• Schwedens Schatzkammer

    September 10 in Sweden ⋅ 🌧 11 °C

    Die Sala Silvergruva, im Volksmund einst "Seva rikes skattkammare" (Schatzkammer des Svea-Reiches) genannt, war über Jahrhunderte die wichtigste Silberquelle Schwedens. Die erste königliche Bergbaukonzession stammt aus dem Jahr 1512, entdeckt wurden die Silberadern aber schon im 15. Jahrhundert. Der Höhepunkt lag in den 1530er- und 1540er-Jahren unter König Gustav Wasa; das gewonnene Silber floss direkt in die schwedische Krone – verarbeitet zu Münzen und kostbarem Hausrat. Bis zur Schließung 1908 war Sala durchgehend in Betrieb, mit einer letzten kurzen Wiederaufnahme 1950/51. Insgesamt wurden rund 450 Tonnen Silber gefördert. Das Grubenareal gilt heute als eines der besterhaltenen Bergwerksmilieus der Welt und beherbergt sogar das tiefste Hotelzimmer der Welt, 155 Meter unter Tage.
    Das weitläufige Gelände umfasst 48 historische Gebäude. Wäre nicht kurz eine Schulklasse aufgetaucht, wir wären die einzigen Besucher gewesen. Für eine Führung unter Tage reichte die Zeit leider nicht: Die erste des Tages wäre erst um 14 Uhr gewesen, für uns zu spät.
    Zum Ausklang kehrten wir im Antikladen Silvergruvans Antik & Kuriosa direkt am Gelände ein – rund 600 m² voller Möbel, Porzellan, Glas und Kuriositäten, dazu ein kleines Café mit Fika. Läden, wie ich sie liebe. Bei einem Kaffee kamen wir mit den Inhaber ins Gespräch und ergatterten schließlich noch einen Mörser mit Stößel aus dem 19. Jahrhundert.
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