Tag 13 - Glasgow
August 13 in Scotland ⋅ ☁️ 24 °C
Der Tag begann heute irgendwie etwas komisch. Wir mussten früh aufstehen, um unser Auto noch einmal umzuparken. Eine Aufgabe, die Steve freundlicherweise übernahm, während ich mich noch ein bisschen im Bett herumdrückte. Als er wieder zurück war, legten wir uns einfach noch einmal hin. Und schliefen wieder ein. So viel zum frühen Start in den Tag. Irgendwann schafften wir es dann doch aufzustehen und machten uns auf den Weg. Ganz spontan landeten wir in der Hidden Lane, einer kleinen, versteckten Gasse mitten in Glasgow, die sich bunt und kreativ präsentiert. Zwischen kleinen Läden, Ateliers und Cafés entdeckten wir ein unglaublich süßes Teehaus. Genau unser Ding. Eigentlich wollten wir anschließend noch eine Free Walking Tour machen. Eigentlich. Leider hatten die Busse offenbar andere Pläne. Sie kamen nicht so, wie sie sollten, und irgendwann war klar: Wir würden es nicht mehr rechtzeitig zum Treffpunkt schaffen. Super. Also Plan B. Nach längerem Überlegen entschieden wir uns schließlich für den Hop-on-Hop-off-Bus. Und ehrlich gesagt war das gar keine schlechte Idee. Nach mittlerweile fast zwei Wochen Urlaub waren unsere Beine doch etwas müde und wir hatten keine Lust mehr, jeden Hügel selbst hochzulaufen. Also ließen wir uns einfach 90 Minuten durch Glasgow kutschieren. Und wir waren überrascht, wie gut uns die Stadt dabei gefiel. Glasgow ist wirklich eine ziemlich coole Stadt. Viel größer und abwechslungsreicher, als wir zunächst erwartet hatten. Die Stadt hat unglaublich viele Aufs und Abs, nicht nur geografisch, sondern auch historisch. Glasgow hat sich im Laufe der Jahrhunderte ständig verändert: von der Handels- und Industriestadt über den Niedergang vieler Industriezweige bis hin zur heutigen jungen, kreativen und lebendigen Stadt.
Unser Guide meinte auch, dass die Glasgower im Gegensatz zu den Edinburghern Persönlichkeit hätte. Der Konflikt wurde deutlich. Besonders witzig war, dass sich die Stadt gerade auf die bevorstehende Dudelsack-Weltmeisterschaft vorbereitete. Die World Pipe Band Championships fanden am nächsten Tag statt und in den Parks wurde deshalb fleißig geübt. Überall hörten wir Dudelsäcke und Trommeln. Nach der Tour meldete sich dann allerdings der Hunger. Wir gönnten uns bei einem Italiener einen Lunch Deal mit leckerer Lasagne. Da wir sowieso keine Lust mehr hatten, irgendwo lange zu sitzen, nahmen wir das Essen mit ins Hotel und machten es uns dort gemütlich. Leider ging es Steve danach nicht mehr ganz so gut. Die vielen Kilometer, das ständige Unterwegssein und die letzten Tage voller Programm hatten offenbar ihren Tribut gefordert. Also machten wir etwas, das wir auf dieser Reise bisher erstaunlich selten getan hatten: Wir ruhten uns aus. Und zwar richtig. Am Abend machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Kelvingrove Park. Der Park liegt direkt bei der University of Glasgow und dem Kelvingrove Art Gallery and Museum, das zu den meistbesuchten Museen Schottlands gehört. Eine wirklich schöne Ecke der Stadt (und zufälligerweise direkt neben unserem Hotel) und ein perfekter Ort, um den Tag etwas ruhiger ausklingen zu lassen. Und natürlich waren auch hier wieder die Dudelsackspieler unterwegs.
Wir schlenderten durch den Park, lauschten den Dudelsäcken und ließen Glasgow einfach ein bisschen auf uns wirken.Read more


























