• Der Dom zu Mariestad

    September 15 in Sweden ☁️ 16 °C

    Mariestad wurde 1583 von Herzog Karl (dem späteren König Karl IX.) gegründet und nach seiner ersten Frau, Maria von Pfalz, benannt. Als erstes schauen wir uns den Dom an, dessen Bau begann 1593 im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Karl und seinem katholisch gesinnten Bruder um Krone und Konfession – die Kirche gilt als Symbol der Reformation in Schweden. Der spätgotische Backsteinbau war 1619 im Wesentlichen fertig, die Weihe erfolgte 1625. Sein Turm misst 82,5 Meter und macht ihn zur zehnthöchsten Kirche Schwedens.
    Trotz des Namens "Dom" war die Kirche nie regulärer Bischofssitz: Mariestad war zwischen 1580 und 1646 Sitz eines Superintendenten, eines bischofsähnlichen Amtes der frühen Reformationszeit – der Ehrentitel blieb seither erhalten. Das heutige Erscheinungsbild mit unverputzten Natursteinfassaden geht auf eine Restaurierung von 1905 zurück.
    Anschließend bummelten wir noch durch die Altstadt, sie gilt als eine der besterhaltenen Schwedens, da sie von Stadtbränden verschont blieb – kopfsteingepflasterte Gassen mit pastellfarbenen Holzhäusern. Unsere Einschätzung: sie bietet inhaltlich recht wenig, ein kurzer Bummel plus ein Café reichen völlig aus. Nur mitnehmen, wenn man ohnehin in der Nähe ist – nicht extra einplanen.
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