Camping le Pontet nach Col du Grand Fond
Yesterday in France ⋅ ⛅ 11 °C
Wir wollen unter Berücksichtigung der Anzahl an Zelten auf der Fläche nicht über unser Nacht meckern. Irgendwann wurde es still und das blieb es auch bis 06:00 Uhr. Passt!
Das man auf einem Campingplatz sowas von Schieflage hat, hätten wir nicht gedacht. 🫠
Um 07:30 Uhr geht’s los. Nach dem wir unsere erste 230g Gaskatusche auf dem Campingplatz entsorgt haben, ging es direkt auf den Trail der am CP vorbei führt. BTW die Kartusche hat exakt 10 Tage gehalten. Jeden Morgen Kaffee und Abend in der Regel 2 mal gekocht. Mal nur Wasser erwärmt, mal Nudeln o.ä. gemacht.
Ab jetzt kennen wir den Trail bis zum Refuge Col De La Croix Du Bonhomme auf 2.450 Meter. Vorbei am Refuge de la Balme und über den Col de Bonhomme auf 2.325 Meter.
Hinter dem Refuge de la Balme machen wir eine Pause und essen etwas. Bis hierher war es schon ein echter Wahnsinn, wie viele Hiker am Morgen den Berg besiegen möchten. Es müssen hunderte sein! In unser Pause trocknen wir das Zelt und zählen die Hiker, die wir auf einem vllt. 200 Meter Trailabschnitt sehen können: 32 Stk.
Während wir 20 Minuten sitzen, laufen sicherlich weitere 32 vorbei. 32 sind dann noch am Refuge um Wasser zu holen und weitere 32 sind außer Sicht auf dem Weg zum Col. Macht dann überschlagen… Das sind dann 128 Hiker zur selben Zeit. Das ist wirklich so!
Der Weg bis zum Refuge Croix du Bonhomme ist somit schwierig. Wir kommen nicht in den eigenen Flow. Sind mit überholen beschäftigt oder ein Trailrunner überholt. Manche stürmen den Berg hoch, um nach 300 Metern voll außer Atem eine Pause zu machen. Einige sind verletzt, tappen sich ihre Knie. Ach - usw usw. Allerdings muss man sagen, ALLE haben ihr Ziel scheinbar fest im Visier. Egal wie, Hauptsache ankommen. 👏🏽
Ach ja, Biker dürfen heute auch nicht fehlen, jeder gerade Meter wird gefahren, alles andere geschoben und weiter geht es mit dem Bike auf dem Rücken. Challenge accepted!
Am Refuge Croix de Bonhomme, zur Zeit eine Baustelle, füllen wir Wasser auf und gehen ein paar Meter weiter. Ab hier folgen wir bis zum Nachmittag dem GR5und verlassen somit auch wieder die Tour du Mont Blanc! 😮💨
Das Wetter ist prächtig und es soll erstmal so bleiben. Der folgende Ridge Walk ist klasse, einfach und wenn man auf Grund von Wind nicht seine Cap festhalten muss, hat man im Grunde frei. Es geht nicht bergauf und bergab. Schön hier. Am Ende der Bergkette führt ein einfacher Weg runter an die Straße, wo wir uns für eine Pause ins Chalet du Berger auf 1.813 Metern setzen, Blaubeer Tarte, 4 Grand Café und zwei Cola gönnen. 1 1/2 Stunden machen wir Pause. Wir haben Zeit!
Nach dem Schmaus und Schatten geht es für ca. 4 Kilometer entlang der Straße. Unattraktiv wenn Motorräder dicht an einem vorbei fahren. An einem Parkplatz, auf dem einige weiße Camper stehen, wechseln wir auf eine Dirtroad. Sehr flach ohne hoch oder runter genießen wir die einfachen Schritte auf diesem Abschnitt. Dieser eignet sich scheinbar gut für Abendspaziergänge. Einige älter Paare kommen uns entgegen. Sicherlich gehören die zu den Campern. Am Ende der DR geht es auf einem Single Trail weiter. Wir filtern etwa 3 Liter Wasser an dem Stream den wir überqueren.
Wie immer probieren wir nach dem Filtern das Wasser. Uuaargh! Das schmeckt irgendwie nach Landwirtschaft. Ohje. Wir überlegen, wie wir es jetzt machen und entscheiden uns Chlortabletten in das Wasser zu tun. Dann ist der Spuck vorbei. In erster Linie brauchen wir es zum Kochen, dabei verfliegt der Chlorgeschmack.
Weiter gehts das Tal bergauf. Nach wenigen 100 Metern sehen wir schon einige Übeltäter. Rinder! Wir folgen dem Trail immer höher, zwischen die beiden Bergkämme. Hier soll es ein Biwakplatz geben. Diesen steuern wir an.
Leider haben sich die Rinder auch hier länger aufgehalten und dabei ihren Unrat umfangreich hier verloren. Also weiter geht’s.
Wir entscheiden auf die bergauf laufende linke Seite des Tals zu gehen. Das bedeutet, Trail verlassen und querfeldein. Bis an den Rand, wo die Geröllmassen beginnen. Hier gibt es immer wieder grüne Stellen. Und die Rinder gehen wie es aussieht nie hier her.
Wir finden eine tolle Stelle, prüfen im Berg ob es frische Ausbrüche gibt oder Steine auf dem Boden und Umgebung, die frisch runter gekommen sind. Sieht soweit alles gut aus.
Des Weiteren sehen wir das der Boden mal mit Wasser bedeckt war aber aktuell nicht feucht ist. Der Schutt am Berg zeigt teils tiefe Rinnen die darauf schließen lassen, dass dort das Wasser bei Regen sich sammelt und runter läuft, direkt in unsere Biwakspot. Sicherheitshalber checken wir mit dem Garmin Inreach das Wetter. 0% Regenwahrscheinlichkeit für die Nacht und die Tage und Nächte danach. Also, kein Problem. Mit dem Blick auf den Mont Blanc bauen wir das Zelt auf, waschen uns und schmeißen den Kocher an. Viel Essen steht auf dem Plan.
Aktuell sind wir gut drauf, es hätten noch weitere Höhenmeter und Kilometer in uns gesteckt, aber hier ist es wunderschön, es ist leise und friedlich, sollte nicht gerade auf der anderen Bergseite des Tals Felsbrocken oder Steine runterpoltern.
Biwak auf 2.311 Meter
➡️ 25,8 KM ⬆️ 1.966HM ⬇️ 839 HMRead more



























Wandermaus 2020
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Einhorn