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Kleine und große Eskapaden rund um Trier

Ich liebe es, draußen in der Natur unterwegs zu sein. Zum Glück hat sich mein früheres Ich für die wunderschöne Studentenstadt Trier entschieden – der perfekte Ausgangspunkt für kleine und große Microabenteuer in der Umgebung. Kommt ihr mit? Read more
  • Tafeltour Saarschleife

    October 17 in Germany ⛅ 14 °C

    Um kurz nach 10 Uhr sind Marius und ich heute wieder einmal losgefahren, um ein paar Stunden in der Natur zu verbringen. Mit der RB71 ging es von Trier Süd aus nach Mettlach. In Saarburg sind noch ein Freund und sein Hund zugestiegen. Hier gibt es eine weitere Tour, die zu unseren Standardwanderungen gehört – die Tafeltour.

    In Mettlach führt der Weg vorbei an Villeroy & Boch durch einen kleinen Park mit See. Nach einer Unterführung geht es vor der Fußgängerzone links den Berg hoch. Vorbei an einer Kirche und einem Friedhof geht es oberhalb durch den Wald.

    Hier schlängelt sich der Weg leicht bergauf durch den Wald und es gibt tolle Ausblicke über die Saar und den Hunsrück. Jetzt im Herbst, wenn es langsam bunt wird, ist es besonders schön.

    Nachdem die Burg Montclair erreicht ist, geht es wieder bergab. Der kleine Pfad ist mal felsig, mal waldbodig, mal beides. Unten an der Saar angekommen, läuft man ein Stückchen saaraufwärts, bis man den Fähranleger erreicht. (Achtung! Fahrzeiten der Fähre vorher recherchieren.)

    Auf der anderen Saarseite haben wir zum ersten Mal den Getränkekühlschrank wahrgenommen. Perso durchziehen, zwischen Wasser, Apfelsaftschorle, Fassbrause Johannisbeere und 0,0-%-Radler wählen, Geld in die Kasse werfen und die Tür wieder schließen. Für uns gab es die Fassbrause, die sehr lecker war.

    An der Saarlodge führt der eigentliche Weg der Tafeltour durch ein schönes Bachtal hinauf Richtung Cloef. Wir entschieden uns heute für ein bisschen Abwechslung und stapften den Cloef-Pfad unterhalb des Aussichtspunkts hoch.

    Oben angekommen, herrschte reges Treiben. Der Ausblick war herrlich. Wir machen gerne ein paar Hundert Meter weiter Pause, an der NST Hütte 367. Hier ist es wesentlich ruhiger und die Aussicht mindestens genauso schön.

    Die letzten 5 km schlängeln sich wieder hoch und runter durch den Wald. Eine kleine Bachüberquerung ist mit dabei und es gibt noch den ein oder anderen schönen Aussichtspunkt (noch mal mit Getränkekiste), bevor es zurück nach Mettlach geht.

    Wir sind heute direkt wieder zum Bahnhof gegangen. Manchmal gönnen wir uns noch ein Eis. Ich habe mich noch an das schöne Treffen mit Alalone und Pablo erinnert, die ich im Sommer hier ein Stück begleitet habe.

    45 Minuten später waren wir wieder in Trier. Es war ein toller Tag zum Wandern.
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  • Moselsteig Etappe 06: Mehring - Schweich

    October 3 in Germany ☁️ 19 °C

    Seit ich in Trier wohne, bin ich schon unzählige Male diese Etappe gewandert. Wir haben das schöne Wetter am Samstag genutzt und sind mit einem Freund plus Hund nach Mehring gefahren.

    Vom Trierer Hbf fährt der Bus 220 Richtung Neumagen-Drohn und hält in Mehring - Haltestelle Moselstraße. Rund 50 Minuten dauert die Busfahrt.

    In Mehring angekommen führt der Weg durchs Dorf und die Weinberge bergauf. Oben auf dem Huxlay-Plateau hat man normalerweise eine schöne Aussicht über das Moseltal, aber noch schauten wir auf eine Nebelwand. Hier gibt es auch einen Gesundheitspark mit allerhand Trainingsgeräten. Viele Menschen waren heute unterwegs und wir haben viele Wanderer getroffen.

    Weiter geht es über Wiesen und Wälder. Hier verläuft auch der "Moselsteig Seitensprung Extratour Zitronenkrämerkreuz" (19km), der ebenfalls in Mehring startet und auch sehr schön ist. Nach einem knackigen Anstieg hat man vom Mehringer Berg eine schöne Aussicht. Nun war auch endlich der Nebel weg.

    Der Abstieg erfolgt durch ein kleines Waldstück und entlang der Weinberge läuft man Schweich entgegen. Leider stand der Wind bisschen ungünstig und der Lärm der A1 war bisschen nervig. Zum Schluss geht es bergab durch den Wald nach Schweich und unterquert die Autobahn.

    Wir haben uns noch ein Eis gegönnt, bevor wir Richtung Bahnhof gegangen sind. Das Stück kann sich ziehen - ca. 25 Minuten Fußweg. Da am Samstag auf der Moselstrecke eine Stöhrung an der Oberleitung war, war jeder Zug verspätet, doch wir mussten zum Glück nicht lange warten. Von Schweich sind es nur wenige Minuten mit dem Zug zum Trierer Hbf.

    Es tat mal wieder so gut "vor der Haustür" eine Runde zu drehen, wie wir es in unserer Studizeit fast monatlich gemacht haben. Hoffentlich schaffen wir diesen Herbst noch ein paar Touren. Hier zu berichten motiviert mich auf jeden Fall schonmal. Nächste Woche ist ein Ausflug ins Bergische Land geplant.
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  • Unter- Über- Ober-irdisches Trier

    September 19 in Germany ⛅ 19 °C

    Unter-, Über-, Oberirdisches Trier - so nennt sich die Stadtführung, die wir im Rahmen eines Gewinnspiels anlässlich des 25. Jubiläums des VRT (Verkehrsverbund Region Trier) gewonnen haben.

    Startpunkt war der historische Weinkeller der Bischöflichen Weingüter. Gut gelaunt fuhr die gemischte Truppe mit dem Aufzug abwärts, als plötzlich der Aufzug auf einer Ebene stecken blieb und der Alarm losging. Die Türen ließen sich noch problemlos öffnen, und ein Mitarbeiter des Betriebs eilte herbei und gab uns nüchtern den Tipp: „Ihr müsst bei geschlossener Tür mit der Handfläche gegen die Tür drücken, dann geht's weiter.“

    Gesagt, getan. Auf der Innenseite der Tür war bereits ein Handabdruck zu sehen, und so fanden wir den magischen Punkt. Es ging noch eine Etage tiefer, wo bereits der erste Wein in Holzfässern gärte. Hier gab es auf den Aufzug-Schreck erst mal ein Gläschen Sekt und für uns Wasser.

    Es gab allerhand Infos zum Weinanbau und erste Einblicke in die Römerzeit. Zum Beispiel, dass das römische Stadtprofil deutlich unter dem heutigen liegt (8m laut Stadtführer). Im Laufe der Zeit hat der Mensch einfach immer wieder darüber gebaut.

    Der nächste Standort waren die Viehmarktthermen. Hier haben wir gelernt, dass auf dem Platz in römischer Zeit zunächst ein großes Gebäude mit vielen Räumen stand. Möglicherweise wurden dort Schriften aufbewahrt (Bibliothek?), bevor die Römer das Gebäude später zu einer Thermenanlage umbauten.

    Zudem gab es viele Infos zur römischen Badekultur, Wasserversorgung und generell zum hippodamischen, also schachbrettartigen Straßenbild. Die unterirdischen römischen Straßenverläufe sind heute sogar durch rote Granitsteine auf dem Viehmarktplatz sichtbar gemacht.

    Auch über die Entstehung Triers haben wir einiges gelernt. Die Stadt entwickelte sich in römischer Zeit unter anderem rund um die Moselbrücke (damals noch aus Holz) und das entstehende Fernstraßennetz. Die Mosel war damals ein seichter breiter Fluss, sodass das Ufer wohlmöglich auf Höhe des Cinemaxx mal war, wo alte Kräne ausgegraben wurden.

    Bevor es in die Mittagspause ging, besuchten wir noch eine WineBANK. Es ist quasi eine Bank mit Schließfächern, in denen man seinen Wein lagern kann. Bzw. weniger lagern – dafür ist der Raum und sein Klima laut unserem Stadtführer nicht unbedingt gedacht –, sondern vielmehr „Wein, den man nach dem nächsten Shoppingbesuch trinken möchte“, aufbewahren kann.

    Insbesondere Firmen nutzen diese WineBANK als Marketinggag. So haben beispielsweise die Trierer Gladiators (lokales Basketball-Team) hier ihr Fach. Die Preise für die Mitgliedschaft sind nichts für unsere Gehaltsklassen, und so überlassen wir diesen „Spaß“ sehr gerne der Trierer High Society. Eine Wein-/Wasserprobe gab es hier natürlich auch noch.

    Das gemeinsame Mittagessen gab es im Restaurant „Zur Glocke“. Auch hier speisten wir in einem historischen Keller. Dieser war wohl sehr lange zugeschüttet, bis ein Besitzer ihn zur Hälfte freilegte und renovierte. Die romanischen Säulen, die die Decke tragen, sind eigentlich doppelt so lang, und der Rest ist immer noch im verschütteten Keller versteckt – sehr beeindruckend. Ein Bogen weist tatsächlich gotische Elemente auf. Dieser wurde nachträglich verändert bzw. renoviert, wie es eben zu späteren Zeiten üblich war.

    Nach dem Mittagessen ging es zum Turm Jerusalem – unserem Standesamt in Trier. Auf dem Weg dorthin gab es noch ein paar Geschichten zu den Straßennamen in Trier (auch dazu gibt es eine ganz eigene Stadtführung). So heißt die Sieh-um-dich-Gasse – zumindest laut unserem Stadtführer – so, weil es innerhalb der Kirchenanlage natürlich Kirchenasyl gab und Verfolgte durch die Gasse rannten und sich dabei umschauten, ob sie es noch rechtzeitig bis zum schützenden Kirchenbereich schafften. Die historische Dokumentation erklärt den Namen allerdings anders: Er geht vermutlich auf eine gleichlautende Inschrift aus dem 15. Jahrhundert zurück, die als Warnruf an der Grenze zweier Rechtsbezirke verstanden werden könnte.

    Der Turm Jerusalem ist ein romanischer Wohnturm aus dem 11. bzw. 12. Jahrhundert und gehört damit zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt. Als Trier noch keine mittelalterliche Stadtmauer hatte, lebten betuchte Familien in solchen Wohntürmen. Diese dienten nicht nur als Wohnraum, sondern konnten im Konfliktfall auch Schutz bieten. Die mittelalterliche Stadtbefestigung entstand erst im 12. und 13. Jahrhundert.

    Im Turm sieht man außerdem, wie sich die Architektur mit der Zeit gewandelt hat und das Stadtprofil im Laufe der Jahrhunderte immer weiter in die Höhe gewachsen ist. So treffen hier verschiedene historische Bauepochen aufeinander. Hier gab es die nächste Wein-/Wasserprobe.

    Ein letzter Stopp mit einer letzten Wein-/Wasserprobe war im Keller der Weinstube Kesselstatt. Auch hier gibt es einen alten Weinkeller, der aber nicht mehr genutzt wird. Das sieht man auch an den Weinfässern, die langsam verfallen. Das Holz ist spröde, und die Fässer werden undicht. Eine Anekdote lautete hier, dass Moselwein sogar auf der Titanic ausgeschenkt wurde und nun die Flaschen am Boden des Atlantiks schlummern.

    Von alleine hätten wir uns diese Stadtführung mit Weinprobe wohl nicht gegönnt – zumal wir keinen Alkohol mehr trinken. Der Stadtführer hatte ein tolles Fachwissen und konnte gut Geschichten erzählen und begeistern. Leider war der ein oder andere Witz nicht mehr zeitgemäß, was die Stimmung ein bisschen getrübt hat. Trotzdem hatten wir einen tollen Tag.
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  • HeimatSpur MaareGlück

    September 14 in Germany 🌧 20 °C

    Unseren Septemberurlaub verbringen wir in der Region. Nicht mal zwei ÖPNV-Stunden von Trier entfernt (via Wittlich und dann Bus 555 nach Daun) liegen die Dauner Maare in der Vulkaneifel. Wir wollten diesmal keine lange Anreise und waren beide noch nicht hier, daher dachten wir, dass sich die Maare für einen Kurzurlaub gut eignen würden.

    Gestern haben wir den Regen ausgesessen und uns einen gemütlichen Tag in unserer Unterkunft (Jugendherberge in Daun) gemacht. Heute sind wir dann auf den "HeimatSpuren MaareGlück" mit Zuweg 15km einmal um die drei Maare gewandert. Der Weg führt zeitweise auch auf dem Lieserwanderweg und Eifelsteig entlang, die auch noch auf unserer Bucketlist stehen. War eine richtig schöne Tour mit tollen Fernblicken und ganz vielen geologischen Highlights.

    In Schalkenmehren gab es eine kleine Mittagspause im Landgasthof Schneider am Maar und ein Besuch bei Dorfladem Maaritime Lebens Art, wo wir zu viel Geld gelassen haben 🙈

    Nun sind wir wieder frisch geduscht in der Jugendherberge und warten auf das Abendessen. Theoretisch ist die Tour aber auch als Tagesausflug von Trier aus möglich.
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  • Tagesausflug ins Haff Réimech

    July 25 in Luxembourg ☀️ 29 °C

    Mit der RB 82 ging es von Trier aus in knapp einer Stunde nach Perl-Schengen. Hier führte uns unser Weg über die Brücke nach Luxemburg. Das Europa-Museum ließen wir heute mal links liegen und spazierten moselabwärts in Richtung Haff Réimech. Der Zuweg ist zum spazieren weniger schön: Schnöder Radweg entlang der Landstraße, aber nach ca. 1-2km hatten wir unser Ziel erreicht.

    Zuerst schauten wir uns die schöne dreisprachige (fr, de & en) Ausstellung an. Es gibt die Möglichkeit mit einem Audioguide auf dem Smartphone den Spuren eines Haubentauchers zu folgen. Wir entschieden uns dagegen und folgten den Spuren lieber mit einem Klemmbrett mit einem Quizbogen.

    Unsere Highlights: interaktive Ausstellung, Tiere bei Nacht und eine große Weltkugel, die nach dem Motto lokal Handeln, global Denken Themen der nachhaltigen Entwicklung sichtbar macht. Also z.B. weltweiter Vergleich von Ressourcenverbrauch, Waldrodung, Bevölkerungsdichte,...

    Anschließend haben wir uns kostenlos ein Fernglas ausgeliehen und sind losgezogen. Auf dem Rundweg gibt es immer wieder Hütten, aus denen sich wunderbar die Vögel beobachten lassen. Wir haben so einiges gesehen: Flussseeschwalbe, Wasserralle, Kormorane, Kanadagänse, Blesshühner, Haubentaucher, Graureiher, Rohrweihe, Teichrohrsänger (vor allem gehört), Grünspecht,... die Vogelstimmenerkennungs App hat auch noch so einiges ausgespuckt.

    Es war heute aber ganz schön heiß und wir sind von Schatten zu Schatten geschlendert. Zurück am Biodiversum haben wir das Fernglas wieder zurück gegeben. Insgesamt war auch wenig los auf dem Rundweg. Die meisten waren gegenüber im Baggersee baden.

    Nun sitzen wir wieder im Zug zurück nach Trier und lassen den Tag gemütlich ausklingen.
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    Trip start
    July 22, 2026