• Werner Götz
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Vom Schmieden und dem Westen der Republik

Fünf Tage Schwertschmieden und dann eine Tour durch den Westen in den Hunsrück, die Eifel, das Münsterland und zurück durch Hessen. Übernachtet wird an der Schmiede und sonst vorwiegend auf Bauernhöfen, Landvergnügen Pur. Read more
  • Trip start
    March 24, 2026

    Das Schmieden eines Damast-Schwertes

    Mar 25–30 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Ich bin an der Schmiede von Nico Runge in Bruchsal-Büchenau um mit Hilfe von Jannik ein Damastschwert zu schmieden. Das ist ein anspruchsvolles, aber mit Hilfe des Profis auch für Laien machbares Projekt. Damaststahl ist ein hochwertiger Verbundstahl, der sich durch hohe Härte, Langlebigkeit und eine hohe Schnitthaltigkeit auszeichnet, was ihn besonders für Messer und Blankwaffen begehrt macht.
    Die Arbeit beginnt mit dem Blankschleifen und Säubern des ausgewählten Stahles und dem Zuschneiden von kleineren Platten aus zwei Stahlsorten. Für das Schwertprojekt stellen wir drei Pakete aus jeweils 23 Lagen her. Immer im Wechsel die eine und dann die andere Stahlsorte. Die Pakete werden an den Ecken zusammengeheftet und erhalten einen Griff. Nun müssen die einzelnen Lagen zusammengeschweißt werden. Dazu sind hohe Temperaturen von mindestens 1200 Grad Celsius erforderlich. Dazu muss der Stahl hellgelb bis weißglühend sein.
    Immer wieder muss Borax, ein unverzichtbares Hilfsmittel beim Feuerschweißen, über die Pakete gegeben werden. Es fungiert als Flussmittel, schmilzt beim Erhitzen und schützt den Stahl vor Oxidation. Ist die Temperatur erreicht, heißt es schnell zu sein und präzise. Raus mit dem Paket auf den Amboss und mit dem Handhammer gezielte Schläge von beiden Seiten um die Platten miteinander zu verschweißen.
    Das ganze geschieht drei mal, bevor der heiße Stahl mit dem Lufthammer bearbeitet wird. Dabei werden die Stahllagen weiter miteinander verschweißt und zugleich gelängt.
    Nun könnte man die einzelnen Pakete falten, um mehr Lagen zu erreichen. Besser aber ist, sie mit der Flex zu trennen und dann den Zunder mit der Schruppscheide komplett zu entfernen. Dann sinkt die Gefahr, dass sich einzelne Lagen nicht richtig verbinden.
    In unserem Fall entstehen aus den drei Paketen sechs Stahlblöcke mit je 23 Lagen, zusammen also 138 Lagen. Die Stahlblöcke werden nachdem sie völlig blank sind zu einem neuen Paket zusammengeheftet das über zwei Kilogramm wiegt.
    Wieder heißt es die einzelnen Lagen miteinander zu verschweißen, mit dem Handhammer und anschließend dem Lufthammer. Sind alle Lagen miteinander verschweißt, ist der Damastblock auf die gewünschte Dicke, Breite und Länge zu bringen. Jetzt reichen normale Schmiedetemperaturen von etwa 850 bis 900 Grad Celsius aus.
    Später werden immer nur Teile des Stahls erwärmt, da die Form zu lang für die Esse ist. Das ganze wiederholt sich viele Male, bis die gewünscht Länge von etwa einem Meter, die passende Breite von etwas über vier Zentimetern und eine Dicke von etwa acht Millimetern erreicht sind. Zu guter Letzt folgt ein Richten des heißen Rohlings mit dem Handhammer,
    Nun heißt es stundenlang Schleifen. Zuerst muss der geschmiedete Rohling mit der Schruppscheibe von der harten Zunderschicht gesäubert werden, mit Bandschleifern wird die aufgezeichnete Kontur des Schwertes ausgeschliffen, dann die Schneide vorgeschliffen.
    Nach dem Schleifen wandert der Schwert-Rohling für zwei Stunden zum Härten bei 850 Grad in den Ofen und wird anschließend in Öl abgeschreckt. Direkt nach dem Abkühlen erfolgt das Anlassen für ein bis zwei Stunden bei rund 220 Grad, um Spannungen zu lösen und die Zähigkeit zu erhöhen.
    In dieser Zeit stehen die Arbeiten für die Parierstange, den Griff und Knauf an. Wir beginnen mit der Parierstange, die aus einem kleinen, rechteckigen Stück Stahl entstehen wird. Dazu bringt man den Stab auf die Schmiedetemperatur von 850 Grad und meißelt mit einem Meißel einen Spalt genau in der Mitte von etwa 8 mm Dicke und 25 mm Breite heraus. Nach außen hin wird die inzwischen quadratisch geschmiedete Parierstange etwas verjüngt.
    Die Entscheidung für den Knauf fällt auf eine leicht konkave, runde Form. Dazu muss ein 50 mm Rundstahl herhalten. An den Bandschleifern entsteht die gewünscht Form, finalisiert wird sie in der Schmiede mit dem Hammer.
    Die Parierstange muss an die Angel des Schwertes angepasst werden bevor der Griff und der Knauf verschweißt werden. Nicht vermeiden lässt sich das stundenlange Schleifen des gehärteten Schwertes mit der Hand. Anschließend kommt das Schwert im Griffbereich in den Ofen, jetzt wird die Angel geschmiedet. Sie ist die Verlängerung des Schwertes, auf dem der Griff und der Knauf montiert werden. Nachdem alles passt wird der Knauf mit der Angel heiß vernietet, noch einmal geschruppt und später der Griff mit einem passenden Leder umwickelt.
    Zwischenzeitlich war der Rohling immer wieder in einem Eisen-III-Chlorid-Bad, dabei wird er schwarz und die wellenartigen Muster des Damastes werden sichtbar. Es folgt der Schliff der Schneide, will man das Schwert scharf haben. Ölen darf man natürlich nicht vergessen, und zwar regelmäßig, da der Stahl sonst rosten würde. Nach mehreren Tagen harter Arbeit ist das Damastschwert nun fertig. Einst war das Damastschmieden eine Kunst, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute machen moderne Verfahren und Werkzeuge diese Kunst auch für Laien möglich – ohne dabei ihre Magie zu verlieren.
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  • In der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein

    March 30 in Germany ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir sind im Hunsrück in Rheinland Pfalz und besuchen Idar-Oberstein, rund 190 km von Büchenau entfernt. Die Stadt ist weltweit als historische Edelsteinmetropole bekannt und ein Ort, an dem sich alles um die faszinierende Welt der Mineralien dreht. Die Bedeutung der Stadt gründet auf einer über 500-jährigen Tradition in der Edelsteinverarbeitung, die einst durch lokale Achat- und Amethystvorkommen im Hunsrück entstand.
    An Sehenswertem gibt es einiges wie die Edelsteinmine Steinkaulenberg, die einzige für Besucher geöffnete Edelsteinmine in Europa, in der man Amethyst, Achat und Rauchquarz im Fels sehen kann. Einen Besuch wert ist zudem die historische Weiherschleife, die letzte noch wasserradbetriebene Achatschleiferei, die einen Einblick in die mühsame Arbeit früherer Generationen gewährt. Beides lassen wir aus, da wir diese Orte zu früheren Zeiten bereits besichtigt hatten. Obwohl auch schon besucht, gehen wir nach einem Stadtbummel und Cafe-Besuch in das Deutsches Edelsteinmuseum. Es zeigt eine beeindruckende Sammlung von Edelsteinen, Mineralien und Kunstobjekten aus aller Welt. Ist immer wieder eine Besichtigung wert.
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  • Wir sind in Ahrweiler

    Mar 31–Apr 2 in Germany ⋅ ☁️ 8 °C

    Es hat uns auf einen Stellplatz an der Ahr in Ahrweiler verschlagen, rund 170 km von Idar-Oberstein entfernt. Ahrweiler ist ein historisches Juwel im Ahrtal, das eine über 2000-jährige Geschichte von den Römern bis zur Neuzeit verbindet. Der mittelalterliche Stadtkern ist fast vollständig von einer Stadtmauer umgeben, erhalten sind zudem noch die alten Stadttore. Nach den Zerstörungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde der Ort barock geprägt, während die jüngere Geschichte durch den Weinbau und den Tourismus bestimmt wird. Ein besonderes Zeugnis der Römerzeit ist die Museum Römervilla, die 1980 entdeckt wurde und Einblicke in das Leben eines römischen Gutshofes bietet. Ahrweiler zeichnet sich durch seine malerischen Fachwerkhäuser, den historischen Marktplatz mit der St. Laurentiuskirche und den Ruf als Rotweinmetropole aus. Trotz der jüngsten Hochwasserkatastrophe 2021 bewahrt Ahrweiler seinen einzigartigen Charme, auch wenn in Form verschiedener Baustellen die Folgen der Katastrophe noch nicht vollständig überwunden sind.Read more

  • Ein lebendiges Museum

    April 2 in Germany ⋅ ☀️ 8 °C

    Wir sind auf dem Weg in die Eifel. In Euskirchen-Kuchenheim lohnt das Industriemuseum Tuchfabrik Müller auf jeden Fall einen längeren Stopp. Es handelt sich um eine eine einzigartige, komplett erhaltene Produktionsstätte aus dem Jahr 1894, die nach Stilllegung 1961 als Museum wiedereröffnet wurde. Man erlebt bei Führungen funktionierende jahrzehntealte Maschinen, etwa Krempelmaschinen, Spinnmaschinen und Webstühle, die aus Rohwolle Stoffe herstellen, und taucht in eine authentische Arbeitswelt um 1900 ein. Für uns ganz positiv: da wir die einzigen Besucher waren hatten wir quasi eine private Führung. Um die Maschinen am laufen zu halten und zu pflegen, sind allein drei festangestellte Techniker erforderlich. Fast alle Maschinen und Gegenstände stammen aus der ursprünglichen Fabrik, was eine besondere, originalgetreue Atmosphäre schafft. Das Museum, welches als Highlight unter den Industriemuseen gilt, bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte der Tuchindustrie im Rheinland und der Eifel.Read more

  • Beim 80-Euro-Waldi

    April 2 in Germany ⋅ ☁️ 8 °C

    Ist man schon in der Eifel unterwegs, bietet sich ein Abstecher zu Eifel Antik an. Es ist der Laden von Waldi, einem der Händler von Bares für Rares. Etwas chaotisch der Laden, aber so kennt man ihn vom Fernsehen. Ein paar antike Sachen, die er in Bares für Rares ersteigert hatte, waren auch zu finden. Doch allein dass diese Artikel in Bares für Rares zu sehen waren, erhöhte den Preis spürbar. Wir jedenfalls fanden nichts für uns, trotz der immensen Auswahl, zumal Waldi und seine Holde gerade ein Fernsehinterview gaben und für den Verkauf keine Zeit hatten. Aber allein dem Interview zuzuhören und die beiden dabei zu beobachten waren den Besuch allemal wert.Read more

  • Spaßbefreit im Freilichtmuseum Kommern

    April 3 in Germany ⋅ ☁️ 7 °C

    Das Freilichtmuseum Kommern in der Eifel gehört zu den größten Freilichtmuseen Europas, zeigt auf 110 Hektar über 75 historische Gebäude aus dem Rheinland. Man kann eine Zeitreise durch das ländliche Leben der letzten 500 Jahre erleben. Zu sehen gibt es alte Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten und Wohnhäuser aus Eifel, Westerwald, Niederrhein und demBergischem Land. Der Marktplatz Rheinland zeigt das dörfliche Leben von 1945 bis in die Gegenwart mit Häusern wie dem 50er-Jahre-Kiosk oder einer Tanzhalle.
    Zu Ostern verwandelte sich das Freilichtmuseum in eine historische Jahrmarktskulisse. Der „Jahrmarkt anno dazumal“ bietet Attraktionen aus der Kaiserzeit bis zum Wirtschaftswunder, darunter historische Karussells, eine Raupenbahn, Gaukler und Handwerkskunst. Das älteste Riesenrad stammt aus den 1920er Jahren, darüber hinaus finden sich Kettenkarussells, Boxautos, Kuckkastenpanoptikum, Wahrsagerinnen, Puppentheater und Gaukler. Zudem präsentieren Händler und Gastronomen Waren und Speisen wie anno dazumal. Nur nicht am Karfreitag, also der Tag, an dem wir dort waren. Alles stillgelegt, da ja am Karfreitag fröhlich sein in Deutschland verboten ist...
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  • Landvergnügen I, der Stautenhof

    Apr 3–4 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, bevorzugen wir prinzipiell kleine Stellplätze. Hier in Deutschland nutzen wir vor allem Landvergnügen, in Frankreich France Passion oder in Italien Agricamper. Das Prinzip ist überall gleich und gibt es in vielen Regionen Europas. Es handelt sich immer um ein Netzwerk für naturnahes Camping, das Stellplätze abseits klassischer Campingplätze bietet. Gegen eine geringe jährliche Mitgliedsgebühr erhalten Nutzer von Landvergnügen Zugang zu über 1.300 landwirtschaftlichen Betrieben, Weingütern, Imkereien und Manufakturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Grundidee basiert darauf, dass die Übernachtung für maximal 24 Stunden kostenlos ist, wobei die Gastgeber sich über einen Einkauf im Hofladen oder den Besuch ihrer Gastronomie freuen, was den persönlichen Austausch fördert. So steht man in der Natur, manchmal direkt neben Rindern und Schafen und kann sich mit frischen Lebensmitteln, Wein und vielem anderen eindecken. Und dann hat jeder etwas davon. Das Konzept ist ideal für Reisende, die Ruhe suchen, abseits der Massen stehen möchten und den direkten Kontakt zu den Erzeugern schätzen.
    Heute Abend sind wir am Stautenhof in Willich-Anrath, einem Bio-Betrieb mit vielen Tieren, Hofbäckerei, Hofmetzgerei und einem wirklich schönen, großen Hofladen und einem Café. Bot sich auch für das Frühstück an. Wir haben diesen Hof zu unseren privaten Favoriten hinzugefügt, sollten wir wieder in dieser Gegend sein.
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  • Landvergnügen II, Hochwald Spargel

    April 4 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Zu den Favoriten haben wir auch den nächsten Hof hinzugefügt, an dem wir am folgenden Abend nächtigten, den Hochwald Spargel Hof in Uedem. Natürlich gab es am Abend frischen Spargel und einen größeren Einkauf im Hofladen. Aus dem Wohnmobil heraus konnten wir zudem Alpakas und Galloway-Rinder beobachten.
    Voraussetzung um an derartigen Programmen teilzunehmen ist ist oft, dass man autark ist, den eigenen Müll mitnimmt und natürlich Rücksichtnahme auf die Privatsphäre der Gastgeber und das Vermeiden offener Feuerstellen, sofern nicht anders vereinbart. Wobei manche Höfe inzwischen sogar Strom- und Wasseranschluss anbieten - gegen Gebühr natürlich, oder Toilettenbenutzung zu den Öffnungszeiten der Hofläden.
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  • Schloss Moyland und Joseph Beuys

    April 5 in Germany ⋅ 🌬 12 °C

    Wir sind am Schloss Moyland bei Bedburg-Hau, ein neugotisches Wasserschloss am Niederrhein und beliebtes Ausflugsziel. Es beherbergt ein Museum für moderne Kunst mit der weltweit größten Sammlung von Werken Joseph Beuys’, ein Archiv sowie einen beeindruckenden Skulpturenpark und Kräutergarten.
    Joseph Beuys lebte von 1921 bis 1986 und war ein einflussreicher Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner und Kunsttheoretiker, gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist stark politisch, sozialkritisch und philosophisch geprägt, wobei er Kunst als ein Mittel zur Heilung und geistigen Veränderung der Gesellschaft verstand.
    Sein Kernkonzept war der „Erweiterte Kunstbegriff“, gipfelnd im Satz „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Dies bedeutet, dass jeder Mensch durch kreatives Denken und Handeln an der Gestaltung der Gesellschaft teilnehmen kann. Werkstoffe seiner Wahl waren Filz, Fett, Honig, Wachs und Kupfer, denen er symbolische, wärmende oder energetische Eigenschaften zuschrieb.
    Beuys war Mitbegründer der Partei „Die Grünen“, engagierte sich stark für Umweltschutz und lehrte von 1961 bis 1972 als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Ab den 1970er Jahren erlangte Beuys internationale Anerkennung, etwa mit Ausstellungen im Guggenheim Museum New York. Er polarisierte stark; manche sahen in ihm einen Schamanen oder Genie, andere einen Scharlatan.
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  • Colonia Ulpia Traiana

    April 6 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Der Archäologische Park Xanten ist ein Freilichtmuseum auf dem Gelände der ehemaligen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana, von der aber nicht mehr sehr viel übrig blieb. Einst aber war sie eine der der bedeutendsten römischen Städte in Germanien, gegründet um 100 n. Chr. von Kaiser Traian. Als drittgrößte Stadt im heutigen Deutschland nach Köln und Trier umfasste sie etwa 73 Hektar Fläche und bot 10.000 bis 15.000 Einwohnern Platz, diente als Verwaltungszentrum. In der Stadt galt volles römisches Bürgerrecht und sie war ein urbanes Zentrum mit Forum, Thermen und einem Amphitheater für bis zu 10.000 Besucher.
    Das meiste wurde aber abgetragen, die Steine zum Bau neuerer Gebäude verwendet. Dass sich ein besuch dennoch lohnt, dafür sorgen originalgetreue Teilrekonstruktionen wie das Amphitheater, der Hafentempel und eine Stadtmauer sowie ein Handwerkerviertel mit Taverne. So lässt sich gemütlich auf den Spuren der Römer wandeln. Ein Highlight ist zudem das große Römermuseum mit Funden aus der Stadt.
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  • Xanten, die Stadt

    April 7 in Germany ⋅ ☀️ 11 °C

    Wenn wir schon hier sind, ist ein Besuch der Stadt Xanten natürlich auch angesagt. Sie ist ein geschichtsträchtiges Highlight am Niederrhein, bekannt als Römer-, Dom- und Siegfriedstadt. Neben dem archäologische Park, den wir gestern besuchten, sind der gotische Xantener Dom St. Viktor sowie die charmante historische Altstadt mit Kriemhildmühle einen Besuch wert. Und natürlich die leckeren Cafés und Eisdielen.
    Der Xantener Dom St. Viktor ist der größte Kirchenbau am Niederrhein zwischen Köln und der Nordsee, erbaut ab 1263 als gotische Kathedrale. Er gilt als bedeutende Grabeskirche, die der Legende nach über dem Grab des Märtyrers Viktor, eines römischen Legionärs aus der Thebäischen Legion, errichtet wurde.
    Und Siegfried von Xanten ist der heldenhafte Protagonist des Nibelungenlieds, bekannt als unverwundbarer Drachentöter und Besitzer des Nibelungenschatzes. Er hilft König Gunther, die starke Brünhild zu besiegen, und heiratet Kriemhild. Aufgrund eines Streits zwischen Brünhild und Kriemhild wird er von Hagen von Tronje hinterrücks ermordet.
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  • Landvergnügen III, der Slütter-Hof

    April 7 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Zu unseren persönlichen Favoriten in Sachen Landvergnügen zählen wir auch den Hof Slütter nahe Bocholt, in großer Hof im Grünen nahe der niederländischen Grenze. Der familiengeführte Betrieb wird in vierter Generation geführt und legt besonders Wert auf regionale Qualität. Hier bleiben wir heute Nacht. Es wird nachhaltig gewirtschaftet, das Rindfleisch stammt von eigenen Tieren aus artgerechter Tierhaltung. Die Rinder stammen von den Rassen Blonde d'Aquitaine, Galloway und Limousin. Im Hofladen finden sich u.a. Fleisch, Wurstwaren, Brot und Backwaren aus dem eigenen Backhaus oder etwa Gemüse, Käse aber auch abgepackte Gerichte und vieles mehr.

    Der Hof Slütter in Bocholt (nicht Bochum) ist ein familiengeführter Bauernhof in vierter Generation mit Fokus auf regionale Qualität. Der Hofladen bietet Fleisch- und Wurstwaren aus eigener artgerechter Tierhaltung (Blonde d'Aquitaine Rinder), ein reichhaltiges Grillsortiment und Produkte aus dem eigenen Backhaus. Highlights sind der Freitags-Schnitzeltag und das jährliche Kürbisfest.
    Hofladen Slütter
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  • Auf der Burg Vischering

    April 8 in Germany ⋅ ☀️ 12 °C

    Die Burg Vischering in Lüdinghausen gilt als eine der schönsten und besterhaltenen Wasserburgen im Münsterland. Sie wurde 1271 von Bischof Gerhard von der Mark als Zwingburg errichtet, um den Einflussbereich des Bistums Münster zu sichern. Aufgrund ihrer zentralen Lage auf einer Sandinsel, umgeben von Wassergräben, war sie ein strategisch wichtiges Bollwerk.
    Die Geschichte der Burg ist eng mit der Familie von Wulfheim verbunden, die als Hüter der Anlage eingesetzt wurde. Ein verheerender Brand im Jahr 1521 zerstörte große Teile der ursprünglichen Anlage, woraufhin die Burg im Renaissancestil wiederaufgebaut wurde. Zwar verlegte die Familie ihren Wohnsitz im 17. Jahrhundert nach Schloss Darfeld, doch behielt Vischering als Festung ihre Bedeutung. Nach Beschädigungen durch eine Luftmine im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg zwischen 1948 und 1952 wiederaufgebaut.
    Heute beherbergt die Burg Vischering das Münsterlandmuseum und fungiert als kulturelles Zentrum, das jährlich etwa 80.000 Besucher anzieht.
    Derzeit ist in der Vorburg die wirklich sehenswerte Sonderausstellung Augen-Blick-Winkel- von Engelbert Reinecke, Fotograf des Bundespresseamtes von 1966 bis 2004 zu sehen. Mit Fotografien wie dem Kniefall Willy Brandts oder den letzten Porträts Konrad Adenauers schuf er Bilder, die sowohl das kollektive Bildgedächtnis als auch unsere Vorstellungen von Politikgeschichte bis heute prägen.
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  • Landvergnügen IV, die Walnussfarm

    April 8 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Die heutige Nacht verbrachten wir auf dem Hof der Wallnuss-Manufaktur in Ascheberg. Hier wird noch eine Ölmühle betrieben, mit der leckere Öle aus Ölsaaten hergestellt werden. Spezialisiert ist man dank zahlreicher eigener alter Walnuss-Bäume und Zulieferer aus der Region auf Walnuss-Öle. Neben Öl gibt es auch Walnuss-Mus, Chutney, Likör Trester oder auch Pesto aus der Nuss. Schmeckt alles lecker, so blieb der Einkaufskorb auch diesmal nicht leer. Auch dieser Hof kommt auf unsere Favoritenliste, wenn wir mal wieder in der Gegend sein.Read more

  • Peters Schokowelt

    April 9 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Von der Walnuss zur Schokolade. Wir sind auf dem Weg nach Lippstadt für einen kurzen Besuch, und im Industriegebiet liegt Peters Schokowelt. Besichtigen kann man ein sehenswertes Schokoladenmuseum, das auf mehreren Ebenen eine faszinierende Erlebniswelt rund um Kakao und Pralinen bietet. Inhaber Christian Frochte-Peters hat eine Traumwelt im Steampunk-Stil geschaffen, die Besucher in die Welt der Schokoladenherstellung entführt. Der Fokus liegt auf dem Erlebnis, bei dem Gäste den Chocolatiers und Konditoren direkt in einer Schau-Backstube über die Schulter schauen können, um die Entstehung meisterhafter Törtchen und Pralinen zu beobachten.
    Wer Zeit hat kann auch eigene Schokoladentafeln oder Schoko-Schuhe gestalten oder an Schokoladen-Wein-Tastings oder Pralinenkurse teilnehmen. Für kulinarische Genüsse ist natürlich auch gesorgt, eine Kaffeebar bietet feine Barista-Spezialitäten und Törtchen. Der integrierte Shop lädt zum Kauf von vielerlei rund um die Schokolade ein.
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  • Lippstadt

    April 9 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Für einen kurzen Besuch der Innenstadt von Lippstadt können wir uns noch erwärmen, wobei die Stadt wenig Interessantes für Besucher, jedenfalls für uns bietet. einen Stadtbumel ist sie dennoch wert. Lippstadt ist vor allem als wirtschaftliches Zentrum der Region Hellweg bekannt. Sie ist geprägt durch die Lippeauen, den namensgebenden Fluss Lippe und den grünen Stadtkern. Die Altstadt lädt mit gemütlichen Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten zum Verweilen ein, während zahlreiche Wasserläufe und Kanäle das Stadtbild prägen. Deswegen bezeichnet man sie auch schon mal als "Venedig Westfalens".
    Für mich hat Lippstadt aber noch eine andere Geschichte, habe ich in einem früheren Leben als Projektingenieur doch einst die Technik des damaligen Schwimmbades geplant und deren Bau betreut. Lange ist es her. Das war in den 80er-Jahren.
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    Trip end
    April 13, 2026