land beinahe komplett durchquert haben 🤗
Und das haben wir heute Nachmittag dann auch gesehen, kurz bevor wir an unserem Standort an einem Stausee bei "Jokkmokk" angekommen sind. Hier passierten wir nämlich die Grenze zum nördlichen Polarkreis! 😮 Sooo weit im Norden war ich noch nie, guter Gegensatz zu Neuseeland. Jetzt war ich Mal ganz weit im Norden, nachdem ich damals ganz weit im Süden war 🤗 Und es geht ja noch weiter nach Norden von hier aus 😅
Dadurch, dass wir hier aber knapp am Midsommar vorbeigeschrammt sind mit unserem Urlaub, geht die Sonne natürlich trotzdem noch unter. Allerdings deutlich später ☀️ Es ist jetzt fast 22:00 Uhr und noch ziemlich hell!
Unser Standort ist übrigens eine hervorragende Wahl! Paula war damit beauftragt und sie hat sich gut entschieden :) Wie schon gesagt, stehen wir fast alleine an einem großen Stausee, über dem gerade die Sonne untergeht 🌅
Ich habe mich heute dann zum ersten Mal entschieden die Angel auszupacken und habe auch direkt einen sehr kleinen Barsch gefangen, während Paula Essen zubereitet hat 🍝 Den Barsch habe ich aber nicht als groß genug erachtet um ihn zu essen, und so ist er auch gleich vom Haken abgefallen und hat sich wieder in die Freiheit gerettet :) Wenig später ist mir dann auch die erste Pose von der Angel geflogen, da muss ich in Norwegen wohl neu zusammenbasteln 🎣
Nach dem Essen ist vor dem Schlafen! Das werden wir jetzt gleich machen. Morgen steht uns ja noch eine letzte, längere Etappe bevor 🚐Read more
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- Day 4
- Wednesday, August 7, 2024 at 8:50 PM
- ☀️ 22 °C
- Altitude: Sea level
NorwayHjertholmen68°24’43” N 16°0’28” E
Velkommen til Norge 🇳🇴

Da wären wir, in Norwegen! 😊
Heute haben wir nochmal 507km hinter uns gebracht und sind jetzt nach ungefähr 2600 Kilometern in Norwegen und am Tor der Lofoten angekommen 🥳
Aber wie immer fangen wir natürlich am Tagesbeginn an :)
Der Tag startete neben dem Stausee von gestern. Nach einer ausgeruhten Nacht ging es weiter gen Norden durch verschiedenste Dörfer und vorbei an diversen Seen 😅
Hier hat sich also bisher nicht so viel getan.
Zwei Örtchen sind dann aber doch erwähnenswert. Der erste der beiden wäre "Gällivare". Hier waren wir nämlich erneut Tanken und erblickten dabei etwas absolut unglaubliches 🤯
Rentiere!!! Rudolph das Rentier stand einfach mit drei Artgenossen auf einer Wiese neben der Tankstelle. Die vier Tierchen waren tatsächlich auch nicht eingezäunt, sondern grasten dort gemütlich an etwas Gestrüpp.
Ich war so perplex, dass ich erst dachte, es würde sich um Rentiermodelle oder ausgestopfte Tiere handeln 🦌
Wir haben natürlich schnell ein paar Fotos geknipst und sind danach staunend und nachhaltig beeindruckt tanken gegangen 😅
Der nächste Ort, der dann noch erwähnenswert wäre, ist "Kiruna". An sich hat diese Stadt nichts besonderes, sie beherbergt eine der drei größten Eisenerzminen in Schweden und produziert gemeinsam mit den anderen beiden Minen ca. 90% des europaweiten Bedarfs an Eisen ☝🏼 Für diese Mine musste der Ort sogar vor einigen Jahren schonmal umziehen. Es ist also eine nicht besonders schöne Bergarbeiterstadt, aaaaaaber...
...nach "Kiruna" verwandelte sich die Landschaft extrem. Zuvor fuhren wir noch durch Wald, Wald und Wald und so langsam sollte sich das ändern. Bereits vor Kiruna wurden die Wälder langsam kleiner und es türmten sich mehr und mehr Hügel in der Umgebung auf ⛰️ Je näher wir dann der norwegischen Grenze kamen, desto höher wuchsen die Berge und umso mehr Flüsse und Bergseen passierten wir.
Dabei schien die gesamte Zeit die Sonne auf uns herab. Die Fahrt und die Aussicht waren unfassbar! 👏🏼☀️
Nach einem letzten Zwischenstopp an der letzten Tankstelle vor der norwegischen Grenze ging es dann wenige Kilometer weiter über eben jene! Wir hatten es nach Norwegen geschafft! Kurz eingeklatscht und weiter ging's 🫡
Von hier an wurde die Szenerie um uns herum immer beeindruckender. So langsam türmten sich die Berge neben den riesigen Seen auf und es dauerte nicht lange, bis wir "Narvik" passierten und an unserem ersten Fjord entlangdüsten 😊
Das heutige Ziel war "Lødingen" auf einer der ersten Inseln, die wir persönlich schon zu den Lofoten zählen würden. Offiziell sind sie es aber nicht... aber egaaaal! Es fühlt sich an wie die Lofoten 👏🏼 Und sehr schön ist es hier auch, an unserem Stellplatz am Hafen von "Lødingen". Hier haben wir jetzt auch das erste Mal ein bisschen was geblecht, um uns mal warm duschen zu können, bevor es auf die wilden, echten Lofoten geht ☝🏼
Wir haben dann zuletzt noch mit Präzision die Wasserkanister über den beiliegenden Trichter aufgefüllt. Die 40L hatten wir nämlich in den letzten vier Tagen verbraucht. Nun sind wir da auch wieder gut vorbereitet 😊 Und mit vollem Benzin- und Wassertank und guter Laune sind wir jetzt bereit auf die Lofoten zu starten 🥳
Freitag gehe ich hier oben tauchen, bei 16°C Wassertemperatur. Aber wenn man mal hier oben ist, dann kann ich mir das nicht entgehen lassen 🤿 Bin gespannt auf diese ganz andere Unterwasserwelt!
Zum Abschluss des Abends haben wir uns noch in ein kleines italienisches Restaurant gesetzt. Ehrlich gesagt, das einzige Restaurant, das es hier gibt 😅 Paula hat mich eingeladen, weil ich die 2600km so fleißig durchgefahren bin 🍝🚐 Dankeschön! :*
Jetzt geht's gleich in die Koje, ab heute stehen uns aber zum Glück nurnoch deutlich kürzere Fahrten bevor 😌Read more
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- Day 5
- Thursday, August 8, 2024 at 9:04 PM
- ☁️ 18 °C
- Altitude: 6 m
NorwayFjellet68°5’5” N 13°33’53” E
Bergsteigen und Staunen 😮

Endlich ist er da, der erste Tag an dem man nicht nur fährt, isst und schläft. Und ich würde sagen, wir haben den Tag gut genutzt 😊
Aufgrund des unbestandigen Wetters wollten wir uns nicht festlegen, was wir genau machen, sondern unsere Pläne an das Wetter anpassen. Eines kann ich aber schonmal vorweg nehmen, wir hatten unglaubliches Wetter ☀️ Das kann hier wohl sehr schnell umschlagen und gestern stand in der Wetter-App noch, dass es heute ordentlich regnen wird, aber Fehlanzeige! 🥳
Wir starteten aber so oder so erstmal Richtung Westen von unserem letzten Standort. Unser Ziel war die Stadt "Svolvær". Die größte Stadt der Lofoten. Hier wollten wir definitiv etwas einkaufen, insbesondere ein Kabel um die Drohne zum laufen zu bringen, die wir netterweise auch von Sarah geliehen bekommen haben 😊 Dafür musste aber ein spezielles Kabel her, da wir keine elitären iPhone-Nutzer sind... Bei der Stadt "Svolvær" gab es aber auch eine Möglichkeit das erste Mal Wandern zu gehen.
Und als wir uns der Stadt nach etwa einer Stunde Fahrt immer weiter näherten und das Wetter ganz hervorragend war, entschloss ich, dass wir eine kleine Bergwanderung machen würden 🤫⛰️ Die Fahrt bis nach "Svolvær" war übrigens wieder der absolute Wahnsinn. Die Blicke werden Tag für Tag und Kilometer für Kilometer besser und nach jeder Kurve wartet ein phänomenaler Ausblick auf einen 👀 Dazu ging es noch durch etliche Tunnel, wird halt langsam doch sehr bergig hier 😊
Wir kamen also nach etwa einer Stunde in "Svolvær" an und steuerten den Parkplatz neben dem Wanderweg an. Schnell die alten, oder in Paulas Fall, neuen Wanderschuhe an und los sollte es gehen 🥾 Die Wanderwege sollten eigentlich nicht so lang sein, waren aber als anspruchsvoll (rot) bzw. aüßerst anspruchsvoll (schwarz) ausgeschildert 😅 Das konnte uns natürlich nicht abschrecken, obwohl Paula gestern noch drum gebeten hat mit einem blauen (mittelschwer) oder grünen (leicht) Wanderweg zu starten 🤫
Egaaaal und so starteten wir den Aufstieg über angeblich 505 Stufen zum ersten Zwischenstopp. Und das waren aber definitiv mehr als 505 Stufen 😅 Und was ich hier jetzt in etwa 22 Wörten beschrieben habe, den Aufstieg zum ersten Zwischenstopp, war schon ein echter Kampf 🥴 Die Stufen waren zum Teil sehr hoch und es waren auch sehr viele!
Aber danach wurde der Spaziergang nicht einfacher. Nachdem die Stufen aufhörten ging es nämlich einfach über glatte Felskanten, Geröll, Wurzeln, Steine und Sand/Erde hinauf in Richtung Gipfel 🤗
Ich habe Paula aber immer weiter fleißig angetrieben, und mit dem zu erwartenden Ausblick von oben gelockt ⛰️
Und so haben wir es nach knapp zwei Stunden, drei Kilometern Strecke und ca. 700 Höhenmetern über Stock und Stein auf den Gipfel geschafft! 🥳
Und wir wurden definitiv belohnt. Das Wetter blieb beständig, die Wolken schwebten weit über uns, sodass wir bei leichten Sonnenstrahlen und angenehmen Temperaturen einen unfassbaren und unbeschreiblichen Blick über das Meer, die Stadt "Svolvær" und die umliegenden Berge hatten 🏞️ Die Fotos zeigen nichtmal ansatzweise wie unfassbar schön es da oben auf dem Gipfel war... Da hat sich der Fußmarsch definitiv gelohnt!
Auf dem Weg nach oben sind uns übrigens noch ein paar Schafe über den Weg gelaufen 🐑
Nach einer kurzen Verschnaufpause und einer kleinen Stärkung ging es dann wieder bergab. Das war zwar weniger anstrengend, aber trotzdem eine ordentliche Belastung für die Knie und die Füße, die eh schon etwas geschunden waren 🫣 Dennoch haben wir uns durchgebissen, hatten ja auch keine andere Wahl, und kamen dann nach knapp 3,5 Stunden wieder am Camper "Hans" an 🚐
Hier habe ich mal kurz an meinen Wanderschuhen gerochen und beschlossen, dass ich das nie wieder mache 👃🏼 Wir haben dann noch fix gepackt und sind dann auch ins Zentrum von "Svolvær" aufgebrochen. Hier stand ja noch der Einkauf an.
Die ersten beiden Läden, die wir für das Kabel ansteuerten waren leider eine Fehlanzeige. Ich wollte schon aufheben, aber wir haben trotzdem nochmal einen weiteren Laden angesteuert, der allerhand Ramsch verkauft hat 👏🏼 Und siehe da! Tatsächlich gab es hier das gewünschte Kabel für umgerechnet 37€ zu kaufen 😭 Aber was tut man nicht alles, um ein bisschen Drohne fliegen zu können!
Nach diesem Stopp und einem schnellen Einkauf von Kartoffeln und ein paar anderen nützlichen Sachen ging es dann weiter Richtung Westen. Wir wollten weiter nach "Henningsvær", ein kleines Fischerdorf, das auf einigen kleinen Inseln erbaut ist. Ich empfehle an dieser Stelle mal den genannten Ort zu googlen. Da findet man schöne Luftbilder auf denen man insbesondere auch den Fußballplatz erkennt, der diesen Ort berühmt gemacht hat ⚽ Hier ist es also auch Recht touristisch und extrem teuer! Eine blöde Portion Fish&Chips, die ich nach der Wanderung soooo gerne gehabt hätte, hat spärliche 22€ gekostet 😂 Also ging ich schmollend an dem Laden vorbei und wir flanierten nur weiter durch den Ort. Ein paar kleine, niedliche Läden. Paula hat einen schönen Teller gefunden, aber nicht gekauft und ich war noch traurig über die Preise des Fast-Foods 😅
Nach dem kleinen Spaziergang durchs Dorf sollte es dann auch schon weitergehen.
Letztes Ziel vor dem nächtlichen Quartier war der Strand "Vik". Fast weißer Sand und ein schöner Blick aufs Wasser sollten uns erwarten. Und auf der Fahrt kam sogar nochmal die Sonne raus ☀️ Also war auch diese Tour wieder eine Augenweide an der man sich nicht sattsehen konnte 😊
Und auch der Strand hielt was er verspricht. Sehr heller Sand und ein mega Blick aufs Wasser. Paula rannte förmlich zum Meer und hielt sofort ihre stinkigen Mauken da rein, nur um dann festzustellen, dass das Meer hier im Norden keine karibischen Temperaturen hat 😂 Ein paar Fotos später gab's dann Abendessen 😊 Nudeln und Pesto für mich und Paula verspeiste Nudeln mit Gulasch. Schmackofatz!
Während Paula gekocht hat, habe ich noch schnell die Drohne mit dem neuen Kabel ausprobiert. Und siehe da, nach wenigen Minuten erhob sich das Teil zum ersten Mal unter meiner Kontrolle in die Lüfte 😮 War schon witzig sich selbst so von oben zu filmen und die Drohne durch die Gegend flitzen zu lassen. Jetzt muss ich noch lernen, wie ich einstellen kann, dass sie dem Auto folgt und dann können brilliante Aufnahmen erfolgen 🥳
Wenig später begann es dann aber leider zu regnen, sodass ich die Drohne schnell wieder einfangen musste. Wir haben dann auch nur noch schnell zusammengepackt und sind in Richtung Stellplatz gefahren 🚐
Und da sind wir nun, am Ende der heutigen Geschichte 📖 In "Ballstad". Hier geht's Morgen Tauchen. Wir stehen jetzt tatsächlich ganz alleine an irgendeiner Straße und lassen den Regen auf den Camper prasseln bevor wir gleich die Augen zumachen. War ein langer Tag 😊Read more
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- Day 6
- Friday, August 9, 2024 at 8:53 PM
- ☁️ 17 °C
- Altitude: 9 m
NorwayKinnbukta68°2’29” N 13°5’36” E
Eintauchen in eine neue Welt

Die Tage vergehen einfach zu schnell, das muss man einfach Mal so sagen. Es sind zwar erst fünf Tage seit unserem Aufbruch vergangen, aber es fühlt sich schon nach deutlich mehr an. Vor allem, weil wir schon so eine große Strecke zurückgelegt haben 🚐
Letzte Nacht hat es irgendwann in Strömen geregnet, Paula hatte ein bisschen Angst, dass wir an unseren Stellplatz so nah am Wasser in den Fluten untergehen. Aber wir sind heute Morgen trocken aufgewacht und nicht versunken 😊 Wie gestern schon angekündigt sollte es heute Tauchen gehen!
Also steuerten wir nach den üblichen Morgenritualen die nur wenige Minuten entfernte Tauchbasis an. Hier wollte Paula auf dem Parkplatz stehen bleiben und etwas Lesen oder Schlafen während ich mich in die Tiefen des arktischen Ozeans wagte ❄️
Nach einem hervorragenden Briefing in der Tauchbasis und einem ersten Kennenlernen mit den anderen Tauchern ging es schon daran unser Equipment zu erhalten. Das Wasser sollte ca. 16/17°C haben, also tatsächlich ca. so viel wie bei meinen Tauchgängen in der Ostsee oder in Frankreich im Mai 🇨🇵 Trotzdem muss natürlich vernünftiges Equipment her. Ich hatte meine eigenen Flossen, Maske, Tauchcomputer, Handschuhe und Schuhe mitgebracht. Also brauchte ich nur Neoprenanzug und Flasche, sowie Jacket (Tarierweste oder BCD) 🤗
Die Neoprenanzüge waren Semi-Trocken, also sollten sehr warm sein. Die waren aber auch so eng, dass man Seifenlauge reinkippen musste und dann wurden die Teile über einen rübergeflutscht 😅 Das war ganz witzig anzusehen! Nachdem man den Neoprenanzug anhatte wurde einem langsam warm und es ging daran die restliche Ausrüstung anzulegen 🤿 Danach ging es dann recht schnell auf ein klitzekleines Schlauchboot mit dem wir vorsichtig aus dem Hafen steuerten 🚤 Das war definitiv das kleinste Tauchboot auf dem ich bisher war. Aber das Wetter war wieder hervorragend! Die Sonne brannte auf uns herab und während wir auf dem Weg zum Tauchspot waren erklärte unser Guide Daniel uns, dass das Wasser vor 12 Jahren zu dieser Jahreszeit noch ca. 11°C hatte. Da sind 17°C eine Steigerung von fast 50%... Das lockt mehr und mehr Seeigel an, die die wichtigen Pflanzen Unterwasser fressen. Gar nicht gut! 🫣
Aber nun zum Tauchen! Deswegen bin ich ja da gewesen :)
Und ich kann es halt wieder nicht so richtig passend beschreiben, aber es war wie auf einem Alien-Planeten zu landen 😅👽 Die Unterwasserwelt unterscheidet sich so enorm von dem was ich aus dem Mittelmeer, Asien oder dem Pazifik gewohnt bin. Erstmal erwarten einen Unterwasser riesige Kelp-Wälder in denen sich drei Krabbenarten ausbreiten. Wir haben auch alle drei Arten gesehen und auch mal angefasst 🤗 Die Krabben werden hier zu dieser Jahreszeit teilweise echt riesig!
Neben den Krabben gibt es diverse Seesterne. Von XXL-Seesternen mit 12 Armen zu super kleinen Seesternen mit feinen, langen Armen die zu Tausenden auf den Steinwänden hängen :)
Dazu dann viele Fischschwärme aus kleinen Fischen und daneben Kabeljau, der die kleinen Fische jagt 🐟
Wir sind dann noch an einer Qualle vorbeigekommen, die ich nur gesehen habe, weil ich so nah an den meterlangen Tentakeln vorbeigetaucht bin. Den Armen bin ich dann mit meinem Blick gefolgt, bis ich eine Qualle fand 😅🪼 Es handelte sich dabei um eine "Lions Mane Qualle". Soll man wohl nicht anfassen, kann wehtun 🤫
Lustigerweise war noch ein anderer Deutscher mit dabei. Der muss sein Tauchkönnen aber nochmal etwas auffrischen, denn er kam mit dem Schweben und seinem extra Gewicht nicht so gut klar und pumpte immer wieder zu viel Luft in seine Tarierjacke, sodass er drei Mal an die Wasseroberfläche schoss... Zum Glück waren wir nicht so tief, sodass das nicht so richtig gefährlich war 😬 Wir sind nämlich heute nur auf ca. 16 Meter abgetaucht. Aber trotzdem sollte das nicht passieren!
Nach dem ersten Mal habe ich ihn schon runtergezogen und versucht ihm zu helfen, indem ich ein bisschen Luft abgelassen habe. Hat aber nicht so richtig geklappt 😅 Aber darüber hinaus war er sehr freundlich 😊
Nach ungefähr 40 Minuten ging es wieder an die Oberfläche. Jetzt wo ich den Tauchgang etwas verarbeitet habe glaube ich, dass ich das Tauchen bei 25°C in der Karibik dem Tauchen im Nordpolarmeer vorziehen würde. Es ist einfach etwas bunter und gibt auch mehr zu sehen, aber nichtsdestotrotz war der Tauchgang eine mega Erfahrung! Ich meine wann geht man nochmal hier oben 300km nördlich des Polarkreises Tauchen 🥳
So, genug übers Tauchen geschwafelt! Nach dem Tauchen ging es schnell zurück in den Bus um Paula Bescheid zu sagen, dass sie die Dusche im Tauchcenter auch benutzen darf 😅👏🏼 Da muss man hier jede Gelegenheit nutzen, die man auf eine warme Dusche hat! Die Alternative ist eine Pumpe im Wasserkanister im Heck des Autos und dann eine kleine Brause, die man an die Tür hängt. Und dann steht man nackt in der Wildnis oder an der Straße und duscht sich mit wenig Druck und kaltem Wasser. So wie ich gestern Abend vorm Schlafen 😅 Da war die Dusche im Tauchcenter schon besser! Nach dem Duschen habe ich noch einmal fix die Drohne steigen lassen und ein mega Foto geschossen als auch ein kleines Video gemacht. Ich lade beides hier hoch 😊 Vorausgesetzt das geht heute überhaupt, weil wir an unserem Standplatz kaumNetz haben 🛜
Nun aber zurück auf die Straße 🛣️ Von "Ballstad" ging es mit dem Camper weiter gen Westen, also Richtung Spitze der Lofoten. Hier steuerten wir auf einen Strand in der Nähe der Ortschaft "Ramberg" an! Vorher haben wir noch zwei Fotostopps an einer Kirche und in einer Parkbucht mit Blick auf den Fjord gemacht 😊
Der Strand war wie gestern auch wieder sehr weiß und wirkte daher irgendwie karibisch. Das Wasser ist so klar und darunter der helle Sand lässt das Wasser einfach hellblau wirken! Wenn dann noch die Sonne auf die Wellen funkelt, wie in unserem Fall, dann ist das karibische Flair komplett 🌅 Den Strand sind wir einmal komplett abgelaufen und dabei habe ich die Füße etwas ins Wasser gehalten. Absolut magisch ✨
Nach dem Strandspaziergang ging es in ein kleines Café, in dem ich einen Fischburger bestellte, bei Paula gab's Fritten und eine heiße Schokolade ☕ Der Burger war super und eine sehr gute Stärkung, sodass wir dann nach einem kleinen Einkauf weiter konnten um uns auf die Stellplatzsuche zu begeben :)
Gekauft habe ich übrigens so komische Fischchips, also getrockneter Fisch, den man hier überall kaufen kann. Dazu noch Salzlakritz, braunen Käse und Lofoten-Pils 🍺 Der Käse ist hier irgendwie eine Spezialität und den habe ich auch gerade schon kosten dürfen. Ganz verrückte Geschichte. Ist irgendwie wohl ein Snack hier der Süße und Käse vereint. Und das schafft er auch irgendwie 😅 Schmeckt süß/säuerlich und schmilzt dann im Mund mit einer leichten Kakaonote aber auch Käsegeschmack. Ich weiß noch nicht ob das gut ist oder nicht 😂
Jetzt haben wir uns hier an eine kleine Nebenstraße an einen Fjordarm gestellt. Hier haben wir einen unglaublichen Ausblick, es ist unfassbar leise und von hier wollen wir uns Morgen dann nochmal ans Wandern wagen 😊 Bevor wir das machen habe ich mich aber heute nochmal ans Angeln gewagt. Die Angeln mit Posen und Würmern waren nicht so erfolgreich, aber als ich dann meinen Blinker durchs Wasser gezogen habe hat doch tatsächlich ein Fisch gebissen! Und so zog ich meinen zweiten Fisch der Reise aus dem Wasser 🎣 Wir sind uns noch etwas unklar um was es sich da gehandelt hat, aber er war auf jeden Fall zu klein zum Essen, sodass er wieder in die Freiheit entlassen wurde 😊👏🏼
Und das war dann auch der Abend! Jetzt ist das Bett aufgebaut, wir werden trotz Fliegengitter von kleinen Gewitterfliegen oder Sandfliegen gefressen 😡 Aber gleich unter der Decke geht's bestimmt ☝🏼
Dahin verziehe ich mich jetzt auch. Gute Nacht! 😴Read more
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- Day 7
- Saturday, August 10, 2024 at 9:58 PM
- ☁️ 16 °C
- Altitude: Sea level
Norwegian Sea67°30’13” N 14°3’17” E
Verpasste Chance

Heute gibt's tatsächlich gar nicht so viel zu erzählen. Wir hatten den Tag heute relativ offen gehalten. Eines stand nur fest: Wir wollten heute die Fähre nach "Bodø" nehmen 😊 Bevor wir die Fähre jedoch nehmen wollten, wollten wir uns zumindest nochmal etwas körperlich betätigen.
Wir mussten aber heute Nacht und auch heute Morgen leider feststellen, dass das Wetter sich so langsam zu dem wandelte, was man hier oben im hohen Norden erwartete... Die Nacht war nach einem sehr schönen gestrigen Abend extrem stürmisch 💨 So sehr, dass wir uns gezwungen sahen, das Dachfenster von Hans zu schließen!
Heute Morgen war es dann ziemlich zugezogen, es regnete aber nicht.
Zuerst war die Überlegung zu einem Strand zu wandern, der nicht allzu weit von unserem Stellplatz entfernt war. Wir sind dann zu dem Parkplatz des Wanderweges aufgebrochen, haben hier aber schnell festgestellt, dass wir niemals einen Parkplatz bekommen würden 😅 Also ging die Fahrt weiter.
Paula hatte noch eine Art Wasserfall rausgesucht, den sie gerne sehen wollte. Ich hatte als Ziel den "Reinebringen", einen Berg neben der Ortschaft "Reine". Dafür müsste man aber nochmal 2.000 dieser schönen Stufen erklimmen, über die wir schonmal gestolpert sind. Und da zumindest eine Hälfte des Teams mit schwerem Muskelkater zu kämpfen hatte, verschoben wir die Bergwanderung auf andere Berge in Norwegen 😅⛰️ Davon soll es hier noch ein paar geben!
Wir haben natürlich trotzdem ein paar Stopps gemacht, um Fotos zu schießen und dann ging es weiter in Richtung der Ortschaft "Å". Ja, der Ortsname besteht tatsächlich nur aus einem Buchstaben und ist somit der kürzeste Ortsname Norwegens 🤫
Vor "Å" erreichten wir aber noch den Wasserfall, bzw. die Stromschnellen. Richtig gefallen ist das Wasser hier nicht, aber es war irgendwie auch mehr als ein Fluss. Also kann man es bestimmt schon Wasserfall nennen ☝🏼 Zu diesem Wasserfall mussten wir ein paar Minütchen wandern und dort habe ich dann auch nochmal die Drohne steigen lassen 🚁
Das Ding macht schon sau gute Bilder, da kommt der Drang schon auf, sich auch so ein Spielzeug anzulegen! 😅
Auf dem Weg zurück zum Auto haben wir dann noch eine schneeweiße, verschmuste Katze getroffen. Die wurde natürlich auch noch ordentlich gekrault! 🐈
Nachdem das erledigt war ging es zuletzt nach "Å", bevor wir um 14:45 Uhr die Fähre bekommen wollten. Dafür wollten wir früh am Fährkai sein, da man das in der Hochsaison wohl so machen soll.
Wir sind aber erstmal in den eben genannten Ort und haben damit das Ende der E10, der Europastraße 10 am westlichsten, befahrbaren Ende der Lofoten erreicht 😊🚐
Wahnsinnig schöne Tour hier oben diese Straße mit unglaublich schönen Ausblicken nach jeder Kurve! Also ich kann das nur jedem wärmstens ans Herz legen, diese Straße selbst mal zu befahren 🤗 Es ist zwar Mal eng, wenn einem ein anderes Wohnmobil begegnet, aber meistens ließen sich die Straßen hier echt super befahren!
In "Å" knipsten wir dann selbstverständlich noch ein paar Bilder und machten uns danach auf den kurzen Weg nach "Moskenes" zur Fähre ⛴️
Hier muss ich jetzt kurz erklären, wie der Kai aufgebaut ist. Es gibt hier mehrere Spuren von 1-17 oder so beschriftet. Über jeder Spur steht das Ziel der jeweiligen Fähre, das ist bei fast allen Spuren "Bodø". Bevor man ankommt steht dort ein Schild, dass man sich auf eine Spur mit seinem Zielhafen stellen möge ☝🏼 Soweit, so gut!
Zwischendrin gibt's noch ein paar Spuren für Fahrzeuge die einen Platz auf der Fähre reserviert und vorher gezahlt haben.
Die ersten Spuren von 1-7 waren schon leicht gefüllt als wir gegen 12:45 Uhr (zwei Stunden vor Abfahrt) ankamen, sodass ich mich einfach auf Spur 14 gestellt habe, anstatt mich da mitten in die Menge zu stellen 😅 Bei Spur 14 war ich dann der Erste in der Reihe, oben stand "Bodø" angeschlagen und alles sah super aus!
Etwas über eine Stunde später kam dann die Fähre und Fahrzeug nach Fahrzeug wurde auf die Fähre gelotst. Zuerst natürlich die Fahrzeuge die schon gezahlt hatten und dann fing man an die Spuren 1-7 zu beladen 😬 Da standen dann natürlich auch ganz viele Fahrzeuge die deutlich nach uns gekommen sind, inzwischen waren die Spuren aber voll, sodass man sich nicht mal eben umstellen konnte....
Als dann die ersten fünf Reihen in der Fähre verstaut waren, bin ich Mal eben zum Lotsen gelatscht und habe charmant versucht zu erklären, dass ich dumm war, wir aber schon seit 12:45 Uhr da auf Spur 14 warteten 😴
Mir wurde dann gesagt, dass das eng werden könnte uns mitzunehmen, die nächste Fähre bekämen wir aber sicher! 🥳
Das wäre ja alles schön und gut, wenn die nicht erst um 20:30 Uhr gefahren wäre 😢
So ist es dann aber schlussendlich leider gekommen. Wir sahen der ersten Fähre dabei zu, wie sie langsam ablegte, während wir dann in Spur 1 ganz vorne auf die Fähre um 20:30 Uhr warteten. Juchu! 🫣
Dann haben wir die Bücher ausgepackt, ich habe nochmal etwas geangelt, aber nichts gefangen und wir haben zur Abendbrotzeit Nudeln mit Pesto gekocht 🍝
Irgendwann war es dann so weit und unsere lang ersehnte Fähre kam an. Dieses Mal hatten wir ja den Ehrenplatz und kamen auf jeden Fall mit.
Und da sitzen wir nun, auf der sehr schaukeligen Fähre nach "Bodø". So schaukelig, dass Paula sogar reisekrank und leicht übel wurde, obwohl sie das gar nicht von sich kennt 🤢 Zum Glück bin ich gut vorbereitet und habe Reisetabletten eingesteckt, jetzt geht's so langsam wieder 🥴
In einer Stunde haben wir es dann geschafft und sind in "Bodø". Von da noch knapp 40 Minuten zu unserem auserwählten Stellplatz. Hoffentlich ist der nicht belegt 😬
Aber das werde ich dann Morgen berichten, wenn ich dran denke!Read more
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- Day 8
- Sunday, August 11, 2024 at 9:48 PM
- ☁️ 13 °C
- Altitude: Sea level
NorwayRaudalen66°38’21” N 13°21’53” E
Ab in den Süden,...

...der Sonne hinterher!
Ich wollte heute ja nochmal ein kurzes Update geben, ob wir letzte Nacht unseren ausgesuchten Stellplatz nutzen konnten oder nicht. Leider standen dort schon zwei Camper, also mussten wir etwas weiter fahren. Parkbuchten neben der Straße gibt's hier aber wie Sand am Meer, sodass wir nicht lange suchen mussten 😊
Nachdem wir heute also ganz ordentlich ausgeschlafen hatten ging es zunächst zum sogenannten "Saltstraumen" nicht weit von unserem nächtlichen Platz. Dabei handelt es sich um den stärksten Gezeitenstrom der Welt! 😱
Hier fließt also tonnenweise Wasser unter einer Brücke durch, wenn mal wieder abnehmendes oder zunehmendes Wasser ist. Und das war ziemlich beeindruckend anzusehen! Durch die extrem starke Strömung bildeten sich diverse Strudel und Ströme rund um die Felsen 🌊 Sah ganz schick aus, war einen kurzen Stopp wert und lag eh auf unserer Route.
Danach ging es noch fix in einen Supermarkt für ein paar Kleinigkeiten bevor wir aufbrachen. Wir hatten uns heute entschieden die Küstenstraße zu nehmen. Das soll eine der schönsten Straßen Norwegens, wenn nicht sogar Europas sein, die von Bodo beinahe nach Trondheim führt. Also über 600km an der Küste entlang, an Fjorden vorbei, durch Tunnel und über Brücken und auf diversen Fähren🤗
Die Alternative war die deutlich kürzere E6 durchs Landesinnere. Da werden wir spätestens Morgen auch ankommen, weil wir nicht die ganze Küstenstraße fahren werden, aber ein kleines Stück wollten wir immerhin mitnehmen 😊
Und ich kann jetzt schon bestätigen, dass sich das lohnt. Aber sowas von!
Die Route ist eigentlich genauso schön, wie die Strecke über die Lofoten. Ein Fjord reiht sich an den nächsten und man möchte eigentlich alle 500m stehen bleiben um noch mehr von der Umgebung in sich und seine Kamera aufzunehmen 📸 Dazu kommt, dass die Sonne uns wieder mit ganz viel Schein segnete und das macht den Ausblick aufs Wasser natürlich doppelt und dreifach so schön ☀️
Wir fuhren also gemächlich entlang der Küstenstraße bis zu einem Stopp an einer Höhle, die wir kurz erkunden wollten 🪨 Mit Stirnlampe ausgerüstet stapften wir einen kleinen Hang hinauf zu einem Höhleneingang. Nachdem ich diesen auf Spinnen untersucht habe und Paula Entwarnung gegeben habe, ging es in das Dunkel hinein 👀 Die Höhle war zum Glück nicht so verworren, dass wir uns sicher waren den Ausgang wieder einfach zu finden!
Und so ging es immer tiefer durch den Gang :) An der Decke hingen ganz viele Wassertropfen, die aussahen als würden sie strahlen, wenn man sie mit der Taschenlampe angeleuchtet hat ✨
Nachdem wir etwas in die Höhle vorgedrungen waren wurde es leider etwas enger, sodass man hätte krabbeln müssen. Dafür waren uns die Klamotten aber zu schade und wir sind umgedreht 😅 Den Ausgang haben wir dann auch gut und sicher wiedergefunden 😊
Von der Höhle ging es dann wieder auf die Küstenstraße, der wir weiter bis zur ersten Fähre folgten. Vorher gab es aber einen kleinen Schreckmoment, als unser Wohnmobil "Hans" plötzlich ein gelbes Ausrufezeichen im Tacho anzeigte! 🥴 Ich habe mich so verhalten, wie ein guter IT-Techniker vorgehen würde und habe das Fahrzeug erstmal angehalten, ausgeschaltet und neu gestartet. Und siehe da: Das Ausrufezeichen war weg und alles war super! Also keine Sorge, Sarah! 🚐
An der Fähre angekommen standen wir vor der Frage, ob wir diese nehmen oder die längere Strecke außen an einem Fjord entlangfahren. Wir entschieden uns für die Fähre, damit wir unseren abgeschlossenen "AutoPASS" auch mal nutzen. Wir haben nämlich vor der Reise ein "Prepaid-Fährkonto" abgeschlossen. Darauf wurden 2.000 Norwegische Kronen deponiert und davon werden die Fähren hier dann gezahlt. Dafür sind die Überfahrten aber auch 50% günstiger 🥳 So haben wir für die lange Fähre gestern nur ca. 24 Euro gezahlt! Endlich Mal ein richtiger Schnapper in Norwegen 🤗
Es ging also auf die Fähre, unser Kennzeichen wurde gescannt und das Geld von dem Konto abgebucht :) Danach kamen wir in einem kleinen Dorf an und unrundeten einen wunderschönen Fjord! Hier liefen uns dann zum ersten Mal Schafe vors Auto 🐑 Die Schafe und das Auto sind aber heile geblieben :)
Nach dieser Fähre folgte wenig später eine weitere, bevor wir dann an unserem heutigen Stellplatz ankamen 😊 Die zweite Fähre beförderte uns aber erstmal in einen ordentlichen Regenguss. So schnell kann das Wetter hier nämlich umschlagen 🌦️☂️
Nach einer halben Stunde sollte das mit dem Regen aber auch vorbei sein und inzwischen ist der Himmel wieder frei von Wolken und es ist fast Windstill 😊
An unserem Stellplatz stehen wir nun direkt an einem Fjord, an dem man super erfolgreich Angeln kann. Zumindest wenn man den Bewertungen des Stellplatzes Glauben schenkt 😅 Also machte ich mich sogleich daran und probierte mich mindestens eine Stunde, bevor Paula mir mitteilte, dass wir ja mal was essen müssen 🍜🍝 Es gab hervorragende Nudeln mit Schinken-Sahne-Sauce!
Nach dem Essen versuchte ich mein Glück nochmal mindestens zwei Stunden. Ich hatte einen kleinen Gummifisch an meiner Angel befestigt und durchfischte alle Tiefen, dieses sehr tiefen Fjords 🎣 Aber das Glück blieb mir verwehrt 😅
Dazu kam dann frecherweise noch, dass zeitnah nach uns ein französischer Camper neben uns hielt. Es reicht ja schon, dass wir uns jetzt den Platz teilen müssen, aber dazu kommt noch, dass der Franzose mit einem ähnlichen Gummifisch in kürzester Zeit zwei dicke Fische aus dem Wasser zog! 😅
War wohl sein Tag, Morgen bin ich dann dran! Ich habe mir fest vorgenommen mindestens einen essbaren Fisch zu fangen und hier dann auch zu essen 🐟 Paula hat heute aber auch schon ein paarmal ihr Glück versucht, vielleicht schafft sie es ja, den dicken Dorsch aus dem Wasser zu ziehen!
Bisschen Zeit habe ich ja noch, ist ja erst eine Woche um 🤗
Jetzt sind die Angeln inzwischen sicher verstaut und es wird noch ein bisschen gelesen. Gerade eben ist noch eine Horde Schafe an "Hans" vorbeigalloppiert und hat dabei fleißig mit den Glocken geklingelt. Morgen früh wollen wir direkt die Fähre von "Jektvik' nach "Kilboghavn" nehmen, die uns dann weiter gen Süden bringt :)
Heute Nacht soll irgendwie Sternschnuppennacht oder so sein. Der Himmel ist aktuell sehr klar und hier oben im Norden kann man bestimmt gut Sterne gucken. Wir versuchen gleich mal unser Glück 🌠Read more
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- Day 9
- Monday, August 12, 2024 at 9:16 PM
- ⛅ 12 °C
- Altitude: 226 m
NorwayLitlodden64°59’12” N 13°12’46” E
Von der Küste in den Wald

Heute war der Tag, an dem wir die malerische Küste verlassen sollten und dafür etwas weiter ins Landesinnere von Norwegen vordringen wollten.
Der Wecker klingelte um 08:00 Uhr, damit wir die Fähre um 09:00 Uhr erwischen konnten. Nicht dass uns nochmal so ein Missgeschick wie auf den Lofoten passiert 😅
Von unserem Stellplatz zur Fähre waren es nur wenige Minuten und wir kamen genau pünktlich, sodass wir unseren heiß ersehnten Platz auf der Fähre sichern konnten!
Der erste Teil des Tages sollte uns weiterhin durch die traumhaften Fjorde und entlang an der Küste führen, bis wir nach zwei weiteren Fähren den Weg landeinwärts nehmen wollten 😊 Zuvor mussten wir aber nach der ersten Fähre endlich Mal wieder heiß duschen 🌡️ Dafür suchten wir uns einen Campingplatz raus und hatten die Hoffnung, dass wir dort für ein paar norwegische Kronen duschen könnten. Es wurde aber noch besser! Wir fanden direkt nach der Fähre einen Platz, konnten duschen und mussten dafür nichtmal bezahlen 🥳
Danach noch schnell Abwasser ausgekippt und schon sollte es weitergehen. Wir hatten heute wieder relativ viele Kilometer geplant, da wir die meisten Pläne für Zentral- und Südnorwegen gemacht hatten. Hier oben im Norden sollte uns die wunderschöne Route als Sehenswürdigkeit ausreichen. Und noch eine Sehenswürdigkeit gab es, gerade als wir vom Duschen kamen konnten wir noch eine Herde Rentiere erspähen 🦌
Und während ich danach so dahin fuhr und wir Kilometer nach Kilometer abrissen erblickte ich plötzlich eine majestätische Parkbank auf einem Hügel 🪑 Da überkam mich direkt das Bedürfnis, diesen Hügel zu erklimmen und so hielten wir kurzerhand am Straßenrand an 🤗
Danach ging es daran den Hügel zu besteigen.
Paula fragte vorher fünfmal ob es nicht schlauer wäre die Wanderstiefel anzuziehen. Ich war der Meinung, dass man diesen kleinen Hügel sicher auch ohne Stiefel erklimmen konnte 😅
Und letztendlich ging das auch, aber mit Stiefeln wäre es besser gewesen 🥴 Du hattest also Recht Paula 🤫
Oben angekommen stellten wir fest, dass sich auf diesem Hügel im zweiten Weltkrieg mal eine Stellung der Norweger befunden hat. Es waren noch alte Bunkeranlagen, Schützengraben und die Standorte der Geschütze vorhanden. Das war dann doch sehr beeindruckend 😮 Und so verbrachten wir dort mehr Zeit als geplant und wanderten durch die komplett erhaltenen und komplett zugänglichen Bunkeranlagen!
Von diesen Bunkern hatte man übrigens einen unglaublichen Blick auf das Meer und die umliegenden Fjorde. Das wird sehr wahrscheinlich auch der Grund für diese Stellung gewesen sein. Damals war die Priorität wahrscheinlich eher nicht, die schöne Landschaft zu bewundern 😬
Nachdem wir nach einiger Zeit alles erkundet hatten, fing es auch an zu regnen und wir begannen den Abstieg :)
Bei "Hans" angekommen wurde der Motor wieder gestartet und weiter ging es gen Süden! Ich will die ganze Zeit erwähnen, wie famos, brilliant, wunderschön und unglaublich sagenhaft die Landschaft hier ist, aber ich glaube das habe ich schon zu genüge getan 😅 Also kann man sich diesen Absatz von jetzt an einfach immer denken 🫣
Wir fuhren also weiter die Küstenstraße entlang, passieren zwei weitere Fähren und nach einiger Zeit fiel uns dann mal auf, dass wir zuletzt vor den Lofoten und damit vor ca. 830km getankt hatten 🤔 Das wurde uns dann ganz deutlich als wir mitten im Nirgendwo waren und die Reserve-Leuchte ansprang 😅 Eigentlich war Tanken laut meinen Berechnungen für den Ort "Mo I Rana" geplant. Da sind wir aber aufgrund der Küstenstraße vorbeigefahren und somit mussten wir nun mit Reserve die nächste, ca. 40km entfernte Tankstelle erreichen 😳
Ich habe das erstaunlich locker gesehen und bin einfach spritsparend gefahren. Paula hat erstmal ihre Mama angerufen und ihre letzten Lebewohl-Worte gesprochen 👋🏼
Und so rollten wir die Hügel hinab und quälten uns die Berge hinauf, bis wir schlussendlich tatsächlich an der rettenden Shell-Tankstelle ankamen 🥳 Hier wurde nach 872 Kilometern wieder mal vollgetankt, für knappe 123€ gab es 71 Liter Diesel in den Tank. Damit kommen wir auf einen durchschnittlichen Verbrauch von 8,1 Litern / 100km. Irgendwo in dem Rahmen bewegten wir uns auch in Schweden schon 🤗 Das finde ich erstaunlich gut bei einem 2,9 Tonnen Gefährt inklusive Beladung 😊
Nachdem der Tank wieder voll war ging es dann weiter. Inzwischen hatte sich die Landschaft extrem verändert. Wir hatten kurz zuvor einen 13km langen Tunnel durchquert, der uns unter einer Bergkette hindurch ins Landesinnere gebracht hat. Hier erwartete uns dann ein riesiger und teils reißender Fluss, dem wir flussaufwärts folgten 🏞️ Dazu kamen wieder mehr Seen und viele, viele Bäume 🌲 Die Landschaft ähnelte nun wieder Schweden, nur war es deutlich bergiger/hügeliger.
Der nächste Stopp führte uns zu einem Wasserfall an eben jenem Fluss, dem wir folgten. Hier donnerten riesige Wassermassen über Gestein und benebelten die umstehenden Besucher. Wir wurden dabei auch ein bisschen nass, sodass wir uns schnell wieder ins Auto verzogen und weiterfuhren 🚐 Von hier hatten wir es dann nicht mehr weit bis zu unserem Stellplatz :)
Vorher sollte aber nochmal der Magen gefüllt werden. Das Frühstück war heute ausgefallen, weil wir ja die Fähre erwischen wollten, also stoppten wir bei "Trixies Kebab und Pizza" 😅 Hier gab es zur Abwechslung von Nudeln und Pesto eine Pizza für mich und einen Kebabteller für Paula 🤩
Als wir das Futter in windeseile verdrückt hatten ging es wieder auf die Straße für die letzten paar Kilometer 🛣️
Diese brachten wir dann auch entspannt hinter uns und erreichten den heutigen Stellplatz. Wieder mal am Wasser, dieses mal aber an einem schönen See 😊 Wir stehen hier komplett abgeschottet im Wald, hier ist keine Menschenseele und es ist unglaublich still 🔇
Wir hoffen jetzt, dass die Wolken sich noch etwas lichten. Die Chance auf Polarlichter soll heute Nacht nicht so schlecht sein und dazu ist ja die Sternschnuppennacht. Das kann man aber beides nur beobachten, wenn die doofen Wolken sich verziehen 🫣
Die letzten Stündchen verbrachte ich dann wieder mal erfolglos mit meiner Angel am See. Paula leiste mir beste Gesellschaft, zog auch mal die Angel ein und las dabei weiter in ihrem gefühlt vierten Buch 😊 So kann man sich das gut gehen lassen 🤗 In einer kleinen Angelpause packten wir dann auch mal wieder ein kleines Spielchen aus und Paula hat es nach endlosen Runden das erste Mal geschafft mich in diesem Spiel zu schlagen 😮
An unserem Stellplatz haben wir übrigens kein Netz. Also bleibt der Beitrag heute Abend aus und wird Morgen früh hochgeladen. Aber tut auch mal ganz gut so ohne Telefon 📵Read more
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- Day 10
- Tuesday, August 13, 2024 at 9:10 PM
- ☁️ 19 °C
- Altitude: 326 m
NorwayDalabekken63°13’49” N 9°25’30” E
Plötzlich wieder unter Menschen

Heute Morgen erwachten wir leider nach einer Nacht ohne Polarlichter oder Sternschnuppen 🥲 Wir haben gehört, dass man in Deutschland super sehen konnte, hier war es leider bis Mitternacht zu hell und danach ist der Himmel etwas zugezogen. Der Wecker hat mich dann gegen halb drei nochmal geweckt, bei einem Blick nach draußen gab es aber nur Nebel über dem See 🌫️
Also mussten wir leider auf dieses Naturspektakel verzichten. Die Wahrscheinlichkeit wird jetzt auch immer geringer, da wir immer weiter in den Süden fahren und die Sonnenaktivität angeblich auch abnimmt 🫣
Muss man wohl im Winter nochmal herkommen 😅 Gibt aber definitiv schlimmere Reiseziele. Könnte mir gut vorstellen in einem Winter nochmal Richtung Finnland aufzubrechen, dann aber mit dem Flieger 🛩️
Nach dem Aufstehen gab es dann erstmal fett Frühstück inklusive Rührei 🥚 Was für ein Luxus an diesen schönen See! Dazu packte ich dann nochmal die Drohne aus und knipste noch ein Foto von unserem Stellplatz von oben :)
Beim Frühstück gesellte sich dann auch ein Tierchen zu uns. Leider war es kein Elch, dafür aber ein kleines, rotes Eichhörnchen. War aber sehr flink und konnte vor der Kameralinse fliehen 😋
Nach dem Frühstück brachen wir auf. Unser heutiges Ziel sollte Trondheim sein. Dafür fuhren wir eigentlich nur die Europastraße sechs herunter. Die Blicke auf die Wälder und den Fluss waren zwar noch immer schön, kamen aber nicht an das ran, was wir von den Lofoten gewohnt waren 😅 Von der Fahrt kann ich daher auch nichts besonderes berichten.
Je näher wir Trondheim kamen, desto mehr wurde gebaut und desto mehr Häuser und Dörfer gab es links und rechts der Straße.
Irgendwann kamen wir dann an und machten uns daran, die Stadt zu Fuß zu erkunden 🤗 "Hans" wurde mittels Lenkradschloss und einem kleinen Vorhängeschloss ordnungsgemäß gesichert, jetzt wo wir in der """gefährlichen""" Großstadt waren. Hier sind ja auch zum ersten Mal wieder viele Menschen um uns herum, seitdem wir vor etwas über einer Woche die Zivilisation verlassen hatten 😅
Das erste Ziel war ein kleines Fort auf einem Berg neben der Innenstadt. Hier erkunden wir die Wehranlage und die alten Kanonen, sowie ein kleines Museum in dem alten Wachgebäude 😊 Dabei waren überall kleine QR-Codes zu scannen, die einen zu Youtube-Videos über die Geschichte des Forts leiteten. Also haben wir auch ein wenig Geschichte mitgenommen 😎
Danach ging es einfach schlendernd durch die Innenstadt. Dabei in diverse kleine Läden aber auch zur Kathedrale!
Und die war wirklich schick! Die Front der Kathedrale hatte endlos viele kleine Statuen in der Fassade stehen und insgesamt war der Bau mit der sie umgebenden Parkanlage sehr schön 🤗
Von hier aus ging es weiter durch die Stadt, bis der Magen knurrte und Paula mitteilte, dass sie Bock auf einen richtig geilen Burger hätte 😅
Den Wunsch kann ich natürlich nicht ausschlagen und so fanden wir uns wenig später in einem sehr gut bewerteten Burgerrestaurant wieder 🍔
Und die Burger waren wirklich sehr gut! Paula hat glaube ich acht Mal erwähnt, dass ihr Burger wirklich sehr lecker sei 😅
Nachdem wir uns hier gestärkt hatten begann der Aufstieg durch die doch sehr hügelige Stadt Trondheim zurück zu "Hans" 🚐 An sich war das Städtchen echt ganz niedlich und Trondheim hat echt eine brilliante Gastronomie-Szene. Zumindest wenn man Trip-Advisor und Google glauben darf. Also wer mal gut essen will, findet hier bestimmt etwas!
Zurück bei Hans war der Plan, noch einige Kilometer zu fahren und dann einen Platz für die Nacht zu finden. Meist nutzen wir dafür die App "Park4Night". Allerdings kommt es auch mal vor, dass wir die Satellitenansicht bei Google-Maps aufrufen und versuchen selbst einen möglichen Stellplatz zu finden 😅 So hatte das gestern bei unserem Stellplatz ja zum Beispiel megamäßig funktioniert. Das war einer der besten Plätze der letzten Tage 🥳
Heute sollten wir leider nicht so viel Glück haben. Jeder Weg, der hier von der Hauptstraße abgeht führt zu Häusern, bei denen wir natürlich nicht einfach auf dem Hof stehen wollen. Und wenn es dann doch mal eine Straße ohne Haus gibt, gibt es dort keinen guten Stellplatz 😅 Auch in der App war an der Strecke nichts gutes zu finden und wir wollten eigentlich vermeiden an der Hauptstraße zu stehen 🫣
Nachdem wir ungefähr eine Stunde gesucht haben, haben wir uns jetzt doch an die Hauptstraße stellen müssen. Einen unfassbaren Ausblick haben wir aber dennoch! 🤩
Der Verkehr beruhigt sich hoffentlich noch ein bisschen, sodass wir halbwegs gut schlafen können 😊
Morgen früh soll es dann etwas früher weitergehen, weil ich gerne eine etwas längere Wanderung unternehmen möchte, wir aber auch noch ein Stück fahren müssen.
Grob geht's von hier aber weiter Richtung "Ålesund" 🙂
Ich bin gespannt, bald gehts in die Berge und ins Hochland, sowie zu den Fjorden um Geiranger und die Region östlich von Bergen. Das wird hoffentlich eine schöne Ecke mit vielen tollen Wanderungen und noch einigen netten Fährfahrten und Ausblicken auf Wasserfälle und mehr 🥳Read more
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- Day 11
- Wednesday, August 14, 2024 at 10:49 PM
- ☁️ 14 °C
- Altitude: Sea level
NorwayAspholet62°28’7” N 6°7’49” E
Petri Dank, Alesund 🎣

Nun stand die Fahrt nach Ålesund an!
Wir hatten uns für die Route noch zwei Kleinigkeiten rausgesucht, die wir unternehmen wollten bevor es in die Stadt ging und dann starteten wir recht früh ohne Frühstück, weil wir einige Kilometer vor uns hatten 🙂
Das Wetter war weiterhin durchwachsen mit ca. 18°C und bewölktem Himmel. Immerhin regnete es nicht.
Schien so als würden wir vor dem Sommer mit 30°C in Deutschland ins kühle Norwegen flüchten 😅
Die Tour war wieder sehr entspannt und führte uns wieder über zwei Fähren, bis wir das erste Etappenziel erreichten. Die sogenannte Atlantik-Straße 🤗
Dabei handelt es sich um eine Straße, die, wie der Name schon sagt, an der Küste des Atlantik über mehrere Inseln verläuft 🏝️
Bei sehr ordentlichen Wind und schroffem Wetter kann es hier schonmal vorkommen, dass ne Menge Wasser über die Fahrbahn gesprüht wird!
So windig war es bei uns aber nicht. Es war sogar so passabel, dass ich die Drohne steigen lassen konnte. Das Ergebnis konnte man schon bei Instagram bestaunen, hier gibt's aber auch nochmal ein Bildchen 📸
Die Drohne hat dann bei 80 Metern Höhe und direkter Nähe zum Meer aber doch über hohe Windgeschwindigkeiten gemeckert, sodass ich das klasse Teil erstmal wieder sicher gelandet habe 🤗
Nachdem wir die Recht kurze Atlantik-Straße passiert hatten kamen wir auf dem Parkplatz der Trollkirche an. Hier war die Überlegung eine etwa vierstündige Wanderung zu einer Höhle zu unternehmen, die in Marmor eingekleidet ist und in die ein Wasserfall stürzt 😳 Klingt ganz fantastisch, dachten wir auch!
Auf dem Weg heute kristallisierte sich aber eine leichte Unzufriedenheit meinerseits über die Route heraus. Ich hatte das Gefühl, dass wir nur im Auto sitzen, an allen Sachen vorbeifahren und uns nirgends irgendwie Zeit nehmen können um einen Ort so richtig zu erkunden...
Also bestand unser Stopp auf dem Parkplatz eher in dem Versuch unsere Route zu überarbeiten. So richtig viel konnten wir nicht drehen, weil wir uns mit der ganzen Fahrt auf die Lofoten einfach übernommen hatten und jetzt ja irgendwie zu einem bestimmten Datum zurück sein mussten.
Wahrscheinlich muss jetzt der Stopp in Bergen dran glauben, damit wir etwas entspannter reisen können und die beiden Must-Do Wanderungen zur "Trolltunga" und zum "Preikestolen" unternehmen können 👋🏼
Irgendwo müssen wir jetzt Abstriche machen.
Trotzdem steht noch einiges an Fahrt bevor, weil wir durch das kurvige Fjordgebiet um Geiranger und co. kurven müssen 🚐
Aber das werden wir jetzt auch wuppen.
Nachdem wir die Pläne diskutiert hatten hatte sich der Himmel etwas zugezogen und wir hatten auch noch ein wenig Strecke vor uns. Daher entschieden wir uns hier auch weiterzufahren und etwas früher in Ålesund zu sein und noch durch die Stadt zu schlendern 🚶🏼♀️
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir also die Stadt und schlängelten uns erstmal durch den Verkehr. Im Hafen lag ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Die MSC Euribia mit Platz für über 6.000 Gäste 😳
Da war ich dann wieder froh so frei durch Norwegen zu tuckern und nicht auf so einem Kahn zu sitzen 🛳️
Kurz darauf erreichen wir unseren Wohnmobilstellplatz in der Stadt. Von hier aus konnten wir das Horn des ablegenden Kreuzfahrtschiffes hören und sicherten uns einen der letzten Plätze am Wasser 🥳
Hier haben wir uns wieder für einen bezahlten Platz in der Stadt als guten Ausgangspunkt für Morgen entschieden. Außerdem war es uns so möglich noch einen Spaziergang in die Stadt und zum Aussichtspunkt über Ålesund zu starten 😊
Das gingen wir auch sofort an! Zuerst kamen wir an einer kleinen Brücke im Hafen vorbei. Hier fand, wie wir später herausfanden, die Begrüßung der neuen Studenten der Universität statt 👋🏼 Dafür haben diese sich in Gruppen in Schlauchboote gehockt, paddelten panisch im Hafen umher während sie mit Eiern, Mehl und weiterem Schabernack beworfen wurden 😅
Das war ein ordentliches und lustiges Event mit viel Publikum 🥳
Danach ging es weiter Richtung Aussichtspunkt. Auf dem Weg machten wir noch Halt in einem Souvenir-Shop und einem Spezialitäten-Geschäft 🤤 Da gab's Käse, Macarons, Elch-, Rentier-, Reh-, Hirsch- und Walsalami und diverse andere Köstlichkeiten. Wir konnten uns durch alles probieren und haben die Salami für gut befunden!
Dann gab's noch ein paar mit Käse versetzte Kekse für mich und weiter ging's auf den Berg!
Die ca. 400 Stufen haben sich allemal gelohnt! Der Ausblick von oben auf die Stadt war phänomenal 🤩🤗 Es wurden ganz viele Bilder geschossen und dann ging es denselben weg zurück zum Stellplatz :) Kurz vor dem Stellplatz wurde noch etwas regionales Bier im Supermarkt geshoppt und somit waren wir an der Front auch vorbereitet 🤗
Dort angekommen musste ich es einfach nochmal versuchen mit der Angel im Hafenbecken. Und siehe da: Nach einigen Würfen erwischte ich tatsächlich eine Makrele 🥳🐟 War ich also doch kein absoluter Anfänger und hatte doch was drauf!!
Es blieb aber vorerst bei der einen Makrele, die aber wieder in die Freiheit entlassen wurde 😊
Danach ging es dann unter die heiße und wohlverdiente Dusche. Als wir davon aber zurückkamen war das Hafenbecken eine reine Makrelengrube! Überall sprangen Fische in die Luft und unsere Nachbarn zogen einen Fisch nach dem nächsten aus dem Wasser 😳 Die Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen und so schnappte auch ich mir die Rute und ließ den Blinker nochmal ins Wasser gleiten 🎣
Und direkt beim ersten Wurf wurde ich belohnt! Eine Makrele nach der nächsten zog ich aus dem Wasser 😅 Nagut, es waren drei Stück. Aber in kürzester Zeit. Bei jedem Wurf hat man eine erwischt und auch Paula hat ihren ersten Fisch gefangen 🥳
Die Makrelen die groß genug waren haben wir an die Nachbarn abgegeben, weil wir die nicht einfrieren können... Aber der Tag wird kommen, an dem ich einen meiner Fische esse 😅
Jetzt sitze ich mit Bierchen am Hafen, schreibe kurz den Eintrag und bin gespannt auf Morgen 😊Read more
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- Day 12
- Thursday, August 15, 2024 at 8:58 PM
- 🌧 12 °C
- Altitude: 128 m
NorwayPaulsvatnet61°36’50” N 6°29’52” E
Trotz Regen hoch hinaus ⛰️

Der Wecker klingelte pünktlich um 08:00 Uhr. Ich bin ja wirklich kein Fan von Weckern im allgemeinen, im Urlaub noch weniger... Aber in diesem Urlaub mit dem straffen Zeitplan ist es leider unvermeidbar 😅
Nach einem leicht verknartschten Aufwachen war der erste Plan am Morgen pünktlich zu Eröffnung um 09:00 Uhr beim Aquarium in Ålesund zu sein. Das Aquarium hat sich speziell auf heimische Tierarten spezialisiert, die einzige Ausnahme davon sind Humboldt-Pinguine, die im Rahmen eines Aufzuchtprogrammes dort leben dürfen 😊
Wir kamen mehr als pünktlich um 08:56 Uhr an der Tür des Aquariums an. Zeitnah wurden uns die Türen geöffnet und wir konnten die wirklich schöne Ausstellung und die Aquarien bestaunen 😮
Gegen 09:30 Uhr fand die Fütterung der niedlichen Humboldt-Pinguine statt und nur eine halbe Stunde später die Fütterung des Seeotterpärchens im Gehege nebenan 🦦 Die beiden Fütterungen waren bis hierhin definitiv das Highlight des heutigen Tages, da wussten wir aber noch nicht, was noch so kommen sollte 🤫 Die Enttäuschung des Tages darf natürlich auch nicht fehlen, dazu aber später mehr 😅
Wir verbrachten knapp 2,5 Stunden in dem Aquarium und sahen von riesigen Krabben, über flache rochen, zu großen Fischen bis hin zu hässlichen Seesternen alles, was die heimische Fauna zu bieten hat :)
War ein super Besuch, auch sehr informativ 🤓
Nachdem wir die Pinguine hinter uns gelassen hatten ging die Fahrt mit Hans weiter in Richtung Südosten. Kurz nach Ålesund folgte eine Fähre, die uns über den ersten Fjord bringen sollte.
Paula ging auf der Fähre nochmal kurz zum WC und kam freudestrahlend wieder, nur um mir zu verkünden, dass sie gerade Delfine gesehen habe 🥲😮 Ich war natürlich geschockt! Ich wusste zwar, dass es hier Delfine gibt, aber habe die nicht so weit im Fjord erwartet. Dann habe ich ein bisschen geflucht, weil ich die Delfine verpasst habe... Aber vielleicht habe ich ja nochmal die Chance 🫣
Nun ja, es ging dann erstmal weiter zum nächsten Halt. Der war in dem kleinen Örtchen "Hellesylt" am westlichen Ende des weltberühmten Geirangerfjords. Warum dieser Fjord jetzt so viel berühmter ist als die anderen ist mir etwas unklar, aber es wird schon einen Grund haben. Faszinierend sieht es dort schon aus, mit steilen Felswänden an beiden Seiten des Fjords. In diesen Fjord fahren auch diverse, zum Teil wirklich große, Kreuzfahrtschiffe. Diese halten dann im namensgebenden, kleinen Ort Geiranger am Ostende des Fjords 😊
Auch die Fahrt nach Hellesylt war schon unglaublich. Die Felswände wurden immer höher, die Berge mit mehr Schnee bedeckt und die Straßen wandten sich immer stärker entlang der Klippen 🤗 Leider hatten wir seit Ålesund das Pech, dass wir von andauerndem Regen begleitet waren. Und das sollte sich so auch durch den gesamten Tag ziehen... Laut Wetterbericht sehen die nächsten Tage und Stopps auch sehr nass aus. Hoffentlich ändert sich das noch, sodass unsere beiden großen Wanderungen nicht ins Wasser fallen...
In "Hellesylt" angekommen hatten wir erstmal etwa eine Stunde Aufenthalt, weil wir die letzte Fähre von dort durch den Geirangerfjord nach Geiranger gerade verpasst hatten 😅
Wir hatten uns entschieden, diese Fähre durch den Fjord zu nehmen. Die ist zwar mit um die 90€ ziemlich teuer, aber vereint natürlich andererseits eine Fjordkreuzfahrt durch dieses Panorama mit einer Fahrfahrt 🛳️ Also zwei Fliegen auf einen Streich!
Um 14:20 Uhr rollten wir dann langsam auf die Fähre und hinter uns folgten zwei vollbesetzte Reisebusse mit chinesischen Touristen 😬 Ich will da tatsächlich gar nicht so viel zu sagen, aber wer schonmal auf solche Reisegruppen gestoßen ist, weiß, dass die zum Teil sehr einnehmend sein können 😅 Die Lautstärke war demnach etwas höher, aber es verlief sich ganz gut auf dem Boot.
Wir hatten uns draußen aufs Deck begeben, während ein Großteil der anderen Passagiere aufgrund des Wetters im Salon blieben :)
Der Regen war inzwischen nicht mehr ganz so schlimm, sodass die Überfahrt durch den Fjord mit dem leicht zugezogenen und diesigen Wetter mystische Züge hatte 😅
Sah also trotz Regen ganz schick aus da im Fjord 😊🏞️
Jetzt aber kurz zu der Enttäuschung des Tages. Im Internet wurden die "Sieben Schwestern" immer wieder groß angepriesen. Das sind sieben Wasserfälle unmittelbar nebeneinander, die aus 250 Metern Höhe in den Fjord stürzen.
Und was haben wir beobachten dürfen? Nicht besonders viel 😅 Die Wassermengen waren eher so, als würde oben jemand ein paar Handtücher auswringen 🫣 Wasserfall konnte man das auf jeden Fall nicht nennen...
Aber dafür gab es einige andere echt große Wasserfälle, die in den Fjord krachten 🌊
Nach etwa einer Stunde und zehn Minuten erreichten wir Geiranger. Von hier aus ging es direkt zum nächsten unerwarteten Highlight. Wir schlängelten uns endlose Serpentinen hinauf und die Straßen nach oben nahm gefühlt gar kein Ende 😳 Ich warf immer wieder mal einen Blick auf meine Uhr, die auch unsere Höhe misst.
400m ...
500m ...
600m ...
Immer weiter ging es über die gewundenen Straßen, bis wir den Schnee aus dem letzten Winter neben der Fahrbahn fanden.
700m ...
800m ...
900m ...
Und dann kamen so langsam die letzten Kurven. Und wie man sich ja vorstellen kann, wenn man aus einem Fjord kommt, war der Ausblick von da oben in den Fjord unschlagbar!
Ich glaube sowieso, dass wir heute den Tag mit den besten Ausblicken seit Beginn der Reise hatten. Ja die Lofoten waren auch Wahnsinn, aber der Blick über die Berge und die Fjorde und Seen heute war echt nicht zu übertreffen 🤩
Wo waren wir? Ach ja:
1000m ...
1040m!!
Klingt gar nicht so hoch, wenn man beim Skifahren auch mal auf 3.000 Metern unterwegs ist. Aber wenn man hier von Meereshöhe und vom Fjord auf über 1000 Meter klettert, dann ist das schon eine ordentliche Tour 😅 Und hier oben war die Landschaft direkt eine andere.
Schroffe, kahle Felsen, aber auch ein riesiger Bergsee und eisbedeckte Bergspitzen erwarteten uns. Wahnsinn 😮
Wir haben heute so viele Fotos gemacht, die kann ich in diesen Beitrag leider nicht alle unterbringen. Ich versuche aber eine gute Auswahl zu verstauen 📸
Nach dem Bergpass und Panorama ging es wieder berab, wir konnten ja nicht ewig hier oben bleiben. War auch ein bisschen frisch und extrem (!!!) windig 💨
Die Ausblicke blieben sagenhaft und so schlängelten wir uns weiter durch die Landschaft 😎
Einen weiteren Bergpass hatten wir vor uns. Der war aber nicht ganz so hoch, wie der vorherige :) Hier haben wir aber die größte Fülle an Tieren entlang der Straße gesehen. Auf dem Weg begegneten uns Alpakas, Ziegen, Schafe und Kühe. Die Schafe und Kühe trieben sich dabei wieder auf der Straße herum, sodass man ein bisschen Slalom fahren musste 😅
Nun sind wir an unserem nächtlichen Plätzchen angekommen. Wir stehen zwischen steilen Felswänden an einem kleinen See wieder ganz alleine. Es ist ruhig und sehr schön draußen und der Regen prasselt leise aufs Autodach 🚐
Morgen steht die große Entscheidung an, ob wir weiter durch die Berge in Richtung Trolltunga fahren um übermorgen die Wanderung dort zu unternehmen, oder ob es doch nach Bergen geht. Das wollen wir vom Wetterbericht abhängig machen. Solange es nicht regnet und die Wolken hoch genug sind, spricht auch nichts gegen die Wanderung 🤔 Wir sind gespannt, noch ist es ungewiss wie es weitergeht!
Gewiss ist aber, dass wir nach der fetten Portion Bolognese und den heutigen Eindrücken erstmal die Augen zu machen 😴Read more
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- Day 13
- Friday, August 16, 2024 at 8:17 PM
- ☁️ 10 °C
- Altitude: 18 m
NorwayRinden60°8’24” N 6°34’11” E
Eine schwierige Entscheidung

Ich sage ja so oft, dass ich heute nicht so viel erzählen kann und dann steht hier trotzdem eine riesige Textwand. Heute stimmt es aber tatsächlich, denn wir saßen eigentlich nur im Auto 😅
Wir haben lange geschlafen und mussten heute die Entscheidung fällen, ob es Richtung Bergen geht oder weiter in die Berge zur "Trolltunga".
Wir hatten gestern den Schlafplatz extra so gewählt, dass wir quasi vor der Kreuzung standen an der wir uns entscheiden mussten. Rechts oder links 🫣
Ich fand aber eine Stadt noch etwas weiter südlich, wo man diese Auswahlmöglichkeiten nochmals hat. Und so entschied ich erstmal dorthin zu fahren und die Entscheidung aufzuschieben 😅
Die Fahrt war relativ unspektakulär, zumindest im Vergleich zu den letzten Tagen 🏞️
Es ging zum Teil durch kilometerlange Tunnel und auch einen Bergpass in 1.000 Metern Höhe mussten wir wieder passieren. In zwei der Tunneln gab es sogar einen Kreisverkehr im Tunnel, sehr kreativ diese Norweger 😅
Nach einiger Zeit standen wir an einem Parkplatz von einem Wasserfall 💧
Den haben wir uns noch kurz angeschaut, war auch echt schick, aber danach stand dann die Entscheidung wieder mal an.
Der Blick in den Wetterbericht war für ganz Südnorwegen für die nächsten Tage bis zum Ende des Urlaubs nicht sonderlich berauschend 🥹 Regen, Regen und noch mehr Regen.
Allerdings nicht endlos viel. Aber die Sonne sollte wohl nicht nochmal rauskommen.
Hingegen ändert sich das Wetter hier zum Teil so schnell, dass es morgen plötzlich doch sonnig bei der Wanderung sein könnte ⛅
Solange es nicht zu windig war, die Wolken nicht zu tief hingen und es wie aus Eimern regnete wäre ich einverstanden. Aber man kann das eben nicht so vorhersehen 😅
Irgendwann fiel dann die Entscheidung es zu wagen und in der Nähe des Beginns des Wanderpfades zu nächtigen um im Falle von gutem Wetter früh aufbrechen zu können 🥱
Somit werden wir Bergen sehr wahrscheinlich verpassen, es sei denn der Wetterbericht morgen früh zeigt massiven Regen für die Region hier.
Dann würden wir nämlich weiterfahren und uns ein neues Ziel suchen.
Wenn nur ein bisschen Regen vorgesagt ist und wir eine Chance sehen, von oben einen guten Blick zu haben, dann werden wir morgen eine 7-10 stündige Wanderung unternehmen 😅
Der Rucksack dafür ist zumindest schonmal gepackt und Paula hat gerade noch eine neue Wanderhose gekauft. Für mich gab's eine Thermounterhose und für uns beide noch neue Stirnbänder 🆒
Da oben auf dem Berg soll es nämlich so zwischen 4-8°C haben. Da kann man doch besser gut ausgerüstet hochlaufen 🥶
Jetzt hoffen wir, dass das morgen mit dem Wetter klappt. Der Wecker klingelt um 06:00 Uhr und dann müssen wir uns zum Parkplatz durchschlagen und auch ordentlich für Parken und Shuttlebus zum Beginn des Pfades blechen. Daher soll das ja auch so gut überlegt sein 🤫
Jetzt aber schnell die Augen zu, damit wir morgen ausgeruht sind 😴Read more
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- Day 14
- Saturday, August 17, 2024 at 9:23 PM
- ☁️ 10 °C
- Altitude: 314 m
NorwayOsavatnet60°22’54” N 5°31’33” E
Bergen statt Berge

Wie gestern angekündigt klingelte der Wecker um 06:00 Uhr.
Ich schreckte hoch und griff sofort zum Telefon und öffnete die zuverlässige, norwegische Wetter-App "YR" 🌦️
Während sich die App langsam öffnete, betete ich dafür, dass auf dem Display "Sonne" und "keine Wolken" angezeigt wird.
Aber der Regen auf dem Dach des Campers sollte schon nichts gutes verheißen ☔
Und so war es dann auch. Der Tag sollte bewölkt sein und es sollte dauerhaft regnen. An sich noch kein riesiges Drama, weil der Regen nur ganz leicht sein sollte, aber bei einem Blick in eine weitere App wurde mir auch bestätigt, dass die Wolken auf knapp 400m hängen sollten ☁️
Da sich die Trollzunge deutlich darüber befindet und man somit von absolut keiner Sicht ausgehen konnte, entschieden wir uns schweren Herzens, aber vernünftigerweise gegen die Wanderung 🥹
Ein Blick aus dem Fenster bestätigte die Meldungen in den Apps.
Dann wurden die Augen nochmal geschlossen und gegen 08:00 Uhr wieder aufgeschlagen 🥱
Die Entscheidung, wohin es stattdessen heute gehen sollte fiel dann relativ leicht.
Bergen war die Stadt, für die wir uns entschieden. Das lag noch ungefähr auf einer Höhe mit uns, sodass wir nicht allzu weit nach Norden fahren mussten.
Die Strecke nach Bergen war wieder ziemlich abenteuerlich und führte durch schmale Tunnel, lange Tunnel und sehr schmale Straßen an Fjorden entlang 🤗 Eine Fähre müssten wir nehmen, auf die wir leider knapp 40 Minuten warten mussten. War aber kein Drama, weil wir früh losgekommen sind und gegen Mittag in Bergen sein sollten :)
Ich war noch etwas bedröppelt, weil irgendwie vieles ins Wasser fällt und auch diese Wanderung nicht stattfinden konnte. Aber da ist es gut, dass man nicht alleine unterwegs ist und Paula schaffte es wie durch ein Wunder mit Magie meine Laune aufzuhellen 🤗 Sie schmiss dazu noch kurzerhand ein spannendes Hörbuch an, was eine gute Alternative zu den "Drei ???" und den diversen True-Crime Podcasts war 😵💫
Nach knapp 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir Bergen. Hier war es erstmal gar nicht so einfach einen Parkplatz für so ein großes Auto zu finden. Nach etwas Suche wurden wir dann aber doch mit einem sehr zentralen Parkplatz gesegnet :)
Von hier aus ging es auf Erkundungstour durch Bergen. Und man kann es kaum glauben, aber zwischendurch blitzte doch tatsächlich mal die Sonne durch das Wolkendach 😮 Zuerst kamen wir durch die Innenstadt. Hier wurde auf einem Platz fleißig Line-Dance getanzt. Verantwortlich dafür war der "Bergen Line-Dance Club" oder so ähnlich 💃🏼🕺🏼 Nachdem wir uns das etwas angeschaut hatten und uns fleißig über Line-Dance belesen hatten ging es weiter durch die Straßen. Bei der Erkundung kamen wir am Fischmarkt vorbei, der von Touristen gepriesen wird. Hier kann man sich den frischen Fisch direkt zubereiten lassen. Bei Preisen von 20€ für ein Fischbrötchen nahmen wir davon aber erstmal Abstand 😂
Der Markt war auch tatsächlich gar nicht so groß, sodass es kurz darauf weiter ging in das Viertel "Brygge". Die alte Hafensiedlung von Bergen. Das war echt ein ganz niedliches Stadtviertel mit kleinen, schönen Läden durch die man bummeln konnte.
Nachdem wir auch diese Ecke hinter uns gelassen hatten, ging es weiter zu einer alten Festung unmittelbar neben "Brygge". Die wurde aber zum Teil renoviert und daher sind wir nur kurz durch den Hof gestiefelt 🏰
Jetzt hatten wir aber doch ein bisschen Appetit und wollten uns mal entspannt irgendwo hinsetzen.
Dafür fanden wir zuerst eine Art Grillbude die Rentierwurst im Brötchen angeboten hat. Das mussten wir probieren und so schlugen wir zu 🌭 Die Wurst war echt gut, aber irgendwie wurde die in ein süßliches Milchbrötchen verpackt und das passte nicht ganz so perfekt zusammen. Aber wer sind wir, über die Essgewohnheiten der Norweger zu urteilen 😅
Danach fanden wir ein Plätzchen in einem kleinen Cafe in einer Nebenstraße. Das Café war ordentlich besucht und die eine Mitarbeiterin war glaube ich ganz schön gestresst. Zumindest dauerte es recht lange, bis wir zu unseren Getränken kamen 😁
Die Zeit konnten wir aber nutzen um unsere Route und die nächsten Tage etwas zu besprechen. Dabei stellten wir fest, dass wir jetzt zeitlich doch ganz gut aufgestellt waren und wahrscheinlich sogar noch einen oder zwei Tage entspannt angehen lassen können 😊
Mit der Erkenntnis war der letzte Plan in Bergen, einen der beiden Aussichtspunkte über die Stadt zu besuchen. Wir entschieden uns für die näher gelegene Alternative und mussten dafür eine steile Bergbahn aus dem Zentrum auf den Berg "Fløyen" nehmen.
Von hier oben hatten wir dann einen phänomenalen Ausblick über die Stadt und die umliegenden Fjorde, Seen und die diversen Schiffe im Hafen 🤗 Das war echt der Wahnsinn und noch besser wurde es, als wir die ganzen Ziegen auf dem Berg fanden, die sich fleißig streicheln ließen 🐐
Irgendwann war es dann an der Zeit, die Bahn nach unten zu nehmen. Zuvor musste ich natürlich noch ein Foto mit einer Trollfigur neben dem Spielplatz machen (Danke Paula) und einmal die Rutsche auf dem Spielplatz rutschen 😂 Wurde dabei von manchen Eltern irgendwie komisch angeschaut, frech!
Nachdem wir die Bahn nach unten genommen hatten, stieg der Hunger in uns auf. Die Frage war also wieder mal, ob wir sparsam sind und die mitgebrachten Vorräte essen, oder ob wir ordentlich Geld in Bergen verpulvern und richtig gut essen gehen 🫣 Mein Gewissen und der Blick aufs Konto rieten mir, dass wir uns selbst versorgen sollten. Meinem Magen dürstete es aber nach mehr 🤫 Und dann kam Paula um die Ecke und verkündete feierlich, dass sie mich auf ein fettes Essen im Brasilia Bergen einladen würde 🤩🥹😳🤯
Das ist sowas wie das Rodizio in Deutschland, mit Fleisch vom Spieß und so 🍽️
Das war natürlich die beste Nachricht des Tages und so stapften wir beide hungrig Richtung Brasilia. Die Internetseite verriet uns allerdings schon, dass der Laden heute Abend komplett reserviert war. Trotzdem wollten wir den Versuch wagen!
Und wir wurden nicht enttäuscht. Einen Platz haben wir noch bekommen. Uns wurde aber gesagt, dass wir nur eine Stunde und 15 Minuten hätten uns den Bauch vollzuschlagen 😲 Wir nahmen die Herausforderung an und begaben uns in Bereitschaft am Tisch!
Und dann warteten wir geschlagene 40 Minuten, bis endlich Mal der erste Spieß an unserem Tisch erschien. Die anderen Spieße waren alle an den Nachbartischen leer geworden und ich war kurz davor zu gehen, doch dann ging es los...
Als der erste Spieß da war hörte es gar nicht mehr auf. Und das Essen war wahrhaftig famos 😍 Und so konnten wir uns dann doch noch den Bauch vollschlagen!
Jetzt hatten wir also das Futterkoma erlitten und schleppten uns zurück zu Hans. Von hier aus ging es knapp 30 Minuten zu unserem Stellplatz für die Nacht an einem kleinen See in der Nähe von Bergen 😊
Morgen können wir es aufgrund der Zeit die wir jetzt haben ziemlich entspannt angehen lassen. Wir wollen etwas Richtung Süden fahren, auf gutes Wetter hoffen und vielleicht halte ich nochmal die Angel ins Wasser 🐟Read more
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- Day 15
- Sunday, August 18, 2024 at 8:31 PM
- ⛅ 13 °C
- Altitude: 5 m
NorwayKroberget59°47’39” N 5°40’10” E
Ruhetag 🧘🏼♀️

Ein neuer Tag, ein neuer Beitrag 😌
Und heute hatten wir irgendwie mal einen Tag vor uns, an dem wir nichts geplant hatten.
Irre!
Wir wussten nur, dass wir etwas weiter gen Süden wollen, um bei dem besseren Wetter das für Morgen angekündigt ist noch eine Wanderung zu unternehmen 😊 Daher war der Plan irgendwie zwischen Bergen und Stavanger zu stoppen und einfach mal nichts zu tun 😅
Und so stehen wir jetzt hier, auf einer kleinen Insel die gefühlt nicht so touristisch ist. Wenig Autos, relativ wenig Menschen und wenig Trubel. Hier haben wir ein Plätzchen direkt am Strand gefunden mit Toilette und sogar einem Grill 🍗
Aber nochmal etwas in der Zeit zurück. Nach dem Aufwachen am heutigen Morgen sind wir zuerst mal zu einer sogenannten "Stabkirche" gefahren. Das haben wir schon eeeeewig auf dem Zettel und jetzt war irgendwie die letzte Möglichkeit 😅 Vorher sind wir immer vorbeigefahren...
Und nachdem wir angekommen waren war ich etwas unterwältigt 🫣 War eine Kirche, relativ klein, aber schon ganz schick. Leider von einem Maschendrahtzaun umgeben und man musste Eintritt zahlen... Das haben wir uns gespart und sind weiter nach Süden.
Eine sehr lange Fähre südlich von Bergen genommen und dann eine weitere auf unser Inselchen 😅 Die Route könnt ihr euch ja ansehen :)
Hier angekommen hatten wir tatsächlich etwas Sonne. So konnten wir unglaublicherweise ein paar Sonnenstrahlen tanken ☀️ Als ich den Grill hier erblickt habe, habe ich mir natürlich sofort auf die Fahne geschrieben, dass ich einen Fisch fangen werde und wir diesen grillen können!
Also habe ich die Angel ins Wasser gehalten, leider begann es wenig später zu regnen und es wurde doch sehr windig 🌬️
Also wurden die Angeln wieder verstaut und ich hoffe morgen Abend auf eine der letzten Chancen.
Da geht's nämlich nochmal auf einen Campingplatz mit Waschmaschine, Trockner und vor allem Dusche 😅🚿
Das ist spätestens nach der Wanderung morgen wahrscheinlich dringend notwendig 😬
Als es dann regnete wurde ein Escape-Room Spiel ausgepackt und das Rätsel bezwungen! Das hat knapp 1,5 Stunden gedauert, demnach sind wir keine besonders guten Detektive 🕵🏼♀️
Danach begann Paula mit der Essensvorbereitung. Ganz hervorragend wurden die Kartoffeln geschält, die wir vor Ewigkeiten auf den Lofoten gekauft hatten.
Dazu gab es Rinderrouladen 😲🍽️ Ja richtig gehört, Rinderroulade :)
Wir hatten uns bei dem Fleischer "Rothe" in Lüneburg vor der Tour mit Rouladen, Gulasch und Bolognesesauce eingedeckt. Sehr lecker und eine gute Alternative zu Pasta mit Pesto 😅
Und so geht der Tag auch langsam dem Ende entgegen. Es war sehr erfrischend mal nicht so super weit zu fahren und dann irgendwie nichts zu tun zu haben oder an nichts Tollem vorbeizufahren :) Morgen wird dann auch zum Glück nochmal gewandert, dann war das Einpacken der Wanderschuhe doch nicht ganz umsonst 😌🥾
Gerade eben habe ich noch kurz mit einem netten Herrn gequatscht, der hier sein Haus auf einem Steg hat. Der war sehr nett und hat mir erklärt wann er wie Krabben, Hummer und sonstiges Getier aus dem Meer zieht. Gab noch ein paar andere Themen und jetzt wollte ich ihm eigentlich gerade ein Weizenbier schenken, wenn er von seinem Hundespaziergang zurückkommt. Aber irgendwie ist er verschollen :(
Er wird schon wieder auftauchen. Jetzt wird entweder gelesen, Hörbuch gehört oder noch gespielt. Die Auswahl darf meine supertolle Freundin treffen. Ich bin gespannt 😶🌫️Read more
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- Day 16
- Monday, August 19, 2024 at 9:57 PM
- ☁️ 13 °C
- Altitude: Sea level
NorwayKloppå59°24’36” N 6°1’7” E
Die kleine Trollzunge

Endlich wachten wir mal auf und es war nicht am regnen, hat nicht super doll gestürmt und der Himmel sah auch ganz gut aus 😊 Der Wetterbericht war auch motivierend und so starteten wir in Richtung Süden.
Zuerst ging es mittels Fähre weiter und dann folgten einige Kilometer durch den Wald 🌳
Hier haben wir wieder inständig gehofft einen Elch zu erblicken. Leider ohne Erfolg 🫎
Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir die heutige Wanderung. Die "kleine Trolltunga" oder auch "Trollzunge" zu deutsch 👅 Hier kamen aber zeitgleich mit uns zwei Busladungen an AIDA-Gästen an...
Normalerweise soll die Wanderung gar nicht überlaufen sein und nur sehr wenig Menschen anlocken. Da hatten wir die falsche Zeit erwischt.
Aber im Gegensatz zu den Kreuzfahrern hatten wir endlos Zeit, um oben am Gipfel abzuwarten 😌
Und so machten wir uns an auf die Socken, den steilen Schotterweg den Berg hinauf zu erklimmen 🚶🏽Wir kamen glaube ich ziemlich fix voran und kamen auf dem Weg wieder an ganz vielen Schafen vorbei.
Ich habe sogar einen perfekten Wanderstock gefunden, der mich auf dem Anstieg begleitet hat 🤩
Nach etwas über einer Stunde erreichten wir die kleine Trollzunge gemeinsam mit ganz vielen AIDA-Menschen. Die drängelten sich dann natürlich alle vor der Fotolocation und als die letzten ankamen, wurde auch schon verkündet, dass man gleich wieder runter müsse 😅 Die hatten definitiv einen straffen Zeitplan.
Und nachdem jeder sein perfektes Foto geschossen hatte, leerte sich der Berg so langsam und es wurde ruhiger 🤫 Und was soll ich jetzt anderes sagen, als dass der Ausblick ein Wunder war! Ich würde fast sagen, man sollte die Bilder, die zum Teil mit Hilfe der Drohne gemacht wurden, für sich sprechen lassen... Unglaublich schön da oben gewesen 😍🤯 Und auch wieder ein kleiner Nervenkitzel so nah an der Felskante über dem Fjord 😱
Wir verbrachten bestimmt eine Stunde oben und genossen einfach nur den Blick über die Inseln in Richtung Meer und über den Fjord unter uns 😊
Danach ging es wieder bergab und gegen 15:00 Uhr waren wir wieder abfahrbereit bei "Hans" 🚐
Wir hatten uns schon einen Stellplatz für die Nacht rausgesucht, der nur wenige Kilometer und eine Fähre entfernt zu sein schien. Da wollten wir dringend duschen und Wäsche waschen 🧦 Wir erwarten eine Fahrzeit von knapp 40 Minuten inklusive der Fährfahrt. Und so standen wir gegen 15:15 Uhr am Fährkai und checkten wie immer die Zeiten der Fähre um zu sehen wie lange wir warten müssen. Normalerweise sind da so 10-30 Minuten und in den seltensten Fällen auch mal eine Stunde ⏱️
Bei einem Blick auf den Plan mussten wir aber feststellen, dass diese Fähre nur zwei Mal am Tag fährt, und zwar um 07:00 Uhr und um 18:15 Uhr 😲
Und so war der Plan, schnell zum Stellplatz zu kommen leider gescheitert. Die Alternative waren 100km und fast zwei Stunden Autofahrt. Aber einen anderen Stellplatz oder Campingplatz, der unsere Bedürfnisse Duschen, Waschen und am Wasser zu stehen erfüllte, gab es einfach auch nicht...
Und so fuhren wir halt den Umweg und kamen gegen 17:15 Uhr hier an 😊
Immerhin war noch genug Platz und wir stehen hier jetzt mit einem anderen Camper 🏕️
Nach einem kleinen Einkauf wurde die Waschmaschine angeschmissen und Paula hat den gerade gekauften Lachs zusammen mit Nudeln und ihrer Magie in eine wunderbare Mahlzeit verwandelt 🤩 Und das während ich wieder versuchte uns etwas zu essen zu fangen. Aber irgendwie klappt das mit dem Fisch aus dem Supermarktregal besser 😂 Auch wenn ich tatsächlich ein paar Bisse auf meinen Blinker hatte 🤫
Nach dem Essen wurde die Wäsche in den Trockner umgeladen. Ich versuchte es nochmal halbherzig mit der Angel und unterhielt mich danach ein wenig mit unseren Nachbarn, die seit fast 20 Jahren Urlaub in diesem tollen Land machen 😇 Und wer kann es ihnen verübeln, ist wirklich schön hier.
Auch heute stehen wir an einem extrem ruhigen Platz, wo man nur das leise Plätschern der Wellen hört. Jetzt hat der Wind auch noch ein bisschen nachgelassen und es ist wirklich sooooo leise. Das kennt man so irgendwie gar nicht, man wird ja immer beschallt 👂🏽
Für Morgen haben wir noch keinen richtigen Plan, den hecken wir morgen früh einfach mal aus, wenn wir sehen wie das Wetter ist 😊Read more
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- Day 17
- Tuesday, August 20, 2024 at 9:20 PM
- 🌧 13 °C
- Altitude: Sea level
NorwaySongesand Fk59°0’59” N 6°19’20” E
Märchenwald, Wasserfall und Fjord

Die Reise geht so langsam dem Ende entgegen. Und die letzten Tage sind irgendwie deutlich entspannter, weil man nicht so einen krassen Zeitplan hat und sich nicht über 300km pro Tag hetzen muss.
Heute Morgen suchte ich eine kleine Route für den heutigen Tag raus, sah nach ob es am Ende der Route einen Stellplatz gibt und was man auf der Strecke unternehmen könnte 😌
Nachdem der Plan von Paula mit einem "Klingt doch okay, machen wir so" abgesegnet wurde ging es nach einem kurzen Frühstück los in Richtung Osten 🤗 Kurz nach Fahrtbeginn (ca. 1 Minute) stellte Paula aber mit einem Schrecken fest, dass wir das Dachfenster nicht geschlossen hatten 😱 Bei weiterer Betrachtung waren auch die Schubladen nicht gesichert :o Wir hatten bisher immer so fleißig dran gedacht, aber irgendwann musste es ja so weit sein.
Und als wir dann das Innere von Hans betraten gab es noch eine weitere Katastrophe... Auch das Abwasser hatten wir zum ersten Mal nicht rechtzeitig geleert und der eine Tank war übervoll 😬 Also ergoss sich eine kleine Menge an Wasser in den Schrank und auf dem Boden...
Zum Glück war das nach einer Minute schon aufgefallen und nicht erst nach der ersten Stunde Fahrt 🤯 So konnte der Schaden noch eingedämmt werden! (@Sarah: Es ist kein Schaden entstanden) 🤫
Das erste Ziel war nach einer kurzen Fährfahrt das kleine Örtchen "Hjelmelandsvågen".
Dieser Ort ist sicherlich in aller Welt bekannt für den größten Flechtstuhl der Erde! Unfassbar 😲 Und nach einer Kurve konnten wir endlich einen Blick auf dieses Meisterwerk werfen :o Vielleicht das beste, was wir bisher in Norwegen gesehen haben 🤩
Also noch schnell ein Foto gemacht und weiter ging's. Nach einem schnellen Zwischenstopp im Supermarkt ging es weiter Richtung Süden.
Und nach einiger Fahrt erreichten wir den Märchenwald 🫅🏽🧚🏽🧜🏽🧌🐉
Hier wollten wir ein bisschen durch den Wald spazieren und in diesem Wald sind überall kleine und große handgemachte Märchenfiguren aufgestellt. Hauptsächlich entstammen diese norwegischen Sagen, so fanden sich allerhand Trolle und trollartige Geschöpfe. Aber auch Winnie-Pooh und Rotkäppchen, sowie der böse Wolf verirrten sich in den Wald :)
Aber der Wald war nicht nur wegen den Figuren schön, sondern auch wegen den ganzen Bachläufen und den moosbedeckten Felsen und Bäumen 🤗 Es sah wirklich märchenhaft aus und so verbrachten wir sicher 1,5 Stunden bei den ganzen Fabelwesen 🧌
Nachdem wir irgendwann wieder aus dem Wald gefunden hatten und nicht vom bösen Wolf gefressen und auch nicht vom Sumpftroll in die Tiefe gezogen wurden ging es wieder zurück ins Auto 🚐
Damit ging es dann wieder auf einen Bergpass hinauf. Ziel war nämlich der Lysefjord, einer der meist fotografierten Fjorde Norwegens. Grund dafür ist die Wanderung auf den Preikestolen. Ein Felsblock weit über dem Fjord, von dem man einen phänomenalen Ausblick auf den Fjord haben soll 😳 Je nach Wetterlage wollen wir das Morgen vielleicht noch angehen :)
Um den Fjord aber zu erreichen mussten wir zunächst den genannten Bergpass überqueren. Und bevor wir das taten gab es noch einen Wasserfall zu bestaunen!
Und so bogen wir kurz von der Hauptstraße auf einen Privatweg ab, für den man 50 norwegische Kronen in einen Briefkasten werfen sollte. Das taten wir natürlich pflichtbewusst und wenig später rumpelten wir die Schotterpiste entlang 🚐
Hier auf dem Bergpass waren so wenig Autos unterwegs, dass die Schafe die Fahrbahn zum Teil gänzlich einnahmen und gemütlich auf der Straße lagen 😅
Jetzt musste man also schon Slalom um die Schafe fahren 🐑
Nach einem kurzen Stück Holperpiste kamen wir am Wasserfall an. Jetzt noch ein Stück den Berghang hinab und dann sahen wir ihn. Das Wasser donnerte hier 100m in eine Schlucht hinab 🌊 Immer wieder beeindruckend.
Paula hatte natürlich wieder mal recht damit, dass ich mir Wanderschuhe hätte anziehen sollen. Aber ich wollte nicht hören und so rutschte ich auf dem teilweise matschigen Boden schön hin und her 🥾
Irgendwie waren wir dann aber auch schnell nass durch die aufwirbelnden Fluten und machten uns auf den Rückweg.
Dann holperten wir dieselbe Straße zurück und hatten danach nurnoch ein kurzes Stück bis in das Dörfchen "Songesand". Und Dorf ist eigentlich schon zu viel. Hier stehen vielleicht 10 Häuser und dazu gibt es den Fährkai, an dem wir jetzt stehen ⛴️ Und wegen der Fähre sind wir auch hier, die fährt auch nur zweimal am Tag an drei Tagen der Woche und Morgen ist einer dieser Tage. Und wir haben noch ein Ticket ergattert 🤩Somit können wir Morgen, bei bisher guter Wettervorhersage, eine kleine 1,5 stündige Fjordkreuzfahrt nach "Lauvikk" machen 🤗
Und hier am Stellplatz ist der Blick durch den Fjord wieder absolut traumhaft. Vorhin konnten wir eine ganze Weile einer weißen Wand zusehen, die sich durch den Fjord auf uns zubewegte. Eine Regenfront, die kurz danach über uns stand ☔
Aber davor hatten wir auch eine Zeit ohne Wolken mit kompletter Windstille 🍃
Wieder mal ein sehr guter Stellplatz, nur die Familie nebenan mit ihrem Camper ist bisher etwas laut und rücksichtslos, aber noch ist es auszuhalten 😤
Und so ging der Tag wieder mal zu Ende wie so oft. Paula hat hervorragendes Essen gezaubert, es gab Bratwurst im Brötchen. Ich habe versucht Essen zu fangen und auch ein paar sehr kleine Fische aus dem Wasser gezogen, aber nichts richtiges dickes. Ich glaube meine Ausrüstung ist nicht ganz die richtige für die Wassertiefen hier. Das Wasser hat hier direkt am Kai nämlich schon 30m Tiefe und es geht auch fix auf über 500m runter 📏
Morgen um 10:40 Uhr nimmt uns die Fähre über den Fjord nach Westen mit. Dann wollen wir zumindest noch ein Stück nach Süden kommen, weil wir übermorgen ja in Kristiansand die Fähre nach Dänemark erwischen wollen.
Die jetzt übrigens auch von 14:30 Uhr auf 13:00 Uhr vorverlegt wurde. So müssen wir spätestens um 12:00 Uhr am Kai sein 🕛
Und jetzt ab in die Koje 😴Read more
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- Day 18
- Wednesday, August 21, 2024 at 9:00 PM
- 🌙 13 °C
- Altitude: 9 m
NorwayNesan58°7’22” N 6°59’10” E
Sommer, Sonne, Autofahrt

Als wir heute Morgen erwachten und einen Blick aus dem Fenster warfen, erwartete uns einer der unglaublichsten Ausblicke der letzten Tage 👀
Bei bestem Wetter glitzerten die Wellen des Lysefjords vor uns. Und gutes Wetter sollte bis auf wenige Ausnahmen das Thema des heutigen Tages werden ☀️
Das erste Bild des heutigen Beitrags zeigt den Blick auf den Fjord kurz nach dem Aufstehen!
Es war kurz nach 09:00 Uhr und die Fähre sollte erst gegen 10:40 Uhr fahren, und so hielt ich nochmal die Angel ins Wasser, während Paula langsam wach wurde 😴
Und ich hatte tatsächlich Glück und erwischte einen Seebarsch. Zumindest bin ich zu 90% sicher, dass es einer war 🐟 Foto geschossen und dann durfte er wieder gehen oder eher schwimmen :) Hat ganz schön gekämpft der kleine 😅
Weitere Erfolge hatte ich bis zum Erscheinen der Fähre aber nicht. Und als diese dann um 10:30 Uhr am Horizont erschien waren wir bereit unsere Fahrt fortzusetzen. Mit uns standen in der Nacht drei andere Wohnmobile am Anleger. Bei einem davon handelte es sich um den fahrbaren Untersatz der lauten Familie, deren Kinder morgens um 08:00 Uhr schon wieder grölend an unserer Tür vorbeirannten. Und auch als unsere Tür offen stand liefen sie an "Hans" vorbei und luscherten ins Auto. Frech 🤛🏽
Am Morgen stand der Familienvater dann aber nervös am Fährkai und ich hörte ihn sagen, dass die Fähre ganz schön voll sei und er hoffe, dass genug Autos von der Fähre fahren, sodass sie noch drauf passen 🫢
Und anscheinend hat man sich dort nicht rechtzeitig schlau gemacht. Man benötigt nämlich zwingend ein Ticket vor der Abfahrt und kann hier nicht einfach am Kai stehen und warten 😅
Und so kam es dann, als die Zeit kam auf die Fähre zu fahren, dass er sich sehnsüchtig anstellte, nur um dann festzustellen, dass nur die Leute mit Ticket mitgenommen wurden 🤯 Schadenfreude ist gemein, und so zügelte ich meine Emotionen, vor allem nachdem ich ja selbst sehr angefressen war, als wir die Fähre auf den Lofoten verpasst hatten 😄
Nachdem wir "Hans" sicher auf der Fähre abgestellt hatten begaben wir uns aufs Deck und genossen die 1,5 Stunden auf dem Fjord bei Sonnenschein 😍 Mega schöne Fahrt war das. Wir hatten auf dem Weg dann entschieden, dass wir uns die fünfstündige Wanderung auf den Preikestolen sparen würden. Der soll extrem überlaufen sein, besonders bei gutem Wetter, sodass man ewig anstehen muss und nur einer Schlange an Menschen hinterherläuft 🙂↔️
Da war die Entscheidung lieber, dass wir heute nochmal etwas mehr Zeit im Auto verbrachten und bei Gelegenheit aussteigen, wenn wir was spannendes sehen 🤗
Dafür sollten wir dann Morgen nicht mehr so weit nach Kristiansand benötigen, sodass wir da entspannt zum Check-In der Fähre ankommen 😌
Und so fuhren wir einfach drauf los, nachdem wir von der Fähre gefahren waren. Es ging erst nach Westen an die Küste und dann die Küstenstraße entlang nach Süden. Und hier veränderte die Landschaft sich nochmal so extrem, wir waren wirklich überrascht 😳 Zuerst kamen wir an Dünen vorbei, und die Gegend erinnerte mich an die Nordseeküste. Und plötzlich waren wir wieder bei kleinen Fjorden. Diese waren aber diesmal von nackten, runden, felsigen Bergen umgeben. Wohl eine ganz besondere Art von uralten Lavagesteinsformationen. Ich kann das gar nicht beschreiben, hatte ich so aber noch nie gesehen. Die Berge sahen einfach aus wie riiiiiiiiieeeeeesige Steine, die überall aufragten. Aber alle aus der Eiszeit so rund geschliffen 😅 Wir haben hier leider nicht so viele Fotos gemacht, nur eines bei einem kleinen Halt.
Ein weiterer Stopp war heute in der Stadt "Egersund". Hier musste nun endlich Mal unbedingt mein Patch gegen ein norwegisches getauscht werden. Und direkt hier bei der ersten Polizeistation war ich erfolgreich! Dazu gab es noch ein nettes Gespräch mit dem Polizisten, der mir eine brennende Frage beantworten konnte.
Seitdem wir unterwegs waren hatten wir nämlich immer nur sehr wenig Polizei und sehr wenig Polizeistation gesehen 👀 Und so stellte ich mir unweigerlich die Frage, was die Polizei an so entlegenen Ecken wie den Lofoten macht, wenn da mal was los ist 🫣
Und er teilte mir mit, dass sein Revier für einen relativ großen Bereich zuständig ist. Der am weitesten entfernte Ort in der Zuständigkeit liegt knapp zwei Stunden entfernt 😳 Da habe ich schon große Augen gemacht, bis er sagte, dass es im Norden oder in den entlegenen Ecken auch mal 5-6 Stunden zur nächsten Polizeidienststelle sein können 😲
Die nächste, logische Frage war natürlich, wie man mit Sofortlagen umgeht, wenn man so weit weg ist. Sowas kommt natürlich selten vor, in Norwegen ist es eh recht friedlich und die Dörfer sind ja auch sehr klein. Aber natürlich kann es mal passieren.
Dafür werden dann tatsächlich externe Hubschrauber genutzt. Entweder vom Rettungsdienst oder alternativ auch Hubschrauber von Fremdfirmen, wie beispielsweise die Helikopter die Personal auf die Ölbohrplattformen fliegen. Dann werden die kurzerhand in Anspruch genommen und die Polizei wird zum Einsatzort geflogen 🚁
Sehr interessant :)
Zufrieden und mit Patch verließ ich die Dienststelle wieder und es ging noch auf einen kurzen Spaziergang in die Innenstadt. Hier besuchten wir eine Schokoladenfabrik, gönnten uns ein Heißgetränk und ein bisschen Schokolade. Paula hat extrem leckeres Schoko- und Erdbeereis genossen. Wenig später ging es dann weiter in Richtung Süden ☺️
Bei einem neuen spannenden Hörbuch erreichten wir gegen 17:30 Uhr unseren heutigen Stellplatz am Lyngdalsfjord :)
Hier gab es dann Essen, zwei Spielerunden, bei denen Paula auch mal eine gewonnen hat und nochmal ein paar schöne Drohnenaufnahmen ☺️ Ausnahmsweise wurde mal nicht geangelt, stattdessen sprang ich nochmal in den Fjord. Einmal muss ich das salzige Fjordwasser ja an meine Haut lassen. War auch gar nicht sooo kalt 🥶
Morgen geht's dann nach Dänemark und übermorgen zurück nach Hause 🏠Read more
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- Day 19
- Thursday, August 22, 2024 at 8:17 PM
- 🌬 17 °C
- Altitude: 20 m
DenmarkNørreskov55°42’35” N 9°34’0” E
Tschüss Norwegen, Farvel Norge

Nun, heute ist wirklich kein aufregender Tag mehr. Ich bin gerade am überlegen, ob ich heute schon das Resümee zum Urlaub schreiben soll, weiß aber nicht so genau wo ich anfangen und wo ich aufhören soll 😅
Noch eine kurze Sache zu letzter Nacht, bevor wir uns dem heutigen Tag zuwenden. Letzte Nacht schien der Mond extrem hell und wir hatten einen klaren Himmel, sodass ich es tatsächlich geschafft habe, ein Bild des Mondes mit meinem Handy zu machen. Das musste ich hier mal teilen 🌕
Und jetzt zurück zu heute. Der heutige Tag bestand nämlich nur aus einer kurzen Fahrt zur Fähre in Kristiansand, wo wir dann knapp zwei Stunden auf die Fähre warteten, bis diese fast pünktlich gegen 13:00 Uhr mit uns ablegte :)
Die Fahrt war extrem schaukelig und wir hatten richtig beschissenes Wetter seit der Abfahrt. Es goss wie aus Strömen 😅 Da hat Norwegen uns nochmal nett verabschiedet.
Demnach war die Fahrt auch extrem windig und die 3 Meter hohen Wellen donnerten gegen das Schiff. Paula hatte von ihrer letzten Erfahrung zwischen den Lofoten und Bodø gelernt und hatte sich eine Reisetablette genehmigt. Daher war die Fahrt für sie dieses Mal zum Glück auch auszuhalten ☺️ Die Fahrt ging relativ schnell vorbei und nach knapp drei Stunden erreichten wir gegen 16:00 Uhr das dänische Festland 🇩🇰
Da es noch so früh war, beschlossen wir noch um die drei Stunden zu fahren, damit wir Morgen nicht mehr ganz so viel Strecke vor uns haben. Das war eine gute Entscheidung!
Jetzt stehen wir in einem kleinen Ortes namens "Vejle" in der Nähe von Billund bzw. kurz vor Kolding 🤗 Wir stehen jetzt zum ersten Mal seit langem nicht am Wasser, dafür haben wir einen Rehpark neben unserem Platz, durch den man spazieren und Rehe streicheln kann.
Von hier sind es dann noch knapp vier Stunden bis Stade, wo wir "Hans" wieder in die Hände der eigentlichen Besitzerin geben werden 🚐
Und dann kann ich wohl doch zu einer Art Zusammenfassung kommen:
Zuallererst muss ich meinen Dank an Sarah richten, ohne die dieser Urlaub nichts geworden wäre! Vielen lieben Dank, dass du uns "Hans" anvertraut hast, er hat uns extrem gute Dienste geleistet 🚐😍
Über mehrere tausend Kilometer hat er uns befördert, von denen fast jeder einzelne atemberaubend war 🤯 Ja ich gebe zu, die Strecke war zu lang, wir hatten uns zu viel vorgenommen und ich bin auch froh, dass die elende Fahrerei jetzt ein Ende hat.
Aber ich bin auch froh über die Eindrücke die wir in und von Norwegen gewinnen konnten! ☺️
Dieses Land hat so unglaublich viel zu bieten, dass man es wahrscheinlich nicht mal in einem Jahr, geschweige denn drei Wochen, ausreichend erkunden könnte. Die Landschaften hier sind so vielfältig und wunderschön! 🏞️
Von malerischen, karibischen Stränden im höchsten Norden auf den Lofoten über unfassbare Fjordkulissen bis hin zu endlos weiten Ausblicken von den etlichen Bergen in diesem Land.
Und über all diese Berge hat "Hans" uns problemlos befördert. Nicht ein einziges Problem hatten wir, was wir nicht relativ einfach selbst lösen konnten. Hier in der wilden und unberührt erscheinenden Natur einfach sein Lager aufzuschlagen und am Morgen über einen glitzernden See zu blicken hatte schon etwas magisches! ✨
Diese Freiheit war schon beeindruckend. Wir waren überrascht wie einfach es war einen schönen Stellplatz zu finden.
Einfach auf der Karte einen Ort neben Wasser aussuchen und ohne vorher dort gewesen zu sein, konnte man mit 99 % Wahrscheinlichkeit sagen, dass auch dieser Stellplatz eine gute Wahl sein wird ☀️
Zwei Kritikpunkte muss ich dann aber doch loswerden, an einem der beiden konnten wir aber nicht so viel ändern. Und das ist das Wetter... Ich hatte zwar erwartet, dass man in diesem Land niemals drei Wochen Sonnenschein genießen kann, aber nachdem wir die vier sonnigen Tage auf der Hinfahrt durch Schweden genossen hatten, war ich guter Dinge 🫢 Doch ab den Lofoten hatten wir dann irgendwie ein bisschen Pech 😅 Oder halt das normale norwegische Wetter...
Wie auch immer. Es gab fast keinen Tag, an dem es nicht geregnet hat und so sind einige Dinge, die wir uns vorgenommen hatten leider ins Wasser gefallen. Vielleicht ist das Wetter hier im Juni und Juli beständiger, aber dafür sollen hier in den beiden Monaten so extrem viele Camper unterwegs sein, dass man eigentlich keine Möglichkeit auf Stellplätze hat und Ewigkeiten im Stau vor den Fähren verbringt 🫣 Man muss also wahrscheinlich so oder so in den sauren Apfel beißen.
Die sonnigen Tage die wir aber hatten, waren dafür der Wahnsinn 🤗 Da hätte man dann auch gerne mal mehr Zeit an einem Ort verbracht, der gerade in der Sonne lag.
Und da kommen wir zum zweiten Kritikpunkt, dem Fahren 🚐 Beziehungsweise eher der Strecke die geplant war.
Durch diese ewig lange Strecke waren wir quasi gezwungen jeden Tag einige Kilometer zu machen. Ich war auf die lange Tour durch Schweden vorbereitet und dachte, danach wurde es entspannter werden. Aber leider mussten wir immer irgendwie auf Achse sein! Zum Vergleich, in Costa Rica habe ich in 22 Tagen um die 2.200 Kilometer abgerissen und das war teilweise schon nicht wenig. Hier sind es in 19 Tagen an die 6.000 Kilometer gewesen zuzüglich zu diversen Fähren ⛴️ Und man muss dazu noch sagen, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit ab den Lofoten drastisch abgenommen hat, weil die Straßen hier nun mal durch Berge, Tunnel, Fjorde und um Seen führen 🫣
Andererseits konnte man die Tour selbst einfach als Attraktion verbuchen, aufgrund der fabelhaften und überwältigenden Ausblicke entlang der Straßen!
Trotzdem fehlte irgendwie die Interaktion mit dem Land, man kam nicht oder nur wenig mit den Menschen in Kontakt, konnte keinen Ort mal so richtig kennenlernen 🫣
Das klingt jetzt alles sehr negativ! Aber das war es auf keinen Fall!
Die Bilder, die wir auf dieser Reise gemacht haben, haben sich nicht nur auf Fotos gebrannt, sondern sich auch in unser Hirn 🧠 Dieses Land ist wie oben beschrieben einfach nur ein Naturwunder und für jeden Outdoor-Fan ein wahres Paradies.
Wenn das Wetter stimmt, dann zeigt sich Norwegen von seiner besten Seite und erschlägt einen quasi mit Möglichkeiten ☺️
Norwegen ist wunderschön und man wird sicher nochmal nach Skandinavien zurückkehren, und auch Norwegen habe ich noch nicht ausreichend gesehen und erkundet!
Die Frage ist nur ob das nächste Mal wieder mit einem Camper wäre, das Land bietet sich dafür eigentlich perfekt an, oder ob man sich anders durch diese fesselnde Landschaft bewegt 🤯 Und wenn man nochmal mit dem Camper losdüst, wäre die Planung der Strecke sicherlich anders. Aber auch aus sowas lernt man und es bleibt abzuwarten ☺️
Morgen geht's dann noch die letzten Kilometer nach Stade. Da werde ich den letzten Footprint schreiben und damit einen Endpunkt hinter diese Reise setzen!
Aber es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, weder in Norwegen noch mit dieser Art des Reisetagebuchs 😌Read more

Traveler❤️lichen Dank, dass ihr uns mitgenommen habt. Du hast das grossartig geschrieben 🫶 es wäre tatsächlich auch ein toller Bericht für Leute, die auch reisen dorthin wollen.
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- Day 20
- Friday, August 23, 2024 at 9:45 PM
- ☁️ 19 °C
- Altitude: 38 m
GermanyHasenburg53°14’3” N 10°23’27” E
The End 🏁

Wir sind wieder in Lüneburg angekommen.
Die letzten Kilometer waren nochmal anstrengend im Stau vorm Elbtunnel und auf der Autobahn 😅
Aber wir sind sicher daheim nach tausenden von Kilometern :)
Die letzten 80km in meinem kleinen Kia Rio haben sich angefühlt wie in einem Go-Kart nachdem man die letzten 6.000 Kilometer in einem großen Auto verbracht hat 😅
Und so geht eine weitere Reise zuende 🤗
Gestern gab es zu unserem Abschied noch ein sehr schönes Feuerwerk in Vejle in Dänemark. Zufälligerweise war das dänische Königspaar gerade in der Stadt und lief um 21:30 Uhr aus dem Hafen aus ⛴️ Plötzlich strömten nämlich extrem viele Leute an Hans vorbei in richtung Hafen und so folgten wir dem Strom an Menschen einfach mal und wurden mit einem fabelhaften Feuerwerk belohnt 🎆🎇Read more
Traveler😍 einen wunderschönen Urlaub mit unvergesslichen Eindrücken wünsche ich euch ❤️ fantastisches Wetter an den wichtigsten Aussichtspunkten (ich weiß, dass man da echt Glück haben muss) 🏞️ und auch an allen anderen Tagen ☀️ Dankeschön schon mal für euren Reisebericht, auf den ich mich sehr freue 🤩 gute Fahrt !
Traveler
Lol
TravelerErholsame erste Nacht! 🤞🏼:-)