Indonesia
South Kalimantan

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3 travelers at this place

  • Day42

    Banjarmasin:Diamantenmine und Flussfahrt

    October 16, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Nachdem gestern Abend mein Flieger fast zwei Stunden Verspätung hatte, mein Hotelzimmer Flecken auf der Decke, eine dreckige Klobrille und binden im Mülleimer hatte und das gesamte Haus von einem Konzert oder Karaoke im Nachbarhaus dröhnte und ich so kaum Schlaf abbekam, war der Start in Banjarmasin alles andere als gelungen. Früh morgens um 5 bin ich dann aus dem Hotel geflohen und habe eine andere Bleibe gefunden, in der es allerdings so penetrant nach Lösungsmitteln stinkt, dass ich Angst habe heute Nacht zu ersticken. Aber zumindest ist es einigermaßen sauber. Der Tag wurde allerdings immer besser. Die Leute hier sind so herzlich und hilfsbereit, dass einem das Herz aufgeht! Zuerst fuhr mich ein Ehepaar um Busbahnhof, nachdem der Abfahrtsort für Taxis dorthin durch eine Demo versperrt war. Im Bus traf ich einen jungen Mann, der sich spontan entschied mit mir zu kommen und die Diamantenminen in Cempaka und die Diamantenmärkte in Martapura anzuschauen. Er erklärt mir einiges dazu, z.B. dass vor ein paar Monaten fünf Minenarbeiter im Graben verschüttet wurden und starben. Er war auch ein wunderbarer Guide und Übersetzer und zahlte alle Fahrten, obwohl ich mich vehement wehrte. In den Minen suchen sie noch mit einfachsten Mitteln nach Diamanten, das Wasser wird in Bambusrohren transportiert und die Steine mit holzschüsseln ausgewaschen. Das durfte ich auch mal probieren, ist ziemlich anstrengend. Zurück in Banjarmasin traf ich einen anderen Indoneser, der bei dem Kauf einer Bootsfahrt auf den vielen Flüssen und Kanälen der Stadt vermittelte und mich begleitete. Im Sonnenuntergang fuhren wir an blauen Häusern auf Stelzen, badenden Kindern und Wäsche wachsenden Frauen vorbei. Auf meiner Suche nach Abendessen stieß ich danach auf einen chinesischen Tempel, in dem ich auf Schmalzgebäck, das man in gesüßte Erdnussmilch taucht, und wasser aus dem Mund einer weisen Götterstatue, eiblud. Als ich danach bei einem Essensstand fragte, ob sie Nasi Kuning hätten (mit Kurkuma gewürzter Reis, der mir empfohlen wurde), nannten sie mir einen guten Warung und einer der Männer fuhr mich sogar auf seinem Roller hin. Es ist einfach unglaublich, wie selbstlos und hilfsbereit die Indonesier sind. Dazu habe ich gestern etwas interessantes gehört: wir aus dem Westen lieben nur ein paar Menschen, die sich diese Liebe erst verdienen mussten: unsere Familie, Freunde, den Partner. Die Leute hier leben die Philosophie, dass die Liebe von Natur aus erstmal da ist zwischen allen Menschen. Es muss schon wirklich viel passieren, damit man sie sich "abverdient". Das finde ich eine wahnsinnig schöne Einstellung und erklärt die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, mit der mir die Menschen hier begegnen.Read more

  • Day45

    Meratusgebirge: Dschungel & Wasserfälle

    October 19, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C

    Viel zu früh habe ich aus meiner Unterkunft ausgecheckt, um auf der Straße auf ein Taksi kuning Richtung Busterminal zu warten, da diese erst ab 8 fahren, wie ich mir sagen ließ. In der Zwischenzeit wurde ich auf Gebäck und Reis mit Hühnchen von einer Gruppe Jungs eingeladen und schließlich von einem zum Busterminal mit dem Roller gefahren! Wie lieb ist das denn? Überhaupt sind alle so großzügig hier, ständig wird mir sowohl von Frauen als auch von Männern essen und trinken aufgezwängt, von gepökeltem Fisch über gebackenes Magniok, Kokos-Reismehl-Törtchen, gebackene Palmzucker-Kringel, mit Blättern grün gefärbte und mit Kokosraspeln gefüllte kleine Pfannkuchen, Magniok-Chips mit Erdnüssen und Kümmel, frische Ananas, Mango und Mandarinen bis hin zu gebackener Banane - und das obwohl ich Bananen hasse! Aber sie drängen es einem mit solch einer Vehemenz auf, auch wenn man sagt man ist satt, es wäre unhöflich das auszuschlagen. Am Busbahnhof hatte ein älterer Herr ohne ein Wort mit mir gesprochen zu haben für meinen Tee bezahlt und ist dann verschwunden. Ich erfuhr erst später von der Besitzerin dass schon bezahlt worden wäre. Das finde ich ein wenig beschämend, bin ich es doch, die hier Geld hat. Erschreckend fand ich, dass ein paar der Busfahrer bereits um 7 Uhr morgens neongrüne Flüssigkeit aus Plastikflaschen tranken, die offensichtlich alkoholischen Inhalts war. Mein Fahrer schien jedoch nüchtern. So ging's in das beschauliche Bergdorf Loksado im Meratus Gebirge. Es ist an einem Fluss gelegen, den es nach wie vor mit Bambusfloßen zum Transport nutzt. Die Bewohner Leben von Zimt (liegt vor ihren Häusern zum trocknen), Tropenhölzern und Kautschuk (Sie ritzen die Stämme an und fangen den Saft in Kokosnussschalen auf). Ich wanderte zu einen nahegelegenen Ort mit dem größten tradotionellen Dayak-Langhaus in der Gegend, zu zwei herrlich einsamen Wasserfällen und weiter bergauf bis zu einer schönen Aussicht über das Gebirge und den Dschungel. Ich wünsch mir wie die Anwohner die Haare im Fluss und schlief schließlich bei lautem Dschungelgezwitscher und Flussrauschen in meiner einfachen Unterkunft, bevor es am nächsten Morgen 2,5 Stunden zu Fuß über etliche Hängebrücken durch den Dschungel zum Wasserfall Haratai ging, und wieder zurück. Dann ließ ich Loksado hinter mir, um nach Kandagan zu fahren, von wo aus eine 13-stündige Busfahrt nach Balikpapan auf mich wartet.Read more

  • Day43

    Schwimmende Märkte

    October 17, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 34 °C

    Heute ging's um 4:30 mit einem kleinen Boot, dem Fahrer und einem Guide zu den schwimmenden Märkten. Dort kommen etliche bunte Boote auf dem Fluss Martapura zusammen, um bei Sonnenaufgang Obst und Gemüse zu ver- bzw. zu kaufen. Wild wird von Boot zu Boot verhandelt, geladen und bezahlt. Dazwischen bieten schwimmende Warungs Spezialitäten zum Frühstück an. Ich probierte mich durch das Sortiment an Gebäck und Suppen und erstand einige Früchte (Guave, Mango, Orange, Mandarine, Djungle Fruit...). Mein Guide verhandelte geschickt für mich, erklärte mir die Waren und erzählte mir darüber hinaus einiges Interessantes über die Bauweise der schwimmenden oder auf Stelzen gebauten Häuser, die Fauna und Flora, die Fischertechniken und die Lebensweise der Anwohner. Zurück in Banjarmasin streifte ich über den riesigen Pasar Baru, in dem in schmalen Gängen alles Erdenkliche verkauft wird - von Kleidung über Lebensmittel, Werkzeug, Uhren und Rohren bis hin zu Rollern. Ich war wie immer die Attraktion des Tages, jeden einzelnen musste ich grüßen, erklären wie ich heiße, woher ich komme und wohin ich gehe (Was ich inzwischen fließend auf indonesisch kann) und ein Foto machen. Viele sind dabei ganz aufgeregt, zittern sogar, weil uch die erste Weiße bin, mit der sie sprechen. Komme mir vor wie die Queen. Als ich die größte Moschee der Stadt anschauen wollte, spazierte ich einfach schnurstracks mit meinen Schlappen über den hochglanzpolierten Fliesenboden durch das große Haupttor Richtung Haupteingang. Später erfahre ich, dass man das besser nicht machen sollte. Alle kommen durch ein Tor hinter der Moschee auf das Gelände, ziehen vorher die Schuhe aus, waschen sich und betreten dann die Moschee durch einen Seiteneingang. Leider durfte ich auch nicht hinein, weil entgegen der Aussagen meines Reiseführers es nicht genügt die Schultern zu bedecken, sondern man nur langärmelig und mit Kopftuch hereingelassen wird. Blöderweise befand sich meine gesamte Kleidung in der Wäscherei (übrigens das erste Mal, dazwischen habe ich nur katzenwäsche im Waschbecken betrieben). Aber ich konnte einen Blick hinein erhaschen, ziemlich beeindruckendes Gebäude. Morgen geht es nach Loksado in den Dschungel, freue mich auf Natur satt nach drei Tagen Stadt.Read more

You might also know this place by the following names:

Provinsi Kalimantan Selatan, Kalimantan Selatan, South Kalimantan, كاليمانتان الجنوبية, Etelä-Kalimantan, Kalimantan du Sud, Zuid-Kalimantan, Borneo Południowe, Kalimantan Kidul, Nam Kalimantan, 南加里曼丹省

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