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Bike Tour Open End 2.0

Een 985-daags avontuur van matthias.s. Meer informatie
  • Golestan Palast

    3 mei 2023, Iran ☀️ 17 °C

    Gestern war ich im Golestan Palast. Nachdem ich einen Tag vorher schon mal dort war, aber zu wenig Geld dabei hatte. Der Eintritt kostet hier umgerechnet 13 €. Ziemlich viel im Gegensatz zu dem, was Iraner bezahlen. Auch ziemlich viel im Gegensatz zu dem, was man sonst an Eintrittsgeldern bezahlt. Das Selfie ist mit Teenagern aufgenommen, welche mich vorher ziemlich neugierig angesprochen haben, woher ich komme und ob sie mit mir ein Foto machen dürfen.
    Ähnliches ist mir in den letzten Wochen öfter passiert. Es ist im Iran nicht so, wie wir es uns als Europäer vorstellen. Die Menschen sind anders, als wir uns das denken. Wir bilden unsere Meinungen von Fernsehbildern und Nachrichten und glauben dann fest, dass es der Realität entspricht und wir alles wissen. Das habe ich hier im Iran einmal mehr erlebt und das trifft hier im besonderen zu.
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  • Ausflug nach Tabriz

    6 mei 2023, Iran 🌙 17 °C

    Es ist wohl nun so, dass ich nach Kasachstan fliegen werde, um weiter nach Zentralasien zu kommen. Das Turkmenistan Visum gibt es nur, wenn ich eine geführte Tour buche und das ist sehr teuer. Die Landesgrenzen nach Aserbaidschan sind geschlossen und somit die Fähre nach Aktau über das Kaspische Meer nicht erreichbar. Afghanistan ist keine Option, obwohl mir immer wieder erzählt wurde, wie sicher es jetzt doch dort sei. Die Gefahr entführt oder total ausgeraubt zu werden ist einfach sehr groß.
    Einmal pro Woche, am Freitag geht ein Flug von Teheran , via Baku nach Aktau / Kasachstan. Das Internet hier ist eine Katastrophe, so dass ich den Flug noch nicht gebucht habe.
    Da noch genügend Zeit ist, habe ich den Nachtzug nach Tabriz genommenen, um mir die Stadt anzuschauen. Mein Fahrrad und das Gepäck konnte ich im Hostel in Teheran lassen. Tabriz ist schon über 20 Jahre auf meiner großen Wunschliste, der zu besuchenden Städte und das ist eine gute Gelegenheit. Die Fahrt ging über 13 Stunden. Der Zug hielt 2 mal an, damit die Reisenden die Möglichkeit haben, in einer Moschee zu beten. Am Morgen nach der Ankunft fragten mich die Männer aus dem Abteil, ob ich mit Frühstücken komme und wir sind alle zusammen in ein Restaurant gegangen. Hatte plötzlich das Gefühl wieder in der Türkei zu sein, es ist ja fast nebenan. Auch als ich im Zug am Urmiasee vorbei fuhr, den ich vor einem halben Jahr schon einmal von der anderen Seite gesehen habe, wurde mir bewusst, dass ich auf meiner Reise Richtung Osten nicht wirklich gut voran komme.
    In Tabriz im Hostel treffe ich Daniel aus Augsburg, der das gleiche Problem mit dem Turkmenistan Visum wie ich hat. Der Hostelbesitzer kennt einen Studenten, der seine Englischkentnisse praktizieren möchte und kostenlos Stadtführungen anbietet. Zusammen mit Pawel aus Weißrussland, der auch zu Gast im Hostel ist, sind wir den ganzen Nachmittag in der Stadt unterwegs gewesen.
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  • Ankunft in Aktau

    13 mei 2023, Kazachstan ☁️ 11 °C

    Das Flugzeug landet etwa 2:00 Uhr morgens in Aktau. Alle strömen zur Passkontrolle. Ein paar total betrunkene drängeln sich unverschämt vor. Mein Fahrrad und meine Sachen kommen zuletzt auf dem Gepäckband an. Irgendwie ist es ein Moment der Erleichterung, wenn ich mein Fahrrad wieder habe. Ich hohle gleich etwas Geld am ATM. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mein Fahrrad am Flughafen zusammenbaue und warte bis es hell ist, um dann losfahren zu können. Ich war aber total müde. Gleich am Flughafen gibt es ein Hotel. Ich suche mir einen Wagen und schiebe meine Sachen über den Parkplatz zum Hotel Eingang. Die Dame an der Rezeption erklärt mir, dass man das Hotelzimmer stundenweise buchen kann. Es kam mir gleich in den Sinn, dass es vielleicht ein Stundenhotel ist, aber es ist ein besonderes Geschäftsmodell hier am Flughafen. Ich habe die Auswahl zwischen 6,12 und 24 Stunden. 6 Stunden und 24 Stunden machen keinen Sinn also nehme ich den 12 Stunden Tarif. Ich kaufe mir noch ein Bier und der Junge von der Bar wollte noch ein Selfie.Meer informatie

  • Start in Kasachstan

    13 mei 2023, Kazachstan ☁️ 19 °C

    Nach dem Frühstück baue ich das Fahrrad in aller Ruhe zusammen und starte am frühen Nachmittag. Und leider gleich mal in die verkehrte Richtung. Als ich’s gemerkt hab, war ich schon ziemlich weit mit Rückenwind. Dann alles wieder zurück gegen den Wind. Noch ein bisschen was eingekauft und dann zum Strand gefahren. Der ist nicht wirklich schön. Noch ein Stück gefahren. Schöner Campingplatz mit Blick zum kaspischen Meer. Heute bin ich nicht sehr weit gekommen.Meer informatie

  • Durch die kasachische Steppe 2. Tag

    14 mei 2023, Kazachstan ☁️ 15 °C

    Am Morgen weckt mich der Regen in meinem Zelt. Ich bleibe noch liegen und hoffe es würde irgendwann mal aufhören mit regnen. Richtiges Frühstück gibt es nicht, nur ein bisschen Frischkäse mit Rosinen und Backwaren, die ich mir gestern gekauft habe. Gegen elf bin ich dann im Regen mit Gegenwind gestartet. Es hielten ein paar Autos. Einer wollte mir seine Regenjacke schenken. Andere fragten, ob ich was brauche. Es gab Cola, Energy Drinks und Orangensaft geschenkt. Eine Mitfahrgelegenheit wurde mir angeboten und ein Junge fand es offenbar cool, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Der Papa machte dann von uns beiden ein Foto. Irgendwann hatte es mal aufgehört zu regnen. Am späten Nachmittag komme ich dann an einem kleinen Restaurant vorbei. Die Speisekarte war nicht sehr üppig. Die Frau übersetzte mir mit Google Translat. Aber es gab anscheinend nur Suppe. Aus einem Van stiegen der Fahrer und eine Schar Frauen, die er transportiere. Der Fahrer wurde zuerst einmal mit Wodka verköstigt. Nun war mir auch gleich klar, warum nicht immer geradlinig gefahren wird.
    Ein kurzes Stück weiter war da noch eine Tankstelle. Leider gab es kein Benzin für meinen Kocher. Anscheinend fahren die meisten hier mit Gas. Habe einen schönen Platz mit Sichtschutz gleich in der Nähe der Straße genommen. Es regnet schon wieder.
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  • Durch die kasachische Steppe 3. Tag

    15 mei 2023, Kazachstan ☁️ 14 °C

    Die Tage ähneln sich. Es halten ein paar Autos. Mein Fahrrad findet auch hier Bewunderer. Die Polizei hier ist besser auf die Konversation mit Ausländern vorbereitet, als in anderen Ländern. Ein Polizist hatte eine Broschüre mit verschiedenen Fragestellungen und Situationen. Er zeigt dann auf das, was er fragen wollte: Brauchen Sie Hilfe? Und schon war alles geklärt.
    Am späten Nachmittag bekomme ich noch ein Übernachtungsangebot. Der Mann spricht leider überhaupt keinen Englisch, geschweige denn Deutsch. Ich nahm mein Handy heraus und zeigte ein Foto mit meinem Zelt. Mir war es zu mühsam, einen ganzen Abend lang mit Google Translate zu kommunizieren.
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  • Durch die kasachische Steppe 5. Tag

    17 mei 2023, Kazachstan

    Heute ist Tag der Missgeschicke. Am Morgen fahre ich über meine Sonnenbrille. Kaputt. Beim Einkaufen verliere ich noch einen meiner Bikehandschuh. Beim Versuch, eine Abkürzung zu fahren, lande ich noch irgendwo auf einem Feld und das bestellte Essen im einzigen Restaurant an diesem Tag ist für mich ungenießbar, so dass ich es gleich zurückgebe. Unterwegs habe ich Jean Michel aus Frankreich getroffen, der seit Februar mit dem Fahrrad unterwegs ist. An einer Bushaltestelle habe ich dann meine Kette gewechselt. Irgendwann am Abend wurde das Gelände etwas wellig. Ich konnte unweit der Straße einen Platz mit Sichtschutz zum Übernachten finden.Meer informatie

  • Durch die kasachische Steppe 6. Tag

    18 mei 2023, Kazachstan ⛅ 18 °C

    Am Morgen nach dem Frühstück gestartet. Nach 10 km kommt ein Restaurant. Die LKW-Fahrer trinken auch hier schon am Morgen Wodka. Ich fahre weiter und biege von der Hauptstraße ab, um ein Dorf zu erreichen. Dort gibt es eine Einkaufsmöglichkeit. Weiter auf der Straße und es fängt an zu regnen. Leider hört es nicht mehr auf und ich denke, es wäre jetzt gut einen Platz zum schlafen zu finden. Ich verlasse die Straße und komme keine 50 m weit. Es ist totaler Matsch. Das Hinterrad am Fahrrad blockiert. Die Kette spannt sich durch den Dreck so stark, dass ich Angst hatte, es würde etwas kaputt gehen. Zum Glück hatte ich genügend Wasser dabei, so dass ich die Kette und die Ritzel gut reinigen konnte. Als ich auf der Straße zurück war, schien plötzlich wieder die Sonne. Nach ungefähr 10 km sah ich auf einer kleinen Anhöhe ein Haus. Ich dachte, ich könnte dahinter mein Zelt für die Nacht aufschlagen. Der Weg dorthin sah gar nicht so schlecht aus, aber es war trügerisch. Nach etwa 100 m war kein weiterkommen und zurück auf die Straße war extrem mühsam, da das Hinterrad immer wieder blockierte und die Kette wieder so straff war, dass ich Angst hatte sie könnte reißen. Zentimeterdicker Schlamm unter meinen Fußsohlen. Extrem rutschig und so bin ich dann auch noch ausgerutscht und lag der Länge lang im Schlamm. Wieder die Kette und Ritzel gereinigt und noch eine Flasche Wasser dabei verbraucht. Ich überlegte, ob ich vielleicht gleich bis in die nächste Stadt fahren sollte, um mir ein Hotel zu nehmen, weil es im Moment aussichtslos schien, bei dem Schlamm und Matsch einen Übernachtungsplatz neben der Straße zu finden. Allerdings war es noch ziemlich weit und ich hatte Sorge, dass ich vielleicht so wie ich aussah, abgewiesen werden könnte. Kurze Zeit später kam ein Flusslauf, dort sah ich gute Möglichkeiten für ein Camping. Unten am Fluss war der Boden auch sandig, so dass ich nicht mehr im Matsch versunken bin. Ich wollte gerade mein Zelt auf stellen, da fing es plötzlich an, wie aus Eimern zu schütten. Dort, wo ich mein Zelt ausgebreitet hatte, bildet sie sich innerhalb von sehr kurzer Zeit eine riesige Pfütze und das Zelt war komplett im Wasser und alles war nass. Der Vorteil war, dass der Schlamm an meiner Regenbekleidung etwas abgewaschen wurde. Kurze Zeit darauf wieder Sonnenschein. Ich nahm das Innenzelt und die Fußmatte raus versuchte alles etwas zu trocknen. Keine Chance. Es war aber dann doch nicht so schlimm, weil meine ISO Matte noch trocken geblieben war.Meer informatie

  • Beineu

    19 mei 2023, Kazachstan ☀️ 22 °C

    Gefrühstückt, und alles getrocknet, dann wollte ich starten. Aber der Regenguss am Abend hatte den Boden soweit aufgeweicht, dass es nicht mehr möglich war zu fahren. Überall wieder Schlamm. Ich habe das Hinterradschutzblech raus genommen, damit das Hinterrad nicht blockiert. In der Stadt habe ich in ein Hotel eingecheckt. Die Frau an der Rezeption war nicht gerade begeistert, als sie meine schmutzigen Packtaschen sah. Als ich dann das Fahrrad ins Hotel brachte, war ihr Missfallen offensichtlich.Meer informatie

  • Einreise Usbekistan

    20 mei 2023, Oezbekistan ☀️ 16 °C

    Am Morgen Frühstück im Hotel. Meine Sachen sind noch nicht trocken und es dauert noch etwas, bis ich starten kann. Ich fahre dann gegen Mittag los und treffe gleich einen Deutschen, der auch in der Schweiz lebt. Er ist auch knapp ein Jahr unterwegs gewesen und jetzt auf dem Nachhauseweg. Unterwegs zur Grenze treffe ich Jean Michel wieder. Außerdem Jaroslav aus der Slowakei, der mit Zoe aus Frankreich seit letzten Sommer unterwegs ist. Wir gehen zu viert über die Grenze. Auf kasachischer Seite werden wir gleich von jungen Grenzbeamten in Empfang genommen. Sie wollen Fotos und Selfies, so etwas habe ich an einer Grenze noch nie erlebt. Ich musste zwei von meinen Packtaschen öffnen. Dann wurden wir zu viert in die Schalterhalle geführt. Dort warteten schon mindestens 200 Menschen, die ausreisen wollten. Ein großes Gedränge. Einer der jungen Beamten führte uns gleich ganz vorne hin, wir mussten nicht warten. Es hätte sicher sehr lange gedauert. Auf usbekischer Seite beließen es die Beamten mit einer Befragung, was wir in den Taschen haben. Es war von Vorteil, in einer kleinen Gruppe von Radfahrern über die Grenze zu gehen. Wir kauften noch etwas ein und suchten uns einen Schlafplatz nicht weit von der Grenze. Leider gab es keinen Geldautomaten und Dollars hätte ich nur zu einem sehr schlechten Kurs tauschen können. So hatte ich nur wenige kasachische Tenge, die ich umtauschen konnte.Meer informatie

  • Autonome Region Karakalpakistan

    21 mei 2023, Oezbekistan ☁️ 24 °C

    Ich starte alleine, bei den andern dauert es noch etwas. Das nächste Dorf ist etwas abseits von der Straße, dort kaufe ich etwas ein. Danach beginnt ein sehr schlechter Straßenabschnitt. Stellenweise bin ich mit dem Fahrrad schneller als die LKWs. Dann noch eine Pause an einem kleinem Shop. Die anderen treffe ich heute nicht wieder. Die Gegend ist total eben und baumlos, so dass ich ziemlich weit von der Straße einen Platz zum Schlafen suche.Meer informatie

  • Autonome Region Karakalpakistan 2. Tag

    22 mei 2023, Oezbekistan 🌬 22 °C

    Die Straße ist weiterhin sehr schlecht und es ist mühsam voran zu kommen. Zusätzlich gibt es heute noch sehr starken Seitenwind. Am späten Nachmittag treffe ich die andern an der einzigen Raststätte wieder, die es an diesem Tag gibt.
    Der Aralsee, einstmals der viertgrößte See der Welt ist etwa bis auf 10 % seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Es ist nicht weit, nur 70 km bis zu einem Cliff, wo man auf den ehemaligen See eine schöne Aussicht hat. Dort gibt es auch einen Schiffsfriedhof. Leider führt nur eine Piste dorthin und für den morgigen Tag ist ziemlich starker Wind aus Nordosten angesagt. Genau in diese Richtung müssten wir fahren. Die anderen überlegen, ob sie dorthin fahren sollen. Ich selbst überlege es für mich auch. Ich hatte sowieso gerade eingekauft, weil es auf der Strecke Richtung Xiva erst wieder in 120 km eine Einkaufsmöglichkeit gibt. Mein Benzin für den Kocher ist alle und nach 5 km kommt eine Tankstelle. Leider ist die Zapfsäule kaputt, es gibt nur Gas. Somit ist die Entscheidung gefallen, dass ich nicht zum Aralsee fahren kann. Ich hätte keine Möglichkeit mir etwas zu kochen. Die anderen schlafen an der Raststätte, ich fahre noch ein ganzes Stück weiter, dann habe ich es nicht mehr soweit zum nächsten Shop.
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  • Autonome Region Karakalpakistan 3. Tag

    23 mei 2023, Oezbekistan ☁️ 28 °C

    Mein Schlafplatz war unweit einer neuen Straße, die gerade gebaut wird. Diese habe ich dann auch gleich benutzt. Ein paar Autofahrer hielten und gestikulieren irgendetwas, ich wurde nicht schlau draus. Später wusste ich dann was sie meinten. Die Straße wurde gerade gebaut und es waren sehr viele Baustellenfahrzeuge. Aber man konnte daneben gut fahren. Die Bauarbeiter waren wie kleine Kinder. Sie wollten Selfies und Fotos von und mit mir machen. Es war unglaublich. Später dann wieder auf der regulären Straße. Es war heiß und Gegenwind. Ich habe mehr Wasser gebraucht als gedacht. So war ich froh, dass ein Autofahrer mir gleich mal 2 l abgegeben hat. Ein anderer hielt noch und gab mir eine Cola. Das war meine Rettung. Später habe ich dann noch Sebastian getroffen, der seit März mit dem Motorrad unterwegs ist. Er ist bis in die Mongolei gefahren und fährt jetzt zurück nach Deutschland. Zum Glück konnte er mir ein bisschen von seinem Benzin abgeben, so dass ich am Abend kochen konnte. Später dann noch mal den Polizisten getroffen, der schon vor zwei Tagen freundlich gefragt hat, wie es mir geht und wohin ich fahre. Er war wohl auch ein bisschen besorgt. Jedenfalls hat er mir seine Telefonnummer gegeben, falls ich Probleme habe. Cola gab es auch noch. Mein Zeltplatz ist unweit der Straße hinter einer ganzen Kette von Sandhaufen. Hier wird wohl bald die Straße weiter gebaut.Meer informatie

  • Kungrad

    24 mei 2023, Oezbekistan ☀️ 33 °C

    Das erste Dorf kommt nach knapp 30 km. Ich versuche ein einen Laden zu finden und lande in einer Schulkantine. Der Kaffee schmeckt grauenhaft, ungenießbar. Die Kinder haben gerade Pause. Ich befürchtete, dass es nervig sein würde. Aber anscheinend sind alle gut erzogen. Sie grüßen und lassen mich in Ruhe. Später mache ich noch an einem kleinen Restaurant Pause und fahre in die Stadt. Ausländer müssen sich in Usbekistan spätestens 72 Stunden nach der Einreise registrieren. Sonntage zählen nicht mit. Heute ist meine letzte Möglichkeit. Ich kämpfe nochmals gegen den starken Gegenwind und die schlechten Straßen. In einem Hostel treffe ich Romain aus Frankreich. Er ist seit letzten Sommer mit dem Fahrrad unterwegs. Wir gehen am Abend noch zusammen auf dem Basar und später essen.Meer informatie

  • Camping im Garten

    25 mei 2023, Oezbekistan ⛅ 29 °C

    Am Morgen gehe ich nochmals zum Basar, in der Hoffnung, ein paar gute Fotos machen zu können. Dann weiter Richtung Nukus. Ich hatte mir den Flusslauf als Campingplatz ausgesucht und bin von der Hauptstraße abgebogen. Dann habe ich zwei Radfahrer getroffen. Der eine hat mir schließlich angeboten in seinem Garten mein Zelt aufzuschlagen. Ich wurde noch zum Teetrinken ins Haus eingeladen. Der Mann lebt mit seiner Familie in ziemlich ärmlichen Verhältnissen. Leider war die Konversation sehr schwierig, da er nur eine Handvoll Worte Deutsch sprach. Er war Angehöriger der sowjetischen Besatzungsmacht in der ehemaligen DDR und in Jüterbog beziehungsweise Eberswalde stationiert.Meer informatie

  • Nukus

    26 mei 2023, Oezbekistan ☁️ 24 °C

    Wie jeden Morgen werde ich wach, sobald es draußen hell wird. Ich stehe gleich auf und mache mir einen Kaffee. Wir machen noch ein Abschiedsfoto und ich bekomme von der Frau des Hauses noch ein Brot mit auf dem Weg. Der Mann zeigt mir noch eine Abkürzung und fährt mit mir ein Stück. Ich treffe in Nukus ein. Erst mal Frühstück in einem kleinen Restaurant. Der Kaffee ist auch hier grauenhaft. Ich muss mir keinen mehr in Usbekistan bestellen. Ich schaue mir ein Hostel an, es gefällt mir gar nicht und fahre gleich noch zu einem weiteren. Das ist wirklich sehr schön. Später kommt noch Romain, den ich in Kungrad bereits getroffen habe. Es sind noch zwei Schweizer im Hostel, sie fahren von Kasachstan zurück in die Schweiz und haben dafür ein halbes Jahr Zeit. Wir gehen am Abend noch zusammen essen. Schöner Erfahrungsaustausch und auch schön mal wieder deutsch mit jemanden reden zu können. Sie geben mir noch ein Ölwechselset für meine Roloffschaltung ab. Denke mein Öl ist aus der Narbe inzwischen komplett ausgelaufen.Meer informatie

  • Amudarja

    27 mei 2023, Oezbekistan ☁️ 33 °C

    Wenn mich jemand fragen würde, ob ich schon mal so richtig die Nase voll hatte, dann könnte ich an diesem Tag diese Frage absolut bejahen. Ein Einheimischer zeigte mir noch sehr entschlossen einen Umweg und war sichtlich beleidigt, als ich dann doch die Abkürzung fuhr. Es war kaum ein Durchkommen. Der Weg war total sandig. Oft geschoben. Das schwere Reiserad bleibt dann oft im Sand stecken. Neben der Straße probiert voran zu kommen und ich bin dann irgendwann in den Büschen gelandet. Hatte auch zu wenig Wasser mit und so habe ich dann im ersten Dorf an einem Haus nach Wasser gefragt. Bin dann gleich zum Essen eingeladen worden. Es gab vier Spiegeleier und Gurkensalat mit Brot. Von den vielen Eiern, die ich hier in Usbekistan immer zu essen bekomme, habe ich bald mal genug. Auch hier habe ich noch eines dieser Brote mit auf dem Weg bekommen. Dieses gibt es anscheinend nur altbacken und ist nicht besonders lecker. Nach dem noch jeder Hausbewohner ein Foto mit mir machen wollte, kam auch noch der Nachbar, der musste auch noch mit aufs Foto. Weiter bis zum Fluss und dort neben einem gestrandeten alten Lastkahn das Zelt aufgeschlagen.Meer informatie

  • 2 Tage in Xiva

    30 mei 2023, Oezbekistan 🌙 27 °C

    Die Altstadt von Xiva wirkt fast wie ein großes Freilichtmuseum. Alles total touristisch und fein hergerichtet. Die Preise sind dementsprechend. Ich finde es schön, aber es reicht ein Tag aus, um alles gesehen zu haben. Am zweiten Abend treffe ich in einem Dachterrassenrestaurant auf eine französische Reisegruppe. Sie bekamen so viel aufgetischt, dass ich gleich mit eingeladen wurde. Obwohl ich schon gegessen hatte, wurde ich noch ein zweites Mal satt. Den Rest gab’s als take away für den nächsten Tag mit auf den Weg. Schöner gemeinsamer Abend.Meer informatie

  • Route nach Bukhara

    31 mei 2023, Oezbekistan ☀️ 37 °C

    Es geht weiter Richtung Südosten. Dass die Nebenstraßen wirklich in sehr schlechtem Zustand sind, hatte ich schon wahrgenommen. Heute bekomme ich es wieder deutlich zu spüren. Hatte mich noch verfahren und einen Platten, den ich gleich reparieren musste. Meine Vorstellungen waren, an einer schönen Flusslandschaft in der Nähe der Brücke, die über den Amudarja geht, mein Zelt aufzuschlagen. Leider war alles militärisch abgesperrt. Ein Stück weiter in der Wüste hab ich dann etwas gefunden. Es gibt spezielle Fliegern, deshalb verschwinde ich sofort ins Zelt. Ich liege noch wach. Es hört sich an wie leichter Regen, aber es sind die Fliegen, die gegen das Zelt prasseln.Meer informatie

  • Route nach Bukhara 3. Tag

    2 juni 2023, Oezbekistan ⛅ 33 °C

    Heute habe ich Muriel wieder getroffen, mit dem ich vier Wochen in Saudi-Arabien gemeinsam unterwegs war. Er fährt Richtung Xiva. Es ist noch heißer als gestern, 45°. Der Tag heute hatte sonst nicht viel zu bieten, außer dass am Nachmittag der Wind drehte und ich endlich mal Rückenwind hatte. Campingplatz etwa 300 m von der Straße entfernt. Hinter ein paar Büschen.Meer informatie