• Hans Schwendner
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Auf dem fränkischen Gebirgsweg

A short but fine adventure by Hans Read more
  • Trip start
    June 4, 2026

    Die Anreise

    June 4 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    So. Es ist wieder mal soweit. Ich sitze in der S6 Richtung Nürnberg. Meine Reise führt mich über Fürth, Kaulsdorf (Saale) nach Blankenstein (Saale).
    In diesem thüringischen Ort führt der Rennstein durch und beginnt der fränkische Gebirgsweg. Der fränkische Gebirgsweg erstreckt sich über viele ( zuviele ) Kilometer, dass ich einige Abkürzung eingeplant habe. Da die Entfernungen zur Heimat überschaubar sind, werde ich ( dank Deutschlandticket ) immer wieder mal nach Hause pendeln.
    Die heutige Etappe führt mich über ca. 17km von Blankenstein nach Selbitz. Dort habe ich mich bei Verwandtschaft zur Übernachtung eingeladen.
    Morgen, die 2.Etappe wird mich dann weiter nach Münchberg führen.
    Wie weit ich letztlich kommen werde?
    Mal schaun . Ich habe ja bis jetzt noch keine weiteren Quartiere gebucht.
    Letztlich soll diese doch eher moderate Tour meine Fitness verbessern. Nach einer doch heftigen Lungenentzündung war es nicht klar, wie fit ich werde.
    Da ich, wider anderer Behauptung 😜, im Juli den Dolomiten Höhenweg Nr. 1 gehen werde, soll diese Tour der Vorbereitung dienen 😉.
    So. In Kürze erreiche ich Fürth/Hbf. und ich muss umsteigen.
    Bis später.
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  • Die Ersten Kilometer

    June 4 in Germany ⋅ 🌧 19 °C

    Als erstes muss ich der Bahn ein Lob aussprechen. Wir sind Pünktlich angekommen.
    Nachdem ich in Thüringen gestartet bin, waren dort die Geschäfte geöffnet. Dort ist heute kein Feiertag. So habe ich im dortigen Supermarkt beim Metzger und beim Bäcker noch Proviant mitgenommen. Es gab als erstes einen Kaffee und eine Nussschnecke, welche ich auf dem Vorplatz an einer Sitzbank verspeisen konnte.
    Die ersten zwei Kilometer ging es gemächlich an der Saale entlang, bis ich dann über eine Brücke wieder zurück nach Bayern gekommen bin. Mein Weg führte mich dann meistens über Forstwege, gelegentlich kurze Stücke über geteerte Straßen, auch weite Strecken einfach nur direkt auf Waldpfaden. In Issigau ging es dann erst runter in den Ort um dann lang steil aufzusteigen durch die dortigen Solarfelder, dann direkt in den Wald. In diesem Wald waren Urnengräber an den Bäumen und in der Mitte dieses Waldstücks waren Ruhebänke und ein Pavillon, den ich zur Mittagspause nutzte. Da ich es überhaupt nicht eilig hatte, habe ich die Pause länger ausgedehnt. In meiner Unterkunft war 17:00 Uhr als Ankunftszeit vereinbart, daher hatte ich immer noch viel Zeit und habe im Ort vor Selbitz noch mal eine längere Pause eingelegt. So bin ich dann um 16:50 Uhr, nach 17km, an meiner Unterkunft eingetroffen, wo ich auch schon erwartet wurde.
    Nach einem kurzen Gespräch und einer wohltuenden Dusche waren wir jetzt noch beim Griechen, um die Kalorien wieder aufzufüllen. Als wir dort beim Griechen saßen, ist dann ein Schauer niedergegangen. Richtig heftig. Auf unserem kurzen Rückweg hat es noch leicht getröpfelt. Mal sehen wie das Wetter morgen wird. Morgen geht es dann nach Münchberg. 22km.
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  • Habe den Radweg abgelehnt

    June 5 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Wenn du nach Münchberg möchtest, nimm doch den Radweg. Da sind nicht so viele Steigungen und auch keine Graswege. So sagte man mir bei meiner Übernachtung. Ich habe abgelehnt. Ziel war ja den Gebirgsweg zu machen und für die Fitness was zu tun. Nachdem dann kurz vor 8:00 Uhr noch mal ein Schauer runter kam, hab ich diesen noch abgewartet. Nach dem reichhaltigen Frühstück mit Marmelade und Honig war mein Blutzucker so hoch, dass die ersten Höhenmeter wie im Flug dahin gingen. Die ersten 5 km waren im nu geschafft. Dann kamen die erwähnten Graswege. Nachdem es ja kurz vorher noch geregnet hatte, waren meine Schuhe so schnell durch und meine Strümpfe schwammen. Auch die Hosenbeine waren bis fast zu den Knien nass. Zum Glück verschwindet das Wasser beim Laufen sehr schnell wieder aus den Schuhen und von den Hosenbeinen.
    Die Beschilderung auf dem Gebirgsweg ist einwandfrei, man könnte den Weg auch ohne Navi laufen. Einzig die Rastmöglichkeiten waren heute nicht vorhanden. Durch den starken Wind und kaum Sonne waren Pausen kaum möglich. Als der Weg dann längere Zeit durch den Wald führte und die Sonne so schön herein schien, habe ich Ausschau nach einem Baumstumpf gesucht. Bei dieser Suche sagte das Navi: „Links abbiegen“. Da aber so halb links auch ein Weg abbog, bin ich diesem gefolgt, was sich nicht als schlecht herausstellte. Denn kurze Zeit später fand ich einen Baumstumpf. Wind geschützt in der Sonne, wo ich dann meine erste Rast machte. Nur die Information vom Navi: „Die Route wird angepasst“, machte mich stutzig. Als ich nach meiner Pause wieder aufbrach, warf ich einen Blick auf das Navi. Ich stellte dabei fest, dass ich schon 30-40 m in die falsche Richtung gelaufen bin. Also zurück und den richtigen Abzweig genommen.
    Da wie erwähnt, die Pausenmöglichkeiten begrenzt waren, bin ich ohne größere Pausen bis Münchberg durchgelaufen. So sitze ich nun schon um 13:50 Uhr am Bahnsteig und warte auf meinen Zug Richtung Bamberg. Jetzt fahre ich erst mal zurück nachhause. Gleich werde ich noch das Wetter für Morgen checken. Es soll morgen dann von Münchberg nach Bischofsgrün weiter gehen.
    Dazu fahre ich dann wieder zurück nach Münchberg.😉
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  • Nicht mein Musikstil

    June 6 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute Früh war ja die Rückreise nach Münchberg. Um 6:24 Uhr fuhr mein Zug in Neustadt ab. Heute über Nürnberg. Im Moment ist die Strecke Nürnberg-Bayreuth mit Schienenersatzverkehr bedient. Nachdem ich in den nächsten Tagen diesen Schienenersatzverkehr noch mal nutzen muss, wollte ich heute herausfinden wie das alles läuft. 2 Minuten vor Abfahrt des Busses bin ich eingestiegen. Der Platz hinterm Busfahrer war noch frei. Pünktlich fuhr der Bus dann ab. Kurze Zeit später hat dann der Busfahrer für sich seine Musik angemacht. Ich steh allerdings nicht auf türkische Schlager, absolut nicht mein Musikstil.
    Zeitig sind wir dann in Pegnitz am Hauptbahnhof angekommen wo ich dann den Zug Richtung Münchberg nehmen konnte. Pünktlich um 9:05 Uhr kamen wir dort dann auch an. Als ich das Bahnhofsgelände verlassen habe sind mir drei andere Wanderer aufgefallen. Kurze Zeit später hab ich diese drei Wanderer dann eingeholt und wir sind die ersten 7 km zusammen auf dem fränkischen Gebirgsweg gelaufen. Dann trennten sich unsere Wege, da ich, wie bereits erwähnt, einige Abkürzungen eingeplant habe. Nach circa 12 km, in Zell im Fichtelgebirge, wollte ich mir einen Kaffee gönnen. Leider waren in diesem Ort nichts zu bekommen. Also ohne Koffein weiter.☹️
    Ab Zell ging es dann steil bergauf. Vorbei an der Saale Quelle. Am höchsten Punkt dieses Weges stand eine Ruhebank. Dort habe ich dann eine längere Pause eingelegt. Als sich dann die Sonne hinter den Wolken verzogen hat und es zunehmend kühler wurde, zog ich weiter. Nun ging es längere Zeit auf einem Forstweg bergab um dann wieder über einen Single Trail zur Eder Quelle aufzusteigen. Cool. Zuletzt ging es dann in Bischofsgrün noch mal heftig den Berg hoch bis zu meinem Quartier. Da morgen Sonntag ist und keine Einkaufsmöglichkeiten auf dem Weg liegen, bin ich noch hier in den Supermarkt und habe ein bisschen Proviant eingekauft.
    Morgen geht es dann über den Ochsenkopf nach Untersteinach bei Bayreuth. Von dort aus werde ich dann wieder nach Hause fahren um dann am nächsten Morgen wieder zurückzukommen.😉
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  • Über den Ochsenkopf 😅

    June 7 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Nacht im Hotel war brauchbar. Um 5:00 Uhr bin ich aufgewacht und musste erst mal eine Schnake jagen. Dann wurden die Zeit ziemlich lang. Frühstück erst ab 8:00 Uhr. Da erwartete mich aber ein sehr schönes Frühstücksbuffet. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes. Beim Blick zum Schneeberg konnte man den Sendemast nicht sehen. Alles in Wolken. Nach dem Frühstück habe ich meine Sachen zusammengepackt und habe ausgecheckt. So bin ich gegen 9:00 Uhr losgekommen. Für die erwarteten 400 Höhenmeter hatte ich so eineinhalb maximal 2 Stunden eingeplant. Um 10:00 Uhr habe ich dann bereits den Ochsenkopfgipfel erreicht. Eigentlich wollte ich dort einen Kaffee trinken, aber dazu war es mir eigentlich noch zu früh. Länger aufhalten wollte ich mich dort oben auch nicht. Es war richtig kalt. Über 1000 Höhenmeter machen schon was aus. Ich war am überlegen meine Daunenjacke auszupacken. So habe ich mich nicht lange aufgehalten und bin abgestiegen. Der Weg führte mich dann immer auf circa 800 Höhenmetern durch den Wald überwiegend auf Forstwegen und immer kräftigen Wind und kaum Sonne. Mit Rastmöglichkeiten war der Weg auch nicht gesegnet. So habe ich auf einem Baumstumpf eine kurze Trinkpause eingelegt und später auf der einzigen Bank, die ich finden konnte, zu Mittag gegessen und meinen weiteren Weg gecheckt. Da ich ja wieder zurückfahre, habe ich den Fahrplan überprüft. Eine Abfahrtszeit, die mir so gut gefallen hat, hat dazu geführt, dass ich doch etwas Gas geben musste. Da es aber nun ausschließlich bergab ging, konnte ich zügig zum Bahnhof kommen. Nun wird in Kürze mein Zug kommen und ich fahre nach Bayreuth. Von dort dann mit dem Bus nach Nürnberg und mit dem Zug zurück. auf der heutigen Tour kam richtiges Bergfeeling auf. Der Anstieg hatte was von Gebirge und der lange Abstieg war Training für die Knie.Read more

  • Sabotage

    June 8 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute Morgen bei der Anreise hat mich in Nürnberg die Polizei sabotiert. Haben die doch im Berufsverkehr in der Regensburger Straße eine Polizeikontrolle eingerichtet. Der Verkehr wurde auf eine Fahrspur reduziert und musste im Schritttempo an den Polizeibeamten vorbeifahren, was zu einem immensen Rückstau geführt hat. Unser Busfahrer hat uns dann schon mal informiert, dass wir mit Verspätung in Bayreuth ankommen werden. Zum Glück war auf der Autobahn nicht so viel los und er konnte viel Zeit wieder herein fahren. Wir kamen mit lediglich 3 Minuten Verspätung in Bayreuth am Bahnhof an. Die Umsteigezeit zu meinem Zug war also noch eingehalten.
    Mein Weg würde mich eben über einen Golfplatz. Links oben auf dem Hügel waren zwei Golfspieler zu sehen. Als nach kurzer Zeit ein Golfball mitten bei mir auf dem Weg lag, dachte ich mir: Hübsch, nehme ich mir mal mit.
    Da kam von oben ein Ruf, ob ich wohl seinen Ball gefunden hätte. Schnell habe ich ihn fallen lassen und ihm signalisiert, wo er seinen Ball finden kann. Dann hab ich mich schnell aus dem Staub gemacht. 😜
    Die hätte ich beinah ganz schön sabotiert.
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  • Der fast perfekte Wandertag

    June 8 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Was war perfekt?
    Direkt beim Ausstieg Sonne, richtiges Wetter für kurzärmliches Hemd und kurze Hose.
    Die Strecke war anspruchsvoll, aber schön zu laufen. Immer wieder kurze An- und Abstiege die knackig waren. Singletrail, Forstwege und natürlich auch geteerte Straßen.
    Dann zur passenden Mittagszeit einen Kaffee!😎
    Was war nicht perfekt?
    Wie immer fand ich keine Bank für eine vernünftige Mittagspause, wo man auch mal die Beine hochlegen kann. So habe ich mich dann mit einer Böschung im Wald begnügt, wo ich eine kurze Rast gemacht habe. Dann wollte ich checken wie denn die Abfahrtszeiten des Zuges in Creußen sind. Leider kein Netz.
    Kurze Zeit später war dann meine Fahrplansuche erfolgreich. 15:10 Uhr Abfahrt in Creußen. Die Entfernung die ich noch zu gehen hatte, hat mich wieder herausgefordert. Ich musste wieder einmal Gas geben. Zu allem Überfluss hat mich dann meine Navi App in eine Sackgasse geleitet. Dort hat mich dann eine junge Frau darauf aufmerksam gemacht, dass es hier nicht mehr weitergeht und ich umkehren müsste. Also 300 m zurück und einen Umweg nehmen. Ein ständiger Blick auf die Uhr und die noch zu laufende Entfernung gab mir ein gutes Gefühl. 15:02 Uhr bin ich dann am Bahnhof eingelaufen.
    Dadurch, dass ich mich so beeilen musste, hatte ich für das 100 km Ritual kaum Zeit.
    Nun geht es mit dem Zug bis Pegnitz. Ab dort dann Schienenersatzverkehr nach Nürnberg. Wenn alles so läuft, bekomme ich den RE10 um 17:05 Uhr. NEA dann um 17:33 Uhr.
    Morgen dann die nächste Etappe: Creußen-Pegnitz (24km)
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  • Fitness Test bestanden

    June 9 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute war umzieh Tag. Zum Start hatte ich das langärmliche Hoody an. In Pegnitz am Bahnhof hatte ich dann 45 Minuten Wartezeit. Da wurde es zu kalt und ich musste die Daunenjacke auspacken. In Creußen angekommen bin ich dann wieder mit dem Hoody gestartet. Nach 4 km kam dann der erste richtige Regenschauer. Diesen habe ich im Wald noch ausgesessen. Ab da war dann Regenjacke, Regenrock und Regenschirm wichtig.
    Der fränkische Gebirgsweg führt ab Creußen nach Westen. Da habe ich eine Abkürzung nach Pegnitz eingeplant. Somit bin ich 8 km nach Creußen vom fränkischen Gebirgsweg abgezweigt und bin auf meiner selbst geplanten Route unterwegs gewesen. Nach weiteren 5 km habe ich noch mal das Regenradar überprüft. Es war kein weiterer Regen mehr in Aussicht, also Regenklamotten wieder ausziehen und auf Kurzarm T-Shirt umsteigen. Circa 4 km vor Pegnitz bin ich dann wieder auf den fränkischen Gebirgsweg gestoßen. Die letzten 4 km waren dann wirklich noch mal schön. Es ging ausschließlich durch den Wald auf Singletrails.
    Mein Weg würde mich dann durch die Stadt Pegnitz bis zum Bahnhof. Hier sitze ich nun und warte auf die Abfahrt meines Busses nach Nürnberg.
    Diese gut 24 km von Creußen nach Pegnitz waren zwar anstrengend, aber kein Problem.
    Da jetzt in den nächsten Tagen mehr Regen vorausgesagt ist und ich für die weitere Tour Quartiere buchen müsste, hab ich beschlossen, die Tour hier zu beenden. Vielleicht führt mich irgendwann mal mein Ehrgeiz dazu die letzten drei Etappen bis Hersbruck noch zu machen. Ich hoffe, euch haben meine Tourenberichte gefallen und bedanke mich fürs verfolgen. bis demnächst in den Dolomiten. Tschüß
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    Trip end
    June 9, 2026