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March - December 2019
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  • Day104

    Lago Titicaca

    June 21 in Bolivia ⋅ ☀️ 9 °C

    Der Titicacasee ist einer der größten Seen Südamerikas und mit einer Lage auf 3.800m der höchste navigierbare See der Welt. Der See liegt auf der Grenze zwischen Peru und Bolivien (Aufteilung 60/40 je nachdem wen man fragt ;) ) und ist für die Inka eine heilige Stätte. Auf der bolivianischen Seite besuche ich Boliviens einzige „Strand“-Stadt Copacabana und die nahe gelegene Isla del Sol. Auf der Isla del Sol kann man toll wandern und da es hier keine Straßen für Autos gibt (alles wird auf Eseln transportiert) ist es eine willkommene und sehr entspannte Abwechslung. Durch einen Konflikt der Inselbewohner ist der nördliche Teil der Insel leider für Touristen gesperrt aber auch im Süden kann man toll wandern und die Aussicht genießen. Zurück in Copacabana habe ich das Glück an dem Neujahrsfest der Aymara teilzunehmen. Hier wird am 21.6 (zur Wintersonnenwende) zum Sonnenaufgang die Sonne begrüßt. Einheimische bereiten hierfür Opfergaben vor (meist bestehend aus Alkohol, Zucker, Coca Blättern und manchmal getrockneten Lamas), die sie bei Sonnenaufgang für ihre Wünsche für das neue Jahr verbrennen. Als die Sonne endlich über den Horizont kommt strecken ihr alle die Hände entgegen um die Strahlen zu empfangen. Eine wirklich schöne Zeremonie. Zurück in der Stadt gibt es das ganze Wochenende eine große Strandparty und vor der Kirche in der Stadt werden Autos für das neue Jahr gesegnet (Sekt auf Motor und Reifen hilft wohl dabei das Auto auch über das nächste Jahr am laufen zu halten).
    Auf der peruanischen Seite bleibe ich nur kurz und besuche die berühmten schwimmenden Dörfer. Das sind mehr als 60 Schilfinseln nicht weit von der Stadt Puno auf denen ca. 1200 Menschen leben und arbeiten. Inzwischen leben viele Menschen hier nur noch vom Tourismus, was das ganze leider etwas weniger authentisch macht. Die Erklärung zur Bauweise der Insel und das Gefühl nur auf einer Schilfschicht zu spazieren sind einen Besuch trotzdem wert.

    The Titicaca lake is one of South America‘s biggest lakes and at 3,800m the highest navigable lake in the world. The lake is located at the boarder of Bolivia don Peru (divided 60/40 depending on who you ask) and is a holy site for the Inca. On the Bolivian side I visit the only Bolivian „beach“ town Copacabana and the close by Isla del Sol. The Isla del Sol is a great place for small hikes and since there are no roads for cars (everything is transported by mules) it is a welcome and tranquil change from other Bolivian towns. Because of a conflict between the islands inhabitants, the northern part of the island is off limits for foreigners but the south side offer plenty of nice hiking with gorgeous views. Back in Copacabana I catch the festivities around the Aymara New Year on the 21st of June (winter solistice). The Aymara prepare offerings (usually consisting of alcohol, sugar, coca leaves and sometimes dried lamas) which are burned at sunrise to ask for good luck in the next year. When the sun finally rises over the horizon, everyone holds up their hands to absorb the first rays. It is a very nice ceremony. Back in town the woke weekend is turned into a beach party and in front of the church there is a line up of cars waiting to be blessed (some champagne on the motor and wheels will hopefully keep it running for the next year).
    I only stay on the Peruvian side for a short time visiting the famous floating islands. Close to the town of Puno, roughly 1200 people live on more than 60 of these floating reed islands. A lot of the people here only live from tourism now, which takes away a lot of the authenticity of the islands but it is still interesting to get an explanation of how these islands are constructed and a funny feeling walking on a bit of reed on the lake.
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  • Day98

    La Paz II

    June 15 in Bolivia ⋅ ⛅ 8 °C

    Ich kehre nochmal nach La Paz zurück, hauptsächlich weil an dem Wochenende das Gran Poder Festival ist. Das Festival hat seinen Ursprung in der Verehrung eines Jesusgemäldes und ist gemischt mit Aymara (die indigene Bevölkerung in La Paz) Traditionen. Der Höhepunkt des Festivals ist eine riesige Parade durch La Paz (mehr als 12 Stunden) gefüllt mit Tänzern in extravaganten Kostümen aller Art (von riesigen tortenartigen Kostümen über Stiere und Cowboys, typische Cholitakleider mit riesigen Röcken, schreckliche Teufelmasken bis zu extravagantem Federschmuck und Inkagottheiten). Begleitet wird das ganze von jeder Menge Blaskapellen. Tatsächlich ging die Parade um 8 Uhr morgens los und die letzten waren noch Nachts um 1:30 Uhr unterwegs. Neben der gesamten Route waren Tribünen und Stühle aufgebaut und überall wurde Bier und essen verkauft. Ein super bunter Tag!
    Eine andere Aktivität habe ich in La Paz noch offen: „Death Road“ oder „The World‘s Most Dangerous Road“. Death Road ist eine Straße die La Paz mit den Yungas (dem Tiefland) verbindet. Die Schotterstraße überwindet bei nur 64km 3.600 Höhenmeter. Wegen ihrer vielen engen Kurven und da sie sehr schmal ist gab es hier früher sehr viele tödliche Unfälle. Inzwischen gibt es eine neue Straße und Death Road wird hauptsächlich von Radfahrern für eine Tagestour Downhill Mountainbiking genutzt. Da die Straße wirklich schön ist und ohne viel Verkehr auch weitaus weniger gefährlich mache ich so eine Tour auch mit. Es war zwar ein sehr schöner Tag, aber ich glaube Mountainbiking ist nichts für mich, ich habe die Bremse fast nie losgelassen :D.

    I return to La Paz one more time mainly for the festival of Gran Poder that is happening on the weekend. The festival has its roots in the worship of a Jesus painting and is mixed with Aymara (the indigenous people of La Paz) traditions. The highlight of the festival is a parade through the streets of La Paz (more than 12 hours) that is packed with costumed dancers. The costumes range from giant cake like, bulls and cowboys, typical Cholita dresses with massive skirts, terrifying devils masks, impressive feather headdresses and Inca gods. The dancers are accompanied by a huge number of marching bands. The parade started at 8 am and continued on well into the night (at least 1:30am). Next to the entire route chairs and stadium seating was set up and there were beer and food stalls everywhere. A super colorful and exciting day!
    Another La Paz activity I was missing was Death Road or the worlds most dangerous road. Death Road connects La Paz to the Yungas (low lands). The gravel road is only 64km long but loses 3,600m in altitude in that length. Because of its many sharp turns and because it is so narrow deadly accidents used to occur here frequently. Now that a new road has been build this one is mainly used by cyclists for day tours of downhill mountain biking. Because the road is really beautiful and a lot less dangerous without much oncoming traffic I decided to try out my mountain biking skills. It was a very cool day but in the end I have to admit that mountain biking is not for me. My arms hurt and most of the time I was gripping the breaks way too hard :D.
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  • Day93

    Amazonas

    June 10 in Bolivia ⋅ ⛅ 31 °C

    Von La Paz aus mache ich mit dem Flugzeug einen kleinen Abstecher in den Dschungel. Der Flug dauert nur 30min aber klimatisch liegen Welten (und die Anden) zwischen dem bolivianischen Teil des Amazonas und La Paz. Nach den kalten Nächten sind die 30 Grad bei Ankunft erstmal eine willkommene Abwechslung. Hier mache ich eine dreitätige Bootstour durch einen Nationalpark weil es hier in der Trockenzeit einfacher ist Tiere zu entdecken. Tatsächlich entdecken wir jede Menge Kaimane, rosa Flussdelfine, verschiedene Affen, Capybaras (riesige Nagetiere) und natürlich alle möglichen Vögel. Wir gehen auch auf Piranhafang und sind sogar mehr oder weniger erfolgreich (viel ist an den kleinen Fischen aber nicht dran, wie wir beim Mittagessen feststellen). Alles in allem sind es sehr entspannte 5 Tage in dieser Region bis es wieder zurück nach La Paz geht.

    From La Paz I make a short side trip to the jungle. The flight is only 30min long but because of the Andes the climate is vastly different here in the Bolivian part of the Amazon. After the cold nights the last couple of weeks, the 30 degrees when I get there feel perfect. Here I take a three day boat tour through a nearby national park because the chances of spotting animals here during the dry season are high. And we do spot a lot of caimans, pink river dolphins, monkeys, capybaras (giant rodents) and lots of birds. We also wet piranha fishing and even caught some (we discovered during lunch that there is not much meat on these little guys though). All in all I had a very relaxing five day break in this region before making my way back to La Paz.
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  • Day92

    Huayna Potosí - 6088m

    June 9 in Bolivia ⋅ ⛅ -10 °C

    Der Huayna Potosí ist ein 6.088m hoher Berg in der Nähe von La Paz (von El Alto aus kann man den Gipfel sehen). Hier ist etwas möglich, was man sonst wohl fast nirgendwo auf der Welt machen kann: Ohne viel Erfahrung im Bergsteigen einen 6.000m Gipfel erklimmen. In einer 3 Tagestour von La Paz nehme ich mir also vor, das erste mal auf 6.000m zu steigen. Das erste Camp liegt auf 4.700m und am ersten Tag wandere ich mit meinem Bergführer zum Gletscherausläufer um hier die etwas Technik zu üben (Verhalten in der Seilschaft, Gehen mit Steigeisen, Benutzung der Eisaxt und ein bisschen Eisklettern, das ist aber zum Glück bei der Gipfelbesteigung nicht nötig). Am nächste Tag geht es ca. 2 1/2 Stunden rauf ins High Camp (5.130m). Der Rest des Tages ist zum ausruhen und akklimatisieren gedacht. Nachts um 1:30 Uhr geht es dann los in Richtung Gipfel. Die 5 Stunden Aufstieg über Schnee und Eis sind zwar technisch nicht schwer, aber trotzdem echt hart, in dieser Höhe merkt man jeden Schritt. Auf dem Gipfel angekommen sind alle Strapazen vergessen und man wird mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Auf dem Abstieg sieht man dann auch durch was für eine tolle Schneelandschaft man im Dunkeln gestapft ist. Eine wahnsinnig tolle Erfahrung aber auch ein wahnsinnig anstrengender Tag!

    The Huayna Potosí is a 6,088m high mountain close to La Paz (the peak is visible from El Alto). You can do something here that’s probably not possible anywhere else in the world: climb a 6,000m peak without much mountaineering experience. So I take the three day tour from La Paz to attempt my first 6,000m peak. The first camp is at 4,700m and at a nearby glacier my mountain guide shows me some techniques that I will need the next day (walking in a rope team, walking with crampons, using an ice axe and some ice climbing, which I will luckily not need to get to the peak). The next day consists of a 2 1/2 hour hike to the high camp at 5,130m. The rest of the day is to rest up and to acclimatize. At 1:30am we start our hike to the peak. The 5 hour ascent over snow and ice is not very technical but never the less very challenging! Every step at this altitude is hard work and the higher you get the slower you have to go. Everything is forgotten though once you reach the peak and you are rewarded with a beautiful sunrise. On the way down you can finally take in the beautiful snowy landscape you worked your way up through before. An unforgettable and beautiful experience but also an absolutely exhausting day!
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  • Day87

    La Paz

    June 4 in Bolivia ⋅ ⛅ 14 °C

    La Paz ist mit einer Höhe von 3.600m der höchste Regierungssitz der Welt und wenn man es zu Fuß erkundet ist man ganz schnell aus der Puste (vor allem weil es hier ständig auf und ab geht). Dafür ist die Aussicht hier aber auch spektakulär! Umringt von den Anden und mit dem Schneebedeckten Illimani im Hintergrund lohnt es sich hier auf jeden Fall mehr als einen der in und um die Stadt liegenden Aussichtspunkte zu erklimmen. Einfacher macht das ganze ein Netz aus Seilbahnen, die Telefericos, die La Paz zum Beispiel auch mit dem nochmal 400m höher liegenden El Alto verbinden.
    In La Paz und El Alto gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel ein Gefängniskomplex, der mitten in der Stadt liegt und in dem die Insassen teilweise mit ihrer Familien leben und sich ihre Zelle selbst mieten müssen (je nach Kosten gibt es dann mehr oder weniger Luxus) oder ein wunderschöner Friedhof, der mit vielen tollen Graffitis verziert ist. Es gibt außerdem den berüchtigten „Hexenmarkt“ zu bestaunen, hier kann man alle möglichen Tränke, Tinkturen und andere Zutaten für Rituale kaufen, dazu gehören auch getrocknete Babylamas bzw. Lamaföten. Den passenden Schamanen für sein Ritual findet man übrigens nebenan. In El Alto gibt es außerdem jeden Donnerstag und Sonntag einen riesigen Wochenmarkt, auf dem man von Essen über Klamotten bis gebrauchten Autoteilen alles finden kann. Der Markt ist riesig und erstreckt sich gefühlt über die ganze Stadt. Wenn man dann fertig ist mit Shoppen kann man sich hier Abends das Cholita Wrestling angucken. Hier kämpfen Frauen in ihrer traditionellen Kleidung, was bei den riesigen Röcken sehr spektakulär aussieht!

    At 3,600m La Paz is the highest administrative capital in the world and when trying to explore it on foot your out of breath fast. The view here is spectacular though. Surrounded by the Andes and with the snow covered peak of the Illimani in the background, it is well worth visiting one of the many viewpoints scattered across the city. This is made much easier by the cable car system that runs through La Paz which also connects it with the 400m higher El Alto. In La Paz and El Alto there is a lot to discover. There is the prison complex San Pedro for example, that lies in the middle of the city and where inmates can live with their families and pay for their cells (depending on the price, they can be more or less luxurious). There is also a beautiful cemetery that is decorated with great graffitis. You can also explore the notorious “Witches market” where you can find many potions and other ingredients for rituals, this includes dried lama babies and fetuses. If you need a shaman to perform the ritual, they can be found next door. Every Thursday and Sunday El Alto turns into a giant flea market where you can buy anything from food over clothes to used auto parts. If you’re looking for evening entertainment after the shopping you should definitely check out the Cholita Wrestling. Here indigenous women fight in their traditional clothes, which looks pretty spectacular with the massive skirts.
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  • Day86

    Potosí

    June 3 in Bolivia ⋅ 🌫 10 °C

    Ich mache einen kurzen Zwischenstopp in der Minenstadt Potosí auf meinem Weg von Sucre nach La Paz. Die Stadt liegt auf 4.000m und beim erkunden merkt man die Höhe deutlich. Die Hauptindustrie ist hier seit Jahrhunderten der Bergbau mit den vielen Silberminen im Cerro Rico, der die Stadt überschattet. Die Arbeitsbedingungen auf dieser Höhe sind hart und die technologischen Mittel begrenzt. Viele der Minenarbeiter fangen schon als Kinder an hier zu Arbeiten und die Lebenserwartungen sind entsprechend gering. Als Tourist kann man hier eine der Minen besuchen um eine Vorstellung zu bekommen wie der Arbeitsalltag für die Arbeiter ist. Man bringt dabei Geschenke für die Arbeiter mit (hauptsächlich Kokablätter, süße Getränke und Dynamit).

    On my way from Sucre to La Paz I stop in Potosí. Potosí is a mining town at 4.000m (which you can definitely feel when you explore it). The mountain in the backdrop, Cerro Rico, has been mined for silver for centuries. Working conditions at this height are hart and new mining technologies virtually nonexistent. Many miners start working here as kids and and have repository issues when they grow up. As a tourist it is possible to visit the mines on a tour to get a first hand picture of the working conditions. On these tours it is customary to bring gifts for the working miners, mostly coca leaves, sweet drinks or dynamite.
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  • Day77

    Sucre

    May 25 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    Mein erstes Ziel in Bolivien ist Sucre, bekannt für seine weißen Kolonialgebäude, sein mildes Klima und seinen günstigen Spanischunterricht. Hier besuche ich zwei Wochen lang eine Sprachschule bevor ich die nächsten Monate in Südamerika erkunde. Untergebracht bin ich hier bei einerGastfamilie und die zwei Wochen sind eine willkommene Abwechslung vom ständigen ein- und auspacken. Meine Gastmutter (Liz) kocht jeden Mittag groß (das ist hier die Hauptmahlzeit und alle Geschäfte haben mittags für mindestens zwei Stunden geschlossen). Ich habe auch zwei Gastgeschwister (Ariane 16 und Benji 8) die sehr geduldig mit meinen Konversationsversuchen sind. Eine wirklich warmherzige Familie, die ich in den zwei Wochen sehr ins Herz geschlossen.
    Der 25 Mai wird in Sucre groß gefeiert (als erster Schritt in Richtung Unabhängigkeit Boliviens) und um das Wochenende rum gab es überall in der Stadt Paraden, Essenstände und meine Lieblingsveranstaltung: ein Schokoladenfestival.
    Ich habe auch einen Tagesausflug nach Cal Orcko gemacht, hier wurden in den 90er Jahren eine große Ansammlung an gut erhaltenen Dinosauerierspuren gefunden, die man aus nächster Nähe bestaunen kann.
    Ich war außerdem an einem Sonntag in dem knapp 1 1/2 Stunden entfernten Tarabuco. Hier kommen die umliegenden Dörfer zum Wochenmarkt zusammen und man kann die unterschiedlichen traditionellen Kleidungsstyle bewundern und versuchen den indigenen Quechua Dialekt zu verstehen.

    My first stop in Bolivia is Sucre, known for its white colonial buildings, it’s mild climate and very affordable spanish lessons. My two weeks here are spend studying Spanish to be better prepared for the rest of my trip through South America and living with a host family. Liz, my host mother, prepares massive lunches every day (the main meal of the day here, all stores are closed for at least 2 hours during lunchtime). I also have two host siblings (Ariane 16 and Benji 8), who are very patient with my attempts to make conversation. A really lovely family that I got quite attached to during my two week stay here.
    The 25th of May is celebrated here as the spark of the Bolivian independence and around that weekend the town was full of parades, food stalls and my favorite event, a chocolate fair!
    I also went to Cal Orcko for a day. This is an archeological site near Sucre where a huge amount of well preserved dinosaurs footprints were discovered in the 90s. It’s a very impressive site where you can get up close to the footprints.
    Another day trip took me to Tarabuco, a market town about 1.5 hrs from Sucre. Every Sunday the surrounding townspeople sell their goods here, displaying a large variety of indigenous clothing styles and speaking Quechua.
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  • Day70

    Guatemala Highlights

    May 18 in Guatemala ⋅ 🌧 21 °C

    Guatemala, eigentlich nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Südamerika geplant, hat sich für mich zu einem echten Reisehighlight entwickelt. Aus den geplanten 3 Wochen ist ein Monat geworden und die Zeit habe ich gut genutzt.

    Das Land: Guatemala ist ein unglaublich vielseitiges Land. Man landet meist in Guatemala City mitten im Hochland Guatemalas. Hier findet man perfekt kegelförmige Vulkane (von inaktiv bis stark aktiv) die zum wandern einladen, den wunderschönen Lago Atitlan mit den erhaltenen Maya Traditionen drumherum und interessante Großstädte mit prunkvollen Kolonialbauten (Antigua, Quetzaltenango und natürlich die Hauptstadt).
    Weiter im Norden, im Tiefland, wird es tropisch. Im Dschungel bedeckten Petén (der nördlichsten Provinz Guatemalas) findet man die meisten Spuren der alten Maya Kultur. Im ehemaligen Herz der Maya Kultur kann man riesige Städte in mehr oder weniger restauriertem Zustand besichtigen, bei aktiven Ausgrabungen über die Schulter gucken und auf den Spuren der Maya durch den Dschungel wandern.
    Im ebenfalls tropischen Zentrum gibt es an den Flüssen und Seen tolle Möglichkeiten in einer kleinen Hütte im Dschungel zwischen Kakaoplantagen die Seele baumeln zu lassen. Sowohl in Semuc Champey als auch um Rio Dulce habe ich hier tolle, abgeschiedene und in den Dschungel eingebundene Unterkünfte gefunden.
    Leider habe ich es nicht mehr an die Pazifikküste geschafft aber ich habe mir sagen lassen, dass es hier ein paar entspannte kleine Surfstädte geben soll.

    Die Leute: Einer meiner schönsten Erfahrungen in Guatemala war es mit einer Familie in Antigua einen Blumenteppich für die Osterwoche zu gestalten. Der Familienzusammenhalt ist hier sehr stark und ich war froh bei dieser Zusammenkunft an Ostern dabei sein zu dürfen. Generell sind mir die Menschen hier fast immer als sehr hilfsbereit und freundlich begegnet (vor allem wenn man sich bemüht spanisch zu sprechen).
    Ein großes Problem in Guatemala ist allerdings immer noch die Armut der Menschen auf dem Land (hauptsächlich der indigenen Maya Bevölkerung). Diese wurden durch die Landespolitik bis jetzt systematisch vernachlässigt und trotz vieler Bemühungen der Aufarbeitung des Bürgerkrieges sind die Nachwirkungen immer noch zu spüren. Die Arbeit auf dem Land ist hart, die Analphabetenquote ist hoch und Schulbildung für Kinder durch die Armut quasi nicht vorhanden. Viele Kinder lernen hier Spanisch als zweite Sprache erst in der Schule. Das hält zwar die vielen Mayadialekte in Guatemala am Leben, zeugt aber auch davon, wie wenig Chancen diese Kinder ohne Zugang zu Bildung auf einen Ausstieg aus der Armut haben. Ein sehr spannendes Projekt zur Bekämpfung der fehlenden Bildung, das ich in Gautemala kennengelernt habe war das Schulprojekt Ak‘Tenamit in der Nähe von Livingston (https://thegtfund.org/welcome/).

    Unterkünfte und Verpflegung: Alle Orte, die ich in Guatemala besucht habe, hatten eine gute Auswahl an günstigen Hostel. Qualitativ war alles dabei, von steinharten Betten über fast immer maximal lauwarme Duschen bis hin zu traumhafter Dschungelatmosphäre mit gemeinsamen Abendessen. Selbstverpflegung ist nicht in allen Hostels möglich, oft gibt es hier eigene Restaurants. Durch eine gute Auswahl an günstigen Restaurants und natürlich Street Food ist das aber auch nur für die richtigen Sparfüchse nötig. Meine Lieblingshostels waren meine beiden Dschungelaufenthalte in Semuc Champey (Utopia Hostel) und Rio Dulce (Hotelito Perdido) und das super entspannte Los Amigos in Flores.
    Die Küche in Guatemala ist einfach gehalten. Oft gibt es Eier, Bohnen und Reis. Zu jeder Mahlzeit gibt es ausreichend Tortillas, so dass man immer satt wird. Eines meiner Highlights waren die Snacks an der Straße, z.B gefrorenes Obst umhüllt mit Schokolade, unschlagbar an einem heißen Tag!

    Infrastruktur: Trotz teilweise noch sehr rudimentärer Straßen (ungepflastert, voller Schlaglöcher und Geschwindigkeitsbegrenzungen werden hier sehr gerne durch Speed Bumps ersetzt) gibt es immer eine Möglichkeit von A nach B zu kommen. Es dauert nur manchmal länger als gedacht. Wenn man es gerne abenteuerlich mag, kann man zusammen mit den Einheimischen die Chicken Buses nutzen. Das sind alte Schulbusse aus den USA, die mit neuen Motoren ausgestattet werden und dann beklebt und bemalt auf Guatemalas Straßen losgelassen werden. Für kurze Strecken kann man dieses Transportmittel gut nutzen (nur Vorsicht, mit langen Beinen hat man es hier nicht leicht). Da diese Busse jedoch überall halten, wo jemand ein- oder aussteigen möchte, dauert das Reisen hiermit seine Zeit. Toiletten gibt es natürlich auch nicht und auch keine offiziellen Toilettenstopps. Als Alternativen gibt es auf den beliebten Touristenstrecken Shuttelbusse. Die sind mehr oder weniger bequem, meistens auf ca. 12 Personen ausgelegt, sind schneller und machen auf längeren Strecken Stopps für Toilettengänge und Mittagessen. Nach 10 Stunden in einem solchen Bus hat man meistens auch die anderen Passagiere gut kennengelernt und schon Bekanntschaften für den nächsten Ort geknüpft.

    Highlights: Eine Nacht auf dem Vulkan Acatenango verbringen und gebannt dabei zuschauen (und zuhören), wie Fuego Feuerbrocken speit.
    An Ostern in Antigua einen Blumenteppich mit gestalten und die Prozessionen in Weihrauchwolken gehüllt durch die Straßen ziehen sehen.
    Im Dschungel von Petén die Spuren der Maya verfolgen und sich von den Pyramiden in Tikal und El Mirador beeindrucken lassen.
    Am Ufer des Rio Dulce in einer Hängematte liegen und den vielen Reihern beim Fischen zusehen.
    Bei einer Fahrradtour in Guatemala City die Hipsterecken der Stadt kennenlernen.

    Highlights in English:
    Spending a night at the top of the vulcano Acatenango and watching (and listening to) neighboring Fuego spew glowing rocks and lava.
    Easter in Guatemala with its flowery carpets and incense enveloped processions.
    Hiking through Petén’s jungle on old Maya trails and marveling at the temples of El Mirador and Tikal.
    Lazy afternoons in a hammock on the bank of the beautiful Rio Dulce.
    Visiting the school project at Ak’Tenamit (https://thegtfund.org/welcome/)
    Discovering the hipster parts of Guatemala City by bike.
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  • Day69

    Ciudad Guatemala

    May 17 in Guatemala ⋅ 🌧 24 °C

    Eigentlich hatte ich meinen Stopp in Guatemala Stadt nur eingeplant um ein paar Dinge zu erledigen, ich hätte nicht gedacht, dass mir die Stadt so gut gefällt. Mit einem Ruf als groß, dreckig und durch viele Gangs vor allem gefährlich, hört sich die Stadt erstmal nicht sehr einladend an. Aber nach einer Fahrradtour am ersten Tag habe ich festgestellt, dass es auch hier, wie in jeder großen Stadt, sehr schöne Ecken, gutes Essen und niedliche Cafés gibt. An Tag zwei habe ich mir noch zwei Museen angeguckt und dann musste ich auch schon in den Flieger. Gerne hätte ich noch ein bisschen mehr Zeit hier verbracht. Natürlich sollte man die Stadt trotz schöner Ecken mit Vorsicht genießen. Alleine im Dunkeln sollte man auch in den sichereren Touristenzonen nicht rumlaufen.

    P.S: Ich freue mich immer über eure Kommentare unter den Beiträgen und Fotos. Wenn ihr nicht bei FindPenguins angemeldet seid, tut mir doch bitte den Gefallen und schreibt eure Namen dazu, damit ich weiß von wem die Kommentare kommen :).

    The original reason for my stop in Guatemala City was to organize a few things before leaving Guatemala. I did not expect to like this city so much. With a reputation of being big, dirty and because of gang violence very dangerous, the city does not sound very inviting. But after joining a bike tour on my first day I realized that like every big city, Guatemala City has some very beautiful parts, good food and cute cafés. On day two I also managed to explore two of its many museums before I had to catch my flight. I wish I could have spend some more time here. Of course, even with its beautiful corners, you have to be careful when navigating the city. Walking alone in the dark is a definite no go.
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  • Day63

    Rio Dulce & Livingston

    May 11 in Guatemala ⋅ ⛅ 32 °C

    Meine letzte Woche in Guatemala habe ich im Osten Guatemalas am Rio Dulce und der Karibikküste verbracht. Am Rio Dulce hatte ich wieder ein wunderschön abgelegenes Hostel direkt am Fluss mit Hängematte am Pier und tollen Möglichkeiten für Kayaktouren. In Livingston kam dann nochmal Karibikfeeling auf. Hier ist die Bevölkerung eine bunte Mischung aus Maya und den Garifuna, die karibische Klänge und Traditionen nach Guatemala bringen.

    I spend my last week in Guatemala in the east at Rio Dulce and the Caribbean coast. At Rio Dulce I found another beautiful hostel that was off the grid and right next to the river. Activities here included kayaking and hanging out in the hammock by the pier. I also spend some time in Livingston soaking up the Caribbean feeling one more time. The Garifuna people who live here have brought Caribbean traditions and music to Guatemala.
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