• Brigitte und Jürgen
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  • Brigitte und Jürgen

Abessinien - Wiege der Menschheit

Äthiopien wird ganz anders werden als viele Länder, die wir bisher bereist haben. Uns erwarten jahrtausende alte Geschichte, beeindruckende Landschaften, lebendige Städten, eine kulturelle Vielfalt, natürlich Kaffee - und ein bewaffneter Konflikt. もっと詳しく
  • Fasil Ghebbi ፋሲል ግቢ

    10月14日, エチオピア ☁️ 21 °C

    „Fasil Ghebbi (amharisch ፋሲል ግቢ ‚Fasil-Bezirk‘) ist eine Festungsstadt in Gonder in der Region Amhara in Äthiopien und seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe.
    Über zwei Jahrhunderte, von 1636 bis 1855, war die Stadt Residenz und Hauptstadt der äthiopischen Kaiser, begründet unter Fasilides; ab 1769, mit Beginn der Zemene Mesafint, jedoch nur noch nominell. Fasilides’ Nachfolger bauten Stadt und Palast weiter aus.
    Die Bauwerke entstanden im gondarinischen Stil, der nubische, indische und arabische Einflüsse mit durch Jesuiten vermittelten Elementen des Barock verbindet.
    Die Festungsstadt liegt im Zentrum der rund 2133 m hoch gelegenen Stadt Gonder und ist von einer 900 m langen Festungsmauer mit zwölf Toren und drei Brücken umgeben, innerhalb derer sich auf etwa 70.000 m² Paläste, Kirchen, Klöster und weitere öffentliche sowie private Gebäude befinden.„

    Wir bekommen eine sehr gute Führung durch die vor einigen Jahren ausgiebig renovierte Anlage. In der Führung geht es dabei weniger um die Geschichte der Anlage, sondern darum, was die Italiener während ihrer Besatzung in Teilen von Äthiopien (1896 sowie 1935-1941) in der Festungsstadt renoviert, zerstört und entführt haben - genau so wie die Engländer 1942, die alles im Britischen Museum in London aufbewahren.
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  • Die "Maut"

    10月14日, エチオピア ⛅ 26 °C

    Auch in Äthiopien gibt es eine Strassenmaut, welche der Fahrer aber - im Gegensatz zu europäischen Ländern - gerne bezahlt. Da diese Maut (in unserem Fall 500 Birr, umgerechnet 2.50 CHF) von 17-jährigen, mit Kalaschnikov bewaffneten, aber freundlichen Jugendlichen der Fano Miliz eingetrieben wird.
    Leider wird die Maut wohl nicht für den Strassenbau verwendet, sondern um Munition für den Kampf gegen die Regierungstruppen zu kaufen.

    Es gibt - wie es sich bei der Maut gehört - einen Beleg dafür (siehe Photo).

    Da die Miliz nicht fotografiert werden möchten, muss die Google-Suche weiterhelfen: https://www.google.com/search?q=äthiopien fano…
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  • Monastery of paintings

    10月13日, エチオピア ☁️ 25 °C

    „The islands and shores of Lake Tana host more than 20 monasteries, many of which were founded in the 14th century. The conservational element in Orthodox Christianity ensured that the monasteries and their surroundings not only convey a sense of spirituality and tranquility but also provided protection for the environment.
    The monastery of Uta Kidane Mihret is dedicated to Mary, the mother of Jesus and was founded in the 14th century by the saint Betre Maryam. Located on the forested Zege Peninsula, it is considered to be the most impressive of all monasteries in the Tana region. The circular church consists of three ring walls. Its inner circle features a large variety of biblical paintings that give you a good idea of Ethiopia in the medieval ages. The church houses its treasures in a nearby museum, displaying for example the crowns of Emperors Tewordros II and Yohannes IV.
    To reach the monastery, the easiest way is by boat from Bahir Dar, the fastest way is to get a charter boat which takes you to the ferry landing in about 60 minutes from Bahir Dar. It is then an easy 10 minutes' walk through a wild coffee forest, passing a number of stalls selling souvenirs
    (Mind, the population is crucial for protecting the unique environment which qualified Lake Tana as UNESCO-recognized biosphere reserve. Tourism plays a crucial part in providing to the livelihoods around the lake).„

    Nach all der Aufregung des Vormittags also ab mit einem Charterboot zur Halbinsel. Vorbei an Fischern, Pelikanen und Seegrass, besichtigen wir zwei der Kirchen. Und es gibt noch einen Kaffee, der tatsächlich besonders gut schmeckt.
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  • Der Wasserfall des blauen Nils

    10月13日, エチオピア ⛅ 23 °C

    Was für ein Vormittag. Klingt eigentlich ganz entspannt in unserem Reiseplan: „Am Vormittag unternehmen wir eine kleine Wanderung zu den herrlichen Wasserfällen des Blauen Nils.
    Unsere Blicke streifen nicht nur über den Wassersturz, sondern auch über eine saftig-grüne Umgebung.“

    Zuerst müssen wir aber aus Bahir Dar raus. 30 Kilometer durch die Innenstadt, durch Vorstädte, über Schotterpisten und unendlich vielen Schlaglöcher. Vorbei an Märkten, Schulen, dem Stadion von Bahir Dar, an Mais- und Getreidefeldern, an Dörfern und Müllhalden, an Hütten aus Holz, aus Wellblech und aus Kuhdung, an Kühen, Ziegen und Esel sowie an Shops und Verkäufern von allen möglichen Dingen: von Fahrrädern über Plastikwannen bis hin zu getrocknetem Kath.

    Ganz schön durchgeschüttelt kommen wir an der Bootsanlage-Stelle an, zahlen unsere Gebühren und setzen auf dem wackeligsten Boot, das wir je gefahren sind, über. Begleitet werden wir von einheimischen Jugendlichen, die Geld mit uns verdienen wollen. Heute sind wir die Touristen, die bezahlen sollen.

    Die danach folgende 15-minütige Wanderung vom Boot zum Wasserfall durch die grüne Landschaft bei schwülwarmen 28 Grad sind grandios, aber auch anstrengend.

    Und dann sehen wir, wie sich der Blaue Nil spektakulär in die Tiefe stürzt. Die Blue Nile Falls, auf Amharisch Tis Abay genannt, was so viel wie „rauchendes Wasser“ bedeutet, gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Äthiopiens. Und ist der zweitgrösste Wasserfall Afrikas.

    Auch wenn der Wasserfall heute wegen eines flussaufwärts gelegenen Wasserkraftwerks nicht mehr ganz so gewaltig ist wie früher, bleibt der Besuch ein beeindruckendes Erlebnis. Und spätestens wenn man sich dem Wasserfall nähert, versteht man, warum er den Namen „rauchendes Wasser“ trägt. Eine feuchte Dusche gibt’s hier gratis für uns.

    Leider schleppt sich unser Guide durch den Trip. Er selber diagnostiziert Malaria, sieht dabei echt schlecht aus und kann kaum noch stehen oder gehen. So versucht er sich liegend im Schatten zu erholen, während wir noch die von Schweizern gebaute Hängebrücke besuchen.

    Zurück geht es dann den gleichen Weg - zuerst zu Fuss, dann mit dem Boot, dann mit dem Auto. Unser Guide liegt auf der Rückfahrt auf der Rückbank und kommt erst mal ins Krankenhaus.
    Später wird ihm dort ein Harnwegsinfekt diagnostiziert, am Abend ist er schon wieder bei uns.
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  • Markttag in Bahir Dar

    10月12日, エチオピア ☁️ 23 °C

    Jeden Tag ist Markttag in Bahir Dar. Aber nur heute ist für uns Markttag. Dank zweier Guides, die vor bzw. hinter uns laufen, gehen wir nicht verloren 😂. Wäre aber auch schwierig, da Weisse hier auffallen wie bunte Hunde.
    Unendliche viele Getreide und Gewürze gibt es zu entdecken, vor allem interessieren wir uns dafür, wie Teff aussieht.
    Für Brigitte gibt es dann einen Schal und ein Photo mit der Familie der Verkäuferin. Und Brigitte bekommt ein halbes Kilo rosa Pfeffer direkt aus der Gegend.
    Ein spannender Einblick in das wahre Leben - irgendwie möchten wir aber auch nicht tauschen.
    So sind wir froh, dass es nach einem Rundgang durch die schöne Stadt in einer Lodge Bier für alle gibt. Und dazu einen Blick über die Hauptstrasse, während von der andern Strassenseite ein Muezzin ruft.
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  • Zwischen Steintal und Schlumpfhausen

    10月12日, エチオピア ☁️ 24 °C

    Unsere Unterkunft in Bahir Dar ist für uns eine Mischung aus Steintal von Fred Feuerstein und Schlumpfhausen.
    Alles etwas verwildert, verzaubert, versteckt in den Berg gebaut.
    Sehr schön auf den ersten Blick und als Kulisse. Beim.genaueren Hinschauen jedoch schon etwas in die Jahre gekommen und schmuddelig.
    Und direkt am .See gelegen hat es sehr viele Moskitos.
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  • Inlandsflug nach Bahir Dar

    10月12日, エチオピア ⛅ 26 °C

    Erster - von ungeplant vielen - Inlandsflug. Heute geht es nach Bahir Dar an den Tana-Lake.
    Schon beim CheckIn fällt auf, dass dies kein "normaler" Flug wird.

    Zuletzt sassen wir mit so vielen Einheimischen, die betend das Flugzeug betreten, in Buthan im Flieger. Damals hatten wir auch fast angefangen, zu beten. Es war einer unserer schlimmsten Flüge, mit einer Landung auf der Spitze eines Berges inmitten von 5000ern bei schlechtem Wetter und 0 Sicht. Und dass auch erst, nachdem der Pilot zuvor zweimal beim Landeanflug durchgestartet ist.

    Heute dagegen ist es sonnig, nur wenig Wolken, kein Wind. Aber viele alte Nonnen und Gläubige, die wohl zum ersten Mal in ihrem Leben fliegen.

    Entsprechend sitzen sie schon im Zubringer-Bus auf dem Boden und beten. Mit dabei haben sie ihren Gebetsstock, fast 2 Meter lang und aus Holz.

    Unabhängig von den anderen Passagieren: es fällt auf, dass Äthiopien in dieser Region sehr hügelig ist und aus unendlich vielen, kleinsten, grünen - bepflanzten oder eingesähten - Feldern besteht. Es sieht so aus, als ob es dort unten genug Nahrungsmittel für alle angebaut werden könnten.

    Für uns hier oben gibt es ein Doggy-Bag, bestehen aus einem Chicken-Sandwich (in Plastikfolie verpackt), Wasser in einer PET-Flasche und Orangensaft im Tetrapack.

    Bei der Landung noch eine letzte, doppelte Bekreuzigung, zurück auf der Erder. Also doch wieder "normal", wie überall auf der Welt.
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  • Atmosphere at Addis Abeba

    10月11日, エチオピア ☁️ 20 °C

    Wir wissen immer noch nicht so richtig, ob es Abeba oder Ababa geschrieben wird. Gesprochen wird es sowieso Abbe.
    Dafür hat Brigitte uns eine coole Location in der Nähe des Hotels gefunden - das Atmosphere.
    Schöner Innenhof mit dazu gehöriger, efeubewachsener Villa. Ein Künstlerkollektiv scheint dies zu betreiben mit wechselndem Programm. Heute steht Schmuck und Portraits zeichnen auf dem Programm. Dazu gibt es einer Dauerausstellung äthiopischer Künstler.
    - Und es gibt eine gute Auswahl an Bieren der lokalen Hagesha Brauerei.
    - Und der DJ spielt ua. Bronski Beat.

    Das Publikum ist gemischt, wir hören diverse Sprachen und sehe diverse Ethnien.

    Und es hängt Werbung aus für KEINEMUSIK am 21.11. in Nairobi 💪

    Nur die Moskito, die vielleicht Malaria übertragen, stören.

    Verrückte Welt.
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  • Highlight des Tages: Green Lake

    10月11日, エチオピア ⛅ 27 °C

    Fast hätten wir dieses absolute Highlight verpasst, denn eigentlich wollte unser Fahrer schon zurück nach Addis Abeba fahren. Nur der lokale Guide hat darauf bestanden, uns den Green Lake zu zeigen.
    Der Green Lake (auf Amharisch/Oromo auch Haro Hadho, Haroon Magariisa oder Lake Arenguade genannt) ist ein vulkanischer Kratersee, eingebettet in steile Kraterwände und üppige Vegetation. Sein charakteristischer, leuchtend grün-blau schimmernder Farbton entsteht durch mineralhaltiges Wasser und den Gehalt an Algen. Schwimmen wird eher nicht empfohlen - dies stört die einheimischen Jugendlichen aber nicht. Noch bizzarer ist es für uns, dass im See die Wäsche gewaschen wird. Am gegenüberliegenden Ufer sehen wir ein paar Flamingos. Der Green Lake ist weitgehend unberührt und ursprünglich geblieben, wir sind fasziniert und mache eine Wanderungen entlang des Kraterrandes.

    Dabei werden wir von drei Jugendlichen begleitet. Unser Guide redet ihnen gut zu, dass was aus ihnen werden soll. Und die drei bekommen auch eine deutliche Ansage von Brigitte, dass sie dich unbedingt zur Schule gehen müssen.
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  • Teff Fields

    10月11日, エチオピア ☀️ 28 °C

    Kurzer Stop an einem Teff-Feld. Endlich sehen wir das äthiopische Wundergetreide, aus welchem die Sauerteig-Fladen gemacht werden und welches beim Bierbrauen die Gerste (teilweise) ersetzt.

    Dabei lernen wir, warum es Teff (eine Art Zwerghirse) nur in Äthiopien gibt:
    Die äthiopische Regierung verhängte im Jahr 2006 ein Exportverbot für rohes Teff (Körner und Mehl), um zu verhindern, dass die Preise auf dem heimischen Markt durch die boomende weltweite Nachfrage explodieren.
    Dabei orientierte sich Äthiopien ganz bewusst am Negativbeispiel von Quinoa in Südamerika: Als Quinoa in westlichen Ländern als „Superfood“ populär wurde, stiegen die Preise in den Herkunftsländern Bolivien und Peru so drastisch an, dass die einheimische, oft arme Bevölkerung sich ihr eigenes traditionelles Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten konnte...
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  • Beautyful Bishoftu

    10月11日, エチオピア ☀️ 24 °C

    Vorläufig letzter Tag in Addis Abeba und wir haben einen Daytrip nach Bishoftu in der Region Oromia zusammengestellt.
    Mit dem Auto eine Stunde aus der Stadt raus, eine zweistündige Wanderung mit Blick auf mehrere Kraterseen, eine TukTuk-Fahrt (anscheinend heisst TukTuk hier Budget), ein Boottsfahrt auf einem der Seen, um all die Resorts zu sehen und das Mittagessen im Militär-Casino der Luftwaffe.

    Dort haben wir das äthiopische Trendgetränk kennen gelernt - eine Mischung aus Cola und Ambo Water (Mineralwasser mit Kohlensäure). Schmeckt tatsächlich und unterdürckt die Süsse der Cola.
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  • Ein tierisch guter Tag - Unity Park

    10月10日, エチオピア ☁️ 22 °C

    Nachdem ich gestern einen Tag an einem stillen Örtchen verbracht hatte, hatten wir heute einen vergleichsweise tierisch guten Tag im Zoo von Addis Abeba - bekannt als Unity Park:
    "Unity Park (Amharic: አንድነት ፓርክ) is an amusement park located in Arat Kilo district of Addis Ababa, in the compound of National Palace. Established in October 2019, it features a zoo and historical artifacts." (Quelle: Wikipedia)

    Dies trifft es ganz genau. Für ermässigte 10 US$ (anstelle 50 US$ normalerweise) gibt es hier einen Querschnitt der älteren und neueren äthiopischen Geschichte (unserer Einschätzung nach mit der notwendigen Transparenz gegenüber Diktatur (Red Terror) und Kommunismus). Es gibt einen riesigen Spielplatz für Kinder. Die vielleicht komplette Pflanzenwelt Äthiopiens wird gezeigt. Brautpaare nutzen das Gelände als Hintergrund für ihre Hochzeitsbilder Ähnlich wie bei einer Expo gibt es für jede Region von Äthiopien noch einen eigenen Pavilion mit historischen Fundstücken. Und es gibt natürlich den Zoo.

    Wir sind wahrlich kein Fan von Zoos oder Tieren im Zirkus. Unsere letzten Löwen haben wir vor über 12 Jahren im Zirkus in Novosibirsk gesehen. Aber hier scheint es zu passen, dass wir Löwen, Giraffen, Geparden, Geladas-Affen, Zebras, afrikanische Wildhunde, Meerkatzen, Flamingos und heimische Gnu-Arten.

    Ein entspanntes Nachmittagsprogramm nach dem gestrigen Tag.
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  • Eine Nacht und ein Tag am stillen Örtchen

    10月9日, エチオピア ⛅ 22 °C

    Addis Abeba aus einer ganz neuen Perspektive

    Die kulinarischen Abenteuer aus lokalem Essen und Kaffee nahmen einen anderen Verlauf als ursprünglich geplant.

    Offenbar hatte mein Magen mit einer der kulinarischen Begegnungen seine ganz eigene Meinung. Und dies teilte er mir in der Nacht ziemlich unmissverständlich mit.

    Die örtliche Kloschüssel wurde für 12 Stunden kurzerhand zum wichtigsten Aussichtspunkt meiner Reise, der Weg zwischen Bett und Badezimmer wurde zur Trekkingroute, mit regelmässigen Wiederholungen.

    Der Begriff «Reise nach Afrika» bekam für mich an diesem Tag jedenfalls eine völlig neue Bedeutung. Von Danakil konnte keine Rede sein. Vulkan und Salzwüste konnte ich keine besuchen.

    Immerhin blieb Zeit für Selbstreflexion. War es das scharfe Essen? Ein ungewohntes Gewürz? Vielleicht doch das Wasser oder irgendein unsichtbarer Reisebegleiter, der sich unbemerkt auf meinen Teller geschlichen hatte? Die Ermittlungen laufen. Der Täter ist flüchtig, das Motiv unklar und die Beweislage, nun ja, ausgesprochen unangenehm.

    Gegen Vormittag keimte vorsichtig Hoffnung auf. Die Abstände zwischen den Toilettengängen wurden länger, der Magen schien seine Verhandlungen mit dem Rest des Körpers wieder aufzunehmen. Vielleicht war der Spuk bald vorbei. Jetzt noch die Dehydrierung mit Elektrolyten bekämpfen, dann bin ich morgen wieder fit.

    So hatte ich mir diesen Reisetag in Äthiopien zwar nicht vorgestellt. Aber Reisen bedeutet eben auch, Erfahrungen zu machen, die in keinem Reiseführer stehen...

    Mein Fazit des Tages: Äthiopien hat unglaublich viel zu bieten. Faszinierende Landschaften, eine jahrtausendealte Geschichte, gastfreundliche Menschen und eine Küche, die man unbedingt kennenlernen sollte. Allerdings empfiehlt es sich, mit der lokalen Kulinarik eine stabile Beziehung aufzubauen, bevor man ihr sein uneingeschränktes Vertrauen schenkt.

    Morgen geht es hoffentlich wieder auf Entdeckungstour.
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  • Kaffeekultur in Äthiopien

    10月8日, エチオピア 🌙 16 °C

    Auch der Kaffee wurde in Äthiopien erfunden - in der Region Kaffa.
    An jeder Strassenecke gibt es unzählige Arten, einen Kaffee zu trinken - coffee to go gibt es aber nirgends.

    Zwei der Kaffee-Locations haben wir ausprobiert. Einmal die älteste, bekannteste und beste Kette (Tomoca). Und einmal ein Büdchen (bei dem die Besitzerin gleichzeitig auch einen Geocache besitzt).

    Sehr unterschiedliche Erlebnisse, die aber beide typisch für Äthiopien sind. Und wir können nicht sagen, welcher der beiden Kaffees besser war.
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  • Ein Besuch bei Lucy

    10月8日, エチオピア ☀️ 22 °C

    Ein Besuch im Nationalmuseum Äthiopiens in Addis Abeba ist eine Reise weit zurück in die Geschichte der Menschheit. Das Museum beherbergt archäologische Funde, historische Kunstwerke und Zeugnisse der langen äthiopischen Kulturgeschichte. Der wohl berühmteste Schatz befindet sich in der Ausstellung zur menschlichen Evolution: Lucy, eine unserer bekanntesten frühen Vorfahrinnen.

    Lucy wurde 1974 in der Afar-Region im Nordosten Äthiopiens entdeckt. Ihre rund 3,2 Millionen Jahre alten Knochen gehören zu einem frühen Vormenschen der Art Australopithecus afarensis. Besonders bemerkenswert ist, dass ihr Skelett wichtige Hinweise darauf lieferte, dass unsere frühen Vorfahren bereits aufrecht auf zwei Beinen gehen konnten, obwohl ihr Gehirn noch deutlich kleiner war als das des heutigen Menschen.

    Der Name Lucy geht übrigens auf das Lied „Lucy in the Sky with Diamonds“ der Beatles zurück, das die Forscher während ihrer Feier nach dem Fund hörten. Rund 40 Prozent ihres Skeletts konnten geborgen werden. Damit wurde Lucy zu einem der bedeutendsten Fossilien der menschlichen Evolution.

    Vor den Überresten dieses frühen Vormenschen zu stehen, macht die Dimension der Zeit beinahe greifbar. Zwischen Lucy und uns liegen mehr als drei Millionen Jahre Evolution. Äthiopien ist damit nicht nur ein Land beeindruckender Landschaften und vielfältiger Kulturen, sondern auch ein zentraler Ort für das Verständnis unserer eigenen Herkunft.

    Jetzt wird uns auch bewusst, warum Äthiopien die Wiege der Menschheit genannt wird.

    Spoiler: Im Museum wird üblicherweise ein Abguss von Lucys Skelett gezeigt. Die empfindlichen Originalknochen werden sicher verwahrt.
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  • Entoto

    10月8日, エチオピア ☀️ 15 °C

    Heute sind wir mit dem Reiseführer auf den Hausberg Entoto gefahren und entlang der Strasse wieder runtergelaufen. Eine sehr kuriose Mischung hat uns dabei begleitet. Eine neue, breite Strasse im bestem Zustand, wie wir sie auch in der Schweiz erwarten würden. Fast nur BYD, die diese Strasse benutzen. Der Geruch von unendlichen vielen Eukalyptus-Bäumen um uns herum (die aber alle gefällt werden, da sie nicht nachhaltig sind). Bettelnde kleine Kinder, die uns nachlaufen und nach Geld, Wasser und Essen fragen. während alte Frauen mit Holz beladen den Berg runter laufen. Esel, die ebenfalls Holz tragen werden bergab getrieben. Und dazu ein Ausblick auf Hochglanz-Hochhäuser der Reichen unten in der Stadt, die Wellblech-Hüten der Armen am Berg und die einheimische Pflanzenwelt.もっと詳しく

  • Ride statt Yandex

    10月7日, エチオピア 🌙 15 °C

    Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir den folgenden Blogbeitrag während unserer Reise durch die Stan-Staaten verfasst:

    "Vor fast genau einem Jahr haben wir den folgenden Blogbeitrag während unserer Reise auf der arabischen Halbinsel verfasst:
    "Ausser Deutschland gibt es noch ein Land, in dem Uber nicht (mehr) vertreten ist. Dies ist Kuwait. Statt dessen gibt es hier Careem. Gleiches Prinzip, grosses Angebot an Fahrern, etwas anderes Wording und in der Handhabung ist die App nicht ganz so smooth wie das Original.
    Aber der Service funktioniert, also 4.75 von 5 Punkten."

    Jetzt lernen wir, dass es ganz viele weitere Länder ohne Uber gibt. Zumindest in Kirgistan und Kasachstan gibt es aber mit dem russischen Yandex eine gute Alternative. Mit Yandex gibt es aber auch noch Essens- und Einkaufslieferungen, Scooter-Verleih, Mietwagen und vieles mehr. Die Preise sind unschlagbar, für 19 Kilometer (45 Minuten bei dem normalen Innenstadt-Stau) haben wir heute Vormittag 5.02 Euro bezahlt. Noch billiger wird es mit der Carpool-Option, wo sich mehrere Mitfahrende eine Fahrt teilen."

    Auch in Äthiopien gibt es kein Über, dafür aber Ride. Auch hier sind die Preise unschlagbar, so haben wir heute für 20 Minuten 500 Bir incl. Trinkgeld bezahlt. Das sind etwa 2.50 CHF. Schade ist nur, dass ich keine Kreditkarte in Ride hinterlegen kann und somit am Ende der Fahrt jeweils Bar bezahlen muss.
    Die Autos sind allerdings etwas kleiner und älter als letztes Jahr in Kasachstan und Kirgistan. Aber es gibt auch hier schon Ride Food anstelle von Über Eat.
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  • Selo Craft Tella

    10月7日, エチオピア ⛅ 22 °C

    Besuch und Verkostung in der besten (und einzigen??) Craft Bier Brauerei in Addis Abeba. Sieben Biere am "Zapfhahn" (Bzw. im Krug), alle mit Zwerghirse anstelle oder zusätzlich zur Gerste eingebraut.
    Wir entscheiden uns für ein Lite-Beer (dass sich als spiced Porter herausstellte) und ein porterstyled Kaffeestout. Beide Biere nicht Style-typisch, aber fehlerfrei gebraut.
    Dazu gibt es Qolo, eine bunte Mischung aus geröstetem Getreide.
    Und eine vegetarische, gemischt Platte dazu. Gemüse auf Injera-Brot aus Teff. Ausser dem Kartoffelsalat ist alles zwischen scharf und sehr scharf. Da hilft auch das Bier nicht wirklich.
    Zum Abschluss gibt es noch einem Kaffee mit ziemlich viel Weihrauch für Brigitte. Und das Ganze für umgerechnet etwa 8 CHF.

    Ein grandioses Erlebnis, vielleicht kommen wir die nächsten Wochen nochmals hier her.

    Wir haben beim nächsten Bier noch den Brauer ("Johannes") kennengelernt und eine Führung durch seine ganze Brauerei bekommen (siehe Bilder). Er fermentiert kalt mit den Blättern des Faulbaumes - sofern sein amharisch mit meinem englisch kompatibel war. Nach der Gärung wird das Bier direkt aus den blauen Fässern (seinen Gärtanks) mit einem Pitcher in die Blechtassen auf dem Tisch eingeschenkt. Es gibt keine Kühlkette dabei 🤔.
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  • Bole Medhanialem Cathedral

    10月7日, エチオピア ⛅ 18 °C

    Wir vertreten uns nach dem Flug noch etwas die Beine und landen in einem Gottesdienst in und vor allem vor der Kathedrale.
    Es ist so ziemlich alles anders, alles wir einen Gottesdienst kennen. Fasziniert drehen wir eine Runde um die Kathedrale, beobachten die Betenden, lauschen den Predigern und den Gesängen von Hintergrund aus. Ich glaube, wir haben nicht gestört und sind doch Teil davon geworden.もっと詳しく

  • Holy coffee

    10月7日, エチオピア ⛅ 14 °C

    Zur Begrüssung lädt uns unser Guide (Teketayi, genannt Teke) erst mal auf einen Kaffee ein. Ziel ist eine der modernen Kaffeehausketten der Stadt.
    Wir erfahren in Schnelldurchlauf alles wichtige über Äthiopien, Geschichte, Kultur, E-Autos und Addis Abeba.
    Für Brigitte gibt es Acocado-Saft mit Honig, für Jürgen gibt es den ersten Kaffee seit 20 Jahren.
    Teke sprach von einem "holy coffee" 🤣😂
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  • Touristischer Dreiklang

    10月7日, エチオピア ⛅ 17 °C

    Wir sind in Addis Abeba gelandet. Während es auf unseren Uhren 6:20 ist, zeigen die Uhren am Flughafen 0:20 Uhr an. Das kann ja lustig werden, wir sind schon jetzt verwirrt.
    Bevor wir unseren Guide vor dem Flughafen treffen, besorgen wir uns zwei der drei wichtigen Dinge: das Visum (on arrival) und die lokale Währung Bir.
    Da ausser uns alle anderen Personen im Flugzeug Addis Adeba nur als Zwischenstopp nehmen und direkt weiter an einen anderen Ort in Afrika fliegen, sind wir die Einzigen am Visa-Schalter. Nach etwa drei Minuten haben wir schon das Visum in unseren Reisepässen eingeklebt - absoluter Rekord und nicht vergleichbar mit Iran oder Turkmenistan.
    Die 60 Dollar pro Visum können wir gleich am Schalter nebenan bezahlen, wo wir auch Geld wechseln können (1 € sind 200 Äthiopische Bir). Jetzt haben wir Stapel voller Bir dabei.
    Etwas später - nach einem Kaffee - besorgen wir Brigitte noch eine lokale eSim (30 Tage, unlimiert Daten, 2150 Bir)

    Damit haben wir den touristischen Dreiklang aus Visa, Geldwechsel und eSim erfolgreich abgeschlossen und das Abenteuer kann beginnen.
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  • Ethiopia Airlines, Frankfurt

    10月6日, ドイツ 🌙 15 °C

    Unser erster Flug mit Ethiopia Airlines. Auf dem Boarding Pass werden wir schon im Jahr 2019 begrüsst.
    Ansonsten sind das Boarding und der Flug ziemlich unspektakulär. Aber wir hören zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum Amharisch (eine der Landessprachen von Äthiopien). Daraus lässt sich für uns so gar nichts ableiten, wir können nicht mal erahnen, um was es gerade in den Ansagen des Piloten oder in den Filmen an Bord geht.
    Den Flug verbringen wir mit schlafen, essen, Filme schauen. Und trotzdem ziehen sich die sieben Stunden Flug wie zäher Kaugumni. Ich habe das Gefühl, dass dies im Alter immer schlimmer wird.

    "Sind wir bald da?" ,😂🤣
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