• Jahrhunderthalle

    8. august, Polen ⋅ ☀️ 21 °C

    Unser Vormittag gehört der Breslauer Jahrhunderthalle. Das Auto bleibt heute in der Tiefgarage, raus aus der Stadt bringt uns heute morgen die Straßenbahn. Theoretisch kann man in der Bahn mit Kreditkarte seine Tickets kaufen. Praktisch funktioniert das Bezahlsystem nicht und alle Passagiere fahren heute umsonst.

    Die Breslauer Jahrhunderthalle ist eine Veranstaltungshalle aus Stahlbeton, die von 1911 bis 1913 errichtet wurde. Gemeinsam mit der 1948 vor dem Haupteingang aufgestellten Iglica, einer rund 100 m hohen Nadel, zählt die Halle zu den Wahrzeichen der Stadt Breslau. Seit 2006 gehört die Jahrhunderthalle zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Vorbild war das antike, um 118 n. Chr. fertiggestellte Pantheon in Rom. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war die Kuppel mit einer freien Spannweite von 65 m Durchmesser in Deutschland die größte dieser Art und übertraf erstmals die des Pantheons. Zahlreiche Kritiker sind davon ausgegangen, dass das Bauwerk nach Eröffnung in sich zusammenfällt. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein am Bau unbeteiligter Passant mit Geld überzeugt wurde, die Verschalungen zu entfernen.

    Gemäß Veranstaltungskalender ist die Halle heute frei zugänglich, praktisch findet aber doch irgendeine Marketing-Veranstaltung statt. Wir können aus dem über das Besucherzentrum zugänglichen Balkon wenigstens einen Blick von oben hinein werfen. Der Raumeindruck geht allerdings verloren durch die Einrüstung.

    Wir schlendern noch durch die Ausstellung und schauen uns dann die Wasserspiele um 13 Uhr an. Nach einem Mittagssnack bringt uns die wieder kostenlose Straßenbahn zurück in die Stadt.
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