• Vom Outdoor-Model zum Softroader

    May 10 in Malawi ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir entschließen uns, weiter gen Süden zu fahren – nach Zomba. Und hier erwartet uns nach den Outdoor-Models direkt das nächste touristische Klischee: die Softroader. Sie campen direkt im Garten der europäisch geführten Lodge.
    Wer jetzt wissen will, was das genau ist – ich erkläre es euch natürlich gerne.
    Im Gegensatz zu den Outdoor-Models von der Safari wirken Softroader deutlich mehr „in-to-it“. Sie möchten nicht aussehen wie Expeditionsteilnehmer, sondern wie Menschen, die „authentisch reisen“. Meistens erkennt man sie daran, dass sie seit drei Wochen in Afrika unterwegs sind und bereits anfangen, Sätze zu sagen wie: „Europa fühlt sich irgendwie nicht mehr echt an.“
    Das Herzstück jedes Softroaders ist allerdings sein vollständig ausgestatteter 4x4-Allradwagen. Diese Fahrzeuge tragen grundsätzlich alles mit sich herum, was man theoretisch für eine Durchquerung des Kontinents benötigen könnte: Ersatzreifen, Kanister, Solarpanels, Dachzelt, Schaufeln, Sandbleche, Werkzeugkisten. Alles dabei außer Dreck an den Reifen.
    Wir hingegen kommen nach unserem Mietwagen-Abenteuer inzwischen in zerknitterten Klamotten, mit leicht traumatischem Blick und der tiefen Sehnsucht nach funktionierendem Asphalt irgendwie an.
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