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Canada: Endless North

A 34-day adventure by TS - travelling the world. Read more
  • Trip start
    August 13, 2026

    Border Control Canada

    August 13 in Canada ☀️ 24 °C

    Nach einem extrem ruhigen Flug kommen wir pünktlich nachmittags um 15.00 Uhr in Vancouver an (Mitternacht Schweizer-Zeit).
    Wir stehen an der Gepäckausgabe, ich auf einem Bein, um meinem Physiotherapeuten von heut Vormittag brav Folge zu leisten, und fallen so offensichtlich einem Grenzpolizisten auf.
    Es fühlt sich etwas an wie bei einem mündlichen Test zu meiner Schulzeit. Ob ich alleine reise, was unser Plan ist, wieviele Tage wir insgesamt in Kanada bleiben, wieviel Bargeld wir dabei haben, und welche Jobs wir in der Schweiz haben. Letzte Frage: Wieviele Gepäckstücke erwarten wir noch und habt ihr Drogen dabei?
    Er kritzelt mit einem pinken Leuchtstift etwas auf mein "Kiosk-Ticket", welches mir bei der vorherigen Kontrolle ausgestellt wurde und verabschiedet sich.
    Mit dem Zug gehts schnurstracks Richtung Vancouver rein in ein Wohngebiet. In einem gemütlichen Haus in einem Aussenbezirk beziehen wir unser erstes Zuhause in Kanada für die nächsten 3 Nächte.
    Kurz duschen und dann auf zur ersten Erkundungstour 🥰 /T
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  • Erstes Abendessen in Kanada

    August 13 in Canada ☀️ 25 °C

    Direkt neben dem VanDusen Botanical Garden wurden wir fündig. Im Shaughnessy Restaurant mit Blick auf die vielfältige Pflanzenwelt gönnten wir uns ein leckeres Abendessen. Dabei kamen wir mit der kanadischen Bedienung ins Gespräch.
    Sehr zuvorkommend, freundlich und hilfsbereit erlebten wir die Kanadier bisher. Sie gab uns den Tipp, morgen nicht die überteuerte Capilano Suspension Bridge sondern die Lynn Canyon Suspension Bridge zu besuchen.
    In Kanada sei es übrigrens in Restaurants normal, 15% Trinkgeld zu draufzurechnen.
    So, da mir während des Schreibens nun schon sicher 5 Mal die Augen zugefalllen sind, ist es sicherlich Zeit für meinen Schönheitsschlaf. /T
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  • Wir wuseln durch Vancouver

    August 14 in Canada ⛅ 17 °C

    Den Jetlag spüre ich vor allem im verschobenen Hungergefühl, hab viel früher und noch viel mehr Hunger wie sonst 🤪
    Der Tag begrüsst uns mit leichtem Regen, eine willkommene Abwechslung nach den Hitzewochen in der Schweiz. Wir ziehen schon um kurz nach halb acht los in die Stadt, nehmen dazu die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Bus der uns abholt hat vorne dran ein Gestell montiert, auf welchem man sein Fahrrad mittransportieren lassen kann. Und tatsächlich steht da ein alter Drahtesel an der Frontscheibe des Buses und lässt sich mit ihn die Stadt fahren.
    Kaum sind wir in Downtown angekommen giesst es wie aus Eimern. Da wir so gar nicht für Regen gerüstet sind, suchen wir in einem leckeren Café Zuflucht und gönnen uns erstmal ein Mini-Frühstück. /T
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  • 4h59min mit dem Velo

    August 14 in Canada ⛅ 17 °C

    Beim Mieten unseres Drahtesels haben wir heute ein riesiges Schnäppchen gemacht: Für 18.50 Franken inklusive Helm und Schloss pro Person haben wir die halbe Stadt erkundet, bis uns die Oberschenkel brannten und die Füdlis vom Sattel schmerzten.
    Vancouver mit seinen 2.6 Millionen Einwohnern ist erstaunlich gut auf Fahrradfahrer:innen vorbereitet. Wir konnten oft total entspannt auf separaten Wegen entlanggurken und uns voll auf die Szenerie fokussieren. Über den grossen Stanley-Park zum English Bay Beach weiter über die Burrard Street Bridge zum beliebten Granville Island Public Market. Die Szenerie nach dem Kitsilano Beach hat mich so gefesselt, dass wir uns leider etwas verfahren haben. Aber wir sind ja starke Männer und können unser Rad notfalls auch durch die Pampa tragen 🚲💪🕺
    Irgendwann kamen wir zum Locarno Beach (und ja, wir sind immer noch in Vancouver...), wo Sven sich zur Stärkung ein leckeres Eis gegönnt hat. /T
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  • Golden Smell in China Town

    August 14 in Canada ☀️ 25 °C

    Mit wunderschönen Einfamilienhäusern direkt am Wasser bis zur echt angeschmuddelten Chinatown mit vielen Obdachlosen hat sich uns Vancouver heute sehr kontrastreich gezeigt. Chinatown hat mich wirklich etwas angeekelt, da es trotz des heftigen Regens am Vormittag überall nach Urin gestunken hat. Wie passend unpassend die Reklame vor dem einen asiatischen Schnellrestaurant.
    Wir haben Chinatown rasch den Rücken gekehrt und sind in Richtung "Olympisches Dorf", wo viele Bauwerke und Plätze der Olympischen Winterspiele von Vancouver 2010 noch erhalten sind. Wir kamen rechtzeitig zur Happy Hour und dank des Jetlags hatte ich auch schon wieder entsprechend Kohldampf. /T
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  • Grouse Mountain

    August 15 in Canada ☀️ 16 °C

    Irgendwie ist halt die innere Uhr doch noch auf Europa gestellt. So fielen mir gestern ab 19.00 Uhr so oft die Augen zu, dass ich um 20.00 Uhr mit Elchi (unserem neuen Reisegefährten) im Bett lag.
    Entsprechend war ich um 05.00 Uhr topfit und startete den Tag mit meinen Physio-Übungen. Um 07.00 weckte ich Svens Lebensgeister mit einem koffeinhaltigen Heissgetränk, sodass wir unseren Bus zum Grouse Mountain rechtzeitig erreichten.
    Der Grouse Mountain liegt etwas ausser- und oberhalb Vancouvers und bietet allerhand Freizeitspass.
    Wir lauschten einem Ranger, der uns wissenswertes über die Grizzlys erzählt hat (sie seien bei der Geburt ungefähr eine Faust gross, nackt und hässlich); beobachteten Coola, einen 25-jährigen Grizzly, der kurz nach der Geburt seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat und vom Park des Grouse Mountain aufgenommen wurde; klatschten begeistert Beifall an die zwei Jungs beim "Lumberjack-Contest" und lernten allerhand geflügelte Fauna wie z.b. Falken, Eulen und Glatzkopf-Adler bei einer kleinen Flugshow kennen. /T
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  • Lynn Canyon Park

    August 15 in Canada ⛅ 23 °C

    Wir folgten der Empfehlung der netten Bedienung unseres ersten Abendessens in Vancouver und machten uns mit dem öffentlichen Bus auf den Weg in den Lynn Canyon.
    Die letzte Schwarz-Bären-Sichtung in dieser Gegend ist gerade einmal zwei Tage her.
    Sven wurde nicht müde "HEY BEAR" 🔊🐻in den Wald zu rufen, ich wurde nicht müde, mit einem Zwinkern die Augen zu rollen 😉🙄.
    Andere Besucher des Parks hatten einen Lautsprecher mit französischem Hiphop in voller Lautstärke in der Hand, an ihrem Rucksack ein Glöckchen montiert, das unablässig klingelte oder kicherten und quasselten unaufhörlich, was mich mit Abstand am meisten genervt hat.
    Endlich einmal Eintauchen in die wunderschöne Natur Kanadas. Wir wandelten zwei Stunden in dem leider etwas überlaufenen Lynn Canyon Park umher und entdeckten allerhand mit Moos bewachsener Bäume, Wasserfälle, verwunschener Pfade und ein Baby-Eichhörnchen. /T
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  • Ausklang des letzten Abends in Vancouver

    August 15 in Canada ☀️ 23 °C

    Unser Abendessen geniessen wir direkt in North Vancouver, genauer gesagt in Lower Londsdale in den Shipyards. Dort gibt es ebenfalls ein Tab & Barrel, die Restaurantkette, in der wir gestern schon super lecker gegessen haben. Also, warum nicht nochmal?
    Pünktlich zum Sonnenuntergang steigen wir auf den Sea Bus, die Fähre, die Vancouver und North Vancouver miteinander verbindet. Nach ca. 15 Minuten kommen wir an der Waterfront an und besteigen unseren Zug. Die Canada Line, die U-Bahn der Stadt, fährt führerlos und vollautomatisch. Schon seltsam im Cockpit zu sitzen. 🤭 /S
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  • Auf den Spuren von Queen Elisabeth

    August 16 in Canada ☁️ 17 °C

    Voller Vorfreude auf die Abholung unseres Campers nutzen wir den Vormittag noch für eine kleine Erkundungstour. Wir laufen durch Oakridge ca. 30 Minuten zum Queen Elisabeth Park. Dort werden wir direkt von Eastern Gray Squirrels (Grauhörnchen) begrüsst, die dort in Massen herumflitzen und spielen.
    Inmitten farbenfroher Blumenbeete hat sich eine Gruppe asiatischer Menschen zum Tai-Chi getroffen.
    Nach einem Abstecher zum Aufwärmen in ein Café (bissl frisch am Morgen) geht's mit dem Zug und Bus zur Camperabholstation.
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  • Nachdem wir unseren ganzen Tag und die vier folgenden Nächte inkl. Fähren hin und zurück auf die heutige Übernahme des Campers ausgelegt hatten, fällt das alles ins Wasser.
    Bei der Camper-Firma standen wir vor verschlossener Tür. Sven checkt nochmal die Bestätigungsmail von unserem Camper, während ich ums Gebäude rumlaufe und durch die Fenster versuche hineinzuschauen.
    Sven zeigt mir die Mail: Abholung am Samstag, 15.08. um 13.00 Uhr.
    Das war gestern.
    Heute gibt es definitiv keinen Camper. Das heisst, wir nehmen definitiv auch keine Fähre heute nach Vancouver Island. Und für die nächsten Tage sind die Fähren ausgebucht.
    Den restlichen Tag verbringen wir mit stornieren, Unterkunft für heute Nacht suchen und die nächsten Tage planen.
    Was für ein Kuddelmuddel. /T

    P.S.: Konnten die Unterkunft für heute um eine Nacht verlängern. /S
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  • Ehekrise!

    August 16 in Canada ☀️ 22 °C

    In anderen Beziehungen hätte der heutige Tag wahrscheinlich eine Krise ausgelöst. Auch wir waren ziemlich genervt von der Situation. Nachdem wir einiges storniert und mit einer neuen Route auch neue Campgrounds gebucht hatten, genossen wir jedoch noch einen schönen, wirklich letzten Abend in Vancouver.
    Zum Abendessen waren wir bei einem echt guten Japaner direkt um die Ecke.
    Ohne Krise. 😜 /S
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  • Endlich holen wir unseren Camper ab

    August 17 in Canada ☁️ 17 °C

    Punkt 08.00 Uhr rufe ich beim Camperverleih an. Meine Sorgen zuvor, ob ich den Typen am anderen Ende davon überzeugen kann, den Camper möglichst sofort abholen zu können, stellten sich als völlig unbegründet heraus. Das Telefonat dauerte nicht mal eine Minute und er meinte: "Come as soon as possible."
    Gesagt, getan. Mit unserem Uber-Fahrer erreichten wir den Camperverleih innerhalb 30 Minuten.
    Beim Reisen wird es relativ schnell völlig irrelevant, welcher Wochentag es ist. Dass es ein Montag sein muss, und nicht Freitag kurz nach Mittag, spürten wir spästestens, als wir in das total desinteressierte Gesicht der jungen Dame am Schalter schauen mussten. Total unmotoviert nuschelte sie uns vor, welche Extras wir dazu buchen können und wie das mit der Versicherung so wäre.
    Aber nicht mit uns. Überall, wo ich nicht verstanden hab, was sie in ihrem Montag-Morgen-Genuschel vor sich hingestammelt hat, hab ich nochmal ganz genau nachgefragt.
    Ein Inder hat uns im Anschluss unser Zuhause auf Rädern für die nächsten 4 Wochen gezeigt und alles ausführlich erklärt.
    Während wir das komplette Fahrzeug von innen und aussen inklusive Funktionstüchtigkeit des Kühlschranks (was leider nicht gegeben war) und Vollständigkeit der dazu gebuchten Utensilien (eine Schüssel und eine Sieb haben gefehlt) überprüft und reklamiert haben, kam ein blonder tätowierter Reisender mit einem Sack voller toller Dinge auf uns zu. Er gab gerade seinen Camper ab und hätte eine Tüte voll Dinge übrig:
    7 Rollen Toiletten-Papier
    1 Bären-Spray
    Alufolie
    1 Pack Penne
    1 Dose Tomatensauce
    1 Dose Bohnen
    ungefähr 20 Abfallsäcke
    Speiseöl
    Dankbar nahm ich seine Tüte entgegen. Alles (ausser das Öl, die Alufolie und die Abfallsäcke) waren original verpackt. Ausser die Bohnen hätten wir den kompletten Inhalt der Tüte einkaufen müssen. Ich liebe dieses unkomplizierte Miteinander beim Reisen!
    Nachdem der Kühlschrank instand gestellt und sämtliche Infos über das Fahrzeug ausgetauscht waren, konnten wir endlich die 283 Kilometer zu unserem ersten Übernachtungsstopp in Angriff nehmen.
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  • Shopping-Kings

    August 17 in Canada ☁️ 19 °C

    Der erste Einkauf mit dem Camper in einem weit entfernten Land eskaliert erfahrungsgemäss IMMER!
    Unser Einkaufswagen wurde voller und voller mit Gewürzen, Früchten, Gemüse, Essig, Chrottä-Stecher (kennt irgendwer ausser Thomas diesen Begriff?!), Schneidbrett, Duschgel, Fleisch, Nudeln, Reis, Frühstücks-Material usw. usw.
    Der Einkaufswagen war voll. Wir legten alles auf das Band (natürlich hatte nicht alles Platz) und luden direkt wieder alles in den Wagen, damit wir damit zum Camper fahren und alles feinsäuberlich einladen konnten. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt, bzw. ohne die Kassiererin gemacht.
    Nachdem wir ein wenig mit ihr getratscht haben, wollten wir den unverschämt hohen Betrag mit unserer Migros-Kreditkarte (eine der wenigen Schweizer Kreditkarten ohne Auslandsgebühr) begleichen.
    Das Gerät stürzte sogleich ab. Die Kassiererin meinte noch ganz entspannt: "I just do a restart, you problably just have too many things 😉."
    Als das Gerät nach Neustart nochmals abgestürzt ist, die ganzen Kunden hinter uns schon ungeduldig hin- und hergetäppelt sind, wurde die Kassiererin sichtlich nervös. Sie wollte den Kassenbon ausdrucken, damit wir am Info-Schalter den geschuldeten Betrag begleichen konnten, doch die Kasse machte keinen Wank.
    Sie meinte, dass sie jetzt wohl den kompletten Einkaufswagen nochmal neu einscannen müssen würde.
    Meine Blase meinte gereizt: Ohne mich, ich such eine Toilette.

    Als ich zurück kam, konnte ich zum Glück ohne Re-scan die Rechnung begleichen und wir konnten endlich alles in den Camper verladen.
    An alle Hygiene-Verantwortlichen: die Kühlkette der Lebensmittel war zu keinem Zeitpunkt unterbrochen :) /T
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  • Als Beifahrer hab ichs gut

    August 17 in Canada ☀️ 24 °C

    Ist es nicht schön? Die Beine auf das Armaturenbrett hoch gefläzt, den Blick aus dem Fenster und die Musik laut aufgedreht.
    Grüsse gehen raus an meine wunderbare Stellvertretung in Kreuzlingen, die das am liebsten genauso macht wie ich und ob der Gefahr über die Beine auf dem Armaturenbrett genauso gerügt wird wie ich 🙃🙃😘😘Read more

  • Fog und Smog, und staubtrocken

    August 17 in Canada ☀️ 25 °C

    Was wir in Vancouver schon erahnt hatten, wurde uns heute nochmal so richtig bewusst.
    Kanada ist trocken, es brennt überall (oder hat gebrannt) und man sieht alles wie durch einen Nebel.
    Nach dem Einkaufen habe ich uns einen kleinen Walk zu einem Wasserfall rausgesucht.
    Als wir aus dem Camper aussteigen, riecht es stark nach Rauch, und die Fernsicht ist diesig.
    Unser erster Walk in Kanadas wilder Natur. Wir haben keine Ahnung, wann und wo mit wilden, zähnefletschenden Bären, ob braun, schwarz oder weiss, zu rechnen ist, weshalb wir (also Sven) den geschenkten Bärenspray und das gekaufte Bären-Glöckchen natürlich mitnehmen.
    Gewohnt unbekümmert hüpfe ich naiv wie ein kleines Kind durch die Wälder und summe vor mich hin.
    Der Bachlauf ist ausgetrocknet. Auch nach mehreren hundert Metern bleibt alles trocken, kein Wasser (und zum Glück auch kein Bär) in Sicht. Einzig eine Mini-Feen-Unterkunft auf einem Baumstamm entdecken wir.
    Der Wasserfall ist völlig augetrocknet. Die Natur trotzdem einzigartig und einfach atemberaubend.
    Sicher und dank unseres Warn-Glöckchens ohne Bärenkontakt kommen wir wieder heil zu unserem Camper. /T
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  • Wie soll unser Motorhome denn heissen?

    August 17 in Canada ☁️ 23 °C

    Mit einem Tag Verspätung haben wir uns doch noch spontan-verliebt in unseren alten Kläpper. Alter Kläpper klingt zwar irgendwie sympathisch, doch das geht noch besser.
    2020 in Australien waren wir mit Avira (passend zu Covid) unterwegs. Auch dieses Mal dürft ihr eure Namensvorschläge direkt per Whatsapp an Thomas oder per WA/Insta an Sven senden oder unterhalb des Beitrags kommentieren.Read more

  • Geliebtes Camperleben

    August 18 in Canada ⛅ 17 °C

    Endlich leben wir unser geliebtes Camperleben.
    Gestern haben wir sämtliches Zeugs noch in die verschiedenen Staufächer des Campers verräumt. Zuerst sieht es immer aus wie ein Schlachtfeld, doch nach und nach ergibt sich eine total logische Anordnung unseres Hab und Guts.
    Die erste Nacht war ganz gut. Wir schlafen über der Fahrerkabine, damit wir den Camper nicht jeden Tag zwei mal Umbauen müssen. Leider etwas hart, der Rücken maunzt, aber das ist nur die ersten paar Tage so.
    Erste Aufgabe des heutigen Tages: Wasser aufsetzen und Kaffee kochen. Der Tagesplan wir direkt morgens um 07.30 Uhr noch mit einer spontanen Idee ergänzt. Leider haben wir deshalb keine Zeit mehr zu duschen und müssen sofort los. /T
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  • Heute mal kopfüber

    August 18 in Canada ☀️ 24 °C

    Unser erster Halt des heutigen Tages führt uns an Peachtown (🍑🌇) vorbei zur ZipZone Peachland, wo wir insgesamt 6 Ziplines über den Canyon benutzen können.
    Wir rasen, flitzen, kreischen und singen über den Canyon. Bei der 5ten Zipline dürfen wir sogar upside down rüberflitzen. Die einzige Zipline in Kanada bei der man von Anfang bis Ende kopfüber hängen darf.
    Was für ein cooles Erlebnis, und was für ein Glück wir dabei hatten. Denn bis vor drei Tagen war das ganze Gebiet aufgrund der Waldbrände evakuiert worden. Auch heute sehen wir in der Ferne eine grosse Rauchsäule in den Himmel steigen und permanent kreisen Löschflugzeuge über uns.
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  • Relaxen auf dem Kanal

    August 18 in Canada ☀️ 32 °C

    Im Anschluss an die wilden Zipline-Fahrten düsen wir mit unserem Camper ganz ans untere Ende des Okanagan Lake.
    Dort bietet die Firma Coyote Cruises für läppische 20 Dollar (gut 10 Franken) aufgeblasene Reifen zum reinsetzen an, mit denen man den gesamten Kanal in Zeitlupe entlangtuckern kann. Es geht knapp drei Stunden, was wir aber erst beim Kaufen des Tickets mitkriegen. Na gut, dann raffen wir halt unser Programm danach etwas zusammen :)Read more

  • Mein Hase 👨‍🍳

    August 18 in Canada ⛅ 29 °C

    ...ist nicht nur ein ausgezeichneter Sehenswürdigkeiten- und Aktivitäten-Heraussucher, sondern kocht auch noch lecker für uns. So gab es gestern Chorizo-Würste mit Guacamole und Salat, und heute werden die übrigen Würste und Salat mit feinen Bratkartoffeln ergänzt. 😋
    Für den kleinen Appetit und Ohnmachtshappen zwischendurch dienen Mini-Gurken, Reiswaffeln und andere mehr oder weniger gesunde Snacks. 🍫🌭
    Im Gegensatz zu unseren Campern in Australien und Neuseeland ist unser Kühlschrank hier riesig. Ausserdem haben wir hier ganze drei Kochflammen (mit Platz für trotzdem nur 2 Töpfe..).
    Einen Dampfabzug haben wir auch.
    Und einen Rauchmelder.
    Und der kreischte gestern direkt los, weil der Abzug zu schwach ist. Heute hilft die Klimaanlage. /S
    P.S.: Klimaanlage ist keine grosse Hilfe. Rauchmelder kreischt wieder. 🙄
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  • Kängeroos und andere niedliche Geschöpfe

    August 19 in Canada ☀️ 26 °C

    05.30 Uhr: Es schäppert und klackt auf dem Camper und irgendein Getier gibt rhythmische Laute (eine Mischung aus Schreien und klocken) von sich.
    Was solls, ist eh schon fast meine Zeit. Ich brüh mir einen grossen Becher Kaffee auf, mache mich mit Kaffee, Handy, Buch und Reiseführer auf in Richtung Hängematte. Schön Schuhe ausziehen und den einen Schuh als Kaffeebecher-Halter zweckentfremden und ab in die Matte. Vor lauter Utensilien die ich dabei festhalten will, bleibt die Balance auf der Hängematte zu kurz und in einem eleganten Bogen schmeisst sie mich auf der anderen Seite in den Dreck (nicht der letzte "🙄🤬😱-Moment" des Tages). Der Kaffeebecher in der improvisierten Halterung bleibt wie durch ein Wunder stehen und es schwappt nur ein ganz klein wenig in den Schuh.
    Spätestens jetzt bin ich wach, voll mit Laub und weiterhin bestens gelaunt.
    Ich nutze die frühe Stunde und suche für die kommenden zwei Tage mögliche Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten raus.
    Eineinhalb Stunden später wecke ich Svens Lebensgeister wie schon die letzten Tage mit einem Kaffee direkt ans Bett.
    Da wir eine zweite Nacht hier bleiben, machen wir von hier aus einige Ausflüge in die Region. Wir starten mit einem Besuch auf der Kangoroo Creek Farm. Haufenweise Kängurus, Wallabies und anderes Getier aus Down-Under (nicht der letzte "Jööö-wie-herzig-Moment" des Tages). /T
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  • Mit dem Rad hoch hinaus

    August 19 in Canada ☀️ 28 °C

    Wir nehmen eine Schotterpiste hoch zum Myra Canyon. Nach 100 Metern meint Sven, ob ich da wirklich hoch will, denn durch die Schotterpiste ächzst und knarzt unser Camper sehr unangenehm. Ich so: Wenn wir uns von ein bisschen Schotter abhalten lassen, dann sehen wir einen Grossteil Kanadas nicht. Und unser Zuhause auf vier Rädern hat bestimmt schon ganz anderes mitgemacht.
    Die acht Kilometer rumpeln wir ohne nix weg. Oben angekommen mieten wir uns zwei Bikes, um den Canyon mit seinen zig Brücken und Tunneln zu erkunden.
    Hinten angekommen, spielen wir während der Trinkpause mit den süssen Hörnchen, die da total neugierig rumspringen. Soooo süss!

    Als wir unsere Fahrräder am Schluss der Tour abgeben, wollte eine hochgradig bösartige Wespe mit Svens Oberschenkel spielen. Da er nicht wollte, stach sie ihm mal direkt ihren Stachel rein (😱🤬🙄).
    Zum Glück sind wir mit Fenistil, Parapic und kühlen Dosen ausgestattet.

    Wir tuckern gemütlich die Schotterpiste zurück, unser Gefährt ächzt und knarzt wieder wie gewohnt, da dreht sich der rechte Aussenspiegel weiter und weiter nach rechts. Wir halten an und mit meinem fachkundigen Blick erkenne ich sofort: Das ist kaputt! Vielleicht war Schotterpiste doch etwas doof.
    Bevor mir der Gedanke kommt, dass es ja vielleicht eine Schraube gibt, mit der man das Teil festziehen kann, kommt mir die Idee, das ganze mit einem kleinen Stöckchen zu verkeilen, damit er wieder hält. Ich liebe meine Kreativität 🤪🤪.
    Lustigerweise haben wir in der Tasche des Kamerastativs tatsächlich einen passenden Inbus-Schlüssel, um den Spiegel wieder zu fixieren. Wir hoffen mal, das bleibt der einzige Defekt an unserm Fahrzeug und die einzige Verletzung von Sven während unseres Kanada-Trips 🍀🍀🍀. /T
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  • Privat-Führung durch die Weinberge

    August 19 in Canada ☀️ 33 °C

    Jeroen, unser junger belgischer Wein-Nerd, ist völlig aus dem Häuschen, weil er heute statt für 16 bis 20 Leute, nur für vier Menschen eine Weintour durch das Familienunternehmen der Familie Stewart machen darf. Grund für die wenigen Teilnehmer sind die Waldbrände der letzten Tage.
    Stell ihm eine Frage zur komplexen Herstellung von Wein, und seine Augen funkeln, sein Herz schlägt schneller, und seine Aufmerksamkeit ist komplett bei dir.
    Er führt uns und ein junges Paar aus Edmonton, Canada, durch die Reben der Familie Stewart, als ob sein Urgrossvater persönlich Dick (Richard) Stewart damals mutterseelenallein aus Irland bis in die entlegendsten Ecken Kanadas gereist wäre, um hier Wein anzubauen.
    "A hidden gem" sei hier zu finden, hätte der Bruder von Dick gemeint.
    Und wie wir so durch die Rebberge am Ufer des Okanangan Lake schlendern, verstehen wir, wieso Dicks Bruder ihn vor ungefähr 150 Jahren per Brief zum sofortigen herkommen ermutigt hat.

    Die Weine waren lecker, eine Note von Kiwi und Erdbeer (🤪). Was wir in unserem Camper jedoch noch viel dringender benötigen: BBQ Sauce aus Pfirsich und Jalapeños und Chutney aus der Region.
    Eine tolle und erlebenisreiche Tour, die uns in deren hochgelobtes Restaurant für deren hochgelobtes Abendessen geführt hat. /T
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  • "What are those plates for?"

    August 19 in Canada 🌙 27 °C

    Auf Empfehlung unseres Winetaste-Belgiers sitzen wir nun im Restaurant der Winery, welches laut ihm zu den Top 100 der besten kanadischen Restaurants gehört. Oder Top Ten. Je nachdem, wen man fragt.
    Wir bestellen beide das "Chef's Tasting Menu" bei unserem echt lustigen Kellner Kristof . Es reicht von Bruschetta über Bison, Aubergine und Ente bis hin zu schwarzen Beeren und Kirschen.
    Wir nehmen ohne Weinbegleitung. Hatten definitiv genug.
    Eine Frage an Kristof brennt uns bis kurz vor dem Hauptgang unter den Nägeln und so frage ich schliesslich: "May I ask you a question?" Unsere Brotteller und die aller anderen Gäste im Restaurant waren völlig unbenutzt und niemand hatte Brot. Wofür sind bitte diese Teller??
    Er lacht, wippt mit dem Kopf hin und her, sodass seine langen Haare hin- und herschaukeln. "Depends..." Wir fangen auch an zu lachen. Er erklärt uns, dass man das Brot bestellen müsste, steht auf dem Menu mit Preis. Ganz unten. Hab ich nicht gesehen. Sieht aber sonst auch niemand, sagt er. Deshalb hat auch niemand Brot.
    Sie empfehlen es auch nicht mündlich, da sich ja niemand vorher sattessen soll.
    Ich frage lachend "Is this typical canadian?" Er so "Ja. Aber nicht immer." Aha. 😄
    Weil wir's so lustig hatten, bringt er uns gratis Brot mit gesalzener Butter.
    Was für ein schöner Abend! /S
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  • Auf gehts: ab in den Norden

    August 20 in Canada ☀️ 24 °C

    Heutiges Tagesprogramm: 295 km nach Norden. Unser Weg führt uns endlich raus aus dem Rauch verschiedener Waldbrände. Die Luft ist hier wie zum schneiden, die Sonne dringt nur teilweise durch, und der Himmel sowie die entfernteren Berge verschwinden in weissen Partikeln.
    Auf unserem Weg entlang des westlichen Ufers des Kalamalka Lake sind die beiden Strassenseiten gezeichnet von den Bränden. Heute genau vor drei Wochen entstand ein Waldbrand, der einen Tag später, am 01. August, über die Strasse gegriffen hat und in kürzester Zeit viele Häuser zerstört hat. Ausgebrannte Autos, Schulbusse und Ruinen der Zuhause der Kanadier säumen den Strassenrand.
    Die Auswirkungen des Klimawandels sind hier genauso zu spüren wie in Europa. /T
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