Chile
Maule

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30 travelers at this place

  • Day52

    Gut drauf - schlecht drauf

    February 21, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 31 °C

    Gut drauf: Das Mädchen aus der Kaffeebar in Pichilemu! Sie sticht damit allerdings aus der Menge hervor, denn die Chilenen sind zwar besser organisiert, sauberer und wirtschaftlich stärker ... aber zugleich auch nüchterner, reservierter und desinteressierter als die weiter nördlich lebenden Südamerikaner. Kein Mensch dreht sich mehr nach uns um, niemand will mehr vor den Motorrädern posieren und es wird schwerer, ins Gespräch zu kommen. Gleich wie: Wir haben einen entspannten Fahrtag von Santiago de Chile nach Talca und fahren einen erfreulichen Umweg an der Küste entlang. Am Strand werden fies aussehende Meeresfrüchte angeboten, die mit scharfem Messer - wie Austern - aus Muscheln gepult werden. Marc kostet und befindet den glibberigen, orangefarbenen Inhalt für gut, der Rest der Gruppe beschränkt sich auf passive Beobachtung des Schauspiels.

    Wie Ihr mittlerweile wisst, sind gelbe und vor allem weiße Straßen in den bisher bereisten Ländern Südamerikas nicht immer befahrbar. In Chile hingegen sind sie frisch asphaltiert und mit sanftem, erwartbarem Kurvenradius angelegt, was alle dankbar aufnehmen. Die Mitte Chiles ist im übrigen der Landesteil, in dem viel Obst, Gemüse und Wein angebaut wird, entsprechend folgen wir einige Zeit der Ruta de Fruta. Das warme Klima sorgt für gelblich schimmerndes, verdorrtes Gras und offensichtlich immer wieder für Waldbrände.

    Doch dies sind nicht die einzigen Naturkatastrophen hier. In Talca und auch in unserem morgigen Zielort Concepcion haben Erdbeben immer wieder schwere Schäden angerichtet. Das letzte sehr große Beben in 2010 hat den zentralen Plätzen in Talca ziemlich zugesetzt. Mitten in der Stadt steht eine verfallende Markthalle und daneben ein baufälliges Schulgebäude. Die Botschaften der Graffitis an den Wänden zeugen nicht von übergroßem Optimismus in der Sprühergeneration. Schlecht drauf.

    Was noch? Oliver nahm heute Morgen von uns Abschied, er fliegt in diesem Moment nach Miami, um sich privat ein paar Tage von der widerspenstigen Welttour-Gruppe zu erholen. Mach es gut Oliver, Deine souveräne und freundliche Art wird uns fehlen, sehr herzlichen Dank! An Olivers Stelle wird uns Domenico für die restlichen gut 3 Wochen guiden, natürlich zusammen mit Marc.
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  • Day1

    Vulkanisation

    March 14, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 29 °C

    Die vergangenen vier Tage verbrachte ich mit der Begehung des Vulkans Descabezado grande im Naturreservat Altos de Lircay. Mir fehlte ein echtes Bergerlebnis bei der Ankunft in Talca. So war ich froh, dass mir im Hostel binnen kürzester Zeit ein Arriero vermittelt wurde, in dessen Begleitung das Unternehmen gelingen sollte. (Das muss aber unter uns bleiben.) Fazit: Es war alles dabei was man sonst nur auf Servus TV zu sehen bekommt - außer Verletzungen. Und auch wenn der dritte Tag 12 Stunden Gehen bereitete, so war die wesentliche Herausforderung eher die Überwindung mentaler Barrieren. Der Boden am Vulkan ist mit Kies aus weißem Bimsstein bedeckt. Schön anzuschauen im Mondlicht, aber ab 40 Grad Steigung allenfalls zum Herunterrutschen geeignet. Das Gefühl von Erleichterung am Ziel war unbeschreiblich. Alle Last des Aufstiegs war innerhalb von wenigen Minuten vergessen und mit dem Frühstück kehrte auch die Kraft zurück. "Jetzt was Warmes." dachte ich bei mir, aber so ein Vulkan kann eben nur An oder Aus. Ich wurde mit einem herrlichen Ausblick auf hundert Gipfel und Sicht in einen Krater mit 1,5 km Durchmesser belohnt.
    Die nächste Vulkanisation ist auch fällig - an meinen Schuhsohlen.
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  • Day69

    Parque Nacional Radal Siete Tazas

    January 13 in Chile ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute startet eines der grössten Highlights unserer Südamerika-Reise: wir holen unseren Mietwagen (SUV mit Dachzelt) ab, um damit 5 Wochen lang durch Patagonien zu fahren 😍 genauer gesagt von Santiago bis nach Punta Arenas. Direkt wären das ca. 3'200 km, wir werden wahrscheinlich den einen oder anderen Kilometer zusätzlich zurücklegen. Nach der Übergabe und einem Grosseinkauf sind wir bereit und fahren ca. 4 Stunden in den Süden. Wir folgen einem Insidertipp eines ehemaligen Reiseführers und fahren durch den Parque Nacional Radal Siete Tazas (bestaunen unterwegs noch einen Wasserfall von weitem) bis ans Ende der Strasse. Noch über einen Fluss und schob haben wir unseren Nachtplatz auf 1'000 müM gefunden, umgeben von Bergen und einem Fluss, der leicht an die Maggia im Tessin erinnert. Ein wunderbarer Start in unser Abenteuer.
    Am nächsten Morgen machten wir (ziemlich erfroren) uns auf die Suche nach den sieben Tassen (nach denen der Park schliesslich benannt wurde). Vorbei an einem ziemlich lauten Specht in einem einsamen Wald (zugegeben, so früh sind wahrscheinlich auch kaum Touristen unterwegs, eine lange Nacht wars ja nicht wirklich) zum Fluss, welcher einige vom Fluss geformte "Bassins" hatte, die irgendwie schon an Tassen erinnern. Wir geniessen die Ruhe und Abgeschiedenheit sehr, die wir wahrscheinlich nicht mehr lange haben werden (in Patagonien ist schliesslich Hochsaison).
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  • Day62

    Curico - Las siete Tazas

    January 7, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 24 °C

    Auf dem Weg Richtung Santiago möchten wir noch dem Nationalpark mit den 7 Tassen Wassefällen einen Besuch abstatten. Wir übernachten zwei Mal in einem sehr schönen und herzlichen Homestay. Auf der Suche nach einer Wäscherei bieten unsere Gastgeber an, alles für uns zu waschen - kostenlos. Durch das anschliessende trocknen im Tumbler konnten hoffentlich allfällige noch existierende Bettwanzen vernichtet werden.
    Die Anreise mit dem öV zu den Wasserfällen dauert inkl. Wartezeit von 45 Minuten, da ein Strassenabschnitt erst um 13 Uhr befahrbar ist, etwa 3 Stunden. Die Wasserfälle- und Becken und die Umgebung sind dann auch ganz schön.. aber ob sich der Zwischenstop wirklich gelohnt hat? Immerhin haben wir wieder saubere Kleider:-)
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  • Day194

    Pichilemu > Chanco

    March 8 in Chile ⋅ ☁️ 20 °C

    Aujourd’hui on a longé le pacifique sur le route de la côte. C’était très beau on a vu pas mal de salines, de plages et de petits villages.
    On s’est arrêté à la fin d’un petit chemin menant à la plage pour dormir, on avait une chambre avec vue sur la mer et un magnifique coucher de soleil!Read more

  • Day77

    Die Zeit tot schlagen

    January 25, 2018 in Chile ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach unserer letzten Station auf dem Weingut, haben wir dann angefangen die Zeit rum zu bekommen. Denn wir warten auf Ersatzteile von Zuhause.
    Bernd ein Freund von mir hat sich bereit erklärt das verschicken zu übernehmen. (Soweit schon mal vielen dank Bernd, Anke, Elm, Mutsch und allen Beteiligten die hier geholfen haben)
    Aber weiter im Text. Wir fuhren aus besagter Wein Region ein kleines Stück weiter östlich an einen Fluss (der Plan war eigentlich ein See doch dieser war abgesperrt und wir entschieden uns für den Fluss der wunderschön war), klares Wasser, relativ flach und ohne irgendwelcher Gerüche. Dieser Fluss, ja er eignete sich hervorragen zum Abkühlen (wir haben inzwischen sommerliche Temperaturen von größten teils bis und über 30°C) zum erfolglosen Fliegen-, und Spinnfischen, so wie für die einheimischen als LKW Waschplatz und natürlich auch zum erfrischen und Zeit verbringen. Hier. War auch der Ort an dem unsere Outdoor DUSCHA(im südamerikanischen dutscha gesprochen) wieder zum Einsatz kam. JA wieder den das erste mal das wir sie benutzten war unter anderem in Santa Cruz hinter einer Tankstelle da wir keine Dusche fanden aber dass Bedürfnis nach Sauberkeit hatten. Wieder zum Fluss welch schöner Ort wenn man nicht den Blick hinter den Bus gerichtet hat sondern immer nur auf den Flusslauf. Hinter dem Bus war das Bild der Naturidylle leider vom südamerikanischen Müllmanagegement geprägt, welches sich dann so aüssert das man alles was man nicht braucht einfach achtlos weg wirft oder liegen lässt. Was uns zum zweiten Problem dieser Orte führt es gibt keine Öffentlichentoiletten was nicht so schlimm wäre, wenn nicht die Eingeborenen hier ihre Geschäfte überall verrichten würden und ich meine überall. 😒 Nach einem schönen Nachmittag und einer ruhige Nacht brachen wir wieder auf. Der Plan war etwas Wandern zu gehen ( ja wir hatten immer noch ca. 35°C) denn wir sind zu Fett wie Dolly beschloss. Unser Weg führte uns nach Rangucagua einer mittelgroßen Stadt im Inland nahe den Anden in eben diesen eine der Größten unterirdischen Kupferminen des Landes liegt und ein Altes Minenarbeiter Dorf Namens Sewell. Welches man laut Reiseführern besichtigen kann wen das Auto nicht älter als 15 Jahre alt ist. Es war ein reizenter Tag wie auch ab und an die Stimmung. Am Eingang zur Bergstraße welche zur Mine und dem Dorf führt erklärte uns der Securitimann die Strecke nicht zu befahren ist ausser man sei eine Tourismus Agentur, den Zug hatten wir verpasst und das wir eine zwei man Reisegruppe sind nahm er uns nicht ab. Er gab uns allerdings den Tip in ein kleines Bergdorf gleich um die Ecke zu fahren, Coby der Wohlklang des Örtchens und es sei sowieso schöner. Ja es war wohl gut das wir uns nicht noch entschlossen eine geführte Tour nach Sewell zu machen den Coby die Empfehlung war wirklich nichts besonderes und weit entfernt von einem Idyllischen kleinen Bergdorf. Der Nationalpark der sich in direkter Umgebung befand war uns dann um 15.30 Uhr auch nicht das richtige bei der Hitze. Weiter des Weges begaben wir uns in ein Einkaufs Center immer mit der Gewissheit unser Tagesbudget im Weingut für mehrere Tage überschritten zu haben, besorgten wir etwas Gas und Schließsysteme für die zusätzliche Bussicherung. Ein Eis für die Stimmung und dann gings an die Schlafplatz suche , eine allzu bekannte Odyssee begann auch heute wieder aber wir wollten es uns einfach machen. Die Copec ( die chilenische Tankstelle unseres Vertrauens) war ganz in der Nähe um sie zu erreichen hätten wir nur ein bis acht Verkehrsregeln brechen müssen wenn es nach unserem Navigationssystem gegangen wäre. JA wir haben ein Navi Osmand heißt das gute Stück und ist einen APP bis auf die ein oder andere unsinnige Ruten Führung ist es doch ganz brauchbar. Die Tankstelle war nicht die erste Wahl, da das Platz Angebot nicht unseren Vorstellungen entsprach und es ging zu einer zweiten etwa 60 km entfernten Copec mit Duschen Wifi und einer Waschmaschine wie sich herausstellte. Das einzige was hier etwas anstrengend war waren die bettelnde Familie die hier herum streunerte. Dolly nahm das dann in die Hand, mit deutsch und dem Angebot etwas zu tauschen waren die Bettler dann auch schnell bei anderen Leuten. Wir verabredeten uns wieder mit Romy und Sebastian die auch in der Gegend ausharren um ihren Bus nach Mexico zu verschiffen, und somit viel Zeit haben. Auch wir warten ja auf Ersatzteile. Aus der Heimat um unsern Bus vor den anderen Ländern hier in Südamerika aber auch Mittelamerika noch einmal fit zu machen. So entschieden wir uns zu einer Attraktion zu fahren die sich die Sieben Tassen nennt (ein Wasserfall der sich in Sieben Kaskaden Artigen Tassen ins Tal ergießt (die Kaskade bei solenzara, da kann man auch bade)) der Platz den wir fanden lag fast idyllisch an einem kleinen Bach mit Pool ähnlichen auf Stauungen die uns den Nachmittag versüssten. Die einen Badeten und ich versuchte mich erneut im Fliegenfischen und diesmal mit Erfolg, na ja Teil Erfolg die Forellen waren wunderschön gezeichnet aber halt nur 10 -12 cm groß so das ich sie wieder schwimmen ließ. Für die Fitness begaben wir uns auf eine Wanderung die mit 4 Stunden angegeben war und bei der es 8 km zu erkunden gab. Von den fast 1000 Höhenmetern bergauf stand da nicht soviel, was Dolly dann wieder etwas zum Schimpfen brachte aber wir die Strecke in Rekord Zeit (2,5std) bewältigten. Der Anstrengung nicht genug gings dann natürlich auch noch zu den 7 Tassen in deren Auslauf man dan auch baden konnte in klarem kaltem Bergwasser was nach der Wanderung im Staub sehr schön war. Der Übernachtungsplatz vom Vortag war noch frei und wir bezogen ihn für die Nacht was sich wieder als gute Entscheidung erwies. Was ich noch zum Besten geben muss ich habe den Bewies das es hier in Südamerika Vogelspinnen gibt und habe diese auf Speicherchip gebannt. Soviel zum spannenden Teil der letzten Tage. Nach all der Action machen wir grad Urlaub vom Urlaub auf einer Art Campingplatz der aber kostenlos ist, Toiletten und kalte Duschen hat. Die Sauberkeit ist klassisch Südamerikanisch nicht zu sauber aber das passt schon. So verbringen wir hier die Tage mit nichts und etwas ausruhen, schwimmen in einem See und hier und da mal ein Empanada essen.
    Das Angeln hier auf Lachse soll ja perfekt sein sagen die Angler die hier noch weniger fangen als ich, und da hab ich heute früh mit einem beschlossen das sie wohl auf Grund der Wärme zu tief stehen. Auch noch Mal ein großer Dank an Bernd der unser UPS Päckchen auf den Weg gebracht hat das uns jetzt zwar etwas Zeit kostet aber die holen wir wieder ein und besser hier als irgendwo im nirgendwo.
    Der Geschäftigkeit der letzten Tage ist es auch geschuldet das meine von Schönheit und Fülle geprägte Haarpracht dann auch Dollys neuen Obsession zum Opfer fiel und sie mir die Wonne meiner Pracht dann zurecht gestutzt hat.(für alle die die sich noch erinnern, die Haare waren fast so füllig wie bei meiner ersten Knie Operation).
    Das mit dem Konto war natürlich eine kleine Wein Laune und nicht ernst gemeint. Da auch die Kontonummer nicht stimmt, hoffe ich das keiner sich angesprochen gefühlt hat. 😋
    Ach und für all diejenigen die auf Postkarten warten wir haben hier in Chile ein kleines Problem eine Post zu finden, die gibts hier nicht so oft. Wir fahren sie seit ca. einem Monat brav im Bus mit.
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  • Day51

    Time flies fast if you're having a blast

    January 6, 2018 in Chile ⋅ ☁️ 24 °C

    Couldn‘t be happier about the decision to spend NYE rather in little Pucón than in the city Valparaiso. The last day of the year literally couldn‘t have been any better, I climbed the Vulcano Villarica, crossing snowfields most of the time and had the best view from the top since it was the clearest day of the week. But the most fun part was sliding back down on our butts on the snow afterwards. Back home I never ever tried to make a special memory on the last day of the year, I always kept the focus on the party at night - now since I know better I‘ll stick to enjoy the time during the day for sure! The Chili Kiwi Hostel at the lakefront of the Villarica lake was the perfect choice for NYE, it is the most social hostel I‘ve been to so far and I spent the evening with lovely people from England and the US. Over playing cards we nearly missed the firework at the beach, but I‘m glad we made it just in time, because it was the first time that I saw a big planned firework like this. The new year started with a lovely relaxed day at the beach, the black volcano rocks were covered by shiny confetti pieces from the night before and I couldn‘t decide whether I appreciate the sparkling spectacle or hate it because the nature‘s exposed to all that plastic... Anyway the next three days were rainy and cold, but Pucón is a huge outdoor-playground and there are enough things to do. Hitting the gym, rafting down rivers on bodyboards only (Hydrospeed) or jumping in the cold lake with new friends is even more fun when it‘s raining all day long 🙃 My time in Pucón was closed by a exhausting but beautiful trailrun along the El Cañi Trek where met a huge spider at the top enjoying the view together with me - luckily I made all the trekking adventures before.Read more

  • Day52

    Abstecher in die Anden

    November 21, 2016 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Chile ist in der Nord/Süd Ausdehnung 4300 km lang, aber von der Küste bis zur argentinischen Grenze sind es nur ca. 200 km.
    Da konnten wir schnell noch einmal in die Berge wechseln.
    Als unsere Füße aber die schweren Bergstiefel gesehen haben, gab es einen Streik und so sind wir nur mit leichtem Gepäck unterwegs.

    Nationalpark Ingles:
    Nach 30 Km Schotterpiste erreichen wir den NP und staunen wieviel Leute unterwegs sind.
    Highlight sind die 7 Wasserkaskaden von denen beim Erdbeben 2010 zwei beschädigt wurden. Die Landschaft erinnert an die Alpen, nur die Ausdehnung ist wesentlich gewaltiger.

    Nationalpark Altos de Lircay:
    Zwei Stunden südlich vom gestrigen NP gibts den nächsten Park, der ein echtes Trekkingparadies ist. Um die 4000 Meter hohen Vulkane an der Grenze zu Argentinien zu besteigen ist man ca. eine Woche unterwegs.

    Laguna del Maule 3100 m

    Die Lagune an der argentinischen Grenze ist vulkanisch äußerst aktiv. Jährlich hebt sich der Bereich um 25 cm. Wir genossen noch einmal die Fahrt auf den Pass und die fantastischen Ausblicke.
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  • Day86

    Rauco

    December 1, 2009 in Chile

    Oh mein Gott!!

    Ich bin jetzt in Rauco angekommen und bin grade in den Klassen rumgefuehrt worden, in denen ich bereits AB MORGEN UNTERRICHTEN werde! Die spinnen doch!! Ich dachte, ich werde erst mal assistieren, und dann irgendwann vielleicht mal unterrichten. Aber nein - rein ins eiskalte Wasser! Ich hab morgen drei verschiedenen Jahrgangsstufen. Das wird echt hart werden!

    Ansonsten gehts mir gut. Ich bin gestern hier in Rauco angekommen, nach einer wirren Busfahrt (mal wieder). Der Ort ist wirklich winzig, aber Curicó, was ca. 15 Minuten von hier ist, hat eine Shoppingmall und andere Annehmlichkeiten. Nichtsdestotrotz werde ich die Zeit hier sehr geniessen. Endlich mal Ruhe von Santiago. Santiago ist eine tolle Stadt, aber es ist mir einfach zu viel los. Jetzt wohne ich im krassen Gegensatz zu Santiago - minikleiner Ort, arme Leute, gute Luft. :-) Und ich wohne bei der Familie einer Lehrerin. Die Mutter hat eine kleine Wirtschaft und so hab ich jeden Tag Auswahl an mehreren Mittagsmenues. Und Lina, meine chilenische Mama, kocht super-lecker!

    Fuer dich, Vroni, waere es hier auch ideal. Der Sohn hat Pferde und reitet jeden Tag aus. Die Pferde stehen hinter dem Haus. Man muss nur Satteln, aufsitzen, losreiten. Und es sind tolle Westernpferde!! Spaetestens am Wochenende will ich auch!! Und ich kann mal wieder Sport machen. Am Nachmittag moechte ich joggen gehen. Einfach zur Tuer raus und loslaufen. Die Landschaft ist traumhaft hier!

    So, jetzt muss ich mal weiter. Muss mich fuer morgen vorbereiten. Hilfeeeeeee!!!
    ;-)
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  • Day92

    7. Dezember = frei-Tag :-)

    December 7, 2009 in Chile ⋅ 17 °C

    Na, war der Nikolaus fleißig? Bei mir nicht. Aber a) hat wohl nicht so viel Schokolade in meine FlipFlops gepasst, die vor der Tür standen und b) wäre die Schokolade bei 30° ohnehin geschmolzen. ;-) Es ist wirklich schwierig, hier in Weihnachststimmung zu kommen. Es ist einfach viel zu heiß, es fehlen die Christkindlmärkte und der Glühwein. Die geschmückten Bäume in der Stadt kommen mir irgendwie so fehl am Platze vor...

    Aber jetzt möchte ich mal kurz schreiben, dass es mir immer noch gut geht, ich die Klassen letzte Woche alle gut überstanden habe und den heutigen freien Tag genieße. Morgen ist hier Feiertag (Maria Empfängnis) und so haben die Lehrer meiner Schule beschlossen, über das lange Wochenende einen Ausflung zu machen. D.h. die Schule bleibt auch heute geschlossen und ich muss erst wieder am Mittwoch unterrichten. Das gibt mir genügend Zeit, nochmal nach Santiago zu fahren. Ich brauch noch ein Kleid für Weihnachten/Silvester und muss ein paar Dinge besorgen, die ich "auf dem Land" nicht bekommen hab. Unter anderem eine CD mit "We wish you a Merry Christmas", was ich diese Woche mit den Kindern singen möchte und die DVD "Christmas Vacation" (den Film empfehle ich jedem, der lustige Weihnachten verbringen möchte und über ziemlich platte Witze so herzhaft lachen kann wie ich. PS: Deutscher Titel: "Schöne Bescherung" - ist aber im Original bestimmt 3x so gut.)

    Vielleicht interessiert es euch, wie es mir letzte Woche als Englischlehrerin ergangen ist?
    Also für das, das die Organisation nicht die Beste ist, hab ich mich glaub ich ganz gut durchgeschlagen. Ich hab am Mittwoch meinen Stundenplan bekommen, wurde aber die meiste Zeit spontan in andere Klassen verfrachtet, weil die Lehrer auf irgendwelchen Schulungen u.a. waren. So haben die einfach gesagt: "Nö, jetzt hast du nicht die Kleinen Kinder (3-4 Jahre) sondern eine Klasse mit 11-Jährigen." Super! Ich kann ja auch die 11-jährigen Kinder mit Stiften irgendwelche Zahlen ausmalen lassen! Improvisation ist halt alles. Aber das fällt doch ein bißchen schwer, wenn man weder die pädagogische Ausbildung hat, noch eine Ahnung, wie weit fortgeschritten die Kinder sind. Und da nur noch eine Woche Schule ist und dann die Weihnachtsferien anfangen, haben einige der Kinder nicht mehr sooo viel Elan um neues zu lernen. Also mit einer Klasse war ich wirklich etwas überfordert, aber ich liebe ja die Herausforderung. Und wenn ich vorbereitet gewesen wäre, hätte das auch besser geklappt. -> Next time! :-) Die Klasse war auch ziemlich groß, etwa 30 Schüler und die Hälfte davon hatte keinen Bock. Und die anderen waren sehr schüchtern, so dass ich ihnen alles aus der Nase ziehen musste. Aber auch das macht Spaß, die Kleinen zum Reden zu bewegen. Und die sind alle sooo süß!! Von allen Seiten immer eine Umarmung, ein Küsschen u.ä. und ein "Hola tia", "Chao tia" (was hier wie "Hallo/Tschüss Lehrerin" übersetzt wird; ist aber von Land zu Land verschieden. Eigentlich heißt es Tante, aber wird z. B. in Peru auch unter Freunden usw. verwendet).

    Insgesamt ist es aber etwas anders, als ich es mir vorgestellt hab. In den Unterlagen hieß es, es ist eine einfache, arme Region. Als ich aber in einer Klasse die Zahlen von 1-20 unterrichten sollte, fuhr die Lehrerin erst mal mit einem Wagen beladen mit Mini-Notebooks vor und jedes Kind (!!) hat ein Laptop auf den Tisch bekommen und konnte damit arbeiten. Es gibt zusätzlich einen Computerraum mit etwa 30 Computern. Und es kam grade eine Lieferung neuer Englischbücher rein. Also wirklich mittellos ist, zumindest was die Schule anbelangt, die Region nicht. Nur Englischlehrer fehlen. Ich kann mich mit den übrigen Lehrer, die Englisch unterrichten nicht auf englisch unterhalten - die können es nicht!

    Ich hab mich mit dem Direktor einer anderen Schule unterhalten. In der Nähe wird grad einen neue Schule gebaut, die eigentlich nicht wirklich gebraucht wird, weil die Geburtenrate auch hier zurückgeht und schon die Grundschule nicht komplett "ausgebucht" ist.

    Ansonsten sieht die Lage anders aus. Eine Information aus meinen Unterlagen stimmt nämlich tatsächlich: die meisten Leute hier leben von der Farmarbeit. Hier gibt es überall Obstplantagen, es werden Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Wein, ... angebaut und es gibt viele Bauernhöfe. Dadurch gibt es aber nur Arbeit im Frühling/Sommer, im Winter ist es für die Farmarbeiter schwierig, einen Job zu finden und richtig gut bezahlt ist die Arbeit natürlich auch nicht. Nichtsdestotrotz ist es nicht so, wie ich mir die Arbeit hier vorgestellt habe. Eine Herausforderung und Erfahrung ist es aber allemal und so nehme ich natürlich alles mit.

    Die Organisation hier isgesamt lässt zu wünschen übrig. Ich frage mich, warum ich nicht in einem anderen Projekt untergebracht wurde. Ich habe nur 2 Wochen zu unterrichten, dann sind hier Ferien. Und dann? Ja, ich könnte 2 Wochen nichtstun in Rauco (oder nahe Rauco; ich wohne in einem Haus abseits der Stadt). Andererseits wollte ich nochmal reisen und da kämen mir die 2 wochen gerade recht. Wiederum andererseits habe ich dafür bezahlt, dort zu wohnen, zu essen, zu arbeiten. Jetzt werd ich heute mal zum Reisebüro laufen und das abklären. Vielleicht kann ich auch noch 2 Wochen im Nationalpark arbeiten. Mal sehen... Ich meine, es gefällt mir sehr gut in Rauco; die Leute sind wahnsinnig nett und auch die Familie, bei der ich wohne ist super. Aber nur meine Zeit absitzen... Dafür bin ich natürlich nicht hier. Und es gibt ja noch sooo viele Orte, die ich noch nicht gesehen habe und die ich eigentlich "mitnehmen" wollte. Wie heißt es doch: "Katha geht auf Reisen", nicht "Katha sitzt fest" ;-)

    ICH WÜNSCHE ALLEN EINE SCHÖNE VORWEIHNACHTSZEIT!!!
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Maule

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