• Charline auf Weltreise
  • Charline auf Weltreise

Weltreise 🌍🧭🍀🎒

Hallo ihr Lieben,
am 13. Juni 2024 beginnt meine Weltreise als Solo-Backpackerin. Ich gebe hier einen kleinen Einblick in meine Erlebnisse und hoffe, dem einen oder anderen Herzensmenschen ein wenig die Sorge nehmen zu können.
Eure Charline 🧡
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  • Inicio da viagem
    13 de junho de 2024

    Tag 1: Abschied und Aufregung ❤️‍🩹

    13 de junho de 2024, Alemanha ⋅ ⛅ 16 °C

    Nun ist heute wirklich der 13. Juni 2024. Meine persönliche Weltreise ist gestartet und ich sitze im Zug auf dem Weg nach Hamburg. Gemischte Gefühle zwischen schwerem Abschied und freudiger Nervosität - voller Spannung auf die vielen Abenteuer, die vor mir liegen.
    Ein riesiges DANKE an alle, die mich bis zum heutigen Tag begleitet und mir so viel Kraft und Mut für diesen Schritt gegeben haben. Ich denke an Euch! 😊
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  • Tag 2: Abflug nach Bilbao

    14 de junho de 2024, Alemanha ⋅ ☁️ 17 °C

    Ein fröhliches „Moin“ aus dem Flieger nach Bilbao. Was mir der erste Tag auf meiner Reise bereits gezeigt hat? „Wenn man alleine reist, ist man nie allein.“ Ich habe binnen weniger Stunden durch so viele Zufälle liebe Menschen kennengelernt, die mir den Start in dieses neue Kapitel sehr einfach gemacht haben. Nun heißt es: Tschüss Deutschland, Hallo Spanien! 👋🏻☀️Leia mais

  • Tag 3: Bilbao = Lebensfreude

    15 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 19 °C

    Der Flieger hat mich gestern sicher von Hamburg nach Bilbao (Spanien) gebracht. Bereits am Gate wurde ich aufgrund meines Wacken-Beutels freudig begrüßt und per Zufall direkt eine weitere Pilgerin kennengelernt. Im Bus vom Flughafen trafen wir uns wieder und schon hatte ich eine Vino-Bekanntschaft für den 1. Tag gewonnen. Danke für deine Zeit, liebe Selina und Buen Camino! 😊 Heute heißt es für mich noch etwas den Trubel und die Lebensfreude dieser Stadt genießen (und den Vino für 2€ 🤪 🍷) bevor morgen früh mein Weg auf dem Camino del Norte beginnt.

    PS: Am Guggenheim-Museum kurzfristig die Spinnenphobie überwunden. 🤣
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  • Tag 4: Alles eine Frage der Haltung

    16 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 21 °C

    Was mache ich hier eigentlich? Diese Frage ging mir heute auf meiner ersten Etappe auf dem Camino del Norte oft durch den Kopf. In meinen Gedanken schwirren gelbe Pfeile, die den Weg weisen, steinige Pfade und die Suche nach dem Meer. Um 15 Uhr habe ich das erste Mal mein Bett in einer Pilger-Herberge bezogen - Duschen, Klamotten vom Tag waschen, Essen suchen - mein neuer Alltag. Die schlechte Haltung meines Oberkörpers hat mich den gesamten Weg geärgert - die Schultern sind scheinbar nun in einer gesunden Position und das mögen sie gar nicht unter der Last des Rucksacks. 🫣 Die ersten 16 km sind geschafft. Stolz, dass ich diesen Weg wirklich angetreten bin, aber auch k.o. und etwas verloren in der Fremde. Gegenmaßnahme? Auf zum Meer! 😉 🌊

    Buen Camino! ❤️
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  • Tag 5: Der frühe Vogel und der Rucksack

    17 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 23 °C

    Meine erste Nacht in einer Pilgerherberge mit 20 Fremden war eher schlaflos, dank hoher Geräuschkulisse 😴 Mein knarzendes Metall-Hochbett verließ ich dann um 5:50 Uhr, um schnellstmöglich meine zweite Etappe anzutreten. Geplant waren ca. 16 km bis nach Castro Udiales. An einem Traumstrand angekommen, überrannte mich das Mittagstief und der Wille einen von 17 Schlafplätzen zu ergattern. Nach einem Bier, einer kalten Cola und einem schönen Telefonat nach Hause packte mich die Motivation und es ging doch noch weitere 11 km weiter bis nach Islares. Wunderschöne Aussichten haben meine Motivation belohnt, obwohl ich mich nach mehrfachem Verlaufen wieder dafür verfluchte. 😅 Gegen 16 Uhr erreichte ich einen Campingplatz und fand meine deutschen Bekanntschaften aus der letzten Herberge wieder. Heute Abend gibt es ein Zwei-Bett-Zimmer mit einer weiteren Pilgerin - das macht Hoffnung auf mehr Schlaf als mit 20 Personen in Hochbetten. 😅 Nun wieder Wäsche waschen und Essen suchen - der neue Alltag ist anstrengend, kräftezehrend, aber auch wahnsinnig inspirierend.

    Grüße an meinen Muskelkater von morgen. 🫣😬🍻
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  • Tage 6 & 7:Bergauf, Bergab…

    19 de junho de 2024, Espanha ⋅ ⛅ 20 °C

    Gleich vorweg: Nein, ich habe nicht vor jeden Tag etwas hier hochzuladen, aber ich versuche es regelmäßig und lebe noch. 😉 Gestern war ich total kaputt und heute noch viel mehr. In den vergangenen zwei Tagen habe ich knapp 60km zu Fuß auf meinem Weg nach Santiago zurückgelegt und viele Höhenmeter noch dazu. Als leidenschaftlicher Flachlandlatscher habe ich geflucht, gelacht, Schmerzen gehabt, meinen Rucksack lieben gelernt und einige tolle Menschen treffen dürfen - vor allem, habe ich nie aufgegeben und finde langsam gefallen an den Aufstiegen. Mittlerweile gehöre ich einer deutschen/ schweizerischen Gruppe an (alle bereits Caminos gelaufen bzw. schon deutlich länger unterwegs als ich = geübter + schneller) - die sich jeden Abend darüber freuen, wenn ich die weite Strecke bis in die Herberge schaffe und ihnen von meinen, meist sehr lustigen, Geschichten des Tages erzähle. 😬 Ich bin stolz auf die vielen Kilometer, die ich bereits hinter mir habe. Morgen komme ich bereits in Santander an - das war eigentlich erst für Samstag geplant - ich wachse jeden Tag ein bisschen über mich hinaus und weiß nun, dass ich meinem Körper vertrauen kann - er bringt mich jeden Tag an mein Ziel.

    Es gibt so unendlich viel zu berichten von Menschen, die mir unbedingt auf Spanisch erklären wollen, dass ich gerade falsch laufe, obwohl ich richtig bin, nur nicht an der Straße lang gehen möchte oder die Dromedare im Garten eines netten Einfamilienhauses oder dass man bergab leichter kommt, wenn man mit kleinen Schritten joggt (sieht mit Rucksack sicher total bescheuert aus 🤪). Ich erlebe jeden Tag so viele lustige und schöne Momente und lerne, dass die Zeit mit sich allein richtig angenehm sein kann, aber die Gemeinschaft den Tag am Ende abrundet.

    Bis bald ❤️
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  • Tag 8: Santander - die EM hat uns 😅⚽️

    20 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute war es kurz und anstrengend - meine Beine haben keine Lust mehr. Das erste Mal bin ich mit einer Gruppe und nicht allein von Anfang bis Ende eine Etappe gelaufen - es waren „nur“ 17 km. Alle geübt und entspannt - ich bin hinterher und hatte schon nach 5 km eigentlich keine Lust mehr. Heute war ein Tag zum Ankommen - nicht zum Laufen. Irgendwann sah ich das Ziel meiner Begierde … eine Fähre … 25 Minuten nicht laufen - sich über das Wasser fahren lassen - großer Luxus. 😍 Nach dem Ausstieg hieß es … weiterlaufen. Irgendwann kamen wir an dem Hostel unseres Vertrauens an, eine nette ältere Dame bot uns direkt Schlüssel, jeweils ein Bier und Wäscheservice an - dankbar ohne Ende nicht mehr die Klamotten durch Gallseife drücken zu müssen, genoßen wir das kalte Bier. 😎 Nun feiern wir mit den Spaniern ihr EM-Spiel und genießen typisch deutsch - richtig kaltes Bier!

    Schön, dass ihr meinen kleinen Reisebericht verfolgt ❤️
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  • Tage 9 & 10: Ruhe und Abschied 😴🥺

    21–22 de jun. 2024, Espanha ⋅ ☁️ 15 °C

    Nun habe ich mich einige Tage nicht gemeldet, weil ich nach jeder Etappe einfach froh war in ein Bett zu fallen. 😴 Dennoch hole ich gern die verpassten Tage hier nach, damit ihr wisst, was ich in der letzten Zeit erlebt habe. 🥾

    Letzte Woche Freitag und Samstag gab es vor allem Ruhe. Geplant war ein Ruhetag nur mit Stadterkundung, da aber ein Teil unserer Pilgerfamilie krank geworden ist, entschieden wir uns noch einen weiteren Tag in Santander zu verbringen. Nach unzähligen schönen, emotionalen, aber auch lustigen Momenten, z.B. ein uns dauerhaft ins Hostel-Zimmer starrender Hund (siehe Bild 🤣🐶) verköstigten uns Dario, unser Quoten-Schweizer, sowie Leona - tatsächlich eine echte Psychologin und damit prädestiniert für die Leitung unserer kleinen Selbsthilfegruppe 😉🤞🏻 - köstlich in unserer Apartment-Küche (inklusive handwerkliches Missgeschick seitens des Quoten-Schweizers).

    Am Ende des Abends hieß es leider Abschied nehmen, da Eva und Stefan nur bis Santander geplant hatten und der Urlaub quasi fast vorbei war. .Ab Sonntag läuft unsere kleine Pilgerfamilie minimiert, aber vorerst zusammen weiter. 🥾🫶🏻
    Aber vorher: noch schnell einen Stempel in der Kathedrale von Santander besorgt für den ordentlich geführten Pilgerpass. 🤓
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  • Tag 11: Vom Regen und Schummeln 🌧️

    23 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 19 °C

    Endlich wieder laufen …. die Lust hielt sich am Sonntag massiv in Grenzen als wir bemerkten, dass das Wetter alles andere als einladend war. Unsere Strecke verlangte, dass wir eine kleine Etappe mit dem Zug fahren mussten (durften), da wir für die Überquerung des Flusses „Rio Pas“ sonst über Gleise laufen müssten und die Sicherheit der Peligrinos, wie wir auf spanisch genannt werden, natürlich Priorität hat. 😉 Erlaubtes Schummeln sozusagen …
    Nachdem wir unseren ersten Zug verpassten, weil wir alle zu sehr bummelten, standen wir pünktlich für den Nächsten am Gleis … nur leider auf der falschen Seite, sodass der Zug an uns vorbeifuhr. 🚂 Schade … der nächste Zug fuhr erst eine Stunde später, sodass wir leider weniger Schummeln konnten und eine weitere Station liefen. Irgendwann schafften auch wir es zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und fuhren immer tiefer in den Regen.
    Dank Wacken-Poncho, Regenjacke und Rucksack-Schutz war ich auch nur nass bis zum Schlüpper - nicht bis auf die Knochen.🤪

    An unserem Ziel in Santillana del Mar angekommen, passierte etwas, wovor wir uns seit Tagen fürchteten: Deutschland spielt im Rahmen der EM gegen die Schweiz - ein potenzieller Bruch für unsere kleine interkulturelle Gemeinschaft. Nach 90 Minuten war die Gefahr gebannt - es steht unentschieden - zum Glück - wir teilten uns schließlich alle ein Zimmer. ⚽️🤞🏻
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  • Tag 12: Abstecher nach Ger(r)a 🐮

    24 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☀️ 21 °C

    Bei deutlich schönerem Wetter konnte ich meine nächste Etappe genießen und schaffte es mit knapp 30 km wieder deutlich über mein geplantes Laufziel. 😎 Auf der Strecke erwarteten mich viele Tiere, wunderschöne Landschaften und im Vergleich zu gestern: die absolute Hitze. 🥵
    Nach einem kleinen Abstecher in Ger(r)a - ging es weiter nach Oyambre. Dario und Leona erwarteten mich bereits für unser unerwartetes Abendprogramm sowie den wunderschönen Ausblick von der Spitze des Berges aufs Meer. Es ging in die nächstgelegene Bar - nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt, konnten wir bei Pizza und kühlen Getränken den Sonnenuntergang über dem Meer genießen. Ein wunderschöner Moment, den wir alle nicht vergessen werden. 🥰
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  • Tag 13: Mobiler Waschsalon

    25 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☀️ 21 °C

    Die letzten Tage war das Wetter sehr durchwachsen. Nachdem ich gestern einen Großteil meiner Sachen gewaschen hatte, musste ich am nächsten Morgen feststellen, dass Dank Nebel auf dem Berg, alles richtig schön nass war. Somit musste mein Rucksack als mobiler Trockner herhalten und meine Socken und Shirts baumelten auf meiner nächsten Etappe hinter mir her. 😅
    Heute war es wieder sehr heiß und ich habe mich zum ersten Mal etwas verbrannt. 🫣
    Mein heutiger Weg war von vielen, vielen Gedanken geprägt, einigen Aufstiegen und wunderschönen Aussichten. Ein wirklich erfolgreicher Tag, der in einem schon beinahe luxuriösen Camping-Zelt endete. 😴
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  • Tag 14: Einkauf optimieren in Spanien 🛒

    26 de junho de 2024, Espanha ⋅ ⛅ 23 °C

    Was gibt es zu erzählen? Heute hatte ich wieder tolle Landschaften auf meinem Weg und merke immer wieder, dass mir die Etappen jeden Tag leichter fallen. Von Muskelkater ist kaum noch eine Spur, dafür fallen mir immer wieder neue interessante Alltagserleichterungen der Spanier auf: seht selbst im Video. 😅🛒
    Ansonsten war der Tag tatsächlich mal ohne große Ereignisse und das Wetter passte zum laufenden Gemüt. 🏃‍♀️🥰
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  • Tag 15: Zusammenhalt 🤞🏻

    27 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 20 °C

    Wie ihr sicher schon gemerkt habt: Unsere verkleinerte Pilgerfamilie hat es bisher geschafft zusammen zu bleiben. Wir haben uns nicht gesucht, aber irgendwie gefunden, auch wenn wir leider nicht mehr ganz vollständig sind und auch unser Dreiergespann nicht mehr von langer Dauer sein wird. Wir könnten alle kaum unterschiedlicher sein und trotzdem verbringen wir die Abenden so gern alle zusammen. Normalerweise laufe ich am liebsten allein für mich, doch heute sind wir alle gemeinsam losgezogen, sind zeitweise zu dritt, zu zweit und manchmal auch jeder für sich gelaufen. Gespräche, Schweigen, Lachen, witzige Fotos und immer wieder ein kopfschüttelnder grinsender Schweizer haben meinen Tag begleitet - auch eine schöne Abwechslung. 😊 Danke für die schöne Zeit 🤞🏻

    Seht selbst was wir erleben durften. 🐐😬🥰
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  • Tag 16: Na ist denn wieder Wacken??

    28 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich hatte ja schon irgendwie die Hoffnung, dass mich in Spanien im Juni die Sonne überproportional erfreuen wird … aber da habe ich das Küstenwetter nicht so ganz auf dem Schirm gehabt. Auch heute war ich nach einigen Stunden nass bis auf den Schlüpper, aber auch das ist nur eine Sache der Gewöhnung. Die Aussichten und Strecken waren trotzdem zum Strahlen - also scheint uns die Sonne einfach aus dem Herzchen. 😉
    Nachdem ich mehrfach im Schlamm stand und mich auf Dschungel-Pfaden über Steine und Pfützen hangelte, habe ich mich kurz wie in Wacken gefühlt - aber dafür roch ich eindeutig zu wenig nach Bier. 🤪🤘🏻
    Dafür: lernte ich unterwegs 3 nette Menschen aus der Eifel kennen, die mich prompt zu einem kleinen Metalfestival in ihrem Nachbardorf einluden, inklusive Schlafplatz bei Gabi. 😎 Danke dafür - wir sehen uns! 😬🤘🏻🍻
    Nachdem ich mich zweimal mit dem rutschigen Boden aus der Nähe vertraut machte, war die Freude meiner Mitmenschen groß als ich unbeschadet in unserer Unterkunft ankam - was für ein Weg … hat Spaß gemacht! 🤣
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  • Tag 17: Die Sonne und du 🤞🏻

    29 de junho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 17 °C

    Auf einmal verändert sich alles … unsere kleine Gruppe hat heute den letzten gemeinsamen Tag/ Abend gefeiert. Wir haben uns durch reine Zufälle getroffen und dann so viel unbekannterweise miteinander geteilt. Danke für diese wunderbare Zeit - ab morgen wird alles nochmal anders auf dem Camino. Ihr habt mir so viele tolle Einblicke gewehrt in eure jeweiligen Welten und ich durfte ganz viel dazu lernen. Ich wünsche euch nur das Beste auf Eurem Camino. Bis bald 🤞🏻😊

    PS: „Die Sonne und Du“ von Udo Jürgens gepaart mit deinem Pfeiffton im Ohr begleitet mich jeden Morgen, lieber Dario 😉☀️
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  • Tag 18&19: Ruhe für Körper und Geist

    30 de jun.–1 de jul. 2024, Espanha ⋅ ☀️ 21 °C

    Wer viel läuft, muss auch ruhen. 😉 Heute bin ich in Gijon angekommen - mit etwas schummeln. Ich möchte ehrlich sein, 8 km musste ich mit dem Bus zurücklegen. Meine rechte Ferse ist blutig gelaufen, Schmerzen und Ehrgeiz haben sich gestritten und ich mittendrin. Am Ende habe ich Rast gemacht in einem völlig abgeschiedenen Dörfchen und ohne auch nur den Hinweis auf eine Bushaltestelle zu sehen, hielt auf einmal das Gefährt mit der Aufschrift „Gijon“ direkt vor meinen Füßen. Das war Schicksal und der Schmerz hat überwogen. Nun gilt es: Füße schonen und pflegen, damit es schnell weitergehen kann! 🏃‍♀️ 💪🏻 🦶
    Zum Ausruhtag hat mich Dario auf seinem Weg besucht und wir konnten ein vorerst letztes Mal zusammen frühstücken. 😊
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  • Tag 20: Weiter geht‘s!

    2 de julho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 19 °C

    Weiter ging es auf meinen Füßen. Sie sind soweit wieder fit und ich fühle mich bereit weiterzulaufen. Das Wetter ist typisch für die Küste - eher durchwachsen. Die Stimmung ist nicht wirklich prächtig, aber auch auf dem Camino gibt es gute und schlechte Tage. Trotzdem ist das Ziel jeden Tag ein Stück näher gerückt - Aufgeben gibts nicht. 😉
    Zum Mittag gab es einen Snack aus dem Supermarkt - ein Fehler - ich habe mir den Magen verdorben. Jeden Kilometer habe ich meinen Magen erleichtert - mir ging es elend - aber der Wille weiterzumachen war größer. Nachdem mich das spanische Brunnenwasser wieder heilte, kam ich an meinem nächsten Ziel an - Gott sei Dank - keinen Meter mehr hätte ich heute laufen wollen. 🫣
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  • Tag 21: Die Lust hält sich in Grenzen

    3 de julho de 2024, Espanha ⋅ ☀️ 20 °C

    Ich glaube - ich bin in dieser Woche mit dem falschen Bein aufgestanden. Die Motivation ist am Tiefpunkt und trotzdem laufe ich weiter. Mir geht es körperlich 100x besser als gestern, aber der Geist war wohl noch nicht ganz fit. Zu wissen, dass in der Unterkunft niemand wartet, ist ein komisches Gefühl - langsam merke ich, was es heißt allein zu sein. Auch Freiheit fühlt sich nicht immer gut an und trotzdem erkenne ich täglich welches Privileg ich habe, diese Reise machen zu können. Der Camino zerrt - an meinen Kräften, an meinem Geist und meinen Grenzen. Jeden Tag lerne ich mich ein bisschen besser kennen - manches gefällt mir, manches so gar nicht und trotzdem ist es schön, all das mal so richtig wahrnehmen zu können. Und dann … kommt man in eine kleine Stadt und fühlt sich von Beginn an wohl und am liebsten, wäre ich vermutlich geblieben, aber das Ziel ist so nah - dass ich mich zwinge weiterzulaufen und am Ende des Tages bin ich froh, mich durchgerungen zu haben. 🙏 Mich erwartete eine wundervolle kleine Herberge mit einem super sympathischen deutschen Hospitaliero. Er bekochte uns und drückte mir gleich bei Ankunft ein kaltes Bier in die Hand. Michael war überglücklich endlich wieder mit jemandem deutsch sprechen zu können und wir hatten alle eine tolle Zeit in seiner Herberge. Vielen Dank für deine Gastfreundschaft! 🙏Leia mais

  • Tag 22: Ein wundervoller Ort 🧡

    4 de julho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute hat die Sonne wieder für mich gestrahlt - die Laune ist besser und frisch motiviert führte mich ein Umweg in die bezaubernde Hafenstadt „Cudillero“. Meine Route zeigte mir an, dass ich für 3 km mehr die kleine Stadt besichtigen kann - ein Glücksgriff für mich. Ich kann gar nicht so richtig beschreiben was mich verzaubert hat, aber die Ruhe hier, die Aussicht auf den Hafen und der leckere Kaffee haben mich in ihren Bann gezogen. Als ich durch die kleinen Gassen mit meinem leuchtenden Rucksack zog, lachte mich ein kleines Lädchen mit entzückenden Armbändern an. Zwischen all den blauen Steinchen, die das Meer symbolisierten, fand ich ein einziges mit einem orangefarbenen Stein - die Farbe meines Rucksacks, durchgezogen mit einer weißen Linie und einem kleinen dunklen Schatten - getrieft von meiner melancholischen Stimmung gab ich der Dame die geforderten Euro und ließ mir das Armband anlegen. Eine kleine Erinnerung an diese schöne Hafenstadt, die mir wieder meine Motivation zurückgegeben hat. 🫶🏻Leia mais

  • Tag 23: Die Qual der Wahl 💭

    5 de julho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute hatte ich die Qual der Wahl. Mein liebgewonnener Reiseführer (damit fühle ich mich so richtig deutsch unter den digitalen Pilgern, die alles mit ihrer App machen 🤣) zeigte mir auf, dass ich heute wählen muss zwischen verschiedenen Strecken.
    A) Wenig Höhenmeter und viel Straße.
    B) 10 km bergauf - aber dafür langgezogen und etwas Straße.
    C) Ständig steil hoch und runter, dafür an der Küste.
    Die Anstiege-vermeidende Stimme in mir schrie nach A - der Ehrgeiz nach B und die neugewonnenen Kräfte sowie der Wunsch nach schönen Aussichten nach C.
    *Geistiger Trommelwirbel* - C hat gewonnen. Ich bestieg also nun jede für mich sonst zu verabscheuende Höhe mit der Erkenntnis - schade, dass das Wetter nicht mitspielte und die Aussichten leider nicht wie erhofft zu sehen waren und trotzdem: wieder einmal habe ich meine Grenzen gesprengt, mich selbst davon überzeugt mehr zu können und wurde mit vielen Dopamin-Schüssen nach jedem Aufstieg belohnt. Am Ende wartete eine Herberge auf mich, die schon fast an Luxus grenzte. Etagenbetten mit Vorhängen, ein Föhn und verglaste Duschen - zum abschließen. Ich war verzaubert. 😍
    Der Supermarkt nebenan verköstigte mich mit billigem Fertigsalat - ich vermisse meine Küche. 🤣
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  • Tag 24: Nass bis auf die Knochen 🌧️

    6 de julho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 17 °C

    Was für ein Schietwetter …..
    Nachdem ich mich um 7 Uhr eher ungewollt aus dem wirklich gemütlichen Bett mit richtiger Decke (Jackpot 🥳) rausschälte, erwartete mich ein zauberhaftes Frühstück und frischgepresster Orangensaft. Ich bin immer noch ganz verzaubert von der Herberge. 😅 Bei einem Blick nach draußen, verging mir das Lächeln - es regnete in Strömen und für heute waren 32 km geplant.
    Nach circa 5 Kilometern war ich trotz guter Ausrüstung durchgeweicht …. Die Motivation noch weitere 27 km zu laufen, war quasi nicht mehr vorhanden. In der nächstgrößeren Stadt entdeckte ich das Objekt meiner Begierde …. ein Waschsalon. 😍 Kurzerhand trug ich nur noch meinen Regenponcho und alles andere wanderte in die Maschine und in den Trockner. Die nächste Bar war nicht weit und ich überlegte bei einem kühlen Cerveza was ich als Nächstes tue - die Entscheidung fiel prompt: Heute genieße ich den Luxus, laufe nicht weiter und habe mir ein Zimmer geleistet - gar keine echte Pilgerin würden jetzt manche sagen - mir ist es egal - ich schlafe heute alleine, habe ein eigenes Bad und genieße die Ruhe nur für mich zu sein - auch das ist Freiheit. 🥰
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  • Tag 25: Sonnenbrand-Gefahr

    7 de julho de 2024, Espanha ⋅ ⛅ 18 °C

    Moin ihr fleißigen Leser*innen,
    zu allererst möchte ich mich bei Euch bedanken dafür, dass ihr meinen Reisebericht so interessiert verfolgt und mir so viele liebe Glückwünsche und aufbauende Worte gesendet habt. Das Leben ist schön, weil ich so viele liebe Menschen um mich herum habe, die sich sorgen, aber sich auch mit mir freuen können und an dem einen oder anderen Tag auch mit einer Portion Motivation dafür gesorgt haben, dass ich wieder Lust hatte weiterzulaufen. Danke an Euch! Ihr fehlt mir! 🙏🥰

    Ich hatte heute einen ganz wundervollen Tag bei herrlichem Sonnenschein. ☀️ Die schönen Eindrücke schweben durch meine Gedanken, aber auch ein bisschen Heimweh. Nachdem ich wieder sehr herzlich in einer Herberge empfangen wurde, konnte ich meinen geliebten Rucksack in die Ecke stellen und nun frisch geduscht den Abend bei einem Glas Albariño ausklingen lassen, bevor morgen die nächste große Etappe mit über 30km auf mich wartet. Ich kann es gar nicht glauben, dass es meine letzte Etappe ist bevor ich den Küstenweg verlasse und meine letzten Tage Richtung Santiago de Compostella durch das Innenland antrete. Das große Ziel ist nah, aber eigentlich habe ich hier jeden Tag ein kleines Ziel erreichen dürfen. Stolz wie Bolle lasse ich mir nun noch etwas die Sonne auf den Pelz scheinen. 😉☀️💪🏻
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  • Tag 26&27: Mein neuer Wegrekord 🥳

    8–9 de jul. 2024, Espanha ⋅ ☁️ 20 °C

    Was soll ich sagen? Ich bin heute bis nach Ribadeo gepilgert und habe damit erstmals 35 km am Stück geknackt. Das für mich überraschendste: Ich hätte noch gut ein paar Kilometer weiterlaufen können. Wieder habe ich mich für die längere Route entschieden und lief einige Kilometer direkt an der Küste entlang. Die Aussichten, das Meer, die Buchten - einfach wunderschön. 😍 Unterwegs traf ich ein Pärchen, das derzeit Urlaub hier an der Küste macht und sie erzählten mir, dass der Mann vor einem Monat den Jakobsweg gelaufen ist - so musste es nicht bei einem Selfie bleiben und ich hatte meinen persönlichen Kameramann. 😬🙏 Auch muss hier scheinbar eine Doppelgängerin von mir unterwegs sein - ich wurde nun schon mehrfach verwechselt. Ich bin gespannt, ob ich sie noch treffe. 😅
    Nun verbleibe ich heute Abend und auch den morgigen Tag in Ribadeo, um noch etwas Kraft zu tanken für meine (vorerst) letzte Etappe - den Küstenweg verlassend bis Santiago de Compostela. Ich kann es selbst kaum glauben, dass ich nächste Woche tatsächlich schon am Ziel bin und diesen Weg wirklich gegangen bin bzw. noch gehen werde. Wie ihr wisst, ist dies mein erster Camino - aber es wird definitiv nicht mein letzter sein. Glücklich und beschwingt, genieße ich nun den Abend in dieser schönen Stadt und betreibe morgen ganz ohne großen Rucksack auf dem Rücken ein bisschen Sightseeing - die Füße müssen ja geübt bleiben. 😉🦶 🥾

    PS: Nach meinen ersten Kilometern heute, wurde ich von einer Kriebelmücke, die zur Gattung der Fliegen gehört, gebissen. 😩 Meine Hand ist gut angeschwollen, aber Dank top Ausrüstung konnte ich sie sofort behandeln und die Hand schwillt langsam wieder ab. 🫣 Ein Hoch auf das gut ausgestattete First-Aid-Kit - mein sehr sinnvolles Geburtstagsgeschenk. 🫶🏻
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  • Tag 28: Höher, schneller, weiter 🏃‍♀️

    10 de julho de 2024, Espanha ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute haben mich die Höhenmeter ganz schön gequält. 🫣 Es war wahnsinnig anstrengend - ein ständiges auf und ab. Steile Höhen haben meine ganze Kraft gefordert, sodass ich auch mal wieder ordentlich gespürt habe, was mein Körper gerade leisten muss. Auch das Wetter ist eher ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen strahlendem Sonnenschein und starkem Regen war heute alles dabei. 20 Minuten vor meiner Ankunft in der Herberge kam dann nochmal ein ordentlicher Guss runter, sodass ich dann schön durchnässt in mein Abendprogramm starten konnte. Camino eben … es bleibt einem nichts erspart. 😉
    Ich befinde mich derzeit in Galicien - die Wegweiser sind nun immer mit der aktuellen Angabe der Kilometer bis nach Santiago de Compostela gekennzeichnet - das motiviert schon ordentlich und lässt mich immer wieder kopfschüttelnd, ungläubig davor stehen - ab hier sind es noch knapp 161 km, 523 km bin ich bereits gelaufen - fast auf den Punkt einmal von meiner Wahlheimat Gera zu Fuß in meine ursprüngliche Heimat Zinnowitz (526 km Entfernung). Die restlichen Kilometer: kein Akt. 😬💪🏻

    Interkulturelle Begegnungen: Ich habe heute ein tolles Trio aus Lettland kennengelernt, die meine Pause verschönert haben. Es ist immer wieder spannend, wie viele verschiedene Nationen ich auf meinem Weg bisher treffen durfte - von Australien, USA, Lettland, Israel, Griechenland, Spanien, Italien, Deutschland, Schweiz, England, Südafrika und viele viele mehr - waren schon einige spannende Menschen und Geschichten dabei. Nun falle ich glücklich, aber auch k.o. in mein Bett und hoffe sehr auf wenig Schnarcher 🤪😴

    PS: Heute gibt’s noch eine kurze Videobotschaft in den Fotos/Videos für Euch! 😬
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  • Tag 29: Over the hills … 🎶 😗

    11 de julho de 2024, Espanha ⋅ ⛅ 21 °C

    Ein nahezu perfekter Tag neigt sich dem Ende zu, während ich meinen Reisetagebuch-Eintrag für euch schreibe.
    Nachdem ich eigentlich keine Lust hatte mein Bett zu verlassen und als Bummelliese dann als letzte die Herberge verlassen habe, führte mich mein Weg zuerst in das knapp 8 km entfernte Mondoñedo. Dort fanden mich dann auch zufällig die lieben drei Menschen aus Lettland wieder. Nach einem kühlen (alkoholfreien 😉) Cerveza liefen wir den nächsten sehr sehr beschwerlichen Weg gemeinsam. Und … Tada:
    Ich hab es geschafft - insgesamt bin ich heute über 1.000 Höhenmeter gelaufen und davon knapp 750m in einem Zug … nach der Hälfte hatte ich eigentlich keine Lust mehr. Wir waren alle fertig und machten eine kurze Pause als es mal wieder zum 12. Mal an diesem Tag für 3 Minuten anfing zu regnen. Während wir uns gegenseitig bemitleidend und uns oft fragten, was wir hier eigentlich tun - sendete uns eine höhere Macht eine neue Motivationshilfe: eine flippige Italienerin, die im Wald eine Tür knarzen hörte (keine Ahnung wo das gewesen sein soll 🤣) und deshalb den halben Berg gerannt ist - dementsprechend ging es ihr auch bei ihrer Ankunft. 🫣🤣 Nachdem sie uns auf eine sehr humorvolle Art berichtete, dass heute ihr erster Tag sei und sie gerade vom Flughafen kommt, waren wir mehr ungläubig und lachten gemeinsam mit ihr über ihre wirklich nicht durchdachte Entscheidung. Diese Etappe als ersten Tag zu wählen ohne vorher groß etwas für die Kondition getan zu haben - Hut ab. 😅
    Nun zu fünft motivierten wir uns weiter und bestiegen die zweite Hälfte. Es half ja auch nichts anderes - weder ein Taxi, noch ein Uber, noch ein Bus hätten uns diesen Berg hochgefahren. Als wir hoch hinaus angekommen waren, erhielten wir die Belohnung sofort - es fing wie aus Eimern an zu regnen. 😅 Schade ….
    Kurz vor unserem Ziel fanden wir noch eine Bar mit kühlem Cerveza und bezogen kurze Zeit später die Zimmer in der Herberge. Im Restaurant gegenüber erwartete uns ein sehr leckeres Abendbrot und viele lustige Gespräche - es war wirklich ein sehr schöner und humorvoller Tag - ich hatte mehrfach Tränen in den Augen vor Lachen. Danke für diese Motivation! 😬🤣🙏

    PS: Der Einladung nach Lettland folge ich sehr sehr gerne! 😊🫶🏻
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