Laos
Muang Sing

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Travelers at this place
    • Day 25

      7.4.23, zurück in ländliche Regionen

      April 7, 2023 in Laos ⋅ ⛅ 32 °C

      Es hieß (laut Lonely Planet und der örtlichen Touri-Info), man würde in Muang Sing wunderbare Treks in den Nationalpark machen können und dabei unterschiedliche Stämme/Minderheiten und ihre besonderen Künste bestaunen. Denn die unterschiedlichen Kulturen hier können zum Beispiel besonders toll weben, Papyruspapier herstellen oder Körbe flechten. Andere wiederum sind für ihre Landwirtschaft bekannt. Alle haben sie aber gemeinsam, dass sie in sehr ärmlichen Verhältnissen leben und in die Dörfer/Städte gehen, um dort bei jeglicher Form von Arbeit etwas Geld zu verdienen.
      Und so sind wir nun in Muang Sing gelandet und schnell von dem etwas anderen Leben eingeholt. Denn hier ist von Touristen nichts mehr zu spüren. Wir treffen nur ein westliches Gesicht, eine Französin, die uns zu Akha-Frauen führt, die uns wiederum versprechen am späten Nachmittag mit in ihr Dorf zu nehmen.
      So verbringen wir den ganzen Tag in der Stadt, in der sonst für Touristen nichts mehr zu finden ist. Wer weiß, ob hier vor Covid etwas zu finden war. Aber die Gästehäuser sind geschlossen, die Touri Info gibt es nicht mehr, das Stadtmuseum ist nicht geöffnet und Fahrrad oder Scooterverleih gibt es auch nicht. Aber irgendwie vertreiben wir uns dennoch 8 Stunden lang die Zeit. Einerseits schlendern wir durch die versmogten Straßen, wir spielen mit den Kids Fußball und besuchen den Markt. Andererseits schlage ich mich mit komischen Gefühlen rum: was zum Teufel mache ich hier? Will ich weiterhin in der verschmutzen Luft reisen? Wo könnte es stattdessen hingehen? Was erwarte ich von einem Abenteuerurlaub, wenn mir die fehlenden Touristische Infrastruktur negativ auffällt? Wie gehe ich damit um, dass hier überall der Müll rumliegt? ...
      Auf dem Markt bestaunen wir neben Gemüse und Plastik-Schnick-Schnack auch alle möglichen Teile von Tieren. Lebende Hühner sind ja ein Bruchteil gegen die Innereien und Einzelteile der Rinder und Ziegen. Von Gebiss, über Zunge, bis Schwanz und Augen.
      Mittags gab's Suppe mit leckeren Nudeln in würziger Brühe, vorwiegend mit Stücken, die unserer Blutwurst ähneln.
      Um 17 Uhr finden wir uns dann wieder bei den Akha-Frauen ein, die bis dahin 10 Stunden auf der Baustelle einen Chinesen geschuftet haben. Wir fuhren mit ihnen in das Umland von Muang Sing in deren Dorf. Hier werde ich schlagartig von der Realität eingeholt und ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finde. Auf jeden Fall nennt sich das jetzt: echtes Abenteuer!
      In diesem Dorf finden sich zahlreiche Holzhäuser auf Stelzen, darunter werden Motorbikes oder Holz gestapelt oder Wäsche aufgehangen. Auf den Straßen spielen die Kindern, die Frauen kommen von den Feldern zurück. Zwischenzeitlich rennen hier die alten Frauen nach ihrem langen Arbeitstag auch barbusig rum. Ansonsten sieht es hier wirklich ärmlich aus. Mit unserem privaten Homestay teilen wir für die Nacht also die Hütte mit der Familie. Hier sitzen alle auf dem staubigen Boden, am offenen Feuer wird gekocht und in der alten Kommode steht der Röhrenfernseher der der Hintergrundbeschallung dient. Es ist volles Haus. Ca. 9 Kinder toben hier rum, ansonsten 3 alte Frauen, die uns die ganze Zeit Sachen verkaufen wollen, 3 junge Männer und der Großvater. Mit lustigen Handbewegungen und Keksen machen wir uns Freunde mit den Kindern. Und dann geht's zu Bett. Und nun liege ich hier, auf zerschlissenem Bettzeug, spürbaren Federkernen und habe mich nicht gewaschen, weil es gar keine Möglichkeit gibt. Ui ui ui. Im Hintergrund wird hier ansonsten fleißig gerotzt. also von gaaaanz tief unten alles hoch geholt was es gibt und dann durch die Ritzen zwischen den Dielen auf den Boden gespuckt. Jamm jamm.
      Ja, also, was halte ich nun davon? Hätte ich eine Tout gebucht, hätte ich zweifelsohne gesagt, dass ich wirklich etwas mehr Komfort erwartet hätte. So bin ich aber nun wirklich im echten, authentischen Leben angekommen. Davor wollte ich vllt die ganze Zeit die Augen verschließen... Verrückt. Die Armut wird damit auf jeden Fall deutlich. Und ich würde mich sehr freuen, wenn die Frau, bei der wir jetzt übernachten, etwas von dem an uns verdienten Geld an die anderen abgibt. Denn zweifelsohne hat sie mit uns riiiichtig viel Geld verdient. Und dennoch fühle ich mich in dem Dorf nur halb willkommen. Ich gehöre hier einfach nicht hin, ich passe hier einfach nicht rein. Nicht wegen des fehlenden Komforts, sondern weil ich mich fühle, als seien Touristen von den anderen Dorfbwohnern nicht gewollt ...
      Alles in allem aber ein Erlebnis, was in die Kategorie "unbezahlbar" und "Erinnerung fürs Leben" gehört.
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    • Day 388

      Bergdörfer

      January 21, 2017 in Laos ⋅ ⛅ 19 °C

      Nach der obligatorischen Stärkung durch eine Nudelsuppe zum Frühstück geht es durch den Nationalpark.
      Die Strecke ist holprig, aber sehr abwechslungsreich. Urwald, Reisfelder, Bergdörfer.
      Am Nachmittag lassen wir uns von einem lokalen Guide verschiedene Bergdörfer zeigen und die Unterschiede erklären - das ist interessant. Er lädt uns auch kurz zu seiner Familie ein. Mit der ganzen Großfamilie wohnt er in einem typischen Stelzenhaus.
      Er empfiehlt uns zum Abendessen den lokalen Nachtmarkt. Dort können wir alles probieren und bekommen unsere Portion in einem Plastiktütchen in die Hand gedrückt. Wir kaufen noch zwei Beerlao und genießen das lokale Essen auf der kleinen Terrasse unseres Holzhüttchens. Das Beerlao ist zur Löschung der Schärfe wirklich notwendig.
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    • Day 14

      Mit dem Roller nach Muang Sing

      November 11, 2019 in Laos ⋅ ⛅ 29 °C

      Heute wollen wir Muang Sing erkunden, im Norden Laos. Die Stadt liegt etwa 14 Kilometer von der Grenze zu China entfernt.
      Wir mieten für 80'000LAK / CHF 9.- einen Roller. Die Strasse führt vorbei an vielen kleinen Dörfchen und durchquert teils den Nam Ha Nationalpark. Nach ca einer Fahrt von 2 Stunden, kommen wir in Muang Sing an. Die Stadt bietet nicht sehr viel zu sehen. Wir besichtigen 2 Stupas (Buddhistische Gebäude), mehr gibt es nicht zu sehen. Bei der ersten Stupa, treffen wir einen Mönch, den wir gestern auf unserer Velotour in Luang Namtha kennen gelernt haben. Wir stehen am Schatten unter einem Baum und unterhalten uns mit ihm. Er erzählt uns, dass zur Zeit ind dieser Stadt ein grosses Stupa Festival sei, ca. 5 Kilometer entfernt.
      Da wollen wir hin, doch zuerst möchten wir es wieder einmal versuchen, einen Kaffee zu bekommen. Wir halten bei diversen Restaurants und Shops an und fragen nach Kaffee. Die Antworten lauten, NO. Das ist alles, ohne ein Lächeln. Auf uns wirkt diese Stadt nicht wircklich freundlich, wir fühlen uns nicht Willkommen. Also suchen wir uns im Internet ein Hotel und hoffen, dass wir da unseren geliebten Kaffee erhalten. ☕-Time😋 wir werden fündig.
      Und weiter gehts mit dem Roller zum Stupa Festival. Dieses hat eindeutig unseren Tag gerettet😀 Es war wundervoll. Wir waren die einzigen Toristen unter Tausenden von Laoten😍
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    You might also know this place by the following names:

    Muang Sing

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