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Ostern 2026: Nordsee

Osterferien 2026 in Friedrichskoog und Umgebung. Læs mere
  • Start på rejsen
    28. marts 2026

    Frohe Ostern aus Friedrichskoog

    3. april, Tyskland ⋅ 🌧 8 °C

    Da die Sommerferien aufgrund unseres Familienzuwachses in diesem Jahr nicht mit einer größeren Reise verbunden sein kann, nutzen wir die Osterferien für eine Auszeit an der Küste.

    Die ersten Tage begrüßen uns mit einer typischen norddeutschen Mischung aus Sonne und grauen Wolken – genau das richtige Wetter, um anzukommen und durchzuatmen. Unser Domizil in Friedrichskoog zeigt sich nach einer frischen Deichsanierung mit neuer Promenade in modernem Gewand. Auch wenn ich zugeben muss, dass mir das Alte ein wenig besser gefallen hat, hat der Ort dennoch seinen besonderen Reiz behalten.

    Ein erster Ausflug an den Sandstrand von St. Peter-Ording war einfach traumhaft: kühl, klar und begleitet von bestem Nordseewetter – Weite, Wind und diese ganz eigene Ruhe.

    Für die kommenden Tage haben wir noch einiges vor: vielleicht eine Wanderung rund um Meldorf, ich ein Abschnitt auf dem Jakobsweg hier in Dithmarschen, natürlich ausgedehnte Spaziergänge am Deich – und ein Besuch in Haithabu in Schleswig steht ebenfalls auf der Liste. Wir sind gespannt, was die nächste Woche noch bereithält.

    Ich wünsche allen ein schönes und frohes Osterfest!
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  • Heide in Dithmarschen

    4. april, Tyskland ⋅ ☀️ 9 °C

    Heute ging’s mal wieder nach Heide – einst Hauptort der Bauernrepublik Dithmarschen. Das Städtchen lohnt sich einfach immer wieder.

    Der riesige Marktplatz beeindruckt jedes Mal aufs Neue, umgeben von schönen alten Häusern und lebendigen Fußgängerzonen. Besonders die frisch sanierte Kirche strahlt jetzt wieder richtig, ein echtes Highlight im Herzen der Stadt. Wir waren schon mehrfach hier und doch hat Heide jedes Mal seinen ganz eigenen Charme. Entspannt, historisch, einfach angenehm. Sehr sehenswert auch die Museumsinsel Lüttenheid mit dem Klaus-Groth-Haus – ein spannender Einblick in die Geschichte und Kultur der Region: Früher gab es hier auch eine eigene Abteilung für die Einwohner aus Naugard in Pommerm, die sich nach 1945 teilweise in Heide niederließen, auch meine Familie väterlicherseits wohnte vor 1945 in Naugard. Mittlerweile wurde ein Teil des Bestandes ins heutige Nowgorod verschenkt.

    Fazit: Heide ist vielleicht kein Geheimtipp mehr, aber definitiv immer einen Besuch wert. 💙
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  • Westküstenpark Peter Ording

    5. april, Tyskland ⋅ 🌬 7 °C

    Heute ging es in den Westküstenpark und besser hätte man sich einen Frühlingstag kaum wünschen können. Bei strahlendem Wetter zeigte sich der Park von seiner schönsten Seite: Tolle Landschaft, gepflegte Wege und liebevoll gestaltete Gehege machten den Spaziergang zu einem echten Genuss.

    Überall lag dieser besondere Duft von Frühling in der Luft. Besonders beeindruckend waren die vielen Störche, die hoch oben auf ihren Horsten nisteten. Ihr typisches Klappern war im ganzen Park zu hören und verlieh dem Tag eine ganz eigene, fast meditative Atmosphäre. Immer wieder zogen zudem Gänseschwärme über das Gelände hinweg und sorgten für zusätzliche Naturmomente zum Innehalten.

    Ein echtes Highlight waren die kleinen Zieglein, die erst vor Kurzem geboren wurden. Verspielt und neugierig tapsen sie durch ihr Gehege, ein Anblick, der einfach gute Laune macht.

    Alles in allem ein rundum gelungener Ausflug: Natur, Tiere und Frühlingsstimmung in perfekter Harmonie. 🌸
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  • Unterwegs nach Schleswig und Haithabu

    7. april, Tyskland ⋅ ☀️ 9 °C

    Während die Familie sich heute ganz bewusst für einen entspannten Strandtag entschieden hat, zog es mich in eine andere Richtung: Kultur, Geschichte, ein bisschen Bewegung und ja, auch ein kleiner Perspektivwechsel. Meine Liebe für Geschichte und Kunst war jedenfalls von Anfang an hellwach und hat mich zuverlässig aus dem Bett getrieben.

    Der Tag begann früh. Um 6.20 Uhr nahm ich den Bus von Friedrichskoog nach Marne, weiter über Meldorf nach Heide und schließlich Richtung Husum. Dort dann die erste kleine Überraschung oder sagen wir: die gewohnte Herausforderung namens Deutsche Bahn. Anschluss verpasst. Also blieb Zeit für ein ungeplantes, aber durchaus angenehmes Frühstück in Husum, bevor es schließlich doch noch weiterging. Gegen 10 Uhr erreichte ich Schleswig. Eine kleine Weltreise, aber was tut man nicht alles.

    Mit dem Bus ging es direkt weiter nach Haithabu, meiner ersten Station. Das Museum war noch angenehm leer, sodass ich mir die Ausstellung in aller Ruhe anschauen konnte, genau die Art von Moment, in dem meine Begeisterung für Geschichte und ihre oft überraschend greifbaren Spuren voll zur Geltung kommt. Haithabu war im frühen Mittelalter einer der bedeutendsten Handelsplätze Nordeuropas, ein Knotenpunkt zwischen Skandinavien, dem Frankenreich und dem Ostseeraum. Im 11. Jahrhundert wurde die Siedlung schließlich zerstört und aufgegeben, heute sind es vor allem die Rekonstruktionen und archäologischen Funde, die diese Welt wieder lebendig machen. Ich musste schmunzeln, als mir einfiel, dass zu Hause noch der ausführliche Katalog im Regal steht, den ich mir vor Jahren gekauft habe. Einer dieser Schätze, die man sich unbedingt wieder vornehmen will. Draußen dann das eigentliche Erlebnis: Bei bestem Wetter spazierte ich über das Gelände von Haithabu. Hier und da noch Spuren eines gerade abgebauten Wikinger-Osterfestes.

    Immer wieder begegnet man auf den Wegen auch den Markierungen vom „Soulboy“ und seinem NST, ein Gedanke, der hängen bleibt. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn die Kinder größer sind, wäre das tatsächlich einmal eine schöne Idee. Auf dem Steg blieb ich stehen, ließ den Blick über die Schlei schweifen und betrachtete die rekonstruierten Häuser. Geschichte zum Anfassen, und gleichzeitig diese Ruhe.

    Am Ufer der Schlei eröffnete sich dann ein wunderbarer Blick: das Schloss Gottorf, der majestätische Schleswiger Dom und die Altstadt. Ich umrundete ein Stück der Schlei und machte mich schließlich auf den Weg in die Altstadt – direkt zum Dom. Schleswig wird bereits im 9. Jahrhundert als „Sliaswich“ erwähnt. Wo genau der erste Dom stand, ist bis heute nicht eindeutig geklärt, vielleicht in Haithabu selbst oder bei der Haddebyer Kirche. Die Quellenlage ist, wie so oft, eher spärlich. Erstmals greifbar wird der Dom im Jahr 1134, als König Niels von Dänemark hier von aufgebrachten Bürgern getötet wurde, eine Folge der Ermordung von Knud Laward. Geschichte, die man zwischen den Mauern fast noch spüren kann. Dem Gebäude sieht man seine lange Baugeschichte an: Der mächtige Glockenturm stammt aus preußischer Zeit, der Lettner wurde in den 1930er Jahren aus Fragmenten rekonstruiert. Besonders beeindruckend ist der Bordesholmer Altar von 1521, ein echtes Kunstwerk, das meine Liebe zur Kunst einmal mehr bestätigt hat. Und dann dieser Kreuzgang, mit Malereien aus dem 14. Jahrhundert. Ich konnte nicht widerstehen und verließ den Dom schließlich mit zwei neuen Büchern: eines zur Baugeschichte, eines zum Altar. Manche Souvenirs sind einfach unvermeidlich.

    Der Spaziergang führte mich weiter durch die Altstadt, vorbei an schönen Häusern bis zum Holm, diesem malerischen Viertel mit seinen alten Fischerhäusern, die sich um Kapelle und Friedhof gruppieren. Ein Ort, der fast aus der Zeit gefallen wirkt. Ein kurzer Abstecher zum St. Johanniskloster, leider war die Kirche geschlossen. Also zurück zur Schlei. Dort setzte ich mich, genoss den Blick auf das andere Ufer und gönnte mir eine Kleinigkeit zu essen. Das Schloss ließ ich diesmal links liegen, ich war schon zweimal dort, und so sehr das Nydamboot auch beeindruckt, heute war der Tag für andere Entdeckungen reserviert.

    Der Rückweg stand an. Laut App lagen etwa drei Stunden vor mir, bis ich wieder in Friedrichskoog ankommen würde. Zeit genug, um die Eindrücke sacken zu lassen. Zu Hause in Bonn werde ich definitiv wieder ins Regal greifen, Haithabu, skandinavische Geschichte, all die Bücher, die darauf warten, erneut entdeckt zu werden. Die Familie meldet einen wunderbaren Strandtag. Und ich? Um 19 Uhr erreiche zufrieden Friedrichskoog. Ich bin ebenfalls mehr als zufrieden, ein Tag ganz im Zeichen von Geschichte und Kunst, genau so, wie ich ihn mir gewünscht habe.
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  • Ein ruhiger Tag im Watt

    8. april, Tyskland ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute in Friedrichskoog war ein ruhiger, angenehmer Tag. Beim Wattwandern hatte ich viel Zeit, einfach vor mich hinzugehen und die weite Landschaft auf mich wirken zu lassen. Der Boden unter den Füßen, das leise Plätschern des Wassers und die frische Luft haben alles irgendwie entschleunigt.

    Später habe ich mich am Deich ausgeruht und aufs Meer geschaut. Der Wind war leicht, die Gedanken wurden ruhiger, und es tat gut, einfach mal nichts zu tun. Kein großer Plan, kein Stress, nur draußen sein und den Moment genießen. Am Abend genieße ich dann den phänomenalen Sonnenuntergang.
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    Slut på rejsen
    11. april 2026