Küstenwanderung bei den Bufones de Pria
August 3 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C
Wir frühstücken auf dem Picknickplatz unter einem alten Vorratshäuschen auf Stelzen, welches zur Unterkunft gehört und quasi neben unserem Haus liegt. Nach der üblichen Packerei rollen wir kurz vor 10 Uhr vom Hof und steuern das kleine Dörfchen Llames an, von wo aus wir auf einen Küstenwanderweg starten wollen. Nach Passieren der Playa de Guadamia, welche am Ende eines kleinen Fjords liegt, kommen wir schnell zu den Bufones de Pria - Felsenlöcher an der Steilküste, wo bei stürmischer See wohl die Gischt oben rausdampft. Heute ist aber keine stürmische See, weshalb man nur ein bisschen Gurgel und Schlürfen unten in den Löchern hört.
Dann geht es an der Steilküste entlang und auf sehr schmalen Pfaden über die mit blühendem Heidekraut und ziemlich pieksigem Gunsten sowie Brombeeren bewachsene Ebenen. Die Sonne kommt raus und gleich ist es brennig heiß und man kommt ganz schön ins Schwitzen. 🥵 Irgendwann treffen wir auf den Wanderweg E9, der nun deutlich breiter ist und an urigen Steinmäuerchen entlang führt und dann zum Glück immer öfter durch dichte Vegetation aus urwaldhaften Bäumen, Farnen, aber auch wilden Feigen. Nach dem Dörfchen Villanueva lassen wir den Abstecher zur Playa San Antolin beiseite und laufen direkt weiter zur Playa de Cuevas del Mar.
Hier steppt ziemlich der Bär, außerdem ist grad Ebbe und daher liegen ziemlich viele algenüberwachsene Steine herum, was die Kinder zunächst vom Baden abschreckt. Es gibt aber viele Höhlen, Nischen und Felsformationen, die entdeckt werden wollen, und da die Erwachsenen alle baden gehen, wollen zumindest Lea, Lisbeth und Nele dann doch nicht zurückstehen.
Aber allzu lange bleiben wir nicht bevor wir ein Eis abgreifen und uns an den Rückweg machen. Gegen 15 Uhr treffen wir dann ziemlich exsikkiert und schweißnass wieder an der Playa del Guadamia ein. Hier ist der Fjord wegen der Ebbe quasi komplett leergelaufen, so dass man nun zum Unmut der Kinder sehr weit stiefeln muss, um baden zu können.
Bis 17 Uhr chillen wir am Strand, baden und schauen dem Wasser beim Wiederauffüllen des Fjords zu.
Interessanterweise fliegt mir am Strand ein kleines Insekt zielsicher ins Ohr hinein (!), und zwar so tief, dass es nur mittels Pinzette wieder entfernt werden kann. Widerliches Vieh! Es stellt sich als ziemlich aggressiv heraus, da es dann gleich noch Felix angreift, der zur Freude der anderen Badegäste noch einen kleine Veitstanz aufführt. Wir sind uns nicht sicher, was das für ein Vieh war, voll gruselig! Da kriegt man nicht schlecht Lust, nur noch mit einem Buff überm Kopf rumzulaufen.
Während Sarah, Felix und ich glücklich insektenfrei noch einen Großeinkauf erledigen, fährt Torsten mit den Kindern direkt nach Hause, da diese um 19 Uhr an einen kostenlosen Painting-and-Creativity-Workshop der Unterkunft teilnehmen. Sie laufen sogar selbstständig nach oben und schlagen sich beim Kurs mit Englisch und Spanisch bestens durch. Sie kommen sehr begeistert zurück, die Ergebnisse werden wir dann morgen präsentiert bekommen.
Es gibt Spaghetti und Salat im abendlichen Sonnenschein auf der Terrasse, während sich die Spitzen der Picos kurz aus den Wolken schälen - ein toller Anblick!Read more







































Traveler
Zauberhaft
TravelerDie Picos zeigen sich äußerst selten
TravelerWieder tolle Bilder mit Euch in den Felsenlöchern und schließlich das " Bergglühen" zum Abschluss.