July 2017
  • Day19

    Surf Day

    July 26, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Tag 19: Mittwoch, 26.07.2017
    🏄🏼‍♀️ Surf-day

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde

    Zum ersten Mal gesurft und mal wieder über mich hinaus gewachsen und Ängste besiegt. 🏄🏼‍♀️

    Nachdem ich zwei wirklich unschöne Erfahrungen in meinem Leben mit Wellen und Strömung gemacht hatte, wusste ich dennoch: ich muss das einfach für mich ausprobieren!! Ich will wachsen, mich meinen Ängsten stellen und sie am Ende besiegen.

    Mit einem mulmigen Gefühl meldete ich mich also bei den Jungs für den morgendlichen Surfkurs an... Ich sagte auch direkt, dass ich wirklich Angst habe und auch wieso. Und ich hatte Glück: da ich die einzige Anfängerin war, bekam ich quasi Privatunterricht während die anderen schon im Meer waren.

    Die ersten paar Minuten dachte ich, mein Herz würde mir davon rasen und ich könnte mich gar nicht konzentrieren. Ich machte die Augen zu, atmete tief durch, dachte an alles was ich eben (und im Herbst/Winter) gelernt hatte und entspannte mich.

    Und bald schon war alle Angst vergessen, selbst als ich kopfüber im Wasser hing (eigentlich mein Horror). Ich kann nichtmal den Moment benennen, in dem alles von mir abfiel; vielleicht war es das erste Mal, als ich mehr schlecht als recht auf dem Brett stand und dieses euphorische, erhabene Gefühl spürte, mich tragen zu lassen und die Balance zu finden.

    In jedem Fall war ich augenblicklich infiziert, konnte kaum genug kriegen und habe mich direkt morgen nochmal angemeldet. 🏄🏼‍♀️😉

    "Your goal for today is, to know how to catch waves." ✅

    My goal though was: to get rid of my fear of drowning. ✅😍

    AND I was even able to ride a wave (half kneeling, half standing) in the end which made me really proud; especially as I have never done anything similar. 😊✅

    Hoffentlich hat der Fotograf mich dabei erwischt, das wäre zu cool!! 😍
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  • Day18

    Playa Berria, Santona

    July 25, 2017 in Germany ⋅ 🌧 14 °C

    Tag 18: Dienstag, 25.07.2017

    Playa Berria, Santona

    Angekommen, eingecheckt (4Bett Zimmer für mich 😍) und ab an den Strand. Erst 2,5 Stunden nett bei ein paar Bierchen mit einem Mädel unterhalten, die mit zwei Freunden aus Wien/Hannover da war (während die zwei Jungs surften) und dann ein Nickerchen am Strand gemacht; dick eingemummelt, während die Spanier im Bikini rum liefen... brrr...Read more

  • Day18

    Letzte Etappe nach Santona

    July 25, 2017 in Germany ⋅ 🌧 14 °C

    Tag 18: Dienstag, 25.07.2017 (unglaublich, dass ich das Datum noch weiß 🙈)

    Letzte Etappe auf dem Camino de la Costa nach Santona

    Als ich mich dazu entschied, das letzte Stück auf jeden Fall zu laufen und (natürlich) wie immer den längeren (schöneren) Weg, da hatte ich wohl zum einen nicht bedacht, dass ich ja tags zuvor schon geshopped hatte (3 Kleidungsstücke mehr -egal wie viel oder wenig Stoff- wiegen; das vierte zählt nicht, den Pulli hatte ich an weil ich abends zuvor fast erfroren wäre weil mein einziger Pulli noch nass war..) und zum anderen eben diese nasse Pulli und die anderen noch nassen Klamotten ordentlich an Gewicht zulegen wenn sie nass sind. Und zu allem Überfluss, hab ich dann noch die Wanderstiefel & -Stöcke hinten dran gehängt, weil in der Hand hatte ich meinen neuen Schirm. 😍 Komisch, dass ich den Regen die Tage zuvor so gut überstanden hatte. Kaum in der Stadt und als "normaler Touri" unterwegs, scheint man wieder aus Zucker zu bestehen. Aber wenn ich ehrlich bin, fand ich diese durchsichtigen, kugeligen Schirme auch einfach immer schon toll; ich brauchte nur eine Ausrede vor mir selbst. 😌 Hoffe, ich bekomme das Ding ins Flugzeug!

    Der liebe Autor meines Reiseführers hat, was zumindest die ersten 5 km des 7 km Umwegs angeht, ein wenig übertrieben was die Schönheit angeht. Durch Schrebergärten und Vororte zieht sich der Weg ganz schön in die Länge. Aber dafür wird man dann mit dem angepriesenen Playa Del Regaton, malerisch gesäumt von einem Eukalyptuswald, "entschädigt"; falls man da überhaupt von sprechen kann. Ich war nämlich durchaus happy an so vielen Pferdekoppeln vorbei zu laufen. 😊

    Nur die 6kg mehr Gewicht machten mir wortwörtlich schwer zu schaffen und ließen mich tatsächlich das allererste Mal auf der Tour meinen Rücken wirklich unangenehm spüren. Eigentlich auch eine gute Erkenntnis, zeigt es doch, wie gut ich offensichtlich vorher gepackt hatte. 👍🏻

    Der Playa de Reaggatton war also wirklich super schön und jeden Umweg absolut wert! Und das Übersetzen mit der Fähre ein toller Abschluss. Auf Santona angekommen gab es erstmal eine Erfrischung mit Aussicht und die Erkenntnis, dass ich nochmal 3,4km vor mir hatte, vorbei am wohl (von außen) schönsten Gefängnis aller Zeiten mit Aussicht auf Strand und Meer...
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  • Day17

    Albergue Buen Pastor

    July 24, 2017 in Spain ⋅ 🌧 18 °C

    Tag 17: Montag, 24.07.2017

    Albergue Buen Pastor

    Hübsche Herberge im Herzen der Altstadt gelegen. Leider wird trotz des offensichtlich internationalen Publikums, nicht nur kein Wort Englisch gesprochen, sondern man weigert sich hier auch strikt, sich darum zu bemühen; wie so oft in Spanien. 😁 Man muss sie einfach mögen die Spanier.

    Als um kurz vor 15:00 klar war, dass ich ja nun definitiv zu spät sein würde, versuchte ich in der Herberge anzurufen. Jedoch wollte der Pass mich wohl für sich denn es gab keinen Empfang. Gut so! 😉
    Um 15:45 erreichte ich dann jemand und - man höre und staune - ich habe mein erstes spanisches Telefonat ganz ohne Hilfe und offensichtlich verständlich absolviert; mit ein paar Anläufen da die Dame mir zunächst klar machen wolle, dass sie "completo" seien... Aber am Ende war klar: ich habe reserviert, bin zu spät aber um 16:00 Uhr dort. Vale! Alles geklappt. 😊

    Und man glaubt es kaum: ich war die erste dort!! 😃
    Während ich mich also in Ruhe duschte etc. (ich befürchte ich muss gerochen haben wie ein Iltis...), kamen nach und nach die anderen an... 3 Männer..😑 Wenigstens stellte sich dann heraus, dass der eine ein französischer Geistlicher ist (der übrigens gerade ganze Wälder absägt; die pennen schon alle), ich also vermutlich eher nix zu befürchten habe. Unabhängig davon frage ich mich, ob die Herren vergessen haben, zu duschen, denn es ist kaum aushaltbar. Eventuell ziehe ich heute Nacht ins TV Zimmer um. Halb schlaflos kenne ich ja schon...

    Das muss ich ja nochmal betonen: ich schlafe seit fast 2,5 Wochen ständig in Räumen mit bis zu 20 Personen (in der Turnhalle in San Sebastian sogar bedeutend mehr!). So einen Gestank wie hier gerade, habe ich noch nicht erlebt. 🤢
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  • Day17

    Laredo - keine Reise wert

    July 24, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Tag 17: Montag, 24.07.2017

    Laredo - keine Reise wert....

    ...bis auf den Ausblick vielleicht. Den Rest kann man sich wirklich schenken. Ich hatte auf eine Stadt ähnlich wie San Sebastian gehofft; der Strand (der ist allerdings toll, da kilometerlang und sehr breit).

    Die Altstadt ist jedoch ganz hübsch aber im Grunde winzig. Und auch da gibt es deutlich schönere.

    Trotzdem haben sich die Spanier anscheinend genau diesen als Sommerurlaubsort zum Ziel gemacht; erschließt sich mir nicht. Eine Bettenburg an der anderen; fast wie am Ballermann. Wohl nur teurer. Nicht meins...

    Auf den Schock musste ich mir dann erstmal nach meiner Shopping-Abstinenz in einer kleinen Boutique namens "El Velo" ein paar kleine Kleidungs-Andenken kaufen. Die letzten 2,5 Wochen musste ich ja auf jedes Gramm Gepäck achten; gar nicht so einfach wenn man in Spanien ist und es jede Menge nette Geschäfte gibt... 🙈
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  • Day17

    Der Pass der Glückseligkeit

    July 24, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Tag 17: Montag, 24.07.2017

    Der Pass der Glückseligkeit

    An keinem anderen Ort der Welt hätte ich in diesen Augenblicken lieber sein wollen; naja fast keinem... Meine Gefühle fuhren die Achterbahn der Glückseligkeit auf diesem unbeschreiblich schönen Weg. Ich hatte die ziemlich steile und steinige Route aufgrund eines einzigen Fotos im Buch gewählt und die Realität übertraf meine kühnsten Erwartungen. Ich war wirklich sprachlos, wie man später (leider erst daheim wie gesagt) im Video sehen kann; passiert ja jetzt nicht sooo häufig bei mir. 😄

    Und ich hatte das Gefühl, mich wirklich frei gelaufen zu haben. Die hämmerenden Kopfweh waren weg und obwohl ich die erste Blase der 2,5 Wochen schon spüren konnte (bislang war ich von sämtlicher solcher Wehwehchen verschont geblieben; da war ich wohl die Ausnahme bis heute), hatte ich das Gefühl, die Berge hinauf zu schweben. Und das schönste: all das hatte ich für mich!!
    Ich habe keine Ahnung ob all die vielen anderen Pilger, die mir seit Tagen die Betten streitig machten, in ihrem Wahn nur noch Abkürzungen nahmen, um möglichst schnell wieder in der nächsten Warteschlange zu sitzen oder ob sie alle cheateten. Aber was es auch war: gut so! Ich hatte meine ersehnte Ruhe. 😊😍

    Eine absolut perfekte vorletzte oder im Grunde genommen letzte Etappe, denn der Weg morgen von Laredo bis Santona wo ich dann ja bis Donnerstag noch entspanne, gehört für mich nicht mehr so richtig mit dazu; auch wenn er offiziell Jakobsweg ist.

    Ich wünschte, ich könnte euch die Videos jetzt schon zeigen. Es war auf dem Kamm so stürmisch, dass es mich wirklich Kraft kostete, stehen zu bleiben, um nicht von der Klippe gepustet zu werden und auch die Stimmung im Regenwald zuvor war einfach magisch. Wie glücklich es mich macht, die Natur & ihre Kraft so unmittelbar zu spüren!😍
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  • Day17

    Valle de Liendo

    July 24, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Tag 17: Montag, 24.07.2017

    Valle de Liendo

    Nicht nur schön gelegen, umrahmt von hohen Bergen sondern auch ansonsten macht das weitläufige Liendo optisch durchaus etwas her.

    Der Weg aus Liendo hinaus führte dann an einer kleinen verfallenen Kapelle mit beeindruckendem Bergmassiv dahinter vorbei (also der Umweg; diessmal aber nur ein winzig kleiner im Vergleich zu den anderen beiden).Read more

  • Day17

    Sich frei laufen...

    July 24, 2017 in Spain ⋅ 🌧 17 °C

    Tag 17: Montag, 24.07.2017

    Sich frei laufen....durch den Dschungel bis Liendo

    Nach der dritten fast schlaflosen Nacht in Folge, in der ich ständig aus irgendwelchen wirren und verwirrenden Träumen aufwachte und erstmal glockenwach im Bett saß (überlegte ernsthaft um 0:23 weiter zu laufen weil ich so wach war, dass erstmal an Schlaf nicht zu denken war...), kam ich dann morgens kaum aus dem Bett nachdem es auch noch in Strömen goss und ich ja eigentlich heute die bislang längste und eine der anstrengendsten Etappen laufen wollte. Ich dachte sogar ernsthaft darüber nach, bis El Pontarron oder sogar Liendo mit dem Bus zu fahren und nur das letzte Stück zu laufen. Mein Bauch sagte aber ganz klar, dass das sich gar nicht gut anfühlt, Kopfweh und Müdigkeit hin oder her.

    Also lief ich im Regen los und anstatt der Abkürzung, die ich nun wenigstens nehmen wollte, lief ich "aus Versehen" die reguläre Route weiter. Ein Segen wie sich gleich darauf rausstellte und nicht nur wegen der grandiosen Landschaft! Nach einer Weile auf dem Weg, beschloss ich, sicherheitshalber die Herberge Buen Pastor in Laredo anzurufen, um sicher einen Schlafplatz zu haben. Ich konnte der Dame auch auf spanisch!! verständlich machen, was ich wollte. Aber dann ging es ihrerseits mit Fragen los und ich war lost. Und genau in dem Moment kam ein spanisches Pilgerpaar (zwei der vier Pilger, die mir an dem kompletten Tag (fast 30km begegneten) an mir vorbei, ich ergriff meine Chance und bat sie um Hilfe. Sie erledigten für mich das Telefonat und handelten aus, dass ich zwischen 14/15 Uhr dort sein müsste... Es war mittlerweile fast 10:00... Also 4-5 Stunden für noch über 24 km; sehr sportlich. Zumal ich den schwereren Weg gewählt hatte mit jede Menge Höhenmetern und Kraxelei...

    Bald wurde ich dann auch für die Entscheidung, auf diesem Weg zu bleiben mit einer kleinen Dschungel Tour belohnt. So muss man sich in den Tropen fühlen... Binnen Kurzem war ich komplett durchnässt, weil es nicht nur fast ohne Pause regnete, sondern auch so schwül war, dass man die Luft hätte schneiden können. Und das fühlte sich tatsächlich mega gut an. Ich fand schnell zu meinem Rhythmus und sprang die Berge fast hoch.
    Das ganze hab ich auch mit meiner GoPro auf Video dokumentiert aber da es hier ja nirgends anständiges Wifi gibt, kann ich das erst daheim hochladen...

    Das Tal und den Ort Liendo sowie der Weg über den atemberaubenden und mich tatsächlich sprachlos machenden Pass mit wahnsinns Blick auf Laredo poste ich je in einem separaten Beitrag.
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  • Day16

    Dinge, die mich glücklich machen...

    July 23, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 24 °C

    Tag 16: Sonntag, 23.07.2017

    Dinge, die mich unendlich glücklich machen:

    Die für mich richtige Entscheidung getroffen zu haben, mich aus dem Gruppenhype (eh nicht meins) raus zu nehmen, einfach zu relaxen und mir einen halben Tag Auszeit an diesem wunderbaren Ort genommen zu haben. 🏝😍 Seit heute Mittag liege ich hier und sehe auch keinen Grund damit so schnell aufzuhören. 😊Read more