• Nadja und Philipp
  • Nadja und Philipp

Zweimal bis nach Feuerland

Pengembaraan terbuka oleh Nadja und Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    30 Januari 2018

    Aconcagua, Argentinien

    2 Januari 2018, Argentina ⋅ ☀️ 19 °C

    Philipp und Robert sind gut in Argentinien angekommen und starten heute ihren Trip zum und auf den Aconcagua. Wenn sie wieder unten sind, werdet ihr hier Fotos und Neuigkeiten bekommen. Vorerst sind die beiden ohne Empfang unterwegs.

    Die beiden sind nach erfolgreichem Gipfelanstieg wieder unten. Hier ein paar Eindrücke für euch:
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  • Es geht los!!!

    30 Januari 2018, Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach gefühlt ewiger Reise haben wir uns endlich am Flughafen von Santiago de Chile getroffen und hier unsere erste gemeinsame Nacht nach fast eineinhalb Monaten verbracht (siehe Fotos). Meine Reise ging Nadja-gemäß nicht ohne mehrere Momente mit Herzklopfen und Schweißausbrüchen vonstatten: Beim Check-in in Madrid wurde mir gesagt, dass ich mit meinem One-Way-Ticket nicht nach Chile einreisen dürfe und einen Nachweis über meine Ausreise vorlegen muss - an einem anderen Schalter sollte ich ein Busticket kaufen. Der Herr dort sagte, dass meine Ausreise zu Fuß auch in Ordnung sei - also wieder ganz hinten in der Schlange angestellt.. Bei der Ankunft in Santiago wurde meine Tasche wegen importierter Gewürze geöffnet, die sind hier sehr streng mit der Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das halbe Brot und den Ziegenkäse vielleicht zu Hause gelassen. Aber alles gut gegangen, selbst die Hirse durfte mit einreisen.. Zu guter Letzt habe ich nach dem Bangen, ob ich nun wirklich den Stempel in meinen Pass bekomme, den dazu gehörigen "Kassenzettel" weggeschmissen. Als mir Philipp später sagte, dass das mein Visum ist und ich das gut aufheben muss, stürzte ich zum Mülleimer, der war natürlich schon geleert. Aber nach kurzem Schreck alles kein Problem, ich habe mir eine Kopie geben lassen. Und ein bisschen Beschäftigung war auch nicht schlecht, wir hatten hier nämlich 15 Stunden Aufenthalt vor unserem gemeinsamen Weiterflug gen Süden. Nun ist alles überstanden und egal, wir haben uns endlich wieder und starten in unser Jahr. Yeah!

    Auf den letzten vier Fotos noch ein paar Eindrücke aus Santiago von Philipp. Er hat hier sechs Tage verbracht bevor wir uns getroffen haben.
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  • Rio de los Ciervos, Chile

    31 Januari 2018, Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Unsere erste gemeinsame Unterkunft liegt ein wenig außerhalb von Punta Arenas. Wir haben ein Ferienzimmer mit Blick auf die Magellanstraße und der Wind bläst um die Dächer - es ist herrlich. Philipp hat in Santiago irgendein Insekt gestochen und der Stich hat sich entzündet, so dass unser erster Ausflug ins lokale Krankenhaus führte. Nun ruhen wir uns noch ein paar Tage aus bevor wir uns Pinguinen und Wandertouren widmen.

    Das Klima und die Vegetation hier erinnert an Island - außer, dass es viele Bäume gibt. Sonne, Wolken und Regen wechseln sich ab, der Wind sorgt dabei auch für sehr kurzfristige Wechsel. Trotzdem ist es mild und es gibt eine üppige Vegetation. Wir haben Margariten, Schafgarbe und Löwenzahn gesehen. Ich war völlig perplex, dass es die gleichen Pflanzen gibt wie bei uns. Irgendwie habe ich angenommen, dass auf der Südhalbkugel alles anders ist. Philipp hat sich amüsiert, als ich dann noch ein paar Spatzen bestaunte. Wie wenig wir doch erfahren von diesem Ende der Welt.

    Verkehrte Welt ist allerdings zum Teil bei den Preisen. Eine Busfahrt kostet 0,40€! Eine Taxifahrt in die Stadt (ca. 6km) nur etwa 5€. Die Lebensmittel sind dafür teurer als bei uns. Für einen Lebensmitteleinkauf für zwei Tage (etwas Fleisch, Käse, Butter, Kartoffeln, Brot, Haferflocken, Saft, Gemüse etc.) haben wir knapp 26€ bezahlt. Da die Unterkünfte auch nicht billig sind, werden wir bald auf's Zelt umsteigen.
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  • Punta Arenas, Chile

    1 Februari 2018, Chile ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute gab es herrliches Wetter hier am "Ende der Welt" und wir waren mit unserem chilenischen Nachbarn Felipe in der Stadt. Anlass war eigentlich, dass wir bei einer Freundin von ihm Internet nutzen durften, in unserer Unterkunft ist es kaputt und wir mussten ein paar Sachen für unsere Weiterreise klären. Der Ausgang war ein wenig frustrierend: im Nationalpark Torres del Paine, den wir sehr gern durchwandern wollten, muss man alle Zeltplätze vorher reservieren. Diese waren bis Anfang März ausgebucht! Also haben wir beschlossen, diesen Tourismus-Wahnsinn zu boykottieren, uns in unserer Planung nicht so einschränken zu lassen und mit unserem Rother-Wanderführer stillere Orte zu finden. Und wie es so ist mit den sich schließenden Türen.. Felipe, der Flugbegleiter bei der ortsansässigen Airline ist (er begleitet die Flüge in die Antarktis und hat uns Wahnsinnsfotos gezeigt!), versucht uns bei seiner Airline einen vergünstigten Flug nach Puerto Williams zu organisieren. Das ist die südlichste Siedlung der Welt, sie liegt noch südlicher als Feuerland. Nur der Leuchtturm am Kap Hoorn ist noch südlicher. Der Flug wird sicher nichts für meine Flugangst bei dem Wind hier, aber die 5-Tage-Wandertour ist sehr vielversprechend und die Fähre überdurchschnittlich teuer.

    Nachdem wir also die Torres del Paine in den Wind geschrieben haben, waren wir mit Felipe noch ein wenig in der Stadt, unter anderem auf dem unglaublich schönen Friedhof Sara Braun.
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  • Puerto Williams, Chile

    5 Februari 2018, Chile ⋅ ⛅ 10 °C

    Heute verabschieden wir uns von unserer herrlichen Unterkunft am Strand und fliegen für eine Woche nach Puerto Williams - fast Kap Hoorn. Der Rabatt über Felipe hat geklappt, wir haben für Hin- und Rückflug so viel bezahlt wie eine Strecke mit der Fähre kosten würde!

    Unser Flug war atemberaubend schön. Es war zu meinem Glück kaum windig und wir hatten freien Blick auf den argentinischen Teil Feuerlands mit dessen größter Stadt Ushuaia und den Beagle Kanal bevor wir auf dem kleinsten Flughafen landeten, den ich je gesehen habe. Ein kleines Haus mit nur einem Raum, der gleichzeitig als Check-In, Ankunftshalle und Gepäckausgabe dient. Da unsere Maschine direkt zurück nach Punta Arenas flog, mussten alle Funktionen gleichzeitig bedient werden, was nicht ganz ohne Chaos und Verwirrung ablief. Die anderen deutschen Fluggäste ließen es sich nicht nehmen dies zu kommentieren und schlaue Umbauideen zu diskutieren. Wir machten uns schnell mit unseren Rucksäcken aus dem Staub.

    Puerto Williams ist ein kleines, entspanntes Hafenörtchen am A... Ende der Welt. Hier ticken die Uhren langsamer, die Supermärkte haben allerdings sogar sonntags bis 23 Uhr geöffnet.

    Nach unserer Trekkingrunde haben wir uns noch zwei Tage hier erholt und viele nette Menschen getroffen. Aber auch wenn es sehr schön hier ist, freuen wir uns darauf weiter nach Norden zu reisen, wo es wärmer ist. Selbst Philipp ist es ein wenig zu frisch.
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  • Circuito Dientes de Navarino, Chile

    10 Februari 2018, Chile ⋅ 🌬 3 °C

    Fünf Tage Trekking um die "Zähne von Navarino" liegen hinter uns. Es war anstrengend, warm, kalt, sonnig, verregnet und zuletzt sogar verschneit. Und vor allem war es steinig und matschig - die Definition von Wanderwegen ist hier definitiv eine andere. Entlohnt wurden wir mit Natur, Wahnsinns-Panoramen und Weite. Montag geht es zurück nach Punta Arenas und von dort weiter nach Argentinien.Baca lagi

  • El Chaltén - das argentinische Chamonix

    17 Februari 2018, Argentina ⋅ ⛅ -20 °C

    Nach einigen Busfahrten und lauten Zeltplätzen sind wir im eigens für den Fitz Roy und Cerro Torre Tourismus gebauten Ort angekommen. Nun haben wir einen Zeltplatz am Ortsausgang, der bis auf unsere argentinischen Zeltnachbarn gemütlich und ruhig ist. Hier planen wir eigentlich eine Mehrtagestour durch Berge. Nun macht mein Fuß aber Probleme: scheinbar habe ich seit der letzten Tour ein Überbein an der Ferse. Wir probieren uns also erstmal in Tagestouren mit wenig Gepäck und beobachten den Fuß.

    Da der Fuß schon nach der ersten Tagestour streikte, ist Philipp die Tour allein gegangen. Ich habe mich währenddessen in einem Hostel einquartiert und viel gelesen und geschlafen - auch nicht verkehrt.
    Heute (24.2.) fahren wir mit einem Übernacht-Bus nach Perito Moreno und versuchen von dort weiter gen Norden zu trampen. El Bolsón ist unser nächstes Wanderziel.
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  • Trampen in Argentinien

    25 Februari 2018, Argentina

    Unser erstes Mal trampen in Argentinien hat super geklappt. Von Perito Moreno sind wir die bekannte Route 40 in zwei Etappen mit Einheimischen bis Rio Mayo gekommen. Dort standen wir einige Stunden vergeblich am Ortsausgang - bis ein Pick-up hielt. Ein Zweisitzer, mit zwei Chilenen darin. Die beiden boten uns an auf der Ladefläche mitzufahren, sie wollten ebenfalls nach El Bolsón. Gesagt, getan. Es war abenteuerlich, besonders auf den geschotterten Etappen. Die Strecke war dafür schön und abwechslungsreich - und eine ganz andere Erfahrung die Landschaft "wegfahren" statt auf einen zukommen zu sehen. Und diese Wolken! Nach knapp 600km auf der Ladefläche hatten wir allerdings beide ganz schön Sitzfleisch und haben uns einen Pausetag im mild warmen El Bolsón gegönnt und das erste Eis gegessen. Das Tal hier ist bekannt für seinen Beerenanbau, was mir eine große Eisauswahl beschert.Baca lagi

  • El Bolsón

    28 Februari 2018, Argentina ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir haben einen Hund! Seit zwei Tagen folgt sie uns, ohne Aufforderung, ohne dass wir sie gelockt oder gefüttert hätten. Sie war plötzlich einfach da. Sie hat sich Philipp an die Fersen gehangen und hängt so sehr an ihm, dass sie ihm auf dem Zeltplatz sogar ins Bad folgt - und er sagt, wenn wir in Deutschland wären, würden wir sie behalten. Sie ist eine angenehm ruhige Reisebegleiterin, bellt nicht, läuft ruhig bei Fuß, legt sich still ab, wenn wir irgendwo stoppen und abgesehen davon, dass sie sich in etwas Totem gewälzt hat, wirkt sie im Vergleich zu anderen Hunden recht gepflegt. Einen Hund zu finden, den Philipp sich als Haustier vorstellen kann, ist wie ein 6er im Lotto und es bricht mir das Herz, dass wir sie nicht behalten können.

    Wandern waren wir natürlich auch. Die Berge in El Bolsón erinnern an die Alpen. Es gibt viele Berghütten, an denen man günstig zelten kann. Eine lag an einem kleinen See und es war so herrlich ruhig, dass wir einen Pausetag eingelegt und uns von den städtischen Geräuschkulissen erholt haben. Nach Rückkehr in den Ort wurden wir auf dem Zeltplatz direkt von "unserem" Hund begrüßt. Morgen (5.3.) steht also der zweite Abschied an, wenn wir über den Fernwanderweg "Huella Andina" Richtung Bariloche aufbrechen.
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  • Huella Andina, 1. Versuch

    8 Mac 2018, Argentina ⋅ ☀️ 20 °C

    Ganze drei Tage sind wir bei großer Hitze, jedoch in herrlicher Abgeschiedenheit den Huella Andina gelaufen. Der Weg schlängelt sich zwischen den hohen Bergen der Anden durch die Täler, was meinem Fuß wesentlich besser bekommt (oder um mich selbst zu zitieren, während ich mich einen steilen Berg hoch quäle: "Ich werde in diesem Leben keine Bergziege mehr, ich bleibe ein Steppenpferd!") Leider wurde dann für Tag 5 schlechtes Wetter gemeldet, so dass wir uns schweren Herzens entschieden haben, gleich die nächste Stadt aufzusuchen, um nicht mit nassem Zelt irgendwo im Nirgendwo zu stranden. Hier in Bariloche wollten wir eigentlich ein paar Wandertouren machen, es gibt herrliche Berge rund um einen großen See. Die Vermarktung ist uns aber wieder zu krass, außerdem haben wir im teuren Süden unser Budget etwas überzogen. Und nur um in den Park und zu einem guten Startpunkt für die Berge zu kommen, hätten wir pro Nase schon 40€ bezahlt, eine Frechheit! Also gleich den Bus nach Chile gebucht und einen Pausetag eingelegt. Die teure handgemachte Schokolade, für die der Ort bekannt ist (deutsche und schweitzer Einwanderer...), schauen wir uns nur an und genießen lieber die tolle Aussicht und dass es endlich wieder reife Früchte zu erschwinglichen Preisen gibt.
    Morgen (9.3.) geht es weiter nach Puerto Montt und den Pinguinen endlich näher!
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  • Chiloé

    12 Mac 2018, Chile ⋅ ⛅ 2 °C

    Von Bariloche fuhren wir mit dem Bus nach Puerto Montt, die Stadt vor der Insel Chiloé. Spontan beschlossen wir keine Zeit zu verlieren und gleich auf die Insel überzusetzen, auf der man Wale und Pinguine sehen kann. Gestern also haben wir unsere erste volltouristisch organisierte Tour gemacht und endlich(!) Pinguine gesehen. Es waren kaum noch welche da, die Brutzeit ist vorbei, die Jungtiere sind schon "abgereist". Es war trotzdem toll. Auf kleinen Inseln vor Chiloé gibt es Magellan- und Humboldtpinguine, zum Teil in gemischten Kolonien, was angeblich einmalig ist. Unser Fahrer erzählte, dass sie sich zum Teil gemischt paaren, die Nachkommen dann aber unfruchtbar sind, wie Mulis. Ob das stimmt, wissen wir nicht. Vorstellbar ist es. Die beiden Arten sehen sich auch verdammt ähnlich. Und ich meine, eine von beiden haben wir im Leipziger Zoo. Bloß welche...?Baca lagi

  • Puerto Montt, Chile

    15 Mac 2018, Chile ⋅ 🌬 12 °C

    Am Montag sind wir vor dem Regen vom Campingplatz in Ancud geflohen und haben vier Nächte in einer Airbnb Unterkunft in Puerto Montt genommen. Das Ziel war abzuwarten, ob das Wetter besser wird und wir vielleicht doch noch eine Wal-Tour machen können. Hier regnet es aber auch in Strömen und vor allem ist es kalt. Also keine Wale und morgen weiter nach Norden, nach Valdivia. Zumindest konnten wir hier aber einiges erledigen - neuer Kocher, neue Isomatte für Philipp (leider beides kaputt), Schuhe gewaschen und imprägniert und solche Sachen. Und an einem regenfreien Tag haben wir einen Ausflug in die umliegenden Städtchen mit deutscher Kolonialgeschichte gemacht. Eins davon heißt übersetzt "Erdbeerhausen" - Frutillar.Baca lagi

  • Valdivia, Chile

    21 Mac 2018, Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Seit dem 16. März sind wir in Valdivia und haben das erste mal eine Unterkunft über Couchsurfing. Wir wohnen im Haus einer bezaubernden Tierärztin und ihren beiden (halb)erwachsenen Söhnen. Sie sind alle auf die deutsche Schule gegangen und sprechen fließend deutsch, das ist eine angenehme Entspannung für unsere Hirne nach mehreren Wochen Kauderwelsch aus englisch, spanisch und sogar französisch. Die Stadt und die Umgebung haben eine stark deutsch-geprägte Kolonial-Geschichte. Viele Kuchen- und Bierschilder. Gleich am ersten Wochenende haben wir einen Ausflug in einen Park und ein paar Örtchen in der Nähe gemacht. Hier gibt es Regenwald, es regnet auch tatsächlich viel. In der Woche waren wir dann in der Stadt unterwegs, haben uns die gefräßigen Tiere am Fischmarkt und den deutschen Friedhof angesehen. Und heute gleich noch ein Highlight: wir durften den Milchbetrieb eines Freundes des Hauses anschauen. Der ist dann mit uns in das Lipizzaner-Gestüt Chiles ganz in der Nähe gefahren. Dort haben wir von einem Bekannten von ihm (ein Reitmeister der hohen Schule!) eine private Führung bekommen. Und weil das alles noch nicht aufregend genug war, sind wir anschließend noch durch wunderschöne Landschaften auf den Vulkan Osorno gefahren. Es war super windig und der Blick mal wieder atemberaubend.
    Am Freitag (23.3.) nehmen wir einen Bus nach San Martin de los Andes in Argentinien und wollen nochmal eine Woche den schönen Huella Andina laufen. Danach geht es nach Uruguay auf eine Farm zum Helfen. Es bleibt spannend.
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  • Huella Andina, 2. Versuch

    26 Mac 2018, Argentina ⋅ ⛅ 19 °C

    Nun kam doch alles anders. Nach zwei Tagen Laufen haben wir erfahren, dass alle weiteren Wege für die Jagd gesperrt sind (in einem Nationalpark, komisch die Argentinier). Also sind wir etwas frustriert vom idyllischsten Zeltplatz Argentiniens Richtung Junin de los Andes an der Route 40 aufgebrochen um an der Straße wieder den Daumen raus zu halten. Ziel: Buenos Aires, ca. 1500 km. Auf geht's, ab geht's, drei Tage wach...Baca lagi

  • Bahía Blanca, Argentinien

    29 Mac 2018, Argentina ⋅ ⛅ 22 °C

    Beim Trampen muss man ja ein bisschen geduldig sein - nicht so unser Ding. Wir haben allerdings auch an zwei Tagen insgesamt acht Stunden an der Straße gestanden! Dafür wurden wir aber auch belohnt. Jedes Mal, wenn wir dachten uns nimmt keiner mehr mit, hielt doch jemand. Und da man beim Trampen auch ein bisschen flexibel sein muss, was uns zum Glück nicht so schwer fällt, haben wir die Reisestrecke spontan geändert und sind heute Nacht in Bahía Blanca angekommen. Wir haben wieder einmal sehr nette Menschen kennengelernt und spannende Sachen erlebt - Reifenwechsel, mit einem protestantischen Pastor ein Auto abgeschleppt, zum ersten Mal in einem LKW mitgefahren und gelernt Mate zuzubereiten.
    Hier in Bahía Blanca besuchen wir Pato und Marcos, ein argentinisches Pärchen, das wir auf einem Zeltplatz kennengelernt haben. Und danach schauen wir uns noch Buenos Aires an, bevor wir nach Uruguay weiter ziehen.
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  • Buenos Aires, La Capital

    3 April 2018, Argentina ⋅ ⛅ 23 °C

    Mit einer "Mitfahrgelegenheit" der besonderen Art sind wir gestern nach Buenos Aires gekommen. Es war so günstig, dass uns das lieber war, als nochmal Stunden an der Straße zu stehen. Philipp hat sich erkältet, so dass wir es erstmal langsam angehen lassen. Wir wohnen in einem etwas nobleren Viertel bei Santiago einem weiteren Argentinier, der mit uns und unseren Gastgebern Pato und Marcos aus Bahía Blanca zusammen auf dem Zeltplatz war.

    Wir hatten eine tolle Zeit in Buenos Aires. Eine sehr schöne und kontrastreiche Stadt, die den einstigen Reichtum des Landes und den Gefallen an der europäischen Kultur und Architektur wiederspiegelt. Und an vielen Stellen sieht man eben auch Zerfall und Armut. Bevor wir den Bus nach Uruguay genommen haben, waren wir noch im berühmten Kolumbus-Theater im Ballett "Le Corsaire" - wir hatten Stehplätze im 7. Rang für 4,50€. Ein beeindruckendes Haus, 2700 Plätze, in Sachen Opernakkustik weltweit auf Rang 1 und wegen Premiere und ausländischen Gasttänzern komplett ausverkauft. Jeder kleine Zwischentanz wurde mit starkem Beifall honoriert - eine Bombenstimmung!

    Wir nehmen aber nicht nur viele Eindrücke mit, sondern auch ein Mate-Besteck und ein selbst gebackenes Dinkel-Vollkornbrot. Die Großstadt hat mich kulinarisch verwöhnt, ich bin selig und (Dinkel)genudelt!
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  • Workaway, Uruguay

    10 April 2018, Uruguay ⋅ ⛅ 27 °C

    Seit gestern sind wir auf unserer ersten Farm zum Helfen in der Nähe von Mercedes, Uruguay. Lage, Menschen und Wetter sind traumhaft! Wir haben bisher schon beim Verladen von Rindern geholfen und junge Eichen gepflanzt, die wir gestern bei einem Nachbarn ausgegraben haben und sind gespannt, was die nächsten Tage noch an Aufgaben bringen.

    Knapp zwei Wochen sind wir nun schon hier, die Zeit vergeht wie im Flug. Unsere Gastgeber Francesco, Alida und deren Kinder Amélie und Jordi sind abgereist und wir erledigen noch ein paar Arbeiten draußen und drinnen und genießen die Ruhe. Die letzten Tage waren außergewöhnlich heiß für Herbst und wir sind zeitig aufgestanden um zur Mittagszeit fertig zu sein. Fünf Stunden Arbeit pro Tag, sechs Tage pro Woche sind vereinbart. Wenn man draußen ist, vergeht die Zeit sehr schnell. Nachmittags ein Schläfchen, dann Reiten, Kochen mit Gemüse aus dem Garten, Backgammon, ein Wein.. so entspannt haben wir uns Workaway nicht träumen lassen!
    Während wir da waren, kam der Schlachter. Natürlich auf südamerikanisch: Montag sollte er kommen, die Woche darauf am Dienstag kam er. Den Bauern der Kollektive hier ist es sehr wichtig, dass die Kühe stressfrei leben und geschlachtet werden. Und so hat der Schlachter die Kuh aus dem Autofenster heraus erschossen und dann direkt auf der Wiese zerlegt. Natürlich für den Heimgebrauch, verkaufen dürfte man das Fleisch so auch hier nicht.

    Und da unsere Reise von fußlastigen Verletzungen geprägt zu sein scheint, fahre ich als Humpelstilzchen weiter nach Montevideo. Es ist aber noch nicht mal beim Arbeiten passiert! Ich bin bei der großen Geburtstagsfeier der Tochter des Hauses am Grill in eine kleine glühende Kohle getreten. Zuerst ist es ganz gut geheilt, dann wurde der Fuß dick und ich konnte nicht mehr richtig arbeiten und auch nicht mehr reiten. Das war sehr schade, aber zumindest schließt sich vor unserer Abreise am 25.4. die Wunde langsam.
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  • Montevideo

    28 April 2018, Uruguay ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach gut zwei Wochen Landluft und mit vielen Tipps unserer Gastgeber für unsere Weiterreise sind wir in die Landeshauptstadt gefahren. Wir haben uns direkt am ersten Tag und zum ersten Mal in diesem Jahr ein teures Essen in einem der klassischen Grillrestaurants (parillas) geleistet. Es war köstlich! Die anderen Tage sind wir durch die Stadt geschlendert bzw. mit Bussen gefahren, da mein Fuß noch nicht ganz verheilt ist. Die Stadt erinnert ein wenig an Buenos Aires mit ihren prunkvollen alten Gebäuden, die so langsam verfallen, ist aber deutlich kleiner und überschaubarer. Eines unserer Highlights: eine Führung nur für uns beide im Palacio Salvo - eines der Wahrzeichen der Stadt. In Buenos Aires gibt es ein sehr ähnliches Gebäude vom selben Architekten, dort haben wir die Öffnungszeiten aber leider verpasst. Positiv aufgefallen ist uns hier, dass nahezu jeder englisch spricht, das sah in Chile und Argentinien anders aus. Aber Uruguay ist auch ein besonderes Land in Südamerika. Gleichgeschlechtliche Ehe kein Problem, Cannabis legal und für Einheimische in der Apotheke erhältlich, Abtreibung erlaubt (aktuell ein Riesen-Thema und Grund für zahlreiche Demonstrationen in Argentinien), jeder Schüler erhält einen Laptop zum Lernen... Dinge, die man in unserer Presse wenig hört. Wir fühlen uns jedenfalls bisher sehr wohl. Nur auf Städte haben wir gerade nicht mehr so recht Lust. Also haben wir unsere Reisepläne nochmal neu sortiert und beschlossen Rio de Janeiro und Sao Paulo doch auszulassen und Brasilien nur zu streifen um weiter nach Westen zu reisen, wieder in die Berge. Aber vorher geht es noch an den legendären Strand Uruguays, wir sind gespannt.Baca lagi

  • Zelten in den Dünen

    1 Mei 2018, Uruguay ⋅ ⛅ 18 °C

    Wer wie wir Uruguay bisher nur aus Funny van Dannens Lied kannte, dem sei gesagt, ein Besuch lohnt sich! Nicht nur, weil es eines der liberalsten Länder Südamerikas ist, sondern auch, weil es touristisch nicht allzu überlaufen ist. Dabei ist das Klima mild, die Menschen entspannt, das Essen und der Wein gut UND fast die gesamte Küste des Landes entlang erstreckt sich Strand. Herrlicher, naturbelassener, zum Teil sehr einsamer Strand. Und wir waren drei Nächte mittendrin in den einsamen Dünen hinter dem verschlafenen Örtchen Cabo Polonio. In der Hauptsaison soll es hier ganz schön überlaufen sein, davon war nichts mehr zu spüren. Wir haben direkt nach Ankunft außerhalb des Ortes in den Dünen unser Zelt aufgeschlagen und drei Tage gefaulenzt, gelesen und Karten gespielt. Der Himmel hat uns mit herrlichen Schauspielen und das Wetter mit großer Milde verwöhnt. Es war traumhaft! Die Ostsee kann einpacken, diese Einsamkeit findet man dort nicht in Zeiten, wo man im T-Shirt am Strand sitzen kann.
    Philipp hat sich zwischendurch den Ort angeschaut während ich meinen Fuß artig geschont habe. Es war eine herrlich erholsame Zeit, bis auf den Sturm, der uns in der letzten Nacht wach hielt. Ohne diesen hätte ich aber wahrscheinlich ewig bleiben wollen, während Philipp sich nach den Bergen sehnte. Also auf Richtung Brasilien.
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  • Süd-Brasilien

    7 Mei 2018, Brazil ⋅ ⛅ 24 °C

    Eigentlich wollten wir weit in den Norden Brasiliens reisen um den Nationalpark "Chapada Diamantina" zu erwandern. Dann haben wir heraus gefunden, dass dieser wieder so ein teurer Nationalpark ist, wo nur geführte Touren angeboten und wegen Überfällen auf Touristen auch empfohlen werden - da hatten wir dann doch keine Lust mehr. Und nur wegen Rio und Sao Paulo 1000 km im Bus sitzen? Och nö! Wir haben uns also entschieden einigen in Buenos Aires erhaltenen Empfehlungen einer Brasilianerin für den Süden zu folgen und dann Richtung Westen (endlich wieder in die von Philipp ersehnten Berge) zu fahren.
    Mit dem Nachtbus ging es also nach Porto Alegre und in unsere zweite Couchsurfing-Unterkunft bei Gisele. Mit ihr waren wir auf dem Biowochenmarkt, in ihrer Lieblingsbäckerei, in einer Bar im Studentenviertel und sind mit den Fahrrädern zum Museum für moderne Kunst geradelt. Da habe ich erst gemerkt, dass ich das Radfahren vermisse - die Laune stieg um 150%.

    Von Porto Alegre aus haben wir dann noch vier Tage einen Mietwagen genommen und sind über Nuevo Hamburgo in die alpenähnlichen Örtchen Canela und Gramado gefahren, haben Wasserfälle und einen Wahnsinns-Canyon angeschaut und hatten auf einmal schon alle Empfehlungen abgearbeitet und noch zwei Tage mit dem Auto übrig. Also sind wir spontan an die brasilianische Küste gefahren, wo der Strand so schön sein soll. Geschlafen haben wir eh im Auto, wo es steht, sollte wurscht sein. Aber es wurde sogar besser als die Nächte davor! Wir haben wie so oft bisher unwissentlich die Nebensaison erwischt und hatten zwei Tage lang Parkplatz und Strand fast vollkommen für uns - herrlich! Die herumliegenden Autoscheiben auf dem Parkplatz waren uns allerdings nicht ganz geheuer und so gab es zu Gunsten der Autobewachung keinen gemeinsamen Strandspaziergang.
    Nach einer sehr entspannten Rückfahrt durch die herrlich grünen Hügel Südbrasiliens sind wir in den Nachtbus nach Foz do Iguaçu gehopst. Der Rest Brasiliens wird eine andere Reise.
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  • Iguazu-Wasserfälle, Dreiländereck

    13 Mei 2018, Brazil ⋅ ☀️ 22 °C

    Die Iguazu-Wasserfälle standen schon lange auf unserer Reiseliste. Zusätzlich erhielten wir vor Kurzem den Tipp den (zweit)größten Staudamm der Welt ganz in der Nähe anzuschauen. Gesagt, getan.
    Die Wasserfälle befinden sich an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien, der Staudamm wiederum an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay - also suchten wir uns zur Vereinfachung eine Unterkunft auf brasilianischer Seite. Und diese wurde unser bestes Airbnb-Erlebnis bisher! Unsere Gastgeber Salete und Claudio waren warmherzig und hilfsbereit. Sie fuhren uns im Auto zum Busbahnhof, zum Supermarkt, wir lernten am Muttertag die Familie kennen und durften mitessen. Alles ganz selbstverständlich für die beiden. Sie führen ein sehr ausführliches Gästebuch, auf das sie sehr stolz sind und scheinen einfach unglaublich gern Menschen im Haus zu haben.

    Direkt am ersten Tag machten wir eine Führung in und auf die Staudammanlage Itaipu, ein Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay. Bis vor wenigen Jahren war er der größte Staudamm der Welt (abgelöst von: na klar - China!). Er produziert aber nach wie vor täglich weltweit die meiste Energie, zehnmal mehr als das stärkste Atomkraftwerk Deutschlands. Er ist 8 km lang und staut einen See, der größer ist als New York. An seinem Bau arbeiteten in den 70er Jahren 40.000 Menschen, er deckt fast den gesamten Strombedarf Paraguays und 15% Brasiliens. Ja, es war sehr beeindruckend!

    Im krassen Gegensatz dazu die Iguazu-Wasserfälle, UNESCO Welterbe. In eine 700m lange Schlucht ergießen sich viele kleine und große Wasserfälle. Während wir durch subtropischen Regenwald von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt liefen, wurden wir von unzähligen Schmetterlingen umflattert und von frechen Nasenbären angebettelt. Wären nicht diese vielen Menschen gewesen, die für das beste Selfie an den schönsten Stellen Schlange standen, wäre es ein tolles Naturerlebnis gewesen. Aber beeindruckend war es allemal!
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  • Asunción

    18 Mei 2018, Paraguay ⋅ 🌬 18 °C

    Seit drei Tagen sind wir in der Hauptstadt Paraguays und das erste mal enttäuscht. Die Stadt ist laut und hässlich! Das Zentrum ist ein Geflecht aus Straßen, es gibt keinen zentralen Platz oder eine "echte" Sehenswürdigkeit. Neben dem Regierungspalast ein Slum, danach die Katedrale, dann verfallene koloniale Häuser, plötzlich ein Hochhaus.. eine eigenartige Anordnung. Die tatsächlich noch hübschen alten Häuser sind zugeparkt und von Elektrokabeln verhangen. An jeder Ecke stinkt es anders. Überall liegt Müll, die Straßen und Fußwege sind in schlechtem Zustand. Die Busfahrer fahren wie die Henker. Wir werden nicht warm mit dieser Stadt. Während wir durch die Straßen laufen, kommt uns immer wieder in den Kopf: "Könnte schön sein, ist es aber nicht." Und unter diesem Motto sind mir dann doch noch ein paar Fotos gelungen, Philipp hat die Kamera gleich gar nicht ausgepackt. Dafür haben wir heute ohne das Gefühl etwas zu verpassen einen Gammeltag im Hostel eingelegt, das war schon lange mal nötig. Morgen abend geht es weiter nach Bolivien, eine 20stündige Busfahrt erwartet uns.Baca lagi

  • Sucre

    23 Mei 2018, Bolivia ⋅ 🌧 18 °C

    Über Santa Cruz de la Sierra sind wir nach Bolivien eingereist. Die Busfahrt von Asunción war abenteuerlich, der Bus war wahrscheinlich älter als wir beide zusammen. In Santa Cruz war es uns gleich zu laut und mit Abgasen verpestet, da haben wir nach der ersten Nacht direkt einen Bus nach Sucre genommen. Morgens um sieben sind wir nach einer kurvenreichen und schlafarmen Nacht am Busbahnhof ausgestiegen und es war arschkalt! Klar, wir sind über Nacht auf 2800m Höhe gefahren. Im Hostel durften wir schon einchecken und frühstücken und haben herausgefunden, dass es ungewöhnlich kalt war. Die nächsten Tage wurde es dann auch etwas wärmer während wir uns die herrliche Innenstadt, die zum UNESCO Kulturerbe erklärt wurde, angeschaut haben. Die Häuser waren super erhalten, die Plätze gepflegt, die Kirchen herrlich, aber die Straßen brechend voll. Wir sind mal wieder in eine Stadtfeier mit Paraden und Umzügen gestolpert. Aber es hatte etwas, dieses bunte Treiben.
    An die Höhe haben wir uns Tag für Tag ein bisschen mehr gewöhnt, aber den ersten Kirchturm haben wir nur japsend erklommen. Erschwerend hinzu kamen die Abgase, die in den engen Gassen fest hingen. Die vielen alten Busse und Autos haben von weiß bis schwarz alles ausgespuckt, uns brannten Augen und Lungen. Der alte Friedhof war uns da eine willkommene autofreie Zone.

    Was wir hier deutlich merken: alles ist preiswerter. Mittagessen im alten Markt - 1,20€, Abendessen im Restaurant - 4,50€, eine Busfahrt - 0,25€. Wir haben nicht einmal gekocht in den vier Tagen und es sehr genossen.
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  • Potosí

    26 Mei 2018, Bolivia ⋅ 🌙 2 °C

    Von 2800m Höhe in Sucre arbeiteten wir uns zur Aklimatisierung auf stattliche 4000m nach Potosí vor. Dort war es ganz schön kalt! Heizungen gibt es in Bolivien kaum, zu teuer. Unser Hostel hatte mit einer Heizung geworben, die war aber "vorübergehend außer Betrieb" und "wurde gerade repariert" - ja nee, ist klar. Wir haben mit unseren Daunenschlafsäcken unter den dicken Decken des Hostels geschlafen und uns tagsüber in der Sonne aufgewärmt. Die Stadt hat einen hübschen alten Kern im Kolonialstil und 36(!) barocke und noch zahlreiche andere Kirchen und Klöster (während der Besiedlungsgeschichte wollte scheinbar jeder Orden ein eigenes Gotteshaus bauen). Das eigentliche Highlight des Ortes aber sind die Silber- und Zinnminen, die der Stadt ehemals zu großem Reichtum verholfen haben. Heute wirft der Berg wohl nicht mehr so viel ab, dafür gibt es geführte Touren in die Bergwerke. Philipp hat direkt am ersten Tag eine mitgemacht, ich hatte mich mit der Höhenluft noch nicht so arrangiert und bin im Hostel geblieben. Zu Beginn der Tour wurden auf dem Markt Geschenke für die Bergarbeiter gekauft - Alkohol, Kokablätter oder Dynamit. Damit ging es zur Mine, wo noch heute nach "traditioneller Weise" gearbeitet wird, also von Hand. Strom ist einfach zu teuer. Die Bergarbeiter haben kaum Schutzkleidung und eine sehr geringe Lebenserwartung. In der Mine arbeiten auch viele Kinder, hier steht der Ertrag vor dem Gesetz.

    Leider hingen auch in Potosí die Abgase der uralten Autos und Busse in den engen Gassen fest. Wir wussten oft nicht, ob der Kopfschmerz und der Druck auf der Lunge von der Höhe oder den Abgasen kamen. Unsere Vorfreude auf unseren nächsten Stop wuchs. Und die auf die Berge noch viel mehr.
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  • Salar de Uyuni - die Salzwüste

    29 Mei 2018, Bolivia ⋅ 🌙 -1 °C

    Wir hatten schon von vielen Reisenden gehört, dass es sich lohnt eine der geführten Jeep-Touren in die Salzwüste bei Uyuni zu machen. Also haben wir nicht lang gefackelt, ein paar Agenturen verglichen und eine 3 Tagestour gebucht. Diese fanden wir mit 100€ für Vollverpflegung, 2 Übernachtungen und nur 6 Personen im Jeep äußerst günstig. Und es wurde noch schöner, als wir dachten! Vom Friedhof der ehemaligen Salztransportzüge ging es in die Salzwüste. Unendliche weiße Weiten, nur unterbrochen von anderen Jeeps und einigen Inseln aus Gestein. Wir hatten Glück zur Trockenzeit zu reisen, so konnten wir die Wüste komplett durchqueren und auch aussteigen und auf dem trockenen Salz spazieren. Der Hintergrund eignet sich hervorragend für Blödelfotos, da die Kamera keinen Fernpunkt zum Fokussieren findet. Ein sehr schöner erster Tag endete in einer bitterkalten Unterkunft, deren Wände mit Salz verkleidet waren.Baca lagi