• Fritz Locher
  • Fritz Locher

Vancouver Juli 2023

A short but fine adventure by Fritz Read more
  • Trip start
    July 18, 2023

    Es geht los - schon wieder...

    July 18, 2023 in Switzerland ⋅ ☀️ 23 °C

    Ich ergreife die einmalige Gelegenheit, und versuche heute mit der Swiss nach Vancouver zu kommen. Normalerweise wird diese Strecke von der Edelweiss geflogen. Da ihr "neuer" Flieger aber wegen mangelnden Ersatzteilen noch nicht abheben kann, springt - oder besser fliegt - die Swiss in die Lücke.
    Die Buchungszahlen sehen - zumindest aus meiner Sicht - alles andere als rosig aus. Zudem weiss ich von acht weiteren Personen, welche ebenfalls die gleiche Idee wie ich haben.
    Trotzdem ziehe ich nach den Nachtdienst die Zugfahrt nach Zürich dem gemütlichen Bett vor. Yolo würde die jüngere Generation dazu wohl sagen; you only life once!
    Read more

  • Am Gate

    July 18, 2023 in Switzerland ⋅ ☀️ 25 °C

    So viele Personen, wie heute durch den Flughafen wuseln, habe ich schon lange nicht mehr gesehen . Übermässig lange Warteschlangen gibt es aber weder bei der Sicherheits- noch bei der Passkontrolle. So bin ich zügig am Gate. Das Flugzeug steht auch schon hier - denke ich zumindest in diesem Augenblick noch. Die weitere Wartezeit vertreibe ich mir hinter einem Sichtschutz mit lesen. Ich sehe also nicht direkt, ob der Flug schon geboardet wird. Plötzlich wird das Flugzeug weg gestossen - und ich bin nicht drin! Sofort springen mir aber die sechs Räder vom Hauptfahrwerk ins Auge und ich weiss augenblicklich, dass dies nicht das Flugzeug nach Vancouver sein kann. Der Airbus A330 hat nämlich lediglich vier Räder pro Hauptfahrwerk. So lehne ich mich beruhigt zurück und lese weiter.Read more

  • Abflug WK10

    July 18, 2023 in Switzerland ⋅ ☁️ 25 °C

    Ja, ich weiss, und Sie haben Recht: Meine Reiseberichte beginnen vielfach mit den selben Worten. Das rührt daher, dass ich vielfach als Standby-Passagier unterwegs bin und bis zuletzt jeweils nicht weiss, ob ich wirklich mitfliegen kann oder nicht. So auch heute. Die Spannung bleibt bis zum Schluss. Kurz vor dem Schliessen des Gates ist klar, dass alle Standby-Passagiere im Flugzeugrumpf Platz nehmen dürfen. Die Reise ins Heimatland von Michael Bubblé, Bryan Adams und Celine Dion kann beginnen. :-)Read more

  • Über den Wolken

    July 18, 2023, Nordsee ⋅ 🌬 14 °C

    Nach zweimaligem Handlingstop wegen des lokalen Gewitters fliegen wir mit kleiner Verspätung ab in Richtung pazifischem Ozean. Ich geniesse entspannt die Bordunterhaltung und feine Köstlichkeiten aus der Bordküche bis wir bei wunderschönem Wetter rund zehn Stunden später in Kanada landen.Read more

  • Ankunft im Hotel the hotel at River Rock

    July 18, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Umgebung des Flughafens. Die Transferzeit ist also äusserst kurz. Die Nähe zum Flughafen ist auch daran erkennbar, dass die Start- und Anflugrouten direkt über das Hotel führen. Flugzeugaffinen Personen dürfte dieser Umstand aber eher dienen. So ist Planespotting direkt vom Hotelzimmer aus möglich ;-)
    Spotten ist aber momentan nicht angesagt und so heisst es, sich für einen ersten Ausflug an die Waterfront bereit machen.
    Read more

  • Waterfront Station

    July 18, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Von der Waterfront Station, welche eine Endstation der Canada-Line ist, werden wir von Julia durch die Gastown zielstrebig zu einem Restaurant geführt, in welchem Bier degustiert werden kann. Zumindest steht dies so in ihrem Reiseführer.
    Von einem Kollegen bin ich vor der Abreise unter anderem auf die Steamclock aufmerksam gemacht worden. Mein Plan sah vor, diese am dritten Tag zu suchen. Aber jetzt steht die Uhr urplötzlich vor uns. So plötzlich, dass wir fast daran vorbei marschieren...
    Read more

  • Gastown Steam Clock

    July 18, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Die weltweit erste Dampfuhr steht im historischen Stadtteil Gastown. Die Strassenuhr mit Zifferblättern auf allen vier Seiten besitzt einen mechanischen Pendelmechanismus. Dieser wird durch einen Paternoster und das Gewicht von umlaufenden Kugeln angetrieben. Die Kugeln werden von einer Dampfmaschine im Inneren der Uhr wieder nach oben befördert. Der Wasserdampf mit niedrigem Druck stammt aus der Fernheizung des Stadtviertels.
    Das Spielwerk der Uhr besteht aus fünf Dampfpfeifen, von denen die grösste – in der Mitte des Aufbaus – zur vollen Stunde spielt. Die vier anderen Pfeifen spielen zu jeder Viertelstunde den Westminsterschlag (Westminster Quarters).
    Quelle: Wikipedia
    Read more

  • Abendessen im Alibi Room

    July 18, 2023 in Canada ⋅ ⛅ 23 °C

    An der 157 Alexander St., am Ostende der Gastown, haben wir unser Ziel erreicht. Eine freundliche Angestellte bringt uns an einen langen Tisch, an welchem wir alle Platz finden.
    Bei der Bierdegustation mache ich nicht mir. Aber all jene, die das tun möchten, dürfen jeweils vier Sorten aus 50 lokalen und importierten Craft Bieren auswählen.
    Ich tue mich derweil gütlich an den leckeren Alibi's Free-Range Chicken Wings und an ebensolchen Carnitas Tacos.
    Müde uns satt machen wir uns später wieder auf den Rückweg zur Bridgeport Station. Die Stundenmelodie der Gasclock verpassen wir dabei lediglich um ein paar Schritte. Wenigstens aus der Ferne ist die Dampfmelodie zu hören.
    Read more

  • Hertz

    July 19, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 19 °C

    Im Jahre 2010 fanden in Vancouver und Umgebung die olympischen Spiele statt. Deshalb fahren wir heute an die Wirkungsstätte unserer damaligen Helden: Simon Amman, Dario Cologna, Carlo Janka, Mike Schmid, Olivia Nobs, Silvan Zurbriggen, Ralph Stöckli, Jan Hauser, Markus Eggler, Simon Strübin und Toni Müller.
    Dazu mieten wir uns ein SUV. Bestellt ist ein Grand Jeep. Von der Firma Hertz bekommen wir aber einen Hyundai Santa Fe. Ok, "bestellt" tönt jetzt vielleicht seltsam; Man wird ja deutlich darauf hingewiesen, dass es lediglich ein ähnliches Fahrzeug sein wird. Mit diesem Fahrzeug fahren wir also von der Vermietstation beim Flughafen in Richtung Whistler. Dabei lerne ich die Vorteile vom Abstandsradar schätzen. Dieses Funktion hatte noch keines meiner Fahrzeuge. Ich stelle einfach die gewünschte Höchstgeschwindigkeit und der gewünschte Abstand ein und schon folgt das Fahrzeug ohne zutun dem vorausfahrenden Auto. Dabei wird nötigenfalls auch bis zum Stillstand abgebremst. Im Stau, in welchem wir aktuell durch den Stanleypark stecken, eine willkommene Unterstützung.
    Natürlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten, um nach Whistler zu kommen. So zum Beispiel mit einem Bus ab Flughafen YVR für $55.- round trip oder mit dem Wasserflugzeug. Aber das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
    Read more

  • Unterwegs nach Whistler

    July 19, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir lassen den städtischen Stau hinter uns und fahren der bewaldeten Küste entlang. Abgesehen von der Küste sieht es eigentlich fast so aus, wie bei uns zu Hause - nur alles viel grösser.
    Die ersten britischen Besucher nannten das Gebiet übriges London Mountain. Durchgesetzt hat sich aber die Benennung nach dem Pfeifen der Murmeltiere (whistle = pfeifen). Murmeltiere haben wir aber weder entdecken noch hören können.
    Nachdem das Auto auf dem gut ausgeschilderten Parkplatz abgestellt worden ist, wird im Caffe Artigiano ein kleines Frühstück eingenommen.
    Read more

  • Spaziergang durch Whistler

    July 19, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Von Autos wird man hier nicht über den Haufen gefahren. So kann ganz entspannt durch das Dörfchen geschlendert werden. Gesäumt werden die Wege von zahlreichen Geschäften und Restaurants. Fast so, wie in Zermatt. Ich bin versucht, mir vorzustellen, was hier im Winter so ab geht. Das Beste wäre wohl, im Winter mit den Skis zurück zu kehren und sich dort den Hang herunter zu stürzen, wo dies unsere Skiasse im 2010 getan haben. Dann wüsste man es aus erster Hand.
    Das Gebiet Whistler-Blackcomb zählt übrigens mit zu den grössten Skigebieten Nordamerikas.
    Read more

  • Peak to peak

    July 19, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Bei der Whistler-Gondola Talstation erstehen wir Tickets für peak-to-peak - Also von Spitz zu Spitz. Grundsätzlich ist es ja möglich, zuerst auf den Whistler und dann auf den Blackcomb zu fahren. Heute fehlt uns für die Bergfahrt ab Whistler Village ein Fahrrad. Denn nur diese werden ab hier befördert. Zu Fuss gehende müssen bei der Blackcomb Station ihr Unterfangen starten. Also machen wir uns auf den ca. 10minütigen Marsch und steigen dort in die Gondel, welche einst eine schweizerische Firma konstruiert hat.
    Nachdem wir uns gegen den Murmeltierrundpfad entschieden haben, stellen wir uns iin die Warteschlange der peak-to-peak-Bahn. Ein Schild weisst darauf hin, dass alle 15Minuten eine Glasbodengondel vorbei kommt. Also stellen wir uns in diese Schlange. Vor uns stehen ca. 20 Personen und wir rechnen damit, dass die nächste Gondel schon bald kommen wird. Falls wir es wegen der beschränkten Platzzahl nicht in die nächste Gondel schaffen würden, so müssten wir nach Adam Riese nochmals 15Minuten warten. Das ist es uns wert, denn wir kommen vermutlich nie mehr hier hin. Die Ankunft der Spezialgondel wird jeweils akustisch angekündigt. Vorher verkündigt aber der nette Angestellte der Bahn noch, dass eine Gondel wegen Wartungsarbeiten aktuell nicht verkehrt. Deshalb komme die nächste Gondel erst in 30Minuten. Wir harren trotzdem in der Warteschlange aus und hoffen, dass wir die Glasbodengondel besteigen können. Es klingelt und die blaue Gondel rattert in die Station. 20 Personen steigen ein. Wir gehören leider nicht dazu. Weil wir nicht 30Minuten warten wollen, besteigen wir kurze Zeit später eine normale Kabine. Wir fahren am ersten Mast vorbei. Kurz danach auch am zweiten. Bis zum nächsten Mast müssen wir erst über 3km weiter fahren. Dies sei ein Weltrekord, steht in der Gondel geschrieben. Ansonsten ist diese Fahrt aber wie jede andere auch.
    Auf der anderen Seite, also auf dem Whistler Mountain, werden wir von einem Mückenschwarm erwartet. Ich bin sehr überrascht, dass diese Viecher 1.: in den Kanadischen Bergen überhaupt vorkommen und 2.: dass sie kein Tagflugverbot haben. Mückenspray habe ich zwar dabei. Aber im rund 110km entfernten Hotel bringt mir das in der aktuellen Situation nicht wirklich viel.
    Read more

  • Whistler Bergstation

    July 19, 2023 in Canada ⋅ ⛅ 24 °C

    Es ist zwar angenehm warm auf dieser Höhe. Aber ab und zu frischt der Wind ein wenig auf. Um mit der Sesselbahn noch weiter hoch zu fahren, hätte ich gerne eine Jacke angezogen. Die ist zwar nicht ganz so weit entfernt, wie der Mückenspray, der Nutzen im parkierten Auto ist aber ebenfalls überschaubar...
    Demzufolge steht als nächstes die Talfahrt an. Zuvor schlecken wir aber noch an einer feinen Glace und sehen den Mountainbiken zu, wie sie sich mit ihren Drahteseln in die Tiefe stürzen.
    Read more

  • Velöler und so...

    July 19, 2023 in Canada ⋅ ⛅ 25 °C

    Es sieht für mich fast so aus, als ob die Snöberpisten im Sommer für die Velöler zur Verfügung gestellt werden. Mitte Nachmittag stehen nicht mehr so viele abenteuerlustige Leute. Trotzdem ist es interessant zuzusehen, wie sich vier Personen mit vier Fahrrädern in eine Gondel zwängen. An Klaustrophobie sollte man wohl eher nicht leiden....
    Wir schlendern gemütlich durch den Ort, zurück zu unserem Auto, als plötzlich bekannte Stimmen nach uns rufen. Wir gesellen uns kurz zu ihnen und tauschen unsere Erfahrungen aus.
    Damit Dominik seinen Termin beim Bungeejump nicht verpasst, übernehmen wir für drei Ladies den Taxidienst zum nahen Flugplatz - in diesem Fall zum Green Lake - ca. drei Kilometer von Whistler entfernt. Noch ist nicht klar, wer von den dreien den Luftweg zurück nach Vancouver nehmen wird. Schlussendlich sind es aber alle drei, wie wir später erfahren...
    Wir verlassen Whistler mit unserem Mietfahrzeug in Richtung Vancouver.
    Read more

  • Suspensionbridge

    July 20, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute steht der Besuch der Capilano Suspensionbridge auf dem Programm. Unsere Zimmernachbarinnen haben das Gleiche vor. Leon und Dominik haben ihnen angeboten, sie mit dem gemieteten BMW dorthin zu fahren, bevor sie ihren Wagen zur Autovermietung zurück bringen. Damit die beiden Jungs mit ihrem BMW nicht noch einen Extrarunde ans andere Ende der Stadt machen müssen, steigen Carole, Laura und Mara bei uns zu. Vorerst kommen wir noch flott voran. Doch schon bald geht es nur noch im Schritttempo voran. Bereits vor der Brücke über den Fraser River stecken wir im Stau. Glücklicherweise geht uns der Gesprächsstoff nicht aus. So kommt uns die Warterei und Schleicherei nicht allzu lange vor. Erst nachdem wir endlich die Iron Workers Memorial Bridge hinter und lassen können, geht es wieder flotter voran.
    Der Parkplatz bei der Brücke ist um diese Uhrzeit noch nicht sehr voll und nach dem Lösen der Tickets stehen wir auch schon im Park. Für die Hängebrücke selber bekommen wir einen Timeslot. Ab 10:30h dürfen wir die Brücke betreten. Genug Zeit also, um sich im Park vorher noch etwas umzusehen. Gleich beim Eingang kann man in die bebilderte Geschichte der Brücke eintauchen. Unter anderem steht dort geschrieben, dass der schottische Geschäftsmann George Grant Mackay mit seiner Familie 1888 nach Vancouver gekommen ist. Er kaufte sich Land auf beiden Seiten des Capilanoflusses. Der 62jährige Mackay baute auf dem Felsen eine Hütte, welche er Cliff House nannte. Bereits ein Jahr später baute er die erste Brücke über den Fluss. Warum? Naja, um auf die andere Seite zu gelangen.
    Für uns ist es noch zu früh, um auf die andere Seite zu kommen. Also gehen wir zuerst noch über den Cliffwalk und bestaunen das Wurzelwerk einiger Bäume, welche sich an den Felsen festkrallen. Eigentlich unglaublich, was die Natur so zustande bringt.
    Dann sind auch wir an der Reihe für die Überquerung der Hängebrücke. Unterwegs werden zahlreiche Fotos und Selfies geschossen. Das mit dem Selfie muss ich wohl noch etwas üben.
    Drüben erwartet uns ein Baumwipfelpfad. Den lassen wir aber noch etwas warten und verköstigen ein paar Otter Balls. Nach dem Baumwipfelpfad treffen wir auf zwei Personen, welche mit Fragen zu ihren beiden Raubvögeln gelöchert werden können. Kurze Zeit später verlassen wir den Park wieder. Wir trennen uns von Mara, welche sich einen Flug mit einem Wasserflugzeug gönnt, und von Carole und Laura, welche dem Chinesischen Garten einen Besuch abstatten wollen. Wir fahren weiter zur Talstation des Hausberges von Vancouver.
    Read more

  • Grouse Mountain

    July 20, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einer kurzen Fahrt sind wir auch schon auf dem Parkplatz der Seilbahn zum Grouse Mountain. Die Kontrollschildnummer ist schnell im Ticketautomat eingetippt und das Bezahlen der Gebühren mit der Kreditkarte funktioniert. Bei der Talstation stehen die Leute bereits aussen am Gebäude an. Der Weg zur Ticketausgabe führt zum Glück links an der Warteschlange vorbei. Die wartenden Leute verschwinden in der angekommenen Gondel. In der nächsten finden auch wir Platz. Wir könnten zwar auch nach oben wandern – bevorzugen aber die Fahrt mit der Luftseilbahn.
    Oben angekommen, treffen wir ein vielseitiges Aktivitätsangebot an. Es gibt die Möglichkeit mit Zip-Lines über die Schlucht zu sausen oder Shows zu besuchen. Wir besuchen den Bärenpark. Dort haben zwei Bären Asyl gefunden. Während bei uns Füchse, Rehe und Dachse bei Verkehrsunfällen den Tod finden, sind es in Kanada auch Bären. Dieses Schicksal ereilte die Mutter des einen Bären, als er noch jung und mit ihr und seinen beiden Geschwistern unterwegs war. Er konnte als einziger gerettet werden und darf jetzt hier in dieser Anlage leben.
    Eine Sesselbahn führt ganz nach oben zum Aussichtspunkt. Lediglich für einen kurzen Moment spielen wir mit dem Gedanken, den Weg nach oben unter die Füsse zu nehmen. Kurz danach sitzen wir auch schon auf der langsamen Bahn. Oben angekommen liegt uns ganz Vancouver, wo rund 662‘000 Personen wohnen, zu Füssen. Die Stadt ist übrigens nach dem britischen Kapitän George Vancouver benannt und entstand wegen des Goldrausches in den 1860er Jahren. Der Name selbst kommt aber aus dem niederländischen „van Coevorden“, abgeleitet von der Stadt Coevorden.
    Read more

  • Wieder nach unten

    July 20, 2023 in Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Auch hier oben wird die Olympiade von 2010 zelebriert und wir treffen sogar auf Michael Bublé. Also nicht in echt, aber auf einer Fotografie. Beim Café, in welchem wir uns eine Lifesafer-Glace gönnen, gibt es eine Fotogalerie, welche an den sportlichen Anlass erinnert. Dann treten wir die Rückfahrt an und müssen dazu wieder anstehen. Mit der dritten Gondel dürfen wir nach unten schweben.Read more

  • The Story Cafe

    July 20, 2023 in Canada ⋅ 🌙 22 °C

    Es sind ein paar Stunden vergangen, seit wir die Gondel vom Grouse Mountain verlassen haben. Erwartungsgemäss sind wir wieder im Stau gelandet und daher nicht zügig vorangekommen. Die Strasse, die ich befahre, hat drei Fahrspuren. Die ganz rechte dient, so nehme ich das an, zum Abbiegen nach rechts und als Fahrspurt für Busse. Jedenfalls ist diese Spur meist leer und man ist versucht, auf dieser Spur am Stau vorbei zu fahren. Und schon rauschen drei Pw’s an uns vorbei und ich zweifle, ob ich den Sinn dieser Spur wirklich richtig interpretiere. Rund 10Minuten und ca. 100m später weiss ich, dass ich doch recht habe. Sehe ich doch eben diese drei Fahrzeuge wieder, welche vor einem Polizeifahrzeug warten. Möglicherweise wird ihnen der Herr in Uniform und dem sportlich-getarnten Fahrzeug in Kürze eine Gedenkschrift überreichen. Weitere 100m später, nach dem Zusammenschluss mit einer anderen Strasse, geht es wieder flüssiger voran. Den angepeilten Laden für Inlineskates finden wir problemlos. Dies gilt aber nicht für die passenden Inlineskates. Kurz vor Ladenschluss beschliesse ich, die Übung für heute abzubrechen und morgen wieder zu kommen.
    Nun fahren wir zurück zum Flughafen, wo wir den fahrbaren Untersatz wieder der Firma Hertz zurück bringen. Vorher machen wir halt, bei einer Tankstelle. Gemäss Google-Maps soll eine Chevron-Tankstelle direkt an unserem Weg liegen. Schon bald stellen wir fest, dass sie es aber nicht tut. Nach einer militärischen Abkürzung finden wir die besagte Tankstelle doch noch. Einen Nutzen haben wir davon aber nicht. Es ist nämlich keine öffentliche Tankstelle, oder zumindest kann nicht per Kreditkarte bezahlt werden. Tanken können wir wenig später aber trotzdem noch. Kurz vor der Vermietstation befindet sich nämlich sehr ideal gelegen noch eine Tankstelle. Sogar eine mit äusserst freundlichem und hilfsbereitem Personal. Tatsächlich haben wir die Leute hier in und um Vancouver als sehr freundlich und ebenso hilfsbereit kennen gelernt. Mit vollem Tank dauert dann die Fahrzeugübergabe nicht lange und wir sitzen in der Bahn zurück ins Hotel.
    Ein paar Schritte vom Hotel entfernt befindet sich gemäss Google (wie haben wir früher das ohne dieses Google gemacht…) ein Restaurant. Wir pilgern dort hin und lassen uns einen Tisch draussen geben. Drinnen ist es wegen der zwei singenden asiatischen „Künstler“ viel zu laut – zumindest für meinen Geschmack. Wir geniessen einen Great Canadian Burger im The Story Café und schlendern anschliessend gesättigt zurück ins Hotel. Dies allerdings erst, nachdem ich den Oldtimer vor der Türe noch von allen Seiten abfotografiert habe.
    Ein weiterer Oldtimer steht in der Auffahrt des Hotels und erinnert mich an den Privatdetektiven Dan Tanna, welcher Ende der 1970er Jahre in Las Vegas unterwegs war - zumindest in der TV-Serie. Sein Ford Thunderbird war allerdings rot.
    Read more

  • Granville Island Public Market

    July 21, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute ist Sightseeing angesagt. Im Starbucks des Hotels kippen wir etwas Warmes in unsere Mägen und lösen dann am Automaten eine Tageskarte für die Bahn. Wir fahren bis zur Station „Olympic Village“. Dann suchen wir den Schiffssteg. Wir warten nicht lange und können schon bald in eine Nussschale einsteigen, welche uns in gemütlichem Tempo zum Granville Island Public Market fährt. Unglaublich, welche Delikatessen und Schleckereien uns dort erwarten. Beim Muffin Granny Café werden wir schwach und verleiben eine feine Crêpes ein. Dann ist es auch schon wieder Zeit, um den Südamerikaner in seinem Inlineskates-Laden aufzusuchen. Es ist wiederum eine „Nussschale“, welche uns auf dem False Creek bis zur Station „The Village“ fährt. Wobei eine Nussschale ja bekanntlich rund ist. Diese Schiffe sind eher eckig und sind überdacht. In der Mitte des Bootes sitzt der Kapitän, dessen Stuhl und dessen Dach sind erhöht, damit er über das Dach sehen kann.Read more

  • Inlineskates

    July 21, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Kurz nach elf Uhr sind wir im Skatesladen und ich probiere ein Schuh nach dem anderen aus. Endlich passt ein Modell und ich verlasse mit einem Lächeln im Gesicht den Laden. Zwar hätte ich noch gerne leuchtende Räder dazu gekauft. Diese horte aber sein Chef in seinem Laden in Victoria. Somit ziehe ich unbeleuchtet von dannen. Das nächste Ziel ist die Waterfront. Wir spielen mit dem Gedanken, eine Runde mit einem Wasserflugzeug zu drehen. Gebucht haben wir aber noch nicht.
    Natürlich ist es nicht sehr praktisch, wenn ich meine Blades nun die ganze Zeit mit mir herumschleppen muss. Daher suchen wir zuerst ein Schliessfach, so wie wir es von unseren Bahnhöfen kennen. An der Waterfront-Station werden wir nicht fündig. Google-Maps – schon wieder – lotst uns zu einem Kiosk. Dort hängt ein – von Hand geschriebener – Zettel, welcher auf die Aufbewahrung von Gegenständen hinweist. Für mich wenig Vertrauen erweckend. Also geht die Suche weiter. Wir sehen offenbar ratlos und Hilfe suchend aus und werden von zwei Volonteers angesprochen. Sie hören mein Problem und geben als Lösung das Pan Pacific an. Ungläubig, dass ein solches Hotel von fremden Leuten Gepäck aufbewahrt, wird dort trotzdem beim Bellman vorgesprochen. Wir hören von ihm ein freundliches: „Yes, we do.“ Ich bezahle die C$10.- sehr gerne, damit ich den Abend erleichtert verbringen kann.
    Dann haben wir es tatsächlich geschafft und haben zwei Plätze in einem Wasserflugzeug ergattert. Allerdings müssen wir noch über eine Stunde warten. Wir setzen uns in der Lounge und überlegen, was wir bis dahin noch tun können, als Mara sich zu uns gesellt. Wider Erwarten war sie heute noch nicht mit einem Flugzeug unterwegs. ;-) Stattdessen will sie mit ihren Skates ein paar Runden im nahen Park drehen. Wir beschliessen noch etwas Kleines zu essen, bevor wir in die Lüfte entschweben. Ich denke, dass der Magen für die Fliegerei weder ganz voll noch ganz leer sein sollte. Vorher schlendern wir aber noch durch den kleinen Souvenirladen und treffen auf Jacqueline, Melanie und Willy. Bevor sich für ihren Flug abgeholt werden, erzählen sie uns noch von ihrer Begegnung mit einem jungen Bären, welcher vor ihnen die Strasse überquerte. Klar, ich weiss, dass in Kanada Bären leben. Ich bin aber davon ausgegangen, dass sie sich im tiefen Wald wohler fühlen und sich nicht in unmittelbarer Nähe der Menschen aufhalten…
    Read more

  • Rundflug

    July 21, 2023 in Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Verköstigt mit einem kleinen Sandwiches sprechen wir wenig später wieder am Schalter der Harbour Air vor und erhalten unsere Bordkarten. Dabei treffen wir auf Verena, Thomas, Julia und Sarah – die beiden letzteren wollen auch mit dem Wasserflugzeug eine Runde drehen. Eigentlich erstaunlich, dass wir uns in dieser grossen Stadt immer wieder über den Weg laufen. Anfänglich gehen wir noch davon aus, dass wir im selben Flugzeug sitzen werden. Unsere Boardingkarten sind aber blau, während die anderen golden sind. Eigentlich sollten wir fast gleichzeitig in der Luft sein. Aber der Pilot für die goldenen Karten verspätet sich. Auch soll er nicht die allerbeste Laune gehabt haben. Ganz anders bei uns. Wir werden von einer netten und aufgestellten Pilotin abgeholt und im Flugzeug platziert. Pro zwei Personen gibt es anderthalb Sitze – zumindest für jene, welche etwas breiter gebaut sind. Und dabei meine ich ausdrücklich nicht dick.

    Als alle das Flugzeug angezogen haben - ich wage fast nicht von einsteigen zu sprechen, so eng ist es im Innern - wird auch schon der Motor gestartet und wir tuckern zum Startpunkt. Während der nächsten 20Minuten wollen wir die Gegend und das Panorama aus der Vogelperspektive bewundern. Die nach aussen gewölbten Fenster lassen dies wunderbar zu.
    Die Pilotin erhöht die Drehzahl des Propellers und das Flugzeug beginnt sich durchs Wasser zu pflügen. Mit einem kurzen Hüpfer hebt es schliesslich ab und wir fliegen über die Häuser der Vorstadt in Richtung Stanley Park. Nach einer kleinen Volte dirigiert die Pilotin ihre Maschine wieder zurück in Richtung Vancouver - Waterfront und wir können die Hochhäuser von Downtown von oben bestaunen. Auf der Höhe vom Stadion der White Caps drücken uns die Fliehkräfte in die Sitze, weil die Pilotin zu einer sehr engen Linkskurve ansetzt. Somit können auch die Passagiere auf der anderen Flugzeugseite das Panorama bestaunen. Dann ist unser Rundflug auch schon wieder beendet. Sanft setzt das Flugzeug auf der Wasseroberfläche auf und wir tuckern wieder zum Gate. Oder ist es ein Pier?
    Mit einem Grinsen im Gesicht verlassen die glücklichen Passagiere das Fluggerät.
    Read more