• Dan Thomas
  • Dan Thomas

Europa 2018

Kurze Rundreise durch Italien und dann durch das südliche und östliche Europa 🙋🏻‍♂️ Read more
  • Trip start
    June 23, 2018

    Bella Italia - Napoli

    June 28, 2018 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Nur 2 Stunden südlich mit dem Zug bin ich dann nach Napoli. Die drittgrößte Stadt Italiens nach Rom und Mailand und auch die verrufenste der Städte, weil viel Müll in den Straßen liegt, viele Migranten auf der Straße leben und ein ständiges Verkehrschaos herrscht. Vieles hier hat mich an Buenos Aires erinnert :)
    Trotzdem ist die Stadt weitaus besser als ihr Ruf. Als die Wiege der Pizza in Europa und im Golf von Neapel am Fuße des Vesuvs gelegen hat sie vieles zu bieten.
    Ich bin gegen 12 Uhr mittags angekommen, konnte direkt einchecken und bin dann direkt auf Erkundungstour gegangen und habe mir zum Abschluss eine köstliche Pizza Margherita mit einem schönen Rotwein gegönnt.
    Viele Sehenswürdigkeiten werden gerade restauriert und waren teilweise verhüllt, aber wenn man so viele bieten kann :)
    Schön war der Satz einer Napolitanerin die sagte: "Hier in Napoli sind wir alle jung bis 50 oder 60 Jahre. Denn so lange wohnen wir zu Hause bei der Mama"
    Das beschreibt die Jobsituation und Lebensweise recht gut, von dem was ich in der kurzen Zeit mitbekommen habe.
    Deshalb wird die Stadt auch gerade aufgehübscht um wieder mehr Besucher anzulocken. Ich fands toll.
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  • Bella Italia - Ercolano / Pompeii

    June 29, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 25 °C

    Nur eine halbe Stunde von Neapel entfernt liegen zwei UNESCO Weltkulturerbe Stätten. Die Ruinen von Pompeii sowie die von Ercolano (Herculaneum). Pompeii wurde vor etwa 2000 Jahren beim Ausbruch des Vesuvs komplett zerstört, heiße Asche ließ alle Bauten kollabieren und tötete viele Menschen. Ercolano ist zwar viel kleiner, aber dort sind die Gebäude seinerzeit nicht eingestürzt, da dort schichtweise heißer Schlamm die Stadt verschlungen hat. Insofern ist dort weitaus besser zu sehen wie die Häuser damals ausgesehen haben und viele Fresken sind noch erhalten geblieben.
    Ein interessanter Ausflug, aber auch sehr anstrengend und heiß 8 Stunden in den Ruinen rumzuklettern.
    Danach gab es zur Belohnung eine letzte Pizza aus der bekannten Pizzeria da Michele in Napoli. 🍕
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  • Bari to Dubrovnik

    June 30, 2018 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Inzwischen habe ich Reisegeschwindigkeit erreicht. Hatte ich in Rom und Neapel noch Zeit gemütlich mich treiben zu lassen, habe ich das Tempo mittlerweile erhöht. Schließlich liegt noch ein weiter Weg vor mir :)
    Morgens um 7 bin ich knapp vier Stunden mit dem Bus nach Bari, habe mein Gepäck eingeschlossen und habe mir ein paar Stunden die wunderschöne Stadt angesehen, nachdem ich am Hafen meine Tickets für die Fähre abgeholt hatte.
    Ein echter Kulturschock nach Neapel in diese gepflegte Stadt mit vielen kleinen Gassen zu gelangen, dazu wunderschön an der Adria gelegen. Schade, dass ich am Abend schon wieder auf die Fähre musste. Geschlafen habe ich an Deck auf dem Boden. Kabinen waren schon lange ausgebucht. Dennoch habe ich erstaunlich gut 5 Stunden schlafen können, um danach den ganzen Tag Dubrovnik zu entdecken. Denn morgens um 8 war ich dort und konnte mein Gepäck direkt abgeben und losdüsen. Aber dazu später mehr 😉
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  • Dubrovnik, Kroatien

    July 1, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 24 °C

    Dubrovnik besitzt nach einhelliger Meinung die schönsten Stadtmauern der Welt. 🤔 Dem würde ich mich Stand heute durchaus anschließen. Es ist sehr beeindruckend die weißen Marmorstufen und Gänge entlang der Mauern zu erkunden, immer mit Blick auf die azurblaue Adria und terracottafarbenen Dächer der Stadt. An den Farben der ausgebesserten Dachziegel ist gut zu erkennen wo im Krieg die Artilleriegeschosse eingeschlagen sind. Ein Museum widmet sich ganzjährig mit einer Fotoausstellung eines Neuseeländers den Gräueln des Krieges ohne diese jedoch zu bewerten. Die Bilder sind unglaublich eindringlich und intensiv, jedoch meist auch sehr erschreckend und lassen einen fassungslos zurück. Zum Beispiel das Bild eines getöteten Babys was in einer zertrümmerten Straße für seine Beerdigung gewaschen wird. Welch ein Wahnsinn.
    Am Nachmittag bin ich dann ein wenig durch die Altstadt geschlendert und habe ein offenes Eisentor in der Stadtmauer entdeckt. Einmal durchgeschlüpft offenbarte sich dahinter eine in die Felsen gehauene Beachbar (ohne den Beach 😂). Dafür mit partyfreudigen Locals und Touristen und TV um auch die WM zu verfolgen. Jedoch war es meist spannender den Leuten beim Klippenspringen zuzusehen. Die Stadt war bereits in großer Erregung wegen des eigenen WM Spiels gegen Dänemark, was ja bekannterweise im Elfmeterkrimi für die Kroaten entschieden wurde und bis in die Nacht mit einem Autokorso gefeiert wurde. Ich bin jedoch nach nur vier Stunden Schlaf auf dem Boden der Fähre und einem langen Tag erstmal ins Bett, schließlich muss ich am nächsten Morgen den Bus nach Mostar in Bosnien erreichen...
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  • Mostar, Bosnien-Herzegovina

    July 2, 2018 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach 4(!) Grenzkontrollen und fast 5 Stunden Fahrt von Dubrovnik für etwa 200km war ich dann endlich in Mostar. Bosnien ist muslimisch geprägt, mit vielen Moscheen und Minaretten von denen der Gesang des Muezzin ertönt. Aber hier leben viele Religionen im Frieden miteinander.
    Mostar ist eine recht überschaubare Stadt, berühmt für seine Altstadt und der berühmten Fußgängerbrücke über den Fluss, weche im 16. Jahrhundert erbaut wurde jedoch im Bosnienkrieg zerstört wurde. Mit internationaler Hilfe war es jedoch möglich die Brücke zu rekonstruieren. Sie steht auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe.
    Besonderes Highlight sind die ausgebildeten Brückenspringer, welche auf dem Geländer herumhampeln und Trinkgeld einsammeln bis dann tatsächlich einer aus 25m in den 8 Grad kalten Fluss springt 😱. Sehr spektakulär.
    Am Abend habe ich dann noch ein unscheinbares Restaurant entdeckt. Jedoch mit Terrasse und unvergesslichem Blick auf die Brücke. Den Grillteller habe ich mir redlich verdient 😎
    Morgen früh um 9 Uhr geht es weiter in die Hauptstadt Sarajevo. Bin schon sehr gespannt 👍
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  • Sarajevo, Bosnien-Herzegovina

    July 3, 2018 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 26 °C

    Sarajevo war für mich ein völlig neues Erlebnis, was nicht so häufig vorkommt. Die Mischung aus muslimischer Kultur, gepaart mit krassen Plattenbauten aus der Zeit Titos gepaart mit den Spuren aus beiden Weltkriegen und der Belagerung im Bosnienkrieg muss man erstmal verdauen. Auch den Bosnienkrieg muss man erstmal verstehen. Ich bin nicht sicher ob mir das gelungen ist. Sicher ist, dass hier alles etwas improvisierter, multireligiöser und ärmer zugeht als in den meisten anderen Ländern auf dem Balkan. Katholiken (Kroaten), Bosniaks (Muslime) und Serben (Orthodoxe) leben hier friedlich miteinander, der Rest des Landes ist tief gespalten und politisch fragil. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei satten 62%. Die Musliminnen sind teilweise vollverschleiert, teilweise in Hotpants am Bier trinken. Alles ist hier vertreten 🤷🏻‍♂️
    Auslöser für den ersten Weltkrieg mit der Ermordung des österreichischen Kronprinzen Franz Ferdinand an der Lateinischen Brücke war hier ebenso wie die Ermordung tausender Zivilisten durch Sniper-Schützen, darunter auch mehr als 1600 Kinder. Die Häuserfassaden zeugen heute noch von den Schrapnellen, sowie die vielen Mahnmale und Graffitis and den teilweise noch zerstören Häusern. Die zentrale Straße durch Sarajevo ist von allen Hügeln ringsum der Stadt einsehbar gewesen und hieß während der Belagerung nur noch Sniper Alley.
    Bei aller Gastfreundlichkeit und Normalität die an den Tag gelegt wird, bin ich mir nicht sicher, ob der grundlegende Konflikt hier bereits gelöst ist oder nur verdrängt wurde nach Jahren des Kriegs und Zerstörung. Aber vielleicht liege ich ja auch falsch 🤷🏻‍♂️
    Sarajevo ist in jedem Fall eine einzigartige Stadt, mit Wurzeln zurück ins Osmanische Reich, Österreich-Ungarn und eben jenen unseligen Unabhängigkeitskrieg. Einig sind sich jedoch alle darin, dass die Zeit unter Tito die zuletzt beste Zeit für die Stadt war. Er ist hier nach wie vor sehr beliebt.
    Eine Postkartenschönheit ist die Stadt nicht, aber eine der authentischsten und ehrlichsten die ich je gesehen habe.
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  • Budva & Kotor, Montenegro

    July 4, 2018 in Montenegro ⋅ ☀️ 29 °C

    Läppische neun Stunden mit dem Bus von Sarajevo nach Budva in Montenegro stand als nächstes an. Klingt erstmal hart, allerdings ist die Strecke landschaftlich atemberaubend mit einer Mischung aus Karl-May-Film-Ästhetik und türkis-blauen Seen und Flüssen vergleichbar mit Plitvice in Kroatien auf dem Weg. Glücklicherweise hatte ich in meiner App gelesen dass man möglichst rechts im Bus sitzen soll, denn von dort gab es die großen Ausblicke 😎
    Zwei Stunden Aufenthalt in Podgorica hatten mich bestätigt dort nicht zu verweilen. In der Hauptstadt gibt es leider nicht viel zu sehen (korrigiert mich gerne). Deshalb bin ich direkt nach Budva. Auch das "Miami von Montenegro" genannt. Im Grunde ein furchtbar hässlicher Ort des Massentourismus, hauptsächlich von russischen und serbischen Touristen als Nizza der Adria auserkoren. Allerdings erinnert das hier eher an Benidorm oder Lloret de Mar als an Nizza, von den Yachten und der schönen und kleinen Altstadt mal abgesehen. Alles zugebaut, überall Kirmes und Ramsch zu kaufen, abends stehen die GoGoGirls bereit um in die Open Air Clubs zu bitten. 😏 Irgendwie eine Zeitreise in die 90er, ein Partyort ohne Verknüpfung an Westeuropa und deshalb wieder unglaublich interessant, weil Speisekarten und Verständigung ohne Serbisch oder Russisch nur schwer möglich ist 🤣
    Am Strand war ich erst gar nicht. Schulter an Schulter auf Kippenstummeln auf 20m Breite war dann doch nicht meins. Habe dafür einen Ausflug nach Kotor gemacht. Eine echt schöne historische Stadt am tiefsten Fjord des Mittelmeeres - eine Art Dubrovnik in klein.
    Montenegro ist wie viele andere Länder auf dem Balkan ein Paradies für Raucher. So weht einem der frische und kalte Rauch sowohl vom Busfahrer, Hotelbesitzer oder in jedem Restaurant jederzeit entgegen.
    Morgen geht's weiter nach Albanien. Dort werde ich etwas mehr Zeit verbringen. Ich freue mich immer über eure Kommentare oder Rückfragen ;)
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  • Tirana, Albanien

    July 7, 2018 in Albania ⋅ 🌧 25 °C

    Von Budva 5 Stunden südlich ging es morgens um 7:30 Uhr weiter nach Tirana. Da zwei Viertelfinalspiele anstanden, hatte ich eigentlich nur kurz Zeit im B&B einzuchecken und bin dann direkt in eine Sportsbar für einen späten Lunch und um das erste Spiel zu schauen. Auch wenn sich Albanien noch nie für ein Großereignis qualifizieren konnte, ist das Land komplett im WM Fieber. Das habe ich noch nicht erlebt. Musste man in Italien noch lange nach ner passenden Übertragung suchen, reiht sich hier Fan Zone an Fan Zone mit großen Leinwänden, Grillständen und Coca Cola Werbung. Das zweite Spiel habe ich dann auch auf dem zentralen Platz in Tirana angeschaut. Danach war ich noch einen Absacker im
    Restaurant- und Kneipenviertel trinken. In einer Bar im ehemaligen Bunker ;)
    Am nächsten Tag habe ich mich dann komplett der Kultur und Geschichte gewidmet und auch eine sehr informative Tour gemacht. Albanien hat eine komplett eigene Sprache und war lange Zeit in der eigenen kommunistischen Diktatur ähnlich krass von der Außenwelt isoliert wie Nordkorea. Selbst der einzige Handelspartner China wurde seinerzeit verprellt, wodurch der Außenhandel komplett zum erliegen kam. Wenn ältere Semester verklärt den Blick zurück richten wie sauber das Land einst war und dass jeder Arbeit hatte entgegnet die Jugend darauf nur, dass es damals nichts gab was man hätte wegschmeißen können und dass die Arbeiter so getan hätten als würden sie arbeiten, während die Arbeitgeber so getan hätten als würden sie diese bezahlen. Der Humor hier ist großartig 😂
    Während der Diktatur wurde Religion komplett verboten, Moscheen und Kirchen dem Erdboden gleichgemacht und auch heute spielt Religion keine große Rolle im Leben der Albaner. Auch wenn hier die meisten Menschen Muslime sind, so hat der letzte Zensus ergeben, dass 90% der Menschen noch nie eine Moschee oder Kirche betreten hat. Auch in der vorherrschenden Islamglaubensrichtung ist der Genuss von Alkohol oder Schweinefleisch keinesfalls verboten, Verschleierung gibt es nicht auch keinen Fastenmonat. Allerdings müssen die Gläubigen als einziges großes Opfer auf den Genuss von Hasen / Kaninchen verzichten. Warum weiß niemand so genau. Gegessen wird das sowieso hier auch nicht wirklich 😁
    Wichtigster Handelspartner war seit jeher Italien, viele Menschen sprechen hier auch Italienisch, wobei inzwischen auch fleißig Englisch gelernt wird. Besucher des Landes werden unglaublich freundlich aufgenommen und direkt wie Freunde behandelt. Selten ein so gastfreundliches Land besucht. Mit glühenden Augen wird von der kommenden besseren Zeit in der EU gesprochen. Großes Ziel vieler hier ist es einmal einen Mercedes zu besitzen 🤔 Viele fahren hier auch schon rum, Verkehrschaos inklusive, besaß man während der Abschottung gerade einmal 700 Fahrzeuge im ganzen Land... Außer der immer noch weit verbreiteten Korruption im Land, ist Kriminalität fast nicht existent und gegen Ausländer sowieso ein Tabu hier. So auch die Beschreibung im Reiseführer und nach eigenem Erleben.
    Preislich unschlagbar sind Essen und Unterkunft. Im schicken Restaurant zwei Gänge mit Getränk unter 10€. Für mein Doppelzimmer mit Balkon im Zentrum waren 13€ pro Nacht fällig.
    Eine Stadt und Land voller Aufbruchstimmung und Enthusiasmus. Von insgesamt 9 Millionen Albanern leben nur 3 Millionen in Albanien und man hofft, dass mit dem Aufschwung viele gut qualifizierte Landsleute zurückkommen mögen.
    Herr Erdogan baut hier auch gerade eine riesige neue Moschee. Die Einheimischen ätzen darüber bereits, dass er wohl das ottomanische Reich wieder aufbauen will. Der Blick hier ist jedoch momentan nur in eine Richtung gerichtet und der geht nach Westen.
    Bleibt zu hoffen, dass der Aufschwung mit dem Beitritt auch ankommt 👍 Bis dahin bevölkern viele Menschen weiterhin die zahlreichen Straßencafés und verpassen den Fassaden erstmal einen knallbunten Anstrich, bis Geld für die Kernsanierung eintrifft 🤔
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  • Berat, Albanien

    July 8, 2018 in Albania ⋅ 🌧 26 °C

    Ein paar Busstunden von Tirana entfernt liegt Berat. Auch die Stadt der 1000 Fenster genannt, ist Berat auch Teil des Weltkulturerbes, aufgrund der wunderschönen verwinkelten ottomanischen Altstadt sowie des seit über 2000 Jahren permanent bewohnten Schlosses - oder eher Festung - auf dem Berg darüber. Ich habe mir ein schönes Einzelzimmer mit Blick von der Terrasse auf die Altstadt und das Schloss gegönnt. Da ich im Grunde nur den halben Tag zum erkunden habe, bin ich direkt auf den Berg geklettert und habe auf dem Schloss Bilder gemacht. Mit hochrotem Kopf von der Anstrengung bei der Hitze 😎
    Danach bin ich in ein winziges Restaurant in der Altstadt, versteckt in einem kleinen Innenhof am Berg. War super lecker. Eine Art Pürree aus Ricotta, Tomaten und Gewürzen dazu ein Köfte vom Kalb und den obligatorischen Raki zum Abschluss. Der hebt den ältesten Jahrgang aufs Rad 😂
    Im Anschluss bin ich dann durch die Stadt geschlendert und einfach mal in das kleine aber feine Fußballstadion rein. Da kam auch gleich ein älterer Herr angerannt, der mich herzlich begrüßt hat und versucht hat mir auf albanisch die Vereinsgeschichte zu erklären 😂 Ich habe nur verstanden dass der Verein in der zweiten Liga spielt und aufgrund eines neuen Stadions hier kaum noch gespielt wird. Als wir uns schon verabschiedet hatten kam er noch einmal hinterher und hat mir die Schatzkammer und Hall of Fame gezeigt. Eine tolle Begegnung ⚽
    Nach dem tollen Sonnenuntergang bin ich dann früh ins Bett. Der Bus an die Riviera fährt nämlich um 7:30 Uhr und der Busbahnhof ist 5km außerhalb...
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  • Riviera, Albanien

    July 9, 2018 in Albania ⋅ ☀️ 27 °C

    Vielen Dank für die netten Kommentare! Freue mich immer von euch zu hören 👍
    Ich hänge gerade ein paar Tage hinterher. Das liegt daran dass ich im Strandmodus bin. Ein tolles neues Hotel direkt am Strand mit Meerblick in Himarë als Unterkunft, nur 30€ pro Nacht. Die Stadt selbst ist recht touristisch, aber noch auf eine angenehme Weise. Von hier aus erkunde ich per Wanderung die umliegenden Strände, die nicht so überlaufen sind. Ein bisschen Bewegung schadet nicht. So bin ich z.B. 15km zum Strand von Gjipe gelaufen. Bei über 30 Grad im Schatten ganz schön anstrengend 😎. Da dieser jedoch relativ schwer erreichbar ist, findet man hier noch Ruhe und Entspannung. Ansonsten werden hier fast überall wie in besten Benidorm-Zeiten Hochhäuser hochgezogen und alles zugebaut. Aber ein paar Perlen entlang der Küste gibt es noch 👍
    Ich reise in der Regel mit dem Bus, die fahren recht häufig und lassen einen entlang der Strecke ein- und aussteigen. Preislich kostet eine 5-stündige Busfahrt etwa 4 Euro 😉 Meist sind es alte Busse aus Deutschland. Neulich saß ich in nem Bus vom Mannheimer Verkehrsverbund 😂 Oftmals sind es aber abgehalfterte Minivans oder Sprinter. Klappt aber sehr gut...
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  • Saranda, Albanien

    July 12, 2018 in Albania ⋅ ☀️ 28 °C

    So langsam hole ich wieder auf mit meinem kleinen Reisebericht. Hier ein paar Impressionen von Saranda, dem Dreh- und Angelpunkt im Süden was Kreuzfahrten und Fähren angeht. Ich bin 3 Nächte hier, weil gut gelegen für Tagesausflüge, da erspare ich mir das ständige Ein- und Auschecken. Von hier geht dann auch meine Fähre nach Korfu. Sind nur 30 Minuten mit dem Schnellboot.
    Ich habe ein tolles Hostel entdeckt, Frühstück wird auf dem Balkon serviert, mit tollem Blick auf Saranda und Korfu im Hintergrund.
    Ein paar Kilometer südlich liegt noch der beliebte Ksamil Strand, aber ich war nur ne Stunde dort. Das war mir dann doch zu viel Trubel 😂
    Ich bevorzuge die ruhigen Strände und davon habe ich mir in Korfu schon welche ausgeguckt.
    Deshalb lieber noch etwas Kultur hier und Strand dann erst auf Korfu 🏖️
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  • Butrint, Albanien

    July 13, 2018 in Albania ⋅ ☀️ 30 °C

    Kurzer Tagesausflug nach Butrint, südlich von Saranda. Die Stadt war zu Zeiten der Griechen und Römer aber auch später eine große und wohlhabende Stadt mit regem Handel. Heute weitestgehend unbekannt sind hier noch hervorragend erhaltene Ruinen aus damaliger Zeit zu sehen.
    Anders als in anderen Weltkulturerbestätten kann man hier munter kreuz und quer jedes Haus und jeden Winkel erkunden.
    Auf jeden Fall eine Reise wert 👍
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  • Gjirokaster, Albanien

    July 14, 2018 in Albania ⋅ ☀️ 30 °C

    Eine weitere UNESCO Weltkulturstätte liegt 90 min östlich von Sarande: Gjirokaster.
    Ein toll erhaltenes Schloss inklusive Waffenmuseum und Gefängnismuseum kann man hier besichtigen.
    Ein langer Fußmarsch hoch auf den Berg und dort dann zum Glück ein schöner Wind zur Abkühlung.
    Besonders das Gefängnis ist spannend, klappert doch immer irgendwo was im Wind. Da ich der einzige Besucher war, hatte man fast den Eindruck die Seelen der Vergangenheit wollen sich bemerkbar machen...
    Einen von drei auf der Welt noch existierenden Fiat Panzern kann man hier auch bestaunen 😎
    Das Schloss hat mir persönlich besser gefallen als in Berat. Wobei die Stadt drumrum dort schöner war.
    Genug Kultur für heute. Ab nach Korfu an den Strand...
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  • Korfu, Griechenland

    July 16, 2018 in Greece ⋅ ☀️ 29 °C

    5 tolle Tage am Strand, in den Bergen, auf dem Boot und im Meer liegen hinter mir.
    Mit der Fähre von Albanien bin ich gut am Hafen angekommen und habe dort direkt meinen kleinen Mietwagen in Empfang nehmen können. Ich hatte Glück einen kleinen Jeep zu bekommen, was bei den Straßenverhältnissen auf Korfu durchaus vorteilhaft war 😂 Abgesehen davon dass es sehr lässig aussieht mit freiem Oberkörper und barfuß über die Insel zu heizen 😎
    Ich hatte ein günstiges Appartement in Sinarades 5 min mit dem Auto zum nächsten Strand gebucht. Perfekte Lage genau in der Mitte um alle Teile Korfus schnell zu erreichen. So bin ich jeden Tag in eine andere Ecke Korfus gefahren. Der Osten und Norden ist sehr touristisch, da bin ich mehr oder weniger durchgefahren. Von ein paar Geheimtipps abgesehen.
    Highlight war am dritten Tag, als ich mir für einen ganzen Tag ein Motorboot gemietet habe. Der Verleiher war nicht so glücklich, weil es diesen Tag starken Wind hatte und ich allein raus wollte. Es ist halt doof wenn man schnorcheln geht und das Boot eventuell in der Zeit abtreibt falls der Anker nicht hält oder abreißt. Das ist zum Glück nicht passiert. Da ich den Bootsführerschein vorweisen konnte und versichert hatte sehr erfahren zu sein, kamen wir ins Geschäft 😂 So bin ich dann 9 Stunden von Ipsos bis Agios Stefano die Küste rauf und runter gebrettert. In versteckten Buchten habe ich dann immer wieder zum Schnorcheln geankert. Erholung pur und schön mal wieder Kapitän zu sein. 🚤☀️🐠🐟
    Es würde den Rahmen sprengen jeden Schritt hier zu dokumentieren, deshalb nur ein paar Highlights.
    Schönster Strand waren für mich Issos Beach im Südwesten. Endlos lang und feiner Sand, sehr seicht und langsam abfallend. Wenn man ein paar hundert Meter von der Promenade läuft ist man quasi für sich. Super ist der gut versteckte Kieselstrand Limni Beach. Ideal zum Schnorcheln. Viele Oktopusse und bunte Fische habe ich hier entdeckt. War wunderschön!
    Den schönsten Blick gab es am Cape Drastis im Norden auf die Kalksteinfelsen sowie der Sonnenuntergang bei Angelokastro.
    In Korfu Stadt war ich auch einmal einen halben Tag. Schön, aber halt Stadt mit vielen Staus wegen zu vieler Autos. Gut, dass ich da nicht abgestiegen bin 😉
    Nächster Halt Thessaloniki. Dann weiter Richtung Norden. Ich habe beschlossen Griechenland erst einmal auszulassen. Das wird dann eine separate Reise, damit ich mir mehr Zeit nehmen kann. Wäre schade das im Schnelldurchlauf zu machen.
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  • Thessaloniki, Griechenland

    July 21, 2018 in Greece ⋅ ☀️ 29 °C

    Als zweitgrößte griechische Stadt nach Athen und vor Melbourne (sic!) hat auch Thessaloniki eine bewegte Geschichte. Ist sie heute ausschließlich griechisch und christlich-orthodox so war dies nicht immer der Fall. Wie auch hier die Geschichte mehrfach die Stadt und Region gelehrt hat: überbordender Nationalismus führt nur zu zwei Dingen - Blut und Tränen. Aber ich werde ausnahmsweise nicht näher auf die Geschichte eingehen, außer dass zwei Drittel der Stadt bei einem Feuer vor über hundert Jahren zerstört wurden und es daher wie in Nachkriegsdeutschland die ein oder andere Bausünde zu bestaunen gibt. Aber einige historische Gebäude sind noch erhalten und vom oberen Teil der Stadt hat man einen herrlichen Ausblick auf den Golf von Thessaloniki und den großen Hafen. Gefrühstückt wird unglaublich süß, deshalb bin ich meist erst zum Lunch eingestiegen mit einem Gyros oder Salat. Abends dann ein Gläschen Wein und Oliven beim Sonnenuntergang schauen. So lässt es sich aushalten 🌅🍷
    Nächster Stopp: Bulgarien. Sofia ist knapp 5 Stunden mit dem Bus erreichbar.
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  • Sofia, Bulgarien

    July 24, 2018 in Bulgaria ⋅ 🌧 21 °C

    Kurzer Zwischenstopp in der Hauptstadt Bulgariens. Hier ist es zum Glück um 10 Grad kühler als in Griechenland, was mal eine schöne Abwechslung ist. Nach gut 5 Stunden Busfahrt bin ich abends angekommen und bin trotz Gepäck die halbe Stunde zum Hostel gelaufen, um mir gleich mal die Beine zu vertreten. Mit meinem Zimmer im Hostel gab es leider Probleme mit der Wasserleitung, deshalb "musste" ich 2 Blocks weiter auf ein Appartement upgegradet werden 😉
    Am nächsten morgen habe ich eine Free Walking Tour gemacht, bei wenig Zeit immer eine gute Möglichkeit viel von der Stadt zu sehen, Leute kennenzulernen und Tipps zu bekommen. So bin ich dadurch auch direkt auf eine Balkan Food Tour gestoßen, welche ich am Nachmittag gemacht habe. Lustige Backpacker aus Australien und England getroffen und dadurch zwangsläufig biertrinkend den Rest des Tages auf humorvolle Weise im Pub verbracht. 🍻
    Am nächsten Morgen noch leicht übernachtigt ein paar Erledigungen gemacht und dann am Nachmittag in den Bus gestiegen nach Mazedonien.
    Sofia ist recht überschaubar, hat unglaublich viele Restaurants und Cafés und ein reges Nachtleben. Dennoch hat es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, auch wenn es mir gut gefallen hat. Aber vielleicht lag es ja am Bier 😂
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  • Skopje, Mazedonien

    July 26, 2018 in North Macedonia ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich muss gleich wieder grinsen, wenn ich an Skopje denke 😂 Eine Hauptstadt die voll getunt wurde auf Pomp. An jeder Ecke ein Springbrunnen oder Statue oder am besten beides. Am besten gleich 30 Meter hoch und dazu noch ein paar Paläste mit vielen Säulen, ein Triumphbogen und ne Champs-Elysee , dazu ein paar riesige dänische Schiffsattrappen als Restaurants und fertig ist das pompöse Stadtbild. 🙈
    Versteht mich nicht falsch, ich finde das total super. Genug mit Understatement 😉 Aber leider kommt dann doch immer wieder so der Gedanke von Las Vegas oder Disneyland auf. Aber gut...
    Mazedonien liegt seit langem im Dauerstreit wegen seiner Namensgebung mit den Griechen, liegen doch über 50% von Mazedonien in Griechenland während sich Bulgarien und Mazedonien den Rest teilen. Aus diesem Grund wird Mazedonien sanktioniert, der Hafen von Thessaloniki für Transit dichtgemacht und ein Veto für einen potentiellen EU Beitritt gleich mit. Auch der überdimensionale Brunnen mit Alexander dem Großen musste umbenannt werden in "Warrior on a horse", da Griechenland auf alles das Copyright haben möchte... Schwierige Sache.
    Nach wieder einmal 5 Stunden mit dem Bus und einer ausgiebigen Gepäck und Passkontrolle seitens der Bulgaren bin ich abends um 22 Uhr aus Sofia angekommen und erstmal nicht mehr raus, auch wenn ich dank Zeitzone eine Stunde gewonnen hatte.
    Dafür habe ich am nächsten morgen gleich die Stadt erkundet und ein paar Leute kennengelernt mit denen ich direkt ein Taxi geteilt habe in den Matka Canyon 20km außerhalb der Stadt. Ganz schön eng mit 6 Leuten in einem kleinen Taxi 😂 Aber die halbe Stunde Tetris zu viert auf der Rückbank mit einer Rumänin, einem Engländer und drei Holländern ging dann auch rum... Mit dem Boot sind wir dann durch den Canyon zu einer Höhle gefahren und haben uns am Abend dann nochmal in einer kleinen Craft Beer Brauerei in der Altstadt auf einen Absacker getroffen.
    In der Stadt dreht sich vieles auch um Mutter Theresa, welche hier geboren wurde. Natürlich gibt es ein Museum und viele Statuen von ihr zu bestaunen.
    Ein ereignisreicher und sehr unterhaltsamer Tag war das 😎 Ich wäre gerne noch einen Tag geblieben, aber man soll gehen wenn es am schönsten ist...
    Jetzt sitze ich gerade in Pristina, der Hauptstadt des Kosovos in spannender Erwartung ob ich meine Wette gegen den Engländer gewinnen werde. Er wurde vom Kosovo kommend am Übertritt nach Serbien abgewiesen. Ich habe gewettet, dass ich durchkomme 🙈. 50:50 Chance. Sonst verliere ich 2 Tage weil ich erst zurück nach Sofia oder Skopje müsste, um über die dortige Grenze einzureisen. Vermutlich das letzte Abenteuer in Europa 😂
    Wish me luck 🍀
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  • Pristina, Kosovo

    July 27, 2018 in Kosovo ⋅ 🌧 24 °C

    Priština im Kosovo, Europas jüngstes Land war ein weiterer kurzer Zwischenstopp auf dem Weg in Richtung Norden. Nur 2 bis 3 Stunden von Skopje entfernt, je nach Andrang an der Grenze.
    Rein optisch wirkt das Land beim durchfahren sehr in die Jahre gekommen. Viele heruntergekommene Plattenbauten, aber auch viele Neubauten aus den letzten Jahren. In der Hauptstadt angekommen habe ich kurz meine Tasche ins Zimmer geworfen und bin direkt auf Fotosafari gegangen. Aber außer altem Sowjetcharme und ein paar skurrilen Monumenten ("Bill Klinton", Newborn, Stadion und Unibib) gab es leider nicht viel zu erkunden. Da war es gut, dass ich nur eine Nacht gebucht hatte. Alten Sowjetcharme hatte ich bisher schon ausreichend 😂
    Auch hier sind die Menschen total begeistert von Deutschland und der Schweiz. Flaggen überall, deutsche Autos und Kennzeichen von Kosovo-Albanern auf Heimaturlaub. Englisch spricht hier fast niemand, Deutsch dann schon eher.
    Das Nachtleben wird auf jeden Fall groß geschrieben. Zahlreiche schicke Bars und Clubs säumen die Innenstadt und Fußgängerzone. Ist bestimmt interessant in 10 Jahren nochmal herzukommen und sich die Veränderungen anzusehen.
    Jetzt habe ich aber erstmal die knifflige Aufgabe von Kosovo nach Serbien einzureisen. Während ich hier schreibe stehe ich bereits 3 Stunden an der Grenze. Im schlimmsten Fall muss ich 4 Stunden zurück nach Skopje und von dort dann 9 Stunden nach Belgrad. Mal sehen 😂 War halt nicht besonders clever am Wochenende genau über diese Grenze zu wollen 🤔
    Kosovo hat sich ja vor ca 10 Jahren von Serbien unabhängig erklärt, was Serbien nicht anerkannt hat. Folglich bin ich an einer quasi nicht existierenden Grenze, je nach Blickwinkel. Ob man an einer nicht-Grenze abgewiesen werden kann?
    Auch sonst ist der Kosovo sehr jung. Über 50% der Kosovaren sind unter 25 Jahre alt.
    Nachtrag: nach "nur" 4 Stunden an der Grenze hat mir der Trick mit Perso statt Reisepass die direkte Einreise ermöglicht. Wette gewonnen und zumindest etwas Zeit gespart 💪
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  • Belgrad, Serbien

    July 29, 2018 in Serbia ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach erfolgreicher Einreise nach Serbien, war ich froh nach gut 9 Stunden (für ca 300km) mein Gepäck abstellen zu können, kurz zu duschen und mich direkt ins Nachtleben zu stürzen. Schließlich war Samstag Abend und das nightlife von Belgrad gilt als eines der besten auf dem Balkan 🕺🎵🍻🎉
    Kurzum habe ich mich einem Pub Crawl angeschlossen, im Grunde zahlt man 10 Euro, bekommt 5 Getränke in 5 verschiedenen Bars und Clubs, hat einen Guide und lernt gleich mal Leute und die Stadt kennen und "kriecht" dann irgendwann nach Hause. So bin ich dann mit einigen Holländern, Briten und Australiern unter serbischer Führung um die Häuser gezogen und sind dann am Ende auf einem der Partyschiffe auf dem Sava Fluss gelandet. Leider musste ich mich gegen 3 Uhr früh schon wieder ausklinken, da ich wegen der Unsicherheit beim Grenzübertritt nur eine Nacht vorab gebucht hatte und leider nicht verlängern konnte, da das Hostel mittlerweile komplett ausgebucht war.
    Etwas zerknittert habe ich dann ein sehr gemutliches Appartement mit Waschmaschine (war wichtig!) In der Innenstadt bezogen und habe nach Wäsche waschen und kurzer Siesta die Holländer von letzter Nacht zufällig wieder getroffen, die mir gleich mitteilten, dass am Abend ein Spiel von Roter Stern Belgrad stattfinden würde. Das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen und habe mich am Abend ebenfalls auf den Weg gemacht. Da mir das Bussystem insbesondere auf kyrillisch etwas zu kompliziert erschien, bin ich die paar Kilometer gelaufen und habe dabei gleich noch ein paar Sehenswürdigkeiten abgehakt. Alkohol wird weder im noch außerhalb des Stadions ausgeschenkt. Dafür gibt es Hot Dogs, Popcorn, Chips und Wasser. Ich hatte alles davon plus Karte auf der Haupttribüne für umgerechnet 9 Euro. Leider war das Niveau des Spiels ebenfalls an das Preisniveau gekoppelt. Einzig die mehr als hundert zertifizierten und gut ausgebildeten Pyrotechniker in der Fankurve verstanden es ein Feuerwerk abzubrennen.
    Am dritten Tag habe ich es dann tatsächlich geschafft mir die Sehenswürdigkeiten anzuschauen und für die Weiterreise nach Rumänien zu merken, dass alle Busse bis zum 4. August ausgebucht sind...
    Aber dazu später mehr.
    Belgrad ist eine krasse Partystadt, mit viel Geschichte, vielen Baustellen und toller Lage an Donau und Sava. Die Serben die ich gesprochen habe, waren freundlich und an sich weltoffen, allerdings auch immer etwas distanziert. Aber das hängt wohl noch mit den Nachwehen aus dem Balkankrieg zusammen als man auf der Verliererseite stand und bis heute als Bösewicht wahrgenommen wird. Schwierig zu beantworten.
    Ich freue mich jetzt total auf Rumänien, tolles Essen und Natur. Aus logistischen Gründen werde ich zunächst nach Timisoara reisen. Leider sind wie gesagt alle Direktverbindungen ausgebucht, deshalb heißt es mal wieder improvisieren 🤔
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  • Timisoara, Rumänien

    July 31, 2018 in Romania ⋅ ☀️ 27 °C

    Mal wieder eine kleine Tortur auf der nächsten Etappe :) Zu Fuß knapp 8km über die Grenze, bei 37 Grad und vollem Marschgepäck. Leider waren alle Direktbusse von Belgrad nach Timisoara ausgebucht und 80 Euro wollte ich nicht berappen. Also für umgerechnet 5 Euro mit dem öffentlichen Bus nach Vršac. Von dort sind es ungefähr 10km zum serbischen Grenzübergang. Meine restlichen 530 Dinar haben mir 7km davon erspart 😂 Das gute an einer Überquerung zu Fuß ist, einfach an der Schlange vorbei (ca 2km) zum Zoll zu gehen und dann das selbe nochmal einen Kilometer weiter an der rumänischen Grenze. Nochmals 3 km weiter liegt das 300-Seelennest Mitrovita. Nur leider fuhren dort nicht wie beschrieben Busse nach Timisoara. Erst einer am Abend 6 Stunden später. Was soll ich sagen: Daumen raus und gleich das erste Auto hat gehalten. Ein etwas älterer Familienvater auf dem Rückweg von der Arbeit auf ner Baustelle in Tschechien hat mich quasi bis vor die Tür gebracht. Wir haben uns angeregt unterhalten, allerdings ohne uns dabei zu verstehen. Die einzigen deutschen Wörter die er konnte waren: Arbeit und fertig 😂
    Rumänien hat mich also wieder einmal herzlich aufgenommen. Im Hostel angekommen habe ich mich erstmal ausgiebig gesäubert, um dann direkt die Stadt zu erkunden. Wunderschöne Altstadt, viele Cafés und Restaurants. Ich hatte keine Erwartungen, war aber echt baff, nach so vielen heruntergekommenen Gebäuden und Städten plötzlich so eine Perle zu sehen 👍🏻
    Timisoara ist nicht ohne Grund europäische Kulturhauptstadt 2021. Grund genug gleich ein Blick ins Nachtleben zu werfen. Nicht bevor ich jedoch mal wieder richtige Hausmannskost zur Stärkung gegessen habe. Entensuppe mit Knödeln und Hühnerbrust in Kirschsoße.
    Das Nachtleben spielt sich im Sommer natürlich draußen ab. Ein Klub mit Innenhof hatte eine skurrile Fiddelband am Jammen, später war ich noch in nem Biergarten am Fluss. Überall mal reingeschnuppert und dabei die nächsten Tage geplant.
    Morgen Mittag habe ich eine Mitfahrgelegenheit mit einem Rumänen nach Brašov / Kronstadt in Transylvanien. Wäre gerne noch einen Tag länger geblieben.
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  • Brašov / Kronstadt, Transylvanien

    August 1, 2018 in Romania ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einer unglaublich unterhaltsamen Fahrt mit zwei Rumänen war die 6stündige Fahrtzeit fast schon zu kurz, um alle Probleme der Welt / Vorurteile und Partytipps zu besprechen. Die Karpaten dienten dabei als imposante Kulisse um über Spargelstecher, Autodiebe, Roma, "Migrantenflut", DfB und deutsche Autos zu philosophieren. Laut eigenen Angaben ist den Rumänen nicht zu trauen, da zu viel Geld durch Korruption flöten geht 😂 Die Leute hier ticken wie alle in Europa auch. Was soll man auch erwarten. Leider verdient man hier im Schnitt nur ungefähr 600-800 💶 im Monat. Da bleibt nix zum Sparen oder Reisen. Da fährt der angehende Anwalt durchaus mal zur Feldarbeit oder Hotelarbeit gen Westen für ein Jahr, um danach zu Hause was eigenes aufzumachen.

    Die Karpaten sind traumhaft schön. Nächster Wanderurlaub geht hier hin 😜
    Vorbei an Herrmannstadt (Sibiu) - was ich bei der Reiseplanung total übersehen hatte 🙈, ab nach Brašov oder früher Kronstadt. Eine deutsche Stadt wie aus dem Bilderbuch mit großen Toren an den Hofeinfahrten wie in Dörfern zu Hause auch. Deutsche Straßennamen und auf jeder Infotafel alles auf deutsch. Und die gute Hausmannskost. Leider gibt es aufgrund der Sprachbarriere oftmals Einschränkungen bei der Kommunikation, aber sogar mit Spanisch klappt es teilweise auch ( Stichwort romanische Sprachen sic!)
    Wer mich kennt weiß dass ich total auf Kohlrouladen stehe. Mehr sage ich dazu nicht 😌
    Skurril fand ich jedoch den Stadtnamen a la Hollywood auf den Hügel zu setzen. Zerstört irgendwie das Stadtbild... Vielleicht hilft es ja betrunkenen Touristen sich zu erinnern wo sie sich gerade betrinken 😂
    Egal, ich bin auch die 45 Minuten hochgewandert und habe den Ausblick genossen. Nachts in den dunklen Gassen kam schon auch Transylvanien Gefühl auf ;)
    Am besten war die Mutter des Airbnb Besitzers beim Einchecken: "When you leave FOREVER put keys here"
    Gruselig 😂 Hahaha
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  • Rasnov (Rosenau), Transylvanien

    August 2, 2018 in Romania ⋅ ⛅ 24 °C

    Kleine Wanderung am Morgen hoch auf die Festung Rosenau. Vorbei an einem Heavy Metal Festival und einigen kotzenden Jugendlichen 😂
    Auf einem Plateau hoch über der gleichnamigen Stadt thront die Festung. Eine schöne kleine Wanderung in den Karpaten Transylvaniens mit tollem Blick auf die Stadt und Ebene.
    Doch als Highlight des Tages war dann die kommerziell sehr als Schloss Dracula ausgeschlachtete Törzburg (Bran) noch dran.
    Bitte umblättern 🦇
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  • Bran (Törzburg), Transylvanien

    August 3, 2018 in Romania ⋅ ⛅ 22 °C

    Schloss Bran ist vermutlich die große Touri-Attraktion hier in der Gegend, wird sie doch als die Burg beworben, welche Bram Stoker zu seiner Romanfigur inspiriert hat. Vlad Tepes, der Pfähler genannt, weil genau dies seine bevorzugte Methode der Hinrichtung war, gilt aufgrund seines Blutdurstes als weiteres Vorbild der Figur. Jedoch gibt es keine Hinweise, dass er Schloss Bran je bewohnt oder besucht hat. Aber genug des Relativierens. Eine tolle Burg in Transylvanien die Dracula alle Ehre gemacht hätte. Außen rum viele Souvenierstände, leider alles Schrott aus China. Ich hatte so hohe Erwartungen an mein Souvenirshopping 🙈 Jetzt müssen wohl Moldawien und die Ukraine weiterhelfen...
    Ich lasse die Geschichte der Burg heute bewusst weg. Dracula on my mind 😜
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  • Bukarest, Wallachei, Rumänien

    August 4, 2018 in Romania ⋅ ⛅ 29 °C

    Back to the roots. War ich doch vor einigen Jahren ein paar Mal zum Arbeiten hier, so war es eine Freude mal als Reisender vorbei zu schauen und sich Gebäude und Geschichte vor Augen zu führen.
    Wieder per Mitfahrgelegenheit mit einem angehenden rumänischen Anwalt für 4 Euro die 3 Stunden nach Bucuresti gereist, bin ich nach dem Check-in direkt los um mir Ceausescus monströsen Palast diesmal von innen anzusehen. Nach dem Pentagon das zweitgrößte öffentliche Gebäude der Welt, haben dort 120.000 Glühbirnen in den Kronleuchtern platz. Da es fast ausschließlich aus Marmor besteht ist es das schwerste Gebäude der Welt. Es wurde im 3 Schichtverfahren gebaut, also rund um die Uhr und hat die Staatskasse um 3 Milliarden belastet. Das entspricht vermutlich einem Viertel eines deutschen Flughafens oder Untergrundbahnhofs. Da die Gehälter hier jedoch eher bei 400 bis 500 Euro pro Monat liegen, war der wütende Mob noch vor Vollendung zur Stelle um den Diktator und seine Frau zu stürzen. Nachdem er noch 10% der Stadt plattgemacht hatte um eine größere Version der Champs-Elysees davorzusetzen war er wohl etwas zu weit gegangen. Offenbar konnte er bis zuletzt nicht verstehen, warum die Leute ihn loswerden wollten... Die Rumänen hassen das Gebäude nach wie vor. Im Unterhalt isses halt auch nicht so günstig. Ich habe eine einstündige Tour gemacht, wir haben 1 km zurück gelegt und dadurch habe ich 3% des Gebäudes kennengelernt.
    Natürlich habe ich mein Lieblingsrestaurant Curu'cu Bere wieder aufgesucht und wäre ja zu gerne noch überraschend bei den alten Salzgitter Kollegen vorbei, aber am Wochenende ja leider nicht möglich 😂
    Danach war ich nur kurz noch ein bis zwei Craft Biere testen, aber die neunstündige Fahrt um 8 Uhr morgens hat meinen Ausflug ins Nachtleben doch sehr verkürzt... Irgendwie hat es sich toll angefühlt in eine wohl bekannte Stadt zurück zu kommen und gleich zu wissen wo alles ist. Ein Vorgeschmack auf zu Hause.
    Emotional gesehen war Rumänien wieder mal ein Highlight. Menschlich, von der Natur, den Städten und natürlich dem Essen ist meine Sympathie für Rumänien einmal mehr eindrucksvoll bestätigt worden.
    Es war definitiv nicht das letzte Mal hier 😉
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  • Chisinau, Moldawien

    August 5, 2018 in Moldova ⋅ ⛅ 29 °C

    Willkommen im am wenigsten besuchten Land Europas 😂 Vor zehn Jahren noch bekannt geworden als das Land mit den unglücklichsten Menschen weltweit und Vorlage für den Fake-Reiseführer "Molwanien" hat sich das Land seitdem stark verändert. Viele moderne Bars und Restaurants gibt es mittlerweile. Infrastruktur ist etwas angestaubt, okay, und das Tempo hier ist ungewohnt gemütlich. Das hat mich doch tatsächlich erstmal etwas aus der Bahn geworfen, als Durchreisender, dass hier nix organisiert ist und keiner irgendwas weiß oder Tipps geben kann 😂 Musste folglich alle Touren selbst organisieren, mit Händen und Füßen. Englisch oder Deutsch ist hier nicht so angesagt... Vielleicht reist ja deshalb niemand hier her 🤔
    In der Hauptstadt Chisinau ist man mit Sightseeing auch nach 2 Stunden mehr als durch, inklusive Museum des Poeten Puschkin, der hier ne zeitlang im Exil war. Aber im Ernst, das Hauptproblem ist wie so oft die Sprachbarriere. Es ist nicht so dass hier niemand öffentlich lachen würde, nur halt nicht in den mir geläufigen Sprachen 🤷‍♂️
    Aber die tollen Weine habe ich teilweise durchprobiert (Feteasca Neagra!) und auch das Kloster im Fels Orheiul Vechi besucht in die Weinregion Crioca. Die selbstverwaltete Region Transnistrien, im Gewand der UdSSR habe ich nur durchfahren. Geschmackssache, würde ich sagen 😂 Mit der Kamera habe ich mehr Bilder gemacht. Hier nur eine kleine Auswahl...
    Orheiul Vechi ist auf der nächsten Seite 😉
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