Es geht los! Start ist in Celle Zwischenziele: Hamburg, Lübeck, Kiel, Flensburg, Hirtshals, Kristiansand, Setesdal Hardangervidda, Jotunheimen, Rondane, Dovrefjell Zielort: Trondheim (Norwegen) Im Herbst geht es dann wieder in Deutschland weiter :)
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  • Day129

    Tag 128 & 129

    September 28 in Germany ⋅ ⛅ 6 °C

    -TAG 128/129-

    Eine sehr große Freude an Tag 128, nach ca. 10 Km bei Arthur, Karin und ihren Kindern Theo und Ivonne anzukommen. Jetzt gibt's erstmal beste Gesellschaft, viel Ruhe und Essen 😁

    Die Zeit hier genieße ich richtig und fühle mich wie Zuhause.

    Am Donnerstag Abend geht's dann mit Ivan und seinem Onkel weiter durch den Pfälzer Wald.

    Ich werde diese Tage etwas weniger schreiben, da die Zeit voll und ganz meinen Freunden gewitmet wird.

    Liebe Grüße, Gena
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  • Day127

    Tag 126 & 127

    September 26 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    -TAG 126-

    Der Tag startet mit Regen und etwas stärkerem Wind.

    Um ca. Fünf Uhr stehe ich vor einer Hütte vom Pfälzer Wald Verein Olsbrücken. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn sie haben nur Sonntags geöffnet. Drinnen gibt es erstmal drei Stückchen Kuchen und sehr nette Gespräche.

    Plötzlich wird mir Essen angeboten. Ob ich nicht etwas mitnehmen will. Sie schließen gleich und hätten noch einiges über. Fünf Stückchen Kuchen, drei Würstchen, Sauerkraut, Brot und vier Fleisch Klößchen werden mir eingepackt.

    Was soll ich sagen? Wieder mal unglaubliches Glück 🍀 Wenn man nichts erwartet, bekommt man am meisten.

    Vielen lieben Dank an euch Leute vom Pfälzer Wald Verein Olsbrücken! Ihr habt mir eine große Freude bereitet.

    Als ich die Hütte verlasse, läuft draußen aus den Lautsprechern "could you be loved" von B.Marley.

    Ein paar hundert Meter weiter und die Sonne zeigt sich zum ersten Mal heute. Und wie sie sich zeigt, in voller Pracht. Der Sonnenuntergang ist so schön, dass ich auf einer Bank ein paar Minuten abwarte und es genieße. Was für eine tolle Stimmung.

    Gerade noch so, ohne die Kopflampe benutzen zu müssen, erreiche ich einen Grillplatz mit zwei Hütten und einer Quelle.

    Das Festmahl Abends war grandios. Alles mega lecker!, trotzdem nicht alles geschafft. Liegt wohl an den 6 Stückchen Kuchen im Vorfeld. Nicht schlimm, bei den Temperaturen bleibt es gekühlt und der Rest wird morgen verspeißt.

    -TAG 127-

    Morgens kommt ein Auto zum Grillplatz angefahren. Ein Frau steigt aus und geht in den Wald.

    Ich lasse es langsam angehen und frühstücke erstmal was von dem was gestern übrig geblieben ist.

    Die Frau kommt wieder, legt was aus ihrer Tasche ins Auto und bevor sie wieder in eine andere Richtung in den Wald geht, spreche ich sie an, ob sie Pilze sammelt. Genau das tut sie. Und zwar Steinpilze, ein paar hat sie schon gefunden. Ich wünsche ihr noch schöne Funde.

    Ein paar hundert Meter nach der Hütte, finde ich auch einen prächtigen Steinpilz, den ich zurück zum Platz bringe und auf's Autodach von der Pilzsammlerin lege. Sie wird sich bestimmt freuen.

    So jetzt aber los. Und wenn treffe ich wieder?, die Pilzfrau. Mit einem Stoffbeutel voller schöner Fichtensteinpilze. Na das hat sich aber gelohnt!

    Die Wege durch den Wald sind sehr schön. Doch am Nachmittag ein Abschnitt auf Straßen und Fahrradwegen, bevor es wieder auf den sandigen weichen Pfälzer Waldboden geht.

    Abend's komme ich an eine riesige Hütte ohne Seitenwände. Das Tarp dient als einseitiger Windschutz, denn die Windböen sind ganz schön stark.

    Liebe Grüße, Gena
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    Traveler

    🤗🥰👍

    Traveler

    🤩🤩🤩

    Traveler

    😯

    Traveler

    Tolle Eindrücke 😊😊😊!

     
  • Day125

    Tag 124 & 125

    September 24 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    -TAG 124-

    Rein in den nassen Schuh und los geht's.
    Erstmal ein paar Kilometer auf den geradlinigen Wegen des Europäischen Fernwanderwegs E3, durch den schönen Wald des Hunsrücks.

    Eine Jägerhütte läd zur Frühstückspause ein.
    In der Zeit trocknet mein Schuh in der Sonne komplett.

    An der Dollberg Quelle gibt es Wasser, leider kein richtiges. Bei dem Quellwasser handelt es sich um Likör. Zum Glück ist auch was normales da. Ich zische mir eine Apfelschorle.

    Auf dem keltischen Ringwall von Otzenhausen laufe ich ein bisschen herum.
    Der Ringwall ist eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Erbaut im ersten Jahrhundert vor Christus zeugen noch heute zehn Meter hohe Mauern von dem monumentalen Denkmal.

    Kurz vor dem Bostalsee hole ich mir beim Bäcker was zu naschen. Auf einer Bank, direkt am See, wird es verspeißt. Ein Schild verrät mir, hier sind vor ein paar Tagen die Ärzte aufgetreten. Oha, die gibt's noch?

    Dort spreche ich auch mit einem Angler der gerade mit seinem Boot ans Ufer kommt. Ein paar Barsche sind im Kescher gelandet. Zander sollen hier auch gut gehen verrät er mir.

    -TAG 125-

    Nach einem Frühstück mit 200g Käse und Knäckebrot, aber dieses ganz harte, wo ordentlich was hinter steckt, geht es weiter.

    An einer Schutzhütte, der Naturwanderfreunde Ostertal, sitzen vier ortsansässige und trinken Bierchen. Diese Schutzhütte ist sogar bewirtschaftet. So eine Art von Hütte ist selten. Also wird Pause gemacht und mit den Leuten geredet, die ich, wegen ihres saarländischen Dialektes, kaum verstehe 😅 Der Typ an der Theke meint, ich könnte hier sogar pennen. Die Hütte ist auch geöffnet, wenn keiner da ist. Nur der kleine Raum hinter der Theke wird abgeschlossen.

    Viel auf Asphalt gelaufen die letzten zwei Tage. Dazwischen immer mal wieder schöne Abschnitte auf Waldboden oder Feldwegen. Auf kleinen, verschiedenen, regionalen Wanderwegen und auf der inzwischen alten Wegführung des NST.

    Mein Ziel ist momentan ein anderes, als auf Premium oder gar "Top Trails of Germany" zu wandern.

    Ich gehe zu einem Freund, den ich länger kenne, als ich mich erinnern kann. Er wohnt im nördlichen Teil des Pfälzer Waldes. Dort wird ein Ruhetag eingelegt. Danach geht es für ein paar Tage, mit mehreren Freunden, Richtung Süden durch den Wald.

    Liebe Grüße, Gena
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    Pura-Vida

    Mit dem NST hast du automatisch ganz viele Premiumwege vereint-ein Projekt für die nächste Saison🤣

    GenaGeht

    das stimmt ✌️

     
  • Day123

    Tag 122 & 123

    September 22 in Germany ⋅ 🌙 6 °C

    -TAG 122-

    Die Sonne scheint genau auf die Terrasse der Teufelshütte. Erstmal entspannen und dem Körper etwas Ruhe gönnen. Gegen 13 Uhr geht's weiter auf dem Trail.

    Unterwegs ein Ehepaar, die Frau hält einen Jutebeutel in der Hand. Meine Vermutung, dass es sich um Pilze handeln könnte, bestätigt sich. Die vermeintlichen Steinpilze und Pfifferlinge sind leider keine, aber die Schirmlinge ok.

    Bei der rekonstruierten Keltensiedlung Altburg, ein Kiosk der gleich schließt. Kuchen gibt's aber zum Glück noch.

    Das Ehepaar kommt nach, sie gesellen sich, mit einem Stück Kuchen, zu mir. Ein nettes Gespräch entwickelt sich. Ich bekomne zwei kleine Tafeln Schokolade geschenkt und sogar einen Schlafplatz in ihrer Heimatstadt angeboten 🍀

    Vom Soonwaldsteig geht es direkt rüber auf den Saar Hunsrück Steig.

    Abends etwas auf dem Mittelalterpfad um zu einer Schutzhütte zu kommen. Nein, gleich zwei und ein Aussichtsturm dazu.

    -TAG 123-

    Im Herrsteiner Dorfladen besorge ich mir etwas Proviant Nachschub.

    Mit einem Marmorkuchen und Kakao genieße ich an einem Picknicktisch das Freiluftleben.

    Eine 95 jährige Frau mit ihrem Sohn kommt vorbei und fragt ob sie sich zu mir setzen können. Der Sohn meint, ob ich wohl schon viel gelaufen bin? Weil meine Oberschenkel so weiß und die Waden so braun sind. Gut erkannt! Ich erzähle von meiner Wanderung und die Frau von früher, wie sie damals auch sehr viel gegangen sind. Zum Beispiel zehn Kilometer ins nächste Dorf zum Tanzen und natürlich auch wieder zurück. Sie sind begeistert und wünschen mir dass es so weiter geht.

    An einem Wanderparkplatz fragt ein Student der beim Nationalparkamt Hunsrück arbeitet, ob ich ein paar Minuten Zeit für eine Umfrage habe.

    Zwei weitere Personen füllen gerade den Zettel aus, als ich mich mit dem Studenten unterhalte und bekommen von der Fernwanderung mit. Als sie gehen wollen, fragen sie mich ob ich Geld für was zu Essen brauche 😅 Nach dem ausfüllen gibt's Gummibärchen. "Nimm dir so viele du willst, keine scheu", sagt der Student. Gesagt, getan 😁

    Kurz vor meinem Rastplatz, rutsche ich an einer Quelle ab und lande mit dem rechten Fuß voll in einem Wasserloch. Gut dass ich da bin 😆

    Der Hunsrück ist echt ne schöne ruhige Gegend.
    Die wenigen Kilometer gestern und heute, auf dem Saar Hunsrück Steig, haben auch überzeugt. Den Weg, mit seinen etwa 400Km, sollte man sich mal genauer anschauen.

    Liebe Grüße, Gena
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    Traveler

    Zehn Kilometer laufen ( ins Kino ), kenne ich von meinen Eltern auch noch. Ist schon witzig, aber 500 Meter zum Bäcker läuft heute gefühlt kein Mensch mehr 😅😅🤷‍♂️!

    GenaGeht

    der fußbus ist out 😅

    Traveler

    Wunderschön!!

    Traveler

    🙋‍♀️

     
  • Day121

    Tag 120 & 121

    September 20 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    -TAG 120-

    Morgens ein ungewohntes Geräusch. Der Wecker klingelt, ich darf das Frühstück nicht verpassen. Die Nacht war kurz, nicht einmal fünf Stunden schlaf, aber es sollte reichen.

    Um kurz vor zehn, draußen vor der Jugendherberge, bereit los zu gehen, kommen zwei junge Mädels mit Wanderrucksäcken aus der Herberge. Sie sind letzte Woche den Soonwaldsteig gelaufen geben mir gute Tipps und einen Pocketguide für den Weg mit.

    Nach ein paar Kilometern auf dem Rheinburgenweg und Steckeschlääferkamm gelange ich schließlich auf Soonwaldsteig, dem ich folgen werde. Nicht komplett aber einen großen Teil davon.

    Zwei Tageswanderer laufen etwa in meinem Tempo in die selbe Richtung. Zusammen laufen wir bis zu einem Aussichtsturm, dem Salzkopf.

    Hier ist kaum was los, man trifft nicht viele Menschen. Die herrlichen Buchenwälder, sattgrünen Nadelwälder, sind bis auf ein paar Windräder direkt am Weg, sehr ruhig.

    Die Schutzhütte für den Abend ist nicht so Hängematten freundlich, aber mit etwas gefummel hängt die Matte.


    -TAG 121-

    Nach nur kurzer Zeit unterwegs, eine Frau auf dem Weg, die so viele Pilze in den Händen hält, wie sie nur tragen kann. Da muss ich natürlich nachhaken. Es sind Steinpilze und flockenstielige Hexenröhrlinge, in ihrer Kaputze sind noch mehr davon.

    Die Frau heißt Manu und ist mit ihrem Hund Mahima unterwegs. Wir unterhalten uns ein bisschen und schon bietet sie mir an mit zu kommen. Ich könnte bei ihr duschen und was essen. Eine Dusche brauche ich momentan nicht, aber zum Essen kann ich nicht nein sagen 😁

    So sitze ich ein paar Stunden bei Manu und genieße die Gesellschaft und das sehr leckere Essen. Rührei von den eigenen Hühnern, Brot, Aufstriche etc. Joey, ein guter Freund von Manu ist auch da und hat viele spannende Geschichten von seiner Zeit als Kameramann, wo er sehr viel gereist ist, zu erzählen. Von Manu erfahre ich auch viel Interessantes und außerdem zeigt sie mir ein paar gute Yoga Dehnübungen, die meine Abendroutine ergänzen werden. Damit kennt sie sich gut aus, sie gibt nähmlich Yoga Kurse.

    Wahnsinn, wieder so eine umwerfende Gastfreundschaft zu erleben. Nach einem so kurzen Gespräch eingeladen zu werden. Das Herz offen und lieb, das ist Manu! Vielen vielen Dank, hat mich sehr gefreut mit euch ein paar Stunden zu verbringen! 🍀

    Zurück auf dem Trail ist es an vielen Stellen so ruhig dass ich den Flügelschlag der großen Vögel höre.

    Am Aussichtsturm Alteburg wird Pause gemacht und auf der Karte geschaut wie weit es heute noch ungefähr geht.

    Die Teufelshütte kommt in etwa 10Km. Die Mädels von der Herberge haben mir die Hütte sehr empfohlen. Aber es ist schon fast 19 Uhr, bald wird es dunkel. Also weiter geht's.

    Einer der vielen Fichtensteinpilze am Wegesrand wandert mit und wird das Abendessen aufwerten.

    Langsam wird es immer dunkler. Mit Kopflampe geht es weiter. Eine kleine Nachtwanderung ist doch auch was schönes. An einem Abschnitt geht es einen steinigen, steilen Weg runter. Puh, damit habe ich nicht gerechnet.

    Um etwa halb Zehn an der Teufelshütte angekommen, staune ich über diese. Eine märchenhafte Hütte. Die kleine Nachtwanderung hat sich mehr als gelohnt.

    Elf Personen aus der Gemeinde Hennweiler haben sie in freiwilliger Arbeit errichtet. Das merkt man, hier steckt viel Liebe drin. Es gibt sogar ein Wasserdepot, wo man sich gegen eine freiwillige Spende was nehmen kann. Das Geld fließt in die Ausstattung und den Erhalt der Hütte. Eine Empore zum schlafen, Strom von einem Solarpanel. Draußen viele Bänke, eine Feuerschale, Schaukelpferd für Kinder, eine tolle Aussicht, viele liebevolle Details uvm.

    Die Blockhütte soll Wanderern, die den Soonwaldsteig laufen, die Möglichkeit geben, dort zu rasten, sich vor einem Unwetter zu schützen oder eben dort zu übernachten. Die Hütte steht jedem offen, eine Übernachtung kostet nichts. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dieses Motto gilt nicht nur in den Bergen, sondern auch im Soonwald.

    Liebe Grüße, Gena
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    Traveler

    ..... das ich den Flügelschlag der großen Vögel höre - sehr schön formuliert 😊🙋‍♂️!

    Traveler

    Bezaubernde Stimmung 😊😊😊

    Traveler

    🤤

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  • Day119

    Tag 118 & 119

    September 18 in Germany ⋅ 🌧 11 °C

    -TAG 118-

    Möchten sie auch eine Traube?, fragt eines der kleinen Mädchen die mitgekommen ist um ihren Eltern beim Trauben lesen zu helfen. Immer mehr Leute kommen an die Hütte und bringen Grillzeug etc. Nach der Arbeit kommt das Vergnügen.

    Vorbei an einer der alten Stein Hütte, die sogenannten Wingerts-Häuschen. Sie dienten dem Winzer damals als Unterschlupf bei schlechtem Wetter, aber auch als Wassersammler. Das Wasser wurde für die "Spretzbröh" benötigt, die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurde.

    Ein persönlicher Erstfund direkt am Weg, über den ich mich freue. Ein Leberreischling. Die Konsistenz erinnert an ein saftiges Steak. Ein Schwächeparasit der Fäule im lebenden Holz erzeugt. Das Holz verfärbt sich dabei allmählich braunrot, obwohl der Pilz eigentlich ein Weißfäuleerzeuger ist. Als Forstschädling gilt er aber nicht, weil er nicht so oft vorkommt und für das Zerstörungswerk Jahrzehnte benötigt.

    Mit etwa 860 Einwohnern ist Kaub die kleinste Stadt in Rheinland Pfalz. Interessante Atmosphäre, wenn man so durch die kleinen Gassen schlängelt. Touristen wird auch einiges geboten.

    Da hat wohl jemand seinen Schlafsack vergessen. Vor einer gemütlichen Höhle liegt nähmlich einer.

    Vom Mittelrheintal geht's durch das Tor zum Rheingau zu einer kleinen Bude mitten im Wald. Die Grenzhütte, leider ein bisschen zu spät, denn sie ist schon geschlossen.

    Jemand schon mal einen Weinautomaten gesehen? Schon der dritte der heute auf dem Weg ist. Personalausweis durchschieben, dann öffnet sich die Box. Bezahlt werden kann auf verschiedene Art und Weise.

    Die Idee für den Abend. An einer Burgruine meine Hängematte aufhängen. Doch ein Bauzaun steht davor. Kein unüberwindbares Hinderniss, aber ich lasse es lieber und laufe weiter bis zur nächsten Schutzhütte.

    -TAG 119-

    Die Hexenküche, oder einfach ein Tisch mit verschiedenen Produkten wie Marmelade und Sirup, stehen an einer Schutzhütte herum. Nix für mich dabei. Aber nett.

    Ein Fuchs, der sich nicht aus der Ruhe lassen bringt, dient mir unterwegs als Foto Motiv.

    Nach fast neun Tagen, 251 Kilometern + einigen Umwegen zu Supermärkten, verlasse ich den Rheinsteig in Assmannshausen und laufe ein paar Kilometer direkt am Rhein, neben der Straße, auf einem Fahrradweg bis nach Rüdesheim entlang.

    Auf einem Schild steht "dieser Weg führt nicht nach Rüdesheim". Na das wollen wir doch mal sehen. Zur Not geht's über die Steinpackung direkt am Ufer. Auf meiner Karte sieht es nähmlich so aus als ob er genau dahin führt. Das tut er auch, nur die letzten 200m sind nicht fertig, ist aber kein Problem.

    Das ist der teuerste Fahrradweg des Landes.
    Ganze 64 Millionen Euro für 5,5 Kilometer Strecke
    Der Radweg führt von der hessisch-rheinland-pfälzischen Landesgrenze bei Lorchhausen nach Rüdesheim. Im Dezember 2006 war der erste "symbolische "Spatenstich. Die Gesamtbauzeit sollte acht Jahre dauern.
    Wenn die letzten Meter einmal geschafft sind, wird der Radweg nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums 115 Millionen Euro, für insgesamt 11,3 Km gekostet haben. Hahaha 😅

    Ein Schnitzel mit Pommes gibt es nach der Überfahrt mit der Fähre über den Rhein nach Bingen.

    Eine Fahrradfahrerin mit vielen Fahrradtaschen kommt mir entgegen. Ob sie eine lange Tour macht, ist meine Frage. So lerne ich Annabelle kennen, die in Barcelona gestartet und auch schon länger unterwegs ist. Sie macht ein Interview mit mir und stellt mir Fragen über meine Beziehung zur Natur. Ihr Projekt "Mano de obra" befasst sich mit den verschiedenen Perspektiven der Menschen zur Natur. Wenn ich das richtig verstanden habe, setzt sie die Ergebnisse dann auf eine künstlerische Art und Weise um. Hat mich sehr gefreut sie zu treffen!

    Website zum Projekt:

    https://annabelleguimond.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/_manodeobra_/
    https://www.instagram.com/annabelleguimondartiste/

    Um etwa 18 Uhr wird in der Jugendherberge eingecheckt um dort die Nacht zu verbringen, den weiteren Wegverlauf zu planen und vorallem die Powerbank mal wieder voll aufzuladen. Schönes Zimmer mit Bad, so ein Luxus!

    Liebe Grüße, Gena
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  • Day117

    Tag 116 & 117

    September 16 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    -TAG 116-

    Nach der Morgenruhe und einem guten Frühstück, bestehend aus Käse, Knäckebrot und ein paar Müsliriegeln geht die Wanderung weiter.

    Bevor ich durch den Ruppertsklamm gehe, noch die Wasserflaschen an einer der Quellen voll machen, die durch den Klamm fließen.

    Das Naturschutzgebiet "Ruppertsklamm" besteht bereits seit 1936. Ein Bach hat die Klamm tief in den Devonschiefer eingegraben. So konnte ein Schluchtwald entstehen.

    Der Ruppertsklamm ist richtig schön. An einer Stelle ist am Felsen eine rote Farbmarkierung. Bin ich etwa in ein Wurmloch geraten und wieder in Norwegen gelandet? 🤪 Die Wegbeschaffenheit würde auch passen.

    Am Campingplatz in Friedland, der direkt an der Lahn liegt, verweile ich etwas mehr als zwei Stunden um meine Powerbank ein wenig zu laden. Eine Dusche und anschließend ein interessantes Telefonat gestalten die Wartezeit sinnvoll.

    Der Weg führt direkt an der Marksburg in Braubach vorbei, die man auch besichtigen kann.

    Immer wieder geht es auf und ab, durch tolle Wälder, an Felshängen mit vielen klasse Aussichten.

    Etwa um acht Uhr wird es dunkel im Wald, trotzdem gehe ich weiter und mache schonmal die Kopflampe bereit.

    An einer sehr dunklen Stelle schauen mich vier Augen an, die in meinem inzwischen hellen, weißen Licht reflektieren. Ich bleibe stehen und beobachte sie etwas. Die Köpfe bewegen sich und die Augen blinzeln ab und zu. Ein bisschen Gruselig, aber man braucht sich nicht zu fürchten. Welche Tiere dass wohl waren?

    Mein Rastplatz für die Nacht ist eine Hütte mit Blick auf Boppard.

    -TAG 117-

    Es muss wohl Wochendene sein, den morgens,
    auf kleinen Single Trails durch schöne Eichenwälder auf Hanglagen, kommen mir schon einige Tageswaderer entgegen.

    In Lykershausen gibt es nicht viel doch zum Glück existiert Günther und sein Wanderkiosk, den er seit der Rente betreibt. Super Gesellschaft und eine leckere Currywurst mit hausgemachter Soße gibt es auch. Eine absolute Empfehlung. Nein, ein Muss!, wenn man auf dem Rheinsteig unterwegs ist. Ab morgen ist er für zehn Tage im Urlaub. Also noch genau rechtzeitig vorbei gekommen.

    Burg Maus und Burg Katz, so heißen zwei Burgen an denen der Weg entlang führt. So viele von denen am Rhein! Auf der anderen Seite werden es wohl noch mehr sein. Der Weg dort trägt nähmlich den Namen Rheinburgenweg.

    Kurz vor Sankt Goarshausen ein Absperrband, das den Weg ziert. Daneben irgendeinen Zettel mit einer Rechtsbelehrung. Der Grund ist nicht klar. Eine Alternativ-Route auch nicht ausgeschildert. Also weiter. Unten in Sankt Goarshausen hängt
    ein Text mit dem Grund warum dieser gesperrt ist.

    Kurz zusammengefasst: Beim Rabenacksteig handelt es sich um ein Steig mit alpinem Charakter, der ohne Klettersteigausrüstung nur was für geübte Wanderer ist. Wegen der Veranstaltung "Rhein in Flammen" die dieses Wochenende gefeiert wird und unmittelbar am Einstieg des Rabenacksteig liegt, ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen zu rechnen. Vor Ort werden alkoholhaltige Getränke konsumiert. Der Genuss von Alkohol kann dazu führen, dass Personen die Tragweite ihres Handelns nicht überschauen und ihre eigene Leistungsfähigkeit überschätzen.

    So ein Unsinn! Eine betrunkene Person wird sich wohl kaum von einem Bändchen aufhalten lassen.

    Bin ich ja doch nicht der einzige der noch unterwegs ist, sagt der Forstwirtschaftsmeister, der sich wegen Schäden an den Weinreben umschaut, als ich fast im dunkeln an der Schutzhütte ankomme. Die Winzer meckern, Rehe und Dachse mögen die Trauben nähmlich genau so wie wir.

    Liebe Grüße, Gena

    Ps: wieso gibt es eigentlich keinen braunen Käse in Deutschland im Supermarkt? Eine Marktlücke!
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    Super dass du am Abend immer ein Plätzchen für deine Hängematte findest👍. Schläfst du da genauso gut wie im Zelt? LG Andrea

    GenaGeht

    Ich schlafe schneller ein, vllt liegt das am leichten schaukeln 😁 schlafe durch, außer ich muss auf's klo. ist ein bisschen was anderes aber ja, schlafe gut darin. lg, gena

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  • Day115

    Tag 114 & 115

    September 14 in Germany ⋅ 🌧 17 °C

    Morgens ans Tag 114 hatte ich kaum noch Wasser. Dafür gab es jede Menge Äpfel auf dem Weg und nach ein paar Kilometern auch eine Wasserquelle am Ortsrand von Altwied. Vom Weg aus sah ich einen kleinen Pfad der zu großen Felsen führte. Das wollte ich mir anschauen. Dort war eine Höhle, wo es ganz schön tief rein ging. Irgendwas roch stark nach Knoblauch. Die Bärlauchzeit ist doch schon längst vorbei. Mir war klar was es sein muss und ich fand den Übeltäter. Einer der Knoblauchschwindlinge. Ein einziger, der so einen starken Duft verströmte! Beim Schwanenteich gab es am Imbiss etwas leckeres zu Essen. Nach 28Km saß ich an einer Schutzhütte und überlegte dort zu bleiben. Aber es gab noch genug Tageslicht um noch eine Hütte weiter zu gehen. Also ging ich noch vier Kilometer bis zur nächsten, die sehr schön und ruhig gelegen war. Hat mir richtig gefallen. Insgesamt gibt es wirklich sehr viele Hütten auf dem Weg. Obwohl der Weg teilweise sehr Ortsnah verlief, waren die Pfade sehr schön und man hatte oft das Gefühl mitten im Wald zu sein.

    Tag 115 war ein richtiger Regentag, wie ich ihn schon lange nicht mehr hatte. Mit heftigen Schauern und nur wenigen Regenpausen. Viele Fotos blieben mir verwehrt, da das Handy bei Regen im wasserdichten Beutel bleibt. Nicht so schlimm, aber ein Foto von einem bestimmten Pilz hätte ich gerne gemacht. Ich habe aber eine Vermutung und werde es nach der Wanderung recherchieren. Ich kam an einem Römerturm (römischer Wachturm) vorbei, der aufwändig restauriert bzw. rekonstruiert wurde. Später an einer Aussichtsplattform in Form eines riesigen Dreiecks die "Rhein-Mosel-Blick" heißt. Danach lief ich durch den südlichen Teil der Festung Ehrenbreitstein. Die Festung ist eine seit dem 16. Jahrhundert bestehende Befestigungsanlage gegenüber der Moselmündung in Koblenz. Ihr barocker Vorgängerbau, der auf eine um das Jahr 1000 errichtete Burg zurückging, war zeitweilig Residenz der Kurfürsten von Trier und wurde 1801 von französischen Revolutionstruppen gesprengt.
    Dann ging es noch etwas am Rhein entlang und durch den Stadtwald von Koblenz wieder mehr in die Wälder. Abends an meinem Rastplatz an einer Schutzhütte erschreckte ich mich. Zuerst ein Knacken, dann ein lautes Krachen. Irgendwo in der Nähe ist ein Baum umgekippt. Hat sich nach einem ganz schön großen Baum angehört.

    Liebe Grüße, Gena
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  • Day113

    Tag 112 & 113

    September 12 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    An Tag 112 nahm ich Kurs zu einem Campingplatz bei Gut Haahnhof. Mein Anliegen war eine Dusche zu nehmen und meine Klamotten zu waschen. Dort angekommen musste ich feststellen, dass es nur noch ein Wochenend Platz ist. Für Leute die ihre Hütte da stehen haben. Duschen gab es nicht mehr. Aber zumindest Trinkasser konnte ich auffüllen. Auf dem Weg gab es gleich zwei mal Trailmagic 🍀 Ein Kühlschrank mit kalten Getränken zu fairen Preisen und später noch eine Kühlbox mit Apfelschorle gegen eine kleine Spende. In Linz landete ich auf dem Linzer Winzerfest. Da war ganz schön was los. Für mich gab es aber kein Wein, sondern Backfisch und Eis zum Nachtisch. Wenn man gut darauf achtet, sieht man unterwegs viele kleine Eidechsen am Wegesrand. Mein Rastplatz für die Nacht war eine kleine Hütte mit Blick auf Bad Hönningen und das Schloss Arenfels.

    Morgens sah man überhaupt nichts mehr von Bad Hönningen. Dichter Nebel versperrte die Sicht. Dieser verschwand aber nach einiger Zeit und es wurde wieder sehr warm. Da habe ich lieber Regen, wie an Tag 111. Manchmal genieße ich es irgendwie richtig durch den Regen zu gehen. Als erstes ging es für mich an Tag 113 nach Bad Hönningen wo ich den gleichen Auftrag hatte wie den Tag zuvor. Zum Campingplatz, duschen und Keidung waschen. Diesmal hat es auch geklappt. Der Platz lag direkt am Rhein und existierte auch noch. Ich nahm eine ausgiebige Dusche und machte meine Klamotten sauber. In der Zeit konnte meine Powerbank ein bisschen laden. Ich wusste garnicht dass hier so viel Weinanbau betrieben wird. Immer wieder geht man an vielen Reben vorbei. Irgendwann kam ein Informations Schild für Wanderer "Achtung Rheinsteig-Kletterpassage, alpine Streckenführung. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich". Es gab auch eine alternative leichtere Strecke. Ich nahm natürlich die Kletterpassage und war gespannt. Aber es war nichts besonderes. Klettern musste man nicht. Es gab ein Seil zum festhalten, was man aber nicht unbedingt braucht. Nach den Strecken in Norwegen, war das für mich ein ganz normaler Weg 😅 Die Strecke ist bis jetzt insgesamt ganz in Ordnung und man hat oft einen tollen Ausblick. Manchmal gefällt mir die Nähe zu der Bundesstraße nicht, die direkt am Rhein verläuft. Da hatte ich schon deutlich ruhigere Wege in Deutschland. Aber so schlimm ist es auch nicht. Abends kam ich wieder zu einer Schutzhütte wo ich meine Hängematte für eine Rast aufbaute.

    Liebe Grüße, Gena
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    Traveler

    Schöne Fotos ! 👍😘

    GenaGeht

    danke 🤗