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Canada: Endless North

Un’avventura di 34 giorni di TS - travelling the world Leggi altro
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    🇨🇦 Clearwater, Kanada
  • Dieser Camper macht uns verrückt

    Ieri, Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Es ist dunkel geworden und wir machen uns bettfertig. Ich liege schon über der Fahrerkabine und lese noch ein paar Zeilen.
    Sven (wie Gott ihn schuf) sprüht seine Beine mit Insektenspray ein, weil er die letzten Nächte fleissig Opfer irgendwelchen stechenden Getiers wurde.
    Er sprüht und sprüht, ich guck schon runter, weil ich den Eindruck hab, er übertreibts ein klein wenig.
    Plötzlich geht ein lautes Gepiepse los in unserem Camper. Ich, der es gewohnt ist, dass der Rauchmelder während des kochens angeht, friemle an dem Teil herum bis es auf den Boden fliegt. Es piepst immer noch irgendwo.
    Unter dem Kühlschrank entdeckt Sven irgend eine Blinke-Anzeige, von der aus der Alarm auszugehen scheint. Bevor er sich dort zu schaffen machen kann, geht der Alarm aus und wir atmen beruhigt auf.
    Wir lassen die Lüftung noch eine Zeit lang laufen, damit wir ausreichend Sauerstoff für die Nacht haben und den gröbsten Qualm des Insektensprays aus dem Camper pusten können.
    Gute Nacht und bis Morgen ☠️🦟😴💤 /T
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  • Die Reise der wilden Lachse

    Ieri, Canada ⋅ ☀️ 30 °C

    Weiter geht's Richtung Norden.
    Unsere asphaltierte Strasse wird zu einer extrem buckeligen Piste. 14 km liegen vor uns.
    Zwischen Schrittgeschwindigkeit/ausweichen und Gas geben/Augen zu und durch entscheiden wir uns für zweites.
    Endstation dieser Strasse ist der Clearwater Lake, welcher den reissenden Strom speist, der sich neben unserer Strasse durch das Tal schlängelt.
    Im Fluss meistern auch wilde Lachse ihren Weg Richtung Norden. An einer Stelle mit Aussichtsplattform kann man sogar beobachten, wie sie an einer engeren Stromschnelle nach oben springen. In der weissen Gischt wirken die Fische schwarz, sind zwischen einem halben und einen Meter lang. Eine beeindruckende Meisterleistung!
    Keine Meisterleistung war der Rückweg. Ich biege falsch ab und fahre statt zurück noch weiter in die Sackgasse Richtung Norden. Auf der Buckelpiste. Kilometerweit! Zu meiner Verteidigung: Google Maps war wohl mangels Internet und GPS so verwirrt, dass er mich falsch geführt hat. 🤷🏼‍♂️
    Da die vielen Getränkedosen in den oberen Schränken keine gute Idee waren und sich ja einige der Schwerkraft ergeben haben, haben wir sie nun in eine der unteren Schubladen gepackt.
    Da der gesamte Truck auf der Buckelpiste dermassen gewackelt und vibriert hat, hat der dünne Holzboden der Schublade nun auch nachgeben und hat den Dosen den Weg nach unten gezeigt. 🙄
    Nun testen sie ihr drittes Zuhause. /S
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  • Hey bear! Oh, hallo Frosch!

    Ieri, Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir haben den Rucksack gepackt: Sonnencreme, Bärenspray, Insektenspray, Wasser, Lunchpaket (Sandwich und Nudelsalat, gestern vorbereitet), eine Gabel, Ersatzshirt, Pflaster, Bärenglocke, Taschentücher.
    Auf dem Parkplatz für den Trail hoch zum Pyramid Mountain ist nur ein einziges anderes Fahrzeug. Wir starten den verlassenen Weg und schon nach 50 Metern schwärmen zig Moskitos um uns herum. Panisch suchen wir das Insektenspray im Rucksack, denn die Viecher sind derart penetrant und aggro drauf, die scheinen hier selten lecker Thömsi-Blut zu bekommen. Das Spray zeigt sofort seine Wirkung und hält uns die Viecher vom Leib.
    Mit klimperndem Bärenglöckchen schlendern wir weiter, entdecken allerhand Getier. Ab und zu ruft Sven "hey Bear" um potenzielle Fellnasen auf uns aufmerksam zu machen. Auch nach zwei Stunden sind wir noch keiner Menschenseele begegnet, entdecken jedoch allerhand Getier. Meine Favoriten sind nach wie vor die Eichhörnchen. Die stehen mit ihrem Tannzapfen in einer Seelenruhe da und knabbern und knabbern.
    Auf dem gesamten Trail (4.5 Stunden) sind wir tatsächlich niemandem begegnet. Und das zur Hauptreisezeit in Kanada. /T
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  • Helmcken-Falls

    Ieri, Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Zum Tagesstart gehen wir unter die Kundschafter und schauen nach, wo wir morgen übernachten, wie die Strassenverhältnisse gegen Ende des Tals sind (da ist keine befestigte Strasse mehr) und was es da oben sonst noch so zu sehen gibt.
    Als wir die unbefestigte Strasse für "befahrbar mit grossem Motorhome" einstufen (stellt sich im Tagesverlauf eventuell als ein Fehler heraus...) fahren wir zum Helmcken-Falls, dem mit 141 Metern vierthöchsten Wasserfall Kanadas.
    Die Morgensonne taucht den Wasserfall in unglaubliches Licht. Was für ein Panorama! /T
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  • Sonnenuntergang beim Wasserfall

    20 agosto, Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Park, den wir gerade erkunden, wird auch Waterfall-Park genannt.
    Kurz nach 18.00 Uhr machen wir unseren Camper nochmal startklar und düsen los.
    Da wir alle Fächer im Camper nochmals überprüft haben und alles etwas umgepackt, können wir ordentlich Gas geben, ohne dass irgendwelche Pepsis oder Colas aus den Schränken springen.
    Wir befestigen unser Bären-Glöckchen am Rucksack, packen unseren Bärenspray ein und wandern los durch die wunderbare Natur Kanadas.
    Die Sonne geht langsam unter, sodass alles in ein warmes Licht getaucht ist. Langsam aber sicher zu warm für Sven. Er wird unruhig, als wir immer noch nicht am Ziel sind. Denn durch die Dunkelheit zurückwandern mit klimperndem Bärenglöckchen und Handytaschenlampe (meine super ultra starke Outdoor-Taschenlampe liegt natürlich irgendwo in der hintersten Ecke unserer Wohnung in St. Gallen) wollen wir auf keinen Fall.
    Doch dieser Wasserfall lohnt sich, und so hetze ich weiter und lasse mich auf keinen Fall zur Umkehr bewegen.
    Was für ein cooles Erlebnis!
    PS: Unbedingt die Wasserfallbilder gucken, denn das zu beschreiben ist mit Bildern viel einfacher.
    Zurück an unserem Stellplatz für die Nacht bemerke ich, dass unser Kühlschrank wohl vor kurzem ausgestiegen ist. Die Lebensmittel sind zwar noch kühl, aber das Ding macht keinen Wank. Mit einigen (un)geübten Handgriffen brummt das Ding wieder leide vor sich hin. Nochmal Glück gehabt. /T
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  • Waschen, Bügeln und Haushalt

    20 agosto, Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Pünktlich um 15.00 Uhr erreichen wir unser Ziel. Sven beginnt direkt unsere Wäsche zu waschen, und ich bereite unser Essen für morgen vor: Nudelsalat und Sandwiches. Dazu haben wir uns beim Einkaufsstopp vorhin extra Tupper-Boxen gekauft.
    Gleichzeitig wird das Abendessen vorbereitet, der Camper komplett geputzt (irgendwie klebt es überall....) und die Route für die nächsten zwei Tage geplant. /T
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  • Kanada - so wie wirs uns vorgestellt haben

    20 agosto, Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Etliche Kilometer nördlich nimmt der Rauch spürbar ab, die grünen Wälder übernehmen, und breite Flüsse säumen den Strassenrand. Wir sind im Kanada, wie wirs uns vorgestellt haben, angekommen.
    Die Fahrt bis Clearwater verläuft ganz entspannt mit einem kleinen Zwischenstop zum Tanken und einem weiteren kurzen Halt für ein klassisches Thomas-Mittagessen (verschiedene Salate mit Chicken).
    Bevor wir ins Tal reinfahren, halten wir bei einem Lebensmittelladen, um unsere Vorräte aufzufüllen.
    Beim Aussteigen bemerke ich dunkle Spritzer in der Küche unseres Campers. Bei genauerem Hinschauen stelle ich fest, dass eine Cola-Dose im Schrank über der Küche bei der wilden Fahrt kaputt gegangen ist. Dank der Schwer- und der Fliehkraft im fahrenden Camper, man kann es sich denken, ist die schwarze süsse Sauce nicht nur nach unten, sondern in alle Himmelsrichtungen gelaufen. Was für eine Sauerei!
    Wir putzen alles kurz notdürftig und versorgen alles einigermassen sicher, bevor wir in den Laden gehn.
    Nach dem Einkaufen besuchen wir das Visitor Informationscenter am Eingang des Tals, um uns über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren und aktuelle Infos zu den einzelnen Gebieten zu holen.
    Im Zeitalter von Reiseführern, Internet und ChatGPT komme ich mir etwas altmodisch vor, wie ich da an den Flyer-Ständern herumdrehe und nach ansprechendenen Aktivitäten suche.
    Im Verlauf sprechen wir mit einer Mitarbeiterin und fragen, ob wir bei unserer geplanten Tageswanderung für morgen zum Trophy Mountain irgendetwas beachten müssen.
    Sie nimmt einen roten Stift zur Hand und streicht auf einer Übersichtskarte "Trophy Mountain" durch und erklärt uns, dass dieses Gebiet aktuell gesperrt sei. Seit einigen Tage sei dort ein etwa zwei jähriger Grizzly, der einen Menschen angegriffen hat. Und bis klar ist, was mit dem Tier passieren soll, sei diese Wanderung nicht möglich. Gegebenfalls werde das Tier umgesiedelt, oder vielleicht sogar erschossen, da er gegenüber Menschen viel zu neugierig sei.
    Sie erklärt uns verschiedene andere Routen und Möglichkeiten. Wir sind optimal in der Zeit und fahren weiter zu unserem geplanten Übernachtungsplatz. Wir wollen früh ankommen, da heute Waschtag geplant ist.
    Auf dem Weg liegt jedoch ein Wasserfall, den wir unbedingt mitnehmen möchten.
    Als wir von dort wieder losfahren, müssen wir über eine gewaltige Bodenwelle. Diese lässt eine Pepsi vom Schrank über der Küche mit voller Wucht von innen gegen die Schranktür knallen. Die schwache Schranktür hält natürlich nicht Stand, springt auf, und entlässt die Pepsi in hohem Bogen auf den Fussboden des Campers.
    Sie mag das gar nicht und platzt mit einem leisen Knall und zerspritzt ihren Inhalt auf dem Fussboden des Campers.
    Was für eine zweite Sauerei!! /T
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  • Auf gehts: ab in den Norden

    20 agosto, Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Heutiges Tagesprogramm: 295 km nach Norden. Unser Weg führt uns endlich raus aus dem Rauch verschiedener Waldbrände. Die Luft ist hier wie zum schneiden, die Sonne dringt nur teilweise durch, und der Himmel sowie die entfernteren Berge verschwinden in weissen Partikeln.
    Auf unserem Weg entlang des westlichen Ufers des Kalamalka Lake sind die beiden Strassenseiten gezeichnet von den Bränden. Heute genau vor drei Wochen entstand ein Waldbrand, der einen Tag später, am 01. August, über die Strasse gegriffen hat und in kürzester Zeit viele Häuser zerstört hat. Ausgebrannte Autos, Schulbusse und Ruinen der Zuhause der Kanadier säumen den Strassenrand.
    Die Auswirkungen des Klimawandels sind hier genauso zu spüren wie in Europa. /T
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  • "What are those plates for?"

    19 agosto, Canada ⋅ 🌙 27 °C

    Auf Empfehlung unseres Winetaste-Belgiers sitzen wir nun im Restaurant der Winery, welches laut ihm zu den Top 100 der besten kanadischen Restaurants gehört. Oder Top Ten. Je nachdem, wen man fragt.
    Wir bestellen beide das "Chef's Tasting Menu" bei unserem echt lustigen Kellner Kristof . Es reicht von Bruschetta über Bison, Aubergine und Ente bis hin zu schwarzen Beeren und Kirschen.
    Wir nehmen ohne Weinbegleitung. Hatten definitiv genug.
    Eine Frage an Kristof brennt uns bis kurz vor dem Hauptgang unter den Nägeln und so frage ich schliesslich: "May I ask you a question?" Unsere Brotteller und die aller anderen Gäste im Restaurant waren völlig unbenutzt und niemand hatte Brot. Wofür sind bitte diese Teller??
    Er lacht, wippt mit dem Kopf hin und her, sodass seine langen Haare hin- und herschaukeln. "Depends..." Wir fangen auch an zu lachen. Er erklärt uns, dass man das Brot bestellen müsste, steht auf dem Menu mit Preis. Ganz unten. Hab ich nicht gesehen. Sieht aber sonst auch niemand, sagt er. Deshalb hat auch niemand Brot.
    Sie empfehlen es auch nicht mündlich, da sich ja niemand vorher sattessen soll.
    Ich frage lachend "Is this typical canadian?" Er so "Ja. Aber nicht immer." Aha. 😄
    Weil wir's so lustig hatten, bringt er uns gratis Brot mit gesalzener Butter.
    Was für ein schöner Abend! /S
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  • Privat-Führung durch die Weinberge

    19 agosto, Canada ⋅ ☀️ 33 °C

    Jeroen, unser junger belgischer Wein-Nerd, ist völlig aus dem Häuschen, weil er heute statt für 16 bis 20 Leute, nur für vier Menschen eine Weintour durch das Familienunternehmen der Familie Stewart machen darf. Grund für die wenigen Teilnehmer sind die Waldbrände der letzten Tage.
    Stell ihm eine Frage zur komplexen Herstellung von Wein, und seine Augen funkeln, sein Herz schlägt schneller, und seine Aufmerksamkeit ist komplett bei dir.
    Er führt uns und ein junges Paar aus Edmonton, Canada, durch die Reben der Familie Stewart, als ob sein Urgrossvater persönlich Dick (Richard) Stewart damals mutterseelenallein aus Irland bis in die entlegendsten Ecken Kanadas gereist wäre, um hier Wein anzubauen.
    "A hidden gem" sei hier zu finden, hätte der Bruder von Dick gemeint.
    Und wie wir so durch die Rebberge am Ufer des Okanangan Lake schlendern, verstehen wir, wieso Dicks Bruder ihn vor ungefähr 150 Jahren per Brief zum sofortigen herkommen ermutigt hat.

    Die Weine waren lecker, eine Note von Kiwi und Erdbeer (🤪). Was wir in unserem Camper jedoch noch viel dringender benötigen: BBQ Sauce aus Pfirsich und Jalapeños und Chutney aus der Region.
    Eine tolle und erlebenisreiche Tour, die uns in deren hochgelobtes Restaurant für deren hochgelobtes Abendessen geführt hat. /T
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  • Mit dem Rad hoch hinaus

    19 agosto, Canada ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir nehmen eine Schotterpiste hoch zum Myra Canyon. Nach 100 Metern meint Sven, ob ich da wirklich hoch will, denn durch die Schotterpiste ächzst und knarzt unser Camper sehr unangenehm. Ich so: Wenn wir uns von ein bisschen Schotter abhalten lassen, dann sehen wir einen Grossteil Kanadas nicht. Und unser Zuhause auf vier Rädern hat bestimmt schon ganz anderes mitgemacht.
    Die acht Kilometer rumpeln wir ohne nix weg. Oben angekommen mieten wir uns zwei Bikes, um den Canyon mit seinen zig Brücken und Tunneln zu erkunden.
    Hinten angekommen, spielen wir während der Trinkpause mit den süssen Hörnchen, die da total neugierig rumspringen. Soooo süss!

    Als wir unsere Fahrräder am Schluss der Tour abgeben, wollte eine hochgradig bösartige Wespe mit Svens Oberschenkel spielen. Da er nicht wollte, stach sie ihm mal direkt ihren Stachel rein (😱🤬🙄).
    Zum Glück sind wir mit Fenistil, Parapic und kühlen Dosen ausgestattet.

    Wir tuckern gemütlich die Schotterpiste zurück, unser Gefährt ächzt und knarzt wieder wie gewohnt, da dreht sich der rechte Aussenspiegel weiter und weiter nach rechts. Wir halten an und mit meinem fachkundigen Blick erkenne ich sofort: Das ist kaputt! Vielleicht war Schotterpiste doch etwas doof.
    Bevor mir der Gedanke kommt, dass es ja vielleicht eine Schraube gibt, mit der man das Teil festziehen kann, kommt mir die Idee, das ganze mit einem kleinen Stöckchen zu verkeilen, damit er wieder hält. Ich liebe meine Kreativität 🤪🤪.
    Lustigerweise haben wir in der Tasche des Kamerastativs tatsächlich einen passenden Inbus-Schlüssel, um den Spiegel wieder zu fixieren. Wir hoffen mal, das bleibt der einzige Defekt an unserm Fahrzeug und die einzige Verletzung von Sven während unseres Kanada-Trips 🍀🍀🍀. /T
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  • Kängeroos und andere niedliche Geschöpfe

    19 agosto, Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    05.30 Uhr: Es schäppert und klackt auf dem Camper und irgendein Getier gibt rhythmische Laute (eine Mischung aus Schreien und klocken) von sich.
    Was solls, ist eh schon fast meine Zeit. Ich brüh mir einen grossen Becher Kaffee auf, mache mich mit Kaffee, Handy, Buch und Reiseführer auf in Richtung Hängematte. Schön Schuhe ausziehen und den einen Schuh als Kaffeebecher-Halter zweckentfremden und ab in die Matte. Vor lauter Utensilien die ich dabei festhalten will, bleibt die Balance auf der Hängematte zu kurz und in einem eleganten Bogen schmeisst sie mich auf der anderen Seite in den Dreck (nicht der letzte "🙄🤬😱-Moment" des Tages). Der Kaffeebecher in der improvisierten Halterung bleibt wie durch ein Wunder stehen und es schwappt nur ein ganz klein wenig in den Schuh.
    Spätestens jetzt bin ich wach, voll mit Laub und weiterhin bestens gelaunt.
    Ich nutze die frühe Stunde und suche für die kommenden zwei Tage mögliche Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten raus.
    Eineinhalb Stunden später wecke ich Svens Lebensgeister wie schon die letzten Tage mit einem Kaffee direkt ans Bett.
    Da wir eine zweite Nacht hier bleiben, machen wir von hier aus einige Ausflüge in die Region. Wir starten mit einem Besuch auf der Kangoroo Creek Farm. Haufenweise Kängurus, Wallabies und anderes Getier aus Down-Under (nicht der letzte "Jööö-wie-herzig-Moment" des Tages). /T
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  • Mein Hase 👨‍🍳

    18 agosto, Canada ⋅ ⛅ 29 °C

    ...ist nicht nur ein ausgezeichneter Sehenswürdigkeiten- und Aktivitäten-Heraussucher, sondern kocht auch noch lecker für uns. So gab es gestern Chorizo-Würste mit Guacamole und Salat, und heute werden die übrigen Würste und Salat mit feinen Bratkartoffeln ergänzt. 😋
    Für den kleinen Appetit und Ohnmachtshappen zwischendurch dienen Mini-Gurken, Reiswaffeln und andere mehr oder weniger gesunde Snacks. 🍫🌭
    Im Gegensatz zu unseren Campern in Australien und Neuseeland ist unser Kühlschrank hier riesig. Ausserdem haben wir hier ganze drei Kochflammen (mit Platz für trotzdem nur 2 Töpfe..).
    Einen Dampfabzug haben wir auch.
    Und einen Rauchmelder.
    Und der kreischte gestern direkt los, weil der Abzug zu schwach ist. Heute hilft die Klimaanlage. /S
    P.S.: Klimaanlage ist keine grosse Hilfe. Rauchmelder kreischt wieder. 🙄
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  • Relaxen auf dem Kanal

    18 agosto, Canada ⋅ ☀️ 32 °C

    Im Anschluss an die wilden Zipline-Fahrten düsen wir mit unserem Camper ganz ans untere Ende des Okanagan Lake.
    Dort bietet die Firma Coyote Cruises für läppische 20 Dollar (gut 10 Franken) aufgeblasene Reifen zum reinsetzen an, mit denen man den gesamten Kanal in Zeitlupe entlangtuckern kann. Es geht knapp drei Stunden, was wir aber erst beim Kaufen des Tickets mitkriegen. Na gut, dann raffen wir halt unser Programm danach etwas zusammen :)Leggi altro

  • Heute mal kopfüber

    18 agosto, Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Unser erster Halt des heutigen Tages führt uns an Peachtown (🍑🌇) vorbei zur ZipZone Peachland, wo wir insgesamt 6 Ziplines über den Canyon benutzen können.
    Wir rasen, flitzen, kreischen und singen über den Canyon. Bei der 5ten Zipline dürfen wir sogar upside down rüberflitzen. Die einzige Zipline in Kanada bei der man von Anfang bis Ende kopfüber hängen darf.
    Was für ein cooles Erlebnis, und was für ein Glück wir dabei hatten. Denn bis vor drei Tagen war das ganze Gebiet aufgrund der Waldbrände evakuiert worden. Auch heute sehen wir in der Ferne eine grosse Rauchsäule in den Himmel steigen und permanent kreisen Löschflugzeuge über uns.
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  • Geliebtes Camperleben

    18 agosto, Canada ⋅ ⛅ 17 °C

    Endlich leben wir unser geliebtes Camperleben.
    Gestern haben wir sämtliches Zeugs noch in die verschiedenen Staufächer des Campers verräumt. Zuerst sieht es immer aus wie ein Schlachtfeld, doch nach und nach ergibt sich eine total logische Anordnung unseres Hab und Guts.
    Die erste Nacht war ganz gut. Wir schlafen über der Fahrerkabine, damit wir den Camper nicht jeden Tag zwei mal Umbauen müssen. Leider etwas hart, der Rücken maunzt, aber das ist nur die ersten paar Tage so.
    Erste Aufgabe des heutigen Tages: Wasser aufsetzen und Kaffee kochen. Der Tagesplan wir direkt morgens um 07.30 Uhr noch mit einer spontanen Idee ergänzt. Leider haben wir deshalb keine Zeit mehr zu duschen und müssen sofort los. /T
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  • Wie soll unser Motorhome denn heissen?

    17 agosto, Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Mit einem Tag Verspätung haben wir uns doch noch spontan-verliebt in unseren alten Kläpper. Alter Kläpper klingt zwar irgendwie sympathisch, doch das geht noch besser.
    2020 in Australien waren wir mit Avira (passend zu Covid) unterwegs. Auch dieses Mal dürft ihr eure Namensvorschläge direkt per Whatsapp an Thomas oder per WA/Insta an Sven senden oder unterhalb des Beitrags kommentieren.Leggi altro

  • Fog und Smog, und staubtrocken

    17 agosto, Canada ⋅ ☀️ 25 °C

    Was wir in Vancouver schon erahnt hatten, wurde uns heute nochmal so richtig bewusst.
    Kanada ist trocken, es brennt überall (oder hat gebrannt) und man sieht alles wie durch einen Nebel.
    Nach dem Einkaufen habe ich uns einen kleinen Walk zu einem Wasserfall rausgesucht.
    Als wir aus dem Camper aussteigen, riecht es stark nach Rauch, und die Fernsicht ist diesig.
    Unser erster Walk in Kanadas wilder Natur. Wir haben keine Ahnung, wann und wo mit wilden, zähnefletschenden Bären, ob braun, schwarz oder weiss, zu rechnen ist, weshalb wir (also Sven) den geschenkten Bärenspray und das gekaufte Bären-Glöckchen natürlich mitnehmen.
    Gewohnt unbekümmert hüpfe ich naiv wie ein kleines Kind durch die Wälder und summe vor mich hin.
    Der Bachlauf ist ausgetrocknet. Auch nach mehreren hundert Metern bleibt alles trocken, kein Wasser (und zum Glück auch kein Bär) in Sicht. Einzig eine Mini-Feen-Unterkunft auf einem Baumstamm entdecken wir.
    Der Wasserfall ist völlig augetrocknet. Die Natur trotzdem einzigartig und einfach atemberaubend.
    Sicher und dank unseres Warn-Glöckchens ohne Bärenkontakt kommen wir wieder heil zu unserem Camper. /T
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  • Als Beifahrer hab ichs gut

    17 agosto, Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Ist es nicht schön? Die Beine auf das Armaturenbrett hoch gefläzt, den Blick aus dem Fenster und die Musik laut aufgedreht.
    Grüsse gehen raus an meine wunderbare Stellvertretung in Kreuzlingen, die das am liebsten genauso macht wie ich und ob der Gefahr über die Beine auf dem Armaturenbrett genauso gerügt wird wie ich 🙃🙃😘😘Leggi altro

  • Shopping-Kings

    17 agosto, Canada ⋅ ☁️ 19 °C

    Der erste Einkauf mit dem Camper in einem weit entfernten Land eskaliert erfahrungsgemäss IMMER!
    Unser Einkaufswagen wurde voller und voller mit Gewürzen, Früchten, Gemüse, Essig, Chrottä-Stecher (kennt irgendwer ausser Thomas diesen Begriff?!), Schneidbrett, Duschgel, Fleisch, Nudeln, Reis, Frühstücks-Material usw. usw.
    Der Einkaufswagen war voll. Wir legten alles auf das Band (natürlich hatte nicht alles Platz) und luden direkt wieder alles in den Wagen, damit wir damit zum Camper fahren und alles feinsäuberlich einladen konnten. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt, bzw. ohne die Kassiererin gemacht.
    Nachdem wir ein wenig mit ihr getratscht haben, wollten wir den unverschämt hohen Betrag mit unserer Migros-Kreditkarte (eine der wenigen Schweizer Kreditkarten ohne Auslandsgebühr) begleichen.
    Das Gerät stürzte sogleich ab. Die Kassiererin meinte noch ganz entspannt: "I just do a restart, you problably just have too many things 😉."
    Als das Gerät nach Neustart nochmals abgestürzt ist, die ganzen Kunden hinter uns schon ungeduldig hin- und hergetäppelt sind, wurde die Kassiererin sichtlich nervös. Sie wollte den Kassenbon ausdrucken, damit wir am Info-Schalter den geschuldeten Betrag begleichen konnten, doch die Kasse machte keinen Wank.
    Sie meinte, dass sie jetzt wohl den kompletten Einkaufswagen nochmal neu einscannen müssen würde.
    Meine Blase meinte gereizt: Ohne mich, ich such eine Toilette.

    Als ich zurück kam, konnte ich zum Glück ohne Re-scan die Rechnung begleichen und wir konnten endlich alles in den Camper verladen.
    An alle Hygiene-Verantwortlichen: die Kühlkette der Lebensmittel war zu keinem Zeitpunkt unterbrochen :) /T
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  • Endlich holen wir unseren Camper ab

    17 agosto, Canada ⋅ ☁️ 17 °C

    Punkt 08.00 Uhr rufe ich beim Camperverleih an. Meine Sorgen zuvor, ob ich den Typen am anderen Ende davon überzeugen kann, den Camper möglichst sofort abholen zu können, stellten sich als völlig unbegründet heraus. Das Telefonat dauerte nicht mal eine Minute und er meinte: "Come as soon as possible."
    Gesagt, getan. Mit unserem Uber-Fahrer erreichten wir den Camperverleih innerhalb 30 Minuten.
    Beim Reisen wird es relativ schnell völlig irrelevant, welcher Wochentag es ist. Dass es ein Montag sein muss, und nicht Freitag kurz nach Mittag, spürten wir spästestens, als wir in das total desinteressierte Gesicht der jungen Dame am Schalter schauen mussten. Total unmotoviert nuschelte sie uns vor, welche Extras wir dazu buchen können und wie das mit der Versicherung so wäre.
    Aber nicht mit uns. Überall, wo ich nicht verstanden hab, was sie in ihrem Montag-Morgen-Genuschel vor sich hingestammelt hat, hab ich nochmal ganz genau nachgefragt.
    Ein Inder hat uns im Anschluss unser Zuhause auf Rädern für die nächsten 4 Wochen gezeigt und alles ausführlich erklärt.
    Während wir das komplette Fahrzeug von innen und aussen inklusive Funktionstüchtigkeit des Kühlschranks (was leider nicht gegeben war) und Vollständigkeit der dazu gebuchten Utensilien (eine Schüssel und eine Sieb haben gefehlt) überprüft und reklamiert haben, kam ein blonder tätowierter Reisender mit einem Sack voller toller Dinge auf uns zu. Er gab gerade seinen Camper ab und hätte eine Tüte voll Dinge übrig:
    7 Rollen Toiletten-Papier
    1 Bären-Spray
    Alufolie
    1 Pack Penne
    1 Dose Tomatensauce
    1 Dose Bohnen
    ungefähr 20 Abfallsäcke
    Speiseöl
    Dankbar nahm ich seine Tüte entgegen. Alles (ausser das Öl, die Alufolie und die Abfallsäcke) waren original verpackt. Ausser die Bohnen hätten wir den kompletten Inhalt der Tüte einkaufen müssen. Ich liebe dieses unkomplizierte Miteinander beim Reisen!
    Nachdem der Kühlschrank instand gestellt und sämtliche Infos über das Fahrzeug ausgetauscht waren, konnten wir endlich die 283 Kilometer zu unserem ersten Übernachtungsstopp in Angriff nehmen.
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  • Ehekrise!

    16 agosto, Canada ⋅ ☀️ 22 °C

    In anderen Beziehungen hätte der heutige Tag wahrscheinlich eine Krise ausgelöst. Auch wir waren ziemlich genervt von der Situation. Nachdem wir einiges storniert und mit einer neuen Route auch neue Campgrounds gebucht hatten, genossen wir jedoch noch einen schönen, wirklich letzten Abend in Vancouver.
    Zum Abendessen waren wir bei einem echt guten Japaner direkt um die Ecke.
    Ohne Krise. 😜 /S
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  • Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

    16 agosto, Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Nachdem wir unseren ganzen Tag und die vier folgenden Nächte inkl. Fähren hin und zurück auf die heutige Übernahme des Campers ausgelegt hatten, fällt das alles ins Wasser.
    Bei der Camper-Firma standen wir vor verschlossener Tür. Sven checkt nochmal die Bestätigungsmail von unserem Camper, während ich ums Gebäude rumlaufe und durch die Fenster versuche hineinzuschauen.
    Sven zeigt mir die Mail: Abholung am Samstag, 15.08. um 13.00 Uhr.
    Das war gestern.
    Heute gibt es definitiv keinen Camper. Das heisst, wir nehmen definitiv auch keine Fähre heute nach Vancouver Island. Und für die nächsten Tage sind die Fähren ausgebucht.
    Den restlichen Tag verbringen wir mit stornieren, Unterkunft für heute Nacht suchen und die nächsten Tage planen.
    Was für ein Kuddelmuddel. /T

    P.S.: Konnten die Unterkunft für heute um eine Nacht verlängern. /S
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