• Salerno ▶️ Pontecagnano

    March 8 in Italy ⋅ ⛅ 17 °C

    E1´ Tag 231, 18 knallharte Km.
    Es sollte ein Tag zum Einwandern werden. Es geht auch gut los. Den Berg hinauf zu einem mächtigen Friedhof. Es gibt viel zu schauen und ich bleibe lange dort. Der Weg weiter ist easy. Italien, wie ich es mag. Hundegebell in der Ferne, Hühnergegacker, Hahnenschrei - sonst Stille. Über den Müll am Wegesrand allerorten schaue ich dezent hinweg. Dann ein Hof, durch den die Straße führt. Ein großer Bernhardiner. Kläfft, fletscht die Zähne, kommt lautstark langsam näher. Mir bleibt nur der Rückzug, an dem Hof komme ich nicht vorbei, muss in den Wald ausweichen, oberhalb. Dort gibt es Wildschweinspuren. Viele! Mit den Gesellen möchte ich keine Bekanntschaft machen. Mühsam bahne ich mir meinen Pfad durch das Unterholz, bis ich schließlich wieder auf den Weg stoße, von dem mich der Hund drängte.
    Noch einmal gerate ich vom rechten Pfad ab, dieses Mal bin ich selber schuld. Ein toller Ausblick ist es und da es danach so harmlos weiter geht, wandere ich einfach weiter den Berg hinab und nicht zurück. Denk‘ noch, was für eine schöne Abkürzung. Doch dann ist er weg, der Weg. Auf terrassiertem Bergrücken geht es nun weglos steil hinab, die Terrassen sind zugewuchert. Es fordert viel Kraft, aber da muss ich nun durch. Mit einem Mal liege ich lang, eine Fußangel ist schuld. Passiert ist nicht viel, ein paar Schrammen nur, doch der Schreck währt lang. Aufpassen! Hier darf ich mich nicht verletzen. Am Ende, am Fuße des Hügels, ein Zaun und dann ein Tor, beides verschlossen. Auch da komm’ ich durch bzw. rüber. Danach Asphalt und ein endloses Gewerbegebiet. Nicht schön! Auch der Ort Pontecagnano am Ende der Etappe ist farblos und trist. Wie gut, dass der Zug gleich kommt und mich nach Salerno zurück bringt.
    Er hatte es ganz schön in sich, der Monte Giovi.
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