• Entlang der Grenzelbe

    July 25, 2024 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Mit der Ruhe war es nichts. Es summte letzte Nacht unaufhörlich. Da hilft kein Mosquito-Netz. Maximal Ohrstöpsel. Dazu noch der Volle Mond der die Stämme im Wald in der Nacht silbern erscheinen lässt. So richtig finster wurde es nicht. Um die Füße zu vertreten wandere ich auf die Sixter Düne. Eine von den wenigen Wanderdünen entlang der Elbe. Auch hier im Sand fressen mich jäh die Mücken auf.

    Zum Glück ziehen sich die Kilometer heute gar nicht so endlos wie in meinem Kopf. Bei Lehesten passiere ich das Tor 21. Ein gemeinschaftliches Freilichtmuseum niedersächsischer und Mecklenburger Projektschüler über die Innerdeutsche Grenze. Das perfide aus Sicht der Schüler ist dabei nicht einmal die Grenze selbst sondern was sie aus Mensch und Tier gemacht hat. Während die Leute mit Kontrollen und Überwachung konfrontiert waren während sie Regimetreu sein mussten oder umgesiedelt wurden, waren selbst die Grenzhunde so abgerichtet dass sie sich am liebsten gegenseitig zerfleischt hätten. In der Regel mussten sie eingeschläfert werden weil sie den Dienst nach der Abrichtung nie lang durchgehalten haben.

    Neues Bundesland, neues Glück. Der Weg nach Ratzeburg ist alles nur nicht schön. Ich frage mich wie die früher diese Wege als Handelsstraße nutzen konnten? Da musste die Kutsche ja zwangsläufig so langsam fahren dass Räuber nebenher im Gehen Beute machen konnten. Dafür müsste man nicht einmal einen Überfall groß vorbereiten.
    Nach So viel Anstrengung gibt es ein Eis am See. Eis mit Marzipan. Sehr lecker! Der Weg nach Lübeck entlang vom See ist danach nur noch eine leichte Übung.
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