• Brigitte und Jürgen
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Transsib und Lhasa

Et 143-dagers eventyr av Brigitte und Jürgen Les mer
  • Ostgipfel, Hua Shan, Shaanxi, China

    22. august 2014, Kina ⋅ ☁️ 19 °C

    Auf dem Weg zum Ostgipfel zieht noch Nebel auf. Schon anzusehen, schlecht für die Aussicht.
    Um den Touristen was zu bieten wurde hier der sogenannte Planken-Weg eingerichtet. Auf einfachen Holzplanken kann man über einen 2000 Meter senkrecht abfallenden Hang laufen. Um hinzukommen muss man rostige Metalleitern hinabsteigen. Zur Sicherung gibt es Klettergurte.
    Definitiv nichts für mich!
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  • Seilbahn, Nordgipfel, Hua Shan, China

    22. august 2014, Kina ⋅ ☁️ 19 °C

    Endlich sehe ich die Seilbahnstation. Doch ich bin nicht der Einzige, der jetzt runterfahren will. Ich stehe in der Schlange und sehe die Uhrzeit laufen. Inzwischen ist es kurz vor sieben, als ich beim Einstieg der Seilbahn bin. Mein Bus ist wohl weg, mal schauen was sonst noch geht.
    Immerhin geht es mir besser als einigen Chinesinnen, die die Höhe, die Anstrengung und das lange Anstehen nicht verkraftet haben und ohnmächtig umfallen.
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  • Hua Shan, Shaanxi, China

    22. august 2014, Kina ⋅ ☁️ 19 °C

    Diesmal ist die Seilbahnfahrt ganz unspektakulär. Einfach gerade den Berg runter, fertig.
    In Gedanken bin ich eh schon bei meiner Heimfahrt. Gibt es noch einen Bus? Taxi? Vielleicht finde ich noch jemand, mit dem ich es teilen kann.
    Aber alles kein Problem. Am Eingang des Parks steht tatsächlich noch ein letzter Bus nach Xian. Der Lumpensammler / Besenwagen sozusagen. Er nimmt alle die mit, die wie ich zu spät vom Berg runter kamen. Allerdings wartet er auch erst noch auf den allerletzten. Somit fährt der letzte Bus erst um halb neun ab. Unterwegs werde ich dafür mit den aktuellsten chinesischen Musikvideos unterhalten.
    In Xian schmeist der Busfahrer uns dann nach drei Stunden irgendwo am Stadtrand raus, so dass ich für die letzten Kilometer nochmal in ein Taxi umsteige.
    Und dann reicht es mir auch für den Tag und ich bin froh, wieder im Hotel zu sein.
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  • Grosse Wildgans-Pagode, Xian

    23. august 2014, Kina ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach dem gestrigen Tag auf dem Berg heute ein Tag in der Stadt. Gemütlich ein bisschen ausschlafen, bummeln und die Sehenswürdigkeiten anschauen. Ganz oben auf der Liste steht die grosse Wildgans-Pagode, das Wahrzeichen der Stadt.
    Bevor ich diese jedoch anschauengibt es zuerst noch Mao-Eis und eine Springbrunnen-Show.
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  • Trommel-Turm, Xian

    23. august 2014, Kina ⋅ ☀️ 32 °C

    Nachdem ich in Beijing den Glockenturm (von welchem aus die Tageszeiten geschlagen wurden) besichtigt habe besteige ich in Xian den Trommelturm. Hier wurden früher die Nachtzeiten geschlagen: Sonnenuntergang zum Zeichen, dass die Stadttore geschlossen wurden. Um Mitternacht, damit die Einwohner ins Bett gehen. Zum Sonnenaufgang als Hinweis, dass die Stadttore und Palast-Tore geöffnet wurden.
    Im Trommelturm werden alte Trommeln ausgestellt und von oben hat man einen guten Blick in die umliegenden Strassen und zum Glockenturm.
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  • Muslimisches Viertel, Xian, China

    23. august 2014, Kina ⋅ ⛅ 25 °C

    Eigentlich wollte ich noch die grosse Moschee besichtigen. Doch sie kann nicht so gross sein, denn ich finde sie nicht. Allerdings sind die Gassen im muslimischen Viertel auch verwinkelt, eng, unbeschriftet und voller Menschen, Speisen, Güter, Düfte. So dass ich bald die Moschee vergesse und überlege, in welcher dieser vielen Gassen ich zu Abend essen werde.Les mer

  • Überall in China, China

    24. august 2014, Kina ⋅ ⛅ 27 °C

    Ich fasse es nicht. Letzte Woche dachte ich, dass mir auf dieser Reise noch nichts Ernstes passiert ist. Mir wurde weder was geklaut noch wurde ich betrogen. Natürlich zahle ich an manchen Stellen den "Ausländerzuschlag", dieser ist jedoch immer nur im Rappen-Bereich und ich achte darauf, dass dies nicht zu oft passiert. Und jetzt dies!
    Gestern Abend wollte ich mit einem 100 Yuan Schein im Supermarkt bezahlen. Die Verkäufer prüfen IMMER und ÜBERALL die grossen Scheine auf Echtheit. Und mein Geldschein ist falsch! Mir wurde Falschgeld angedreht! Nicht so schlimm, ich habe den falschen Schein zurück bekommen und mit einem anderen, echten Schein bezahlt.
    Heute morgen habe ich im Hotel meine anderen Geldscheine überprüfen lassen. Mein Verdacht hat sich bestätigt. Neben dem falschen 100 Yuan Schein habe ich noch sieben falsche 10 Yuan Scheine. Verdammt. 170 Yuan Falschgeld. Umgerechnet 25 Franken. Das ist ärgerlich.
    Noch ärgerlicher ist aber, dass ich genau weiss, woher ich dieses Falschgeld habe. Und auch noch selber Schuld bin, weil ich in diesem Moment gegen alle Sicherheitsregeln verstossen habe.
    Vorgestern Nacht, auf dem Rückweg von der Hua Shan Bergtour, habe ich für die letzten Kilometer ein Taxi genommen. Ich habe es auf der Strasse angehalten (1. Fehler) und mich nach hinten gesetzt (2. Fehler). Ich habe die Fahrt (30 Yuan) nicht passend gezahlt (3. Fehler), sondern dem Fahrer 100 Yuan gegeben und nicht darauf geachtet, was er mit dem Schein macht (4. Fehler).
    Er hat den Schein heimlich ausgetauscht und mir mit der Behauptung, dieser sei falsch, zurückgegeben. So kam ich zu den falschen 100 Yuan. Dann habe ich dem Fahrer einen anderen 100 Yuan Schein gegeben (5. Fehler) und er hat mit sieben falsche 10 Yuan Scheine zurückgegeben.
    Verdammt, bin ich blöd gewesen. Als wäre ich zum ersten Mal auf Reisen! Fünf Fehler auf einmal gemacht. Ich muss von der Bergtour echt fertig gewesen sein, so blöde auf einen Geldwäscher reinzufallen.
    Jetzt sitze ich mit meinem Falschgeld da und werde versuchen, dies unauffällig wieder loszuwerden. Ich werde schon nicht in den Knast kommen...
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  • Im Zug unterwegs, China

    24. august 2014, Kina ⋅ ⛅ 31 °C

    Falls ihr mal auf die Karte geschaut habt werdet ihr euch wundern, warum ich unterwegs nach Wuhan bin. Von Xian aus gesehen liegt Wuhan nämlich überhaupt nicht auf dem Weg Richtung Lhasa. Ganz im Gegenteil.
    Meine Reiseroute hat sich in den letzten Tagen ein bisschen geändert. Mein ursprünglicher Plan, mit dem Zug bis nach Tibet zu fahren, geht leider nicht in Erfüllung. Zum einen konnte ich vor meiner Abreise keinen Anbieter in der Schweiz oder Deutschland finden, der eine solche Reise (Zug Beijing - Lhasa und Rundreise Tibet) zu einem vernünftigen Preis angeboten hat. Und in Beijing habe ich indem Reisebüros ebenfalls kein passendes Angebot bekommen. Zusätzlich hat die chinesische Regierung die Auflagen für Reisen von Ausländern nach Tibet kürzlich wieder verschärft.
    Somit greife ich auch meinen Plan B zurück und reise mit einer Gruppe nach Lhasa und durch Tibet. Diese Gruppe (aus Deutschland) treffe ich am 3. September in Chengdu. Und dann geht es mit dem Flugzeug nach Lhasa.
    Bis zum 2. September habe ich also noch Zeit, um mir China anzuschauen. Zuerst wollte ich nach Shanghai, aber dann habe ich mich gegen Grossstadt und für Landschaft und Erholung entschieden. Darum fahre ich jetzt nach Wuhan und morgen weiter nach Yichang, von wo aus ich eine Kreuzfahrt auf dem Yangtze / Jangtse starte. Danach geht es über Chongqing weiter nach Chengdu.
    Der Schluss der Reise ist momentan leider noch offen. Eigentlich wollte ich mit der Gruppe von Tibet nach Nepal weiterreisen. Allerdings hat ein Erdrutsch und Überschwemmungen in Nepal dazu geführt, dass die Reiseroute evtl. angepasst werden muss. Ich werde sehen, wo es mich noch hinverschlägt.
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  • Hochgeschwindigkeitsrausch, China

    24. august 2014, Kina ⋅ ⛅ 31 °C

    Der Hochgeschwindigkeitszug ist toll. Ich bin froh, dass ich diese lange Strecke nicht mit einem der üblichen normalen Fernzüge gemacht habe. Zukünftig will ich nur noch so reisen.
    Es gibt bequeme Sitze mit genug Beinfreiheit, Steckdosen an jedem Platz um das Smartphone aufzuladen, eine funktionierende Klimaanlage (die nicht willkürlich zwischen 8 und 38 Grad schwankt), grosse und saubere Fenster, kein Gestank, saubere und westliche Toiletten, keine schreienden Kinder und vor allem ein durchgehendes Rauchverbot! Und trotzdem gibt es die chinesischen Annehmlichkeiten wie überall kostenloses kochendes Wasser für Tee, bzw. für die Instant-Speisen meiner Mitreisenden.
    Diese können lesen, schreiben und mindestens ein bisschen Englisch reden.
    Diese Zugreise erinnert eher an einen Flug. Es gibt englischsprachige Durchsagen (auch mit Sicherheits- und vor allem Verhaltenshinweisen). Die Zugbegleiterinnen sind durchweg gross, schlank, hübsch und freundlich! Das mobile Angebot an Speisen und Getränke wird in den gleichen Container durch den Zug gerollt, aus denen es auch im Flugzeug transportiert wird. Und es gibt Spuckbeutel.
    Es gibt einen Restaurant-Wagen mit leckerem Essen und kaltem Bier (gegen später).
    Eigentlich fehlt nur ein WLAN und/oder ein besseres TV-Angebot anstelle der chinesischen Musikvideos. Der Handy-Empfang ist auch mau, liegt wohl wie bei den deutschen ICE beim umgekehrten Faradeischen-Käfig-Effekt.
    Und das einzige, was nicht Hochgeschwindigkeit ist, ist das Ein- und Aussteigen der Passagiere. Obwohl dies eigentlich gut organisiert ist. Auf den Bahnsteig dürfen nur Leute mit Fahrkarte. Und diese stehen bei der Einfahrt des Zuges genau am dem Türen. Jeder Wagen hat an beiden Enden Türen, zu einer Tür Word ausgestiegen, an der anderen kann gleichzeitig eingestiegen werden. Umwerfend organisiert, aber es gibt immer einen einzelnen Fahrgast, der die ganze Ordnung über den Haufen wirft.
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