Cook Islands
Arerenga Tepere

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5 travelers at this place

  • Day21

    Inselräuber

    December 9, 2018 in Cook Islands ⋅ 🌧 27 °C

    Wir sind aufgrund der tropischen Hitze in unserem Zimmer zeitig wach und versuchen die Klimaanlage wieder zum Laufen zu bringen. Das wahllose Drücken von Knöpfen gestern Abend hat sich heute Morgen als sehr unklug erwiesen. Die Klimaanlage will nicht, aber der Deckenventilator bringt uns etwas Abkühlung. Wir legen uns wieder hin und wollen noch etwas schlafen. Christian hört ein Geräusch, dann noch eins, als er aufspringt und „hey“ ausruft. Der Schatten an der Wand verrät es: Ein Einbrecher! Am Ende stellt sich heraus, dass Christians iPhone als Beute herhalten muss. Was für eine morgendliche Aufregung hier im Crown Beach Resort & Spa. Wir beziehen nach der Zeugenaussage bei der Inselpolizei eine neue Villa (ab jetzt leider ohne Meerblick, dafür aber mit 3-seitigem Mauerwerk, abschliessbarem Eingangstor und eigenem Pool) und gehen den Tag ruhig an. Dieser Zwischenfall beschäftigt uns heute noch ein Weilchen.

    Den geplanten Kirchenbesuch lassen wir ausfallen. Uns ist nicht nach Menschenmassen und fröhlichem Geplänkel. Wir frühstücken und gehen danach noch einmal schlafen - jeder Mucks erklingt dreimal lauter und lässt uns argwöhnisch zurück. Aber irgendwann siegt die Müdigkeit und wir schlafen ein.

    Heute fährt kein Bus, die Geschäfte haben zu und es regnet ... mehr oder minder ununterbrochen und heftig. Irgendwie passend zu unserer Stimmung. Katja kränkelt zudem noch ein wenig. Die Klimaanlage in Auckland scheint ihrem System nicht allzu gut bekommen zu sein.

    Wir machen es den Insulanern nach und nutzen den Sonntag ausgiebig für „rest“ (Ruhe). Wir lesen, zählen die Regentropfen, spielen auf dem verbliebenen Natel und dem iPad rum und drehen eine erste Runde im Pool. Umgeben von Palmen, Frangipani und Hibiskus lässt sich die tropische Schwüle so herrlich aushalten.

    Am späten Nachmittag geniessen wir die Happy Hour und erfahren schon bei der Begrüssung der Hotelangestellten, wie schnell so ein Einbruch die Runde macht, als wir ohne Umwege darauf angesprochen werden. Der Sicherheitsmann von heute Morgen kommt auch noch einmal lang und wir unterhalten uns über den Vorfall.

    Wir essen kurz danach zu Abend und der Himmel über Rarotonga zeigt sich versöhnlich in seinen schönsten Farben zum Sonnenuntergang.
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  • Day22

    Das Inselleben

    December 10, 2018 in Cook Islands ⋅ ⛅ 28 °C

    Unsere zweite Nacht auf Rarotonga ist noch etwas holprig und unruhig. Der Schreck vom Morgen sitzt im Dunkeln wieder etwas mehr im Nacken.

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf, um den Bus im Uhrzeigersinn zu erwischen (es gibt diesen oder jenen gegen den Uhrzeigersinn, jeweils im Stundentakt). Heute ist es heiss, heiss, heiss! 30°C. Mit dem Regen von gestern schwitzen wir sofort und andauernd. Tropenwetter halt. Aber wir finden es toll und geniessen es.

    Wir nehmen den Bus bis zum Punanga Nui Market - der findet allerdings nur samstags in voller Grösse statt. Ein paar sehr wenige Stände sind heute offen und verkaufen Kokosnüsse, Mango, Paw Paw (Papaya) und Ei Katu (die landestypischen Blumenkränze für den Kopf). Wir ziehen weiter zum Stadtzentrum von Avarua. Dieses besteht aus ca. zehn aneinandergereihten Häusern. Vom Supermarkt über Geschäfte mit äusserst bunten Kleidern bis hin zu Läden mit schwarzen Perlen gibt es hier alles Wichtige und Schöne zu kaufen. Unsere Ersteigerungen des Tages belaufen sich auf zwei Cook Islands SIM-Karten mit je 3 GB Datenvolumen. WiFi im Hotel ist sagenhaft teuer ... mit 10.00 NZ-$ für 150 MB ist man dabei!

    Wir verstehen unterdessen auch, wieso man hier alles seeeehr ruhig angeht: Jede schnelle Bewegung bedeutet einen Verlust von ca. vier Liter Wasser durch unmittelbares Schwitzen. Wir machen es den Insulanern gleich und haben Schneckentempo eingelegt.

    Wir legen noch eine kleine Kaffeepause im Salsa Café ein und nehmen dann den Bus zurück zum Hotel. Wieder im Uhrzeigersinn, damit wir den Rest der Insel auch noch sehen können. Der azurblaue Ozean, der weisse Sandstrand und die Palmen machen diesen Ort wahrlich zu etwas Besonderem!

    Im Hotel angekommen, machen wir uns parat für unseren ersten Schnorchelgang im Ozean. Das einzig Richtige, was wir bei diesen Temperaturen machen sollten! Schon nach fünf Minuten im Wasser hat Katja den ersten „Unfall“ und stösst ihr Knie heftig an einem Stein. Kurz danach zerkratzt sie sich das Schienbein an einer Koralle. Christian folgt ihr nur wenig später und schneidet sich an einer Koralle ordentlich in den Finger. Die Moral von der Geschicht? Schwimmen am Strand von Crown Beach tun wir nicht mehr!

    Morgen probieren wir es am Muri Beach, denn dort sollen die Verhältnisse besser sein (so sagt es zumindest der Barkeeper). Wir haben für heute ausgeschnorchelt und liegen faul am Strand unter Palmen. Wir sind sooooo weit weg von allem Alltäglichen!

    Es ist schon 14.30 Uhr und das heisst ... time for a cocktail!!! 🍹 Wir schlürfen unsere eiskalten Drinks in der Lounge mit (wie soll es anders sein) Blick auf Palmen, Strand und Meer. Dann gehen wir in unsere Villa und liegen dort noch ein wenig am Pool rum.

    Pünktlich um 17.15 Uhr sind wir abholbereit an der Rezeption unseres Hotels für das „Progressive Dinner“. Ein 3-Gänge-Menü bei drei verschiedenen Insulanerfamilien. Wir steigen zu weiteren zwölf Touristen in den Bus und los geht die kulinarische Reise. Begleitet werden wir auf der Fahrt vom Spiel der Ukulele und Liedern in Englisch und Maori.

    Den Anfang (Entree) machen Jane und Dan: Dan führt uns zuerst durch seinen riesigen Garten - Avocados, Mangos, Passionsfrüchte, Paw Paws (Papayas), Kokosnüsse, Zitronen, Ananas, Bananen, Nüsse, Kaffee, Curry ... hier wächst einfach alles! Dan erzählt nebenbei über sich und seine Familie. Er ist Klanchef und besitzt viel Land hier und hat entsprechend grosse Verantwortung und hohes Ansehen. Er ist verheiratet hat 5 Kinder, 14 Enkel und 4 Urenkel (von so vielen wisse er zumindest 😃).

    Als wir von unserer Gartentour zurückkehren, hat seine Frau Jane den Tisch gedeckt. Die Cook Insulaner sind sehr gläubig und so beten sie unter anderem vor dem Essen. Das Gebet wird von einem der Enkel gesprochen - in Maori. Gänsehaut-Feeling! Es gibt Tarobrot, Ikamata (mit Limettensaft marinierten Thunfisch mit Kokosnussmilch und Tomaten) sowie Bananensalat mit Mayonaise und frischen Kokosraspeln. Deliziös!!

    Dann bittet Jane darum, dass wir uns kurz vorstellen. Jeder erzählt, wo er/sie her kommt, was er/sie beruflich macht und wieso er/sie hier ist. Australier, Neuseeländer, Amerikaner und Kanadier sind in unserer Gruppe. Alle sind hier auf Urlaubsreise, bis auf ein Pärchen (sie bloggt, er ist Fotograf) und uns. Als wir uns vorstellen und sagen, dass wir aus „Switzerland“ sind geht ein „ooooh“ durch die Runde. Als wir sagen, dass es unser Honeymoon ist, hagelt es Glückwünsche. Eine tolle Truppe! Als sich alle vorgestellt haben, stimmt Dan extra für uns „Could I have this dance for the rest of my life“ an und es dauert nicht lang, bis bei Katja die ersten Tränen kullern. Happy tears, natürlich! Was für eine wundervolle Geste! Wenig später verabschieden wir uns von Dan und Jane und fahren zu den nächsten Gastgebern.

    Unseren Hauptgang nehmen wir bei Caffa und Py ein. Ihr Haus steht am Hang des Hausberges „Te Manga“. Caffa kommt ursprünglich aus Tonga, lebt aber schon 26 Jahre hier und „gehört jetzt hier hin“. Ihre Enkel helfen beim Auftischen von Salat, frittiertem Thunfisch, Reis, reifen Bananen in Kokosmilch, gekochtem Taro, Chop Suey, gebratenem Reis, gebackenem Hühnchen, Inselpommes (wobei wir nicht wissen, woraus diese gemacht sind, sie erinnern uns aber sehr an Kartoffelfritten) und Rukau (lokaler Spinat). Auch hier spricht die Gastgeberin ein Gebet vor dem Essen - in Englisch. Uns schmeckt es auch hier köstlich! Wir plaudern mit den Sitznachbarn und geniessen die untergehende Sonne.

    Den Abschluss des Abends (Dessert) machen dann Jarra und Ash. Ihr Haus scheint am abgelegensten zu sein. Unser Bus holpert über reichlich Stock und Stein, bis wir bei ihnen sind. Jarra serviert Banoffee (Karamellkeksboden mit Bananen und Schlagrahm), Chocolate Log (Schokorolle mit Schlagrahm), Pavlova (Meringue mit Schlagrahm und Kiwi) und - wie soll es anders sein - frischen Fruchtsalat von heimischen Früchten! Wir sitzen auf der Veranda und unterhalten uns mit Jarra und unserem Busfahrer über das Leben hier und den Tourismus (und dessen Auswirkungen), über Zyklone und Bauernweisheiten. Spannend! Den Abschluss dieses unglaublich interessanten Abends macht die Hymne der Cook Islands - gesungen in Maori!

    Fazit dieses Abends: WOW! WOW!! WOW!!!
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  • Day23

    Süsses Nichtstun

    December 11, 2018 in Cook Islands ⋅ 🌧 24 °C

    Petrus meint es heute nicht gut mit uns. Der Himmel ist grau und immer wieder regnet es. Wir werfen alle Pläne über Bord und verbringen den Tag mit süssem Nichtstun!

    Wir faulenzen am Pool und am Strand, beobachten das Wasser, das am Riff bricht und die schönsten Wellen formt, schauen den Strandkrebsen zu, die hin und her flitzen und fleissig buddeln. Wir lesen unsere Bücher, springen zur Abkühlung in den Pool und essen Lunch mit Blick aufs Meer.

    Am Abend nehmen wir wieder den Clockwise-Bus und fahren damit zum Tamarind Restaurant in Avarua. Dort geniessen wir neben einer wunderschönen Aussicht auch ein superbes Znacht! Christian nimmt zur Vorspeise das Sashimi und Katja das Knoblauchbrot. Als Hauptspeise entscheidet sich Christian für das Fischcurry und Katja für das Parmesanhühnchen aus dem Ofen mit Tarofritten. Gekrönt wird das Ganze von einem warmen tropischen Zitronenkuchen mit Vanilleeis für Christian und einem Cheesecake mit Baileys und weisser Schokolade sowie Vanilleeis für Katja. 🤤

    Die anschliessende Busfahrt zurück ins Hotel ist ein ziemliches Abenteuer. Rarotonga hat weder Ampeln noch Strassenlaternen und die Strassen sind im Zustand von „Loch an Loch und hält doch“. Tagsüber lenkt der Blick auf Palmen, Strand und Meer ab. Im Dunkeln gibt es nicht viel zu sehen und so zählen wir die Schlaglöcher. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf morgen und unsere nächste Busfahrt.
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  • Day24

    Könige des Paradieses

    December 12, 2018 in Cook Islands ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf für einen neuerlichen Schüttelkurs mit dem Bus. Unser Ziel: Avarua und das Nationalmuseum der Cook Islands. Und ein erneuter Bummel entlang der Hauptstrasse und hoffentlich ein Blick auf die Feierlichkeiten zur Krönung eines neuen Klan-Obersten (auf der Insel gibt es insgesamt sechs Klans).

    Wir kommen ordentlich durchgeschüttelt in Avarua an und machen uns gemütlich auf den Weg zum Museum. Schon kurz nach der Einkaufsmeile hört man Getrommel. Wir biegen ab und stehen mitten in den Feierlichkeiten zur Krönung. Es gibt Ansprachen in Maori und jede Menge Tänze und Gesänge. Ein Schwein wird von zig geschmückten Männern zum neuen Klan-Obersten getragen. Er nimmt das Geschenk an und es gibt grossen Applaus. Junge Frauen mit „Eis“ (Blumenkränzen) auf dem Kopf und Kokosnussblattroben tanzen und singen, begleitet von Trommeln und dem Summen des Muschelhorns.

    Nach den verschiedenen Zeremonien sind alle Gäste für Bilder mit dem neuen Klan-Obersten und zur „Feast“ (Festschmaus) eingeladen. Jede Person erhält einen Korb mit Schweinefleisch, Hühnchen, frischen Früchten und einer Kokosnuss. Auch uns wird mehrmals empfohlen, den Korb abholen zu gehen. Wir verzichten allerdings, da wir keinen Hunger haben und nicht die Hälfte in den Müll schmeissen wollen.

    Wir setzen unseren Spaziergang zum Museum fort. Es ist unsagbar heiss und es geht kaum ein Lüftchen. An einer Kirche mit Friedhof legen wir eine kleine Schwitzpause ein. Wir füllen unseren körpereigenen Wasservorrat auf, geniessen die Stille und machen uns dann erneut auf den Weg. Wir erreichen das Museum, das eher an einen schlecht gepflegten Trödelmarkt erinnert und bekommen gesagt, dass hier keine Kreditkarten genommen werden. Wir haben kein Bargeld mehr bei uns und machen uns so unverrichteter Dinge wieder auf den Rückweg zum Zentrum.

    Noch haben wir reichlich Zeit, bis der nächste Bus fährt, also kehren wir noch einmal im Salsa Café ein und geniessen einen Salat und etwas Chocolate Cake. Danach schauen wir bei der Polizeistation vorbei und bitten um die Kopie unserer Zeugenaussage für die heimische Versicherung. Naja ... wir geben noch einmal Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und den Wert des iPhones auf und werden demnächst eine E-Mail mit dem Report erhalten. Wir sind gespannt ...

    Zurück im Hotel geht Katja ohne Umwege für eine Abkühlung in den Pool. 💦

    Für uns ist heute ein ganz besonderer Tag. Wir haben am Nachmittag ein Fotoshooting auf der Insel vereinbart. Um 14.30 Uhr kommt die Haar- und Make-Up-Artistin Bianca und um 17.00 Uhr die Fotografin Justine.

    Bianca verwandelt Katja in Kürze in eine Inselprinzessin. Und nachdem auch Christian seine Robe gewechselt und die Ei (Blumenkette) angelegt hat, sind „Herr König und Frau Königin des Paradieses“ fertig für das Shooting.

    Als Justine eintrifft, überrascht sie uns zuerst mit ihrem Deutsch. Vor 20 Jahren hat sie in der Nähe von Braunschweig gelebt. Wir haben uns sofort gut verstanden und dies sollte den Rest des Abends so bleiben.

    Unser letzter Abend in Rarotonga ist wunderschön und unglaublich romantisch, als wir die Sonne im Meer untergehen sehen.

    Um kurz vor 20.00 Uhr lädt uns Justine wieder im Hotel ab. Wir umarmen uns und sagen „Goodbye“. Znacht gibt es noch einmal im Hotel. Christian nimmt die Seafood Platter und Katja das Hühnchen mit Inselgemüse und schwarzem Reis.

    Morgen heisst es für uns: Weiterflug nach Aitutaki - der letzte und wahrscheinlich glamouröseste Stopp unserer Flitterwochen.
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Arerenga Tepere

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