• Neram ni Adanac
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Entdeckungsreise Kanada

Ein Jahr werde ich mit dem Auto, Segelboot und zu Fuß durch Kanada reisen und Land und Leute kennenlernen.
Ich hoffe ich kann euch ein Stück mitnehmen :)
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  • Skaten und Surfen

    23 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 24 °C

    In Halifax gibt es super coole Skatparks und Strände an denen man surfen kann.

    Lawrencetown Beach ist ein solcher Strand. Normalerweise sind die Wellen im Sommer 1-2 feet hoch, also nicht wirklich interessant. Aber ich hatte Glück und direkt in den ersten Tagen steuerte ein Hurrikan Halifax an und drehte kurz vor der Küste wieder ab. Das bescherte Lawrencetown Riesenwellen... Echt krasse Dinger... Greg war so nett und brachte mich in seiner Mittagspause zum Strand und setzte mich dort mit meinem Surfboard ab.
    Ein wunderschöner Point Break an der rechten Seite des Strandes und über den ganzen Strand verteilt Beach Break.
    Die Wellen waren absolute Monster, ich schaute sie mir eine Weile an und dachte mir dann, ok ich habe nur die eine Chance, denn so schnell komme ich ohne Auto nicht wieder an den Strand. Die Wellen sind eigentlich zu groß für mich, aber nach dem Hurricane gibt es keine mehr und einen anderen Strand kann ich zu Fuß nicht erreichen. Also nichts wie rein ins Naß.
    Es kamen einige Locals und fragten mich ob ich da wirklich rein möchte und die Rettungsschwimmer kamen vorbei um mir zu sagen, dass sie mich nicht retten würden, wenn ich jetzt rausschwimme.
    Ok, danke für die Warnung, ich werde einfach nicht untergehe! Das hörte sich nach dem perfekten Plan an und ich schwamm raus. Das erste Wellenset durchschwamm ich ohne Probleme, doch das zweite erwischte mich und gefühlt kämpfte ich 1 Std gegen die Wassermassen. Es waren in Realität vielleicht 5 min, aber ich wusste nicht mehr wo unten und oben ist und habe nur noch darauf geachtet regelmäßig wieder Luft zu schnappen.... Als ich dann schließlich draußen war, war ich so außer Atem, dass ich mich erstmal nicht mehr rühren konnte. Ein anderer Surfer kam vorbei und erklärte mir, dass hier 2 Sets direkt nacheinander in 2 Abschnitten reinrollen und dass man auf mittlerer Strecke einfach warten muss, um nicht vom 2ten Set erwischt zu werden.
    Uhh gut, falls ich jemals wieder so viel Kraft habe hier rauszuschwimmen ist das eine sehr wertvolle Information!
    Ich war immer noch dabei zu regenerieren. Doch so langsam fingen meine Finger und Füße an abzufrieren... Sie taten schon nur noch weh... Ich entschied also ohne eine Welle zu nehmen wieder an Land zu paddeln, denn ohne Kraft mit tauben Gliedmaßen ist nicht die beste Ausgangslage zum surfen....
    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich heil aus dem Wasser gekommen bin, aber ich habe es geschafft. Danach kannten mich alle lokalen Surfer und die Surfermädels nahmen mich mit zum Nachbarstrand in dem die Wellen eine humane Größe und Kraft hatten. Da ist auch das Panorama entstanden. Ich bin dort natürlich wieder rausgepaddelt aber die 1 1/2 Stunden in den Riesenwellen haben mich so geschafft, dass ich keine Welle mehr bekommen habe. Es war trotzdem ein fantastischer Tag und jetzt weiß ich wieder warum man sich fit halten sollte!

    In Halifax habe ich auch im Skaten Fortschritte gemacht. Ich habe meine erste Rampe im Skatpark genommen *yay*. Das schwierigste ist wieder von der Rampe runter zu fahren, da die vordere Achse in 2 Richtungen flexibel ist.
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  • On the road

    27 juli 2018, Kanada ⋅ ☁️ 20 °C

    Endlich geht es los!

    Ich fahre heute gemütlich an der Küste entlang in den Norden Richtung Point Michaud. Das ist der einzige Surfspot in Cape Breton und dementsprechend natürlich mein erstes Anlaufziel.
    Da Mo heute noch arbeiten muss, fährt er nach der Arbeit los und wir treffen uns dort.

    Ich fahre die meiste Zeit Landstrasse durch kleine Ortschaften, Wälder und schöne Küstengebiete. Es ist ein richtig schönes Gefühl, man fühlt die Freiheit und genießt die tolle Landschaft. Mittags halte ich an einem alten Wehr und versuche Langzeitbelichtungen tagsüber zu machen. Blöderweise habe ich nur einen ziemlich billigen Filter, bei dem eine Sekunde schon zu Überbelichtung führt. Trotzdem habe ich es irgendwann geschafft ein einigermaßen gutes Bild zu machen. Das Wasser sieht schon etwas schaumiger und cremiger aus...

    Leider gibt es Kanada nicht mehr die alten Filter und der neue kostet 200$... Das ist mir im Moment zu teuer, obwohl ich ihn Quebec super gebrauchen könnte. Dort gibt es Wasserfälle die größer sind als die Niagarafälle *yeay*
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  • Point Michaud

    28 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 19 °C

    Abends kam ich am Point Michaud an und sah keine Wellen, da es sooo nebelig war!
    Also begab ich mich auf die Suche nach einem Schlafplatz. Kanadier tendieren dazu das campen an offiziell ausgewiesenen Stränden oder Parks zu verbieten, deshalb ist es nicht immer einfach was zu finden.

    Ich hatte aber Glück und fand ein tollen Platz nur 10min entfernt direkt am Strand. Dort lernte ich eine kanadische Familie kennen, die mich an ihr Lagerfeuer einlud und die auch zum surfen hergekommen ist. Es war richtige Lagerfeuerromantik, Glühwürmchen schwirrten um uns rum, die Sterne leuchteten und das Meer rauschte.

    Irgendwann sollte Mo eintrudeln, aber google maps übermittelte einen falschen Standort, da das Netz dort so schlecht oder gar nicht da war. Nachdem er eine Stunde durch die Gegend kurvte, schaffte ich es ihn einzusammeln.

    Der nächste Tag startete leider sehr bewölkt und sobald wir am Surfstrand ankamen fing es an zu regnen. Ich ließ mich natürlich nicht stoppen und sprang in die sehr kleinen Wellen... Was in Lawrencetown zu viel war, war hier zu wenig. Aber ich hatte trotzdem eine Menge Spaß =)
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  • Gerhard unser Retter

    28 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach dem Surfen wollten Mo und ich unseren Trip um Cape Breton starten, aber wir mussten irgendwie sein Auto unterbringen.
    Er wollte es nicht einfach irgendwo für 4 Tage stehen lassen und wir hatten keinen Masterplan, wo wir es am besten lassen können.

    Doch ich hatte mal wieder Glück, im Tourist Office in St. Peters traf ich Gerhard einen Deutschen der vor 40 oder 50 Jahren nach Kanada ausgewandert ist. Er lud uns auf einen Kaffee in sein Sommerhaus ein, mit dem unglaublichsten Ausblick den ich jemals gesehen habe und bot uns an, dass Mo's Auto dort stehen bleiben kann.

    Perfekt für uns und tausend Dank nochmal!
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  • Beggars Banquet

    28 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 27 °C

    Am späten Nachmittag erreichten wir Louisbourg mit seiner Burg. Wir konnten noch für eine halbe Stunde umsonst die Burg ansehen, doch dann schloss sie schon :( Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

    Dann ging es zum Beggars Banquet, ein Essen wie im 18ten Jahrhundert bei den Fischern, die dort hauptsächlich ansässig waren. Wir mussten uns die damals übliche Kleidung anziehen und dann ging es in ein Zelt in dem das Essen serviert, Musik gespielt, Geschichten erzählt und getanzt wurde. Man war das ein Spaß! Mo und ich probierten zum ersten Mal Fischsuppe und mir schmeckte sie gut... wer hätte das gedacht. Dann kam ein anderes erstes Mal: Lobster *mhmmm* sooo gut! Die Kanadierin links von mir erklärte mir, wie ich den Lobster knacken und essen muss. Ein Traum, ich könnte das wöchentlich essen! Die Kanadier Rhonda und Jo rechts von uns kamen aus Calgary und luden mich ein dort zu übernachten, wenn ich dort vorbeikomme. Es ist echt toll wie offen und herzlich hier alle sind!
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  • Louisbourg - die französische Festung

    29 juli 2018, Kanada ⋅ 🌧 21 °C

    Huhu,
    ich habe heute Pech mit dem Wetter und ihr habt Glück :) Ich habe über 200 Fotos durchgesehen und jetzt geht es weiter mit dem Cape Breton Road Trip:

    Heute wurden wir von Regen geweckt und entschieden irgendwo zu frühstücken und dann schnell zur Festung zu fahren. Die Festung - Fortress und nicht Fort ! -Fortress bedeutet, dass sich Leute innerhalb der Festung angesiedelt haben, während ein Fort den reinen Festungsbetrieb beherbergt.
    Das Fortress ist echt beeindruckend, vor allen Dingen, weil alle Angestellten in damaliger Kleidung rumlaufen und man sich ins 18te Jahrhundert zurückversetzt fühlt.
    Ich habe mich trotzdem über die Festung lustig gemacht, da die Mauern die Wohnhäuser nicht Richtung Wasser geschützt haben. Doch eine Fischersfrau klärte uns auf. Das riesige Hafenbecken (riesige Meeresbucht...) ist nur durch einen sehr schmalen Zugang erreichbar und dieser Zugang war mit Kanonen gesichert...
    Trotzdem wurden die Franzosen zweimal vernichtend geschlagen und jedes Mal kamen die Engländer auf der Landseite durch das Moor.
    Wir schauten uns die Fischerhütten (der einzige Zweck der Festung war die Wahrung der Fischfanggebiete für Frankreich), die Verteidigungsanlagen und Appelle (mit Gewähr und Kanonenfeuer!) an.
    Nach einem der Appelle konnten Mo und ich versuchen mit den damaligen Waffen zu zielen... Sie sind unheimlich schwer und man bekommt nach einer Minute Zitterarme!
    Dann kam das Verlies an die Reihe. Das Witzige ist, dass in Aufzeichnungen von einem Aufstand der Gefangenen berichtet wurde, da sie hauptsächlich Lobster zu essen bekamen. Das konnte ich gar nicht verstehen =)!
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  • Die Festung

    29 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 24 °C

    Irgendwann mittags kam auf einmal der Stimmungsumschwung und ich hatte auf nix mehr Lust... Nun, wer kennt mich? Der Kaffee hat gefehlt .... und danach ging es munter weiter. Wir besichtigten die Kaufmannshäuser in der Festung und bewunderten den früheren Reichtum.Läs mer

  • Auf dem Weg nach Iona

    29 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 24 °C

    Ach ich hätte fast eine kleine Story vergessen. Im Auto kann man schlecht Milch mitnehmen, wenn man keinen Kühlschrank hat. Dementsprechend gibt es morgens immer schwarzen Kaffee. Als wir dann in einem Lokal eine volle Schale kleiner Milchdöschen auf dem Tisch stehen hatten, konnte ich mich nicht zurückhalten ....
    Mo zog mich auf, bis ihm auffiel, dass er gerne Zucker in seinen Kaffee hätte .... ja ja
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  • Mitten in der Einöde - Iona

    29 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 23 °C

    Dann ging es nach Iona. Die Frau im Touristoffice hat so von dem Dorf geschwärmt, dass wir uns Wunder erwartet haben. Als wir dort ankamen, fanden wir nichts... und einen Pub =) zum Glück!
    Jetzt im Nachhinein, weiß ich warum sie uns dorthin geschickt hat. Iona hat wunderschöne Fotomotive. Das versuchten wir zu nutzen, um Bewerbungsfotos zu machen... ich weiß nicht, mit gewaschenen Haaren und anderer Kleidung würde ich mich wohler fühlen sie auch zu benutzen...
    Iona hat außerdem SUPER VIELE Mücken *Ahhhh* Wenn ich vorher zerstochen war, nach Iona war ich ein einziger Streuselkuchen! Wenn ihr lauter rote Flecken in meinem Gesicht und an meinem Körper seht, dass sind alles Mückenstiche!!!
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  • Cabot Trail

    30 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 25 °C

    Soho, am nächsten Tag ging es auf zum Cabot Trail. Das ist der bekannteste Trail in Cape Breton mit wunderschönen Aussichten!

    Wir fuhren erst mit einer süßen kleinen Autofähre und dann folgt man der Küstenstraße durch ein Naturschutzgebiet und kleine Ortschaften. Traumhaft!
    Da wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen Elch gesehen habe, zwang ich Mo einen zu imitieren. Ich finde das ist ihm gut gelungen =)

    So liebe Essensfotographen über die ich mich so gerne lustig mache. Jetzt reihe ich mich ein mit einem Kuchenbild... aber ich werde euch nicht mit Essensbildern zuspammen. Keine Angst!

    Oh die Sonne ist rausgekommen, ich werde jetzt die letzten Sonnenstrahlen draußen genießen. Bis bald
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  • Skyline Trail - ein Highlight

    30 juli 2018, Kanada ⋅ ☀️ 20 °C

    Ein wahres Highlight des Cabot Trails ist der Skyline Trail! Man wandert über die Bergrücken und hat wunderschöne Ausblicke auf die Berge und die Küste UND man hat die Möglichkeit Elche zu sehen.

    Mo und ich kamen erst ziemlich spät am Trail an und freuten uns auf schöne Sonnenuntergangsfotos, doch es kam besser:

    Ein Teenagerelch kreuzte unseren Weg und war unübertrieben 5m von uns entfernt. Witzig war, dass man gemerkt hat, dass der Elch und wir die gleichen Gefühle hatten. Einerseits super neugierig und andrerseits etwas ängstlich... Obwohl ich sagen muss, dass ich mehr Angst davor hatte das seine Mutter plötzlich auftaucht und uns aufs Korn nimmt.
    Elche sind richtig groß, wie Pferde. Selbst die kleinere Ausgabe, die uns beglückt hat war sehr beeindruckend! Jetzt kann ich besser verstehen warum man Elchunfälle selten überlebt und fahre noch vorsichtiger.

    Der Rest des Trails war auch noch ein Hingucker und denn Sonnenuntergang konnten wir auch noch genießen.
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  • Nächtliches Cape Breton

    30 juli 2018, Kanada ⋅ 🌙 17 °C

    Nach den Skyline Trail mussten wir uns beeilen noch einen Schlafplatz zu finden bevor es zu dunkel wird.
    Wir haben eine kleine Bucht gefunden, in der wir erst mal kochten und dann tolle Nachtaufnahmen machten!
    Yeay die Fuji ist der Knaller! Mist die Bilder sind zu groß, mache einen weiteren Footprint...
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  • Nächtlicher Sternenhimmel

    30 juli 2018, Kanada ⋅ 🌙 17 °C

    Na, wer findet welches Sternbild??? Witzig ist, dass sich die Himmelfarbe je nach Belichtungsdauer verändert, nur das fokussieren ist extrem schwer bei den Lichtverhältnissen.... Ihr wollt nicht wissen wie viele verschwommene Bilder ich habe =)Läs mer

  • Last day of the Cape Breton Road Trip

    31 juli 2018, Kanada ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute hatten wir etwas Druck auf dem Kessel, da Mo sein Auto wieder abholen und dann nach Halifax zurück muss. Wir schafften es trotzdem noch an dem tollen Strand in Inverness schwimmen zu gehen. Die Brandung war perfekt zum planschen, leider nicht gut genug zum surfen...
    Und schneller als man denkt ist der gemeinsame Road Trip zu Ende. Danke Mo, es hat super viel Spaß gemacht mit dir rumzureisen und Kanada zu entdecken! Hoffe wir können das mal wiederholen.
    Jetzt beginnt der Road Trip ganz alleine....Aufregung.....
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  • Ankunft Prince Edward Island

    1 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 24 °C

    Man sollte Entfernungen in Kanada nie unterschätzen, das steht in jedem Reiseführer. Und was mache ich =) Ich denke, ich schaffe es locker in ein paar Stunden von Cape Breton nach PEI... Naja ich schaffte es bis kurz vor die große Brücke und hielt an einem tollen Platz direkt am Wasser. Nachts wollte ich eigentlich noch Fotos vom Mars machen, den man an diesem Abend gut sehen sollte. Aber die Strecke hat mich so geschafft, dass ich nur ins Bett gefallen bin.

    Dafür konnte ich die Überfahrt über die Confederation Bridge am nächsten morgen genießen. Fast 13km Brücke, echt beeindruckend!

    PEI verwöhnte mich dann auch wie versprochen mit roten Stränden und toller Landschaft.
    So verbrachte ich einen typischen Road Trip Tag am Steuer mit kurzen Stopps an wunderschönen Orten...
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  • Erste Nacht in PEI

    1 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach einem Tag voll wunderschöner Landschaft, reiht sich der Abend ein. Campen mitten in der Natur nur mit Kranichen als Nachbarn, die sich ihr Abendessen fangen.
    Ein bisschen Yoga und viel Schlaf =) herrlich!Läs mer

  • Lennox Island

    2 augusti 2018, Kanada ⋅ 🌧 19 °C

    Heute morgen wurde ich von Regen geweckt. Dementsprechend suchte ich nach einem interessanten Museum in der Nähe und siehe da, Lennox Island war direkt um die Ecke. Lennox Island gehört den Mi’kmaq, den Ureinwohnern Kanadas. Dort gibt es ein Museum und mehrere Wanderungen, die man machen kann.
    Ich lernte, dass man in Mi’kmaq Territorium keine Steuern zahlen muss. Sonst muss man in fast allen kanadischen Geschäften 15% auf den Preis draufschlagen, da nicht der Gesamtbetrag auf den Preisschildern angegeben ist. Für so einen faulen Mensch wie mich, ist das höchst ärgerlich ;-) …..

    So nun aber zur eigentlichen Story. Ich war richtig schockiert als ich in dem Museum die Geschichte der Mi’kmaq hörte. Noch vor 40 Jahren war es normal, das den Mikmaqfamilien ihre Kinder mit 5 Jahren abgenommen wurden und in kanadische Schulen gesteckt wurden. Dort wurden sie geschlagen, wenn sie Mi’kmaq redeten (die einzige Sprache, die sie jemals gelernt haben) und es wurde versucht ihre Haut abzurubbeln um die braune Farbe wegzubekommen. Der Großvater meiner Fremdenführerin hatte noch Narben am ganzen Körper.
    Dementsprechend ist die Sprache und Kultur der Mikmaq in Nova Scotia fast komplett ausgestorben. In dem Reservat können nur noch 3 Leute fließend Mi’kmaq sprechen.
    Erst in den letzten Jahren wurde diese Methode verboten und 2008 entschuldigte sich Kanada offiziell bei den Mi’kmaq.
    Jetzt versuchen die Mi’kmaq ihre Kultur wieder zu beleben. In New Brunswick gibt es noch eine Mi’kmaq Gemeinschaft von 4000 Leuten, die regelmäßig hierher kommen, um die Sprache, Geschichten und Fertigkeiten wiederaufleben zu lassen.

    Beeindruckend waren auch die Fundstücke die belegen, dass Mikmaqs seit 10.000 Jahren auf Lennox Island leben. Sie leben im Einklang mit der Natur und haben unheimliches Wissen in der Naturmedizin. Ich hoffe sehr, dass es den Mikmaqs auf Lennox Island gelingt ihre Kultur wieder zu beleben und weiterzuführen. Was mich auch überraschte ist, dass die Mikmags auch in weiß heiraten. Die Ledertracht ist das Mikmag’sche Brautkleid.

    Die Mikmag schickte mich noch auf eine kleine Wanderung um Blaubeerfelder, einen Biberdamm und den Sumpf zu sehen.... gesehen habe ich den Sumpf und tausende von Mücken.....
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  • Landschaft auf dem Weg zum Cabot Beach

    2 augusti 2018, Kanada ⋅ 🌧 26 °C

    Zum Glück kam die Sonne wieder raus und ich konnte die Strecke zum Cabot Beach National Park genießen! Ein Hoch auf meinen Honda, der immer noch keinen Namen hat. Er fährt und fährt und fährt... auf das es so bleibt!
    PEI kann wirklich mit schöner Landschaft aufwarten... ich musste ständig anhalten, weil mir wieder ein Fotomotiv aufgefallen ist... Es ist richtig schwer hier eine Auswahl zu treffen!
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  • Sonnenuntergang am Cabot Beach

    2 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Tag schloss wunderschön mit Sonnenuntergang am Cabot Beach, Und ich hatte Glück, dass ich das Ehepaar auf dem ersten Foto gesehen habe und wie sie den roten Felsen umrundet haben. Denn der Cabot Beach ist auf einer Seite ein riesiger weißer Sandstrand mit Dünen und auf der anderen Seite hinter dem Felsen dieser atemberaubende rote Strand.
    Nur zum campen musste ich mir eine andere Stelle suchen, da Kanadier sehr ordnungsliebend sind und entweder einen Campingplatz im National Park haben oder das campen verbieten.
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  • Cavendish National Park

    3 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 27 °C

    Ich habe mich getraut. Ich habe Austern probiert! Und ..... sie sind nicht mein Ding. Irgendwie sind sie einfach salzig und die Konsistenz ist glibschig.... uhhhh....
    Deshalb habe ich stattdessen ein Foto von dem super leckeren Schellfisch gemacht. Mhmm, und nicht frittiert wie man es meistens bekommt. PEI ist für sein Seafood bekannt und ich habe natürlich alles mitgenommen. Auch das Lobster Supper, aber der Lobster in Louisbourg war besser.
    Nachmittags stand der Cavendish Nationalpark auf dem Programm und hat mit seinen weißen Sandstränden, roten Klippen und den grünen Dünen begeistert.
    Was mich aber noch mehr begeistert hat, waren die Himbeeren. Sie sind gerade reif und überall *Mhmm*. Leider hat alles seinen Preis, während man schlemmt dient man als Buffet für die Mücken. Und kein Mückenmittel hilft...
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  • Charlottetown

    4 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 22 °C

    So zurück in die Zivilisation. Die letzten drei Tage waren ziemlich Natur und Familien lastig, jetzt geht es zurück in die Stadt. Obwohl man bei der Beschaulichkeit von Charlottetown auch Dorf sagen könnte.
    Aber es ist echt schnuckelig. Ich erkundetet die Stadt indem ich den Rundweg der wichtigen Gebäude machte. Keins der ausgeschriebenen war so wichtig, das ich darüber schreiben werde, dafür von dem tollen Wollladen in der Victoria Row. Die Besitzer saßen Kaffee trinkend vor dem Laden als ich ankam (sehr sympathisch!) und innen erwarteten einen die schönsten Handarbeiten. Die Wollsachen, sind die einzigen Handarbeiten, die sie selber herstellen, den Rest beziehen sie von Künstlern. Da ich schon seit Jahren nach einem bestimmten Wollpullover suche, fragte ich ob sie auch Sonderanfertigungen machen. So kamen wir ins Gespräch und landeten mitten in einer Diskussion über Wollqualitäten, Strickmaschinen usw. (nicht das ich ein großer Kenner bin, aber es war anscheinend nicht ganz dumm was ich gesagt habe).
    Denn im Endeffekt boten sie mir einen Job an. Wenn ich fertig mit meiner Reise bin, könnte ich zurück ins beschauliche PEI und in einem Strickladen arbeiten, lernen Strickmaschinen zu reparieren und zu bedienen und mit Künstlern über ihre Ware verhandeln.
    Mal sehen, ob ich das Angebot annehmen werde.
    Auch der restliche Morgen in Charlottetown verlief ähnlich kommunikativ, ich lernte einen Feuerwehrmann kennen, der mir eine Privatführung durch die Löschwagenflotte der Feuerwehr gab. Die Feuerwehrautos hier in Kanada sind um einiges schicker als unsere deutschen. Sie haben immer noch das alte Design aber al den neumodischen Schnickschnack. Echt cool!

    Mittags musste ich dann langsam Abschied von PEI nehmen, da mir die ewig lange Fahrt nach Riviere de Loop bevorsteht. Das erste und letzte Foto von PEI ist schöner Weise die Brücke!

    Bye Bye PEI
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  • DIE Autofahrt

    4 augusti 2018, Kanada ⋅ ☁️ 20 °C

    Kaum bin ich auf der Straße, zieht es sich zu und beginnt zu schütten. Deshalb und weil immer wieder Nebel aufzieht komme ich langsamer voran als geplant und bei Muniac (ein bisschen mehr als die Hälfte) beginnt es schon dunkel zu werden.
    Ich wurde davor gewarnt, dass man in Kanada besser tagsüber fährt, da man besser reagieren kann wenn einem Tiere vors Auto laufen. Da ich gerne die gesamte Strecke schaffen möchte, entscheide ich weiterzufahren.
    Nicht die beste Entscheidung, ein Fuchs läuft mir direkt vor das Auto, ich kann nicht mehr reagieren und überfahre ihn :( . Der Schreck sitzt mir in allen Gliedern und kennt ihr das wenn man innerlich zittert. Sch... Gefühl! Dazu kommt noch, dass ich nicht mehr schnell fahren will, damit es nicht nochmal passiert. Schlechte Idee auf einer Autobahn.... und die nächste Ausfahrt kommt und kommt nicht. Als ich dann endlich abfahren kann lande ich in Perth-Andover und suche mir einfach irgendwo einen Platz zum schlafen.
    Erfreulicher Weise habe ich am nächsten Morgen eine schöne Aussicht von dem Schlafplatz. So kann der neue Tag erfreulicher starten.
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  • Ankunft in Riviere du Loop

    5 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 17 °C

    Es waren zum Glück nur noch an die 2 Stunden nach Riviere du Loup und ich kam relativ müde hier an. Durch Zufall stoppte ich direkt bei einem der Highlights, dem riesigen Wasserfall. Doch dann erschlug mich die Stadt mit ihrer Lebhaftigkeit. Es gab ein Radrennen, einen Markt und unheimlich viele Leute waren auf der Straße. Irgendwie kam ich damit nach all der Ruhe in der Natur gar nicht mehr klar... Also suchte ich mir etwas entspannteres.

    Mir wurde erzählt, dass man Beluga Wale im Hafen sehen kann und wenn man Glück hat sogar anfassen kann. Doch im Tourist Office zog man mir sofort diesen Zahn. Es gibt nur Wale Watching Touren oder man kann von einem Aussichtspunkt in einem der National Parks Belugas sehen, natürlich nur wenn man Glück hat.
    Ich entschied mich also im National Park wandern zu gehen. Doch vorher stoppte ich im Parc de la pointe um zu chillen und den Nebel abzuwarten. Der Nebel war so dicht, dass man vielleicht 10m sehen konnte. Das zweite Foto entstand kurz bevor ich zum National Park aufbrach.
    In dem Park entdeckte ich das Gemälde einer berühmten Indigenen Künstlerin, die die Strecke entlang der Felsen jeden Tag mit dem Fahrrad fuhr. Sie ist genauso kreativ wie Sylvia und Pieter und sah Gesichter in den Felsen. Mir fiel erst Abends auf, dass von der anderen Seite der Kopf einer Frau in den Felsen gemalt war. Echt cool =)
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  • L'Isle Vert Bird Sanctuary

    5 augusti 2018, Kanada ⋅ ⛅ 16 °C

    So auf auf, wandern im Naturschutzgebiet!
    Eigentlich sollte man in diesem Naturschutzgebiet ein Menge Vögel sehen, doch ich war so auf die Belugas gespannt, dass ich für Vögel keine Augen hatte.
    Ich stapfte also durch den Wald, fand Pilze, sah Eichhörnchen und erreichte schließlich einen der Aussichtspunkte. Echt beeindruckend, und die Farben....
    Doch auch das konnte mich nicht halten und es ging weiter zum Beluga Watchout. Und da war er. Man kann sich gar nicht vorstellen wie breit der St. Lorenz River ist! Ich verbrachte Stunden auf dem Aussichtspunkt, doch ich sah nicht einen Beluga... Obwohl ich extra mein Teleobjektiv mitgenommen hatte und mein Stativ. Doch leider hatte ich den Aufsatz für mein Stativ vergessen...tatatata! Ich schaffte es trotzdem ein Selfie zu schießen, die Konstruktion war witzig, da es keine geraden Flächen gab. selbst die Bänke waren schief und krumm.

    Nachdem ich Stunden auf dem Aussichtspunkt von der Sonne gegrillt wurde, traf ich Sebastian und Simon, die aus Riviere du Loup kommen und mit mir schwimmen gingen.
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