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Baltikum

A 21-day adventure by Coolhansen Read more
  • Trip start
    June 2, 2025

    Packen und suchen, suchen und packen (0)

    June 2, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Da ich heute Nachmittag noch einen Arzt-Termin hatte, ist unser erster Urlaubstag gar nicht Reise- sondern Vorbereitungstag. Erst morgen früh brechen wir in Richtung Polen auf.

    Was haben wir heute so gemacht? Ellen hatte bereits gestern den Bus einer Grundreinigung (innen) unterzogen, ich habe heute mit einer Grundreinigung (außen) nachgelegt. Zudem wurde streng nach unseren Vanlife-approved Packlisten zusammengepackt und ich hoffe diesmal nicht wieder zu viel mitzuhaben. Außerdem hat Ellen für eine Umorganisierung der Nahrungsmittel-Lagerung plädiert und diese auch umgesetzt. Bin gespannt ob wir uns noch erinnern können, wo jetzt alles ist.

    Apropos "Erinnern": Ganz am Schluss wollte ich heute den Fahrradträger samt Fahrrädern montieren. Am Träger befinden sich normalerweise zwei Haltebügel für die Bikes, einer kurz, einer lang. Leider musste ich feststellen, dass der lange Bügel fehlte, da ich meine letzte Tour alleine unternommen hatte und deshalb nur einen brauchte. Ich wusste auch noch genau, wie ich überlegt hatte wo ich den ablege, damit ich ihn später auch wiederfinde. Ist mir aber nicht so richtig wieder eingefallen, war ja klar. Wir haben geradezu panisch gesucht und ich sah mich schon morgen irgendwo so einen Bügel besorgen, denn sonst hätten wir nicht beide Fahrräder mitnehmen können.

    Am Ende war er dort, wo ich am Anfang geschaut hatte, jedoch nicht gründlich genug. Die Erleichterung ist groß. Wir freuen uns auf morgen!
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  • Posen in Poznań (275)

    June 3, 2025 in Poland ⋅ ☀️ 19 °C

    Es fühlt sich wie als Boss an,
    Zu chillen hier in Poznan.
    Zu deutsch: Ich könnt‘ liebkosen
    Das schöne Städtchen Posen.
    Es liegt am Fluss (hier noch ganz schmal)
    Wie hieß der gleich? Jetzt Warthe mal …

    Heute ist unser erster Reisetag. Gegen 10:00 Uhr sind wir in Berlin losgefahren und hatten uns auf die erste Station Poznan - die Stadt der polnischen Könige geeinigt. Zunächst gab es noch ein Verbrechen von Sandwich anne Tanke in Frankfurt/O. und dann noch einen Kaffeestop am Zabka auf der A2. Um ca. 14:00 Uhr waren wir dann auch schon am Ziel: Der CP Poznan Malta am Maltasee. Sehr schön hier.

    Das Aufbauen ging erstaunlich flott, wir haben nix verlernt seit dem letzten Urlaub. Außer vielleicht das Vorzelt richtig herum in die Kederleiste einzuhängen. :) Weil wir so schnell waren, war auch noch Zeit für ein kurzes Mittagsschläfchen, bevor es dann ca. 16:00 Uhr per Bike in die Stadt ging.

    Was soll ich sagen, mein Sechszeiler vom Beginn dieses Eintrags hat es ja schon angedeutet: Poznan ist verdammt schön! Wir haben so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten abgeradelt: Rathaus, Marktplatz mit vier Brunnen, Poznan-Croissant-Museum, Schloss, Burg und zum Schluss auch noch eine große Runde im wunderschönen Park Cytadella.
    Die Stadt ist durch die Universität sehr jung bevölkert, die Gentrifizierung ist noch nicht so arg vorangeschritten, alles sehr schön.

    Unser CP liegt an einer sehr modernen Regattastrecke, hier gibt es sogar einen Ski-Hang und nebenan werden auf einem Festivalgelände gerade vier oder fünf Bühnen aufgebaut. Hier stimmt das mit der Gentrifizierung vielleicht gerade nicht so, denn es wird sehr viel gebaut und in den alten Schrebergärten der Nachbarschaft hängen Plakate "Malta ist UNSER Zuhause!". Offenbar gibt es hier am See also etwas Streit.

    Morgen früh werden wir zum Frühstück unbedingt die St. Martin-Croissants probieren, für die die Stadt berühmt ist. Danach geht es weiter nach Warschau.
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  • Super Rallye 2025: Die Durchreisenden

    June 4, 2025 in Poland ⋅ ☀️ 23 °C

    In Bygoszcz ist ab morgen eines der größten Harley-Treffen Europas, die Super Rallye 2025. Ich hatte mich gestern schon gewundert warum so viele Leute in der Stadt HD-Shirts anhaben. Unser CP ist voll mit Zwischenstopplern. Highlight sind eine Gruppe Holländer mit geradezu antiquarisch anmutenden Oldtimern. Wollte ich euch nicht vorenthalten.Read more

  • Warschau (598)

    June 4, 2025 in Poland ⋅ ☁️ 23 °C

    Nur aus der Ferne war’s bisher
    Dass ich die Hauptstadt Polens sah,
    Seit heute bin ich dieser näher
    Kann sagen: Jetzt Warschau mal da!
    Ich find, die Stadt als erstes klang
    Aus all ihren Bezirken
    Verdächtig nach dem Fred Schopang!
    (Der war hier mal am Wirken)

    Heute in Warschau angekommen, obwohl mich meine Frau heute Morgen in Poznan mit heißem Kaffee überschüttet hat und danach noch eine knifflige Aufgabe am Einbauschrank für mich kreiert hat. Dafür habe ich dann beim Kauf der St. Martins Croissants ein wenig Scheibe gespielt. War ein stressiger Vormittag.

    Gegen 16:00 hier auf dem Camping WOK angekommen haben wir auch erst nur gechillt. Vorhin waren wir noch kurz einkaufen und am Plaza Romantyczna an der Weichsel. „War schau!“ würde der Berliner sagen. 🤭 Da waren einige Einheimische unterwegs und altersübergreifend geht man sich nicht auf‘n Keks. Was Ellen auffiel: In den Parks gibt’s anders als in Berlin keine Boomboxen. Das ist sehr erholsam. Überhaupt wirkt der Warschauer sehr entspannt und voller Zuversicht. Was viele ja nicht wissen: Aus Warschau stammt ja der Spruch „Wir werden das Ding schon weichseln!“ 🫣🤣

    Wir wollen morgen die City erkunden und noch eine weitere Nacht hier bleiben. Der ausführliche Bericht über Warschau folgt dann also in ca. 24 Stunden.
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  • Noch mal Warschau

    June 5, 2025 in Poland ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute war eigentlich Regen angesagt. Also habe ich schon vorab Wortwitz gekalauert in der letzten Nacht ... jetzt war aber gar kein Regen heute und das Gedicht beschreibt nicht die Realität und läuft somit außer Konkurrenz.

    War Schauer? Nö, ich würde wohl
    Als Dauerregen es beschreiben
    Da half auch nicht mehr Alkohol
    Wir konnten hier nicht bleiben

    Naja. Hatte schon bessere.

    Der Tag fing damit an, dass uns beim Frühstück Kienäppel auf den Kopf zu fallen drohten, deswegen sind wir auf Nummer Sicher gegangen (Höhö!)

    Anschließend sind wir ca. 14 km in die City geradelt, wobei ich versehentlich in Komoot zunächst "Wandern" statt "Fahrrad" eingegeben hatte. Was soll ich sagen, es wurde nach 3 km sooo deutlich, dass ich es noch korrigieren konnte, bevor sich alles zu einer großen "Aktion Schlammloch" auswuchs.

    Erstes Ziel in Warschau war das POLIN - Museum zur Geschichte der polnischen Juden. Ich lege jedem diese tolle Ausstellung wärmstens ans Herz! POLIN heißt auf hebräisch "sich niederlassen" die Wortähnlichkeit zu Polen ist schon irgendwie verblüffend.
    Angefangen bei der im Mittelalter beginnenden Flucht vor Pogromen aus den westeuropäischen Metropolen über die Versuche Juden einen gesetzlichen Status zu geben durch die Herrscher der folgenden Jahrhunderte bis hin zur Shoa und auch zum Antisemitismus im Nachkriegspolen und die zaghaften Versuche, heute wieder eine jüdische Gemeinde zu etablieren ... alles sehr gut erläutert und interaktiv gestaltet.
    Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass die Selbstwahrnehmung des "nirgendwo gewollt sein" für die polnischen Juden noch einmal zusätzlich durch das "polnisch sein" verstärkt wurde. Polen war in den Machtspielen zwischen Preussen, Russland und Österreich-Ungarn selbst immer wieder neu gezwungen, seine Identität zu finden. In diesem wackligen Konstrukt war Pole sein schon irgendwie doof. Polnischer Jude zu sein, machte es nicht besser.

    War am Ende doch ganz schön anstrengend, wir waren bestimmt zwei Stunden in der Ausstellung. Danach gab es vor Ort im Restaurant noch Shakshuka und israelischen Kaffee (mit Zimt und Kardamom). Dann sind wir zum Palac Kultury geradelt, einem der Wahrzeichen Warschaus ... also ein Warschzeichen, wa?
    Der stalinistische Klotz ist schon sehr beeindruckend und man kann in den 30. Stock fahren und über ganz Warschau gucken ... also warschauen, wa?
    Zwei Erkenntnisse davon: Warschau sieht von oben cool aus und Schulklassen nerven voll!

    Vom Palac ging es dann wieder Richtung Altstadt, vorbei an den Ministerien und Präsidenten-Residenzen. Alles sehr schick und sehr, sehr sauber. Das fiel uns richtig auf! Ich erinnere mich, wie man in den Neunzigern immer scherzhaft sagte, Deutschland sei so sauber weil es von so vielen polnischen Putzkräften gepflegt würde. Ich vermute jetzt, der polnische Bürger hat es generell sehr gern sauber. Das betrifft jetzt nicht nur die Innenstädte sondern auch die Campingplätze, Raststätten und sogar Parkplatz-Klos! Dies ist zumindest unsere Erfahrung hier.

    An der Weichsel gab es dann noch einen Aperol und ein Zywiec 0,0 bevor wir wieder zurück zum CP geradelt sind. Insgesamt waren es dann heute doch fast 50 km aufm Rad.

    Morgen geht es in Richtung Masuren, Polen wird uns so schnell nicht los. Wieviel wir am Ende vom Reisetitel wahrmachen ... mal sehen. :)
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  • Vilnius (1.230)

    June 7, 2025 in Lithuania ⋅ ☁️ 23 °C

    Angekommen in Vilnius! Wir haben den letzten Platz im Downtown Forest bekommen. Das wird eine spannende Nacht! 😀

    Hier ist alles voller junger Menschen, man kann sich einen Grill mieten und Getränke kaufen. Wir werden erstmal in die Stadt radeln und später melde ich mich noch einmal.

    Update 18:40 Uhr: Wir sind zum Hügel der drei Kreuze geradelt und haben über die Stadt geschaut. Bei der anschließenden Fahrt durch das Zentrum fiel uns auf, dass heute hier die Baltic Pride Parade stattfand. Davor auf dem Weg ins Zentrum sahen wir schon einige Gegendemonstranten mit Plakaten … uns wurde erst später der Zusammenhang klar. Was sehr bedauerlich ist: Ich werde hier aufgrund meiner Kleidung in deren Raster eingeordnet. Würde mir am liebsten eine Pride-Fahne ans Fahrrad hängen! 😢
    Hier ein Artikel zur Veranstaltung, den man sich ins Deutsche übersetzen lassen kann: https://www.15min.lt/m/id/aktualu/lietuva/vilni…

    Update 21:00 Uhr: Zurück am Hostel/CP. Hinter uns steht ein Ehepaar aus DD und vor uns eine Alleinreisende aus München. Alle auch nicht mehr so jung. Ellen fühlt sich etwas altersdiskriminiert und setzt sich aus Protest mit den dreien mitten in die Jugend. Die polnische Jugendreisegruppe nebenan hört gerade „Baller“ über die Boombox. Wieviel Punkte gabs aus Polen beim ESC? 😀
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  • Zarasai (1.377)

    June 8, 2025 in Lithuania ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute Morgen ging es in Vilnius los und das Ziel hieß Zarasai. Knappe 140 km … müsste flott gehen, sollte man meinen. Aber die A14 nach Utena ist eine einspurige Schotterpiste mit Ampelregelung. Man fährt immer so 2 bis 3 Kilometer mit max. 50 km/h dann kommt eine Ampel an der man 8 min stehen muss (es läuft ein Countdown) um den Gegenverkehr durchzulassen. Das macht man allerdings maximal drei Mal, weil erstens kaum Gegenverkehr kommt und zweitens einige Einheimische die Ampeln komplett ignorieren. Trotzdem zieht sich die Strecke dadurch enorm.

    Wir sind jetzt hier auf einem idyllischen CP in Zarasai, kurz vor der lettischen Grenze. Als wir ankamen, hatte der CP-Verwalter gerade Bandprobe mit seinen Jungs. Außer uns steht noch genau EIN anderes Mobil hier. Es fühlt sich wie Freistehen an.
    Wir haben Wäsche gewaschen und sind eine kleine 20 km Runde geradelt. Außerhalb der Hauptstraßen ist hier alles unbefestigt, ein Eldorado für Gravelbiker! Zwei Hunde sind uns begegnet auf der Runde, beide wollten uns ans Bein. Der litauische Dorfhund ist es offensichtlich nicht gewohnt, dass fremde Menschen vorbei fahren. 😳

    Im Ort gibt es einen Aussichtskreisel an welchem ein sehr vertrauenserweckender Hinweis steht: Max 60 Personen, nicht rennen, nicht hüpfen! Wir haben uns trotzdem getraut.

    Zum Abendessen gab es Omelette mit Würstchen und Zwiebeln, dazu dunkles baltisches Kümmelbrot und Tomatensalat.
    Morgen geht es weiter nach 🇱🇻 Lettland.
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  • Aluksne (1.624)

    June 9, 2025 in Latvia ⋅ 🌧 12 °C

    In der Nacht hat es heftig geregnet aber heute Morgen war es einigermaßen trocken. Ursprünglich war geplant dass wir in der Mitte von Lettland nochmals einen kleinen schönen CP an einem See ansteuern. Allerdings sagten die Wetterprognosen für heute (und auch morgen und übermorgen) nichts Gutes voraus.

    Zunächst fuhren wir nach Daugavpils, einem Städtchen gleich hinter der Grenze zwischen Litauen und Lettland. Dort gab es ein tolles Frühstück in der Tecto Bakery. Der Laden macht die tollsten Croissant- und Plunderkreationen, die man sich nur vorstellen kann! https://www.instagram.com/tectobakery
    Beim Frühstücken beschlossen wir unseren Plan zu ändern und weiter als geplant zu fahren. Nämlich fast durch ganz Lettland durch nach Aluksne. Wenn schlechtes Wetter ist, fahren wir lieber. Was anderes können wir ja eh nicht machen, so unsere Überlegung. Während der Fahrt gab es immer wieder heftige Regenfälle, es wurde eher schlechter als besser. Die Temperaturen sanken auch stetig.

    Die Tour führte uns parallel zur russischen Grenze auf der P36 durch eine wunderschöne Landschaft mit dichten Wäldern und Sümpfen. Aber gottverlassen einsam war es dort auch. Dass Lettland dünn besiedelt ist, wussten wir ja. Aber sooo dünn? Oftmals gab es auch mehrere Kilometer lang kein Handyempfang und man fuhr quasi allein durch den Wald. 90 kmh sind in Lettland außerorts erlaubt, wenn man mit unserem vollbeladenen Bus so durch die Gegend gleitet, verbraucht dieser 5,9 Liter Diesel im Schnitt. Kann man nicht meckern.

    In Aluksne angekommen war auf dem CP erstmal kein einziger Mensch. Dafür stürzten sich sofort Myriaden von Mücken auf uns, als wir das Auto verließen. In einem Haus trafen wir nach dem klingeln die Besitzerin an. Sie sagte uns, dass wir uns auf einen Schotterplatz stellen sollen, da die Wiese viel zu nass ist. Wir zahlten 20 Euro und überlegten wie wir planen sollen. Bei diesem Wetter zur Burg im Ort zu radeln wäre blöd, also würden wir mit dem Auto fahren und danach wiederkommen.

    Die Ruine der Marienburg liegt auf einer Insel vor der Stadt, die man nur zu Fuß erreicht. Man geht über die „romantische Brücke“ die zu jeder vollen Stunde Musik spielt. Crinch! Die Burg hatten wir in 20 min umrundet und wurden auf den letzten Metern natürlich ordentlich nass. Und was nun?

    Wir erinnerten uns an das „Bahnhofs Hotel“ (wirklich auf Deutsch und mit diesem Leerzeichen) am Ortseingang und beschlossen dort etwas zu essen. Das Hotel scheint das erste Haus am Platz zu sein, wir waren ziemlich underdressed für das Ambiente. Egal. Die Küche war jedenfalls ausgezeichnet und dann haben wir uns noch ein Zimmer zeigen lassen. Ihr ahnt schon, wo das endet.

    Wir fuhren natürlich NICHT zurück zum CP. Ich habe gerade geduscht und schreibe diese Zeilen während ich auf einem äußerst bequemen Hotelbett liege. Ellen hat sich einen Weißwein aus der Minibar geöffnet und wir gucken vielleicht noch ein bisschen Fernsehen. Was soll ich sagen? Wir LIEBEN Camping! ⛺️🤣
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  • Tallinn (1.933)

    June 10, 2025 in Estonia ⋅ ☁️ 15 °C

    Ganz objektiv haben die Esten
    An Frauen nur die allerbesten
    Doch Estinnen mit Namen Esther
    Gibt‘s kaum, sagt euch der Estland-Tester
    Natürlich sind schön anzuschauen
    Die Frauen auch in Litauen
    Und schaut man dann auch mal genauer
    Erkennt man: Da ist richtig Power!
    Vor schönen Mädchen kaum noch retten
    Kann man sich auch im Land der Letten
    Manch einer sagt, die Letten hätten
    An Frauen die besonders netten.

    Nach diesem Exkurs über die baltischen Frauen kommt hier unser Reiseupdate.
    Wir können berichten, dass die Betten im Hotel eher zu weich waren. Wir Nomaden kommen mit so viel Zivilisation nicht mehr zurecht! 😁 Nach einem Super-Frühstück machten wir uns auf den Weg in die estnische Hauptstadt Tallin.

    Bis wir die A2 erreichten, kurvten wir wieder einige Kilometer auf Schotterstraßen durch lettische und später estnische Wälder. Ich finde das ja echt großartig und spannend, Ellen hat immer eher Angst, dass wir uns verfahren haben. Das Cruisen auf der A2 war dann entspannt, wir haben lustige Raststätten bei unseren Kaffee-Stopps kennengelernt.

    In Tallinn kamen wir ca. 15:30 Uhr an und nahmen Quartier im Segelhafen der Stadt. Der Hafenmeister vermietet dort Stellplätze und man kann mit dem Fahrrad von dort aus schön in die Stadt fahren. Während eines kurzen Powernaps von Hannes hat Ellen schon mal die nähere Umgebung erforscht. Hier fanden zu Olympia 1980 die Segelwettbewerbe statt. Die brutalistische Architektur der Unterkünfte für die Athleten kann man sich nicht wirklich schönreden. 17:00 Uhr gings dann in die Altstadt.

    Ich glaube, dass ist alles eine riesige Täuschung! Das ist doch nicht echt! Die Altstadt von Tallinn ist so pittoresk, fast schon kitschig. Ich bin sicher, das ist Disneyland! 🤭
    In der Stadt haben wir alles entdeckt, nur die Katharien-Passage haben wir verpasst, wie wir gerade festgestellt haben. Am Ende gab es noch estnisches Essen im Restaurant. Ellen hatte Pilz-Vareniki und ich hausgemachte Bratwurst mit Spezial-Soße.

    Morgen soll das Wetter noch mal schlechter werden, wir werden uns wohl ein Museum anschauen und dann weiter schauen.
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  • Vom KuMu nach Haapsalu (2.036)

    June 11, 2025 in Estonia ⋅ 🌧 12 °C

    Das Wetter nervt etwas. Kalt und Regen fetzt nun mal gar nicht.

    Weil wir gestern schon wussten, dass Aktivitäten draußen nicht angesagt sind, haben wir entsprechend geplant. Aber der Reihe nach.
    Die Nacht im Hafen verlief prima, es gab keine Probleme. Als wir allerdings heute Morgen Kaffee machen wollten, sah es so aus als sei unsere Gasflasche leer. Zumindest kam nur eine ganz winzige Flamme. Die Flasche war aber erst neu gefüllt, irgendwie konnte das nicht sein. Wir sind trotzdem zu MatkaSport gefahren um sie auszutauschen. Wahrscheinlich 30 Euro für nix … egal. Vorher gab es aber Kaffee aus dem Automaten, der direkt an unserem Stellplatz stand. In Estland stehen wirklich überall Kaffeeautomaten in der Gegend rum.

    MatkaSport ist eine Outdoor-Kette und die Filiale war in einem monströsen Shopping Center in dem wir uns fast verlaufen hätten. Um nur die Gasfüllung zu bezahlen, bekommt man zwar eine neue Flasche, muss aber die alte abgeben. Beim Betreten der Mall dachte ich mir so, wie das eigentlich aussieht, wenn ich mit einer Gasflasche in der Hand ein Shopping Center betrete. Hoffentlich werde ich nicht wegen Terrorverdacht verhaftet. Wurde ich aber nicht.

    Nach der Gasflaschen-Aktion sind wir zur Markthalle am Baltischen Bahnhof in Tallinn gefahren um dort zu frühstücken. Leider haben wir komplett vergessen dort Fotos zu machen. Einzig eine abgeschlossene Klopapier-Rolle und ein weirdes Schild an der Burgertheke habe ich festgehalten. Die Markthalle war mal ein alternatives Projekt, sieht bisschen aus wie das Tacheles früher und wird gerade nach allen Regeln des Kapitalismus durchgentrifiziert. Aber es gibt einen schönen Streetfood Court und Nina hätte sich über die vielen Second-Hand-Klamottenstände gefreut.

    Nach dem Essen gings zum KuMu, dem Kunstmuseum von Tallinn. Wir wunderten uns zunächst über die vielen festlich gekleideten Menschen mit Blumen. Im KuMu befindet sich aber auch ein großer Festsaal, dort fand eine große Abiturfeier statt. Man konnte sehr schön „Leute gucken“😄!
    Die Ausstellung begann mit zeitgenössischer Kunst und den obligatorischen Video-Installationen, sowas habe ich aber anderswo schon beeindruckender gesehen. Dann gab es eine große Abteilung über estnische Kunst in der Sowjetzeit. Das war echt Hammer! Sowohl der sozialistische Realismus als auch die subversive „Um die Ecke“-Kritik. Großartig! Weiter ging es mit Kunst nach der Unabhängigkeit in den 90ern, das war mir zu Holzhammer-mäßig. Am Ende dann noch die estnischen Klassiker von vor der Sowjetzeit mit vielen tollen Werken. Wir waren bestimmt zwei Stunden lang in der Ausstellung, das war eine gute Idee von Ellen für das schlechte Wetter.

    Nach dem KuMu gings noch zum Baumarkt, da ich eine Wasserpumpenzange für die Reparatur der Gasanlage im Camper brauchte. Und dann sind wir ca. 90 km durch den Regen nach Haapsalu gefahren und hier ist das Wetter auch nicht besser. 🤪 Wir sind gespannt auf morgen, aber die Vorhersage macht erst Mut für Freitag.

    Achso: Ich habe vorhin die Gasflasche montiert und alles läuft wieder wie es soll. Ich vermute, das wäre mit der anderen Flasche auch so gewesen, vielleicht ist irgendwo Wasser im System? Zumindest legt meine Recherche im Internet dies nahe. Ich beobachte und berichte weiter …
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  • Pärnu (2.144)

    June 12, 2025 in Estonia ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute war ein fauler Tag, deswegen nur ein kurzer Eintrag.

    In Haapsalu regnete es die Nacht durch, wir haben heute Morgen aber schön warm duschen können. Zusammengepackt war auch schnell und nach einem Kaffee gings auch schon los.

    Zunächst sind wir noch auf die vorgelagerte Halbinsel des Ortes gefahren, hier sieht alles nach früherer militärischer Nutzung aus. Viele Lost Places in entsprechender Optik.

    Unser weiterer Weg führte uns dann zu dem alten Fischerdorf Puise, wo wir eine der etlichen Vogelbeobachtungs-Plattformen der Gegend besuchten. Diese entpuppte sich als eine kleine Hütte mit Bibliothek und Gästebuch, alles sehr liebevoll eingerichtet. Beobachten konnte man aber nichts so richtig.

    Danach ließen wir uns so treiben: Ein Gedenkstein links, ein Geocache rechts und eine vermeintliche Bäckerei als Pausenziel, die es dann nicht gab. Inzwischen hatten wir richtig Hunger und fuhren bis Pärnu, ein Badeort im südlichen Estland. Dort gab es tolles Essen in einer urigen Biker-Kneipe, dem „Aleksandri Pub“ https://www.instagram.com/aleksandripub Das Gasthaus gibt es wohl schon seit 1930 und es ist sehr beliebt bei finnischen Bikern. Heute war mit uns zusammen eine ziemlich große Goldwing-Truppe aus Helsinki zu Gast.

    Zur Übernachtung sind wir heute ca. 15 km westlich von Pärnu in den Solar Caravan Park gefahren und dort faulenzen wir schon seit ca. 16:00 Uhr. Hier ist alles nagelneu und sehr sauber.

    Morgen werden wir Estland verlassen und in Richtung Riga aufbrechen.
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  • Riga (2.230)

    June 13, 2025 in Latvia ⋅ ☀️ 16 °C

    Die Sonne ist zurück! ☀️😎
    Heute Morgen sind wir bei Vogelgezwitscher in Pärnu aufgewacht und zack, da war sie wieder!

    Wir sind in Erwartung dieser Wetteränderung heute geplant etwas früher aufgebrochen, Ellen hat schon richtig gedrängelt beim Kaffee. Zunächst ging es in Richtung Sigulda in den wunderschönen Gauja-Nationalpark. Auf dem Weg dorthin machten wir einen schönen Frühstücks-Stopp auf einem Parkplatz direkt am Strand der Ostsee.
    Auf der Weiterfahrt hatten wir dann tatsächlich eine Begegnung mit einem Elch, der direkt vor uns die Straße überquert hat. Ellen hat ihn versucht zu fotografieren… ☺️
    In Sigulda angekommen, sind wir mit der Seilbahn über das Gaujatal nach Krimulda übergesetzt und auch wieder zurück gefahren. Die Landschaft ist wunderschön und man bekommt auch einen Kaffee wenn man einen will. 😊 Man merkt hier in West-Lettland deutlich, dass das Gebiet besser touristisch erschlossen ist als der Osten. Das gilt auch für Estland, bei Litauen haben wir den Vergleich noch nicht, vermuten aber ein ähnliches Gefälle.

    Unser nächster Halt war heute die lettische Hauptstadt Riga. Ellen war schon einige Male dienstlich hier, heute haben wir aber die Altstadt intensiv per Fahrrad erkundet. Abendbrot gab es in einem Restaurant mit traditioneller lettischer Küche. Marinierte Makrele auf Ofenkartoffel und Krautsuppe mit Räucherfleisch (Hannes) sowie Gulaschsuppe mit dem gesamten verfügbaren lettischen Knoblauchbestand (Ellen).

    Riga ist wunderschön aber irgendwie auch ziemlich laut. Vielleicht liegt es daran dass wir aus dem extrem stillen Estland kommen, uns nervte irgendwie dass aus jeder Kneipe andere laute Musik kam. Die Dichte an feierwütigem Jungvolk ist hier auch höher aber es ist natürlich auch Freitagabend.

    Unser Bus steht auf dem Riverside Campingplatz direkt in der City auf einer der Düna-Inseln Rigas. Den heute fälligen Vinylfreitag müssen wir aber verschieben, da ich es nicht mehr zu einem Plattenladen geschafft habe. Das machen wir dann morgen Vormittag, nachdem wir die Rigaer Markthallen besucht haben.
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  • Kolka und Melnsils (2.395)

    June 14, 2025 in Latvia ⋅ ☁️ 17 °C

    Ein Rockkonzert auf der anderen Seite der Düna hat uns gestern Abend in den Schlaf getrommelt. Heute Morgen waren wir schon 8:30 Uhr wach. Nach einem Kaffee und dem Aufsatteln ging es wie angekündigt zum Rigaer Zentralmarkt. Das war sehr beeindruckend, ein riesiger Blumenmarkt, Obst und Gemüse, Fleisch, Käse und Fisch … alles im Überfluss. Wir haben für uns Erdbeeren, Tomaten, Brot, Käse und Wurst gekauft. Die Erdbeeren sind schon alle. 😇

    Hinter den Markthallen war noch Flohmarkt, dort gab es auch verschiedene Vinyl-Stände. War aber nix richtiges dabei. Einer der Händler verkaufte vermeintliche Japan-Pressungen von Klassikern der 80er und 90er Jahre. Man konnte aber nicht so richtig feststellen ob es wirklich solche waren oder nur die bekannten Banderolen aufgesteckt wurden. Ich kenne mich damit leider überhaupt gar nicht aus. Ich habe nichts gefunden und hatte dann auch keine Lust mehr zum Plattenladen zu fahren. Vinylfreitag fällt diese Woche also aus. 🤷🏻‍♂️

    Dann haben wir Riga in Richtung Kolka verlassen und cruisten nach einem kurzen Zwischenstopp in Jurmala immer an der Küste des Rigaer Meerbusens entlang. Das Kap Kolka begrenzt den Golf von Riga nach Westen und war zu Sowjetzeiten militärischer Sperrbezirk. Vom Kap aus sieht man den Leuchtturm, der die Einfahrt auf der nördlichen Seite markiert. Man kann am Kap schön den Unterschied der windigen und lauten Ostsee auf der Westseite und dem geradezu stillen und spiegelglatten Meerbusen auf der Ostseite vergleichen. Viele Leute machen dort Picknick und genießen die Sonne.

    Nach unserem Aufenthalt sind wir wieder ca. 12 km zurück gefahren und haben jetzt im Melnsils Kempings eingecheckt. Hier ist es ja mal richtig cool. Direkt am Meer, ein riesiger Abenteuerspielplatz für die Kinder, man kann stehen wo und wie man will und darf überall Lagerfeuer machen. Eine kleine Kneipe und ein uriges Guesthouse gibts auch und alle sind sehr nett. Wie schon angedeutet haben wir unsere Erdbeeren aus Riga gegessen und machen es uns jetzt noch richtig gemütlich.
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  • Kuršenai (2.689)

    June 15, 2025 in Lithuania ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach einer sehr erholsamen Nacht stand heute zunächst die Liepniekvalka Höhle nahe Dundaga auf dem Programm. Die Fahrt dorthin ging über die von mir geliebten Schotterpisten durch dichte Wälder. Ich mag wirklich dort zu fahren, das hat immer so einen Hauch von Adventure. Unsere Fahrräder und unser Bus sahen danach entsprechend aus. Wir haben in Lettland ziemlich viel Staub aufgewirbelt. 😁
    Die Höhle selbst ist jetzt nicht unbedingt so spektakulär, sie ist auch zu niedrig um reinzugehen. Entstanden durch unterirdische Auswaschungen ist sie aber interessant geformt. Leider ritzen die Leute Botschaften in den Stein und machen sie damit kaputt. Um die Höhlen herum ist aber ein Platz wie aus einem Märchenfilm: Ein kleiner Bach mäandert vorbei, des gibt einen romantischen Picknickplatz und alles sieht sehr schön aus. Eigentlich könnte man dort auch prima übernachten. Sogar ein Grillplatz ist vorhanden.

    Danach war unser Ziel der „Hügel der Kreuze“ ziemlich zentral in Litauen. Die 200 km zu fahren hat über kleine Straßen fast drei Stunden gedauert. Aber es hat Spaß gemacht und wir haben die Fahrt genossen. Zwischendurch haben wir in einem netten Restaurant auch gut gegessen.
    Der Hügel der Kreuze ist schon irgendwie witzig, die Geschichte ist hier gut beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Berg_der_Kreuze
    Abgesehen vom Verständnis für die religiöse Intention und der politischen Aufladung ist es aber auch ein bisschen bizarr. Da fängt jemand damit an, Kreuze aufzustellen, alle machen mit und am Ende kommt der Papst und sagt das ganze sei ein Wunder Gottes. Außerdem fühlt die Bürokratie sich bemüßigt, umfangreiche Regeln für diesen Ort zu erlassen (siehe Foto).

    Nach dem Hügel fuhren wir noch schnell unseren Bus und die Fahrräder säubern. Dann waren es noch ca. 30 km bis nach Kuršenai, wo wir heute übernachten. Wir sind die einzigen Gäste auf einem wunderschönen Campingplatz auf einem Bauernhof.
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  • Kurische Nehrung (2.885)

    June 16, 2025 in Lithuania ⋅ ☁️ 17 °C

    Ich schreibe diesen Eintrag erst morgen. Im nächsten FP wird klar, warum.

    Update 17.6.: Hier jetzt der Reisebericht von gestern.

    Es gab ein Omelette mit Salat zum Frühstück. Unsere Gastgeberin hat alles dafür in ihrem tollen Garten verfügbar. Der gesamte Hof hat mich sehr an das Anwesen meiner Oma erinnert. Dort war zu ihren Lebzeiten auch immer alles sehr aufgeräumt und mit Liebe gestaltet. Obwohl Dorf, obwohl einfach … trotzdem sehr gemütlich und schön.

    Ziel des heutigen Tages war die Kurische Nehrung. Wir hätten es uns nicht verziehen, nicht dorthin zu fahren wo wir doch schon so nah dran sind. Von Kuršenai bis zur A1 zieht es sich etwas, ab da ging es dann wirklich schnell. 48 Euro für die Fähre und nochmals 30 Euro Nehrungs-Gebühr wollten dann entsprechend abgearbeitet werden. 😀

    Es war strahlend blauer Himmel und Sonnenschein und wir stellten das Auto bei Preila auf dem Strandparkplatz ab. Von dort ging es per Fahrrad durch die Wälder und teilweise am Haff entlang ca. 20 km bis Nidden. In Nidden besuchten wir das ehemalige Sommerhaus der Familie Mann, welches sie vor ihrer Emigration zwei Jahr lang besaßen. Eine sehr liebevolle Ausstellung ist in dem Haus untergebracht. Tochter Elisabeth Mann-Borges hat sich Ende der 90er für den Erhalt des Hauses eingesetzt, es war derzeit sehr kaputt. https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-repo…

    In Nidden gabs noch einen Aperol für Ellen und dann machten wir uns daran, die Parnidis-Düne zu bezwingen. Vom Aussichtsplateau kann man sie sehr schön überblicken. Als wir oben waren zog sich der Himmel arg zu und es begann zu tröpfeln. Nicht lange und es regnete ordentlich. Die Temperatur fiel binnen weniger Minuten um mindestens 10 Grad Celsius. Aber wir hatten ja noch 20 km Rückweg per Fahrrad vor uns, welche wir auch meisterten. Ziemlich nass und durchgefroren kamen wir auf dem Parkplatz an und gingen auch noch einmal zum Strand, welcher mittlerweile wenig einladend war. Trotzdem hatte noch ein Rettungsschwimmer Dienst auf seinem Turm. Der arme.

    Ab ins warme Auto! Und jetzt?
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  • Dusia (3.245)

    June 16, 2025 in Lithuania ⋅ 🌬 16 °C

    Wegen akuter Wetter-Beschwerden haben wir gleich nach der Kurischen Nehrung die Flucht nach Süden angetreten. Gerade angekommen habe ich jetzt keine Lust mehr zu schreiben. Also alles morgen

    Update 17.6.: Nach 20 km Regenfahrt auf unseren Fahrrädern überlegten wir was jetzt zu tun sei. Wollten wir - wie ursprünglich geplant - etwas nördlich von Klaipeda einen CP ansteuern? Im Regen im Auto sitzen? Nö, das wollten wir nicht.
    Ich versprach Ellen, sie ins Warme zu bringen. Nach ausführlicher Recherche in Sachen Wetterbedingungen wählten wir ein Ziel im südlichen Litauen aus. Fahrtzeit ca. 3 Stunden, wir würden ungefähr zum Sonnenuntergang ankommen.

    Gesagt getan. Allerdings mussten wir vor Ort feststellen dass der ausgewählte CP geschlossen war. Es wurde auch schon dunkel und um den Dusia-See herum haben die Leute ihre Uferclaims als privat markiert. Für ein Freistehen hatten wir zwei Parkplätze in die Auswahl genommen, wollten aber auf der anderen Seite des Sees noch nach einem CP schauen. Wir hatten Glück, der CP war offen und es war sogar noch jemand da!

    Es gab ein schnelles Abendbrot im Bus, bevor wir völlig fertig in die Federn sanken. 500 km Auto fahren, 40 km Radtour und Besteigung der Düne waren dann doch heftig. Wir sollten jedoch am nächsten Morgen in strahlendem Sonnenschein aufwachen! Mission erfüllt!
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  • Puchly (3.453)

    June 17, 2025 in Poland ⋅ ☁️ 22 °C

    Um 9:30 rollten wir nach einem Kaffee in Dusia vom Hof. Ziel war die Gegend südlich von Bialystok nahe der Grenze zu Belarus. Diese Grenznähe bestimmt auch das Bild auf den Landstraßen: Die Dichte an Fahrzeugen der polnischen Grenzpolizei fällt extrem auf. Auch wir wurden heute angehalten und kontrolliert, Ausweise und Fahrzeugschein wohl einmal im System gecheckt. Zumindest war die Polizistin einige Minuten mit unseren Unterlagen in ihrem Auto. Ich habe mich gefragt, warum uns Ähnliches nicht auch in Litauen aufgefallen ist, dort waren wir ja auch grenznah unterwegs. Aber das wäre dann ja eine Grenze mehr zu überwinden und damit vielleicht nicht so interessant für die Schlepper?

    Nach ca. 3 Stunden Fahrt sind wir in Puchly, einem kleinen Dorf am Flüsschen Narew in Podlachien, angekommen. Nach einer kurzen Ruhepause haben wir eine 45 km lange Runde mit dem Fahrrad gedreht und die orthodoxe Einsiedelei in Odrynki besucht. Zwischendurch gab es farbenfrohe Kirchen zu bestaunen und die Hälfte der Strecke fuhren wir durch wunderschönen Wald mit tollen Lichtungen und wechselnder Flora. Leider war dabei auch viel sandiges Gelände zu bewältigen, Ellen hat sich auch mal kurz hingelegt. 😮 Aber nix passiert zum Glück.

    Gerade zurück auf dem CP gab es unseren obligatorischen Tomatensalat zum Abendessen. Viel wird wohl heute nicht mehr passieren. Wir werden aber morgen wahrscheinlich noch eine Nacht hier verbringen.
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  • Berlin (4.358)

    June 18, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Überraschung! Wir sind zurück. Eigentlich wollten wir doch noch eine Nacht in Puchly bleiben. Zur Erklärung gibt es eine kurze Zusammenfassung der Gespräche des heutigen Tages:

    Puchly, ca. 9:30:
    H (gerade erwacht): Wie spät ist es? Bis wann müssen wir vom CP runter, falls wir wollen? Ich habe gestern mal geguckt, wir müssten 30 km mit dem Rad Einkaufen fahren, wollen wir nicht doch irgendwas bei Warschau suchen?
    E: Halb Zehn. Keine Ahnung, denke mal so um Elf. Ja, ich habe auch geguckt. Lass uns woanders hinfahren.

    80 km vor Warschau, ca. 12:30 Uhr (Mittagessen):
    H: Eigentlich können wir auch bis irgendwo kurz vor Poznan fahren, läuft doch gut. Dann sind wir schon mal näher an Berlin.
    E: Stimmt. Machen wir so.

    A2 hinter Warschau, Uhrzeit nicht mehr genau erinnerlich:
    H: Wir können auch durchfahren, ich mach dann irgendwo hinter Poznan vielleicht ein Nickerchen wenn ich müde bin. Dann sind wir immer noch vor dem Dunkelwerden da.
    E: Aber du sagst Bescheid, wenn du nicht mehr fahren kannst.
    H: Wir können jederzeit irgendwo anhalten oder einen CP suchen.
    E: Wir sollten aber ein paar Sachen einkaufen. Entweder für zu Hause oder für die Übernachtung.

    Września, ca. 18:30: Einkauf im Biedronka, Tanken, Navi berechnet bei Abfahrt voraussichtliche Ankunft zu Hause für 21:48 Uhr.

    Berlin, 21:20 Uhr: Wir sind zurück. Danke an unseren tollen Bus und an die EU für die Finanzierung der A2.
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    Trip end
    June 22, 2025