Oktober 2019
  • Day10

    Driving home

    November 2, 2019 in Austria ⋅ ⛅ 16 °C

    In Schenna sah der Himmel am Samstag Morgen Wolkenverhangen wie an den letzen Tagen aus. Kurz hinterm Brenner gab es dann blauen Himmel und Sonne. Da wollte ich dann natürlich nicht den ganzen Tag im Auto sitzen.
    Ich habe dann einen Abstecher in Österreich an den Achensee gemacht. Auch so eine tolle Ecke, wo man es gut ein paar Tage aushalten kann. Tolle Kulisse und einen Weg direkt am See zum Laufen und Radfahren.
    Aus Schenna habe ich mir noch einen Apfelvorrat, direkt vom Bauern, mitgenommen. So kann ich noch etwas vom Urlaub am Gardasee und in Südtirol „zehren“ 😉.
    Außer wandern gibt es in der Gegend noch einiges zu entdecken. Jede Menge Burgen und Schlösser, zum Teil spektakulär auf Bergen errichtet. Meran und Bozen für kleine Städtetrips, Bergseen in toller Kulisse und kulinarisch ist Südtirol auch sehr zu empfehlen. Die Blüte dieser ganzen Apfelbäume in Schenna, sicher auch sehenswert.
    Wenn ich so einen tollen Urlaub hatte, mich die Gegend begeistert hat, arbeitet es in meinem Kopf schon wieder, wann kann ich das nächste Mal wieder kommen.
    Ich hätte gerne mehr von den Bergen in Südtirol gesehen, die hatten sich immer in Wolken versteckt. Ein paar Fotomotive hatte ich auch auf dem Schirm in den Dolomiten, so Wolkenverhangen haben diese Ziele aber keinen Sinn gemacht.
    Also muss ich da noch mal hin. Und auch wenn ich bisher eher der Flachlandwanderer war, die Aussichten, welche man nach vielen Höhenmetern hat, sind schon großartig und die Anstrengung wert.
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  • Day9

    Wolken, Wolken, Wolken

    November 1, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 6 °C

    Eigentlich hatte ich ja noch auf einen Tag mit blauem Himmel gehofft.
    Es ist zwar noch relativ warm mit 15 /16°, aber zu sehen gab es heute Morgen NICHTS. Nicht mal in den Ort konnte man runter sehen, so tief hingen die Wolken.
    Da habe ich mir gedacht, noch höher auf dem Berg rauf, dann ist man über den Wolken.
    Ich wohne hier schon ziemlich hoch auf knapp 700 m. Es gibt einige Seilbahnen, die dich bequem den Berg hinauf bringen. Die nächste ist die Taser Bahn, die auf 1400 m, auf die gleichnamige Alm, fährt. Bis zur Seilbahn war es ein Spaziergang von drei Kilometern. Ist mir gestern bei meiner Wanderung kaum jemand begegnet, sah das heute anders aus. In Italien ist heute Feiertag (Allerheiligen) und auch im Süden von Deutschland. Jede Menge Volk unterwegs. Und sehr bunte Grußformeln... Grüß Gott, Grüzi, Servus, Hallo, Buongiorno, war alles dabei.
    Für die Seilbahnfahrt habe ich nur ein one way Ticket gelöst, wenn ich schon hoch fahr, wollte ich dann runter laufen.
    Und was hat mich auf der Alm für ein Wetter erwartet, Wolken... nix blauer Himmel und nur 7 Grad da oben. Gut das ich das Mützchen dabei hatte.
    Auf der Alm gibt es ein Hotel, Gastronomie und eine kleine Kapelle. Ich habe mir einen Kaffee gegönnt, die Aussicht fotografiert 😂 und den Weg nach unten angetreten. Interessant war die Zeitangabe für den Weg nach Schenna, 40 Minuten - 2 Stunden, stand auf dem Schild 🤔. Ich war nach 1 h und 40 min wieder an der Talstation der Seilbahn.
    Am Abend habe ich noch mal Schwimmbad und Sauna ausgiebig genutzt.
    Wird ja fast zum Wellness Urlaub.
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  • Day7

    Schenna (Scena)

    October 30, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 13 °C

    Am Mittwoch Vormittag haben sich unsere Wege getrennt. Julia mußte wieder nach Hause.
    Ich habe noch Zeit bis Sonntag und war noch ein wenig entscheidungsfrei, was denn mein nächstes Ziel sein wird. Luxusproblem.
    Weiter Richtung Toskana und Sonne oder Dolomiten oder nochmal in die Schweiz, hatte ja jetzt eine Jahresvignette, die muß abgefahren werden 🤔😉. Immer diese vielen Möglichkeiten...
    Ich habe mich dann für Südtirol entschieden und die Suche nach einem Bett hat mich nach Schenna (Scena) geführt.
    Was ich vorher nicht wusste, Schenna ist die Tourismushochburg in Südtirol. 2900 Einwohner und 5300 Gästebetten. Aus einer bäuerlichen Landgemeinde ist in den letzten 40 Jahren einer der wichtigsten Tourismusorte in Südtirol geworden. Landwirtschaft gibt es hier auch noch und zwar jede Menge Apfelplantagen und Wein an den sonnenverwöhnten Hängen.
    Und fast direkt in so einer Apfelplantage steht die kleine Pension, in der ich mich einquartiert habe. Das Beste, es gibt ein kleines Schwimmbad und Sauna.
    Nachdem ich hier eingecheckt hatte, habe ich noch eine kleine Runde durch den Ort gedreht, alles direkt am Hang und immer schön bergauf und bergab. Gegen 20 Uhr habe ich dann das Schwimmbad getestet und hatte es ganz für mich allein.
    Am Vormittag habe ich mich für eine Wanderung über den Schennaer Waalweg entschieden. Das ist nicht etwa ein Tipfehler und meint den Meeresbewohner Wal, Waale sind Bewässerungskanäle. Die Berghänge haben zwar sehr viel Sonne, aber oft zu wenig Niederschlag. Da hat man begonnen, dass Wasser aus dem Gebirge über solche kleinen Kanäle abzuleiten.
    Die Wanderung führt direkt an diesen kleinen Kanälen vorbei, mitten durch Apfelplantagen und herbstliche Wälder, mit tollen Ausblicken vom Berg. Unterwegs findet man kleine „Versorgungsstationen“ der Bauern, mit Kassen des Vertrauens.
    Auch wenn Schenna eine Tourihochburg ist, hat man das jetzt in der Nachsaison nicht gemerkt. Ich habe kaum Menschen unterwegs getroffen und auch die Restaurants sind nicht überfüllt. Die Wanderwege aber perfekt ausgeschildert.
    Für den Nachmittag hatte ich mir Sauna gewünscht. Das muss man vorher anmelden. Danach, völlig platt und eigentlich reif für den Schönheitsschlaf, hat mich der Hunger noch mal aus dem Haus getrieben. Die zwei Glas Wein zum Essen haben mir dann den Rest gegeben....🍷🍷 😉.
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  • Day6

    Ponte Tibetano

    October 29, 2019 in Switzerland ⋅ ⛅ 15 °C

    Wir hatten diese Wanderung zu dieser Hängebrücke bereits im April entdeckt. Von unserem Standort aus, war das damals aber einfach zu weit.
    Von Bergamo aus sicher auch kein Katzensprung, aber machbar.
    Wir sind gegen sieben Uhr am Morgen Richtung Schweiz 🇨🇭 aufgebrochen. Unterschätzt haben wir etwas die Tatsache, dass auch in Italien die Straßen in Ballungsräumen morgens voll sind wie in deutschen Großstädten. Dazu kommt, dass die Italiener sich ihre Staus zum Teil selbst gebaut haben. Jede Mautstation bremst einfach. Um Mailand war es richtig voll und wir haben unser Ziel erst eine Stunde später als geplant erreicht.
    Ziel war Monte Carasso im Schweizer Kanton Tessin. Von hier kann man mit der Seilbahn bis auf 1350 Meter fahren. Ganz so hoch wollten wir nicht, die Seilbahn hat eine Zwischenstation an dem alten, gut erhaltenem Weiler Curzútt auf 600 Meter Höhe.
    Das Wetter an diesem Tag, sehr herbstlich, dicke, tiefhängende Wolken. Das bedeutet dann aber auch, weniger Menschen auf Wanderungen unterwegs. Die Internetgemeinde machte keine Hoffnung auf einen Parkplatz an der Seilbahn und empfahl, mit Öffentlichen anzureisen.
    Wir haben es natürlich erstmal versucht und wahrscheinlich auf Grund des Wetters, gab es direkt an der Seilbahn doch freie Parkplätze.
    Die Seilbahn ist auch etwas speziell. Erstens, nutzt du die Fahrt nach oben, gibt es kein one way Ticket, sondern nur Return Tickets. One way Ticket gibt es nur für den Weg nach unten, wenn du hoch gewandert bist.
    Zweitens, die Seilbahn fährt 24 h am Tag, sieben Tage die Woche. Nur ist sie nicht die gesamte Zeit besetzt. Nach 17 Uhr darf man sie selbst steuern 😲.
    Wir also mit der Seilbahn bis Curzútt, von wo aus wir unsere Wanderung zur Ponte Tibetano starten wollten. Von hier führt der Wanderweg in gut einer Stunde, immer bergauf, zur Hängebrücke.
    Als wir dann vor der Brücke standen, endete diese im Nichts, das andere Ende war nicht zu sehen, alles im Nebel.
    Ein wenig Bammel hatte ich schon mit meiner Höhenangst und ich konnte mich noch gut an das Geschaukel der Hängebrücken in Slowenien erinnern. Aber kein Vergleich zur Ponte Tibetano. Sie ist 270 Meter lang und schwebt auf einer Höhe von 130 Metern über dem Tal zwischen Sementina und Monte Carasso. Steigung bzw. Gefälle beträgt 24 Prozent. Bist du allein auf der Brücke, wackelt sie kaum. Nur wenn sich andere Personen auf der Brücke bewegen, schauckelt und wackelt sie. Auf Grund des Nebels haben wir erstmal weder das Ende, noch den Abgrund gesehen. Der hat sich dann aber tatsächlich etwas verzogen, so dass man das spektakuläre Ausmaß der Brücke sehen konnte.
    Weiter führt der Wanderweg dann über Sementina nach Monte Carasso und dauert nochmal circa 1 1/2 Stunden. Auch wenn die Brücke das Highlight war, fand ich die ganze Wanderung durch den herbstlich, nebligen Wald toll und es gab jede Menge „Farbe“ zu sehen.
    Am Abend haben wir das Restaurant von Giovanni, unserem Host, getestet. Zu Fuß von unserem Appartement zu erreichen, sehr stilvoll und oberlecker. Es war unser letzter gemeinsamer Abend. Julia fliegt am Morgen wieder zurück.
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  • Day5

    Bergamo

    October 28, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute Morgen haben wir unseren Platz in den Hügeln über dem Gardasee verlassen und sind nach Bergamo gefahren. Hier haben wir ca. zehn Kilometer außerhalb von Bergamo ein sehr schönes Airbnb Appartement für die nächsten zwei Nächte. Wir wollten uns Bergamo ansehen und haben für Morgen einen etwas verrückten Ausflug geplant.
    Wir haben das Auto, nach dem wir den Schlüssel für unsere neue Herberge übernommen hatten, stehen lassen und sind mit dem Bus nach Bergamo reingefahren.
    Bergamo teilt sich in die etwas modernere Unterstadt - Città Bassa, mit breiten und großzügigen Straßen und die oben auf dem Hügel liegende Oberstadt Città Alta.
    Um in die Oberstadt zu gelangen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, natürlich zu Fuß, mit der Buslinie 1 oder aber mit dem Funicular, einer Stadtseilbahn. Wir haben uns für den Funicular entschieden.
    Oben erwartet uns dann eine Altstadt mit kleinen, engen Gassen, typisch italienischen Plätzen, Bars, Cafés, Restaurants, kleine Boutiquen.
    Ein zentraler Platz in der historischen Altstadt von Bergamo ist die Piazza Vecchia. Hier befinden sich schon fast alle Sehenswürdigkeiten.
    Die Kirche Santa Maria Maggiore mit ihrem sehr unscheinbaren Eingang, dafür aber einem um so prunkvollerem barocken Innenraum.
    Daneben die Capella Colleoni, in dieser befindet sich „lediglich“ das Grabmal des Bartolomeo Colleoni. Die Capella Colleoni trägt seinen Namen. Er hat sie in Auftrag gegeben.
    Gleich gegenüber findet man den Dom. Von außen wirkt er sehr schlicht, im inneren wieder ganz viel Prunk.
    Auch den Campanone findet man hier. Dieser hat eine Aussichtsplattform für einen Blick auf die Stadt von oben. Geöffnet Dienstag bis Sonntag 😏, heute ist Montag.
    Beeindruckend fand ich die Stadtmauer, diese führt komplett einmal um die Altstadt herum und bietet bei klarer Sicht einen tollen Ausblick von oben auf die Landschaft um Bergamo. Leider war es heute sehr dunstig, die Berge konnte man nur erahnen.
    Wir sind durch die Gassen der Altstadt gebummelt, habe dem Dom, der Kirche und der Capella einen Besuch abgestattet und haben uns bei Cocktail und kleinem Snack ein wenig der Dolce Vitta hingegeben. Trotzdem konnte die Stadt mich irgendwie nicht begeistern 🤔.
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  • Day4

    Limone sul Garda

    October 27, 2019 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C

    Die Haarspitzen haben heute morgen nicht geschmerzt 🙈.
    Der gestrige Tag hat sich bei jeder Bewegung wieder in Erinnerung gebracht, Treppen wurden heute zum Haßobjekt.
    Deshalb haben wir es heute etwas ruhiger angehen lassen und am Vormittag ein Bad in der Sonne auf unserer Terrasse genommen. Den Pool habe ich auch getestet.... schei...., war das Wasser kalt 🥶.
    Am Nachmittag sind wir nach Limone runter gefahren. Was für ein süßes Städtchen. Hier dreht sich alles um Limetten und Zitronen. Wobei Limone einst ein kleines Fischerdorf war, die Zitronen kamen erst im 13. Jahrhundert.
    Zitronen begegnen dir hier überall. Sei es in Form von Souvenirs, wie Seife oder Keramik, Zitronenbäumen, als Straßenschilder und den Limoncello natürlich nicht zu vergessen.
    Trotz der schmerzenden Muskeln haben wir einen kleinen Spaziergang von Limones Altstadt über die Ciclopista del Garda gemacht. Nachdem man erst durch die kleinen Gassen von Limones Altstadt gelaufen ist, die auch immer mal wieder den Blick auf den See freigeben, führt der Weg hinter Limone Richtung Riva direkt oberhalb des Sees an den Felswänden, zum Teil frei schwebend über dem See, entlang und man hat eine großartige Aussicht auf den Gardasee.
    Zurück in Limone haben wir das Limonaia del Castel- das Zitronengewächshaus, heute ein Museum, besucht. Die Limonaie wurden früher im Winter durch große Holzfenster abgedeckt, um die Pflanzen vor Frost zu schützen. Die tragenden Balken hierfür wurden im Museum wieder aufgebaut, so dass man einen Eindruck vom früheren Zustand gewinnt. Und es gibt einen tollen Ausblick über die Dächer der Altstadt, den Gardasee bis zu seinem Ostufer. Und natürlich jede Menge Zitrusfrüchte an den Bäumen - Limetten, Zitronen, Orangen, Pampelmusen und Granatäpfel
    Nach der Uhrzeitumstellungen letzte Nacht, ist es nun um 18 Uhr schon dunkel, so das wir uns mit Blick auf die Lichter um den See noch ein Abendessen gegönnt haben, bevor wir wieder auf unseren Berg zurück gefahren sind.
    Morgen werden wir den Ort wechseln... und Richtung Süden fahren.
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  • Day3

    Monte Cocca

    October 26, 2019 in Italy ⋅ ☀️ 16 °C

    Manchmal frage ich mich, warum ich das mache... Andere Großmütter sitzen gemütlich lesend oder strickend im Sessel...
    Spruch des Tages- man braucht schon Herausforderungen um sich weiterzuentwickeln 🙈.
    Da hatte ich für den heutigen Tag eine Wanderung mit großartigen Ausblick auf den Lago di Ledro ausgewählt. Knapp zehn Kilometer, aber man unterschätzt dabei die zu bewältigenden Höhenmeter. Das waren bis zum Gipfel 860.
    Das Auto hatten wir in Pieve di Ledro geparkt. Hier gibt es einen sehr großen Parkplatz (Stunde 1€). Und dann ging es vom ersten Schritt an nur steil nach oben. Anfänglich noch die Straße im Ort, dann auf recht schönen Wanderwegen, zum Ende dann Schotter und Geröll und die letzten Meter zum Gipfel muss man klettern. 860 Meter, ich war echt am Ende meiner Kräfte und war zeitweise so fertig, dass ich fast in den Wald 🤮 hätte.
    Aber was ich angefangen habe, bringe ich zu Ende und der Blick, nach dem du über die letzte Kante geklettert bist. Da vergisst man mal kurz diese Qual und die kleine Tatsache, dass man da auch wieder runter muss.
    Wir haben für den Aufstieg ca. 3,5 Stunden benötigt, mit immer mal kleinen Pausen.
    Diese großartige Aussicht bei diesem tollen Wetter haben wir uns auf dem Gipfel ca. eine Stunde gegönnt. Der Abstieg war auch noch mal eine Herausforderung. Hier war der Pfad sehr schmal und links und rechts ging es steil abwärts und oft ging es nur kletternd weiter. Und nach knapp zwei Stunden nur abwärts laufend, freuten sich die Kniegelenke über gerade Wege. Den letzten Kilometer geht es schön direkt am See entlang. Als wir am Parkplatz zurück waren, wurde es bereits dunkel. Wir waren fast acht Stunden unterwegs.
    Ausgehungert haben wir dann die Pizzeria in Pieve di Ledro gestürmt und nach einer Dusche zurück in unserem Häuschen waren wir fast (nur fast) wieder fit.
    Aber bei diesem Ausblick vom Gipfel des Monte Cocca hat sich die Anstrengung gelohnt.
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  • Day2

    In den Hügeln

    October 25, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 15 °C

    Zu Ostern fanden wir unseren Wandertrip an den Gardasee so toll, dass wir damals schon beschlossen hatten, das wird im Herbst wiederholt.
    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bin ich nach Bergamo gefahren, um Julia, die von Billund geflogen ist, vom Flughafen abzuholen. Gemeinsam sind wir dann Richtung Herberge aufgebrochen. Einziger Wermutstropfen am Donnerstag, viel Wasser von oben. Es hat den ganzen Tag geregnet.
    Wir wohnen dieses mal auf der Westseite des Gardasees, fünfhundertfünfzig Meter über dem See, mitten in den Bergen, in einem kleinen Dorf, welches zu Tremosine gehört. Kleine gepflegte Bungalow Anlage. Sehr schick und abseits vom Touritrubel.
    Die Anfahrt hier hoch war schon wieder spektakulär. Straßen, so schmal, fast wie Schluchten, dass der Gegenverkehr mit Ampeln geregelt wurde. Aber schon die Straße am Westufer des Sees, mit vielen Serpentinen und noch mehr Tunnel, aber großartigen Ausblicken auf den See, war toll. James Bond Fans kennen sicher die Verfolgungsjagd aus „Quantum of Solace”, die auf dieser europäischen Traumstraße gedreht wurde. Den Tag haben wir gestern noch mit einkaufen einiger Lebensmittel im wohl kleinsten Supermarkt der Welt (Konsumflair) und kochen und schwatzen bei Prosecco, welchen uns Letizia unsere Herbergsmama zur Begrüßung hingestellt hatte, verbracht.
    Heute Morgen war der Himmel wieder blau und wir sind nach dem Frühstück zu unserer geplanten Wanderung aufgebrochen.
    Lago di Tenno mit seinem türkis blauem Wasser und ein Abstecher in das Mittelalter Dorf Canale di Tenno versprach eine kleine Wanderung von knapp acht Kilometern. Zum Schluss waren es 14 Kilometer und ein kleines Abenteuer.
    Die Wanderung sollte erst oberhalb des Sees entlang führen, in der Hälfte das Dorf Canale di Tenno passieren und dann direkt am anderen Seeufer zurück. Der See hat unheimlich wenig Wasser, da fehlten am Ufer bestimmt 5-6 Meter und so haben wir wohl den Weg verpasst, der oberhalb auf dem Berg entlang führt. Wir haben dann einfach umgeplant, laufen wir halt anders herum. Erst ins Dorf, dann rauf auf den Berg.
    Die Geschichte von Canale di Tenno reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Fast unversehrt die Häuser aus Bruchstein, schmale, verwickelt Gassen mit großen Torbögen dazwischen, hat dieser Ort einen ganz besonderen Charme.
    Direkt aus dem Dorf führte dann der Wanderweg, ca. 300 Höhenmeter über Geröllwege nach oben. Anstrengend aber schön durch den herbstlich bunten Wald. Wir haben eine Höhle entdeckt und ein verlassenes, halbfertigen Haus am Wegesrand. Wir waren bereits wieder auf dem Weg nach unten fast am See, da versperrte ein weiß/rotes Band unseren Weg 🤔. Ohne Hinweis oder Umleitung.
    Davon wollten wir uns nicht aufhalten lassen. Also durchgekrochen und weiter gelaufen. Den Grund für die Sperre haben wir dann gesehen. Etliche Bäume lagen gefällt mitten auf dem Wanderweg. 😳. Klettern wir halt drüber... das haben wir dann auch versucht, im Nachhinein eine recht gefährliche Idee, auf diesen Stämmen am Hang rum zu klettern. Nachdem wir ca. 100 Meter über Bäume und durch Sträucher gekraxelt waren, kein Ende bzw. Wanderweg in Sicht war, haben wir das Unterfangen abgebrochen und sind zurück geklettert. Die einzige Lösung, den Weg zurück, den wir gekommen waren. Völlig Platt, mit Bärenhunger, sind wir dann zum Auto zurück.
    Pizza schrie der Magen...
    Ich hatte da doch noch so einen Tipp... Weltbeste Pizza in Riva del Garda ... Pizzeria Bella Napoli ( Danke Bianka). Und genau dort haben wir unsere Energiereserven wieder aufgefüllt. Sehr lecker, aufmerksamer, sehr netter und trotzdem lockerer Service... und die Pizza, sehr gut 👍🏻.
    Gegen 21 Uhr waren wir zurück auf unserem Berg, nicht ohne uns vorher in Riva noch ein Eis zu gönnen🍦.
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