Mit dem Zug überbrücke ich die Sele-Ebene, was ich auf meinem E1‘ nicht oft mache. Der Blick aus dem Fenster zeigt: ich habe es richtig gemacht. Industrielle Agrokultur reiht sich eintönig eins nach dem anderen. Keine Gegend zum Wandern.
In Paestum steige ich aus. Hier erwartet mich ein kultureller Höhepunkt, auf den ich mich besonders freue: die historische griechische Siedlung aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Drei Tempel sind noch übrig, das Amphitheater, der Versammlungsplatz und die Grundmauern einst prächtiger Häuser. Der Ort kam durch Ackerbau und Handel zu Wohlstand. Die Stadt ist geprägt von Ordnung und geometrischen Formen. Doch dann übernahmen 273 v. Chr. die Römer die Stadt. Wie an vielen anderen Stellen der italienischen Küste versumpfte später auch hier die Gegend. Die Menschen zogen landeinwärts. Paestum geriet allmählich in Vergessenheit. Im 17. Jahrhundert wurde nichtsahnend eine Straße gebaut mitten durch das Amphitheater. Damit war der Ort wiederentdeckt, etwa zeitgleich mit Pompeji und Herculaneum, jenen Orten, die der Vesuv einst verschüttete.
Noch heute wird in Paestum gegraben und geforscht. Ein Leckerbissen wohl für Historiker, doch ich fühlte mich schließlich historisch etwas überfordert.Read more
Traveler
Toll.
Wandermaus 2020
👍 für den Vordergrund
Wandermaus 2020
Hübsch