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MindTheGap

365 days off... und einmal um die Welt. Baca lagi
  • Salteñas & Winterjacken

    3 Disember 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir trinken Kaffee und Tee im Hostel, planen ein bisschen und gehen dann Salteñas essen! Die isst man zur
    Sajra Hora, das ist die bolivianische Bezeichnung für die “gelbe Stunde”, eine traditionelle Snack-Zeit, typischerweise zwischen 10 und 11 Uhr (Der Ausdruck sajra hora stammt aus dem Aymara oder Quechua und bedeutet wörtlich “gelbe Stunde”, da die Sonne zu diesen Zeiten gelblich scheint; es ist eine kulturelle Gewohnheit, die den Alltag der Andenbewohner prägt.)
    EL PATIO ist in dem Fall der angenagteste Platz: ein wunderhübsches Kolonialstil Haus mit Innenhof, bestellen muss man vor dem Betreten und hat dann eine Wartezeit… Es ist voll und das Warten lohnt sich! Wir probieren 3 verschiedene Varianten, die alle unglaublich saftig und lecker sind! In jedem zu den verschiedenen Zutaten ein Wachtelei und eine Olive… sooo lecker!
    Anschließend fahren wir zum Mercado Campesino, der größte Markt in Sucre.
    Um die eigentliche Markthalle gibt es überall Stände… wir schlendern eine Weile herum und kaufen dann ein Stück schön bunten Stoff und zwei Winterjacken für die Wüste! Nix qualitativ hochwertiges, aber recht günstig. Modell Michelinmännchen!😂

    Danach fahren wir zum Plaza 25 de Mayo, telefonieren kurz mit den Kindern und nehmen mal wieder an einer Free Walking Tour teil. May, unser Guide ist sehr nett, sie hat viel zu erzählen, wir besuchen die alte Uni, einen anderen Markt, die älteste Kirche Sucres, die Liberty Bell und erfahren viel über die Stadt, die Geschichte und die Kultur!
    Eines der ältesten Stadtviertel Santa Ana hat eine ganze Ecke mit Straßennamen von Katzen. Im Krieg mit Uruguay haben viele Frauen ihre Männer verloren und sich zum Trost mit Katzen umgeben…

    Dieses Jahr ist Bolivien 200 Jahre unabhängig! Überall stehen Schriftzüge, Plakate… wir laufen auch an der Liberty Bell vorbei. Am 25. Mai 1809 läutete diese Glocke, um die Bevölkerung zum Aufstand gegen die Kolonialherrschaft zu rufen; dieser Tag gilt als der „Erste Schrei nach Unabhängigkeit“ in Bolivien. Daher erhielt die Glocke nachträglich den Namen Liberty Bell.
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  • Sucre

    2 Disember 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir kommen morgens in Sucre an, die Hauptstadt Boliviens!
    Wir bringen unser Gepäck ins Hostel und gehen Frühstücken. Wir sitzen im grünen Hinterhof, mit kleinen Katzen, die umherhüpfen, treffen einen der Franzosen aus der Pampas und telefonieren mit den Kinden, denn Maya hat Geburtstag ♥️. Schön! Danach laufen wir durch die Stadt, zum Plaza 25 de Mayo, den zentralen Platz… hier ist viel los und auch hier schon überall Weihnachtsdeko.
    Siesta nach dem Check-in und gegen Spätnachmittag laufen wir hoch zum Mirador La Recoleta, hier hat man einen tollen Blick auf die Stadt… Sonnenuntergang ist eher weniger, denn es ist mittlerweile bewölkt, aber ein netter Platz… indigener Markt nebenan, auf dem Plaza spielen Kinder, es ist viel los und wir schauen dem Treiben zu… wir essen in der Nähe vom Hostel super leckere Cachapas. Cachapas bestehen aus einem Teig aus frischem, süßlichem Zuckermais (Choclo), der meist gesüßt wird. Sie sind weich, etwas süßlich im Geschmack, wie pancakes. Gefüllt mit Bohnen, Avocado, Tomate, Käse oder so. Supersättigend und seeehr lecker. Mit dickem Bauch fallen wir ins Bett und nach 3 Tagen mit Nachtbussen und schlechtem Schlafen sind wir direkt im Schlafkoma💤
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  • Ch'iyar Quta & Peak Austria

    1 Disember 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 6 °C

    Wir haben heute einen privaten Fahrer engagiert, der uns um 6 Uhr abholt. Es regnet, gewittert , überall Wolken und sieht nicht gut aus… wir zögern kurz und fahren doch los. Aus der Stadt raus, über El Alto auf die Landstraße wieder Richtung TiticacaSee und irgendwann biegen wir auf eine Piste ab… Holprig und mit riesigen Pfützen… wir fahren bis zum Eingang des Naturparks und irgendwann sehen wir tatsächlich Berge! Es regnet auch nicht mehr…
    Vor uns liegt ein Teil der Cordillera Real,
    beeindruckende Gipfel und Gletscher.
    Viele kleinere und größere Seen, die von den Bergen und Gletschern gespeist werden, liegen auf dem Weg nach oben, auch Stauseen befinden sich in der Nähe. Der Peak Austria (5300m) ist relativ leicht zu besteigen, der Condoriri sieht spektakulär aus… wir laufen am Bach entlang nach oben, überall Lamas, Esel und Neuschnee… Am oberen See, Ch'iyar Quta, machen wir eine Frühstückspause. Die Aussicht ist toll, die Berge spiegeln sich im fast kreisrunden See, es wird windiger und die Wolken ziehen schnell, mal sind die Berge zu sehen, mal nicht.
    Wir steigen noch eine Weile auf, auch von oben ist der Blick auf den See toll, aber das Wetter wird schlechter, wir merken die Höhe (die 3 Tage im Tiefland und jetzt wieder Hochgebirge… trotz wochenlanger Akklimatisierung merken wir das ganz schön) und es wird nebelig, Berge weg,schneit, windet… wir überlegen kurz um den See herum zu laufen… aber entscheiden uns dann doch umzudrehen. Wir sind bis auf über 4800 m hochgelaufen…Als wir unten sind sind, ist es wieder klarer 🤷‍♀️.
    Ein bisschen schade, aber wir hatten mit viel Schlimmerem gerechnet, von daher eine tolle kleinere Wanderung.
    Nach einer holprigen Fahrt zurück, mit Blick auf die ewiglangen Bergketten direkt hinter La Paz ( einige 6000er) sitzen wir im Kaffee, holen unser Gepäck ab und fahren mit dem Nachtbus…
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  • 1. Advent in La Paz

    30 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir kommen nach fast 15 Stunden wieder in La Paz an. Der Nachtbus war das älteste Modell ever… Laut und langsam. Wir haben beide nicht viel geschlafen… wir fahren dieselbe Strecke wie nach der dead Road, der Regenwald im Nebel und Wolken. Der Bus fährt max. 20 km/h!
    Wir fahren mit dem Taxi in die Nähe des Airbnb und frühstücken erstmal lecker…gehen zum Supermarkt… passend zum ersten Advent ist hier alles schon so richtig schön kitschig für Weihnachten dekoriert!
    Einchecken, verdreckte Klamotten waschen… und passend zum ersten Advent schlendern wir noch über den Weihnachtsmarkt, direkt bei uns um die Ecke! Der ist riesig und es gibt wirklich alles: Stände nur mit Kugeln, mit Krippen, Krippenfiguren, Jesusfiguren und extra Klamotten, Plastik-Weihnachtbäume in vielen Farben mit und ohne Kunst-Schnee, Lichterketten in allen Varianten, Rauchwerk, Krimskrams, Kinderkarussels, eine Fressmeile, einen kleinen Rummel und eine Ecke zum Spielen: mit Billardtischen, Tischkickern, Lotterien,… langweilig wird es hier nicht!
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  • Schwimmen… oder doch nicht?

    28 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir stehen sehr früh auf, Sonnenaufgang ist angesagt. 10 Minuten Bootsfahrt und dann durch den Matsch auf ein Feld… der Himmel ist halb bewölkt, man könnte meinen vor allem von Moskitos! Das macht nicht so Spaß und wir sind froh, dass wir schnell wieder gehen können.
    Moskitos hat es hier en Masse… wir versuchen uns die ganze Zeit zu verhüllen, aber es ist auch echt warm… die Gummistifwl und die weißen Hemden, die wir bekommen haben helfen, wir sprühen uns ein, aber sind trotzdem zerstochen! Das fieseste ist, dass die Moskitos auf den Stühlen im Boot von unten in die Rückseite der Oberschenkel stechen… 😩
    Nach dem Frühstück gibt’s nochmal eine Spazierfahrt, die drei härtesten gehen schwimmen…. An einer Stelle mit Delphinen, die halten die Caimane fern… Mittagessen und dann geht’s mit dem Boot zurück zu den Minibussen und nach Rurreabaque. Dort kommen wir abends an, verstochen, aber mit vielen tollen Eindrücken!
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  • AnacondaSuche & Pepe

    27 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach dem Frühstück fahren wir Boot, spazieren lange mi Gummistiefeln im Sumpfgebiet umher und suchen nach Anacondas… die Sonne scheint, es ist ganz schön schwül und heiß. Eine Anaconda wird gesichtet und Jimmy in der Guide einer anderen Gruppe haben alle Mühe, sie aus dem dichten Gras zu ziehen, kurz gucken und dann verschwindet sie ganz schnell wieder!
    Ein bisschen gruselig, die ganze Zeit durch Knöchel- bis Knietiefes Wasser zu waren und zu wissen, dass sie überall sind. Aber… sie sind nicht giftig, es sind Schlangen, die ihre Beute erwürgen.
    Mittagessen und Pause und danach geht’s weiter mit dem Boot und irgendwann sichtet Jimmy Pepe. Pepe ist ca. 40 Jahre alt und locker 5 Meter lang. Der Kaiman liegt in Ufernähe, unser Guide und er kennen sich. Er lockt ihn mit Pfeifen zu einem Steg in der Nähe und füttert ihn mit etwas Fleisch. Pepe scheint nicht ganz so hungrig und mag wohl auch eher Hühnchen 😂. Wir sind jedenfalls beeindruckt, hungrig möchten wir ihm nicht begegnen…
    Wir fahren weiter, überall Vögel, Adler, Schildkröten, kleine Affen, große Affen… Bootfahren hier ist wie im Zoo.
    Gegen Abend versuchen wir uns im Piranha-Angeln, sind aber nicht so richtig erfolgreich. Nur Geraldine angelt einen Piranha!
    Wir fahren noch an einem Sunsetpoint, vorbei, es gibt gekühlte Getränke, zwischen Hühnern und Katzen und andern Touris. Dann leckeres Abendessen in unserer Lodge… incl. der gefangenen Fische.
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  • Pampas del Yacuma

    26 November 2025, Bolivia ⋅ 🌧 28 °C

    Pampas del Yacuma liegt in der
    Amazonasregion Beni. Sie liegt am rechten Ufer des Río Beni, in der Nähe des beeindruckenden Madidi-Nationalparks und der Pampas del Yacuma, welche für ihre reiche Biodiversität bekannt sind.
    Der Madidi-Nationalpark ist ein Nationalpark im oberen Amazonasbecken in Bolivien, der 1995 gegründet wurde und eine Fläche von etwa 18.958 km² umfasst. Er erstreckt sich von den östlichen Ausläufern der Anden bis hin zum tropischen Amazonasregenwald, mit einer großen Höhenvariation von etwa 200 bis 6000 Metern über dem Meeresspiegel. Dies führt zu einer enormen Vielfalt an Lebensräumen und einer noch größeren Biodiversität.
    Madidi ist eines der artenreichsten Schutzgebiete der Welt, Heimat von mehr als 1.250 Vogelarten, über 270 Säugetierarten, 200 Reptilienarten, 213 Amphibienarten und einer beeindruckenden Vielfalt an Fischen und Insekten. Zu den bekannten Tieren im Park zählen Jaguar, Brillenbär, Puma, Großer Ameisenbär, Flussdelfin, und viele weitere seltene und bedrohte Arten. Neben seiner tierischen Vielfalt ist Madidi auch für seine Flora mit rund 20.000 verschiedenen Pflanzenarten bemerkenswert.
    Wir (unsere Gruppe besteht aus 9 Personen, Franzosen, Bolivianern und wir) fahren morgens im Regen los (in den Regenwald😂), los gehts über eine erstaunlich gute asphaltierte Straße. Wir sehen Wasserschweine (Capybaras) , Faultiere, riesige Reiher… dann geht’s weiter über Piste. Mit Riesenpfützen, Mittagspause und Essen mit Tucan und Papagei zur Unterhaltung , und dann über 2,5 Stunden mit dem Boot! Wir stoppen oft, der Guide Jimmy stoppt, sobald er Tiere sieht… und das ist oft! Viele Vögel, diverse Affen, manche hoch oben in den Bäumen, weiße Fussdelphine und wirklich alle paar Meter Kaimane! Meistens liegen sie im Wasser, nur der Kopf guckt aus dem Wasser…
    In der Unterkunft angekommen, gibt’s Popcorn Kaffee und Tee.

    Nach dem Abendessen fahren wir nochmal mit dem Boot raus, alle sind vermummt, wegen der Moskitos und manche haben Lampen dabei… denn die Augen der Kaimane reflektieren und man sieht sie überall rot aufblitzen! Wir fahren ein paar Seitenarme vom Fluss ab, mit der Machete wird der Weg freigelegt, ein paar nachtaktive Vögel beschweren sich und fliegen weg, es gibt Glühwürmchen und auch die weißen Fussdelphine sehen wir!
    Ein bisschen gruselig, denn die Boote liegen so tief im Wasser, dass man direkt über der Wasseroberfläche sitzt… Fische springen quasi neben uns… und die Caymane treiben auch dort.
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  • Rurrenabaque

    25 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 31 °C

    Die Strecke von La Paz nach Rurrenabaque beträgt 419 km. Ich werde morgens irgendwann zum Sonnenaufgang wach, leider sitze ich auf der falschen Seite… draußen ist es grün, im Flusstal hängt Nebel und das, was ich zwischen Vorhängen und Bäumen sehe, sieht gut aus. Nach 15 Studen (!!! 28er Schnitt) sind wir am Ziel. Obwohl der Bus alt und klapprig aussah, haben wir gut geschlafen. Wir fahren zum Hotel, lassen die großen backpacks dort und gehen frühstücken… in der French Bakery gibt’s Kaffee, leckere Quiches, Croissants und diverse Gebäcke… alle etwas anders als die Originale, aber super lecker! Der Bäcker kommt tatsächlich aus 🇫🇷! Obstshake gibt’s bei der Nachbarin…
    Wir spazieren ein wenig umher, genießen die 31 Grad, laufen am Rio Beni zurück zum Hotel und faulenzen den restlichen Tag am Pool und in den Hängematten…

    Das Städtchen Rurrenabaque gilt als “Tor zum Madidi-Nationalpark”, einem der artenreichsten Naturschutzgebiete der Welt mit spektakulärer Tier- und Pflanzenwelt. Wir machen morgen eine dreitägige Tour in die Pampas del Yacuma, ein regionales Schutzgebiet im bolivianischen Amazonastiefland!
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  • La Paz

    24 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir starten morgens mit einer FreeWalkingTour. Deniz, unsere Guide, erzählt so Vieles mit einer Riesen Begeisterung für Stadt und Land, wirklich toll!!!
    Zuerst über das Gefängnis, das direkt neben unserem Treffpunkt liegt. Eine Stadt für sich, quasi Selbstverwaltung, die Gefangenen wohnen teils mit Familien hier, verdienen Geld, 20 Beamte bewachen 3000 „Bewohner“. Das heißt sie bilden nur einen Ring. Innerhalb dessen die Bewohner sich selbst organisieren. Über die Jahrzehnte hat sich eine Stadt in der Stadt entwickelt. Es gibt einen Präsidenten, Verwaltung, Handwerker, Geschäfte, Restaurants. Sogar „Taxi“! Die nehmen Besucher an die Hand und führen sie durch das Gefängnis zu ihrem Ziel. Auch Kokain wird produziert, das man hier Zucker nennt. Wenn man lange genug von außen die Fenster betrachtet, kann man die Übergabe nach draußen beobachten, Früher war es in die Nummer 1 Attraktion für Touristen hier reinzuschauen.
    Das Buch ‚Marching Powder‘ gibt einen tollen Einblick… Brad Pitt war so begeistert, dass er die Filmrechte gekauft hat… und sie wartet, dass er vorbeikommt 😂👍
    Wir besuchen den Mercado Belen, traditionell und untouristisch und sehr farbenfroh!
    Die Verkäuferinnen sind fast ausschließlich Cholitas. Das sind hier in Bolivien die indigenen Frauen, die die unverwechselbare traditionelle Kleidung tragen: bunte, mehrlagige Röcke (Polleras), bestickte Blusen, farbenfrohe Schals und vor allem die charakteristischen Melonenhüte, die oft aus den 1920er Jahren europäischer Mode stammen. Neben der Kleidung symbolisiert die Cholita kulturellen Stolz, Stärke, Widerstandsfähigkeit und eine tiefe Verbindung zu den indigenen Traditionen der Aymara- und Quechua-Gemeinschaften.
    Die Cholitas sind heute Botschafterinnen der bolivianischen Kultur. Ihre Kleidung hat eine symbolische Bedeutung: So zeigen die verschiedenen Arten, wie der Hut getragen wird, oft den Familienstand an, und die Röcke mit mehreren Lagen verleihen dem typischen Erscheinungsbild eine besondere Präsenz. Cholitas kombinieren alte Traditionen mit einem selbstbewussten modernen Lebensstil, der in jüngerer Zeit verstärkt Aufmerksamkeit und Respekt in Bolivien und international erhält.
    Weiter geht’s über den Mercado de las Brujas (Hexenmarkt). Hier gibts Heilpflanzen, Amulette, Zauberpulver und rituellen Gegenständen - auch getrocknete Lamaföten, die zb beim Hausbau an Patchamama (Mutter Erde) geopfert werden. Es gibt auch schon vorgefertigte Opfergaben, oft kombiniert mit Bonbons und Alkohol. Man muss nur den Zweck sagen und bekommt ein passendes Paket zusammengestellt.
    Bei großen Projekten reichen Lama Babies nicht. Weswegen man schon mal auf Obdachlose zurückgreift und diese ins Fundament einbetoniert. 😳 Können wir jetzt so nicht richtig glauben, aber wer weiß…

    Weiter geht’s über den Plaza San Franzisco, mit der Kathedrale, gebaut für die indigene Bevölkerung. Die Spanier lockten diese in die Kirche, ließen sie in Spiegel gucken (die diesen unbekannt waren) und behaupteten, das Spiegelbild sei die Seele, gefangen im Spiegel in der Kirche, was die Ureinwohner Zwang, immer wiederkommen… (wie gemein!)
    Das Christentum wird nur von 10% wirklich praktiziert, die anderen sind es nur dem Papier nach.
    Danach laufen wir zum Plaza Murillo, dem Hauptplatz der Stadt. Hier bekommen wir einen Haufen Informationen an neuerer bolivianischer Geschichte, die uns staunen lässt!
    Beispiel: Sie hatten 1946 einen tollen modernen Präsidenten, dessen Reformen der Opposition zu weit ging. Also haben sie die Bevölkerung gegen den Präsidenten so lange aufgebracht bis diese den Präsidenten aus seinem Palast von Balkon geworfen haben, auf ein Pferd gesetzt wurde er dann um d n Platz gejagt und von alle zu tote geprügelt und anschließend an einer Laterne aufgehängt. Inzwischen ist an dieser Stelle ein Denkmal von ihm, weil sie hinterher festgestellt haben, dass er doch nicht so übel war.
    Komprimiert an diesem Platz, dabei ist La Paz nicht mal die offizielle Hauptstadt, sondern Sucre.
    Tolle Führung, sehr detailliert und mit viel Liebe fürs Land und die Geschichte…
    Wir gehen wir Mittagessen und trinken in der Nähe unserer Unterkunft noch einen Kaffee trinken, holen unser Gepäck und fahren zum Busbahnhof, um den Nachtbus nach Rurrenabaque zu nehmen..
    Die Fahrt geht langsam los, erst den Pass hoch und die Straße durch die Berge runter, die wir schon kennen…. gruselig, denn der Bus ist riesig, alt und der Fahrer bremst und bremst…
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  • Sonntagsspaziergang in La Paz

    23 November 2025, Bolivia ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir fahren heute Teleférico!
    Mi Teleférico ist das Seilbahnnetz in La Paz. Gebaut von Doppelmayr!
    Es umfasst zehn Linien (mit unterschiedlichen Farben) mit mehr als 30 Kilometern Gesamtlänge und verbindet zentrale Stadtteile von La Paz mit der benachbarten Stadt El Alto.
    Die Seilbahn fährt auf einer Höhe von über 4.000 Metern und ist ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrs.

    La Paz liegt in einem Canyon des Río Choqueyapu, der in die Hochebene des Altiplano eingeschnitten ist. Die Höhe der Stadt variiert zwischen 3100 und 4100 Metern, und dazwischen ist es auch hügelig. Gondeln statt U-Bahn!
    Ansonsten gibt es Minibusse und Sammeltaxis („Micros“ / „Trufis“), die einen großen Teil der öffentlichen Beförderung in La Paz abdecken.

    Wir kaufen also Tickets und fahren Richtung Valle de la Luna. Der Ausblick aus den Gondeln ist toll, manchmal geht es Recht knapp über Dächer und Dachterassen… und man bekommt einen guten Überblick über die Stadt.
    An der Endhaltestelle der Linie Grün fahren wir mit Minibus weiter.

    Das Valle de la Luna ist ein Canyon mit
    bizarren Lehmtürmen und Erosionsformen, etwa 10 Kilometer südlich des Stadtzentrums. Entstanden durch jahrtausendelange Erosionen von Wind und Wasser, haben sich spitze Felsnadeln geformt, Krater gebildet und tiefen Schluchten/ Löcher. Wir laufen den kleine Rundweg, finden nach einigem Warten den richtigen Minibus und setzen unsere Gondel Rundfahrt fort… bis hoch nach El Alto, eine Stadt die direkt an La Paz grenzt. Hier gibt’s den (angeblich) größten Markt / Feria in Südamerika… entsprechend viel los!
    Sowieso knallt es ab und zu immer mal wieder, Feuerwerk, und überall kleine Fiestas! In unserer Gondel sitzt Christino, der heute Geburtstag hat und der begeistert erzählt, dass hier immer gefeiert wird…
    Wir fahren weiter Richtung Central. Der Regen ist mittlerweile weitergezogen, wir essen gegen 16 h zu Mittag (bolivianische Erdnuss-Suppe…lecker!) und schlendern dann nach Hause.
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  • Nada

    22 November 2025, Bolivia ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute passiert nicht viel, nach einer Nacht in der Nähe der Toilette schlafe ich den ganzen Tag. Der böse Burger war’s.
    Gut, dass wir die Toilette im Zimmer haben und nicht zwei Stockwerke tiefer wie zuvor…
    Jürgen geht zum Supermarkt und etwas essen und abends fühle ich mich langsam besser… hatte einen tollen Privatpfleger ♥️. Wir gucken Glotze. Tag vorbei.
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  • Camino de la Muerte -Death Road 🚵‍♂️🚵‍♀️

    21 November 2025, Bolivia ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir fahren heute Fahrrad! Diesmal Mountain-Bike… und zwar nur bergab! Vom La Cumbre Pass auf 4500 m geht’s 65km runter auf ca 1000m in das Amazonasgebiet.

    Hier ein paar Infos:
    Die Death Road in Bolivien, auch bekannt als Yungas-Straße oder Camino de la Muerte , gilt als eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Sie erstreckt sich über etwa 64 bis 80 Kilometer von La Paz nach Coroico und durchquert dabei verschiedene Klimazonen, vom kalten Altiplano bis zum tropischen Regenwald der Yungas. Die Straße wurde in den 1930er Jahren von paraguayischen Zwangsarbeitern gebaut. Das Straßenprofil ist an vielen Stellen extrem schmal, oft nur drei bis dreieinhalb Meter breit, nur teils mit Leitplanken, mit steilen Abgründen von bis zu 600 Metern Tiefe. Früher fuhren Lastwagen, Busse und Autos auf dieser Strecke, was zu circa 200 bis 300 Todesfällen pro Jahr bis 2007 führte.
    Seit 2007 gibt es eine neue, asphaltierte Umgehungsstraße, weshalb die alte Death Road heute hauptsächlich von Mountainbikern befahren wird, die das Downhill-Erlebnis suchen. Trotz der touristischen Attraktivität bleibt das Risiko hoch, und jährlich sterben immer noch etwa 100 Menschen durch Unfälle auf der Strecke… und man sieht tatsächlich viele Kreuze am Straßenrand.

    Wir haben eine Tour gebucht, wir sind 6 Teilnehmer. Wir fahren aus La Paz erstmal nach oben, über den Pass auf
    4732 m, der Startpunkt liegt auf ca 4500 m. Dort gibt es ein kleines Frühstöck, eine Einweisung und auch Klamotten (schön bunt, wie wir nach der Tour erfahren, auch so bunt, dass man im Norfall besser gefunden wird), auch weil es hier oben kalt ist! Es gibt Protektoren für Ellbogen und Knie und es geht los, erstmal ein paar Kilometer über die Straße, dann fahren wir wieder kurz Bus, wegen Tunnel. Danach geht’s richtig los über die alte Straße. Schotter und Felsen, Wasserfälle (teilweise fährt man drunter durch) und Pfützen. Manchmal steil, aber alles gut machbar! Aber sich vorzustellen, dass hier Laster und Autos in beiden Richrungen fahren, ist schon gruselig! Oft geht es wirklich steil bergab, direkt neben der Straße. Wir machen ab und zu Pausen und warten, bis alle da sind ( wir sind die ältesten, aber nicht die langsamsten 😄) immer ein Guide vorne und einer hinten. Mit der Zeit wird es wärmer und wärmer… wir ziehen die Jacken aus, mit den Protektoren und der langen Hose ist es immer noch warm… aber vielleicht auch besser wegen Moskitos.
    Die Ausblicke sind spektakulär, so tiefe Täler, dass man gar nicht bis unten sehen kann, durchfahren kleine Bäche und unter kleinen Wasserfällen durch … Wir kommen erst gegen Ende an einzelnen Häusern vorbei und nach dem letzten wirklich wackligen Stück sind wir an Ziel! Ca 65 km nur bergab, 3500 Höhenmeter!
    Wir fahren weiter zum Hotel, in dem es Mittagessn gibt und einen riesigen Pool.
    Juhuu!
    Wieder in La Paz bleiben wir auf dem Rückweg vom Supermarkt in einer Bar hängen und probieren Singani (traditioneller bolivianischer Schnaps, der aus der Rebsorte Muscat d’Alexandrie hergestellt wird. Er gilt als Nationalgetränk Boliviens und wird vor allem in den hohen Andenregionen der Departamentos Tarija, Potosí und Chuquisaca produziert. Die Herstellung ähnelt der von Pisco aus Peru und Chile, unterscheidet sich aber dadurch, dass Singani ausschließlich aus Trauben hergestellt wird, die in Höhen über 1600 Metern wachsen.) in Form von Singani Sour… Ganz lecker, aber Pisco Sour ist einfach besser. Wir essen noch einen Burger um die Ecke und fallen ins Bett.
    Zwar nicht nur mit dem Rad… aber insgesamt haben wir heute 8000 Höhenmeter zurückgelegt.
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  • Weiter geht’s nach La Paz

    20 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 14 °C

    Morgens verbringen wir im Hostel im Garten, Grafikkram und Büro. Spätes Frühstück dann downtown in der Nähe der Bushaltestelle… und mittags geht es weiter nach La Paz!
    Wir fahren immer noch am See entlang, der ist wirklich riesig! Immer wieder tolle Aussichten und irgendwann hält der Bus, alle müssen raus und der Bus überquert die Straße von Tiquina auf einer Fähre (naja so ähnlich, sieht wackelig aus…) und die Passagiere mit kleinen Booten. Am andern Ufer geht dann die Straße Nummer 2 normal weiter. Boote statt Brücke.
    Es wird immer städtischer und über El Alto fahren wir nach La Paz runter ins Zentrum. Die Stadt liegt auf einer Höhe zwischen etwa 3.100 und 4.100 Metern über dem Meeresspiegel. die Höhenunterschiede betragen also fast 1000 m. La Paz ist der höchstgelegene Regierungssitz der Welt und Hauptstadt Boliviens. Ihre bekannten Gondeln können wir schon sehen und sind gespannt auf eine Fahrt mit ihnen…
    Am Busterminal nehmen wir ein Taxi ( wir treffen unterwegs an einer roten Ampel Ale, mitten im Gewirr… mit ihm haben wir den Salkantay Trek gemacht, Fenster runter, kurz reden wir mit ihm, er war heute mit 2 andern der Gruppe auf dem Huayna Potosi, über 6000… , das Taxi fährt weiter, der Rest per Whats App), checken ein und freuen uns über ein hochmodernes Airbnb, mit tollem Bad und Küche. Im Vergleich zu den Letzen Unterkünften Luxus! Vor allem das Bad… wir waschen erst mal, gehen dann ein bisschen Obst kaufen und etwas essen… wir wohnen zentral und draußen ist recht viel los… asiatisch essen um die Ecke!
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  • Isla del Sol

    19 November 2025, Bolivia ⋅ ☀️ 9 °C

    Heute geht’s zur Isla del Sol! Sie ist die größte Insel im Titicaca See.
    Wir fahren nach Cha’allapampa im Norden und wandern bis in den Süden nach Yumani, von wo aus wir wieder mit dem Boot zurück nach Copacabana fahren.
    Die Isla del Sol wird auch als spiritueller und kultureller Ort der Inka betrachtet und gilt als deren mythologischer Geburtsort der Sonne.
    Wir laufen zuerst zum Chincana-Labyrinth, eine spirituelle Stätte der Inka, gelegen auf der Nordspitze der Insel mit spektakulärem Blick über den Titicacasee. Es handelt sich um ein komplexes Netz aus verwinkelten Gängen, Kammern und Mauern. Die Ruinen wurden vermutlich als Zeremonienzentrum und Wohnstätte für Priester genutzt.
    Weiter geht es auf Steinpfaden Richtung Süden, immer wieder berghoch und bergab… bei ca. 4000 m merkt man das dann schon, auch wenn es nicht viele Höhenmeter sind. Oben auf dem Gebirgskamm wird es windig und kalt… die Aussichten sind toll, der See sieht aus wie ein Meer, dunkelblau und überall Buchten in helltürkis! Schafe gibt’s, vereinzelt Alpakas und wir sehen einen Bergkarakara!
    Am Zielort angekommen bestellen wir in einem der Restaurants ein Sandwich, das dauert so lange, bis es fertig ist, dass wir bis zum Boot den steilen Berg runter im Laufschritt zurücklegen, weil nur ein Boot um 4 zurückfährt…
    Abendessen im Veggi Restaurant, der Besitzer spricht deutsch und hat 13 Jahre in Stuttgart gewohnt… die Welt ist klein!
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  • Bolivia !

    18 November 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 13 °C

    Adiós Marla, Pedro & Tadeo y Mathilda!
    Adiós Peru!
    Wir stehen früh auf und fahren mit dem Bus weiter nach Copacabana am Titicaca See… das liegt in Bolivien!
    Beide Länder liegen am See.
    Vor der Grenze zu Bolivien hält der Bus und wir müssen zu Fuß weiter, erst Ausreise Peru, dann weiter zum Gebäude Einreise Bolivien und nochmal zum Büro Immigration, das ausgefüllte pdf zeigen. Geht schnell und problemlos. Eine Gruppe Chinesen hat viel Papierkram dabei… wieder mal sind wir froh über einen deutschen Pass. Während wir warten,helfen wir einen Schrank über die Grenzschranke tragen… der wurde mit einer Art Lasten Fahrrad bis hierher gebracht und wird dann hinter der Schranke abgeholt…
    Noch eine kurze Fahrt und wir kommen in Copacobana an, ein eher verschlafener kleiner Ort… Wir checken im Hostel ein, das ist etwas in die Jahre gekommen, aber wir haben im obersten Stock das Zimmer mit Balkon und Ausblick auf den See… wir essen Trucha am Seeufer, spazieren eine Runde umher, telefonieren spontan mit den Kindern, trinken in Halbhöhenlage einen Kaffee und genießen die Aussicht.
    Noch zum Plaza, kaufen was zum Abendessen und genießen den Sonnenuntergang von unserm Balkon..
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  • Puno

    17 November 2025, Peru ⋅ ☀️ 15 °C

    Ausschlafen, Frühstück mit Pedro und
    Marla, ein wenig Shopping (Kappe für Jürgen und Pulli für mich), einkaufen für abends und dann besuchen wir das Museum von Carlos Dreyer (Carlos Dreyer war ein deutscher Maler, Fotograf und Sammler, der Anfang des 20. Jahrhunderts nach Puno kam und 30 Jahre blieb.) Hier gibt es Vieles aus der Prä-Inka-Zeit und der Inka Zeit - gut erhalten und wir bekommen eine Privatführung, toll! Wir trinken nebenan in der Casa del Corregidor ( eins der ältesten Kolonialhäuser der Stadt, toll und bunt renoviert mit Café) einen Cappuccino.

    Zum Mittag gibt’s Obstsaft in der Markthalle und dann Sushi!

    Nachmittags sitzen wir im schönen Inmenhof unseres Airbnbs, ich arbeite to-dos für Patenschulen.de ab, mache Grafiksachen, Jürgen bucht diverse Verbindungen, Unterkünfte …
    AbendSnack mit unsern beiden Vermietern.

    Unser letzter Abend in Peru.
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  • Islas de Uros & Taquile… Titicaca See

    16 November 2025, Peru ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute geht’s aufs Wasser - Titicaca See!
    Der höchstgelegene schiffbare Binnensee der Erde! 3812 m hoch!
    Wir besuchen erst die schwimmenden Inseln der Uros und dann die Insel Taquile.

    Die Volksgruppe der Uros lebte schon vor den Inkas am See und flüchtete als die Inkas kamen aufs Wasser.
    Sie bauten schwimmende Inseln und konnten so ihre Unabhängigkeit bewahren.

    Wir besuchen eine der 150 schwimmenden Inseln. Da aufgrund rückläufiger Fischbestände der Tourismus wichtig geworden ist, entscheidet das Oberhaupt jeden Tag neu, welche der Inseln besucht werden kann… gerechte Verteilung, so kommt jeder mal dran, denn es werden selbst hergestellte Produkte verkauft. Das Leben verläuft auch heute noch nach alten Traditionen.

    Wir werden winkend empfangen.
    Auf der Insel, die wir besuchen ist Eva der Chef… Es leben 20 Personen hier.
    Wir bekommen eine sehr anschauliche Vorführung über den Bau der Inseln:
    Es werden Wurzel-Blöcke der Schilfs geschnitten, die dann aneinander gebunden werden, damit sie zusammenwachsen. Diese sind sehr leicht. Wenn sie sich verbunden haben, wird getrocknetes Rotorua Schilf von einer Dicke von einem Meter darauf verteilt, komprimiert wir es durch Fußballspielen! Die obere Schicht wird immer wieder in regelmäßigen Abständen erneuert - das Laufgefühl ist sehr fluffig! Die Insel, auf der wir uns befinden ist bereits 30 Jahre alt und mehrere Meter dick! Gut, dass der See an der tiefsten Stelle fast 300 m tief ist!
    Aus dem Rotorua Schilf werden übrigens auch Boote und viele Alltagsgegenstände gefertigt! Essen kann man es auch und es hilft, damit die Zähne weiß bleiben. Wir probieren, es ist saftig, ohne großen Eigengeschmack.
    Wir dürfen die Häuser besichtigen und natürlich gibt es Stände mit Selbstgemachtem… wir kaufen ein besticktes Kissen.
    Zum Dank unseres Besuches wird gesungen: in Aymara (Sprache der Uros), in Quechua und Englisch.
    Wir verabschieden uns und fahren weiter in den See hinaus, Richtung der Insel Taquile, mehr als eine Stund Fahrt auf dem tiefblauen See. Oben auf dem Deck ist es kalt, aber die Aussicht toll!

    Auf Taquile angekommen, laufen wir 2 km zum Plaza de Armas, genießen die Aussicht, besuchen die Kirche, die Asociacion Artisanal in dem Frauen ihre gewebten, gestrickten und gehäkelten Sachen verkaufen, schauen uns einen lokalen Tanz an und essen dann in einem kleinen FamilienRestaurant mit Blick auf den See lecker zu Mittag!
    Das Wasser leuchtet blau, teils türkis, erinnert fast ans Mittelmeer, nur die 9 Grad Wassertemperatur sind anders 🤣
    Es geht mit dem Boot zurück zum Hafen, diesmal ist die Sonne recht heiß!
    Wir spazieren noch ein wenig durch die Stadt, trinken einen Cappuchino und treffen Sandra und Marc aus der Schweiz, die ähnlich alt und ähnlich unterwegs sind… sehr nett!
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  • Weiter nach Puno

    15 November 2025, Peru ⋅ 🌬 8 °C

    Morgens planen wir, sitzen im Garten von Álvaro und sein Hund springt um uns rum. Nachmittags stehen wir mit dem Taxi ewig im Stau, wir müssen zum Busbahnhof und fahren weiter nach Puno… deswegen auch nur Bilder aus dem Bus! Wir fahren über ein Hochplateau, über 4600m, tolle Landschaft, zum Sonnenuntergang ein See… schööön!
    Wir kommen mit Verspätung in Puno an. Liegt am Titicaca See auf 3800m. Wir fahren mit den letzten Soles zu unserem AirBnB. Der Knaller, ein Haus mit Innenhof von 1918. Der Besitzer Pedro und seine Frau begrüßen uns herzlich und zeigen uns die Räume, u.a. auch das Wohnzimmer voll mit Bildern und Büchern, ein verstimmtes Klavier steht in der Ecke. Kultur-historische Ausstrahlung. Wir finden es super.

    Pedro führt uns zum Geldautomat, danach schlendern wir durch die Stadt (Plaza de Armas, Fiesta del Libro/Musica…) hier ist viel los, essen noch einen Burger und sitzen eine Weile am Parque Pino…
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  • Yanahuara

    14 November 2025, Peru ⋅ ☀️ 20 °C

    Nachdem Frühstück genießen wir den Blick, die Ruhe… Papierkram erledigen (ja, auch unterwegs), den Garten und machen nachmittags einen Spaziergang nach Yanahuara, eines der traditionellsten Viertel Arequipas mit engen Kopfsteinpflasterstraßen und zahlreichen historischen Gebäuden aus Sillar, weißem Stein. Wir laufen zum Mirador mit den 10 Rundbögen, von wo man einen schönen Blick auf die Stadt und die Vulkane hat… wir sind jetzt aber tatsächlich schon verwöhnt, was den Ausblick angeht! Wir essen in einem kleinen Kaffee Empanadas auf der Dachterasse und spazieren während des Sonnenuntergangs heim.Baca lagi

  • Colca Canyon day 2

    13 November 2025, Peru ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir wandern um 4.40 Uhr los! Ohne Frühstück! Die Erfahrungen des Veranstalters, das Leute mit vollem Bauch und Höhenproblemen,gepaart mit der Anstrengung nicht guttut, können wir nachvollziehen, aber einen Tee hätten wir schon getrunken. Naja. Riegel und Wasser haben wir.
    Es geht also im fast Dunkel los, und zwar haben wir über 100(!) Höhenmeter vor uns, auf 4 km. Es ist steil, steinig, oft gibt es große Stufen durch Felsen, der Ausblick ist toll und nach 2,5 Stunden sind wir oben. Steigung 20-30%!
    Wir machen ein Gruppenfoto, laufen noch 30 Minuten ‚Inka-flat‘ (ähnlich dem Nepali geradeaus… denn flach gibt es hier nicht!!!) bis zum Frühstück. Endlich, alle haben Hunger!
    In Yanque besuchen wir die heißen Quellen (verschiedene Becken mit bis zu 43 Grad), entspannen im Wasser, Baden im Fluss und essen danach zu Mittag.
    Unterwgs stoppen wir, weil tatsächlich ein Anden-Condor weit oben am Himmel zu sehen ist! Es gibt in der Gegend nur noch ca. 20 Stück, sie stehen unter Naturschutz! Sie leben übrigens monogam und wenn der Partner stirbt, isst der Hinterbliebene nichts mehr und stürzt sich zu Tode…
    Wir stoppen auf 4900 m, hier hat man eine tolle Aussicht auf die Berge in der Umgebung, auch auf den Gletscher, aus dem der Amazonas entspringt!
    (SANBANCAYA sowie die Vulkane HUALCAHUALCA, AMPATO, MISTI und CHACHANI)
    Wir fahren durch das Nationalreservat Salinas und Agua Blanca und sehen Vikunjas ( übrigens sind Produkte aus deren Wolle sehr teuer, sie leben wild und können nur alle 3 Jahre geschoren werden) Lamas, Alpakas, Anden-Gänse.
    Last stop pampacanahuas.
    Wir fahren um den Vulkan Chachani Richtung Stadt und staunen über deren Ausmaße!
    Wieder in Arequipa trinken wir noch leckere Obstsäfte in der Markthalle San Camilo, denn uns kratzt der Hals ( der Wechsel aus stechender Sonne, kaltem
    Wind, schwitzen und Höhe ist anstrengend gewesen…) und wir brauchen Vitamine…

    Insgesamt nur 6,7 km, aber 1123 bergauf

    Wer will kann beim Footprint oben auf die Karte klicken, dann erscheint die Karte in 3D und man sieht, wie steil es ist!
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  • Colca-Canyon day 1

    12 November 2025, Peru ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir werden um 2:40 Uhr vom Taxi abgeholt… puh, das ist früh!
    Nachdem alle im Bus sind, fahren wir 3 Stunden bis zum Frühstück in Chivay, stoppen anschließend am Aussichtspunkt Cruz del Condor, aber heute lässt sich kein 🦅 blicken, der Ausblick in die Schlucht ist aber grandios!
    Wir fahren bis Cabanaconde (3.287 m) und starten unsere Wanderung!
    Um uns herum liegen 10 Vulkane, Erdbeben sind nicht selten und es wird einem schon ein wenig komisch, wenn man dann die schmalen Pfade sieht, die sich im Zickzack den Berg herunter winden…
    Der Canyon hat eine Länge von rund 100 Kilometern und erreicht eine Tiefe von bis zu 3.400 Metern, was ihn tiefer als den Grand Canyon macht ( dritt tiefste Schlucht der Erde, 1000m) Er ist bekannt für seine beeindruckenden geologischen Formationen, terrassenförmigen Felder, die seit Jahrtausenden von Einheimischen bewirtschaftet werden, sowie seine reiche Vegetation und Biodiversität.

    Wir bekommen vom Guide eine kurze Sicherheitseinweisung: „Achtet auf den Weg, macht kein Quatsch, sonst fallt ihr tief und seid Condor Futter. Rettungs-Helicopter kommt auch nicht“

    Na dann los!

    Unsere Wanderung führt durch verschiedene Landschaftszonen mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Canyon, vorbei an Kakteen, alpinen Pflanzen und lokalen Dörfern. Das Tal wurde bereits von Prä-Inka-Völkern besiedelt, deren Terassen immer noch genutzt werden. Die Bewässerung kommt von den Gletschern ringsum!

    Nach vielen Höhenmetern nach unten essen wir in San Juan zu Mittag und wandern anschließend etwa 3 Stunden weiter durch Avocadoplantagen, Feigen, an Kanälen entlang, vorbei an riesigen Agaven und Kakteen, mit Stop bei einem Bauern mit MeerschweinchenZucht zur Oase Sangalle , wo wir übernachten, mit Pool, Yippieh! Das Flusswssser im Pool tut gut!

    Gelaufen sind wir heute 16 km über steinigsteile Trampelpfade, 1627 bergab, 442 bergauf und wir haben Blasen an den Füßen! Als wir die Felswände von unten betrachten, können wir gar nicht glauben, dass es dort einen Weg gibt, der von ganz oben nach unten führt und den wir gelaufen sind.

    Wer will kann beim Footprint oben auf die Karte klicken, dann erscheint die Karte in 3D und man sieht, wie steil es ist!
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  • Arequipa 2

    11 November 2025, Peru ⋅ ☁️ 21 °C

    Sonnenaufgang mit Vulkanen direkt aus dem Bett… Aber wir schlafen dann nochmal eine Runde, denn es ist noch sehr früh (Sonnenuntergang dafür aber auch um kurz vor 6!)
    wir frühstücken und machen eine FreeWalkTour durch die Stadt. Der Guide betont den Aussichtspunkt, zu dem man fahren soll, wir grinsen uns an, weil wir 50 m daneben wohnen… wir schauen die Altstadt an, testen fermentierten Chicha (nicht chicha morada aus lila Mais, das ist auch lecker), erfahren viel über die Geschichte der Stadt, besuchen ehemalige, herrschaftliche Häuser, die zum Teil jetzt Museen oder Kunstbetriebe sind und enden bei einem Familienbetrieb, der Wolle herstellt.
    Wir kaufen auf dem Markt Gemüse und Obst fürs Abendessen und sitzen noch bis zum Sonnenuntergang im Garten! Dieser Blick… schöööön!
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  • Arequipa

    10 November 2025, Peru ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir kommen morgens um 6.30 h in Arequipa an. Schon vor den Ankunft sind zwei der drei Vulkane zu sehen…
    1) Misti: Ein 5822 Meter hoher Schichtvulkan, der das Stadtbild von Arequipa dominiert und als Wahrzeichen gilt. Er liegt unmittelbar neben der Stadt. Der letzte größere Ausbruch war 1784, der Vulkan gilt aber als schlafend und weiterhin aktiv.
    2) Chachani: Ein 6057 Meter hoher Vulkan, der zusammen mit Misti nahe Arequipa liegt. Der Vulkan ist derzeit ruhend (dormant), aber aufgrund seiner Nähe zur Stadt Arequipa wird er als hochrisikoreich eingestuft.
    3) etwas weiter weg: Simbral ist ein Berg in der Nähe von Arequipa in Peru und gehört zum Pichu-Pichu -Vulkanmassiv. Mit einer Höhe von etwa 5300 Metern ist er einer der niedrigeren Vulkane der Region.

    Wir haben beide nicht so ganz gut geschlafen, meine Uhr hat unterwegs mal 4600 und 4800 angezeigt, vielleicht deshalb. Erstmal lecker Frühstück und Kaffee… mit Sauerteigbrot! Danach können wir unser Gepäck netterweise bei unserem Vermieter in der Sprachschule abstellen und laufen erstmal zur Plaza de Armas und sitzen eine Weile in der Sonne, glotzen und freuen uns über mildere Temperaturen.
    Wir laufen ein bisschen durch die Stadt, kaufen ein paar Sachen im Supermarkt und um 12 nimmt unser Vermieter uns mit dem Auto mit. Wir wohnen etwas außerhalb, schöne Wohnung mit Garten und Pool und vor allem eine Mega Aussicht (sogar aus dem Bett)auf einen der drei Vulkane Arequipas: Misti.
    Neben unserem Eingang ist einer der beliebtesten Aussichtspunte, wir haben das Umsonst. Der Knaller!!!
    Wir waschen ( wir haben fast nichts sauberes mehr), duschen, kochen, genießen die Aussicht…
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